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Mein Freund, seine Mutter und ich

C!oCteSauKvage


Das "Nein" sagen will gelernt sein. Das kann Dein Freund gegenüber seiner Mutter nicht.

Die TE kann das allerdings auch nicht ...

Was das "feige sein" angeht und dass ich Klartext reden sollte: so ganz undiplomatisch gehts nicht, ich muss wahrscheinlich noch 35 - 40 Jahre mit ihr auskommen.

Das denke ich aus meiner Erfahrung heraus nicht, aber aus ebendieser Erfahrung weiß ich, dass man so eine Erfahrung selber machen muss. Das ist auch ok. Nur würde ich an deiner Stelle jetzt erst mal über die nächsten paar Jahre nachdenken. Und wenn ich das richtig mitbekommen habe, ist die nächste Entscheidung die ansteht die, dass/ ob (?) du dort hin ziehst. Ich habs leider nicht mehr in Erinnerung: "Nur" an den Ort wo seine Mutter lebt und sich diese Firmen befinden oder auf das elterliche Grundstück/ gar in das Elternhaus? Und wie war das gleich wieder mit deinem Job?

An dieser Stelle wird sich dein Leben gabeln, da solltest du nochmal SEHR GUT nachdenken was du machst und dir auf jeden Fall eine Rückzugsmöglichkeit offen halten. (Ich bin damals nicht in das Kaff meines Muttersöhnchen-Partners in dessen hellhörige Hütte 200m von seinen Eltern weg gezogen, sondern hab meine Wohnung behalten. Unter der Woche waren wir in meiner Wohnung, am WE waren wir bei ihm - so war der Deal. Was anderes hätte ich niemals mitgemacht, und das war auch gut so, wie die weiteren Entwicklungen gezeigt haben.- In einer späteren Beziehung hätte einer von beiden sich berufsmäßig massiv verschlechtern müssen, um zusammen wohnen zu können. Hätte ich NIE gemacht und ich wollte auch nicht dass er das macht.- Jetzt, viele Jahre später, führe ich eine Beziehung ganz nach meinem Geschmack mit einem Menschen, der super zu mir passt.)

i?nsdivioduellexMeinung


Versagen auf Paarebene.. da habe ich erstmal schlucken müssen. Egal wie ich es drehe oder wende.. eigentlich habe ich das Gefühl, dass mein Freund sich in den letzten Jahren besser gemacht hat.

Es klingt vom Lesen her "härter" als es gemeint ist dieses "Versagen". Aber es sollte Dich aufrütteln, damit Du Dich von der Opferrolle der ungeliebten Schwiegertochter in spe in eine aktiv Gestalterin wandelst. Du bist in den Anfängen ungewollt in die "Ersatzmutter-Rolle" gerutscht. Diesen Kreislauf musst Du unbedingt durchbrechen.

Die Dominanz der "Generalin" hat nur diese Wucht und Gewaltigkeit über euer Leben, weil euch noch das Konzept fehlt ihr zu vermiesen, dass sie sich in jede Lücke drängt die ihr als Paar anbietet.

Sie wollte Dich zur Komplizin machen, die in ihrem "Rollenspiel", den Bub in die Verantwortung nimmt, als die Reifere. Man könnte sagen, sie wollte Dich vor ihren Karren spannen, bist jedoch mit eigenen Plänen und Vorstellungen zunehmend angeeckt!

Du hast ihr die Gefolgschaft verweigert und den "Stellvertreterposten" in Sachen Firmen- und Familienpolitik abgelehnt.

Allerdings wirst Du die Herausforderung annehmen müssen Deinen Freund auf Augenhöhe zu seiner Mutter zu bringen.

Sie verweigert sich noch hartnäckig den Bub in die eigene Verantwortung in Sachen Eigenleben zu entlassen. Sie selbst hat sich für ein Leben mit viel Verzicht und Verantwortung entschieden. Eine Entscheidung, die ausschließlich ihrer Person gilt. (so vom eigenen Vater als Firmenboss mit übernommen/Generationsvertrag)

Ihr Sohn sollte sich freiwillig entscheiden, inwieweit er ihr Lebensmodell für sich/euch übernehmen will. Du hast ihn als jungen Mann Anfang 20 mit festgeprägt anerzogenen Familienstrukturen kennen gelernt. Das wirft Mann nicht so leicht über Bord.

