» »

Ich kann mich in jeden verlieben, woran kann das liegen?

Yhuccax86 hat die Diskussion gestartet


Wer Interesse an mir zeigt, den liebe ich früher oder später.

Das war schon immer so. Glücklicherweise, so muss ich es wohl sehen, haben aber nie besonders viele Menschen Interesse an mir gezeigt.

Ich führe eine langjährige Beziehung. Ich liebe meinen Freund sehr. Und ich habe Glück, denn er liebt auch mich.

Trotzdem gibt es seit Beginn an schon immer Menschen, die ich ebenfalls liebe oder in die ich mich verliebe. Manche nur auf geschwisterliche Weise. Aber manche finde ich durchaus auch anziehend. Und dies meist spätestens ab dem Zeitpunkt, ab dem ihr Interesse an mir über das durchschnittliche Interesse meiner Mitmenschen hinaus geht (private Gespräche, gemeinsame Unternehmungen, gemeinsame Projekte...).

Anfangs hat mir das Angst gemacht. In meiner Ex-Beziehung dachte ich, dass es einfach daran liegt, dass ich in der Beziehung unglücklich bin. Ich habe es gebraucht, dass da einer ist, wegen dem es sich morgens lohnt aufzustehen.

Als es in meiner jetzigen Beziehung soweit kam, dass ich mich in einen anderen verliebte bzw. diese Gefühle wieder aufkamen, als ich einen alten "Schwarm" wiedersah, kämpfte ich zunächst dagegen an. Ich wollte diese Schmetterlinge exklusiv meinem Partner gegenüber empfinden. Doch irgendwann ließ ich es einfach zu. Die Betroffenen merkten nichts von ihrem "Glück", es blieb stets einseitig und irgendwann verging es meist, wurde platonisch oder man verlor sich aus den Augen.

Meinem Freund habe ich das nie erzählt, so ausgesprochen würde ihn das wohl verletzen. Aber er sieht mir das Strahlen in den Augen an, wenn ich über diese Menschen spreche. Macht ab und an einen Witz darüber. Ahnt es wohl.

An sich habe ich mich damit arrangiert. Denn ich weiß, dass es sich immer irgendwie auflöst.

Was mich aber verwirrt ist, dass ich dabei so wahllos zu sein scheine. Egal, wie dieser Mensch aussieht – sobald eine Grundsympathie vorhanden ist und sobald er dann Interesse an mir und meiner Gesellschaft bekundet, verliebe ich mich.

Kennt das vielleicht jemand? Hat vielleicht sogar jemand eine Ahnung, woran das liegen könnte?

Antworten
K=lWei#o


Yucca86

Kennt das vielleicht jemand? Hat vielleicht sogar jemand eine Ahnung, woran das liegen könnte?

Ist die Antwort nicht schon hier enthalten:

Wer Interesse an mir zeigt, den liebe ich früher oder später.

T/his Twi5light G2arden


kleio:

aber das ist doch eine sehr unbefriedigende antwort... ich verliebe mich doch auch nicht in jeden, der interesse an meiner freundschaft zeigt.

te:

vielelicht hast du ein sehr geringes selbstwertgefühl?

S'chie,fläWufxer


Ich habe oft gehört, wer jeden liebt, lieb niemanden. Oder man hat das Gefühl überwältigender Liebe noch nicht empfunden.

Oder mit dieser "Liebe" ist eher Dankbarkeit verbunden, weil man sich demjenigen gegenüber verpflichtet fühlt. Ich kenne das von mir nur insofern, weil ich jedem kleinen Zipfel menschlicher Anerkennung hinterher hechte. Ich hatte halt noch nie Glück und da schraubt man seine eigenen Erwartungen nach und nach herunter, in der Hoffnung, dass es irgendwann "klappt". Ich weiß aber nicht, wie ich reagieren würde, wenn mal eine Frau "ja" sagt. Da müsste ich mich dramatisch umstellen, nehme ich an.

Hattest du vllt. auch so eine Phase, dass du dich nach Anerkennung und Liebe verzehrt hast? Ohne Reaktion? Und jetzt in der Beziehung kannst du nicht aufhören.

Ich gebe zu, ich bin ein Laie auf dem Gebiet, aber das sind meine Gdanken dazu. Wenn es nichts taugt, vergiss er einfach... ;-D *:) @:)

Mur.o Forexskin


Wer Interesse an mir zeigt, den liebe ich früher oder später.

Das war schon immer so. Glücklicherweise, so muss ich es wohl sehen, haben aber nie besonders viele Menschen Interesse an mir gezeigt.

