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Erfahrungen mit Ehe als reiner WG?

fAanttasma02


@ CoteSauvage :)^

Ich finde den ganzen Faden (und des gab dazu, soweit ich mich richtig erinnere, auch passende Vorgängerfäden) einfach nur unglaublich traurig und gruselig.

Schade um die vergeudete Lebenszeit für alle Beteiligten.

M5ilchm[ann7x6


Helmi72

Schöne Geschichte!

CoteSauvage

Das finde ich einen reichlich absurden Gedankengang. Meinst du ernsthaft, du kannst dir Freiheit suggerieren, wenn du den blöden Ring außer Sichtweite hast? Nicht der Ehering ist die Kette, sondern deine totale emotionale Abhängigkeit von deiner Frau.

Kennst du das nicht, dass man mit Gegenständen Gefühle verbindet? Für meinen Ehering empfinde ich eine Abneigung. Angefangen hat es damit, dass meine Frau ihn ab und zu wenn sie mit Freunden abends weg war abgenommen hat. Irgendwann ist mir das zufällig auf einem Foto aufgefallen. :-o Kurz darauf hab ich auch rausgefunden, dass sie sich in einen Anderen verliebt hatte. Ich hab den Ehering dann dauerhaft abgelegt.

Ohne diesen Ring fühle ich mich einfach freier. Zusammen mit anderen Dingen. Ich hab lange – wie ich es in der Vergangenheit immer getan hab – viel von meinem Leben auf meine Partnerin ausgerichtet. Aus heutiger persönlicher Sicht: zu viel für meine Geschmack. Im Lauf der letzten zwei Jahre hab ich mich – auch als Vorbereitung einer wahrscheinlichen Trennung – von Vielem gelöst. Selbst von so kleinen Dingen wie einem Foto der eigenen Frau in der Brieftasche. Mich von diesen Dingen zu lösen hat mich ein Stück innerlich befreit. Vielleicht kannst du das nicht verstehen, nichts desto trotz ist es so. ;-) Freiheit besteht nicht nur aus eigener Wohnung und eigenem Konto, Freiheit existiert auch (oder eben nicht) im Herzen und im Kopf. Sie ist auch ein Gefühl, eine Einstellung, eine Überzeugung. Für mich jedenfalls.

Emotionale Abhängigkeit seh zumindest ich bei mir keine. Ich bin nicht auf meine Frau angewiesen. Ich bin nicht auf überhaupt eine Frau angewiesen. Ich habe mich entschieden, so lange es für mich noch Sinn macht, diese emotional schwierige Zeit durchzustehen. Nicht aufzugeben, hinzuschmeißen, sondern eine Veränderung zu versuchen. Wissend, dass Veränderungen manchmal viel Zeit brauchen. Und dass Veränderungen auch anders passieren können als erwartet/erhofft, oder trotz aller Versuche schlicht ausbleiben können.

fantasma02

Ob es vergeudete Lebenszeit ist entscheiden die Beteiligten. Für mich: nicht. Ich hab von all dem in vielerlei Hinsicht profitiert. Da ist und war immer weit mehr als nur Frust und fehlende Lust. Ich halt's da mit Robert Betz – von Krisen lernt man viel über sich und das Leben. Wäre ich geflohen statt die Krise zu umarmen, hätte ich Vieles verpasst, das sonst nicht passiert wäre. Mein Antrieb? Durchhaltewillen, Ausdauer, Neugier, Wissensdurst, ... Nicht nur Sex macht das Leben spannend, bzw. in deiner Sichtweise: gruselig. ;-D

E\hem\aliger sN~utzerr (#2398678x)


@ Milchmann

Halte einfach durch, so lange du kannst. Wie Du selbst erkannt hast, dauert so ein Prozeß Jahre und dem kann ich nur beipflichten. Wie bereits gesagt, habe ich das ganze Desaster auch durch gemacht und es ist wirklich nicht schön. Ich habe nicht wirklich um die Liebe meiner Frau gekämpft, sondern darum, dass wir alle zusammen bleiben und dass ich meine Kinder jeden Tag sehen kann. Ich habe um meine Familie gekämpft und das ist ein großer Ansporn.

