» »

Erfahrungen mit Ehe als reiner WG?

m'egadraLmaquieen


Ach, Milchi... %-|

Ich habe es geahnt... So ein Mist aber auch!

Euer Plan wird wahrscheinlich genau so lange gutgehen, bis einer von euch einen potentiellen anderen Partner kennenlernt und tiefere Gefühle entwickelt. Selbst wenn man sich ganz gut mit der Ehe-WG arrangiert (ich bezweifle übrigens nicht, dass das geht), hat meist die/der Neue nur eingeschränktes Verständnis für die Wohngemeinschaft. Und wenn Gefühle im Spiel sind, möchte man den neuen Partner ja auch nicht vergraulen.

Genau so sehe ich das auch...

Du selber sagst, Du willst nicht mit Deinem potentiellen Nachfolger in der guten Stube hocken.

Aber, genau DAS wäre ein richtiges WG-Leben...

Seid ihr beide überhaupt noch Freunde?

Hei, tu' Dir ernsthaft und echt einen Gefallen und beende diese Misere! Du wirst daran kaputt gehen!

Für mich wäre es aber schrecklich zu erfahren das mir meine eltern jahre vorgelogen haben eine heile glückliche familie zu sein und in wirklichkeit lebt jeder bereits sein eigenes leben mit anderen partnern und daheim machen sie einen auf heile welt...

WIE WAHR...!!!

Mmilchimanxn76


@ Antiheld:

Eher Zweiteres, glaube ich.

Ja, ich hab mich natürlich auch verändert. Die Last von Hauskredit, Leben im eigentlich ungewollten Kaff, zwei kleinen Kindern und dem langen Pendeln (wenig Freizeit) war schwerer als erwartet, und hat mir viel Leichtigkeit und Lebensfreude genommen. Dazu noch 4 1/2 Jahre mehr oder weniger sexueller Dauerfrust...

Ich bin schon seit einiger Zeit auf dem Weg zurück zu mir, aber SO locker und positiv wie früher bin ich wegen der immer noch schwierigen Lage einfach nicht.

EThemUalOigery Nutzer (t#38647x4)


Aber Milchmann, ganz ehrlich: ich hattet schon wenig Sex, hast Du geschrieben. Damit warst Du damals schon unzufrieden?

Darf ich fragen, warum Ihr Euch dann für ein teures Haus (mit all den Belastungen) und der Pendelei entschieden habt? Das ist für mich nicht so nachvollziehbar...

Mein Mann würde mittlerweile auch gern in ein Haus ziehen, auch weiter draussen – dann hätten wir die gleiche Lage. Ich hingegen wage es auf keinen Fall – weil eben auf Probleme (die wir schon haben) noch mehr Probleme drauf kommen würden, und das ist keine gute Rechnung.

Haus und Kinder machen nicht glücklich, wenn man es vorher schon nicht war.

Und falls Du jetzt sagst: für die Kinder...

ich bin auch in einem Haus aufgewachsen. Das war toll, der Garten auch. Und dennoch wäre es mir lieber gewesen, meine Eltern hätten sich getrennt.

Lustigerweise fänden meine Eltern für ihre Enkel auch gut, wenn wir nun in ein Haus ziehen würden (Garten etc.). Offenbar bleiben solche eigenen Einstellungen erhalten.

Lade Deinen Kindern nicht Eure Ehe / Beziehung und auch nicht die Last Eures Hauses auf. Eine Familie seid ihr immer, aber mit der Zeit, gerade wenn man nicht mehr nur Freundschaft füreinander empfindet, dürfte es immer schwieriger werden, die tatsächliche Familie zu leben. Dann hält Euch nur noch der Rahmen, und den empfinden am Ende alle wie ein Gefängnis.

Ich hoffe, ich bin damit nicht zu hart. Ich kenne ähnliche Gedanken. Und ich denke auch, dass Kinder Beständigkeit brauchen. Die könnt Ihr aber geben – als Eltern. Wenn Ihr Euch ein gutes Verhältnis bewahrt, mit der Freiheit, die eben auch jeder braucht.

