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Warum machen Männer alles mit sich selbst aus?

L\araxsa


Bist Du sicher, dass Dein Partner seine eigenen Wünsche ausreichend wahrnehmen und wichtig nehmen kann, um sie auszusprechen?

Zum Teil nicht, aber diese Verantwortung kann ich ihm nicht abnehmen.

Gibst Du ihm durch Deine Art der Kommunikation die Möglichkeit dazu oder teilst Du ihm Deine Entscheidungen bereits auf eine Art und Weise mit der Du ausdrückst: Was Du dazu sagst ist eh schon egal, ich mach was ich will.

Definitiv nein. Was den Fall mit dem "nach der Arbeit noch was essen gehen" betrifft, ist es so, dass er das auch hin und wieder macht, also spricht doch nix dagegen, wenn ich das auch mache. Es ging ihm ja auch gar nicht darum, sondern das er meinte, ich lüge und treffe mich nur mit einem bestimmten Kollegen.

Wenn ich mich richtig erinnere kennst Du Dich etwas mit Kommunikationsmodellen aus, ja? Schulz von Thun könnte helfen Dir über eure Kommunikationsmuster klarer zu werden oder auch ein einseitiges Training in Gewaltfreier Kommunikation nach Marschall Rosenberg Deinerseits.

Klar, kenne ich gewaltfreie Kommunikation und versuche, die Regeln, soweit es geht, zu berücksichtigen. Funktioniert aber nicht als Einbahnstraße.

Du bist sicher eine sehr starke sehr praktische Frau, die gelernt hat ihre Probleme unabhängig für sich selbst zu lösen.

Wo ich nicht weiterkomme, habe ich kein Problem, um Hilfe zu bitten.

... und die nebenbei noch Muttis Art sich zu kümmern hatte, weil Du das im praktischen Bereich getan hast ( Haushalt, Entscheidungen treffen für Partnerschaft, später für Kinder und so weiter). Die Dimension die Mutti zusätzlich noch hatte versorgende liebevolle emotionale empathische Zuwendung für den Sohn, die seine Bedürfnisse erkennt und erfüllt ohne das er viel sagen muss hat er vielleicht als Default bei Dir auch angenommen, weil Du ja eine Frau bist. Für ihn ist Empathie möglicherweise gleichbedeutend eines Befehls an Frauen, weil er es von seiner einzigen engen Frauenbeziehung ( Mutterbindung) so kannte.

Falsche Ecke. Ich sehe schon, dass du dir Mühe gibst, das Problem zu entschlüsseln, da stimmen in der detailierten Aufzählung aber etwa 80% der Fakten nicht. Würde aber zu weit gehen, das alles aufzuschreiben, sprengt den Thread.

Nein, mir geht es nicht um Wettbewerb, sondern um ein konstruktives Miteinander in einer Beziehung.

Vielleicht versucht er dann in anderen Bereichen zu dominieren indem er wichtige Entscheidungen für die Familie ohne Absprache trifft oder anfängt Dich in der Familie vorzuführen.

Trifft alles definitiv nicht zu, aber nochmals Danke für den Versuch einer Erklärung. Lässt sich halt alles von außen schwer einschätzen, wenn man zu wenig Fakten hat.

Ich sage ihm nach wie vor, was ich mir wünsche, wo ich seine Hilfe oder Unterstützung bräuchte, wo ich auf seine Mitarbeit angewiesen bin. Von "von dir erwarte ich gar nichts mehr du Versager" kann absolut keine Rede sein, wie kommst du auf sowas?

Extrem ist dann wenn Du nach so einer Aktion auch noch nach Hause kommst und demonstrativ überentusiastisch von dem netten Abend schwärmst.

Wie kommst du nun wieder darauf?

Aber gut, du schreibst ja, ich soll mir herausnehmen, was zutrifft, tut es aber leider nicht.

zMwePtschgeJ 1


Ich kenne dass auch so, dass viele Männer am liebsten nicht über Probleme reden möchten. " Frau" merkt zwar dass irgendwas nicht stimmt, fragt man nach bekommt man meisten die Antwort dass " Männe" keine Lust hat darüber zu reden.

Bei den Männern die ich gut kenne, denke ich dass es daran liegt dass deren zu Hause wie einer Art Ruhepol betrachtet wird. Männer wünschen sich zu Hause Ruhe und sehen es als noch mehr Problem aufwirbelnd über Probleme zu reden und Probleme zu besprechen. Auf jedem Fall wenn es um Probleme geht die nicht mit der Beziehung oder den Partner zu tun haben.

