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Erfahrungen mit Ehe als reiner WG?

A)nna10x01


15 Jahre ??? ?? Aber da lief doch vorher sicherlich schon einige Zeit etwas? Wann hast Du Dich getrennt? War es, um den Faden aufzugreifen, so etwas wie eine WG?

M4ilcNhmanen76


Die Seherin

naja... es ging ja anfänglich bei euch auch schwerpunktmäßig um dieses thema... obwohl hier ja schon mehrere den verdacht hatten, dass es nicht der sex alleine war!?

Tja, während der Krise war nichts Kribbeliges zwischen uns möglich. Keine Leidenschaft, keine Erotik, kein Sex, gar nichts. Dass Sex irgendwann wieder möglich werden würde, aber alles Andere weiterhin nicht existieren würde, darüber hab ich gar nicht nachgedacht. Hätt ich nicht für möglich gehalten.

Anna1001

Du meinst Dinge die sie an SICH selbst stören? Oder sind es Dinge die Euch Beide stören?

Es gibt Einige Dinge an ihr, die sie selbst stören. Mit Manchem kann ich besser leben, mit Anderem weniger gut. Was mich z.B. sehr stört ist der Gedanke, dass meine Frau all die aufgestauten Probleme der letzten Jahre nicht angehen will. Wir haben ja jetzt wieder Sex, und wenn wir nur brav vorsichtig sind und ne Decke drüber legen, dann werden die aufgestauten immer mitgeschleppten Probleme schon nicht so viel Ärger machen. Das enttäuscht mich menschlich sehr – diese Flucht vor allem auch nur ein wenig Schwierigen. Das zieht sich durch die letzten 20 Jahre ihres Lebens, also natürlich auch durch die Partnerschaft. Aber ich finde das trotzdem enttäuschend, schwach, traurig, frustrierend, es nimmt mir den Respekt vor ihr.

Das kann ich verstehen. Andererseits, Sex zu planen ist gerade in langen Beziehungen ein gutes Mittel

Im Endeffekt tut sie das ja schon. Samstag Abend, und wenn es da nichts wird dann evt. noch Sonntag Abend. Nur, wenn sie gar keine Lust hat dann läuft natürlich trotzdem nichts. Sie kann nur wenn sie ein bisschen Lust hat, und das ist auch nicht jeden Samstag gegeben. Wirklich fest planen, das geht nicht. Meine Frau kriegt glaube ich Anfälle beim Wort "regelmäßig". Denn das setzt sie egal worum es geht unter Leistungsdruck, und Leistungsdruck versucht sie auf Teufel komm raus zu vermeiden. Also wirklich regelmäßig FEST planen lässt sich nichts, auch nicht Sex. Vielleicht Samstag Abend, vielleicht Sonntag Abend, das ist das Maximum das geht, und das hat sie ja so schon in ihrem Kopf.

Realistisch gesehen ist es das was mir bleibt: An 3 von 4 Samstagen denken, sich mit Pornos Lust machen, damit leben dass ich mit Lust während der Woche eben Pech habe. Das haut schon so hin irgendwie. Zusätzlich frustrierend ist, dass es auch bei Zärtlichkeiten mal ein sollen, mal ein geblock werden ist. Und eben, dass Leidenschaft in dieser Beziehung höchstens beim Sex ein wenig präsent ist.

DGie TSeherxin


also, wir hatten recht schnell ein kurzes verhältnis, wollten dann unsere jeweiligen ehen retten, konnten dann doch nicht ohneeinander, es ging nicht miteinander... haben uns dann getrennt... und dann hat mein exmann mich wegen einer anderen verlassen und irgendwann ihn seine frau wegen eines anderen und dann haben wir uns an der hand genommen und haben es endlich mal so richtig miteinander versucht.

aber ich will jetzt nicht milchmanns faden schreddern... mit einer geschichte, die die "alten" med1'ler schon in- und auswendig kennen |-o

d)er [bär]tigfe


Scheiße! sorry aber mehr fällt mir dazu nicht ein. Ich würde mir ein Zimmer suchen und schleichend ausziehen. Aber mich weiterhin um meine Kinder kümmern. Wenn sie Dich lieben würde, dann würde Sie eine Lösung vorschlagen oder dran arbeiten.