Alles Liebe!

Moonixka65


Milchmann

Nur macht es für die Kinder Sinn, eine WG-Ehe zu führen, so lange es eben geht? Oder lieber gleich auf ein möglichst gutes Familienleben getrennt hinarbeiten?

Bei uns hat es absolut Sinn gemacht, ja. Allerdings verstehen wir uns schon noch als Partner, es ist eben was den Sex anbelangt eine offene Ehe. Und wir waren beide auch mal anderweitig verliebt, aber auch das hat sich total eingespielt. Mir ist schon klar, dass das nicht für jeden lebbar ist, aber für uns war und ist es richtig.

ADntiSheld


Die Last von Hauskredit, Leben im eigentlich ungewollten Kaff, zwei kleinen Kindern und dem langen Pendeln (wenig Freizeit) war schwerer als erwartet, und hat mir viel Leichtigkeit und Lebensfreude genommen. Dazu noch 4 1/2 Jahre mehr oder weniger sexueller Dauerfrust...

Ganz ehrlich: Glaubst Du, Du wärst wesentlich glücklicher, wenn Du den "sexuellen Dauerfrust" nicht hättest?

Du meintest, bei einer etwaigen Trennung würde es deine Frau vermutlich in die nächst größere Stadt ziehen, dich in deine alte Großstadt. Wie ist es dann dazu gekommen, dass ihr überhaupt in dem Kaff bebaut habt?

Gibt es keine Möglichkeit, dir eine andere Arbeit in der Nähe zu suchen?

Ursache und Wirkung: Vielleicht bist Du für deine Frau gerade deshalb nicht mehr attraktiv, weil Du selbst (unabhängig vom Sex) nicht zufrieden (geschweige denn glücklich) mit deinem Leben bist. Denn wenn ich es mal ganz brutal offen formulieren darf: Das Leben, welches Du gegenwärtig führst bzw. die letzten Jahre geführt zu haben scheinst, finde ich recht "maschinell". Du bist nur noch der aufopferungsbereite Ehemann und Vater, dessen Alltag daraus besteht, den status quo (Haus, Frau, Kinder) irgendwie aufrecht zu erhalten. Das ist gar nichts schelchtes, im Gegenteil – nur ich denke, bei dir läuft das alles eindeutig über Gebühr ab.

Wenn Du sagst, Du würdest bei einer Trennung in deine alte Großstadt ziehen, dann vermute ich, dass überwiegend etwaige dort noch bestehende Bekanntschaften/Freundschaften und vor allem Assoziationen an diese Stadt (Dort hat dir das Leben noch richtig Spaß gemacht, oder?) der Grund dafür sind, oder?

Ich denke, dass ihr beide in eurer Ehe keinen Sex mehr habt, ist nicht die Ursache des Problems, sondern nur eine Wirkung. Wenn ich dir einen Ratschleg geben würde, dann sähe der so aus: Hol' dir dein Leben zurück! Fang' wieder an, selber auch Mensch sein zu dürfen. Bei deiner Frau und dir wird direkt über die "ultima ratio"-Lösung (WG-Ehe / offene Ehe / Trennung) geredet, aber habt ihr vorher auch mal versucht, etwas an eurem Leben zu ändern (wie z.B. den Wohnort, die Jobs, Hobbys, Freundschaften)?

Bedenke: Deine Frau wird sich einst in den Mann mit Ecken und Kanten und eigener gefestigter Persönlichkeit verliebt haben, der Du einmal warst – und nicht in die "Maschine", die einfach nur noch den Laden am Laufen zu halten versucht. Ich könnte mir jedenfalls vorstellen (ihr scheint ja auf kommunikativer Ebene sehr offen zu sein + euch scheint noch viel aneinander zu liegen + und ihr tauscht ja noch anderweitige Zärtlichkeiten miteinander aus), dass der Funke bei ihr für dich erneut erfachen wird, wenn Du versuchst, dir dein Leben zurückzuholen.

