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02.02.12 11:18
hallo!
ich habe hier schon oft über die probleme mit meinem freund geschrieben,
vorwiegend ging es um eifersucht und misstrauen.
doch nun betrachte ich die probleme zwischen uns von einer anderen seite.
seit ich mit ihm zusamme bin, höre ich von meinem umfeld, dass das nicht gut gehen wird.
viele sagten mir, dass es schon aufgrund der 'bildung' nicht gut gehen kann.
sie meinten, dass sich "gleich und gleich" zueinander gesellt, und gleich und gleich
sind wir nun einmal nicht 
der grund, ihrer meinung nach: ich bin studentin, er "nur" elektriker.
ich gehe anderen hobbies nach, habe aufgrund meiner "entwickelteren" bildung (er besuchte die schule bis es 15 war und fing dann eine lehre an) komplett andere interessen, bin in meiner art auch ganz anders, da ich eben eine höhere bildung genossen habe. meinten SIE.
ich hielt nie viel davon, für mich stand der mensch als solcher immer im vordergrund. womit er seine brötchen verdient,
war mir egal.
doch mit der zeit erkannte ich, dass sie vielleicht recht haben könnten
nicht weil ich, um gottes willen, etwas
besseres bin als er, keineswegs, doch weil ich finde, dass sein oft problematisches verhalten anders wäre, wenn er 'gebildeter' wäre. das hört sich mies an
aber ich kann es nur so ausdrücken.
hier, warum ich das denke:
er ist absolut unfähig zu diskussionen. er diskutiert und argumentiert nicht, er legt einfach auf oder macht sich vom acker, wenn es nicht nach seinen vorstellungen läuft. und wenn ich doch diskutieren möchte und ihm meine standpunkt erklären will, in einem völlig angemessenem ton, nerve ich ihn.
wenn ich über politik und sonstige aktuelle geschehnisse sprechen möchte langweilt er sich. er sagt es nie. aber er schweigt. und irgendwann merke ich dann ,dass er an einem solchen gespräch nicht interessiert ist.
wenn ich über mein uni-leben spreche, was ich dort so erlebe, wenn ich zb. ärger mit professoren habe, hat er auch dem nichts entgegenzusetzten.
wenn wir ausgehen, geht er vor und hält mir die tür nicht auf. ich trotte wie eine kuh hinter ihm her. so kommt es mir vor. ich bin keine dame, aber ab und zu wäre es doch irgendwie rücksichtsvoll. meine kollegen von der uni machen das allesamt. zufall? 
natürlich gibt es solche und solche menschen. es gibt sicher analphabeten, die von kultiviertheit nur so strotzen und welche mit doktortiteln, die einfach nur dämlich sind.
doch trotzdem denke ich, dass menschen, wenn sie eine längere ausbildung hinter sich haben, anders "geformt" wurden, andere werte habe. ein anderes verhalten an den tag legen.
ich habe angst, dass uns neben den problemen, die ohnehin vorherrschen, auch dieses "in zwei Welten leben"
zum verhängnis wird.
was denkt ihr?
02.02.12 11:28
Ich denke dass man das so pauschal nicht sagen kann, ich kenne genügend Leute, die auch nur einen Hauptschulabschluss haben und mit denen man sehr wohl auch über Politik und aktuelle Geschehnisse reden kann und die dir vielleicht auch dir Tür aufhalten würden.
Ob man das generell auf die Schulbindung herunterbrechen kann – ich denke dass es vielleicht viele gibt, die dieses Klischee bedienen, aber auch viele die es wieder nicht tun, es liegt am Menschen selbst denke ich und jeder ist anders...
Und völlig andere Interessen und Hobbys kannst du auch zwischen zwei Akademikern haben...
Aber dass Leute, die länger gelernt haben "anders geformt" sind wie du sagst – könnte in gewisser Hinsicht schon sein...
02.02.12 11:28
Das Du Recht hast und dass das verbindende Elemen zwischen Menschen das Interesse ist. Wenn man sich füreinander interessiert, sind solche Barrieren leicht zu überwinden.
Zum Interesse gehört es auch, miteinander zu sprechen – Du sprichst über ihn und eure Probleme, sprichst Du auch mit ihm?
02.02.12 11:33
natürlich tue ich das. aber wie gesagt, er ist diskussionsunfähig. ob es daran liegt, dass er einfach so ist oder es eben "nicht gelernt" hat, weiß ich nicht.
02.02.12 11:35
was denkt ihr?
