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über Anna

Dpie SQehexrin


Sie sagte, ihre größte Angst ist die Enttäuschung ihres Ehemannes. Sie hat Angst davor, ihn zu verletzen, weil er in dem Bewusstsein lebt, dass alles in Ordnung ist. Und in ihrer gemeinsamen Welt siebt sie ihn auch, sie schätzt ihn als Ehemann, als Partner, als langjährigen Freund. Das, gebe ich zu, hat sehr wehgetan, weil ich gegen diese 17 Jahre zeitlich nur wenig halten kann. Es fühlte sich hilflos an. Es gibt keinen Streit, keine Nöte, es herrscht Harmonie. Seinen Teil der Ehe findet er vollkommen. Ebenso sehen die Familie, Bekannte, Freunde sie als ein Traumpaar. Eine Vorzeigefamilie. Sie hat Angst vor dem Entsetzen der anderen, weil ohne Umschweife wäre sie alleine verantwortlich für das Ende dieser Idylle.

oh je... und wieder sehe ich mein altes leben vor mir. auch mein jetziger mann war in dieser lage mit seiner frau (bei mir war es ein wenig anders gelagert, weil mein damaliger mann und ich nie so ein "traumpaar" waren) - und ja! das alles gehört zum dem gesamtpaket, welches man aufs spiel setzt!

Ich lese einfach heraus, dass es ihr Leben ist, was sie sich bewahren will. Sie will keine so grundlegende Änderung, vielleicht auch in dem Wissen, dass auch ein geliebter Affärenmann mit der Zeit ein Alltagsmann wird und mit ihrem Mann weiß sie, dass es gut geht, was sie an ihm hat.

ihr leben klingt ja auch gut, so wie es ist und ich kann das sehr sehr gut nachvollziehen!

wir haben damals - und das meine ich jetzt weder als entschuldigung, oder rechtfertigung! - unsere ehen nur aufrecht halten können, in der guten qualität, weil wir unsere heimliche liebe hatten! dass wir damit die anderen beteiligten sehr verletzt haben und unsere liebe vielleicht viel früher hätten leben können, ist eine andere geschichte! aber wir haben beide unsee ursprungsfamilien so gelebt (und sogar geliebt!), wie wir uns das vorgenommen hatten, als wir das bei der familienplanung vorhatten...

kqartoLfUfelxi


Ich glaube in Anna geht eine Menge vor, was sie selbst seit geraumer Zeit unterdrückt bzw. in das unbewusste verschiebt. Ich denke die Option Trennung und Neustart sickert erst langsam zu ihr als wirkliche Möglichkeit durch und sie wird diese jetzige Zeit nutzen, um alles zu evaluieren. Sie ist eine sehr strukturierte Person, die ihr Leben kompartmentalisiert um mit den Widersprüchen fertig zu werden- das erste Mal als Basil ihr seine Gefühle und Wünsche offenbart hat, hat sie reflexartig abgewehrt, um die verschiedenen Bereiche und Abteilungen strikt aufrecht zu erhalten. Sie kam gar nicht erst in diese Situation, sich selbst zu erschüttern und hinterfragen müssen, sie hat diesen Gedanken sofort sehr weit von sich gewiesen, auch um das bestehende Gefüge nicht zu erschüttern. Sie ist keine PErson die Entscheidungen mit solchen Konsequenzen vorzeitig oder reflexartig trifft.

ich denke, sie hat in der Ehe und im Umfeld eine Rolle gefunden, mit der sie sehr zufrieden ist, dass die Ehe sie erfüllt (hat). Dass sie in der Tat über die Jahre mit ihrem Mann zu einer Einheit zusammengewachsen ist. Ich glaube nicht an diesen Mangel, der hier beschworen wird.

