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Erfahrungen mit Ehe als reiner WG?

MTon9i2ka65


Hat sie der Veröffentlichung zugestimmt?

Abgesehen davon, das kommt davon, wenn man sich zu etwas zwingt. Du musst wirklich lernen, das zu akzeptieren. Erst dann kann man überhaupt sehen, wie ihr weiterleben wollt.

EChemaliger 4Nutzer Z(#386g474)


Lieber Milchmann,

nach fast 13 Jahren in einer ähnlichen Situation wie Du (nur eben mit vertauschten Geschlechterrollen), mag ich Dir kurz berichten, was meine / unsere Lösung war ...

Meinem Mann ist irgendwann aufgefallen, dass er die Familie, das zu Hause nicht verlieren möchte. Und wir haben uns sogar dazu entschieden, von einer Wohnung zusammen in ein Haus zu ziehen, getrennte Zimmer natürlich klar. Es ging mir weiter noch lange so, dass ich gern mit ihm .... usw. Und dann hat es mich so getroffen ... habe jemand anderen kennen gelernt – und mittlerweile auch lieben.

Wir kommen bestens damit zurecht. Ich habe jetzt eine Familie, meinen Lebensmittelpunkt hier, meine Arbeit – mein Mann und ich sind wie Bruder und Schwester miteinander und viel liebevoller als früher. Gleichzeitig habe zumindest ich eine (Fern-)beziehung, bei der für beide klar ist: die wollen wir, aber wir werden niemals zusammen leben wollen (wir sind wirklich sehr unterschiedlich).

Es funktioniert. Und ich denke, es wird sogar für viele Jahre so funktionieren.

Was wird, wenn unsere Kinder mal groß sind ... naja.

Das Beste zum Schluss: mein Partner würde, wenn es sich zwanglos ergäbe, durchaus auch Sex mit einer anderen Frau haben wollen. Ich wünsche ihm das von Herzen, dass er wieder Lust empfinden kann – und das muss er nun nicht mehr mit mir. Um es so zu sagen: wir standen uns schlichtweg beide im Weg, vorrangig aber eben auch aus Angst, die Familie zu verlieren.

Dir alles Liebe!

Mtilch,mannM7x6


Für mich so weit nichts Neues, sondern das was wir/sie schon ewig durchmachen. Nur was ich von dem neuen Angebot zu einer offenen Beziehung halten soll, weiß ich nicht. Vor ein paar Monaten hat sie Stein und Bein geschworen dass sie den Gedanken doch nicht ertragen könnte, dass ich mich mit einer Frau mehr als einmal treffe. Und da war die Lage schon genauso verzweifelt wie jetzt.

Heute Abend werd ich mehr erfahren. Das wird wieder ein langer Abend mit vielen Tränen, wenn ich die schlichte harte Realität ausspreche. Und was unser "Sexleben" angeht gibt es viel harte Realität. :-(

M#onikay65


Alchemilla

Bei meinem Mann und mir läuft das ähnlich, zwar nicht mit getrennten Wohnbereichen, aber alles in allem ähnlich. Ich will nicht sagen, dass das eine Idealsituation ist, aber für uns einfach passend. :)z

E1hemalig3er Nu=tzer (#.38G647x4)


Monika,

ich lese zu selten hier, aber es ist schön, dass es auch andere Paare gibt, für die das funktioniert. Und, wenn man ehrlich ist, es gibt sooo viele Beziehungen, bei denen zum Beispiel einer der beiden toleriert, dass der andere Affairen usw. so hat, nur um nicht die Familie zu verlieren – ich bin einfach froh, dass es bei uns offen zugeht, liebevoll auch, miteinander und mit viel Toleranz. Das ist nicht mal eine offene Ehe glaube ich. Weil wir unsere Sexualität ja nicht mehr miteinander leben und teilen. Es ist einfach, wie es ist, gut.

Und wenn ich so lese, was Milchmanns Frau schreibt – mein Mann hat sich oft ähnlich geäußert. Ein langer Prozess war es am Ende, aber ein, bei uns zumindest, für alle guter ...

M`ayTflowIer


Nur was ich von dem neuen Angebot zu einer offenen Beziehung halten soll, weiß ich nicht. Vor ein paar Monaten hat sie Stein und Bein geschworen dass sie den Gedanken doch nicht ertragen könnte, dass ich mich mit einer Frau mehr als einmal treffe. Und da war die Lage schon genauso verzweifelt wie jetzt.

Ich habe es schon in Schwarzfuss' Thread geschrieben: manchmal verändern sich auch schwierige Situation von alleine, ohne dass man aktiv etwas tun muss.

Wenn Menschen lange in belastenden Situationen leben, dann gewöhnen sie sich auch ein Stückweit daran. Der erste Schreck, die Panik, nimmt irgendwann ab. Die Dinge sind, wie sie sind. Das ist dann die Basis für alle weiteren Entscheidungen.