Oh mann, bei mir sind beide Punkte exakt gleich.

Ich kann Dir aber nicht sagen woran das liegt.


Aber es ist gar nicht so schlecht.

Wieso?

Ich merke schnell, wenn mein Partner kein Interesse an mir hat und verliere ebenfalls die Lust. Da bleibt man eben nicht in einer unglücklichen Beziehung hängen. Und das ist gut so!

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das aber kein Hinderungsgrund für eine tiefe und langjährige Beziehung ist.

Wenn ich in einer aufrichtigen und gesunden Beziehung bin, sind die schnellen "Nebenverliebtheiten" (die ja zum Glück nicht so oft vorkommen) bei näherer Betrachtung doch recht oberflächlich und keine Gefahr für die Beziehung.

MGr. F+oBr3esxkin


Wenn ich so recht drüber nach denke, habe ich eventuell doch einen Erklärungsversuch.

Mein allererste Verliebtheit war einseitig, sie wollte nicht mehr von mir als das wir gute Freunde sind.

Das waren dann auch jahrelang und haben uns sehr tiefgehend über alles unterhalten können.

Aber ich habe auch sehr unter der Situation gelitten.

Langsam konnte ich mich von ihr lösen und habe dann auch Frauen kennengelernt, die sich für mich interessieren und habe das sehr genossen.

Vielleicht hat diese lange unglücklich verliebt sein dazu geführt?

K`leibo


This Twilight Garden

aber das ist doch eine sehr unbefriedigende antwort... ich verliebe mich doch auch nicht in jeden, der interesse an meiner freundschaft zeigt.

Ich sehe da keinen Zusammenhang zwischen Dir und der TE. Sie hat eben geschrieben, dass sie jeden früher oder später liebt, der Interesse an ihr zeigt.

Y,uc}ca8$6


@ Kleio

Wie This Twilight Garden schrieb – das ist ja eher das Symptom und nicht die Ursache, nach der ich suche.

@ This Twilight Garden

Hmm... wie äußert sich denn geringes Selbstwertgefühl sonst noch?

@ Schiefläufer

wer jeden liebt, lieb niemanden. Oder man hat das Gefühl überwältigender Liebe noch nicht empfunden.

Ich denke schon, dass ich es empfunden habe... aber das kann natürlich auch nur relativ überwältigend gewesen sein :-) Ich weiß nicht, wie ich dieses Gefühl aber sonst definieren sollte... wenn ich glücklich bin, sobald ich den Menschen sehe, ich eine Wärme verspüre, oft oder gar dauernd an ihn denken muss und alles tun würde, damit er glücklich ist. Mir Nähe wünsche und möglichst herbeiführe, in dem mir "erlaubten" Rahmen einer monogamen Beziehung.

Hattest du vllt. auch so eine Phase, dass du dich nach Anerkennung und Liebe verzehrt hast? Ohne Reaktion?

Ich hatte zumindest eine Phase, über mehrere Jahre, in der ich einseitig in einen Mitschüler verliebt war und mir nichts anderes wünschte, als dass das auf Gegenseitigkeit beruhen würde. Ich war aber viel zu schüchtern, mein Interesse zu zeigen. Nach über einem Jahr traute ich mich dann, er gab mir einen Korb, aber ich konnte es nicht einfach abstellen und so blieb es, bis er die Schule verließ. Nebenher interessierte ich mich aber auch immer wieder für andere, zumindest nach den ersten Monaten. Die, mit denen ich mehr zu tun hatte, die sich auch mit mir unterhielten... irgendwann fiel mir dann immer auf, wie toll derjenige Mensch war. Ja, vielleicht habe ich auch "nur" meine Erwartungen immer weiter runter geschraubt ;-) aber so weit, dass ich außer Grundsympathie gar keine Ansprüche mehr stelle? Schließlich hab ich ja jetzt auch eine sehr gut funtionierende Beziehung, da könnte ich wenigstens die Ansprüche wieder hochschrauben? :-/ Es scheint aber nicht zu passieren...

@ Mr Foreskin

Wenn ich in einer aufrichtigen und gesunden Beziehung bin, sind die schnellen "Nebenverliebtheiten" (die ja zum Glück nicht so oft vorkommen) bei näherer Betrachtung doch recht oberflächlich und keine Gefahr für die Beziehung.

