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Erfahrungen mit Ehe als reiner WG?

AYloudeytte


CoteSauvage

Das sagt für mich sehr wohl etwas über generellen Respekt aus. Was Milchmann hier über seine Frau äußert, hat inhaltlich nun wirklich nicht nur was mit der Krise zu tun, sondern er äußert sich über sie persönlich.

Natürlich äußert er sich hier über sie persönlich und nicht inhaltlich über die Krise an sich. Aber das ist in meinen Augen, wenn man es nicht "normal" nennen will, doch zumindest menschlich, jedenfalls hat es nichts mit "seelischer Grausamkeit" (!) oder irgendwelchen Machtspielchen oder -phantasien zu tun. Nicht nur wir Leser empfinden seine Beschreibungen und Überlegungen als bedrückend, sondern er selber wohl auch, das sollte man wohl nicht vergessen. Und wohl noch mehr als wir, zumindest ist das zu erwarten. Ich stelle mir vor, dass man in einer so zermürbenden Situation (in der, wie ich schon mit dem oben geschriebenen sagen wollte, trotz aller Versuche des möglichst objektiven Analysierens wohl immer mal wieder auch eine Menge Groll gegen die "unkooperative" Partnerin aufkommt) nicht immer total korrekt, respektvoll und voller Hochachtung über den anderen denkt und für ihn fühlt. Aber das hat doch mit dem Respekt, der generell für den anderen da ist, nichts zu tun? Es geht hier um eine ziemlich katastrophale Situation, die mit viel Verletzungen, Ängsten, Wut und Traurigkeit belegt ist – da möchte ich mal denjenigen sehen, der nicht ab und an unkontrollierte, "unkorrekte" Gefühle hat!

p~hi_l0mAevna


Nicht nur wir Leser empfinden seine Beschreibungen und Überlegungen als bedrückend, sondern er selber wohl auch, das sollte man wohl nicht vergessen. Und wohl noch mehr als wir, zumindest ist das zu erwarten.

Ich verfolge diesen Thread schon länger und lese auch immer mal wieder am Anfang nach. Langsam beschleicht mich das Gefühl, dass die Situation vielleicht gar nicht so bedrückend ist. Kommt mir vor, wie das Stockholm-Syndrom. Beide sind Gefangene, Geiseln ihrer Ehe und statt diese Gemeinschaft, diese Ehe, die ihnen beiden Schreckliches antut zu beenden, verharren sie in dieser Situation und der TE redet sich schön, was für mich als Leserin gar nicht mehr da ist.

Biod_h,ran


Gut auf den Punkt gebracht! Natürlich ist es bequemer, in einer Illusion zu leben. Früher nannte man das den goldenen Käfig. Mit Mitte 30 sollte man in der Lage sein, erkennen zu können, worin es sich lohnt, weitere Energie zu investieren, oder nicht. Stillstand ist Mist, das lähmt das Leben des Paares, und auch letztendlich der Kinder. Verschenkte Zeit.

Nochmal zum IQ: du hast weniger als deine Frau, Milchmann, hm? *stichel*

Mfilcehmann076


Nochmal zum IQ: du hast weniger als deine Frau, Milchmann, hm? *stichel*

Gut möglich, aber bisher nie gemessen. Hatte mir auch mal vorgenommen, diesen Mensa-Aufnahmetest zu machen, das sollen wohl recht objektive Ergebnisse rauskommen. Irgendwann denke ich werd ich's machen, aber momentan ist es mir einfach egal. :-)

Rein vom Gefühl her würde ich vermuten, dass ich auch so bei 120-130 liege. Was Mathematik, Logik, räumliches Vorstellungsvermögen etc. angeht bin ich besser als meine Frau. Und das ist es ja was bei einem IQ-Test zählt, weswegen ein IQ-Test zwar über bestimmte Dinge etwas aussagt, in mir aber kein Überlegen- oder Unterlegenheitsgefühl auslöst. Who cares? Aber stichel ruhig Bodhran, wenn du dich dadurch besser fühlst. ;-)

Danke wieder Alouette für deinen nüchternen und treffenden Beitrag! Einige hier sind schon ziemlich vorbelastet mit einem eindimensionalen ziemlich verkehrten Bild über mich und meine Frau. Vielleicht ist das meine Schuld, weil ich nicht besser beschreiben kann, was in mir und zwischen uns passiert.