Ich finde es komisch, dass du dich auf einer höheren Ebene zu sehen scheinst (sonst hättest du das Thema nicht eröffnet), aber die Einschätzungen von Bekannten vorschiebst. Wer dein Freund ist, dass er "nur Elektriker" ist usw., hast du doch vorher gewusst. Ein bisschen mehr Eigenständigkeit hätte ich auch von einer Studentin schon erwartet.
Und wieso willst du mit deinem Freund über Uni und Politik reden, wo du doch weisst, dass das nicht seine Themen sind?
doch trotzdem denke ich, dass menschen, wenn sie eine längere ausbildung hinter sich haben, anders "geformt" wurden, andere werte habe. ein anderes verhalten an den tag legen.
Richtig, Eine Berufsausbildung bringt viele Qualifikationen mit sich, die man im Studium oder auf der Schule nicht erwerben kann. Die Abwertung praktischer Berufe ist allerdings sehr verbreitet.
02.02.12 11:37
ich bin studentin, er "nur" elektriker.
das wäre ein bisschen zu pauschal geurteilt!
Wenn ansonsten ähnliche Interessen da wären, Gesprächsthemen, beide fühlen sich im Freundeskreis des anderen wohl oder der überschneidet sich sogar, die Ziele sind die ähnlichen oder sogar die gleichen ....
das dürfte nicht das ausschlaggebende sein, sondern die sonstigen Probleme!
Dann ist es auch egal, ob man aus der 'selben Schicht' kommt oder nicht !
Meine Tochter studiert Medizin und ist mit einem jungen Mann zusammen, der Gärtner ist und die Hauptschule besuchte. Die beiden passen einfach nur perfekt zusammen ! Sie lernen von einander, darum geht es doch und sie gehen liebevoll und respektvoll miteinander um, dass ist und sollte die Basis jeder Beziehung sein.
02.02.12 11:39
traurig, dass du schon ins gleiche horn bläst, wie deine guten freunde.
wenn du mit seinem benehmen nicht klar kommst, dann beende doch die beziehung!
weil er "nur" elektriker ist, ist er natürlich gleich ungebildet und rückständig und weiß sich nicht zu benehmen.
02.02.12 11:39
Hi Jessy
Einfach... wow. Dein Text stößt mir an so vielen Stellen auf, dass ich kaum weiß, wo ich anfangen soll.
Du betonst zwar einerseits, dass deine Freunde diejenigen seien, die die vermeintliche Bildung mit in die Diskussion ziehen, aber es scheint mir ganz arg so, als wärst du nur allzu bereit, dem auch glauben zu schenken. Ich frage mich, was für eine Art du an den Tag legst, wenn du von deinen Studentenproblemen sprichst und ob er wirklich nicht diskutieren kann, oder einfach auf Grund deiner Art keine Lust hat.
Wenn er von nervenden Kunden erzählt, von Elektronik, die du nicht verstehst und seinen eigenen beruflichen Alltäglichkeiten, sitzt du dann mit strahlenden Augen vor ihm und lauschst ihm andächtig und interessiert? Ganz ehrlich?
Manche Menschen diskutieren einfach nicht gerne, aus dem einen oder anderen Grund. Und nur bei den allerwenigsten würde ich eine Unfähigkeit unterstellen. Hast du dich mal gezielt mit einem Thema beschäftigt, das besonders ihn, und nicht dich, interessiert? Du wärst erstaunt, wieviel Begeisterung in manchen Menschen steckt, wie sehr sie einen mitreißen können, wenn es um etwas geht, woran ihnen liegt. Und das ist eine eigenschaft, die man bei aller Diskussionsbefähigung nicht lernen kann.
a.fish hat recht. Unterschreibe ich jetzt mal so.
02.02.12 11:40
hallo Jessy
kann dich gut verstehen! Mein erster Mann war Afrikaner, quasi im Busch aufgewachsen mit einem wirklich sehr beschränkten Horizont. Anfangs dachte ich immer, dass das doch wohl keinen Unterschied machen kann, schliesslich kann er ja auch nichts für die fehlende Bildung. Aber dadurch wars nicht nur so, dass wir eigentlich keine Gesprächsgrundlage hatten (es ging einfach nur um so profane Dinge wie Geld, welchen Einfluss haben andere Frauen auf mich ?! , was gibts heut zum Essen), sondern dass durch sein fehlendes "Niveau" die gesamte Beziehung auf einem extrem primitiven Level stattfand. Sein Verhalte war ebenfalls nur als primitiv zu bezeichnen (wie bei dir: Efersucht, Misstrauen). Er gab gern bei seinen Bekannten mit mir an, wenn es um meine Bildung, Familie, etc. ging, setzte mich aber genau damit immer wieder übelst unter Druck.
