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Unterschiedliche Vorstellung von Sex in langjähriger Ehe

SItuh}lbexin


Sie hat dann überlegt, welche Frauen ich kenne (sie liest auch meine Mail, hat meinen Facebook account, usw. aber nicht meinen Med1-Account ) und festgestellt, dass keine dieser Frauen eine Gefahr sein könnte.

Dann solltest du mal deine Passwörter ändern.

Dann war sie wieder beruhigt.

Das ist schlecht. Ich denke, das hätte durchaus eine Chance für euch sein können, die ihr beide nicht genutzt habt. Aber das kannst du ja nachholen.

S cho9koladen4süchtxige


Kondimonster, das finde ich super geschrieben von Dir. Da ist viel Wahres dran. Grad in langjährigen Beziehungen nimmt man vieles gern für selbstverständlich, eben auch das, was der andere wohl wissen müßte... Es macht ganz viel aus, dem anderen das aber auch immer mal wieder zu sagen oder zu zeigen.

:)^ :)^

O`luf


Vielen lieben Dank für die vielen Beiträge!

@ Milchmann,

das war eine sehr gute Analyse der Situation! Danke. Und das ist wahrscheinlich auch die entscheidende Frage, die ich (noch) nicht beantworten kann:

Was meinst du, auf wie viel ehelichen Komfort würdest du verzichten für die Aussicht auf mehr oder besseren Sex?

Dabei, weiß man weder wie viel man aufgibt, noch wie viel man zurückbekommt. Es wäre wirklich komplette aus der Confort Zone heraus gehen.

@ Comran

Ist ihr Höhepunkt den echt?

Da eine manuelle Stimulation immer erforderlich ist, bekomme ich das ja mit. Ich glaube übrigens, sie würde auch nie auf die Idee kommen, man könnte so etwas vorspielen.

@ Kodimonster

das geht in eine ganz andere Richtung als bei Milchmann.

Und jetzt offenbarst du ihr nicht nur, dass du mehr Sex willst, sondern auch, dass du nie wirklich mit eurem Sexleben zufrieden warst.

Nein. letzteres habe ich nie in irgendeine Form gesagt. Nur die Frequenz habe ich öfters angesprochen.

Wie würdest du dich fühlen, hätte sie dir gesagt, sie wäre eigentlich nie so ganz zufrieden gewesen?

Darüber habe ich oft nachgedacht. Es würde mich ärgern, weil ich immer frage, was sie möchte, und (fast) nie eine Antwort bekomme. Wenn sie auf einmal sagen würde, sie möchte schon immer etwas anderes, denke ich natürlich: hättest Du mal was sagen müssen.

Und drei Tage später kommt: Sex mit anderen Kerlen wäre schon sehr interessant.

Hm. Theoretisch auf dem Couch darüber zu schreiben, ist etwas anderes als es echt zu erleben. Es hätte auf jeden Fall etwas positives: sie hätte überhaupt Lust auf Sex und irgendwelche Wünsche. Das würde mich schon irgendwie freuen. Ich denke, unter bestimmten Voraussetzung, könnte ich auch damit leben, wenn Sie solche Gedanken in der Tat umsetzen würde.

Und dann mach halt was anderes mit ihr. Dreh sie um, wenn dus von hinten willst. Setz sie auf dich drauf, wenn du willst, dass sie oben ist. Sei lieb und zärtlich und erkläre ihr (!) was du willst und warum. Hauch ihr ins Ohr, dass du sie und euren Sex liebst, aber es dir gefällt, sie mehr dabei sehen zu können. Sie mehr anfassen zu können.

ja, so läuft es meistens. Das ist auch ok. Ich bin dann aber wieder dabei, meine Wünsche (da gibt es übrigens auch nichts, was ich "unbedingt" ausprobieren/erleben möchte) zu erfüllen. Ich möchte aber ihre Wünsche erfüllen. Außerdem muss ich schon den ganzen Tag bestimmen, wo es lang geht. Ich möchte auch mal nicht in diese Führungsrolle sein.