Jetzt aber neuer Input für euch. :-) Heute Früh meinte meine Frau, warum ich schon wieder so grummelig sei wie gestern. Ich hatte gestern ein nachdenkliches Stündchen, war aber nicht grummelig, einfach wortkarger. Und war das heute Früh auch. Und übrigens mit diversen Schönheitsdingen beschäftigt, und auf die hab ich mich eben konzentriert. Ich finde das ist extrem typisch für uns. Dieses nicht auf sich selbst schauen, und auch nicht nachfragen, sondern ständig nach kleinen Anzeichen suchen und dann beim Partner die wildesten Deutungen und Unterstellungen machen.

Beispiel: wir stehen im Bad. Statt mir zu erzählen, wie ihr gestriger Abend in der Kneipe war merkt sie, dass ich nichts sage (hatte mich eben mit Schönheitskram beschäftigt, Haare trimmen und so). Sicher hat sie auch gemerkt, dass ich mich gerade auf diese Schönheitsdinge konzentriert hab... Jedenfalls schließt sie daraus dass ich bestimmt schlecht gelaunt sein muss, und natürlich will sie dann auch von sich aus nichts erzählen. Und fragt dann, warum ich schon wieder so grummelig bin. Das sind die alltäglichen Missverständnisse und Überinterpreationen mit denen wir uns den Alltag schwer machen. So was wie: Wenn ich meine mein Partner wäre schlecht gelaunt, bin ich selbst auch nicht besser gelaunt. Wie kommt man da raus?

CVote2Sa%uvagxe


(Hach, es macht mich irgendwie verrückt, deine Wasserstandsmeldungen zu lesen – eigentlich sollte ich hier gar nicht mehr lesen :-/ Schaff ich aber nur zeitweise :-/ :-/ |-o )

Ihr macht es euch aber wirklich in jedem Detail schwer, wo man es sich schwer machen kann. Nicht mal morgens im Bad könnt ihr euch in Frieden lassen. Deswegen war mein Vorschlag einer friedlichen Kindererziehungs-WG vollkommen ernst gemeint. Warum nicht aufhören, ohne Effekt an dem anderen rumschrauben zu wollen, warum nicht einfach alle als unerfüllbar erwiesenen Erwartungen und Ansprüche über Bord werfen, warum nicht einfach nehmen was man kriegt und den Rest verschmerzen ??? Wäre nicht mein Modell, ich hab ja auch kein Kleinkind zuhause, aber ich kenne genügend Ehen, die so laufen, und die laufen weitaus besser als Ehen zwischen Leuten, die sich verbissen miteinander herumquälen. Und wenn dann einer von euch beiden ernsthaft einen neuen Partner kennen lernt, fällt es einem auch leichter, sich in Frieden zu trennen, weil man ja schon diese unerfüllbaren Ansprüche nicht mehr hat und bereits in Frieden miteinander lebt. Und wer weiß, wenn man auf diese Weise losgelassen hat, begegnet man sich eines Tages vielleicht doch wieder auf einem anderen Level.

Wie kommt man da raus?

Meine Meinung ist nach wie vor: Nur durch Loslassen wie gerade beschrieben, oder durch eine räumliche Trennung – oder indem einem komplett der Kragen platzt und er den anderen umbringt.

seensiKbelmxan


Einige hier sind schon ziemlich vorbelastet mit einem eindimensionalen ziemlich verkehrten Bild über mich und meine Frau.

Naja, das passiert in einem Forum ziemlich schnell. Allein weil die Menge an Information und die wesentliche Komponenten Mimik und Gestik fehlt- die spielen im Unterbewusstsein wesentlich mit. Letztendlich reflektieren die Meinungen von Menschen in einem Forum nicht nur Spiegelbilder dessen wieder, was jemand geschrieben hat, sondern es spiegelt auch das Aufnahme- und Reflexionsvermögen, Vorurteile und persönliche Lebenserfahrungen der Leser wieder, insofern solltest du das nicht allzu verbissen sehen, wenn Irrtümer bei Forumsteilnehmern auftauchen.

Vielleicht ist das meine Schuld, weil ich nicht besser beschreiben kann, was in mir und zwischen uns passiert.

Klar, das passiert wohl relativ schnell.

