Wie mit Vater meines Freundes umgehen?

Hallo, ich brauche mal einen Rat, weil mir selbst einfach nichts mehr einfällt. Ich wohne mit meinem Freund zusammen, dessen Eltern im Nachbarhaus wohnen. Mit der Mutter komme ich super zurecht. (...)   >>>

T=an7gexre  am 06.02.12  16:38

07.02.12  04:52

Schon mal ein Tier gehabt?

Über dem Niveau eines Hamsters, Meerschweinchens, Papageis oder Goldfisch, meine ich damit.

K+adhixdya

07.02.12  07:57

Ich hab 2 Katzen und könnte schon bei dem Gedanken, dass einer was ernstliches passiert losheulen... dennoch hatte ich mir diese Frage auch schon gestellt... egal, ist ja nicht das eigentliche Thema.

Mein Freund meint auch, er kann das nicht mehr mit ansehen und da sich nix tut und sein Herr Vater sich nicht dazu entschließen kann, sich wie ein normaler Mensch aufzuführen, sollten wir halt einfach ausziehen.

Sehr gute Einstellung von deinem Freund.

Aber das möchte ich nicht, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin. Ich bin als Einzelkind nur bei meiner Mutter aufgewachsen und fand das so toll, mit der ganzen Familie auf einem Haufen und daß immer jemand da ist und so weiter und so fort. Außerdem käme ich mir sehr egoistisch vor, wenn ich da die Familie gewissermaßen kaputt mache.

Du machst nichts kaputt. Die meisten Leute wohnen nicht in 5min Entfernung zu ihrer Familie und haben dennoch regen Kontakt. Außerdem, wenn etwas durch euren Wegzug kaputt ginge, wäre das dem Verhalten des Vaters geschuldet.

Ermil2ieA

07.02.12  10:01

Schon mal ein Tier gehabt?

Meinst Du mich?

Ja, hatte ich. Und das Tier ist gestorben, als ich weitaus jünger war.

Aber selbst wenn ich keines gehabt hätte – das ist eigentlich irrelevant. Bzw. daraus ein fehlendes Verständnis herzuleiten geht am Ziel vorbei.

aGlter&fanlter

07.02.12  10:59

Ich finde es ja OK das du in der Nähe der Familie wohnen willst. Wir denken auch gerade darüber nach...Halt dann alle im selben Ort aber bitte nicht zu nah aufeinander...

Das mit der Katze kann ich super verstehen. Möchte mir gar nicht vorstellen das meinem Hund was passiert.

Ich an deiner Stelle würde ausziehen.Wenn es schon bei einem Haustier solchen Stress gibt. Stell dir mal vor du hast Kinder und die Großeltern mischen sich die ganze Zeit in die Erziehung ein? Würdet ihr dann auch klein bei geben?

In der Nähe der Familie wohnen find ich persönlich super, aber doch bitte so das jeder auf seinem Grundstück/ein seinen eigenen 4 Wänden tun und lassen kann was er will

fveue>rbluYmxe

07.02.12  11:08

Ich würde wegziehen. Übrigends konnte mein Dad auch nie Katzen ausstehen, jetzt bei unserer 3 Katze ist er aber endlich aufgetaut und schmust immer mir ihr und lässt den Kater sogar in sein Bett schlafen :-D .

D4o-do8x7

08.02.12  22:15

So, mal ein Update:

Es tut sich was. Ich habe noch mal mit meinem Freund geredet und gefragt, warum jeder den Vater anfasst, als ob gleich eine Bombe hochgehen könnte. Seine Antwort: "Weil genau das passieren könnte."

Aber er ist trotzdem zu ihm gegangen und die beiden haben sich die letzten Abende mehrere Stunden unterhalten. Es sieht so aus, als ob die beiden auch einiges zu klären hätten.

Dabei für mich interessant: Der Vater hat zugegeben, daß sein Verhalten mir gegenüber nicht das Gelbe vom Ei war/ ist. Er meint, das er das in den nächsten Tagen ändern will.

Bei den Gesprächen kam auch das Tierchen-Thema auf und es lag da einiges im Argen, für das ich aber gar nicht kann.

Immerhin ist das jetzt mal angesprochen und ich will nicht zu viel erwarten, aber ich habe wieder Hoffnung.

Ich warte mal die nächsten Tage ab. Mal sehen, ob es sich wirklich so gut ausnimmt, wie es mir jetzt vermittelt wurde.

Danke nochmal an alle, ich hätte es ohne Eure Bestärkung sicher nicht noch mal so vehement angesprochen. :)*


Ein längerer Text, zu einem Nebenthema hier, aber ich kann mich nicht kurz fassen dabei. Für mein hier geschildertes Problem nicht interessant, aber da die Fragen aufkamen, will ich es auch gern beantworten, wenn sich die Leute schon damit beschäftigen (Trauer/Miez/Grund für ihr Ableben):

Und noch zu der Aussage, daß es nicht im Rahmen wäre, so um meine Miez zu trauern: Es ist mir zweitens wie andere damit umgehen. Ich gebe der Trauer Raum, weil ich mir sonst Schaden würde und nehme das auch bewußt an. Meine Miez und ich haben über 10 Jahre sehr eng zusammen gelebt und waren praktisch nie getrennt. Sie war mein Stubenkamerad in meiner ersten eigenen Wohnung und hat mich durch viele wichtige Abschnitte meines Lebens begleitet. Sie war ein großer Teil meines Lebens, als ich sehr einsam war und sie bleibt immer in meinem Herzen. Fertig. DAS ist definitiv kein Problem. Das Problem ist, daß sie mir so ungeheuer fehlt und ich mich dermaßen an kätzische Gesellschaft gewöhnt habe, daß ich es nicht aushalte, ohne zu sein. Nebenher sehe ich es auch nicht ein. Es warten soviele Katzen in Tierheimen darauf, daß sie jemand mitnimmt und hier ist alles da für ein Kätzchen. Außerdem wäre das irgendwie eine Verbindung zu meiner Miez, denke ich. Lässt sich schlecht erklären. Ich weiß einfach, daß ich wieder ohne Weinen zurechtkommen werde, wenn wieder vier Pfötchen hier rum tappen würden.

Zur Frage, an welcher Krankheit sie gestorben ist: An gar keiner. An einem Tierarzt, der in der Nacht eine Bißwunde nur schludrig behandelt hat, weil ihm sein Nachtschlaf wichtiger war, als der Patient. Schicksal. Irgendwas in der Art. Es ist passiert und wir, mein Freund und ich, haben mit meiner Miez bis zum Schluß gekämpft. Aber irgendwann war es ihr zuviel und sie hat aufgegeben. Das weiß ich so genau, weil ich die ganze Nacht bei Ihr wach geblieben bin und als das Futter wieder nicht drinbleiben wollte, hat sie aufgegeben. Kurz nach 5 Uhr morgens. Dann ging die Temperatur runter und sie ist dann auf dem Weg zwischen einer Tierklinik und der nächsten in meinen Armen gestorben. :)-

TXanpgexre

09.02.12  00:18

Doch irgendwie finde ich DAS

Der Tod meiner Miez ist jetzt schon ein halbes Jahr her und trotzdem weine ich beinahe täglich, manchmal mehrmals am Tag um sie. Das belastet auch langsam aber sicher meine Beziehung

bei einem Menschen um die 30 schon etwas krass ... :-o

Was ist daran krass? Jeder trauert auf seine Weise, du hast nicht das Recht, darüber zu urteilen.

Mein geliebter Kater ist vor zwei Jahren gestorben, ich habe sehr oft und viel um ihn geweint. :)- wir haben seit ein paar Monaten zwei Kätzchen, der kleine Kater ist meinem verstorbenen Kater sehr ähnlich. War Anfangs schwer für mich, aber mir wurde klar, dass mir die Kleinen ganz gut tun, meine Trauer geht zwar nicht weg, aber sie wird einfacher.

IklyLn

09.02.12  00:21

Ich finde es generell nicht gut so eng mit der Familie nebeneinander zu wohnen und rate euch: zieht aus!

Mein Partner hat keinen Kontakt mehr zu seiner Mutter, wegen Streitigkeiten und ihrer Kontrollsucht. Ist traurig, war aber notwendig. Manchmal ist es besser, wenn man Abstand hat, das muss ja nicht zwangsläufig zu einem Kontaktabbruch führen. @:)

Ihlyn

09.02.12  07:30

Was ist daran krass? Jeder trauert auf seine Weise, du hast nicht das Recht, darüber zu urteilen

Ich urteile nicht darüber – ich sage meine Meinung bzw. äußere meine Ansicht. Das darf ich und tue ich auch. Wenn der TE meine Ansicht nicht gefällt oder sie sie aus irgendeinem Grund nicht teilen mag – Ihre Sache. Vielleicht ist es ihr aber ja trotzdem möglich, sich zumindest damit auseinanderzusetzen. Denn

Es ist mir zweitens wie andere damit umgehen

zeugt ja eher davon, dass schon alles so passen wird, wie man es macht. Dann allerdings stellt sich die Frage, wieso man sich mit seinem Problem an dieses Forum wendet – wenn doch alles passt!?

Zu meiner Aussage an sich: Ich kann verstehen, DASS man trauert ... und selbstverständlich ist es sehr schwer, wenn einen das Tier – so wie die TE ja eben geschildert hat – sehr lange begleitet hat. Auf der anderen Seite hatte ihre Katze aber ja nun schon ein gewisses Alter erreicht, d.h. es war davon auszugehen, dass dieser Moment des Abschiednehmens früher oder später kommen würde. Es darf dann also wohl hinterfragt werden, ob einem erwachsenen Menschen dieser Abschied – auch wenn er unter "unschönen" Umständen herbeigeführt wurde (doch was ist schon ein schöner Tod ...?) – so schwerfallen kann, dass er dafür die bestehende Beziehung zu seinem menschlichen Lebensgefährten an die Wand fährt? Denn letztlich sollte darauf ja eigentlich der emotionale Schwerpunkt liegen. Es sei denn – und damit komme ich wieder dazu, dass das sehr wohl etwas mit der Anfangsproblematik zu tun haben KANN – auch hier ist prinzipiell der Wurm drin oder man ist mental (noch) nicht gefestigt genug. Ich mag mich irren – doch die bisherigen Schilderungen der TE hatten auf mich nicht unbedingt den Eindruck gemacht, als würde hier mentale Stärke dominieren – sondern eher irrationale Angst. Wo auch immer diese herkommt. Und genau das gilt es meiner Meinung nach zu klären. Ansonsten sehe ich die Gefahr, dass die TE in dieser Konstellation, aber auch nach einem evtl. Auszug früher oder später "untergeht".

So, und jetzt dürft Ihr wieder über mich herfallen ... *:)

aAlteryfalter

09.02.12  09:17

Aber er ist trotzdem zu ihm gegangen und die beiden haben sich die letzten Abende mehrere Stunden unterhalten. Es sieht so aus, als ob die beiden auch einiges zu klären hätten.

Das, und auch die anderen Schilderungen, hört sich ja schonmal ganz gut an. Dann hoffe ich für dich, dass diese Einsicht und die neuerlangte Offenheit so beibehalten wird.

Zur Katzensache: Wie gesagt, ich kann dich teilweise gut verstehen und wie deine Katze gestorben ist, war sicher nicht einfach und schwer zu ertragen (hat sie durch den Biss eine Infektion bekommen? Wie lange lag denn zwischen dem Biss und dem, was du geschildert hast?). Allerdings...

Ich gebe der Trauer Raum, weil ich mir sonst Schaden würde und nehme das auch bewußt an.

Das ist auch richtig. Aber zwischen "der Trauer Raum geben" und "sich in der Trauer suhlen" liegt eine feine Grenze. Ich sage nicht, dass die bei dir überschritten ist und auch wenn sich "suhlen" zugegebenermaßen sehr negativ anhört, meine ich damit eher, dass man sich vielleicht darauf, auf die Trauer, zurückzieht, weil man dies leicht begründen kann, obwohl einen eigentlich andere Dinge beschäftigen und runterziehen, die man nicht so leicht erklären kann... Ich will dir da nicht reinreden und dich beeinflussen oder gar beleidigen. Das soll nur ein kleiner Denkanstoß sein, den du annehmen kannst oder auch als großen Blödsinn abtun kannst.

Dass man sich nach einem neuen Katzengefährten sehnt und dafür auch umziehen würde, kann ich wiederum sehr gut nachvollziehen – hoffentlich entwickelt es sich in diese Richtung für dich/ euch.

E^mi}lxieA

09.02.12  19:40

Hallo,

als ich sagte, es sei mir zweitens, wie andere damit umgehen, war lediglich der Aspekt der Trauer gemeint, nicht generell alle möglichen und unmöglichen Situationen. Sonst hätte ich mich ja auch nicht ans Forum wenden müssen.

Es ging mir aber hier um was anderes und die Trauersache war in Bezug auf meine Frage nur ein Neben-Neben-Schauplatz und sollte hier nicht besprochen werden. Deshalb habe ich da ein wenig rüde abgeblockt.

Ich suhle mich auch nicht in der Trauer :), aber sie ist nun mal da und nimmt ihren Platz ein. Und sie geht auch nicht einfach so weg. Ich sitze nicht den ganzen Tag zu Hause und schau mir Bilder von meiner Miez an. Ich habe auch eine Arbeit und ein Privatleben :), aber es überkommt mich halt in ganz alltäglichen Situationen. Und dann fließen die Tränen. Ich schätze das nicht als problematisch ein und denke, es ist jetzt auch hier erschöpfend behandelt worden.

Bei der eigentlichen Sache, muss und werde ich die nächsten Tage abwarten, was sich so tut und werde derweil das Beste hoffen. Sofern sich etwas ergibt, werde ich auch wieder davon berichten.

Jedenfalls haben mir Eure Kommentare Mut gemacht und den nötigen Rückhalt gegeben, auf weiteren Gesprächen zu bestehen, die auch mal an die Substanz gehen und nicht immer nur um den heißen Brei herumschleichen. Jetzt tut sich was, wie berichtet.

Wünsche einen schönen Abend!

Tjang{erxe

09.02.12  20:19

Ich schätze das nicht als problematisch ein

So, so, ...

weine ich beinahe täglich, manchmal mehrmals am Tag um sie. Das belastet auch langsam aber sicher meine Beziehung

Wie auch immer: Viel Erfolg! Du machst das schon! :)_

a_lter5faltxer

09.02.12  22:19

@ Tangere

Deine Trauer kann ich verstehen. Ich habe erst letztes Jahr unerwartet eine Katze gehen lassen müssen.

Sie hatte zwar das Alter – lt. Alterfalter :-X – aber man trauert. Schließlich hat sie uns jahrelang begleitet.

Zieht aus – du wirst dir viel ersparen. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Oder hat auch hier dein Freund Angst vor der Reaktion seines Vaters? Du hast sowieso so gut wie keinen Kontakt zu seinem Vater. Tu dir das nicht ständig an. Du leidest nur darunter. Und, wenn dann Kinder kommen, dann stört ihn der Kinderlärm, es wird endlos so weitergehen.

W]ondberfGul XLifxe

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