Kondimonster, das finde ich super geschrieben von Dir.

Kdon|dim'onstxer


Und jetzt offenbarst du ihr nicht nur, dass du mehr Sex willst, sondern auch, dass du nie wirklich mit eurem Sexleben zufrieden warst.

Nein. letzteres habe ich nie in irgendeine Form gesagt. Nur die Frequenz habe ich öfters angesprochen.

Bist du dir da ganz sicher? Das hier klingt irgendwie schon sehr unzufrieden:

Ein weiterer Punkt ist, dass sie sich beim Sex eigentlich nicht für mich interessiert. Am besten Licht aus, Augen zu. Mein Penis möchte sie eigentlich weder sehen noch anfassen (geschweige dann im Mund nehmen). Für sie ist das Ziel nur, dass beide möglichst schnell zum Orgasmus kommen (was übrigens nie ein Problem ist).

 Da kommt nichts. Überhaupt nichts. Beim Sex ist die Phantasielosigkeit auch kaum zu überbieten, außer Penetration in Missionarstellung hat sie keine Wünsche.

 Sonst gab es ein paar mal die Frage, ob der Sex dann gut ist. Hey, woher soll ich das wissen? Vermutlich schon, aber einen Vergleich habe ich nicht.

Das sind alles deine Aussagen, lieber Oluf.

Und ja, darin lese ich deutlich mehr, als dass dir der Sex "nur" zu wenig ist.

Er langweilt dich auch. Es stört dich, dass sie wenig flexibel ist. Wenig Praktiken zulässt.

Vergleiche hin oder her, wenn du ihn gut fändest, könntest du auch ohne vergleiche sagen, dass der Sex mit ihr gut ist. Oder?

Ein Beispiel:

Du isst dein ganzes Leben lang Omas Erbsensuppe. Du weisst, ob sie dir schmeckt oder nicht, ohne jemals eine andere probiert zu haben. Das einzige, was du nicht beurteilen kannst, ist ob sie besser oder schlechter schmeckt als andere.

Du musst doch eine Vorstellung davon haben, was du im Bett willst und wo das, was ihr beide miteinander tut, einzuordnen ist. Nah dran oder weit weg?

Für mich klingt das alles eher nach weit weg.

Geh mal in dich und überleg, ob ihr nicht auch positive Dinge im Bett miteinander erlebt. Was dir besonders gefällt. Lob deine Frau, wenn dir was gefällt. Dann wird sie auch eher bereit sein, sich auf unbekanntes Gebiet zu begeben.

Aber wenn sie, so wie ich grad, den Eindruck bekommt, dass du nicht nur mehr Quantität sondern auch Qualität wünschst, macht sie vielleicht aus Scham, Angst und Wut, weil ihr die letzten Jahre vorkommen wie vorgespielt, erst recht dicht.

O>luxf


Das sind alles deine Aussagen, lieber Oluf.

Und ja, darin lese ich deutlich mehr, als dass dir der Sex "nur" zu wenig ist.

Ja! Ich bin mir aber ziemlich sicher, ich habe ihr das nie so vermittelt. So schlecht ist der Sex jetzt aber auch wirklich nicht, und wenn wir schon mal Sex haben, freue ich mich eigentlich schon so, dass ich in dem Moment auch gar nicht unzufrieden bin.

Geh mal in dich und überleg, ob ihr nicht auch positive Dinge im Bett miteinander erlebt.

Ja, doch. Ich denke sogar, dass der Sex im Laufe der Jahre auch etwas besser geworden ist. Vielleicht habe ich auch deswegen Lust auf mehr bekommen?

Dieses Jahr ist es zwei Mal passiert, dass sie mal Lust hatte. Da lief das ganze schon ganz anders ab, da hatte sie mal die Initiative übernommen, mehr zugelassen, ausprobiert. Die meiste Leute hier würden das wahrscheinlich immer noch als Blümchensex bezeichnen, mir reicht das aber völlig :-D

MUilchm/a+nn7x6


Kondimonster

Ich frag mich wie weit hier Praktiken überhaupt eine Rolle spielen. Ich hab das Gefühl es geht um grundsätzlichere Dinge.