Ich glaube, eure Beziehung ist vor allem deshalb so schwierig, weil eure Charaktere schwerlich zusammenpassen. Vielleicht gelingt es euch, die Beziehung umzukehren, wenn ihr euch stärker auf eure gemeinsamen Interessen fokussiert- das kann auch auf die nichtgemeinsamen Interessen ausstrahlen. Zum anderen denke ich auch, dass deine Frau mit dir zusammengekommen ist, eben weil sie den Eindruck hatte, dass du ein aktiverer Part sein könntest- wenn du diese Rolle ausfüllst und deine Frau mitnimmst und mitreißt (nicht von oben herab), könnte sich aure Beziehung auch bessern. Ich würde aber nicht darauf hoffen, dass du sie zu mehr Eigeninitiative bewegen kannst. Ich glaube, dass es Menschen gibt, denen es an Eigeninitiative fehlt, die es aber gut empfinden und es erwarten, wenn sie von außen angeregt werden.

Im Übrigen hätte ich bei Adventure-Spielen wohl ähnlich wie deine Frau reagiert, nicht weil ich das Problem nicht tatsächlich lösen könnte, sondern weil mir die Motivation dazu fehlte.

soe6nsibedlman


Wenn ich meine mein Partner wäre schlecht gelaunt, bin ich selbst auch nicht besser gelaunt. Wie kommt man da raus?

Irgendwelchen Blödsinn machen, der beide zum Lachen anregt?

MBaxHea)drxoom


Hey Milchmann, mach doch einfach mal Sachen auf die du Bock hast... Du meintest mal, dass du Tattoos z.b. geil findest. gibt 1-2 gute deutschsprachige Communities zum Thema. Hol dir doch einfach ein paar schoen Teile ab, plane sie durch, mach Termine, freu dir n 2tes Loch in den Hintern waehrend der Wartezeit... Fang einfach mal an, Sachen zu machen, die DU ganz allein geil findest, auch wenn's fuer sie 'affig' ist...

Wenn du nen Rat fuer ein gutes Studio brauchst, kann ich dir evtl zur Hand gehen...

G9rapef/ruitsxaft


Das sind die alltäglichen Missverständnisse und Überinterpreationen mit denen wir uns den Alltag schwer machen. So was wie: Wenn ich meine mein Partner wäre schlecht gelaunt, bin ich selbst auch nicht besser gelaunt. Wie kommt man da raus?

Hallo Milchmann,

ich denke auch, dass man solche Situationen am Besten mit Humor lösen kann. Nur wie stellt sich das ein?

Während du wohl auf eine Belebung der intimen Ebene in deiner Beziehung wartest, warte ich quasi auf eine Belebung der emotionalen Ebene in meiner Ehe, allerdings ohne Frist. Trotzdem bin da jedoch meist überhaupt nicht hoffnungsvoll. Oder vielleicht desillusioniert? Es ist schwer zu analysieren, wenn man lieber nicht darüber nachdenken will ;-D

Diese Situation, die du beschreibst, kommt mir allerdings bekannt vor.

Wie man da rausfindet?

Zunehmend habe ich mich auf mich selber konzentriert und mich innerlich sehr von meinem Partner distanziert, was mir wirklich viel gebracht hat. Von daher kann ich dir wirklich nur nahe legen, nach dir selber zu schauen und weniger auf ihren Part. Mir geht es jedenfalls deutlich besser so.

Wenn ich fröhlich bin, lass ich mich nicht mehr so schnell runterziehen, wenn ich gereizt bin, lass ich mich nicht weiter anfeinden oder nehme einen Kommentar oder gar eine Einmischung etc. als Möglichkeit an, meine Stimmung zu verbessern. Insgesamt grenze ich mich deutlich mehr ab und lebe auch wieder mehr mit anderen Menschen aus, die mir gut tun.

Wenn ich mitbekomme, wie mein Partner um manches ringt, bin ich oft froh oder sogar schadenfroh, dass ich DAS Problem nicht habe. Sein wohlwollendes Verständnis für mein Amüsement bin ich mir mittlerweile jedoch schon meist sicher. Das ist vielleicht ein ganz wichtiger Punkt in dieser Angelegenheit. Im gleichen Maße mich jedoch mit ihm über Positives freuen, gelingt mir mangels Vertrauen noch nicht so sehr, doch ich kann mir vorstellen, dass es sich einfach irgendwann ergibt, wenn ich nicht mehr so sehr mauer. Für unsere Beziehung ist das dann wahrscheinlich auch eine Verbesserung. Manchmal klappt auch der Sprung zu humorvollen Situationen, manchmal zu einem kurzen Flirt. Mir ist es sehr wichtig, dass ich irgendwann wieder toll mit meinem Mann lachen kann.