Gegenwärtig bietest Du ihr tatsächlich vor allem eine gewisse Form von Sicherheit um jeden Preis – wie ein Vater halt (es ist also gar nicht so abwägig, dass gerade dieses Gefühl bei ihr entanden ist). Aber du bist derzeit nicht wirklich der Partner an ihrer Seite. Vielleicht bin ich zu naiv, villeicht bin ich zu unerfahren – aber ich denke, der Zug, wieder der Partner an ihrer Seite werden zu können, ist noch nicht abgefahren! :)*

VKamp>_1Ladxy


Meine Eltern hatten auch eine WG Ehe. Aber mal ehrlich: Kinder sind auch nicht blöd und merken so etwas spätestens in der Pubertät. Was ist nun wichtiger?

c=laiirext


Die Last von Hauskredit, Leben im eigentlich ungewollten Kaff, zwei kleinen Kindern und dem langen Pendeln (wenig Freizeit) war schwerer als erwartet, und hat mir viel Leichtigkeit und Lebensfreude genommen.

Das kann ich mir vorstellen. So langes Pendeln zehrt echt an den Nerven. Wie kam es denn dazu, wollte deine Frau unbedingt ein Haus und dort leben?

nxata_scha84


schwer zu sagen. klar kann ich euch verstehen dass ihr keine schulden etc haben wollt aber wäre nicht ne privatinsolvenz für euch was??

kann mir so zusammenleben schwer vorstellen. wünsche dir aber alles liebe und gute

M=il|c<hmacnn76


Antiheld hat teilweise recht. Ich habe mich von einem ziemlich sorglosen Leben recht schnell (aber mit voller Absicht) in ein Leben mit vielen großen Verpflichtungen begeben. Masterplan: ich werde "erwachsen". ;-D Damit hatte ich keine Erfahrung, und, wie ich lernen musste konnte ich nur damit umgehen indem ich viel von mir geopfert habe. In gewissem Sinne ein Roboter, und auch sicher nicht besonders attraktiv so.

Heirat, Haus und Kinder waren definitiv gewollt. Das Haus ist schön, die Gegend grundsätzlich auch. Nur wollte ich gerne viel näher an der großen Stadt bauen. Das Grundstück im Heimatdorf meiner Frau und ihrer Eltern hatten wir aber schon, und Käufer fanden wir keinen, also mussten wir eben dort bauen. Dass ich mich dort so überhaupt nicht einleben würde wusste ich damals nicht. Gependelt habe ich auch schon ein Jahr lang vorher. So lange das Leben schön ist, ist auch das pendeln kein großes Thema. Aber je schwerer das Leben sich anfühlt, desto mehr drückt auch das pendeln mit.

Das Haus können wir zu zweit locker finanzieren. Drei Jahre habe ich es auch allein finanziert, dank Ehegattensplitting ist genug Netto da. Eine Belastung ist das Haus erst, wenn eine Trennung im Raum steht. Doch wenn man beim Hausbau an Trennung denkt, kann man dann überhaupt bauen?

Das Leben ist eine Wette darauf, dass alles schon irgendwie gut ausgeht, das war mir immer klar, genauso wie das Risiko zu verlieren und der Wetteinsatz, den ich ausgelegt habe.

Zurück zu mir selbst gefunden hab ich im letzten Jahr schon recht gut. So richtig locker und glücklich kann ich bei dieser Zukunftsperspektive aber nicht sein. Trotzdem, dieses ICH ist einfach keine coole Socke bei der die Frauen reihenweise dahinschmelzen, sondern ein wenig aufregender Durchschnittstyp. Mit diesem ICH bin ich recht zufrieden (klar hätte ich manche Dinge gerne anders, aber da arbeite ich dran). Aber für die heutigen Ansprüche meiner Frau reicht es nicht, um attraktiv zu sein.

Womit wir wieder beim ersten Post wären: alle guten Tipps haben wir vermutlich (leider) schon durch, auch dank seitenweise Tipps verschiedenster Leute hier aus dem Forum.

1ttox3


Aber für die heutigen Ansprüche meiner Frau reicht es nicht, um attraktiv zu sein.

Vorallem weil sie nie nur den Ist-Zustand sieht, sondern auch die Vergangenheit. Das Bild in ihrem Kopf wird sich nicht so leicht ändern.

s{en1sibeglxman


Nur wollte ich gerne viel näher an der großen Stadt bauen. Das Grundstück im Heimatdorf meiner Frau und ihrer Eltern hatten wir aber schon, und Käufer fanden wir keinen, also mussten wir eben dort bauen.

Oje, ich habe den Eindruck, dass du dich selbst unattraktiv machst- du versuchst den Weg des geringsten Widerstandes, den Weg der geringen Anstrengung- das kann schnell langweilig wirken. Ich hätte mich nie so entschieden.

Wenn sich für ein Grundstück kein Käufer findet, sollte das deutlicher Hinweis dafür sein, dass es nicht viel (oder besser gar nichts) wert ist. Das investierte Geld geht ähnlich bei einer Mietwohnung einfach verloren, weil der Widerverkaufswertes der Immobilie u.U. deutlich unter dem Wert der Anschaffungskosten liegt. Nur das Problem: Bei Kreditfinanzierung liegen die Kosten nicht selten höher als bei Miete.

Wenn ihr euch trennen wolltet, gäbe es eigentlich drei Möglichkeiten, die einen finanziellen Verlust in Grenzen hielte:

1. Das Haus wird verkauft (mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich unter Wert, wenn es überhaupt einen Käufer finden sollte), ein Teil der Kredite könntet ihr damit tilgen, die Restschuld wäre u.U. erträglich.

2. Deine Frau behält das Haus alleine und müsste aber auch alleine die Kreditraten tragen- was sie u.U. nicht leisten kann- überlegenswert, ob man Teile des Hauses kosterngünstig als Mietwohnung umbauen könnte (das setzte aber voraus, dass es potentielle Mieter gibt- mit dem Risiko dass irgendwann keine Mieter mehr zu finden sind...

3. Unter Umständen das ganze Haus vermieten (dabei wäre aber mit Verlusten zu rechnen, weil kein Mieter die Höhe eurer Kreditschulden tragen würde- ihr hättet also dennoch einen Teil der Kredite selbst zu tragen.

In allen Fällen ist euer Haus ein Verlustgeschäft, weil es offenbar an der falschen Stelle steht. Eine Immobilie ist eben nicht überall wertsteigernd wie diverse Banken und Bausparkassen versuchen zu suggerieren- es gibt zahlreiche Regionen in Deutschland, in denen Immobilien in den nächsten Jahren deutlich an Wert verlieren werden- das kann man allein schon aus der demografischen Entwicklung ablesen- Deutschland hat einen deutlichen Bevölkerungsrückgang zu erwarten, alleine schon auf Grund der extrem geringen Geburtenrate. Die Regionen, in denen der Wert der Immobilien steigt dürfte in der Minderheit sein.

Eine WG mit deiner Ehefrau halte ich für Verschwendung von Lebenszeit- eine weitere schwere Fehlentscheidung in deinem Leben, weil du dich nicht traust, radikalere Schnitte anzugehen und klare vernünftige Entscheidungen ohne tausende Pseudokompromisse anzugehen...

Das hattest du dich schon beim Hausbau nicht getraut ...

So richtig locker und glücklich kann ich bei dieser Zukunftsperspektive aber nicht sein.

Damit wäre ich auch nicht glücklich und ich hätte mich damit nicht zufrieden gegeben. Ich hätte mir eine kleine Wohnung in der Großstadt gesucht, das Pendeln aufgegeben und die Frau und Kinder verlassen. Damit sind diese Personen ja nicht aus der deiner Welt. Aber ein unglücklicher, zunehmend frustrierter Vater (dem der Frust irgendwann auch noch den Kreislauf/Blutdruck kaputt macht- das geht irgendwann auf die Gesundheit) ist für die Kinder alles andere als eine gute Lösung.

Immerhin spart das eingesparte Pendeln sowohl Geld, Zeit und Nerven.

Selbst wenn ich erhebliche finanzielle Verluste erleiden sollte- Unzufriedenheit kann in der Regel nicht mit Geld aufgewogen werden. Geldverlust ist am Ende die schmerzärmere Variante.

Ich denke sogar, wenn du diese Optionen deiner Frau nahebringst, kann dich das wieder attraktiver machen- ein Mann, der unabhängig, frei und überlegt seine Entscheidungen trifft, wird interessant- deine Frau kann durch den zu erwartenden Verlust sich wieder stärker auf dich fokussieren- für manche Menschen werden Dinge besonders interessant, wenn sie wissen, dass sie sie verlieren können- leider wirkt eine Sicherheit mitunter uninteressant, wertverlierend- was keine Mühe, keine Anstrengung, keinen Aufwand erfordert, scheint für viele Menschen keinen oder geringen Wert zu besitzen. Was man verlieren kann, was in Konkurrenz steht, kann dagegen sehr attraktiv und interessant wirken – also wirke interessant...

s`ensib_elmxan


Du wirkst auf mich so wie ein Mann nach dem Motto: " naja, dann mach ich das eben so"- eben ein Spielball der Umwelt- zu wenig eigener Willen. Mache es besser nach dem Motto: "Das will ich, das mache ich so"- eben unabhängig von den

"Pfeil und Schleudern des wütenden Geschickes"

– diese eben nicht erdulden oder ertragen, sondern sich dagegen stemmend...

CgoteVSauvxage


@ sensibelman :)^

Mir fällt darüber hinaus noch ein:

Meine Eltern haben auch in einer Art WG gewohnt, und da sie sich nicht gestritten haben, war das für mich als Kind ganz super, v.a. super bequem. Aber aus meiner heutigen erwachsenen Sicht sollte sich kein Mensch sowas antun. Viele meiner Freunde haben Patchworkfamilien bzw sind alleinerziehend oder leben sonst in ungewöhnlichen Konstruktionen, und deren Kinder sind auch nicht gestört, ganz im Gegenteil, die sind schneller selbstständig geworden als ich.

Wenn du schreibst, dass ihr das Haus zu zweit "locker" halten könnt, ist daneben (in dem Haus könnte dann der Rest der Familie bleiben) finanziell sicher auch eine kleine Wohnung für dich drin, die deine Lebensqualität insoweit sogar verbessert als du dann nicht mehr pendeln müsstest. Und die Fahrtkosten werden dann ja auch geringer.

Abgesehen davon wirst du, da du nach meinem Eindruck mit der (auch sexuellen) Beziehung zu deiner Frau noch lange nicht abgeschlossen hast, nicht in der Lage sein, mit ihr eine vernünftige "WG" zu führen. Da leidest du mindestens genau so weiter wie jetzt schon. Du solltest dich schon aus diesem Grund zu einem räumlichen Abstand zwingen.

M*ilcvh"mann7x6


Hehe, ich find's immer wieder spannend, wie hier frei assoziiert, interpretiert und teilweise auch fantasiert wird. Ich werde vor Depressionen gewarnt, oder davor dass ich mir meine Gesundheit kaputt mache. Das ist nett von euch, aber auch wenn ich wahrlich schon bessere Jahre hatte, meine Grundstimmung ist einfach positiv. Meine bereits zweite Ehe ist in Gefahr zu zerbrechen, bisher stand ich nicht in Gefahr depressiv zu werden. Ich ernähre mich einigermaßen sinnvoll, mache ne Menge Sport und erfreue mich bester Gesundheit. Außer wenn die Kinder mal wieder Krankheiten aus dem Kindergarten anschleppen. ;-D