Wir Frauen, ich gehöre selber dazu, möchten ja am liebsten alles besprechen damit dass die Probleme auf dieser Art und Weise aus der Welt geschaffen werden. Wir fühlen uns erleichtert wenn wir unser Probleme mit jemandem besprechen..Ich denke dass die meisten Männer es anders sehen.. Die meinen dass es nichts bringt irgendwas tot zu quatschen, und dass es besser ist dass die Probleme mit der Zeit gelöst werden, wie auch immer.. Noch mehr darüber zu sprechen und zu quatschen finden die mehr als eine zusätzliche Belastung..

Wie gesagt nicht alle Männer sind so, aber die Männer die kenne sind einfach so.. Vielleicht liegt es auch daran dass viele Männer es peinlich ist zuzugeben dass die ein Problem mit irgendwas haben, dass ihnen was belastet.. Die sehen es als einer Art Schwäche und als ein weibliches Zeichen zuzugeben dass ihnen was belastet.. Viele merken gar nicht dass wir Frauen sehr feine Antennen für sowas haben und denken dass wir es nicht merken wenn irgendwas in ihnen Brodelt.. Übrigens habe ich aus meiner Erfahrungen immer erlebt, dass gerade die Männer die nach außen sehr hart wirken eigentlich Männer sind die innerlich sehr sensibel sind..

Liebe Männer, wir merken es, und nichts ist mehr nervtötend als ein Mann der nicht mit der Sprache rausrückt, wenn er wie 3 Tage Regenwetter aussieht.. Ihr dürft ruhig weinen und eure Enttäuschung aussprechen wenn euch was bedrückt.. Wir Frauen lieben euch trotzdem und ihr kommt nicht wie Weicheier rüber ;-)

M5onigkax65


Wir fühlen uns erleichtert wenn wir unser Probleme mit jemandem besprechen..

Würde ich nicht so generell unterschreiben. :|N

Noch mehr darüber zu sprechen und zu quatschen finden die mehr als eine zusätzliche Belastung..

Das geht mir auch oft so. Kommt aber auch auf das Problem an. Habe aber oft genug schon erlebt, dass darüber reden, womöglich wiederholt, alles noch schlimmer gemacht hat.

R}alpuh&_xHH


Ich glaube, es ist generell schwierig, in einer harmonischen Beziehung "plötzlich" mit Themen konfrontiert zu werden, die in einem Streitgespräch münden. Wenn dann noch einer der beiden Partner keine Streitkultur hat, persönlich wird, laut wird, dann hat schnell mal einer keine Lust mehr zu reden. Streiten will gelernt sein.

LtarEasxa


Bei mir ist Ziel des Redens bei Problemen in der Partnerschaft immer die Lösungsfindung.

Jeder sagt idealerweise seinen Standpunkt und wenn man feststellt, Vorstellungen und Erwartungen gehen auseinander, überlegt jeder, wie er auf den anderen zugehen könnte, sodass man sich in der Mitte trifft. Dann ist es nicht so, das einer verliert und der andere gewinnt, sondern beide etwas davon haben.Win-win. Und zusätzlich noch Ruhe.

Und wenn der eine merkt mit der Zeit, dass er sich doch übervorteilt fühlt, kann noch einmal neu verhandelt werden. Es muss ja nichts in Stein gemeißelt werden.

Wenn mich etwas beunruhigt oder verletzt,dann ist es doch nicht verkehrt, den Partner darüber aufzuklären. Vielleicht handelt es sich nur um ein Missverständnis oder Gedankenlosigkeit. Ein einfaches Erklären, wie es ankam und dass es unangenehm war. Ziel und Sinn: dass so eine unangenehme Situation nicht mehr auftritt. Erst das führt doch dazu, dass es immer weniger Streit gibt, nicht das Verschweigen meiner Verletztheit. Denn dann kommt es doch immer wieder vor.

LBaraxsa


Ihr dürft ruhig weinen und eure Enttäuschung aussprechen wenn euch was bedrückt.. Wir Frauen lieben euch trotzdem und ihr kommt nicht wie Weicheier rüber

dass Weinen zum Aussprechen dazu gehört, sehe ich nicht so. Das ist genau so ein Vorurteil, dass Schweiger davon abhält, ihre Gefühle darzulegen. Klar kanns mal dazu kommen, aber es reicht auch völlig, wenn überhaupt mal gesprochen wird...in einer ehrlichen und offenen Art.

Euhemali%ger NFutz=er (-#39x571)


Zwergelf2

Für eine jahrzehntelange Ehe genügen intensive Gefühle nicht, hier ist weit mehr gefordert, vor allem dies, stets bedingungslos für den anderen einzustehen und ihn annehmen, wie er sich gerade vorfindet. Nie kann ein Mensch einen anderen ändern, aber ein jeder vermag sehr wohl seine Einstellung zu einem anderen Menschen zu ändern.

Zpwerfgelf2


Urs, in meinem Falle ging es nicht um eine jahrzehnte lange Ehe, sondern um eine anfangs gute Beziehung, die Potenzial hatte, etwas richtig gutes zu werden. Für eine längere Zeit. Wir hatten viele gemeinsame Interessen und Einstellungen, außerdem hervorragenden Sex. Sowas findet man nicht an jeder Ecke. Wer weiß, warum wir beide noch Single sind. ;-)

Gepasst hat bei uns beiden eben nicht, dass er eher der "Aufgeber-Typ" ist und nichts verändert hat und ich im Gegensatz dazu aber an mir gearbeitet habe. Und es immer noch tue. Denn, das was ich in den letzten Jahren über mich gelernt und an mir gearbeitet habe, das wird meiner nächsten Beziehung zugute kommen.

Efhemalig,er PNutzerO (#56869x7)


Bist Du sicher, dass Dein Partner seine eigenen Wünsche ausreichend wahrnehmen und wichtig nehmen kann, um sie auszusprechen?

Zum Teil nicht, aber diese Verantwortung kann ich ihm nicht abnehmen.

Nein - das ist nicht Deine Aufgabe. Du könntest ihn fragen was er dazu von Dir braucht, damit er seine eigenen Wünsche besser wahrnehmen kann und ihn dann dort unterstützen. Wenn er nicht will ist das natürlich seine Entscheidung. Dann bleibts eben so wie es ist.

Klar, kenne ich gewaltfreie Kommunikation und versuche, die Regeln, soweit es geht, zu berücksichtigen. Funktioniert aber nicht als Einbahnstraße.

Mit etwas Übung und Selbstdisziplin kann man die schon als Einbahnstrasse fahren. Gewaltfreie Kommunikation wahrt ja die Eigeninteressen durchaus. Wenn Du sie anwendest könnte das zumindest dazu führen, das sich die Situation nicht weiter aufheizt - so sie das seit geraumer Zeit tatsächlich tun sollte und es in Deinem Interesse liegt, dass es nicht weiter eskaliert. Auflösen tut sie sich natürlich so nicht.

Wenn die geschilderte Situation nur eine Ausnahme sein sollte und normalerweise die Kommunikation super läuft, gibts ja sowieso keine Probleme.

Aber gut, du schreibst ja, ich soll mir herausnehmen, was zutrifft

Genau so ist es gedacht. Dein Thema ist ja im Ursprung allgemein gehalten und der beschriebene Mechanismus kommt vielleicht einem anderen Leser bekannt vor.

tFrotzi-ko1epfle


Wir Männer machen gar nicht alles mit uns alleine aus - manchmal auch mit unseren Freunden. Einfach weil wir ähnlich ticken, nämlich lösungsorientiert.

Nur kriegt meine Freundin das erst mal nicht mit, dass ich mit meinen Freunden rede - sie ist da ja nicht dabei. Für sie sieht es dann so aus, als ob ich es alleine mache.

Wäre sie auch wenigstens halbwegs lösungsorientiert, könnte ich die Dinge genausogut mit ihr besprechen.

Ansonsten kann ich mich da voll und ganz den vorherigen Beiträgen anschließen.

- Besprechen mit der Freundin nur das, was direkt mit ihr zu tun hat und sie (für die nächsten male) ändern kann

- Vieles, was eine Frau als besprechenwertes Problem ansieht, ist für mich keins, also kein Problem und erst recht nicht besprechenswert.

- lösen geht mir vor reden - meine Freundin ist auch beleidigt, wenn ich mit einem Lösungsvorschlag anstatt mit Solidaritätsbekundungen auf ihre Probleme reagiere.

Dann gibt es noch einen zusätzlichen Aspekt:

Stelle ich bei meiner Freundin ein Verhalten fest, das mich stört oder verletzt, beobachte ich erst mal, ob es einmalig war oder ob sie das immer so macht. Im ersteren Fall lohnt es sich nicht, darüber zu reden. Ansonsten schon. Bei schlimmen Dingen natürlich auch schon beim ersten Vorkommen.