Klar ist es in der Interaktion bedeutend, was vor sich geht, aber wenn, dann ist es meiner Auffassung nach auch besser, den Fokus darauf zu legen, was in der Beziehung gut funktioniert und nicht auf das, was nicht oder schlecht funktioniert. Dann kommt man meiner Ansicht nach auch weiter und wächst man aus manchen ungünstigen Situationen heraus. Das habe ich aus unseren Paarberatungen mitgenommen und finde es sehr wertvoll.

Was jedoch diese Blockaden im sexuellen Bereich betrifft, sehe ich es nochmal anders, wie ich schon Mal geschrieben habe. Wir haben das Problem ja überhaupt nicht und da bin ich auch wirklich froh darüber. Also ich mag da auch gar keine Vorschläge mit einbringen, weil ich es wirklich gruselig finde, was du da manchmal beschreibst…

Kennt deine Frau diesen Faden eigentlich?

M~ilc/hma8nnx76


Wir haben gestern Abend darüber geredet, dass der Alltag zunehmend negativ aufgeladen und stressig ist. Dass wir zu einem Ergebnis gekommen sind hab ich meiner Frau zu verdanken, sie ist hartnäckig geblieben obwohl ich eigentlich keine Lust mehr hatte zu reden und einfach müde war. :)^

Wir werden uns beide bemühen, generell ruhiger zu bleiben (wird sicher schwierig). Wir werden versuchen, wenn ein aggressiver Kommentar kommt, erst mal ruhig durchzuatmen, und hoffentlich ruhig zu antworten. Und wir haben ein Codewort vereinbart :-) , wenn Einer mal wieder negativ und verletzend sein sollte. Vielleicht schaffen wir's damit, dass der Alltag wieder angenehmer wird und wir künftig auch sinnvoll über Haushalt und Kindererziehung reden können.

Meine Frau kennt diesen Faden zwar grundsätzlich, hat aber zuletzt vor Ewigkeiten erwähnt dass sie mal ein bisschen reingesehen hat. Ich glaube nicht dass sie mitliest.

MvaxHeaTd&rooxm


[..] Und wir haben ein Codewort vereinbart, wenn Einer mal wieder negativ und verletzend sein sollte [..]

Tschuldigung, jetzt wird's aber wirklich laecherlich! Ihr habt grad eine angeregtere Unterhaltung am Kuechentisch und auf einmal bruellt einer "Paris, Paris" oder was?

Seid ihr im Krieg oder macht ihr heftigste Rollenspiele wo sowas angebracht waere, weil der andere sonst nicht aufhoert, wenn man sagt, dass eine Grenze erreicht ist?

Girapefrxuitsaft


Ihr habt grad eine angeregtere Unterhaltung am Kuechentisch und auf einmal bruellt einer "Paris, Paris" oder was?

Lol, ich frag mich auch, warum die beiden ein Codewort brauchen, doch wenn Milchmann eben dabei ist, in einer Diskussion einzuschlafen muss sie ja wohl laut werden ;-D

sWchnucPkie2x1


sie ist hartnäckig geblieben obwohl ich eigentlich keine Lust mehr hatte zu reden und einfach müde war. :)^

Erstaunlich! Sie scheint ja doch nicht immer so zu sein, wie Du sie beschreibst.

Wenn es sein muss, kann sie also auch mal hartnäckig sein.

MCilch*manxn76


Ach, das mit dem Codewort war eben so eine Idee. Man braucht kein Codewort, um zu erkennen wenn man eigentlich das Falsche macht (und es dann vielleicht trotzdem macht). Aber ich hoffe dass es einen frühen Stopp setzt, so wie Anregung von sensibelman, einfach mal Blödsinn zu machen. Wird sich zeigen, ob's was bringt!

M+oni,k]a65


Probiers aus. Wenn man denselben Humor hat, kann das ganz gut gehen, kann aber auch so aufgefasst werden, dass man sich nicht ernst genommen fühlt. An Muffeltagen aus dem Weg gehen oder wenns nicht so stark ausgeprägt ist, im Gegenteil, richtig was miteinander machen und sei es nur gemütlich Kaffeetrinken, hat sich bei uns als am besten erwiesen.

Prinzipiell neigen wir auch dazu, uns gegenseitig mit mieser (aber auch guter..) Laune anzustecken.

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