Basil ist nie an die Stelle des potentiellen Ehemannes getreten, erst jetzt hat er sich dort in die Nähe gerückt und anders positioniert. ich sehe ihn als Flüsterer, der einen Teil von Anna wach ruft, der mit Sinnlichkeit, Empfindungen und einer anderen Art von Liebe zusammenhängt; dass er ihr einen Teil von sich selbst zeigt und einen Weg zu sich selbst, den sie selbst so bisher nicht gelebt hat. Dass er besondere Bedürfnisse in ihr weckt oder erfüllt. Es ist ein Teil, der in ihrer Ehe abwesend ist, aber das macht diese Ehe deshalb nicht schlechter, denn die Ehe wiegt durch andere, langjährige Verbundenheiten und Strukturen auf.

bisher hat sie dieses Gefüge nie in frage gestellt, weil beide Einheiten in unwissender Koexistenz standen. Ich denke, wenn in Anna der Entschluss reift, ihre Familie zu verlassen, ist das wie Brexit ein langsamer Prozess, es gilt viele Abhängigkeiten und Verwobenheiten aufzudröseln, neue Strukturen zu schaffen, der Zwiespalt liegt darin, dass es keinen Ersatz gibt für diese Familie in der Anna lebt und trotzdem alle aufeinander angewiesen sind. es braucht neue Kontinuitäten. Anna ist keine Macherin, die offensiv vorgeht (sonst hätte sie für Basil auch keinen Reiz), das überlässt sie den Männern in ihrem Leben, sie genießt und trägt mehr bestehende Ordnungen, aber sie erschafft keine neuen. Sie ist ein gefestigter Mensch und bezieht ihre Zufriedenheit aus dem bestehenden Umfeld und Stabilitäten, eher eine heimliche Genießerin. Sie braucht Strukturen, sie verlässt sich auf deren Sicherheiten, nicht nur zuliebe ihrer Kinder. Ich denke nur wenn sie sieht, dass an die Stelle der Familie andere Kontinuitäten treten (können), dass sie dann das Vertrauen gewinnt, aus ihrer jetzigen familienbasierten Rolle langsam herauszutreten.

shcihiWlchxer


Seherin

Wann war denn bei Euch der Zeitpunkt, wo ihr Farbe bekannt habt und euch Euren jeweiligen Partnern, Kindern, Familien offenbart habt? Und wie ist es dann weitergegangen? Natürlich ist jede Geschichte individuell und bei Euch wart ihr beide in der Situation, dass ihr noch in einer Familie verbunden wart, während es bei Basil nur Anna ist, aber gewisse Ähnlichkeiten sehe ich.

Basil

Ja ich habe mal Tolstoi gelesen.

Du hast jetzt das getan, was für Dich richtig und stimmig war: Ihr in angemessener Weise vermittelt, wie es in Dir aussieht und was Du möchtest. Ich denke, dass ist für Dich einfach wichtig, egal wie es weitergeht.

Ich wünsche Dir das Beste! Aber ich fürchte Anna wird sich nicht für Dich entscheiden. Sie kann es (noch) nicht. Sie müsste sich bekennen zu Dir und ihrem Betrug. Davor hat sie offenbar große Angst. Sie will ihren Mann nicht verletzen, sie will die Kinder schützen, sie will die Familie aufrecht erhalten, aber sie will auch nicht zu dem, was sie getan hat stehen und Verantwortung übernehmen.

Für sie war das Arrangement immer in Ordnung, so wie es war: Auf der einen Seite ihr Mann+Familie+Beruf+Umfeld, auf der anderen Seite Basil+Leidenschaft+Abenteuer.

DVie ;Sehlerixn


Wann war denn bei Euch der Zeitpunkt, wo ihr Farbe bekannt habt und euch Euren jeweiligen Partnern, Kindern, Familien offenbart habt?

ich habe meinem mann sofort gesagt, dass ich mich ganz schrecklich verliebt habe, als es bei mir eingeschlagen hat - allerdings dann geschwiegen, als wir angefangen haben, diese "with or without you" affäre angefangen haben. mein liebster hat unsere beziehung von anfang an verheimlicht. im grunde, ist das ganze erst so richtig ans tageslicht gekommen, als die exfrau meines jetzigen mannes sich von ihm getrennt hat. mein exmann hatte sich schon ein paar jahre vorher verliebt und ist gegangen.