Generell: Auseinandersetzungen zehren an männlichen Nerven deutlich mehr als an weiblichen. Und da (meiner Beobachtung nach) Frauen tendenziell mit Kritik auch schlechter umgehen können und sie dann am Ende heult, wird es nur noch nerviger:

Anstatt mein Problem mit ihr besprechen zu können, muss ich sie dann trösten. Und mein Problem ist immer noch nicht gelöst, ich habe mir eher noch ein zweites eingefangen.

Ich habe da mal einen netten Spruch gelesen:

"Für eine Frau ist die Beziehung in Ordnung, wenn sie jederzeit über alle Probleme reden kann. Für den Mann, wenn es keine Probleme gibt."

Meine Ergänzung dazu:

"Deshalb reden Frauen schon auch mal ein Problem herbei, damit sie ein Problem zu besprechen haben"

h3atUsch"ipu


- lösen geht mir vor reden - meine Freundin ist auch beleidigt, wenn ich mit einem Lösungsvorschlag anstatt mit Solidaritätsbekundungen auf ihre Probleme reagiere.

Oh man, DAS kann ich auch nicht leiden. ;-D

Manchmal wünscht man sich nur ein bisschen Mitgefühl und dann kriegt man zu hören "Dann geh zum Arzt!"

Na danke, der wird sich freuen wenn ich bei jedem Pups auftauche. %-|

Auseinandersetzungen zehren an männlichen Nerven deutlich mehr als an weiblichen.

DAS kann ich nicht bestätigen. Ich hasse Auseinandersetzungen und nervige Diskussionen!

Generell nerven mich viele Diskussionen, einfach weil ich finde, dass man auch als Paar noch eigenständiger Mensch ist mit eigenen Gedanken und Bedürfnissen. Und ich dreh durch, wenn mir jemand Vorschriften machen will und mir irgendwas aufdrängt. Auch ständiges Aufeinanderhocken treibt mich in den Wahnsinn. Da bekomme ich schnell das Gefühl zu ersticken.

Deshalb reden Frauen schon auch mal ein Problem herbei, damit sie ein Problem zu besprechen haben

Ist bei mir auch nicht so. Ich explodiere eher, nachdem ich mir irgendwas zu lange angeguckt habe.

Da profitieren mein Mann und ich schon, weil wir sehr verschieden sind. Ich bin durch ihn offener geworden und rede mittlerweile schneller. Er lernt durch mich mehr Toleranz und überlegt mittlerweile öfter, bevor er spricht.

tErotz{-koepafle


@ zwetschge 1

Ihr dürft ruhig weinen und eure Enttäuschung aussprechen wenn euch was bedrückt.. Wir Frauen lieben euch trotzdem und ihr kommt nicht wie Weicheier rüber ;-)

Da habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht:

Eine meiner Ex-Freundinnen hat immer wieder betont, wie wichtig es ihr sei, dass Männer Gefühle zeigen.

Eines Tages, als es mir wirklich sehr schlecht ging, habe ich mich ihr gegenüber geöffnent und - ja - geweint.

Ab da gab es keien Sex mehr und 3 Wochen später war ich wieder Single.

Fazit:

Ihr Frauen wünscht euch viele Dinge und stellt es Euch auch ganz toll vor - bis es dann soweit ist. Dann ist es irgendwie ganz anders.

Und die Folgen sind für uns Männer unkalkulierbar.

h"atschgiWpxu


Das stimmt, für viele Frauen ist es ein Schock einen Mann weinen zu sehen. Mich überfordert das auch. Ich heule auch fast nie und wenn dann eher vor Wut und zieh mich dann schnell zurück um mich zu beruhigen.

Ich hab meinen Mann auch schon weinen gesehen, allerdings in absolut nachvollziehbaren Momenten. Würde er ständig weinen, würde mich das wohl eher nerven. (mich nervt ständige Heulerei auch bei Frauen)

Z/wer{gelxf2


hatschipu, ich glaube, Heulsusen mag niemand so richtig. Weil es schlichtweg anstrengend ist. {:(

Mein Ex war so furchtbar empfindlich und oft eine Pussy. Das hat mich echt fertig gemacht. :-/ Da waren irgendwie die Rollen vertauscht bei uns. Er die Dramaqueen und ich diejenige, die mal auf den Tisch haut. ;-D

hvatschxipu


Auf Dauer kann man ständige Gefühlsausbrüche auch kaum ertragen und ernst nehmen.

Gilt übrigens auch für ständige Nörgelei und Meckerei. Mittlerweile geht ich darauf kaum noch ein, weil ich das Gefühl habe, dass manche Menschen das einfach brauchen und ich eh nichts daran ändern kann.

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