Es kam der Tag, an dem ich die Wahrheit sehen musste (nachdem er mit Messer auf mich losgegangen war und noch mehr) , dass es keinen Sinn hat, dass ich ihm auch nicht klarmachen konnte, was für mich wichtig im Leben ist, und was ich mir für die Zukunft des gemeinsamen Sohnes wünschte.
Ich will dir jetzt nicht vorsagen "bringt nichts etc.", immerhin find ich (vor allem im Gegensatz zu meinem Ex) einen Elektriker nicht so sehr ungebildet, auch wenn die Level sicherlich unterschiedlich sind. Aber ich glaube, dass wenn du bereits diese Zweifel hast, und nicht das Gefühl hast, dass er diese ernst nimmt oder nachvollziehen kann, dass dann auf jeden Fall schon ein Problem da ist.
Hast du mit ihm schon mal drüber geredet?
02.02.12 11:42
Ich finde es komisch, dass du dich auf einer höheren Ebene zu sehen scheinst (sonst hättest du das Thema nicht eröffnet), aber die Einschätzungen von Bekannten vorschiebst. Wer dein Freund ist, dass er "nur Elektriker" ist usw., hast du doch vorher gewusst. Ein bisschen mehr Eigenständigkeit hätte ich auch von einer Studentin schon erwartet.
Und wieso willst du mit deinem Freund über Uni und Politik reden, wo du doch weisst, dass das nicht seine Themen sind?
ich denke ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich mir nicht besser vorkomme und dass ich das tatsächlich von meinem umfeld 2 jahre lang zu hören bekommen habe.
wenn ich mir besser vorkommen wüde, würde ich den beitrag dermaßen verfassen, und nicht wie du denkt unterschwellig andeuten. das habe ich hier als anonyme nicht nötig 
auch habe ich nicht auf das umfeld gehört. nun ist mir aber ein bestimmtest verhaltensmuster aufgeallen, bzw. es hat sich in den 2 jahren herauskristallisiert. es sind dinge, die mich stören und bei uni-kollegen, mit denen ich teilweise sehr gut befreundet bin, nicht vorkommen, daher meine frage, ob das zufall sei.
ich will mit ihm über politik etc. reden, weil das MEINE themen sind. soll ich mich in allen gespächen nach ihm richten?
immerhin höre ich gerne zu, wenn er mir erzählt, wie ihn in der arbeit beinah der schlag getroffen hätte. mich interessiert es tatsächlich. doch er scheint meine interessen nicht zu teilen.
02.02.12 11:43
was denkt ihr?
ich denke dass ein Studium oder eine längere Ausbildung rein gar nichts mit dem Benehmen oder Interessen eines Menschen zu tun hat.
Außerdem frage ich mich im Gegenzug ob du auch ihm mal die Tür öffnest?
Solche Dinge sind zwar nett aber warum macht man von solchen Sachen eine Beziehung abhängig? Muss mein Partner so ein Pseudogentlemen sein? Für MICH zählt nur dass ich meinen Partner und mein Partner mich liebt. Dafür brauch ich niemand die Tür aufhalten oder brauche niemanden der mir die Tür aufhält.
02.02.12 11:43
natürlich tue ich das. aber wie gesagt, er ist diskussionsunfähig. ob es daran liegt, dass er einfach so ist oder es eben "nicht gelernt" hat, weiß ich nicht.
Ich meinte damit, ob Du Dich für seine "Welt" (wenn Du das so empfindest) interessierst, für seine Themen. Ehrlich, offen, ohne Vorbehalte.
Eine Streitkultur muss man sich schaffen, immer wieder mit jedem Menschen neu; auch das geht nur mit beiderseitigem Interesse.
02.02.12 11:44
Achja, ich würde mir im Übrigen mehr Gedanken über meine Freunde machen. Nur weil dein Partner nicht studiert hat wollen sie dir einreden dass es nicht klappt und nicht gut genug für dich ist? was ist denn DAS bitte für ein Benehmen? Nach deiner Theorie müssten die Gebildeten in deinem Bekannenkreis eigentlich freundlicher und tolleranter sein.
02.02.12 11:44
doch er scheint meine interessen nicht zu teilen.
das liegt aber nicht an seiner Schulbildung, sondern an deinem Freund selber 
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