Dieses Verhalten kennen wir auch aus dem Gesundheitsbereich: wer eine wirklich schlimme Diagnose erhält, ist oft wie gelähmt und kann diese neue Realität nicht annehmen. Alles ist Chaos, man weiss nicht, was man denken oder wie man reagieren soll. Angst und Ohnmacht sind die vorherrschenden Gefühle. Dieser Zustand kann Tage oder Wochen dauern. Aber irgendwann beginnt ein Prozess, in dem man sich mit der Realität auseinander zu setzen beginnt. Am Anfang nur zaghaft, mit der Zeit aber immer bestimmter.

Oft erkennt man auch, dass das Sich-Wehren gegen etwas unheimlich viel Kraft kostet. Es ist das berühmte Schwimmen gegen den Strom, das einem alle Energie raubt, aber letztlich doch zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis führt. Also ist es irgendwann besser, man lässt los und lässt sich von der passierenden Entwicklung mittreiben.

Deine Frau wird sich viele Gedanken zu Eurer Beziehung gemacht und erkannt haben, dass da schon längst eine Dynamik am laufen ist, die sie selbst kaum oder nicht mehr beeinflussen kann. Gleichzeitig gilt es aber gewissen Dinge zu erhalten bzw. zu schauen, dass sich der Schaden im Rahmen verhält.

Eine offene Beziehung kann auch viel Wertvolles erhalten. Den Kindern (und sich selbst) eine Familie, den bisherigen Lebensstandard, die Freundschaftsebene, das Leben ist einfacher, wenn man verlässliche Unterstützung hat bzw. behalten kann.

Die Kunst dürfte sein, den Fokus auf das, was man be/erhalten kann, zu setzen, und nicht auf das, was man verliert.

Heute Abend werd ich mehr erfahren. Das wird wieder ein langer Abend mit vielen Tränen, wenn ich die schlichte harte Realität ausspreche. Und was unser "Sexleben" angeht gibt es viel harte Realität.

Sicher kann es Tränen geben, das ist aber nicht weiter schlimm, schliesslich geht es um Themen wie Aufhören, Beenden, Loslassen. Ich glaube es tut immer weh, wenn man sich und dem Partner eingestehen muss, dass gewisse Dinge - die man früher nicht für möglich gehalten hätte - halt doch eingetroffen sind. Da spielt Ernüchterung und Enttäuschung mit rein.

Aber so muss es nicht bleiben, man kann die Dinge verändern. Es wird nicht wieder so wie früher, aber es kann auf eine andere Art und Weise wieder gut werden.

Und einen Therapeuten sollten wir jetzt wirklich mal suchen... einen, der sich darauf spezialisiert hat!

Super :)^

p]hil 0mexna


Deine Frau finde ich unglaublich berechnend. Den positiven Schlussfolgerungen meiner Vorschreiber mag ich mich nicht wirklich anschließen.

Jetzt, wo das Jahr zu Ende geht, wird sie wieder weinerlich, das Ultimatum läuft ab und damit nicht alles zu Ende geht, wirft sie dir, wieder mal, ein paar Kompromißhäppchen hin und weil sie dich sehr gut kennt, weiß sie genau, was bei dir zieht.

Irgendjemand schrieb von einem toten Pferd. Das fand ich eigentlich ganz treffend.

BIanaunenKComypotxt


Alchemilla29/Monika 65

Auch mein Mann und ich leben so , seit März allerdings erst!

Wir waren 13 Jahre zusammen , verheiratet sind wir immer noch,aber nur auf dem Papier!

Aus dieser beziehung gehen 4 Kinder hervor, 1 habe ich mit in die Beziehung mit gebracht!

Wir haben ein eigenes Haus, welches aufgrund der grösse es zugelassen hat es so umzubauen das jeder sein eigenes Zimmer bekommt! Auch ich habe einen neuen Partner an meiner Seite x:) der so wie es aussieht im Januar hier mit einziehen wird und auch mein Partner hat 3 Kinder die alle 14 Tage hier sind! Ob es klappen wird wissen wir alle nicht, aber sollte es nicht klappen, so können wir wenigstens sagen : Wir haben es probiert!

Die letzten Wochen waren für alle schwer, den es gibt Personen die diese Situationen nicht verstehen können und sind der meinung er würde mich ausnehmen, ich würde ihn ausnehmen....erst letzte Woche habe ich ihn gebeten auszuziehen, aufgrund einer Aussage ,die er niemals getätigt hat! Aber Neider halt! Wir konnten trotz Stress und Ärger immer noch gut miteinander reden ,Gott sei dank! Den so konnte sich alles klären, wir haben in Ruhe gesprochen und nun gesagt : Wir machen weiter! Wir haben beide eingesehen das wir Fehler gemacht haben,aber aus Fehlern lernt man!

Wie es hier die nächsten Monate, Jahre weiter geht weis niemand .... Aber wir mein Mann und ich sind uns einig so lange es geht, bleiben wir alle hier! Auch die Kinder, mein Freund und seine Kinder kommen mit der Situation bestens klar! Unser Haus lässt einige möglichkeiten zu,wo alle mit leben können ! !


Das hat zwar nun nix mit Milchmann zu tun, aber ich wollte den beiden nur sagen : Hey , auch wir haben es so !

Liebe Grüsse Banane *:)

MJil)ch}manunF7x6


Jetzt, wo das Jahr zu Ende geht, wird sie wieder weinerlich, das Ultimatum läuft ab

Das Ultimatum läuft Ende 2013 ab, also noch 13 1/2 Monate... Von Panik in letzter Sekunde kann daher nicht die Rede sein. Eher eine generelle Panik bzw. das Bewusstsein, dass – egal wie viel Zeit wir uns geben würden – sich wahrscheinlich einfach nichts mehr ändern wird.

pYhil80mexna


Das Ultimatum läuft Ende 2013 ab, also noch 13 1/2 Monate... Von Panik in letzter Sekunde kann daher nicht die Rede sein.

Oh, ich dachte dieses Jahr? Na, dann habt ihr ja doch noch sehr viel mehr Zeit so weiter zu machen, wie bisher.

Irgendwie stimmt mich dein Faden immer wieder sehr traurig. Allein vom Lesen her, ist es ein ewiges Gezerre hin und her, aber trotz Kleinigkeiten, die du als Bewegung empfindest, lese ich nur Stillstand, keine Veränderung und trauriges Verharren in dem, was vielleicht einmal war.

MSonikax65


Eher eine generelle Panik bzw. das Bewusstsein, dass – egal wie viel Zeit wir uns geben würden – sich wahrscheinlich einfach nichts mehr ändern wird.

Je mehr Zeit man an sowas herumdoktert, verschlimmert die Situation womöglich nur. Das zu akzeptieren, muss doch nicht das Ende der Ehe, zumindest nicht einer guten Beziehung im Wege stehen. Das kann man regeln, ohne alles aufzugeben, was gut zwischen euch und für eure Familie ist.

MXilchm9annx76


Alchemilla29, Monika65, BananenKompott

Danke! Macht Mut, dass auch andere Wege klappen können!

Ich denke auch, dass eine romantisch verklärte Ehe mit alles erfüllender Liebe, tollem Sex und dauerstrahlenden Kindern ;-D für uns nicht erreichbar ist. Auch wenn wir noch weiter arbeiten, meine Gedanken kreisen immer mehr um das Danach. Eine Konstellation, in der die Familie erhalten bleibt, und trotzdem jeder einen neuen Partner hat, klingt trotz all der möglichen Schwierigkeiten für mich momentan am Reizvollsten.

Ich müsste halt meinen Traum aufgeben, wieder in die Großstadt zurückzuziehen. Mir was ganz in der Nähe suchen. Dann könnte ich viele Abende und einen guten Teil des Wochenendes mit Mutter und Kindern verbringen, aber dann auch wieder zurück in meine eigene Wohnung. In der irgendwann dann auch eine neue Partnerin auf mich wartet. Oder Patchwork-Familie 2. Könnte richtig spannend werden!

E`hemaligjer N#utz{er (#238647x4)


Ich denke auch, dass eine romantisch verklärte Ehe mit alles erfüllender Liebe, tollem Sex und dauerstrahlenden Kindern ;-D für uns nicht erreichbar ist.

Das ist sie für niemanden. Da mach Dir keine Sorgen :-)

Und schau Dich mal genauer um. Nur, weil so wenig Menschen wirklich darüber sprechen, heißt das nicht, dass die alle ihren idealen, tollen, romantischen Traum leben. Tatsächlich habe ich nicht eine Freundin, die gern Sex hat mit ihrem Partner ... erschreckend? Wohl kaum ... und ich denke, das gibt es auch umgedreht.

Jeder Lebensentwurf hat Vor- und Nachteile, aber: wenn Ihr, als Familie gut damit leben könnt irgendwann – wunderbar!

Liebe Grüße!

pshil03mxena


Das ist sie für niemanden. Da mach Dir keine Sorgen

Dem möchte ich mal ganz kurz widersprechen. Natürlich gibt es glückliche Ehen, in denen die Partner tatsächlich gerne Sex miteinander haben und die Kinder häufig einigermaßen gutgelaunt sind.

S/tuDhl\beixn


Dann könnte ich viele Abende und einen guten Teil des Wochenendes mit Mutter und Kindern verbringen, aber dann auch wieder zurück in meine eigene Wohnung. In der irgendwann dann auch eine neue Partnerin auf mich wartet.

Die wird über so ein Arrangement sicher sehr begeistert sein.

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