Deshalb liegt eure Stärke darin seiner Mutter als Einheit entgegen zu treten. Sie auch mal auflaufen lassen in ihrer vermessenen Art, wenn sie über eure Wünsche und Gefühle trampelt. Ihr aufzeigend, dass sich ein Generationswechsel ankündigt und sie lernen muss Macht/Kompetenz zu teilen/ abzugeben.

Dein Freund ist zum Teil überfordert, um ihn herum zwei Frauen die um jeden Zentimeter Boden kämpfen, sich dabei nichts schenken, wenn es darum geht die alte Rollenverteilung zu erhalten bzw. durchbrechen.

Durch euren Altersunterschied liegen Deine Prioritäten schon in anderen Bereichen. Du denkst an Heim, Familie und Freiräume die dieses Leben ermöglichen. Nicht an einen stets abrufbaren Partner, der nach der Pfeife der alten Patriarchin tanzt. Bewahrt euch reichlich räumlichen Abstand vom Elternhaus.

Denkt noch einmal laut darüber nach, dass Dein Freund seine ersten beruflichen Lorbeeren in einer Fremdfirma verdienen muss.

Es gäbe ihm die Möglichkeit seiner Mutter auf völlig neuer Augenhöhe zu begegnen als ausschließlich unter "ihren Augen" das Handwerk der Firmenführung erlernen zu "müssen". Das Abnabeln hätte einen anderen Stellenwert sowohl in Deine als auch ihre Richtung. Er braucht zielgerichtete Erfolge, die nur auf seinem "Mist" gewachsen sind. Erst dann lernt der junge Hahn richtig zu krähen !

Ich möchte auf keinen Fall im Netz der Schwarzen Witwe ausharren und mein Leben lang abhängig von der Mutter sein

Ich persönlich finde, dass er mit einer Firma gut bedient wäre - die könnte er ausbauen und genau so auf Vordermann bringen, wie es ihm gefällt - daneben bliebe dann noch Zeit für die Familie.

Seine Mutter möchte sich in 8 Jahren zur Ruhe setzen, bis dahin würden sie und er die Firma führen und sich die Arbeit teilen.

Auf der anderen Seite möchte ich auch MEIN Leben mit ihm führen und das scheint irgendwie nicht möglich zu sein.

"Wenn ER meint, die Firma seines Vaters mit übernehmen zu müssen, gut, dann ziehe ich mich komplett zurück, dann kann er alles alleine machen, ich helf ihm nicht mehr, und dann wirst Du von Deinem Ehemann nichts mehr haben, das versprech ich Dir"

Zusätzlich möchte er noch zeitintensive Dinge machen Flugschein auf jeden Fall und promovieren wenns klappt Das erste geht über 1 Jahr mit 3 mal wöchentlich abends 3 Stunden Theorie und dann noch ewig viele verplante Tage bzgl. der Praxis. Ich frage mich, wo er da Familie unterkriegen will die er unbedingt haben möchte 3 Kinder..</strong>.

Aber so weit weg und dann alleine mit unserem Kind im Haus sitzen? So würde ich mir das nicht vorstellen.

Das sind ein paar Bemerkungen aus der Anfangszeit Deines Threads. Ich denke, dass sich gedanklich daran wenig geändert hat, oder? Deshalb war mein Gedankenansatz, dass ihr beide ein Konzept braucht, in welche Richtung es die nächsten 1-3 Jahre hingeht und zwar ganz konkret. So verliert das Punktspiel seiner Mutter an Macht, weil das ewige Feilschen aufhört, wenn ihr etwas entgegen zu setzen habt als PAAR. Das muss dann unmissverständlich angesagt werden.

Leben ist nicht nur Arbeit, und mit der Maxime das diese Firma vor allem anderen steht, ist Dein Freund spätestens mit Mitte 30 innerlich ausgebrannt, wenn er weiter an sich so rum zerren lässt. Er muss seine Träume behalten dürfen, und auch die welche ihr zusammen habt.

Es geht um Prioritäten die ihr beide setzen müsst, bevor ihr den Umzug vollzogen habt. :)* :)z

CsotReSauvxage


Die Dominanz der "Generalin" hat nur diese Wucht und Gewaltigkeit über euer Leben, weil euch noch das Konzept fehlt ihr zu vermiesen, dass sie sich in jede Lücke drängt die ihr als Paar anbietet.

Das einzige "Konzept", das die beiden von der Macht der Mutter befreien könnte wäre ein Job des Partners der TE, der nichts mit den elterlichen Firmen zu tun hat.

Allerdings wirst Du die Herausforderung annehmen müssen Deinen Freund auf Augenhöhe zu seiner Mutter zu bringen.

Das ist weder die Aufgabe der TE noch würde ihr das gelingen.

Das sind ein paar Bemerkungen aus der Anfangszeit Deines Threads.

Finde ich gut, dass du dir die Mühe gemacht hast, das nochmal für die TE auszugraben :)^

D9ieDos"iZsmachtdLasGxift


CoteSauvage

****

Das ist weder die Aufgabe der TE noch würde ihr das gelingen.

Ich schrieb bewusst

Allerdings wirst Du die Herausforderung annehmen müssen

Das sie ihn nichts ans Händchen nehmen kann oder ihm das Entweder - Oder - Spiel aufdrücken will, habe ich erkannt.

Aber sie will an dieser Beziehung festhalten, und das schließt mit ein, dass die Mutter ihres Freundes nicht aus dem Leben der beiden "verschwindet". Und mein Ansatz war deutlich zu lesen, sie muss aus der Opferrolle raus und das schließt mit ein, dass der Freund sich sowohl zum ebenbürtigen Partner innerhalb der Beziehung weiter entwickelt und gleichzeitig die Abnabelung von der dominanten Mutter packt. DAS ist die gemeinte Herausforderung, die die TE annehmen muss, wenn die Liebe Bestand haben soll. ;-)

Über den Rest des Themas :-) sind wir uns fast einig.

C0oteS3auvage


Ich schrieb bewusst

??? Ich hab doch individuelle Meinung zitiert. Und zwar den ganzen Satz:

Allerdings wirst Du die Herausforderung annehmen müssen Deinen Freund auf Augenhöhe zu seiner Mutter zu bringen.

ME ist es nicht die Aufgabe und daher auch nicht die Herausforderung für die TE, ihren Freund auf Augenhöhe zu seiner Mutter zu bringen.

S6aVldxo


mein Freund liebt mich von Herzen! Er denkt darüber nach, eine Therapie zu machen weil er erkannt hat, dass das verhältnis zu seiner Mutter nicht normal ist und da raus will. Mal sehen, ob er das auch umsetzt.

Cool. Da von selbst drauf zu kommen ist ein großer Schritt. Er soll darauf achten, dass er dem Therapeuten absolut vertrauen kann. Nur dann ist er ihm gegenüber (und damit sich selbst) auch ehrlich. Ich empfehle eine Therapieform, die an die Ursachen geht. Einfach Schritt für Schritt mit den nervigsten Sachen anfangen und dann langsam vorarbeiten. Das wird schon.

TPheres]ia99x9


Hallo ihr Lieben,

wollte mich nach ein paar Tagen mal zwischenmelden.

Ich muss sagen, dass es erstaunlich gut läuft - womit ich ja GAR NICHT gerechnet hatte.

Ich wurde authentisch herzlich empfangen, die Gespräche in der wenigen Zeit, die man sich sieht, sind in Ordnung, es kommt keine komische Stimmung auf. Zumindest nicht mir gegenüber. Der Lebensgefährte und auch mein Freund bekommen ihr Fett mehr oder weniger ordentlich weg aber ich habe das Gefühl, sie gibt sich richtig Mühe mit mir. Vielleicht fand doch ein Umdenken statt als mein Freund ihr erzählte, dass es mir damitschlecht geht und nicht ich ihn zwinge sondern er das alles selbst möchte und sie nicht mich als Ventil nutzen solle? Oder es ist Honig ums Maul schmieren und mir heile Welt vorgaukeln? Ich bin auf jeden Fall seeeehr vorsichtig aber wie gesagt, es läuft recht gut. Trotzdem lege ich es natürlich nicht drauf an, extra Zeit hier zu verbringen und bin soviel wie möglich auf Tour. Mal schauen...

D\ie cS$eheri[n


Ich bin auf jeden Fall seeeehr vorsichtig aber wie gesagt, es läuft recht gut.

schau, dass du eine gesunde gratwanderung schaffst zwischen: diese nette atmosphäre nutzen und genießen... und trotzdem nicht vor lauter optimismus überzusprudeln ;-)

auf gut deutsch: gib dem ganzen eine chance :)_

T?heresUia999


Bin wieder zuhause. Muss sagen, dass es wirklich nett war und völlig entspannt. Ob das daran lag, dass mein Freund jetzt einfach mal längere Zeit da war und es halbwegs nach ihrem Geschmack gemacht hat? Ob sie sich seine ANsage zu Herzen nahm? Ich weiss es nicht aber ich bin erstmal erleichtert, aber auch vorsichtig. Dem Braten werde ich noch lange nicht trauen.

Nächste Woche machen Sie aufm Weg in den Urlaub eine Nacht Halt bei uns. Mal sehen. Aber ja, ich werde dem Ganzen eine Chance geben (müssen ]:D )

Danke für Euren Input, ihr seid wirklich spitze :)_

k-atDiafzox


Wie war denn der Besuch bei euch?

Was ich nicht ganz verstehe: Du hast zuletzt geschrieben, dass es ganz entspannt und nett war, WEIL dein Freund alles so gemacht hat, wie seine Mutter es wollte. War das aus deiner Sicht nicht immer genau der Kritikpunkt an deinem Freund? Das passt für mich nicht so ganz zusammen.

Tzher<esi7a99x9


Hallo KatiaFox

Der Besuch war anfangs angespannt da sie lange im Stau standen, meine Eltern noch da waren und somit lag eine Note Überforderung in der Luft ;-) Am nächsten Morgen war es besser. Die Woche drauf waren sie nochmal über Nacht da und da war es wirklich in Ordnung. Ebenso letztes WE, wo wir in seiner Heimat waren. So zwischenmenschlich hat es sich verbessert - zumindest zwischen der Mutter und mir.

Er wurde allerdings gezwungen, in seiner neuen Arbeitsstelle nach gerade mal 3 Wochen in der Hauptsaison 8 Tage Urlaub durchzuboxen weil ein wichtiger MItarbeiter der Firma eventuell in dieser brisanten Woche nch krank sein könnte. Das hätte ich noch verstanden - allerdings ist der Mitarbeiter schon seit letzter Woche noch nicht da, weil er aber nicht schwer tragen kann, musste mein Freund trotzdem den Urlaub erkämpfen. Als er grünes Licht hatte, ruderter seine Mutter zurück und sagte, er hätte nicht die ganzen 8 Tage da sein müssen!!! Er hat dieses Jahr nur 10 Tage und kann deswegen nun weder mit seinen Freunden in den Urlaub fahren, noch haben wir groß Zeit, was zu machen mit 2 Tagen, zB Wohnungen besichtigen, Weihnachten feiern, umziehen, ...?! Dass der Chef das überhaupt mitgemacht hat... der war soooo sauer und musste sogar ne Spedition bestellen. Also au Backe..

Nun, Du hast Recht. Ich würde mir wünschen, dass er nicht immer nach der Pfeiffe seiner Mutter tanzt. Allerdings war das im Juli so heikel, dass selbst ich der Meinung war, eine Konfrontation wäre zu extrem und mehr schädlich als hilfreich wäre - da war ausnahmsweise wirklich mal Not am Mann. Und so ist er halt dann gefahren und ich glaube, das hat sie sehr beruhigt und sie sah, dass sie sich auf ihn verlassen kann. Vielleicht ist sie auch einfach nur froh, dass wir wieder im Lande sind und im Ausland nicht irgendwelche AUswanderungspläne geschmiedet haben oder so. Von daher war sie entspannt und nett, weil es lief wie sie wollte, was auch dieses Mal wichtig war. Nur die Art und Weise ist es halt immer...

D<umxal


Theresia999

Allerdings war das im Juli so heikel, dass selbst ich der Meinung war, eine Konfrontation wäre zu extrem und mehr schädlich als hilfreich wäre - da war ausnahmsweise wirklich mal Not am Mann.

Dann schreib doch nicht von "gezwungen". Dein Freund hat das gemacht, was er immer macht: Sich entschieden den Preis für die Firma seiner Mutter zu zahlen und dieses mal eben mit deinem "Segen".

Er hat dieses Jahr nur 10 Tage und kann deswegen nun weder mit seinen Freunden in den Urlaub fahren, noch haben wir groß Zeit, was zu machen mit 2 Tagen, zB Wohnungen besichtigen, Weihnachten feiern, umziehen, ...?!

Das war seine Entscheidung. Das seine Mutter später dann gesagt hat, das weniger auch gepasst hätten, mag ärgerlich sein. Die Rechnung 10-8=2 stand aber vorher schon. Er hat priorisiert, sich entschieden und Ende.

Seine Mutter ist sicherlich ätzend - aber dein Freund ist eben Erwachsen und trifft da seine Entscheidung.

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