Ganz ehrlich: Mir war es nachher total egal, ob meine Frau Lust hat mit mir zu schlafen oder nicht. Im Gegenteil! Wenn man mal 2 Jahre nicht mit dem Partner geschlafen hat, dann hat man dann "auf einmal" auch keine Lust mehr dazu. Vielleicht war das auch der Stein des Anstoßes, dass ich dann "nein" gesagt habe? Keine Ahnung. Ich will auch hier keine Ratschläge erteilen, sondern einfach nur meine Geschichte teilen. Ich höre schon wieder die Kritiker die sagen "das ist doch nicht normal, dass man zwei Jahre nicht miteinander schläft". Hallo?!? Ja klar ist das nicht normal oder warum denkt ihr, warum Milchmann den Thread hier aufgemacht hat? Na klar ist das scheiße, wenn man merkt, dass sich der Partner in eine andere Richtung bewegt als man selbst. Na klar kotzt einen das an, wenn der Partner z.B. den Ehering abnimmt oder oder oder.

All den Kritikern hier wünsche ich bei Gott nicht, dass sie in solch eine Situation geraten. Das Man(n) mitunter jahrelang durch die Hölle geht, scheint vielen nicht bewusst zu sein. Es ist immer einfacher zu sagen, dann schieß doch den Kerl / die Tussi ab. Na klar ist das relativ einfach aber will man wirklich so viele gemeinsame Jahre einfach in den Müll schmeißen, nur weil der Partner gerade ein bisschen rummspinnt (oder ganz schön viel rumspinnt)?? Seien wir doch mal ehrlich: Wie lange geht heute eine Ehe in Deutschland in Schnitt gut? Jede dritte Ehe wird mittlerweile geschieden. Vor 20 Jahren war es noch jede vierte Ehe. Na klar, höre ich jetzt wieder einige maulen, "früher war das ja auch noch anders – da mussten die Leute zusammen bleiben". Nö, mussten sie nicht! Aber die Denkweise hat sich geändert... ein Freund von mir hatte auch jahrelang sehr große Probleme in seiner Ehe, die in die selbe Richtung gehen und er hat auch viel durch gemacht. Als ich ihn mal fragte, wie lange er das durchhalten will sagte er zu mir "die Ehe ist erst dann gescheitert, wenn ich das Scheidungsurteil vor mir liegen sehe"...

C`oteS'auvxage


Milchmann

Klar kenne ich das, wenn man mit Gegenständen unangenehme Gefühle verbindet. Aber wenn du einen Gegenstand, der dich an deine Unfreiheit gemahnt, aus deinem Sichtfeld verbannst, wirst du davon ja nicht frei, du kannst dir das dann vielleicht nur ein wenig besser einbilden. Ich finde es grandios, wie sich ein derart fixierter Mensch wie du auf deine Frau fixiert bist immer noch einbilden kann, er sei auch nur ansatzweise frei. (Im Übrigen ist man auch viel weniger "frei", wenn man Kinder hat als wenn man keine hat, nur dass das meistens nicht negativ gesehen wird.) Natürlich gehört für mich zu "Freiheit" nicht nur eine eigene Wohnung, berufliche Unabhängigkeit dazu etc – eben gerade nicht. Innerlich frei bist du nach meiner Einschätzung kein bisschen.

Helmi

Es ist Einstellungssache, wieviel man aufgibt, um in einer bestimmten Beziehung zu verharren. Da ich sehr gut allein sein kann und mir die Erhaltung meiner Entscheidungsfreiheit auch diesbezüglich sehr wichtig ist, ich auch ein sehr gutes Umfeld habe (Familie, Freunde, Job), mache ich eher wenig mit, um eine schlecht laufende Beziehung zu erhalten. Ich hab es vor sehr langer Zeit auch mal eine Weile (zum Erstaunen der Menschen, die mich gut kennen) anders probiert, aber das war nichts für mich, daher hat sich das jetzt an einem Punkt eingependelt, an dem es für mich ok ist.

Natürlich kommt es für jeden darauf an, dass es für ihn ok ist, und für Milchmann ist es so ja ok, also könnten wir uns all das Geschreibe sparen. Das tu ich hier meistens auch. Aber manchmal flammt bei mir halt wieder die Faszination (im negativen Sinn) auf, was andere Menschen so alles mitmachen, und dann mach ich mal wieder einen (vergeblichen) Versuch, da dahinterzukommen.

sPchnuc<kixe21


Ich kann das sehr gut nachvollziehen, dass hier die Motivation von Frau Milchmann stark angezweifelt wird. Aber ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass ihr wiedererlangtes Interesse (sofern es denn andauert) nicht wegen reiner Verlustangst entstehen kann.

Ich/Wir waren in ähnlicher Situation und als mein Man anfing sich nach anderen Damen umzuschauen, kam bei mir regelreicht in Stein ins Rollen. Ich kann es bis heute nicht wirklich erklären, aber das hatte mich damals richtig wachgerüttelt und mir wurde doch noch rechtzeitig bewusst, wie viel mir noch an meinem Mann liegt. Vorher war mir das nicht so wirklich mehr bewusst. Warum das alles im laufe der Jahre so schleichend bei uns einziehen konnte, habe wir mit Hilfe einer Paartherape besprochen und beheben können und sind seither glücklicher denn je.

Deshalb Milchmann, verlier die Hoffnung gerade jetzt nicht und ich drücke Euch die Daumen!!! :)^

EGhemaligerr Nutzejr (#F238678x)


@ CoteSauvage

Ich pflichte Dir da vollkommen bei, bei Deiner Aussage. Im Gegenzug bilde ich mir auch keine Meinung über Diejenigen, die egal wieviel Jahre die Beziehung oder Ehe schon dauert, einen Strich ziehen können. Vielleicht bewundere ich Menschen wie Dich sogar ein kleines Bisschen, dass sie den Mut dazu haben, das so durchzuziehen.

C7ote}Sauxvage


@ Helmi

Ich würde gar nicht sagen, dass da Mut dazugehört. Ich weiß einfach sehr genau, was mir gut tut und was nicht. Und ich weiß auch, wie viel Energie ich aufwenden möchte, um ein Problem zu lösen. Und ich finde, ich erkenne auch, wann der Punkt erreicht ist, an dem das Ganze keinen Sinn mehr macht. Man braucht also "nur" einen klaren Blick und die Gewissheit, dass das Leben anders – also zB ohne den betreffenden Menschen, mit dem es einfach nicht funktioniert – auch gut weitergehen wird.

Was anderes ist es immer, wenn Kinder im Spiel sind. Dann aber würde ich mich auf die Kinder konzentrieren – also wie ich einen guten Kontakt zu ihnen halten kann, was sie brauchen, usw –, auch darauf, wie ich mit dem Vater der Kinder ein vernünftiges Verhältnis wahren kann. Manche bleiben ja mit ihren Ex-Partnern auch befreundet. Aber das Kapitel "dieser Mensch als Mann/ sexuelles Wesen/ Sexualpartner" hake ich ab, wenn ich gemerkt habe (s.o.), dass wir uns auf diesem Gebiet nichts zu sagen haben. Ich mache Sex v.a. zum Spaß, und so ein Gewürge macht jedenfalls mir null Spaß.

D9ie SeOherxin


Ich habe nicht wirklich um die Liebe meiner Frau gekämpft, sondern darum, dass wir alle zusammen bleiben und dass ich meine Kinder jeden Tag sehen kann. Ich habe um meine Familie gekämpft und das ist ein großer Ansporn.

das finde ich klasse! ich frage mich nur, wie das zu schaffen ist, diese beiden sachen voneinander zu trennen... wie man die einsicht bekommt, dass man auf die liebe des partners "verzichtet" und diese familienliebe in den vordergrund stellt!? ich selber habe das damals nicht geschafft!

Meilc@hma5nnR76


CoteSauvage

Und ich weiß auch, wie viel Energie ich aufwenden möchte, um ein Problem zu lösen. Und ich finde, ich erkenne auch, wann der Punkt erreicht ist, an dem das Ganze keinen Sinn mehr macht.