Inzwischen sehe ich das auch nicht mehr als Gefahr für die Beziehung, weil es immer einseitig bleibt. Da kommt mir der Gedanke.... vielleicht suche ich mir unbewusst nur "aussichtslose Liebe" für diese "Nebenverliebtheiten" aus. Kerle, die sich offensiv, gar irgendwie verzweifelt, an mich ranmachen (was mir während meiner Beziehung aber so ungefähr... zweimal passiert ist) sind mir meist unsympathisch und ich meide sie sofort.

KAleBio


Yucca86

Das wird Dir hier keiner sagen können. Hast Du denn schon einen Therapeuten gefunden?

Ykucc!a86


Das wird Dir hier keiner sagen können. Hast Du denn schon einen Therapeuten gefunden?

Nein – meinst du wegen des anderen Threads? Nein, da zögere ich noch.

Für dieses Thema, denke ich, wird kein Therapeut nötig sein ;-) Ich dachte, vielleicht finde ich hier Menschen, denen es ähnlich geht, die wissen, woran es bei ihnen liegt, und aus deren Ursachen ich dann die Ursachen bei mir ableiten kann.

K}leio


Yucca86

Für dieses Thema, denke ich, wird kein Therapeut nötig sein Ich dachte, vielleicht finde ich hier Menschen, denen es ähnlich geht, die wissen, woran es bei ihnen liegt, und aus deren Ursachen ich dann die Ursachen bei mir ableiten kann.

Meiner Meinung nach sind solche Dinge nicht voneinander unabhängig. Es ist eben ganz etwas anderes, wenn jemand ein Trauma hat oder "nur" mal ein Alltagsproblem. Keines Deiner beiden Themen ist ein Alltagsproblem und daher denke ich, dass das durchaus auch im Zusammenhang stehen kann, bzw. durch das andere bestärkt wurde.

C,ardamaVla


Hallo Yucca, :-)

ich sehe den Grund vielleicht darin, dass dir irgendetwas an dir selbst fehlen könnte, was du im Außen kompensierst, durch andere Menschen. Meine das nicht negativ.

Ich kenne einen Mann, bei dem ist es genauso. Er verliebt sich früher oder später in fast alle seine Bekanntschaften, obwohl er in einer Beziehung ist. Es hat bei ihm auch nichts mit seiner Partnerin zu tun, sondern einfach damit, dass er eine gewisse Unsicherheit wett macht. Irgendwie, so sagt er, fühlt er sich dann ganz, besser, wenn er jemand anderem Gefühle entgegen bringen kann. Bei ihm ist das auch harmlos und es verfliegt früher oder später wieder, aber das Verliebtsein, dass ist bei ihm Programm.

Ich finde ihn selbst recht nett und umgänglich, vielleicht auch selbstbewusst, aber er hat auch einige Unsicherheiten, die, wenn er verliebt ist, mehr in den Hintergrund treten. Vielleicht hilft dir das weiter.

Yhucca886


@ Kleio

Erst wollte ich dir widersprechen – aber es besteht wahrscheinlich ein Zusammenhang, da hast du wohl recht. Die Beziehung mit meinem Ex, die Abhängigkeit, in die ich dabei rutschte, und alles, was daraus folgte, wäre wohl nicht entstanden, wenn mein "ich verliebe mich in jeden, der Interesse zeigt"-Problem nicht wäre. Seit dieser Beziehung ist dann wohl der Grundsympathie-Aspekt hinzugekommen, wenn ich so recht überlege, der mich vor solchen Menschen schützt.

Ja... nun... mir aufgrund DIESES Themas einen Therapeuten zu suchen, auf die Idee wäre ich ehrlich nie gekommen :-/ Darüber möchte ich mich einfach nur austauschen, hier, anonym.

@ Caramala

Danke für deine Erfahrung :-) Dass ich etwas kompensieren könnte, was mir an mir selbst fehlt... darüber muss ich erstmal nachdenken. Ich bin auch recht unsicher, auch wenn sich das in den letzten Jahren stark gebessert hat. Wenn ich verliebt bin, treten diese Unsicherheiten aber eher in den Vordergrund als in den Hintergrund :-/

Dein Bekannter geht ganz offen damit um? Ich hätte Angst, es jemandem, vielleicht sogar der betroffenen Person selbst, zu erzählen...

s7ugParilove


mir gehts eigentlich ähnlich. Ich denke es liegt daran, dass ich Aufmerksamkeit geniese und keine Ahnung irgendetwas kompensiere ich damit sicher...

(ach ja mangelndes Selbstbewusstsein ist es bei mir nicht)

sxuga!rXloxve


ach ja, ich sag das auch nur hier, zu einem Therapeuten wegen so was? ":/

Mit anderen Personen drüber zu reden wäre mir ehrlich gesagt peinlich |-o

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH