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Warum machen Männer alles mit sich selbst aus?

Lqa:raxsa


Okay, Typsache. Dann nehmen wir das mal so. Leuchtet ein.

Auch klar, dass man aus einem Schweiger keine Quasselstrippe macht. Also versteht sich irgendwie von selbst, find ich.

Aber jetzt kucken wir mal hin, wo es um Probleme in der Partnerschaft geht.

Also Sachen, die den Partner echt betreffen, nicht ein blöder Arbeitstag.

Z.B., wie oben geschrieben, der Partner ist eifersüchtig und erzählt das aber nicht. Warum?

Oder er möchte gar nicht ausgehen, sondern lieber daheimbleiben. Wieso sagt er's nicht, sondern geht missmutig mit - wenn die Alternative bestünde dass er/sie stattdessen einen Freund/Freundin anruft, um was zu unternehmen?

Oder andersherum.

Z{werg,elf2


Luis08

Gegensätze ziehen sich eben nicht in allen Punkten an. ;-D

Ich bin auch jemand, der ein Problem lieber an- oder bespricht, als es Tagelang mit sich rumzuschleppen. In meinen letzten beiden Beziehungen bin ich offenbar an versteckte Dramaqueens geraten und das kann schon sehr anstrengend sein. Da werden dann lieber die Arme vor der Brust verschränkt und abgeblockt, als ein fruchtbares Gespräch geführt. Oder ein furchtbares Theater aufgeführt. Das habe ich nie verstanden und möchte ich in einer Beziehung nicht mehr so erleben.

Oder der Partner geht einfach und lässt einen im sprichwörtlichen Regen stehen. Ätzendes Gefühl.

Dass Menschen sich nicht einfach ändern können, habe ich in meiner letzten Beziehung gelernt. Mein Expartner hat mich immer wieder überzeugt, ihm noch mal zuzuhören und ich hoffte jedesmal, dass er mir etwas neues zu sagen hat. Leider war es immer wieder das gleiche und das Versprechen, diese Dinge zu ändern. Ich weiß nicht, wie oft ich mir das angehört und mich dann später über mich selbst geärgert habe.

Er möchte gerne eine Freundschaft mit mir, ich habe daran kein Interesse mehr. Weil nicht mal das zwischen uns möglich ist, ohne dass es immer wieder knallt. Eben, weil wir nicht miteinander reden können. Abgesehen von Themen, die nicht uns beide betreffen, da funktioniert die Kommunikation einwandfrei. Aber sobald es an die unausgesprochenen Dinge geht, die noch unter der Oberfläche brodeln, ist Sense. Deshalb habe ich jetzt ein Zeichen gesetzt. Keinerlei Kontakt mehr. Es ist nicht nur für mich besser, sondern auch für ihn.

Aber ich glaube tatsächlich, dass dies eine Typsache ist und nicht geschlechterabhängig. Ich kenne auch Männer, die gern und viel reden. Sich auf Diskussionen einlassen können. Die selbstkritisch sind und auch mal über sich lachen können. Meine eigenen Fehler sind mit bewusst und ich weiß auch genau, was ich in meiner letzten Beziehung falsch gemacht habe. Das wird mir beim nächsten Mal nicht mehr passieren.

Z5wemrgeWlfx2


Z.B., wie oben geschrieben, der Partner ist eifersüchtig und erzählt das aber nicht. Warum?

So etwas musste ich meinem Expartner auch aus der Nase ziehen. Aber ich kenne auch das Warum. Er hatte Angst, mich durch Eifersucht zu verlieren, weil das in seiner ersten Ehe ein Problem war.

Als wir jedoch kein Paar mehr waren, hat er, wenn wir zusammen unterwegs waren, seine Eifersucht etwas offener gezeigt. Nun, vielleicht deswegen, weil er ja keine Konsequenzen zu fürchten brauchte. Versteh einer die Menschen...

Luaraxsa


Da werden dann lieber die Arme vor der Brust verschränkt und abgeblockt, als ein fruchtbares Gespräch geführt. Oder ein furchtbares Theater aufgeführt. Das habe ich nie verstanden

Eben, ich auch nicht. Deshalb habe ich mir Antwort erhofft, was in solchen Menschen in diesem Augenblick vor sich geht.

Lsiveirp@ool


Oder er möchte gar nicht ausgehen, sondern lieber daheimbleiben. Wieso sagt er's nicht, sondern geht missmutig mit - wenn die Alternative bestünde dass er/sie stattdessen einen Freund/Freundin anruft, um was zu unternehmen?

Um des lieben Frieden Willen ;-)

Oft hat man weniger "Ärger", wenn man missmutig mitgeht als wenn man offen ausspricht, dass man auf diese Unternehmung gar keine Lust hat. Es ist definitiv schön, wenn man einen Partner hat, der da Verständnis zeigt aber das ist leider oft nicht der Fall.

Aber auch hier gilt halt wieder: Augen auf bei der Partnerwahl...

Mkonikia65


Da werden dann lieber die Arme vor der Brust verschränkt und abgeblockt, als ein fruchtbares Gespräch geführt.

Mir fallen da einige Dinge ein, wie

- man empfindet es nicht als fruchtbares Gespräch

- man empfindet es nicht als Problem

- man will sich nicht in die Karten schauen lassen

- man fühlt sich einfach nur angegriffen

- man fühlt sich nur genervt, weil das alles nicht der Rede wert ist

- es ist nur eine Laune des Augenblicks

etc. pp..

Zhwergdelxf2


Monika, mein Kandidat war aber immer so und das ist furchtbar anstrengend. Weil ich vorher immer überlegen musste, ob ich dieses oder jenes jetzt auch sagen darf. So wird jedes Gespräch zum K(r)ampf. Ich durfte ihn nicht kritisieren, bzw. etwas negatives äußern bzgl. Hooliganszene etc. Da ist er ziemlich schnell aggressiv geworden. Dafür hat er sich dann im Nachhinein zwar entschuldigt, aber es wiederholt sich eben alles. Und darauf habe ich nicht nur keine Lust mehr, sondern auch keine Kraft mehr.

E;hemali2ger DNutzelr (#m353655)


Da hast du dir ja ein Würstchen geangelt. Ich denke nicht, dass die Männer, die sich hier als mundfaul outeten, in diese Kategorie fallen.

Im Gegenteil: tatsächliche Probleme, die den Partner betreffen, werden angesprochen, und zwar sachlich. Belangloses Zeug wie Tratsch auf der Arbeit nicht.

Z?wergQelfx2


Würstchen würde ich nicht unbedingt sagen. Aber manchmal nenne ich ihn heimlich Pussy. ;-D Ich weiß, das ist nicht nett, aber er hat es aus verschiedenen Gründen verdient. Er hat sich nie wirklich gestellt, immer nur gelabert und gelabert und am Ende war es heiße Luft. Ich habe heute keine Ahnung, warum ich so lange mit ihm zusammen geblieben war. ":/ Doch, es war der geile und hemmungslose Sex, den wir fast ein Jahr lang hatten. Weiß der Geier, wie das alles zusammenpasst. ;-D

M6on[ikxa65


zwergelf

Das kommt mir schon auch bekannt vor, so ist es nicht. Allerdings trifft auf diesen Menschen das "mit sich selbst ausmachen" nicht zu, denn über die eigenen Probleme und Problemchen wurde ausführlich und wiederholt bereichtet.

L_u{is0M8


Gegensätze ziehen sich eben nicht in allen Punkten an.

Nee, ich bin a auf dem Standpunkt, dass sich gleich und gleich gesellen sollte. Das heisst zu mir würde kein maulfauler Partner passen und zu jemandem, der lieber alles mit sich ausmacht passt niemand, der über alles sprechen möchte. Da sollte sich jeder von vornherein jemanden suchen, der ihm ähnlich ist.

Hinterher sich nur streiten oder sich gegenseitig ändern wollen ist scheisse und irgendwie auch respektlos.

L`uXis08


Übrigens noch ein Beispiel, dass die Klischees nicht stimmen: Mein Vater ist viel sensibler und hört gern stundenlang zu während meine Mutter schnell genervt ist und eine Lösung vorschlägt und dann nicht verstehen kann, dass man das unsensibel findet ;-)

ZZweOrgelxf2


Luis08, ein klassisches Beispiel. ;-D

m;ondT+ste$rne


@ Luis08

Ich vertrete die Ansicht, ein Klischee lässt sich nicht durch ein einzelnes Beispiel widerlegen, weil ein Klischee eine Aussage über Mehrheiten ist.

Als Beispiel bringe ich ein Klischee zur Berufswahl. Frauen arbeiten in sozialen Berufen. Männer arbeiten in technischen Berufen. Das ist eine klischeehafte Aussage über die bevorzugte Berufswahl von Männern und Frauen.

Auch wenn Du eine Bekannte hast, die beispielsweise als Schlosser(m/w) arbeitet und einen Bekannten der als Krankenpfleger arbeitet, kann dieses Klischee dennoch stimmen.

Das ist meine Definition des Begriffs Klischee im weiteren Sinne, die hier auch schon von anderen Männern verwendet wurde.

Du hast offensichtlich eine grundsätzlich andere Definition des Begriffs Klischee. Du betrachtest ein Klischee als eine Art Zwangskorsett, in das alle passen müssen. Wenn nur ein einziger Mensch nicht in dieses Zwangskorsett passt, stimmt dieses Klischee nicht.

Deine Begriffsdefinition ist typisch Frau. ;-)

ZhwBerbgelfx2


@ Monika65

Allerdings trifft auf diesen Menschen das "mit sich selbst ausmachen" nicht zu, denn über die eigenen Probleme und Problemchen wurde ausführlich und wiederholt bereichtet.

Doch, das trifft trotzdem zu. Er hat sich tage- bis wochenlang zuhause verschanzt und geheult und mit niemandem geredet. vieles musste ich aus ihm rauskitzeln.

Diese Gespräche haben ja meist stattgefunden, als wir gerade mal wieder nicht zusammen waren. Das ist für mich dann weniger hilfreich gewesen.

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