* Ihm fehlt ihr Wollen. Sie haben zwar Sex, aber es liest sich eher so als würde sie dem zustimmen, oder gar nachgeben, und nicht ihn begehren. Dieses Jahr hatte sie ganze zweimal wirklich Lust. Das heißt einerseits: sie hat manchmal überhaupt selbst Lust. Immerhin. Andererseits: äußerst selten. Wie muss sich das für Oluf anfühlen? 99% der Beziehungszeit spielt Begehren überhaupt keine Rolle. Eine Beziehung fast frei von Begehren. Es gibt den Sex, abgesehen davon ist nichts. Damit kann nicht jeder dauerhaft glücklich sein. Leidenschaft findet scheinbar außerhalb des Sex nicht statt, und auch da nur begrenzt.

* Ihm fehlt ihr Engagement.

Außerdem muss ich schon den ganzen Tag bestimmen, wo es lang geht. Ich möchte auch mal nicht in diese Führungsrolle sein.

Das kann sich so anfühlen als würde sie die ganze Beziehung eher hinnehmen, passiv miterleben. Keine Begeisterung ausstrahlen, keine Überraschungen initiieren, keine Abwechslung suchen. Passt schon, alles ok - aber toll? Eher nicht. Das kann sich nach so vielen Jahren schal anfühlen, flach. Natürlich kann man nicht jeden Tag Schmetterlinge im Bauch erwarten, aber wenn die Beziehung gar keine Ausschläge nach oben (und unten) hat und über Jahre und Jahrzehnte nur vor sich hinplätschert kann man sich schon fragen ob das Leben gar nicht mehr mehr zu bieten hat. Mit Anfang 40? Aber hallo!

Oluf

Unabhängig von dem was ich darüber geschrieben habe, wie würdest du eure Beziehung grundsätzlich beschreiben? Welche Adjektive (positive, neutrale, negative) passen gut?

Frage zwei: Wie hättest du eure Beziehung gern? Was fehlt dir?

DGiye ESeh3erin


Milchmann war mal wieder schneller ;-D

ich bekomme (aus frauensicht) immer wieder das gefühl, dass euch vielleicht zwei dinge im weg stehen:

Dass weitere Gespräche etwas bringen halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Jedenfalls Gespräche der Art die ihr geführt habt.

Ich frag mich wie weit hier Praktiken überhaupt eine Rolle spielen. Ich hab das Gefühl es geht um grundsätzlichere Dinge.

wie kann ich mir denn eure gespräche vorstellen? wann führt ihr die? wie laufen die ab? wie enden die dann?

auch mein mann und ich hatten schon phasen, in denen einer von uns das thema auf den tisch gebracht hat, weil er wünsche hatte (die aus einer unzufriedenheit heraus geäußert wurden).

wenn jetzt alledings mein mann das thema jedesmal auf den tisch bringen würde, wenn er gerade vögeln will, oder wir gerade gevögelt haben... das gespräch auf den reinen akt (oder die frequenz) reduzieren würde, hätte ich damit auch ein problem.

ich persönlich würde mir wünschen, dass er mir alltäglich zeigt, dass er mich begehrenswert findet, dass er gespräche dann anfängt, wenn eben nicht gerade die triebe mit ihm durchgehen, er wünsche äußert und das positive an unserem sex hervorhebt - und nicht das manko raushaut...

Klondiomons?ter


Kondimonster

Ich frag mich wie weit hier Praktiken überhaupt eine Rolle spielen. Ich hab das Gefühl es geht um grundsätzlichere Dinge.

Klar, das stimmt schon. Abercich finde trotzdem, dass er auch damit teiks unzufrieden rüber kommt. Und je nachdem, wie er sowas daheim anbringt, fühlt sie sich eben gekränkt.

* Ihm fehlt ihr Wollen. Sie haben zwar Sex, aber es liest sich eher so als würde sie dem zustimmen, oder gar nachgeben, und nicht ihn begehren. Dieses Jahr hatte sie ganze zweimal wirklich Lust. Das heißt einerseits: sie hat manchmal überhaupt selbst Lust. Immerhin. Andererseits: äußerst selten. Wie muss sich das fürOluf anfühlen? 99% der Beziehungszeit spielt Begehren überhaupt keine Rolle. Eine Beziehung fast frei von Begehren. Es gibt den Sex, abgesehen davon ist nichts. Damit kann nicht jeder dauerhaft glücklich sein. Leidenschaft findet scheinbar außerhalb des Sex nicht statt, und auch da nur begrenzt.

Das Problem, was ich hier sehe, ist folgendes: Er wird an ihrer "Grundleidenschaft" nichts ändern können. Es gibt Menschen, die sind leidenschaftlich in allem was sie tun. Hobby, Familie, Beruf und eben auch im Bett.

Und es gibt welche, die sind nicht so.

Wenn man nicht mehr frisch verliebt ist und den Partner gut kennt, ständig um sich hat, dann ist da oft nicht mehr viel mit großem Feuerwerk der Gefühle. Stattdessen ists halt wohlig warm und kuschlig daheim. Aber da kann sie nichts dran ändern. Selbst, wenn sie es will-weil sie weiss, dass dem Partner da was fehlt.

Ich kann dir ziemlich genau sagen, wie sich das anfühlt: beschissen. Richtig beschissen.

Lust und Leidenschaft sind Gefühle, die sich nicht einfach erzwingen lassen.

Selbst, wenn man das noch so viel möchte.

Es gibt so viele Faktoren, die da dann für echte Probleme sorgen.

Egal ob im TV, Freunde, Verwandte oder sogar der Partner:

Irgendwann laufen die Aussagen immer in Richtung: Wenn man den anderen wirklich lieben würde, dann müsste man doch ständig Lust aif ihn haben.

Und irgendwann ist man so weit, dass man sich das selbst fragt. Das macht dann alles nur schlimmer.

Ich bin mir sehr sehr sicher, dass Olufs Frau auch möchte, dass er glücklich und zufrieden ist.

Dass es sie traurig macht zu wissen, dass sie ihm nicht bieten kann, was er möchte.

Aber vielleicht kann sie da nicht aus ihrer Haut.

Keine Ahnung, ob ihre Libido generell gering ist oder sie sich aus Scham oder Verklemmtheit einfach zurück hält.

Aber vielleicht wäre sie selber gerne nicht so.

Vielleicht hat sie wirklich einfach keine besonderen Wünsche.

Vielleicht redet sie ungern drüber.

Vielleicht steht sie einfach nicht auf andere Stellungen.

Das kann man ihr aber leider absolut nicht zum Vorwurf machen.

Sie bemüht sich ja sogar.

Sie schläft mehrmals im Monat mit ihm, obwohl sie gar nicht unbedingt das Bedürfnis sanach hat. Weil sie ihn glücklich machen möchte. Und das finde ich absolut nicht verwerflich, sondern zeigt doch, dass sie ihn liebt und ihm zuliebe auch mal über ihren Schatten springt.

Natürlich wäre es optimal, wenn beide ständig Lust aufeinander hätten. Aber so ist das nunmal nicht. Es wsr auch noch nie so.

Ihre Lust kommt halt erst dabei. Er sagt ja selbst, dass beide regelmäßig zum Höhepunkt kommen. Der Sex scheint ja also sonst gut zu sein für sie. Sie braucht halt eher ne treibende Kraft (ihn) und Berührungen, ehe sie in Fahrt kommt. Na und?

Ist es wirklich so dramatisch, dass man nicht ständig sabbernd den anderen anspringt. Sondern erst Berührungen braucht, eben von seinem Partner, um richtig Lust zu bekommen?

Beide Seiten sind für mich absolut nachvollziehbar.

Er will mehr Sex. Braucht die Bestätigung von ihr. Will begehrt werden. Sagt ihr, dass ihn dass stört.

Sie hört das und ist enttäuscht. Bekommt das Gefühl, nicht zu reichen. Sagt ihm, sie schläft doch mit ihm, obwohl sie es gar nicht so braucht.

Er wird noch frustrierter, sucht noch mehr Schwachpunkte. Redet ständig drüber.

Sie fühlt sich unter Druck gesetzt und immer unwohler. Bekommt das Gefühl, sie ist nicht normal. Und macht irgendwann komplett dicht .

Oluf und seine Frau sind einfach unterschiedliche Menschen auf dem Gebiet (geworden).

Er braucht in einer Beziehung viel Sex und möchte Bestätigung. Für sie ist das nicht so wichtig.

Und sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, auszulachen oder an den Gefühlen des anderen zu zweifeln wird die Beziehung irgendwann kaputt machen.

Vielleicht sollten beide mehr Verständnis für den anderen aufbringen. Akzeptieren, dass sie nicht (mehr) auf einer sexuellen Wellenlänge sind. Und überlegen, wie sie trotzdem weiter machen können.

Wenn Oluf mehr Bestätigung braucht sollte er diese einfordern. Sich ehrliche Komplimente bei ihr abholen. Und er sollte annehmen, dass sie weniger Lust hat als er. Dass sie aber, weil sie ihn liebt und toll findet, ihn glücklich machen will, mit ihm schläft. Und das dann sogar gerne. Dass er ihr so wichtig ist, dass sie ihn befriedigt wissen möchte. Und dass er es trotzdem jedes mal schafft, sie zum Höhepunkt zu bringen.

Sie sollte seine Veränderung auch ernst nehmen. Bereit sein, ihm mitzuteilen, wenn sie ihn will. Sich Zeit für Zätlichkeiten zu nehmen, ihm Komllimente machen, mit denen er auch was anfangen kann.

Oluf, du musst sie wirklich noch einmal um ein ganz offenes Gespräch bitten. Zeig ihr,was sie dir bedeutet. Dass du sie und ihre geringe Libido trotz allem liebst. Das Thema ist immer kritisch. Also behutsam und langsam das Problem schildern. Sie um mehr Bestätigung bitten. Ihr klar machen, dass du nicht nur Sex willst sondern dasd ihr beide mit eurem Sexleben wieder happy werdet.

Sonst sind die Fronten irgendwann so verhärtet, dass ihr euch verlieren werdet.

Mvilc*hmaDnn7x6


Kondimonster, schöner Beitrag! Das Problem ist dass Bedürfnisse sich über viele Jahre langsam oder auch mal plötzlich verändern. Dinge die lange gut gepasst haben passen plötzlich nicht mehr so gut. Und obwohl beide miteinander wollen und eine gemeinsame Lösung wollen, kommt man nicht auf einen grünen Zweig. Weil der eine Partner das was der Andere sich nun wünscht einfach nicht im vollen Umfang ist/sein kann. Oder zumindest den Weg dahin noch nicht gefunden hat.

Vielleicht ist Sex nicht so ihr Ding. Vielleicht ist Oluf einfach nicht der Richtige um Leidenschaft in ihr auszulösen. Das wissen wir nicht. Ich würde auch nicht darauf schließen wieviel Spaß ihr Sex macht oder wie gut der Sex für sie ist weil sie meist einen Höhepunkt hat. Da gibt es keinen festen Zusammenhang. Ich glaub auch nicht dass Oluf zwangsweise mehr Sex braucht. Wirklich richtig richtig guter, tiefer, leidenschaftlicher, emotional verbundener Sex kann lange nachwirken, davon kann man gut zehren. Aber wenn der Sex sich flach anfühlt, immergleich, mechanisch, dann hält das nicht lang. Dann braucht man es öfter weil man hofft dass das das Verlangen stillt, aber auch das tut es nicht. Falls man es überhaupt schafft den/die Partnerin häufiger ins Schlafzimmer zu bekommen.

Die Problematik lässt sich nicht auf eine Ursache reduzieren, aber ganz weit oben sehe ich die Notwendigkeit für mehr Engagement in der Beziehung. Bei Frau Oluf, möglicherweise aber auch bei ihm. Vielleicht muss er einfach mehr als "das Übliche" tun um sie aus der Gewohnheit rauszulocken? Eine Beziehung ist lebenslanges Engagement, und wenn man aus dem flachen Alltag raus will muss man immer wieder für neuen Input sorgen. Will man Bewegung muss man für Bewegung sorgen. Im Idealfall ein lebenslanger Job für beide Partner, gelegentlich für ein kleineres oder größeres Highlight zu sorgen. Und auch das Normale kann man mehr wertschätzen. Nicht so selbstverständlich nehmen. Sich gegenseitig mehr loben, mehr bedanken, mehr lächeln, mehr kleine Berührungen im Alltag, mehr nette Gesten. Vielleicht auch mehr Kind im Kopf, mehr Verrücktheit, mehr Spaß. Nichts in einer Beziehung ist selbstverständlich, und wenn man der Partnerin im Alltag nicht immer wieder das Gefühl gibt etwas Besonderes zu sein, wird auch der Sex womöglich nicht besonders sein.

Noch mal zurück zur Komfortzone. Wenn Oluf mehr will als das gemächliche Dahinfließen seiner Beziehung ohne jegliches Kräuseln auf der Oberfläche, dann muss er selbst dafür sorgen das Wasser in Bewegung zu bringen. Er muss auch mal Wellen schlagen. Da das ungewohnt ist wirft er damit beide raus aus ihrer heimeligen Komfortzone. Vielleicht findet Frau Oluf irgendwann Gefallen dran. Vielleicht bevorzugt sie aber auch das gemächliche Dahinfließen.

MIelCx77


Lieber Oluf,

ich habe nun alle Deine Beiträge gelesen und denke, dass Du bei weitem nicht zum Fremdgehen bereit bist und dass Du noch nicht tief in Dich hineingegangen bist, um zu ergründen, was Du für Dich in den nächsten jahren noch willst.

Ob Du ein erfülltes Sex leben haben willst, ob Du überhaupt noch zufrieden mit Deiner Ehe bist.

ich rate Dir dringend, Dich mal für ein paar Tage, es reicht ein WE, von der ganzen Situation ab zu setzten, mache einen Kurz- Urlaub und denke über Dich selber als Mensch vor allem als Mann nach und ergründe für Dich, welchen Weg Du zukünftig gehen willst.

Wenn Du zu dem ergebniss kmmst, dass Du mit Deiner Sexuallität mit Deiner Frau zufrieden bist, dann sage ihr hinterher das, sie wird Dich dafür lieben.

Bist Du zu dem Schluss gekommen, dass da was anders laufen soll in Deinem Leben, dann rede mit deiner Frau , in wie fern sie zu Veränderungen bereit ist und schaut, wie ihr Euer >Leben gemeinsam in den nächsten jagren gestalten wollt.

Ist sie nicht bereit, die Deinigen Wünsche zu respektieren und teilsweise um zu setzen, so bleibt Dir nur die endgültige Konsequenz, Dich zu trennen, damit Du zukünftig ein erfülltes Leben führen kannst.

Grüße

Knondim_onsxter


*Milchmann76**,

ich gebe dir absolut recht.

Natürlich sollte man immer an seiner Beziehung arbeiten. Darsuf achten, dass man wertschätzend miteinsnder umgeht. Genug Zärtlichkeiten und Nettigkeiten austauscht.

So eine Beziehung ist manchmal ein richtiges Stück harte Arbeit, wenn beide zufrieden sein sollen.

Auch, wenn viele das ungern zugeben.

Menschen verändern sich. Ja. Das ist auch völlig okay so. Das ist gut so.

Und besonders in einer Beziehung wird immer wieder der Punkt kommen, wo man dann gucken muss, wie man die Neuerungen unter bringen kann.

Es wird immer einen Punkt geben, in denen beide Parteien nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Aber dann gilt es meiner Meinung nach, zumindest die größte gemeinsame Schnittmenge zu finden und sich so gut wie möglich darin zu bewegen.

Und das gilt meiner Meinung nach auch fürs gemeinsame Sexleben.

Ich weiß nicht, warum seine Frau nicht offen mit ihm reden mag. Sie wird sicherlich ihre Gründe dafür haben. Und man sollte bedenken, dass Olufs Sicht halt nur 50% vom Kuchen sind. Seine Frau könnte begeistert sein vom gemeinsamen Sexleben (auch wenn sie es nicht so zeigt). Oder genauso gefrustet wie er. Ihre 50% kennen wir nicht. Und Oluf scheint es auch nicht genau zu wissen.

Kommunikation ist da echt alles. Kleines Beispiel:

Ich habe mal für meinen Freund Bilder machen lassen. So welche mit ohne Bekleidung usw o:).

Das hat mir unglaublich viel Überwindung abverlangt. Aber das Ergebnis hat sich absolut gelohnt und ich kam mir danach sensationell gut vor.

Jedenfalls hab ich ihm die Bilder geschenkt und dachte: Die sind so unfassbar gut, er rastet sicherlich aus vor Freude (ich bin immer völlig aus dem Häuschen, wenn ich Geschenke bekomm. Schlimmer ists nur, wenn ich selber was schenken kann :))

Nix da. Er hat sich nett bedankt und gut war. Genau so hätte er sich bedankt, wenn Oma ihm Stricksocken zu Weihnachten geschenkt hätte. Genau so, wie er sich immer bedankt eben.

Nunja, hatte halt ne andere Reaktion erwartet und war dann echt tagelang mega geknickt und echt enttäuscht.

Am Ende hat sich rausgestellt: Er hat sich wirklich gefreut. Konnte es aber -wie immer- absolut nicht zeigen. "Ich dachte, du wüsstest das". Nein, woher auch?

Es gibt eben so Leute, die sind furchtbar schlecht in Gesprächen. Besonders, wenn es um Gefühle jeglicher Art geht.

Und eventuell ist Olufs Frau auch so ein Fall. Keine Ahnung. Trotzdem sollte er auf ein ordentliches Gespräch bestehen. Damit sich beide besser verstehen.

Jeder nimmt Dinge die gesagt und getan werden anders wahr.

Man sollte ab und an abklären, wie die gesendeten "Signale" beim andern ankommen.

Ich weiss, das klingt jetzt alles total nach Klugscheisser, ich bin ja nur halb so alt wie ihr und hab nur eine einzige Beziehung vorzuweisen. Aber ich war halt quasi schonm in genau der selben Situation wie Olufs Frau.

Im Gegensatz zu ihr hab ich aber live miterlebt, wie die Beziehung vor die Wand gefahren ist. Und auch, wie viel Blut, Schweiß und Tränen es kosten kann, den Schrotthaufen wieder zu reparieren.

Mein Freund und ich sind uns aber dadurch auch vieles bewusst geworden.

Ich habe deutlich weniger Lust als er. Das liegt nicht an ihm. Er gefällt mir, wie er ist. Ich liebe seinen Hintern, seine Hände, seine Augen. Es ist im Bett schön mit ihm. Aber ich brauch nicht dreimal die Woche Sex. Und der reine Gedanke an sein bestes Stück löst eben in 4 von 5 Fällen nichehr absolute Ekstase aus.

Ich biete ihm gerne an, jeder Zeit "Abhilfe" zu schaffen - in welcher Form er das auch möchte. Ich bim dann mit gemnau so viel Spaß dabei, wie wenn ich dies aus sexuellem Interesse tut. Weil es mir tiefe Freude und Befriedigung verschafft, ihn glücklich zu machen.

Ich fühl mich dadurch weder gedrängelt noch unter Druck gesetzt. Ich hab mich freiwillig dafür entschieden. Und es mag manchmal eben nicht das große Kribbeln im Unterleib hervorrufen bei mir selbst. Aber das muss ich ihm doch nicht auf die Nase binden. Und es war nicht nur einmal so, dass aus der anfänglichen Unlust spontan doch noch mehr geworden ist.

OVluZf


Wieder viele lange Texte. Auf alles kann ich jetzt nicht eingehen.

Ein kleine Korrektur. Ich wurde zitiert mit:

Außerdem muss ich schon den ganzen Tag bestimmen, wo es lang geht.

Zuhause ist meine Frau natürlich die Chefin. Ist in allen Ehe, die ich kenne so. Auf Arbeit bin ich aber der Chef. Das gefällt mir eigentlich auch nicht. Aber das ist ein anderes Thema.

Es gibt hier häufig den Hinweis, dass mehr Gespräche notwendig sind: davon bin ich nicht überzeugt. Ich spreche nicht leicht über Gefühle (Anonym mit Wildfremden ist das viel leichter) und meine Frau schon überhaupt nicht. Sex ist eigentlich ein Tabuthema und deswegen noch schwieriger. Da ich oft nicht da bin und die Kinder auch schon recht spät ins Bett gehen, gibt es auch nicht ständig Gelegenheiten. Die Reaktion meiner Frau ist aber vor allem: Du hast immer nur Sex im Kopf. Damit glaube ich, dass es eher kontraproduktiv wirkt.

mache einen Kurz- Urlaub

machen wir bald mal zu zweit (ohne Kinder) :-)

Ich bin mir sehr sehr sicher, dass Olufs Frau auch möchte, dass er glücklich und zufrieden ist.

Ja. Für Sie ist Glück aber Komfortzone.

* Ihm fehlt ihr Wollen. Sie haben zwar Sex, aber es liest sich eher so als würde sie dem zustimmen, oder gar nachgeben, und nicht ihn begehren.

Richtig. Ich muss keine Listen mit Stellungen und Sexpraktiken abarbeiten. Aber man könnte mal das eine oder andere ausprobieren. Vielleicht gefällt es beiden. Wie soll man es aber wissen, wenn man es nicht mal probiert. Aber auch ohne dem käme ich noch klar. Ich mag einfach nicht jeden zweiten Abend betteln und jede zweite Woche mal Erfolg haben.

Ich biete ihm gerne an, jeder Zeit "Abhilfe" zu schaffen - in welcher Form er das auch möchte.

Sowas habe ich schon an vielen Stellen gelesen. Das wäre meine Frau aber absolut zuwider. Mehr als ein Küsschen und etwas Kuscheln hinterm Fernseher kommt nicht.

O~lxuf


@ MelC77

ich habe nun alle Deine Beiträge gelesen und denke, dass Du bei weitem nicht zum Fremdgehen bereit bist

Woher weißt Du das? Es Stimmt aber. Immer wenn ich zuhause im Bett liege, denke ich: so geht es nicht, ich suche einfache eine andere. Wenn ich aber tatsächlich mit einer anderen Frau in einer Kneipe sitze, denke ich: Oluf, was machst Du jetzt; das geht doch gar nicht. Das spürt die Frau dann auch irgendwie, wodurch nie eine reelle Gefahr des Fremdgehens besteht.

s!en-sibeelman


Zuhause ist meine Frau natürlich die Chefin. Ist in allen Ehen, die ich kenne so.

In meiner Ehe gibt es keinen Chef- da gibt es nur Absprachen, Diskussionen und (gemeinsam getragene) Entscheidungen.

Sex ist eigentlich ein Tabuthema

Mit der Ehefrau? :-o :-X

Da ich oft nicht da bin

Da schläft oft sexuelles Begehren seitens der Frau ein.

Ojluxf


Sex ist eigentlich ein Tabuthema

Mit der Ehefrau? :-o :-X

Ja. Verstehst Du mich langsam?

Da ich oft nicht da bin

Da schläft oft sexuelles Begehren seitens der Frau ein.

Ich will ja überhaupt nicht ausschließen, dass ich selber auch zu der Situation beitrage. Wenn ich aber mal ein paar Monate habe, in denen ich nicht verreisen muss (und dann auch hauptsächlich heinoffice machen kann) ist es auch nicht anders.

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