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Unerwartete Trennung/ Scheidungswunsch durch Ehemann

s[hee*pxi


So, bin jetzt den dritten Tag wieder zu Hause und komme auch so langsam wieder an. Muss die ganzen Eindrücke immer noch verarbeiten ;-D

Meine Freunde haben gesagt, dass ich mich doch mal auf einer Datingseite anmelden soll. Dann könnte ich mich mal wieder langsam an die Datingwelt rantasten. Nun wurde ich von jemanden angeschrieben, mit dem sich ein toller Dialog entwickelt hat. Morgen Abend treffen wir uns. Ich habe ihm jedoch direkt gesagt, dass ich selbst noch nicht weiß was ich suche und wohin mein Weg geht. Und wenn es morgen einfach ein netter Abend ohne weitere Anschlusstreffen wird, ist das für mich trotzdem schon ein riiiiiiiieeesiger Schritt |-o

d{esspen@texs


Hallo Sheepi,

nicht dass du denkst, dass hier keiner mitliest. Ich bin dabei! @:) @:) @:)

Ich freue mich immer wenn ich höre, dass es bei dir ein bisschen weiter voran geht. Ich wünsche dir heute einfach einen entspannten Abend, der dir gut tut.

Viele liebe Grüße

Des

dMesp_entexs


Hey Sheepi, wie war es gestern? ich hoffe doch es war ein entspannter, netter Abend!

sLheepxi


Es war ein richtig unterhaltsamer und lockerer Abend. Er war sehr aufmerksam und hat mir bereits gestern Abend geschrieben, dass er mich gerne noch einmal treffen würde.

Danke für den Zuspruch @:)

d5esp}eKntexs


Und? Hast DU auch Lust ihn noch einmal zu treffen?

sIheexpi


Darüber musste ich mir tatsächlich auch erst einmal klar werden. Aber der Abend war wirklich angenehm und wir liegen auch auf einer Wellenlänge, zumindest vom ersten Eindruck her.

Er weiß nicht, was letztes Jahr alles vorgefallen ist. Nur, dass ich getrennt bin und ich auf Grund der Art der Trennung sehr vorsichtig bin - dabei möchte ich es auch belassen. Wir sehen uns also bald wieder und bleiben auch offen im Dialog. Er drängt aber auch zu gar nichts und ist auch für ein entspanntes Kennenlernen, was ich besonders an so einem Tag wie heute positiv finde.

Heute ist es genau ein Jahr her, dass mein Mann "seine Familie und Freunde besuchen" ging und dabei schon zur neuen Partnerin fuhr und mich einige Tage später anrief. Seit gestern Nachmittag muss ich ständig weinen, ich habe soooo gehofft dass es mich nicht so aus der Bahn werfen wird. Schließlich hat sich doch schon ganz viel in meinem Leben positiv entwickelt. Als ich meinen guten Freund in den USA besucht habe, bemerkte ich in einem Gespräch dass ich mich letztes Jahr mehr geliebt gefühlt habe als die zurückliegenden Jahre in meiner Partnerschaft. Schon zuvor, aber insbesondere nach der Trennung haben mir meine Freunde und Familie so viel Liebe entgegengebracht, so viel Unterstützung und Kraft. Selbst Menschen, die ich zuvor unter "ferne Bekannte" eingestuft hätte waren sofort zur Stelle. Und trotzdem kann ich nicht ganz loslassen {:( %-|

Dabei geht es mir vor allem auch nicht mal primär darum, für einen neuen Partner in jeder Hinsicht frei zu sein. Sondern in erster Linie um mich selbst.

D\ie Sefherin


ich glaube gar nicht, dass du nicht loslassen kannst - im gegenteil! deine art zu trauern ist in meinen augen die sehr viel gesündere form des loslassens, weil du dich nicht gegen diesen prozess wehrst. dich nicht dagegen sträubst, dass es nun mal seine zeit braucht!

gib dir doch die zeit und sei nicht so ungeduldig :)_

y*es~sesnexee


Hallo Sheepi,

toll das Dir der Urlaub so gut getan hat. Das Date ist doch schon mal ein guter Anfang. Manche Dinge muss man auch einfach mal wieder üben. Und ein bisschen betüdeln lassen ist ja auch mal schön.

Halt uns auf dem laufenden. Nichts ist spannender als das Leben.

Dein Weg ist der richtige!

sPheepxi


Zu ungeduldig? Nach einem Jahr? Das hätte ich nun nicht gedacht. Habe das Gefühl, dass ich eeeeewig brauche.

Pünktlich zur Beendigung des Trennungsjahres letzte Woche erhielt ich eine E-Mail von meinem Mann, deren Inhalt doch unerwartet war. Er hat sich dafür bedankt, dass ich mich in den letzten Monaten um alles gekümmert habe und wollte dann noch ein Versprechen einlösen. Er hat versucht zu begründen, wie es so weit kommen konnte und was ihn zu seinem Handeln in den letzten Jahren bewegt hat. Er hat ebenfalls zugegeben, dass er lange Zeit nur unter Alkohol unangenehme Dinge aussprechen konnte und dass er sich neben mir oft vor Freunden geschämt hat :-( Mein Mann hat sich also klein neben mir gefühlt, dabei habe ich immer das Gefühl gehabt, dass wir auf Augenhöhe sind. Die E-Mail war frei von Vorwürfen, es waren ganz viele Tatsachen, er sagt zudem dass zum Scheitern eine Ehe immer zwei dazu gehören - und da möchte ich ihm nicht widersprechen. Beide haben zu dieser Dynamik beigetragen, doch die Art der Trennung steht dabei auf einem anderen Blatt. Er befinde sich seit einigen Monaten in Therapie und das hat man auch ganz oft rausgelesen. Und ehrlich gesagt freut mich das für ihn, denn er hatte wirklich eine schwierige Kindheit / Jugend und hat es nie ganz geschafft, sich davon zu befreien. Er kann so ein wunderbarer Mann sein, er ist ein toller Mensch - jedoch voller Selbstzweifel und Wut, welche dann falsch kanalisiert wird. Ich wünsche ihm wirklich von Herzen, dass er zu sich findet und glücklich ist... auch wenn das bedeutet, dass das mit mir nicht möglich ist :°(

Am Ende der E-Mail steht die Frage, ob ich der Scheidung zustimmen würde. Er hätte auch einfach einen Anwalt nehmen können und loslegen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass er mir ein Stück Würde wiedergeben möchte. 2 Personen haben diese E-Mail gelesen: Meine beste Freundin, die ihn auch schon lange kennt und mein lieber Freund in den USA, der ihn überhaupt nicht kennt. Beide sagten unabhängig voneinander, dass sich das alles viel "erwachsener" und reflektierter als die Gespräche im vergangenen Jahr liest. Ich glaube, er hat mich damit endlich losgelassen. Er hat es vielleicht nicht gewusst, aber ohne diese Erklärung wäre ich noch ewig in der Vergangenheit geblieben.

Noch habe ich ihm geantwortet, und vielleicht werde ich das auch gar nicht. Denn es ist nun alles okay. Nicht gut, nicht vergessen und auch noch nicht ganz verarbeitet - aber okay. Daher werde ich ihm mitteilen, dass ich der Scheidung zustimme ":/

MTeta4


Ich habe den Faden nicht komplett gelesen, aber deine Beiträge schon. Ich finde ihn auch sehr berührend. Du schreibst so offen und legst deine Gefühle dar, das geht einfach nahe.

Ich habe dagegen einen ganz weltlichen Vorschlag / Idee:

Da sich der Kredit, von dem du erzählt hast, ja durch eure Ehe ergab, wäre es doch angemessen, mit der Scheidung auch den Kredit endgültig zu klären. Du könntest das zur Bedingung der Scheidung machen. Ihm ist ja an der Scheidung gelegen und dir wäre es sicher auch lieber, nicht jeden Monat an ihn denken zu müssen, ob das Geld nun kommt, oder nicht.

Einer von euch könnte einen anderen Kredit aufnehmen und sich auslösen, oder besser: Beide besorgen sich anderweitig Geld und zahlen den Kredit zurück. Das kostet dann vermutlich mehr Zinsen für jeden, aber wenn er irgendwann nicht mehr zahlen kann, dann kommt dich das vielleicht noch teurer.

Ja, und wenn er nicht flüssig ist - dann muss er das halt irgendwie hinkriegen und sich nicht auf dich verlassen. Vielleicht hilft ihm ja seine neue Freundin.....

DXie`DosismachCtdasGifxt


Hallo sheepi

Ich habe zwar nicht so regelmäßig hier in Deinem Thread geschrieben, aber immer regelmäßig mitgelesen. Viele Beiträge waren so gut und hilfreich, dass ich dazu nichts Besseres hätte schreiben oder aussagen können.

Ich freue mich für Dich, dass Du es mit der Weile schaffst die schmerzlichen Dinge eurer Trennung besser zu verarbeiten. Man fällt nach so einem "Weggang" des Partners in ein verdammt tiefes Loch. Stellt sich selbst immer wieder in Frage, dann den Partner. Das ist ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Sicher auch, weil man bis zum Schluss von den bereits gefallenen Entscheidungen des eigenen Mannes und Partners völlig im Unklaren war. DAS zieht einem völlig den Boden unter den Füßen weg, und man stellt sich bestimmt häufig die Frage, "Wie war das möglich, dass es Dies alles von mir völlig unerkannt ablief?". Warum gab es keine Alarm- oder Weckrufe, die ein Problem signalisiert haben.

Warum Ehen so abrupt zerbrechen, darauf hätten viele verschiedene Psychologen und Paar-Therapeuten viele unterschiedliche Ansätze. Auch der Weg an diesen Punkt kann viele Untiefen haben. Sicher ist nur eins, dass Dein Mann nicht den Mut hatte, sich seinen eigenen Gefühlen und der Verantworung zu stellen, die eine Eheschließung mit sich bringt. Für ihn war es einfacher aus der Ferne eure Beziehung aufzukündigen, weil er erahnte, wie schwer das Alles für Dich sein würde. Ob es reine Feigheit oder einfach fehlende Kraft war, ein Kapitel des eigenes bzw. eures Lebens auf Augenhöhe und in Fairness zu beenden, kann man als Außenstehende (die beide Protagonisten nicht kennt) nicht objektiv einschätzen. Den Versuch unternehme ich auch gar nicht erst.

Was ich Dir aber sagen kann, dass Deine Entscheidung der Scheidung zu zustimmen auch für Dich einen wichtigen Teil des Abschlusses und der inneren Reinigung hat. Du gibst damit Hoffnungen auf, die vielleicht noch lange Zeit in Dir "weiter gelebt" haben. Eine davon war sicher, alles war nur ein böser Traum, er wird aufwachen und kommt zurück. Das ist eine Hoffnung, die viele Verlassene weiterhin haben. So lange dann nicht abschließende Fakten dieses Wunschdenken beenden.

Du hast bereits einen guten Weg der "Trauer"um dieses Ehe-Ende bewältigt. Bei mir hat es auch Jahre gedauert, bis das alles verarbeitet war. Und das obwohl ich selbst die Handelnde war die geganen ist. Allerdings waren auch Kinder davon betroffen, was so eine Entscheidung keineswegs einfacher macht. Es ist nicht immer so, dass Derjenige geht damit weniger Ängste, Zweifel und ungute Gefühle in sich zurück behält. Erst im Nachgang versteht man warum so ein Schritt nötig war und das es im alten Muster keine Chance gehabt hätte. Menschen sollten sich in einer Paar-Beziehung nicht verbiegen müssen, damit sie stabil bleiben kann. Das hieße in einem Leben "zwei Leben" zu leben. Das funktioniert meist nur sehr bedingt und unter großen persönlichen Opfern.

Damit wird auf Dauer niemand wirklich erfüllt und glücklich. Ich denke, dass selbst gemeinsame Kinder diese Defizite bei euch nicht besser gemacht hätten. Denn was vorher schon nicht stimmig ist, wird durch Kinder selten stimmiger, aus der Druck der Verantwortung, der damit einher geht. Zum "Erfolg verdonnert" nenne ich das. Glücklich sein ist aber etwas völlig anderes.

Vielleicht rückt irgendwann nach eurer Scheidung diese Gedanken der Erkenntnis in Dein Leben näher an Dich heran. Du hast es bisher wirklich sehr gut gemacht, Dich mit der Situationen auch unter schmerzlichen Gesichtspunkten auseinander gesetzt. Selbst unter Provokationen bist Du ganz bei Dir geblieben und hast die Fronten nicht noch weiter verhärtet. Damit hast Du Dir und auch Deinem Ex-Partner eine Trennung ermöglicht, die nicht dazu führt, dass man nur noch schmutzige Wäsche wäscht und somit weniger Wunden hinterlässt, als ohnehin vorhanden.

Ich wünsche Dir auf Deinem weiteren Weg viel Kraft, neue Ideen und Momente mit Menschen, die Dein Leben weiterhin mit begleiten werden. :)^ :)_ :)z

s`heEepi


Danke für die vielen hilfreichen und lieben Worte, diese begleiten mich oft wenn sich die Gedanken dann doch wieder einmal im Kreis drehen.

Aktuell warte ich eigentlich jeden Tag auf ein Schreiben seines Anwalts bezüglich der Scheidung bzw. dass sich meine Scheidungsanwältin deswegen meldet.

Mittlerweile hatte ich auch noch mit einem anderen Mann ein Date und es ist wirklich ein seltsames Gefühl, dass sich tatsächlich jemand für mich interessieren könnte. Das muss ich wohl noch auf mich wirken lassen |-o

skheexpi


Gestern habe ich eine Wohnungszusage bekommen und ich freue mich einfach nur ;-D Jetzt kann es weitergehen...

SntatusQuxoVadis


Viel Glück Dir für den neuen Lebensabschnitt @:)

sNafa7x5


Wahnsinn was du alles erleben musstest. ... Ich drücke dir die Daumen für deine Zukunft...

Die neue Freundin gönne ich deinem Ex von ganzem Herzen. Mit der wird er noch viel Spaß haben...

LG

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