ALnpna1)001


@ Milchmann

Ist es ihr in vollem Ausmass bewusst was Du fühlst ??? Was sagt sie DAZU?? Sie muss es doch irgendwie kommentieren! ":/

M3ilc8hmannx76


Natürlich kann das Liebe sein. Jeder hat unterschiedliche Ansprüche daran. Was eben in meiner Ehe teils recht deutlich zu Tage tritt.

Ich glaub meine Frau weiß ziemlich genau wie ich fühle, was meine Wünsche und Bedürfnisse sind. Und ich glaube auch nicht dass es ihr leicht fällt zu wissen, dass sie diese Wünsche nur zum Teil befriedigt. Aber sie will oder kann eben nicht mehr davon befriedigen, weil sie teils ganz andere Ansprüche an die Beziehung hat. Und natürlich ist es nicht ihre Hauptsorge es mir recht zu machen, wie umgekehrt auch nicht. Es scheint keinen glücklichen Mittelweg zu geben. Lasse ich mich voll auf sie ein, bekommt sie was sie will und ich laufe oft frustiert ins Leere. Gehe ich auf Distanz, hab ich weniger Frust, sie dafür mehr, und natürlich fühlt sich eine distanzierte Beziehung auch weniger schön an.

Eolla7x1


Sie kann nur wenn sie ein bisschen Lust hat, und das ist auch nicht jeden Samstag gegeben.

Und an denjenigen Samstagen, an denen sie diese "bisschen" Lust hat, ist das für Dich immerhin genug, um, wie Du vorher geschrieben hast, relativ schönen Sex zu haben?

Wäre es für Dich o.k., den Status Quo beizubehalten, wenn er eben nicht "noch schlechter" wird – bzw. im Vergleich zu Eurer Krise ist ja letztlich eine Verbesserung (oder doch nicht?) erzielt worden?

MWil(chmannx76


Ella71

Und an denjenigen Samstagen, an denen sie diese "bisschen" Lust hat, ist das für Dich immerhin genug, um, wie Du vorher geschrieben hast, relativ schönen Sex zu haben?

Das Problem ist halt dass meine Lust auch nicht auf Bäumen wächst. Meine Frau tut gar nichts um mir Lust zu machen. Und da ich testweise die letzten ca. 5 Wochen Erotik und Pornografie (am PC) aus meinem Alltag gestrichen habe, hab ich derzeit überhaupt keine Lust. Dieser Test hat mir gezeigt dass Lust gerade wenn wir etwas distanzierter sind nicht von allein kommt. Und da meine Frau sie nicht in mir erzeugen will (sie könnte, will aber nicht – sehr schade :-( ), muss sie von außen kommen – oder eben nicht. Ich muss also sozusagen durch erotische Bilder und/oder Pornos am PC dafür sorgen dass ich am Wochenende auch Lust auf Sex habe, dann nehme ich ihr "bisschen Lust" auch gerne an. :-)

Wäre es für Dich o.k., den Status Quo beizubehalten, wenn er eben nicht "noch schlechter" wird – bzw. im Vergleich zu Eurer Krise ist ja letztlich eine Verbesserung (oder doch nicht?) erzielt worden?

Ich denke es wird ok sein. Sicher bin ich mir nicht. Es geht ja nicht nur um den Sex, es geht um dieses Dilemma entweder ihr nah zu sein und oft abgewiesen zu werden (nicht nur sexuell), oder auf Distanz zu gehen und so meinen Frust auf ihre Kosten zu reduzieren, was genau so blöd ist. ":/

Dhie Skehexrin


im Vergleich zu Eurer Krise ist ja letztlich eine Verbesserung (oder doch nicht?) erzielt worden?

das, Milchmann, würde mich auch interessieren, denn ich habe eher das gefühl, dass du jetzt – wo es wenigstens wieder maaaal sex gibt – langsam merkst, dass das nur ein fehlender mosaikstein war?

Dass Sex irgendwann wieder möglich werden würde, aber alles Andere weiterhin nicht existieren würde, darüber hab ich gar nicht nachgedacht. Hätt ich nicht für möglich gehalten.

DFie OSexherin


ooops, überschnitten!

McilchVman.n76


Die Seherin

Es ist definitiv eine Verbesserung. Ich frag mich nur, ob diese Verbesserung MIR so reicht bzw. auf Dauer reichen wird. Ich glaube meine Frau ist soweit einigermaßen zufrieden. Sie hat glaube ich weit weniger das Gefühl als ich dass hinten und vorne überall recht wichtige Dinge fehlen, oder nur auf Sparflamme laufen.

D(ieA SeGherin


und das du andere dinge für dich "wichtig" machst? ist nur so ein blöder gedanke, weil du ja schon all diese gedanken hattest...

wenn du mal ganz fest beschließt, all die sachen wichtig zu finden, die in eurer beziehung gut laufen? und die anderen zu nebensächlichkeiten erklärst? wenigstens mal als versuchsballon?

weil ich immer mehr das gefühl habe, du willst alles versucht haben, bevor du gehst – innerlich aber schon deine koffer packst!?

Cuote}Saudvxage


Sie sagt sie mag den Sex. Ich bin geneigt ihr das zu glauben,

Wieso glaubst du ihr das? Ich meine angesichts von

auch wenn sie in der Vergangenheit nicht immer ehrlich bezüglich ihrer Gefühle war

und

ist sie einfach eine Frau mit wenig Lust auf Sex, die keinen Wert auf Erotik legt (und auch keinen Sinn darin sieht). Die Leidenschaft eher mit Musik verbindet, aber wenig mit Partnerschaft.

und dann noch angesichts der Tatsache, dass sie den Sex grds nur Samstags "mag".

Ich glaub meine Frau weiß ziemlich genau wie ich fühle, was meine Wünsche und Bedürfnisse sind.

Das glaube ich auch. Daher halte ich dieses "Sex an manchen Samstagen mögen" für eine weitere rein strategische Maßnahme deiner Frau. Aber wenn das für euch beide so passt, was soll's.

EYhebmaWliger| Nutze;r (#Q386x474)


Lieber Milchmann76 ...

es ist so erstaunlich, was Du schreibst ... ich lese Deinen Faden schon so lange mit – und habe es nur genauso umgedreht wie bei Euch. Teils höre ich die gleichen Worte, wie die, die Deine Frau von sich gibt – nur eben von meinem Mann.

Ich kann Dir sagen ... dass dieses "Nichttun" mich nach etwa 14 Jahren nun so weit gebracht hat, dass ich die Trennung vollzogen habe. Emotional geht man ein an der Seite eines solchen Menschen ... und ich befürchte, auch Dir wird irgendwann klar werden ... dass Sex nicht Euer größtes Problem ist ... sogar soweit, dass Dir Sex irgendwann egal ist ... etc.

Klar, die Kinder leiden. Aber – meine Kinder haben unter der "unklaren", wenig liebevollen Situation mehr gelitten.

Wenn ich mich irgendwann berappelt habe, wird es bestimmt mal wieder einen Partner geben. Aber dann einen, der bereit ist, mit mir gemeinsam Schritte zu gehen ...

Ich wünsch Dir von Herzen, dass es vielleicht doch noch gut wird – und falls nicht, dass Du einen für Dich guten Weg gehen kannst. Denk daran: Du hast nur dieses eine Leben. Und emotional so an sein Ende zu gehen ... das kann Dich in die tiefsten Depressionen führen und Dein Leben sehr dunkel machen.

Liebe Grüße,

Alchemilla

Mnilchm0ann7x6


Die Seherin

und das du andere dinge für dich "wichtig" machst?

Das mach ich schon. Schon allein weil wir Kinder haben, und es somit nicht nur um meine Partnerschaft geht sondern auch ums Eltern sein. Beide Dinge liegen zusammen in der Waagschale. Und ich denke auch immer an das Positive, wovon viel da ist. Und in meiner freien Zeit geht es nicht nur um Beziehung, sondern auch viel um meine eigenen Interessen. Trotzdem bleibt oft das Gefühl, dass da "mehr" sein sollte. Es gibt ab und an mal Phasen da ist auch mehr.