Der Weg ein Haus am Land zu bauen schien gar nicht so abwegig. Ruhige Lage, alles optimal für die Kids, und babysittende Schwiegereltern nur ein paar hundert Meter entfernt. Ohne Kinder wäre es sicher anders gelaufen. Aber hey, auf meinem Grabstein soll lieber stehen ich bin zu viele Kompromisse für meine Kinder eingegangen, als dass ich stets nur auf MEIN Glück geachtet hätte. Aus manchem Post hier spricht ne Menge Frust aus nicht gedanktem Altruismus. Aber wenn ich etwas für Andere tue, dann will ich keinen Dank dafür. Ich tue es weil ich es will. Meine Kinder werden mir nie danken dass sie im behüteten Dorf aufgewachsen sind, oder dass ich ihnen die weit weniger kinderfreundliche Großstadt erspart habe. ICH weiß dass es bisher die beste Entscheidung für sie war, und das reicht mir.

Ich bin nun mal ein Typ der sich darüber freut, etwas für Andere zu tun. Bisweilen gebe ich dabei zu viel von dem auf was mir selbst wichtig ist. Da immer die richtige Balance zu finden ist etwas an dem ich bereits arbeite. Mag ja sein dass viele Frauen auf den Machertyp stehen, der seinen Weg gnadenlos durchboxt und immer wie der strahlende Sieger da steht. Aber so eine will ich gar nicht. Kompromissbereit steht ganz oben auf meiner imaginären Eigenschaftenliste. Ob das eine gute oder schlechte Eigenschaft ist wird jeder anders sehen.

Wenn ich hier also mehr über die Möglichkeiten einer WG-ähnlichen Ehe erfahren will, dann liegt das nicht daran weil mir der Mumm zu einer zweiten Scheidung fehlt. Ich kann mir sogar ziemlich gut das relaxtere Leben in der Stadt vorstellen, wieder flirten können, abends sinnvoll weggehen können. Wenn ich wissen will wie ich möglichst heil aus dieser Scheiße rauskomme frage ich lieber einen Anwalt. Ich suche aber einen Weg der möglichst gut für die Kinder ist und dabei auch mir wieder mehr Glück ermöglicht. Nicht DAS ultimative Glück, Egoismus ist nun mal nicht so meins, und abgesehen davon weiß nur ich selbst und nicht ihr was mich am meisten glücklich machen könnte...

Trotz der kleinen Schelte in die Runde, euer Feedback ist echt gut, und was nicht passt oder für mich grober Blödsinn ist das siebe ich schon aus. ;-)

Ach ja, noch was. Das mit einer zweiten kleinen Wohnung für mich haben meine Frau und ich schon mal besprochen. So lange wir verheiratet sind sollte das finanziell klappen. Sobald wir uns aber offiziell trennen und ich zurück in die böse Eins muss ist das nicht mehr drin. Früher oder später muss das Haus also auf jeden Fall weg.

Und die WG würde tatsächlich nur mit Einschränkungen klappen. Ich will Lover oder neue Partner nicht vor meiner Nase haben. Dass es sie geben wird, ich denke damit komm ich klar. Aber ich will nicht dass so Einer auf der Couch sitzt die ich bezahlt habe wenn ich da bin, in dem Haus das ich geplant habe und noch bezahle. Und dann noch meine Frau im gemütlichen Schlafzimmer vögelt während ich mangels Alternativen im Keller wohne. In dem Haus steckt schon auch mein Herzblut, und natürlich ein guter Teil meines Gehalts. Ein Anderer soll sich nicht in dieses gemachte Nest setzen, sondern wenn dann gefälligst selbst die Raten übernehmen.

CHoteSBauvxage


und abgesehen davon weiß nur ich selbst und nicht ihr was mich am meisten glücklich machen könnte...

Na dann mach das doch einfach!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH