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Wie viel dürfen Eltern sich bei erwachsenen Kindern rausnehmen?

M"eta4


@ Jan

Aber das was Du beschreibst ist ein anderes loslösen, eher ein räumliches, die emotionale Bindung bleibt kontinuierlich erhalten

Das sehe ich anders. Es ist viel mehr als ein räumliches loslösen. Man muss die (natürliche) Abhängigkeit von den Eltern beenden. Lernen, unabhängig von den Eltern Entscheidungen zu treffen. Ich denke, man muss mindestens ein Gefühl der Gleichgültigkeit den Eltern gegenüber entwickeln, oft ist mehr nötig, nämlich wirklich die Ablehnung der Eltern, vermutlich dann, wenn die Eltern das Kind nicht los lassen wollen und als eigenständigen Menschen akzeptieren.

In deinem Fall war es noch schlimmer, würde ich sagen, deine Eltern haben dich von Anfang an in Abhängigkeit gehalten und alle Autonomiebestrebungen deinerseits unterdrückt, sonst wäre es dir nicht gegangen, wie es dir gegangen ist. Dass es dir so schlecht ging, war ein Zeichen deines Inneren: Etwas läuft hier nicht gut, so sollte es nicht sein.

Ich denke, die die jetzt sagen: Warum hast du nichts vorher gemacht, die haben keine Vorstellung davon, wie umfassend so eine Gehirnwäsche sein kann. Du durftest nicht eigenständig denken, nicht etwas denken, was ein schlechtes Bild auf deine Eltern geworfen hat. Vermute ich jetzt so, korrigiere mich, wenn es anders war.

Und anscheinend ist das Wissen darum, wie sehr einen die ersten Jahre (3!!!) prägen, nicht Allgemeingut.

Sich von 20 Jahren Gehirnwäsche zu erholen ist eine nicht zu unterschätzende Aufgabe!

Ich finde es ürbigens völlig OK, wie du dich ärgerst, da gibt es auch Grund dazu. Und es ist eine gute Energie, wenn man sich von etwas befreien will. Eine gute Portion Aggression und Selbsterhaltungstrieb helfen da.

EJhemali1ger N"utzer %(#45x8871)


@ Jan:

Ich hab' die CD ;-)

Mir hat schon vor 10 Jahren meine damalige Therapeutin gesagt, dass ich die Dinge ungewöhnlich stark vom Verstand her angehe, mehr als der Durchschnitts-Klient. Das mag auch mein Verhalten hier ein wenig erklären. Ich will die Dinge in der Tat gerne analysieren und verstehen. Dem Gefühl zu folgen ohne zu verstehen was sich dahinter verbirgt, ist nicht so mein Ding.

Und genau das meinte ich. Ich war auch so und bin daran verzweifelt. Ich wollte immer alles verstehen. Seit ich gelernt habe zu akzeptieren, geht es mir in solchen Situationen besser. (Klar kann man nicht alles akzeptieren - dann ist es doch wieder sehr schwer.) Gerade, was das Verhalten anderer Menschen angeht, habe ich das in den letzten 10 Jahren ganz gut gelernt; ich nehme viel mehr hin und hinterfrage weniger, ich beziehe auch weniger auf mich. Ich denke einfach nicht mehr so extrem rational. (Und glaub mir, ich bin SO ein Logiker und Analyst, beruflich wie privat.)

EPhemaliger gNutzer j(#45x8871)


Ich denke, die die jetzt sagen: Warum hast du nichts vorher gemacht, die haben keine Vorstellung davon, wie umfassend so eine Gehirnwäsche sein kann.

Man kann erkennen, dass es einem schlecht geht und man Hilfe braucht, ohne zu erkennen, WARUM es einem schlecht geht. So war es bei mir. Dass meine Eltern an den meisten meiner psychischen Macken eine grosse Teilschuld tragen, habe ich erst mit Mitte 20 erkannt. Aber schlecht ging es mir schon zehn Jahre vorher, Hilfe gesucht habe ich mir mit Anfang 20.

LPichtA,mH^orizqoxnt


@ julejule

Da warst Du aber wirklich früh dran. Ich wusste bis ca. 30 nicht, was mit mir nicht stimmt. Dass etwas nicht stimmt, wusste ich immer. Das fühlt man ja. Aber ich war eher so programmiert wie Jan: Ich bin Schuld, ich bin falsch, alle anderen sind richtig(er).

Mvexta4


Ob man sich Hilfe sucht, hängt auch vom Umfeld ab. Ich hatte z.B. eine Tante, die als ein bißchen verrückt galt, weil sie Therapie gemacht hatte. Zu ihr fühlte ich mich besonders hingezogen und es war dann nicht so ein Ding, mir Hilfe zu suchen.

Aber wenn dir ständig vermittelt wird, dass du selber daran schuld bist, wenn es dir schlecht geht, dass du es nicht wert bist, dass es dir besser geht, wenn du gar nicht an dich glaubst (das beziehe ich jetzt nicht auf Jan), dann ist der Schritt zur Hilfe einfach größer. Überleg mal, wie viele Leute sich umbringen, vermutlich u.a. deswegen, weil sie es nicht schaffen, sich Hilfe zu holen.

Wir haben es alle irgendwie geschafft.

E:hemJaliger N@utzer: (#39x571)


Auch in diesem Fall gilt streng: Wer nicht handelt, wird behandelt! - Entsprechend ist vorzugehen.

EIhemal7iger N;utzer e(#45+8871)


Ja, wir haben es alle irgendwie geschafft. Ich hatte damals zwar Internet, aber das war noch nicht die Zeit, wo man sich in Foren Hilfe geholt hätte.

Und ich kannte auch niemanden, der zum Psychologen ging. Ich bin selbst auf die Idee gekommen. Der hat mich dann auch auf die Spur mit meinen Eltern gebracht. Naiv wie ich damals war, habe ich versucht, mit meinen Eltern darüber zu reden. War ein Griff ins Klo. Geholfen hat nur die Verminderung des Kontakts, was mir im Nachhinein leid tat, weil mein Vater dann sehr bald starb.

Uff, ich habe gerade mit meiner Mutter telefoniert und könnte SO k***en. Ich habe ihr in den letzten Jahren immer wieder gesagt, dass ich mit ihr nicht über meine Krankheit reden möchte. Sie fragt dann aber immer wieder nach. Zum einen respektiert sie nicht, dass ich ihre Meinung dazu nicht hören möchte. Zum anderen hat sie wirklich NULL Ahnung von meiner Erkrankung, weder von der Krankheitsgeschichte noch von den Symptomen. Ich darf mir dann also anhören "sie sei auch so erschöpft". Da könnte ich ihr jedesmal eine reinhauen. Gerade hat sie es wieder geschafft, das Thema anzureissen, obwohl ich ihr gesagt habe, dass ich mit ihr nicht drüber reden werde. Sie fragt dann immer nach meinem Arbeitgeber und will wissen, warum der mir nicht kündigt. Wenn ich ihr dann unterstelle, dass sie genau das hören will, dann ist sie natürlich nur besorgt und will mir überhaupt nur Gutes. Das ist doch bekloppt! Jetzt habe ich ihr wieder den kleinen Finger hingehalten und ihr das Detail verraten, dass ich BU-Rente bekomme und regelmäßig zu meinem Hausarzt gehe. Woraufhin sie mir eindrückt, ich habe ja ohnehin keine eigenständige Erkrankung.

Da habe ich aufgelegt.

Aber es tut echt so weh. Ich glaube, nur andere Betroffene können das verstehen. Vielleicht noch mein Freund, aber ich glaube, selbst er sieht nicht, wie verletzend sowas ist (auch wenn er es nie sagen würde, davon abgesehen weiss er natürlich viel mehr über meine Erkrankung als meine Mutter).

Soviel zu Deiner Frage in Deiner PN, Jan...

Ich überlege, ob ich ihr eine Mail schreibe. Kein Kontakt, bis sie meine Grenzen respektiert.

E*hemaligeer Nutzper Z(#458a87x1)


Das einzig Positive ist, dass ich bisher keine verstärkten Symptome habe. Ich vertrage solchen Stress ganz schlecht, bekomme sofort Fiebergefühl und geschwollene Lymphknoten und Halsschmerzen. Heute nicht.

Aber, und da wird sich Jan wiedererkennen, ich fühle mich jetzt quasi schlecht, weil ich aufgelegt habe. Muss mich gegen den Gedanken wehren, dass ICH zu empfindlich bin. Aber ein Psychologe würde sagen: völlig egal, wie empfindlich Du bist, Du setzt Grenzen, die sie wiederholt nicht respektiert. Dann ist es IHR Problem, wenn ich auflege, oder? Aber ich weiss ja genau, was sie jetzt denkt, so in die Richtung "meine arme gestörte Tochter". Und das macht mich RASEND.

E&hePmaligekr N<utzer! (]#458871)


Urlaub wurde mir übrigens auch noch vorgeworfen. "Wie kannst Du in Urlaub fahren, wenn Du zu krank bist zum Arbeiten?" Zum Kotzen, wirklich. Dass ich selbst wochenlang mit mir gerungen habe, ob ich den Urlaub körperlich packe, dass ich die beiden Freundinnen, mit denen ich reise, auf meine körperliche Unzulänglichkeit vorbereitet habe (keine Musik im Auto, ich muss zwischendurch immer wieder liegen, ich kann bis auf Ausnahmefälle nicht kochen/abwaschen) - auf solche Gedanken kommt sie gar nicht.

Und sie verschwendet offensichtlich keinen Gedanken daran, dass es für mich irre schwierig ist, mich mit meiner Berufsunfähigkeit abzufinden. Ich LIEBE meinen Job und würde SO gern auch nur fünf Stunden pro Woche von zu Hause aus arbeiten, aber die Ärzte raten mir ab. Das ist so schon SO schwer für mich, ich fühle mich so dermassen nutzlos. Plus die fehlende Zukunftsperspektive. Und das muss sie mir noch reindrücken? Echt, ich werde immer wütender. Was für ein Arschloch.

Jia3n74


Nachtschicht..

@ Meta4

Ich denke, man muss mindestens ein Gefühl der Gleichgültigkeit den Eltern gegenüber entwickeln, oft ist mehr nötig, nämlich wirklich die Ablehnung der Eltern

Meinst Du damit gesunde Familien oder narzisstische? Bei gesunden Eltern ist das sicherlich nicht so (denke ich), das kommt mir doch sehr eigenartig vor. "normalerweise" bleibt da schon eine emotionale Bindung bestehen. Man muss sich auch mal klar machen wie krass "Gleichgültigkeit gegenüber den eigenen Eltern" ist, ich hab so meine Zweifel dass das überhaupt komplett machbar ist.

Allem anderen was Du schreibst stimme ich zu.

Ich hab ja auch jahrelang gedacht, die (realtiv kurze) schul-mobbing-Phase wäre Auslöser des Übels, und gar nicht so klar meine Eltern als "schuldige" gesehen. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass diese Phase (und auch ähnliche Erlebnisse anderer Leute die ich kenne) auch schon ein Symptom war. Man geht bereits gebrochen und geknickt auf die anderen Kinder los, die spüren dass man schwach und verwundbar ist, und man wird zum gefundenen Opfer. Übel, machts sicher nicht besser, aber ist halt doch nicht das Kernproblem. Aber das ist mir irgendwie erst vor ca 5 Jahren klar geworden. Sogar in der Therapie vor 10 Jahren waren Eltern mehr ein Randthema, da gings mehr um Symptome (schlecht alleine sein können, Zwänge und sowas).

@ jule

Ich verzweifel daran aber nicht.. ganz im Gegenteil. Mir hilft das sehr (z.b. auch im beruflichen Umfeld), um mit den Leuten besser klar zu kommen und meine eigenen Standpunkte zu definieren. Ich finde das Analysieren auch nicht allzu schwierig, z.b. was die Eltern angeht ist die Sache doch eigentlich glasklar. Man verzweifelt nicht beim Versuch, herauszufinden, was da los ist. Das Resultat ist zwar wenig erfreulich, aber es zu erlangen, ist nicht allzu schwierig.

"hinnehmen" lerne ich auch, allerdings mehr in Bezug darauf, dass ich akzeptiere, wenn sich Leute "falsch", also irrational, nicht der rationalen Analyse folgend, verhalten. Menschen sind halt Gefühlswesen und machen Fehler und das muss man akzeptieren und nicht versuchen, jeden heilen und retten zu wollen.

Man kann erkennen, dass es einem schlecht geht und man Hilfe braucht, ohne zu erkennen, WARUM es einem schlecht geht.

Ja, und dann kann man an Psychiater geraten die einen nach Alkoholkonsum fragen und man plaudert ein wenig darüber und dann ist die Diagnose klar und auch die Therapie - Alk sein lassen. Mehr ist da eigentlich nicht passiert. Irgendwie bin ich da wohl nicht an die richtigen Leute geraten.

@ jule reprise

Das klingt aber emotional gar nicht abgenabelt, was Du da schreibst ;-).

Tjo, meine Eltern akzeptieren auch nicht wenn ich über private Dinge nicht reden will (O-Ton Vater neulich: "Kinder dürfen ihren Eltern gegenüber keine Tabu-Themen aufstellen")..

Verstehen tu ich das schon, ja. Meine Mutter lässt ja auch Ferndiagnosen über mich erstellen und ruft bei meiner ex-Firma an, um mit den Leuten über mich zu plaudern, nur damit sie mir besser helfen kann.. ach, naja, es ist halt alles völlig verdreht.

Es gab ja mal eine wirkich gute Sache - ein Aushilfsjob, über den ich mich langsam berappelt und mein ganzes weiteres Berufsleben drauf aufgebaut hab. So mit das beste was mir je passiert ist. Und was sagt mein Vater - "der Job war wohl ein Riesenfehler, oder? Weil er Dich daran gehindert hat, zu studieren und sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren". Ohne Worte.

Aber, und da wird sich Jan wiedererkennen, ich fühle mich jetzt quasi schlecht, weil ich aufgelegt habe. Muss mich gegen den Gedanken wehren, dass ICH zu empfindlich bin. Aber ein Psychologe würde sagen: völlig egal, wie empfindlich Du bist, Du setzt Grenzen, die sie wiederholt nicht respektiert. Dann ist es IHR Problem, wenn ich auflege, oder? Aber ich weiss ja genau, was sie jetzt denkt, so in die Richtung "meine arme gestörte Tochter". Und das macht mich RASEND.

Tjo.. brisanter Gefühls-Cocktail.

Man liegt am Boden und es wird umso mehr auf einem rumgetrampelt. Gerade die Dinge, die besonders heikel sind, wo man dringend rücksicht bräuchte, werden brutal gegen einen verwendet.

Das war bei mir einmal fast slapstick-mässig.. Telefonat:

Mutter "aber was ist denn los, Jan? Wir sind doch Deine Eltern! Du kannst doch mit uns reden wenn Du Probleme hast!"

Ich: "ja, mir gehts nicht so gut wegen Situation X gerade"

Mutter (zornig) "waaas? Das kann doch nicht wahr sein! Du musst Doch als 30jähriger Mann mit Situation X klar kommen können! das kann doch nicht sein! Ach, Du bist aber auch wieder schwierig, eine Enttäuschung, bla"..

Daraufhin war ein Jahr lang Funkstille.

Man muss sich immer wieder klar machen - die sind total gestört. Anders ist das nicht zu begreifen (und daher finde ich ja die rationale Analyse auch sinnvoll. Es ist nicht nur doof, es ist eine Krankheit, die hat einen Namen, und sagt einem auch, wie damit umzugehen ist, was für Chancen es da gibt usw).

Vorhin allerdings auch positive Erlebnisse.. war unterwegs und hatte ganz stark dieses Gefühl von "elternunabhängigem Selbstbild". Ich hab mein eigenes Leben, eigene Inhalte, läuft alles grad ganz gut, und die Eltern hängen da zwar als Blase noch irgendwie ein bisschen dran, werden aber zunehmend abgeschnitten. Quasi ein ich-selbst, welches sich ziemlich stark von der Vergangenheit gelöst hat.

JUan7x4


Hatte grad ein Bild vor Augen.. "Der Einfältige mit den gestörten Eltern".

Der Einfältige stammt aus einem schlimmen Elternhaus, wurde übel behandelt.. aber in seiner Einfalt erkennt er das nicht. Er denkt, er wäre normal, und führt ein ganz normales Leben. Strebt nach den normalen Dingen, mit einem gewissen Erfolg, hat alles in allem eine solide bürgerliche Existenz, fühlt sich normal, sprich, er lebt so als wäre er normal und würde ein ganz normal glückliches Leben führen. Darauf, dass er nicht normal sein kann, wegen seiner Eltern, kommt er einfach gar nicht.

Wenn der wüsste!

Traps


Darauf, dass er nicht normal sein kann, wegen seiner Eltern, kommt er einfach gar nicht.

Kann er auch nicht, denn er ist NORMAL. Er hat sich von seinen Eltern nicht klein kriegen lassen.

LAichStAmHoRrizoxnt


Ich versteh Dein Bild und den Sinn dahinter nicht... ":/

J$anx74


Naja, einfach dass man trotzdem ganz normal leben kann und der Einfluß der Eltern durchaus was damit zu tun hat, wieviel man ihnen gibt.

Wobei das, bei Tage betrachtet, quatsch ist.. sowas hinterlässt immer spuren, egal ob man die nun bewusst wahrnimmt und zuordnen kann oder nicht.

GVoldYtaxu


Jan,

ich könnte mir denken, es gibt zwei Alternativen, die sich gegenseitig ausschließen.

1.) Der Zustand ist veränderbar durch eigenes Handeln. Dann braucht man bloß selber was tun wollen.

2.) Der Zustand ist unabänderliches Schicksal, an dem man selber nichts ändern kann. Dann sollte man besser lernen, sein Schicksal mit Gleichmut zu ertragen.

3.) Oder aber, man ist glücklich unzufrieden; das erlittene Leid ist fürderhin der einzige wichtige Lebensinhalt; man redet gerne darüber um immer wieder sein Leid zu klagen, was man gar nicht ändern möchte.

Gruß *:)

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