Scheidung und Konsequenzen

08.02.12  14:08

ich bin inzwischen in meiner Ehe an einem Punkt angelangtm an dem ich ernsthaft über eine Trennung/scheidung nachdenke. Leider gibt es Kinder und erhebliches Vermögen, allerding mit vereinbarter Gütertrennung, so dass das Vermögen bei mir bleibt.

Hat jemand mit dieser Konstellation Erfahrungen? Für die Kinder zu zahlen ist kein Problem für mich, aber ungern würde ich auf Dauer für meine Frau, der ich natürlich die Hauptschuld an der Entwicklung gebe (ist natürlich nicht objektiv), zahlen.

Da meine Frau arbeitet (halbe Stelle) hat sie also Einkommen. Wie geht so etwas wirklich vor sich. Ich ziehe vielleicht aus und dann?

APrc@hUillesx06

08.02.12  14:54

so dass das Vermögen bei mir bleibt.

Wenn das Deine Sorge ist, kann ich sie Dir nehmen. Du bist ein Mann und damit vor den meisten Scheidungsgerichten nur ein Leiendarsteller. Die werden Dir dort (in welchem Bundesland lebst Du?), die Hosen ausziehen.

Du wirst an Deine Frau Unterhalt zahlen müssen. Berechnet nach dem jetzigen Netto, hast dann abwe weniger Netto, weil sich Deine Steuerklasse ändert.

Für Deine Frau zahlst Du solange, bis die Kinder sie nicht mehr brauchen und sie dann Ganztags arbeiten gehen kann.

Wenn Du ausziehst, bekommt sie das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder und Du ihre Kontonummer. Bei dem dann folgenden Scheidungskrieg werden i. d. R. die Kinder verheizt.

Wie alt sind die Kinder und warum willst Du Dich trennen?

Wie lange seid ihr verheiratet, wie lange kennt Ihr Euch?

Wie alt seid Ihr?

Bianan[enbiexger

08.02.12  15:04

Für Deine Frau zahlst Du solange, bis die Kinder sie nicht mehr brauchen und sie dann Ganztags arbeiten gehen kann.

das ist ja mal so richtig uninformiert %-|

am unterhaltsrecht hat sich in den letzten jahren einiges verändert!

kindesunterhalt musst du immer zahlen (höhe siehe düsseldorfer tabelle) solange die kinder noch unterhaltsberechtigt sind (kannst du googeln). und so lange die kinder nicht volljährig sind und bei der mutter leben, bekommt den unterhalt sie überwiesen.

ehegattenunterhalt musst du nicht unbedingt (viel) zahlen! deine frau kann verpflichtet werden (je nach alter der kinder) ihre arbeitszeit aufzustocken, wenn es zumutbar ist! wenn sie arbeiten geht, dann zahlst du höchstens noch aufstockungsunterhalt.

DOiwe Sehe/rixn

08.02.12  15:08

Leider gibt es Kinder und erhebliches Vermögen

Ja, Shit happens. Wenn das Vermögen eine Last ist, könnte ich dir behilflich sein. o:)

S~tuzh4lbxein

08.02.12  15:58

Danke Tischbein (äh Stuhlbein) für dein Angebot. Mir wäre es wichtig mal jemand zu "hören", der Ähnliches schon hinter sich gebracht hat. Mein Vermögen ist durch die Gütertrennung (mit der Eheschließung) sicher, das weiß ich schon. Meine Anwälte meinen aber erst richtig loslegen zu müssen, wenn die Scheidung eingereicht wird. Ich will aber mal von Betroffenen eine Aussage höhren (möglichst qualifiziert und fundiert), daher schon mal danke an DIE SEHERIN!

Der Scheidungsgrund ist unter dem Strich die sexuelle Verweigerung meiner Frau, die inzwischen dazu geführt hat, dass auch ich überhaupt nicht mehr mit ihr intim werden möchte (betteln war noch nie meine Stärke). Das ist eigentlich erstmal gut, dadurch wird die Situation erträglicher. Das Problem ist, dass ich nicht unattraktiv (warum auch immer o:) )bin und so immer wieder in Versuchung zum Seitensprung geführt werden, das aber nicht möchte sondern erst klare Verhältnisse will.

AKrcJhilleAs0x6

08.02.12  16:03

ich bin geschieden und habe den ganzen scheiß schon hinter mir!

heute ist es total wurscht, warum man sich scheiden lassen will, man muss keinen grund mehr angeben und das schuldprinzip gibt es auch nicht mehr!

was wichtig ist: gemeinsam einen zeitpunkt festlehgen, wann die trennungszeit beginnt. das kann sogar in der gemeinsamen wohnung sein, dann sollten aber beide unterschreiben, dass man ab dem 0x.0y.2012 getrennt von tisch und bett ist. in deutschland empfiehlt sich auch gleich bei der einwohnermeldestelle und dem finanzamt den status des "dauernd getrennt-lebens" zu melden. kann man sogar rückwirkend, wenn sich beide einig sind.

ich weiß ja nicht, ob deine frau schon weiß, dass du dich trennen willst!? es kommt nämlich im vorgehen sehr darauf an, wie sehr man sich auch vorher schon über den hausrat und so einigen kann, oder ob ein rosenkrieg zu erwarten ist!?

D7ie Se8hexrin

08.02.12  16:17

Man Archilles du Unschuldsengel. Alleine schon dein Satz LEIDER gibt es die Kinder und das Vermögen, spricht Bände. Bist wohl froh wenn du von deiner Frau und den Kindern weg bist. Und deine Kohle bleibt ja offensichtlich bei dir. Ich möchte nicht wissen [...]

Nur zu deiner Information zu einer Scheidung gehören immer 2 komplett Schuldige. Und ich glaube niemsnden interessiert es das du angeblich attraktiv bist und ständig verführt werden soll. [...] Du hast nen Anwalt und damit profesionelle Hilfe. Was brauchst du da noch die Meinung und das Wissen von Laien?

Kxle9ineDwaldxfee

08.02.12  16:21

@ Seherin

das ist ja mal so richtig uninformiert

Was im Gesetz steht und wie das bei den sog. Familiengerichten abläuft sind 2 verschiedene Welten.

Ich habe das 2 mal hinter mir und weis, wovon ich rede!

BIanan5enbi)eger

08.02.12  16:22

Danke Kleinwaldfee für deinen [...] Beitrag. Hast Du eigentlich ein Problem, vielleicht etwas zu aggressiv [...]

Seherin, ja, das denke ich, wäre der nächste Schritt. Hast Du vorher probiert eine Paarberatung zu machen? Einen Rosenkrieg erwarte ich eigentlich nicht, dafür sind wir beide zu vernünftig und wir lieben unsere Kinder über alles (sonst wären wir wahrscheinlich schon länger getrennt).

Wie hast Du so die Anwälte erlebt, haben sie sich produktiv um den Fall gekümmert?

Hast Du dich im "guten" oder im Streit getrennt?

AQrchilllesx06

08.02.12  16:24

Bin auch geschienden und es waren zwar keine Kinder da, aber Geld und Sachwerte - Wohneigentum

Mein Anwalt konnte meinen jetzt EX überzeugen zuteilen ]:D ]:D

Ssil7x7

08.02.12  16:24

@ Archilles06

Der Scheidungsgrund ist unter dem Strich die sexuelle Verweigerung meiner Frau,

Das kommt nicht selten vor, dass sich die Frau nach der Geburt hässlich fühlt und dann den Sex verweigert. Manche machen dann auch ihren Mann unterschwellig dafür verantwortlich und strafen ihn damit ab, das sie sich verweigern.

Wie kamen die Kinder zu Welt?

Hat sie ggf. Schmerzen beim Sex und will deshalb nicht?

Wenn sich eine andere Frau zum Poppen findet, mache es. Mit "dicken Eiern" ist kein Mann in der Lage eine vernünftige Entscheidung zu treffen.

BQanaOnenbiexger

08.02.12  16:29

Bananenbieger, genau das ist nicht mein Stil. Wenn, dann würde ich das nur in Absprache mit meiner Frau machen. Dann würde Sie aber sofort die Trennung wollen. Daher denke ich, ist erst die Scheidung und dann die Nutzung der Freiheit der richtige Weg.

Meine Frau ist durchaus attraktiv, ich liebe sie auch noch. Aber vielleicht inzwischen mehr auf platonischer Ebene. Schmerzen beim Sex, glaube ich nicht, ist aber schwierig zu beurteilen, wenn man in 4 Jahren 2 mal Sex hatte....

Es geht mir hier auch nicht um die AUfarbeitung unserer Partnerprobleme, sondern um das Theme, wie User hier die Scheidung erleben, wie weit man sich auf Probleme einstellen muss und einfach mal um das ganze drumherum, das kann einem kein Anwalt sagen (von denen halt ich eh nicht unbedingt viel).

A4rchi4lNles06

08.02.12  16:34

Hast Du vorher probiert eine Paarberatung zu machen?

nein! ich hatte mich vor urzeiten schon mal in jemand anderen verliebt und hatte daher vollstes verständnis, als er sich knall auf fall verliebt hat!

Wie hast Du so die Anwälte erlebt, haben sie sich produktiv um den Fall gekümmert?

wir haben einen gemeinsamen anwalt gehabt, weil wir das ganz ruhig und sachlich angepackt haben. außerdem war nur der zugewinn und hausrat zu verteilen und wir warne uns wegen des gemeinsamen sorgerechts einig. das aufenthaltsbestimmungsrecht lag bei mir... haben wir alles vorher mit dem anwalt schriftlich fixiert. deswegen war die scheidung selber dann auch ratzfatz erledigt.

Hast Du dich im "guten" oder im Streit getrennt?

eigentlich haben wir uns beide im guten getrennt. dass es danach immer mal wieder diskussionen gab wegen der kinder, das ist wohl sogar innerhalb einer funktionierenden beziehung nicht außergewöhnlich!?

D<ie Sehyerixn

08.02.12  16:52

Es geht mir hier auch nicht um die AUfarbeitung unserer Partnerprobleme, sondern um das Theme, wie User hier die Scheidung erleben, wie weit man sich auf Probleme einstellen muss und einfach mal um das ganze drumherum, das kann einem kein Anwalt sagen

Das kann dir hier aber auch kaum einer sagen, weil es eben u.a. sehr darauf ankommt, wie ihr charakterlich drauf seid und ob ihr euch in beiderseitigem Einvernehmen trennt. Weiß deine Frau schon von deinen konkreten Plänen und dass du schon Anwälte konsultiert hast?

Ich habe in der letzten Zeit bei 2 Fällen eine Trennung inkl. Scheidung "miterlebt" und die verlaufen so unterschiedlich, wie Menschen individuell sind.

aber ungern würde ich auf Dauer für meine Frau, der ich natürlich die Hauptschuld an der Entwicklung gebe (ist natürlich nicht objektiv), zahlen.

Da das Schuldprinzip nicht mehr gilt, ist es ziemlich egal, wem objektiv oder subjektiv die Schuld gegeben wird. Den Gedankengang kann ich zwar teilweise nachvollziehen, aber so eine Begründung hat immer einen fiesen Beigeschmack. Deine Frau hat also nichts von deinem Geld verdient, weil sie nicht mehr mit dir schlafen wollte... Das meine ich mit "es kommt auf den Charakter der Beteiligten an".

E}milixeA

08.02.12  17:50

Ich bin Trennungskind, dementsprechend gestaltet sich auch mein Beitrag.

Zunächst zu den "blanken Fakten":

Zur "Trennung vor dem Gesetz": Entweder, man schafft es einvernehmlich, unterzeichnet ein paar Papiere und fertig ist die Kiste, nach einem Jahr in getrennten Wohnungen (penibel: "Tisch und Bett") ist man offiziell getrennt. Ich habe allerdings bisher kaum eine Scheidung erlebt, die so reibungslos ablief – Rosenkrieg gibt es oft, insbesondere, wenn Kinder und Vermögen eine Rolle spielen, da können die Partner noch so "vernünftig" sein. Dafür würde ich mir an deiner Stelle Rat von Anwälten (Plural!) einholen, schon vorweg, um alle Unklarheiten zu beseitigen – da kann dir tatsächich hier im Forum niemand helfen. Die Grenzen zwischen Gefühlen und der "puren Ratio des Gesetzes" verwischen dabei sehr, sehr leicht, das sollte man vorher schlichtweg wissen und sich dessen auch bewusst sein.

Wahl der Anwälte: frag Bekannte! Bei solchen Dingen ist die Buschtrommel das wertvollste "Medium" – mitunter auch das Zuverlässigste. Wichtig wäre vielleicht der Aufkleber "Fachanwalt für Familienrecht", darauf sollte man achten. Außerdem empfehle ich dir kleinere Anwaltsbüros – keine Massenabfertigungsanlagen; das hat mehrere Gründe, wenn dich das näher interessiert, kann ich darauf noch eingehen.

Aufenthalt der Kinder: deine Beiträge klingen so, als stünde für dich bereits fest, dass die Kinder nicht bei dir leben sollen. Du schriebst andererseits, du würdest deine Kinder "über alles lieben". Unumwunden würde ich daher sagen: es ist einzig und allein die Entscheidung deiner Kinder, wo sie wann, wie oft, ... leben möchten, diese muss von beiden Eltern akzeptiert werden. Erst dann kann man sich Gedanken über Unterhalt usw. machen.

Unterhalt der Kinder (zu dem für deine Frau kann ich nichts sagen): richtet sich nach der Unterhaltstabelle, welche in deinem Bundesland gültig ist. Die Düsseldorfer Tabelle gilt als allg. Richtwert, d.h. ist nicht für alle Bundesländer verbindlich. Du kannst den Unterhalt beim Jugendamt ausrechnen lassen. Ich vermute, dass es beim Ehegattenunterhalt ähnlich ist, kann es aber nicht genau sagen.


Jetzt schiebe ich mal das trockene Wissen, dass ich über die Jahre hinweg sammeln durfte beiseite.

Eine Partnerberatung ist meiner Ansicht nach keine Alternative zu einer Scheidung; auch, wenn dieser Gedanke vielleicht ganz bequem ist.

Ich denke, du solltest vielmehr mal ganz ohne den Psychologen gegenüber das Gespräch mit deiner Frau suchen und erklären, was so in dir umgeht. Über die Scheidung müsstest du sowieso reden, wenn du nicht willst, dass sie es mit dem berühmten Brief vom Anwalt erfährt.

Hinzu kommt, dass für mich deine "subjektive Schulzuweisung" (die ich verstehe und für die ich dir keinen Vorwurf mache!) und deine Vermutung, dass es zu keinem Rosenkrieg kommen wird, weil ihr "zu vernünftig" seid, sich widerspricht. – Entweder, ihr seid beide "vernünftig" und lasst diesen ganzen Schuldkram (wenn auch zähneknirschend) beiseite oder ihr tragt es beide emotional aus. Denn "subjektive Schuld" und die pure Vernunft beißt sich.

Zweitens solltest du deine Kinder einbeziehen; du lebst nicht in einer puren Parntnerschaft – du lebst in einer Familie. Viele Eltern lassen sich nicht träumen, was Kindern so alles auffällt...

Ein "Die Mama und der Papa verstehen sich nicht mehr so gut." tut es da längst nicht! (Das ist übrigens der Standartsatz. Man könnte mal eine Umfrage unter Trennungskindern starten. Ich wette mehr als 50% haben genau diesen Satz oder eine Variation als "Erklärung" dafür bekommen, dass sich auf einmal ihre halbe Welt auf den Kopf stellt.)

RFegegnschikrmdajme

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