Da zieht jeder seine eigenen Grenzen für sich. Und genau da ist glaube ich der Punkt, wo du mich nicht verstehen kannst. Ich ziehe meine Grenzen anders als du.

Man braucht also "nur" einen klaren Blick und die Gewissheit, dass das Leben anders – also zB ohne den betreffenden Menschen, mit dem es einfach nicht funktioniert – auch gut weitergehen wird.

Ich seh auch das anders. Zu wissen dass es auch anders gut geht, bedeutet nicht automatisch sich für einen anderen Weg entscheiden zu müssen. Welcher Weg langfristig der beste ist, lässt sich nur schwer sagen. Darum lote ich die Wege immer noch aus. Wie wäre es allein zu leben? Ich hab ein recht konkretes Bild im Kopf davon, glaube ich. Welche Möglichkeiten gibt es in meiner Ehe noch? DAS weiß ich noch nicht gut genug, um das rauszufinden investiere ich Zeit und nehm die Paartherapie zu Hilfe.

Aber das Kapitel "dieser Mensch als Mann/ sexuelles Wesen/ Sexualpartner" hake ich ab, wenn ich gemerkt habe (s.o.), dass wir uns auf diesem Gebiet nichts zu sagen haben. Ich mache Sex v.a. zum Spaß, und so ein Gewürge macht jedenfalls mir null Spaß.

Was meine Ehe angeht glaube ich, dass sexuell durchaus genug gemeinsame Basis da ist. Weil der Sex am Anfang toll war. Das ist keine Beziehung wo der Sex schon immer gruselig war, oder Lustlosigkeit von Anfang an ein Thema war. Die Basis ist da, auch wenn wir uns verändert haben. Ich hab die Hoffnung, dass wir uns auf diesem Gebiet irgendwann wieder etwas zu sagen haben. ;-) Gewürge macht mir auch nicht sonderlich Spaß, darum versuche ich nachwievor dem Gewürge ein Ende zu bereiten. Ich mag nämlich guten Sex sehr gerne, und schlechten oder gar keinen Sex bis zum Lebensende will ich mir nicht antun.

Das Konkurrenz bzw. Eifersucht eine alte Flamme neu entfacht kann kommt ja jetzt nicht gerade selten vor, und vielleicht funktioniert das auch bei uns.

Helmi72

Ich kann das was du schreibst gut nachvollziehen. Dass der Sex mit der (sexlosen) Zeit an Reiz verliert. Dass man sich überlegt, lieber Familienvater ohne Sex zu sein, als Wochenendpapa mit Sex. Das kann auf Dauer gut gehen, wenn Beiden der Sex wenig wichtig bleibt, oder man sich außerhalb arrangiert. Wenns aber auf der Gefühlsebene auch noch mau aussieht, dann ist meine persönliche Grenze überschritten. Dass du das kannst zeigt, wie wichtig dir deine Kinder sind. :)=

E=hemaliCger EN9utzerN i(#238678x)


@ Milchmann

Die Gefühle waren schon vorhanden. Ich glaube auch meiner Frau, dass sie mich liebt. Wie bereits geschrieben, ist das nach 15 Jahren natürlich nicht mehr soooo kribbelig wie am Anfang der Beziehung, logisch! Ich wollte mit meiner Geschichte kein Lob erhaschen – wofür auch? Das ich meine Kinder so sehr liebe oder das ich versucht habe, meine Ehe zu retten? Ich denke, dass ist kein Lob wert.

Ich habe meine kleine "Lebensabschnittsgeschichte" deshalb zum Besten gegeben, weil ich mit Dir mitfühle. Es ist eine verdammt harte Zeit und man fühlt sich an manchen Tagen sehr ausgebrannt. Die Liebe zu meinen Kindern war und ist aber ein großer Ansporn für mich. Ich will einfach nicht, dass meine Kinder "Scheidungskinder" sind. Punkt! Wie Schnucki bereits gesagt hat, muss man irgendetwas ins Rollen bringen. Ich habe mein zeitraubendes Hobby aufgegeben und angefangen Sport zu machen. Zunächst war ich "nur" zwei Mal pro Woche mit meiner Frau schwimmen und einmal pro Woche laufen. Der Sport hat mir sehr gut getan und ich konnte endlich mal wieder abschalten. Auch die Tatsache, dass wir zusammen unsere Freizeit verbracht haben, hat uns alleine schon gut getan.

Seit gut 2 Jahren mache ich nun Triathlon und trainiere mindestens 5 Mal die Woche. Aber das habe ich nicht für meine Frau getan, sondern für mich. Ich habe mich sehr verändert durch den Sport und bin seitdem wesentlich ausgeglichener. Klar hat das dann irgendwann auch meine Frau registriert und mich mehrfach gefragt, ob ich eine Andere hätte. Ich will jetzt nicht sagen, dass es mittlerweile perfekt läuft – das wäre glatt gelogen. Aber es hat sich wirklich was getan. Meine Frau ist quasi "wach" geworden und bemüht sich seitdem wirklich richtig um unsere Familie und um unsere Ehe.

Ein Fazit gibt es leider nicht. Es gibt auch keine pauschalen Tipps hierzu. Vielleicht war mein Vorteil, dass ich mich einfach mit der Sitation abgefunden hatte und alles Andere für mich getan habe? Keine Ahnung. Ich weiß heute nur, dass es schon gut so war.

CLoteSSauvxage


Seit gut 2 Jahren mache ich nun Triathlon und trainiere mindestens 5 Mal die Woche. Aber das habe ich nicht für meine Frau getan, sondern für mich.

Das las sich für mich wie eine Art Flucht, also eine etwas verschärfte Form von Ablenkung. Ist da was dran? Und dann hatte ich mir bei einem deiner vorherigen Beiträge noch die Frage gestellt, ob du vielleicht durch den Sport abgenommen hast und nun (auch für deine Frau) attraktiver bist?

E$hemaligeAr Nutze]r* ()#23867;8)


@ Cotesauvage

Nein, das ich mit dem Triathlon angefangen habe lag daran, dass ich mich selbst nicht mehr im Spiegel sehen konnte. Ich bin mit 1,72 m ohnehin nicht sonderlich groß und klein und schlank ist okay aber klein und dick sieht bei nem Mann echt albern aus.

Ich wußte einfach, dass ich "irgendetwas" ändern muss und so fing ich erstmal mit mir an. Heute weiß ich, dass ich einfach sehr unzufrieden mit mir selbst war. Ich meine, als junger Mann sah ich (ohne zu prahlen) echt top aus und dann wurde so ein Plautzenbär aus mir :-(

Durch den Sport bin ich natürlich deutlich attraktiver geworden; das siehst Du schon richtig aber ob das der Grund ist, kann ich Dir nicht sagen. Ich weiß, dass sie heute öfter eifersüchtig ist. Sie hat mich auch schon unumwunden gefragt, ob ich ne Andere hätte. Wie gesagt, es gibt hierzu kein Fazit. Rückblickend weiß ich nur, dass ich schon viel früher diese Schritte hätte machen müssen. Aber der Mensch an und für sich ist ja von Natur aus faul ;-) Ich sage jetzt auch nicht, dass Sport die Lösung aller Probleme ist, das ist ja Quatsch! Ich möchte meine Mitmenschen nur zum Nachdenken anregen und vielleicht kann der eine oder andere aus meiner Geschichte ja irgendwelchen Nutzen ziehen.

MKaxH+eadrokoxm


Angeregt durch nen anderen Thread mit aehnlichem Thema, hab ich mich gefragt wie's bei dir – Milchmann – und euren Bemuehungen mittlerweile aussieht... Hat sich was gebessert? Wie ist dein aktuelles Verhaeltnis zu deiner Frau? Tut sich was und redet ihr drueber?