Vielleicht sind das Phasen, in denen meine Frau einfach besser drauf ist. Gestern in der Paartherapie hat sie offenbart dass sie derzeit wieder ein Tief hat, eine Phase mit depressiven Anflügen. Ich würde das gerne wissen, denn oft versteckt sie es gut. Sie meinte sie möchte mich nicht damit belasten, und ich hatte das Gefühl sie will das einfach mit sich ausmachen und Andere da raus haben. So tappe ich mehr oder weniger im Dunkeln und weiß nicht ob nur die Kinder momentan stressig sind, sie Stress in der Arbeit hat oder sie eben in so einer depressiven Phase steckt. :-(

[..] innerlich aber schon deine koffer packst!?

Hmm. Ich würde sagen ich hab vor 1-2 Jahren eine Packliste erstellt, mich sozusagen aufs Koffer Packen vorbereitet. Um bei diesem Bild zu bleiben. Und ich bin immer noch nicht so weit, diese Packliste in den Müll zu werfen, habe immer noch die Sorge ich könnte sie doch in absehbarer Zeit brauchen.

CoteSauvage

und dann noch angesichts der Tatsache, dass sie den Sex grds nur Samstags "mag".

Dieses "mögen", das ist bezogen auf ihre Erfahrungen und ihr Empfinden. Für sie ist Sex außerhalb der Verliebtheitsphase noch nie so wirkich toll gewesen, denn da ist viel Unentspanntheit in ihr. Dann eben die fehlenden vaginalen Orgasmen, die eher langweiligen Klitoralen, die Angst vor Schmerzen usw. Wenn sie meint sie mag den Sex, dann heißt das er ist soweit ok. Er ist für das, was sie von Sex erwartet, schon recht gut. Sexuell gesehen ist sie was ihre Erfahrungen und Empfindungen angeht nicht gerade verwöhnt. Das was sie als ganz guten Sex empfindet, das würde eine Frau die beim Sex so richtig abgeht und Sex wirklich geil findet einfach nur schlecht finden. Sie hat da eben ihre eigenen sehr gedämpften Erlebnisse und Ansprüche. Was ich für sie traurig finde. Meine früheren Partnerinnen haben Sex als geile tolle Sache gesehen, bei meiner Frau kommt Sex nicht über "ganz nett" hinaus.

Ich glaube, langfristig ist da schon Entwicklungspotenzial. Ob Sex für sie jemals das sein wird was er für mich ist, oder für meine früheren Partnerinnen... weiß nicht. Eher nicht. Aber da sind viele andere Dinge da die Vorrang haben, deren Lösung sofort auch die Gesamtsituation vebessern würde. Wir haben einen sehr guten Therapeuten, den meine Frau auch annimmt. Die Frage ist, wie weit sie die Kraft findet, einige ihrer Baustellen (nennt sie selbst so) in Einzeltherapie bei ihm anzugehen. Sie hat immer auch wieder gute Phasen, da erhascht man einen Blick was alles an Lebenslust und Energie in ihr steckt, dann fließt auch mehr in die Partnerschaft. Wenn sie es schafft, mit sich selbst und ihren Problemen besser ins Reine zu kommen, ich glaub dann wird Einiges von selbst besser laufen.

Alchemilla29

Danke für deine Erfahrung. Ich bin mir auch sicher dass Sex nicht das Problem ist. Mittlerweile glaub ich, das Problem ist dass in meiner Frau einfach viele Dinge stecken die sie aufzehren, die ihr Energie rauben, sodass sie Vieles für die Kinder zusammenkratzen muss und einfach kaum noch was für die Partnerschaft übrig bleibt. Wenn es ihr besser geht ist mehr Energie für mich da, wenn es ihr schlechter geht weniger. Welchen Raum diese schlechten Phasen einnehmen und wie wir damit zurecht kommen, das wird vielleicht bestimmen wie lange es mit uns weitergeht.

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