mfg,

- M

MQilchma9nn7x6


Durchwachsen, das ist das passende Wort für die sexuelle Situation. :-| Ich merke zunehmend, dass meine Frau und ich sexuell nicht gerade wahnsinnig gut zusammenpassen. Wir haben ziemlich verschiedene Vorstellungen, besonders wenn es nicht direkt um Sex geht (da passt es besser). Solche Dinge wie Erotik, prickeln, einander verführen, sexuelle Spannung usw., das findet alles nicht statt. Das liegt denke ich teilweise an der Chemie die beim Sexuellen wohl nur begrenzt passt, teilweise daran dass meine Frau generell mit solchen Dingen noch nie so wirklich viel anfangen konnte – auch nicht in den Vorgängerbeziehungen. Sie meint das wären Dinge für die Verliebtheitsphase. Und rückblickend hat sie Recht: am Anfang der Beziehung gab es diese Dinge, und sie haben immer mehr abgenommen. Nach 2 Jahren Beziehung haben wir geheiratet, das waren wohl die letzten Ausläufer der Verliebtheitsphase, bzw. die ganzen tollen Gefühle rund ums Heiraten bewirken denke ich mal auch was. Danach kam schon die lange Krise, und jetzt gibt es nur noch den Sex selbst.

Das ist auf der einen Seite toll, denn jahrelang gab es nicht mal den. Andererseits ist der Reiz des Ganzen nicht gerade groß, wenn man weiß dass Sex sozusagen nur für Samstagabend geplant ist, und es zum Sex kommt indem meine Frau mich einfach fragt ob wir Sex haben wollen, oder sie erwartet dass ich es tue. Die restliche Zeit kommt von ihr nichts, und sie ist auch nicht offen für irgendwas von mir. Die Chemie passt einfach nicht, es gibt scheinbar keine Basis für Spannung, Leidenschaft und solche Dinge.

Trotzdem, im Idealfall könnten wir bis zu 3 mal Sex im Monat haben, je nachdem ob sie Samstagabend überhaupt ein klein wenig Lust hat. Aus jetziger Sicht ist das Problem also, dass ich in so einer leidenschaftslosen Beziehung keine Lust auf Sex nach Termin hab. Da wird sich ne Lösung finden, aber wohl eher nicht von meiner Frau aus. Dann eben Pornos oder so. ;-D Der Sex selbst ist ja dann für beide relativ schön, und das freut mich auch sehr.

Die Paartherapie will meine Frau am liebsten schon abbrechen. Dabei wäre da noch Einiges rauszuholen, geschweige denn in Einzeltherapien, die wir eigentlich auch bei ihm machen wollten. Aber der Druck fehlt, wir haben ja jetzt Sex, und somit will sich meine Frau nicht weiter mit potenziell unangenehmen Themen beschäftigen. Ich denke es gibt noch 1-2 Paartermine, und danach nehm ich mir ein paar Einzeltermine. Dass meine Frau sich sträubt, auch nur eins der Dinge anzugehen die sie selbst stören, hätte ich mir eigentlich denken können.

Irgendwas in mir zweifelt (obwohl wir wieder einige Male Sex hatten) immer noch daran, wie lange diese Ehe noch halten wird. Da sind immer noch zu viele Probleme die wir miteinander rumschleppen, und der Sex steht auf wackeligen Beinen. Es wird wohl noch viele Monate dauern, bis sich zeigt wie (ob?) wir dauerhaft mit unseren Problemen klarkommen.

Dgie1 Sehefrxin


Aus jetziger Sicht ist das Problem also, dass ich in so einer leidenschaftslosen Beziehung keine Lust auf Sex nach Termin hab.

ist ja auch blöd! wenn die leidenschaft beim sex fehlt, dann ist das ja meist auch nur ein zeichen dafür, dass die leidenschaft in der beziehung fehlt :)_ (und ich meine jetzt nicht die leidenschaft im erotischen sinne!)

ich z.b. brauche in meiner beziehung zwar schon auch die kuschelig vertrauten fernseh-abende, aber ich möchte mit lust gemeinsam essen, mit leidenschaft diskutieren und streiten können, gemeinsam unvernünftig mitten unter der woche zu viel wein erwischen, mich mit meinem liebsten voller kreativitätsirrsinn an renovierungsideen machen... da ist leidenschaft so viel mehr, als geile erotische spiele!

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