im endeffekt haben wir uns kennen gelernt, sind zwei tage später übereinander hergefallen, hatten dann fast 15 jahre lang eine zweitbeziehung miteinander (mit pausen zwischendrin, in denen wir unsere ursprungsbeziehungen retten wollten). vor 10 jahren hat sich seine frau dann von ihm getrennt und da haben wir uns dann an der hand genommen und sind in eine echte, richtige, beziehung gesprungen - haben uns geoutet und sind auch sofoert zusammen gezogen.

die familien und freunde sind uns zuerst einmal gewaltig um die ohren geflogen... aber mit ruhe, geduld, offenheit, rückzug, gesundem egoismus und zeitablauf hat sich daraus eine wundervoll zusammengewürfelte großfamilie entwickelt und der freundeskreis ist uns auch erhalten geblieben (wir hatte den gleichen).

... bei Euch wart ihr beide in der Situation, dass ihr noch in einer Familie verbunden wart, während es bei Basil nur Anna ist, aber gewisse Ähnlichkeiten sehe ich.

ich kann mich in beide seiten sehr sehr gut einfühlen, weil ich auch in einer freudnschaftlichen verbundenheit zum vater meiner kinder steckte, mein familien-ideal nicht aufgeben wollte, im grunde auch kein zwang zum handeln da war... und seine leidenschaftliche liebe verstehe ich auch, weil ich ja nicht nur mutter und ehefrau, sondern auch leidenschaftlich liebende lustvolle vollblutfrau war (und heute noch bin ;-) )

BVasilx75


So viele Antworten haben mich sehr überrascht. Auch wenn ich nicht jedem antworten kann, so danke ich euch allen für eure Gedanken und die Zeit, die ihr euch genommen habt.

Ich fange mit dem für mich schwierigsten Beitrag an.

DieDosismachtdasGift

Als ich deinen Beitrag das erste Mal gelesen habe, gebe ich zu, dass sich in mir eine Art Endzeitstimmung breit machte. Ich dachte ‚Okay Basil, das war’s! Vergiss sie! Du bist ohne jede Chance.‘

Dein Beitrag hat uns einen Spiegel vorgehalten – und das Spiegelbild war erschreckend an jenem Abend, denn die Verklärung war weg, ich hatte eine Entscheidung eingefordert und bin auch noch tausende Kilometer von ihr weg mit einem selbst auferlegten Zwang 3 Wochen nicht mit ihr zu reden. Und dann schreibst du diesen niederschmetternden Beitrag.

Aber jetzt, ein paar Tage später und mit klarem Kopf sehe ich deinen Beitrag anders. Ich danke dir für deine schonungslose Schilderung des Ist-Zustandes. Jetzt ist mir um vieles mehr klar, was ich an mir arbeiten muss und worauf ich Wert legen und Acht haben muss.

Ich muss dafür sorgen, dass ich den Teil von Anna, den es nur an meiner Seite gibt, und den sie scheinbar nur bei mir lebt, am Leben erhalte, ihn fördere. Aber ich muss zulassen und ihr das Vertrauen geben, dass auch die Anna, die sie sonst, bei ihrem Mann, ihren Kindern und ihren Freunden ist, von mir interessiert angenommen wird. Ich darf sie weder in die eine noch in die andere Richtung einschränken oder ihr das Gefühl geben, dass sie mir nicht gefällt. Und es muss nicht mir klar sein, ich muss es ihr klar machen.

17 Jahre Leben sind zu bedeutsam. Es sind kleine und große Mosaiksteine, viele Erinnerungen in diesem Leben von Anna die sich zu einem Ganzen zusammenfügen. Etwas das sie mit Dir so nicht geteilt hat. Auch nicht wiederholbar leben wird, weil ihr in einer anderen Zeit aufeinander getroffen seid. Es gibt kein Remake dazu, und das weiß Anna deutlicher als Du, weil sie in das Leben zurück geht, wenn Du fort bist.

Ich will mit Anna kein Remake ihres Lebens mit ihrem Mann. Diese 17 Jahre haben Anna auch geprägt und sie zu einem Teil der Frau gemacht, die ich liebe. Auf der anderen Seite habe auch ich in den letzten 17 Jahren nicht in einem Vakuum gelebt. Sie haben auch mich dahingehend geformt, dass ich auf Anna einen gewissen und dauerhaften Reiz ausstrahle. Ich weiß es nicht, nahe liegt, sich zu wünschen, dass ich sie vor 17 ½ Jahren getroffen hätte ;-)

Doch wären wir damals, jeder für uns, die Menschen gewesen, die sich ineinander verliebt hätten?

Nein, von den 17 Jahren, die sie, um deine Worte aufzugreifen, mit ihrem Mann ein Lebensmosaik gebaut hat, lasse ich mich nicht einschüchtern. Ich bin ihnen dankbar, denn sie brachten mir Anna. Und wie schon geschrieben möchte ich kein Remake – ehr wünsche ich mir, es zu erweitern, zu ergänzen. So manche Kunstwerke in jeder Epoche wurden von mehreren Künstlern erschaffen.

Habt die Demut dafür, dass ihr dieses Glück einer schönen Liebe erleben durftet.

Das stehle ich dir um es ihr irgendwann einmal zu schreiben.

Ich werde versuchen ihr die Gewissheit zu geben, dass das, was diese Affäre so aufregend und auch langlebig macht, mit einer ehrlichen Beziehung nicht weg ist.

Sie hat ganz sicher in den über 3 Jahren die meisten Optionen dafür längst im Kopf durch gespielt. Das ist für sie kein Neuland, sondern war immer Teil eurer Affärenzeit. Dieses Was wäre wenn, haben viele Frauen, die Affären eingehen deutlicher im Kopf.

Das weiß ich, doch war mir nie so bewusst, wie essentiell dieser Gedanke und die Beantwortung dieser Frage sind.

Das Affärenleben ist unsere Basis, das Fundament. Ich möchte dies auch nicht aufgeben. Ich weiß, dass das Fundament stark genug ist um darauf aufzubauen. Nach drei Jahren darf ich so fühlen. Und ich denke, und ich muss sie verstehen machen, dass wir Bestand haben ohne eine komplett andere Beziehung zu führen. Basil und Anna ist da – das sind wir. Das geht nicht weg. Ich gehe ihr nicht verloren.

Wobei Dich so ein Alltag ebenso verändert hätte und Du wärst nicht der Mann von heute und der vor 3 Jahren. Auch das ist ihr bewusst. Ein großer Teil Deines Reizes wäre für sie so nie entstanden.

Natürlich würde er mich auch jetzt verändern. Ich fände mich plötzlich in Situationen, in denen ich noch nie war. Aber muss das schlecht sein? Wie schon gesagt, ich würde der Basil doch bleiben, er ist ja da. Ich bin 41 Jahre alt – ich ändere mich nicht mehr von Grund auf nur weil ein Teil meines Lebens Kopf steht. Ich bin gefestigt. Danke für den Punkt. Ich rede nicht gegen das, was du sagst, ich arbeite damit und dein Beitrag lässt mich in Richtungen denken, die ich so nie so tief gedacht habe.

Du stehst für den Teil in ihrem Leben, den sie nicht offen leben kann, weil das Verständnis in ihrem Umfeld dafür nicht ausgeprägt ist.

Aber das ist gut. Sie ist bei mir eine Anna, die sie in ihrem Umfeld, sagtest du, nicht wagt zu sein. Also ist ein Teil von ihr bei mir pur – purer als in ihrem Lebenumfeld. Das ist gut, jetzt muss ich nur sehen, wie ich sie dazu bringe bei mir gern und ehrlich die Anna zu sein, die sie in ihrem sonstigen Umfeld ist.

Für deinen Beitrag danke ich dir. Ich habe jetzt wieder etwas, womit ich arbeiten kann, worauf ich hin arbeiten kann – wenn sie mich denn lässt – noch habe ich 2 1/2 Wochen Zeit.

Aber, liebe Dosis, das hier:

Vielleicht war jener Tag an dem Anna versuchte ihre Kinder für ein Treffen mit Dir in Spiel zu bringen, ein leiser Versuch, eine innere Rebellion eigene Entscheidungen nicht feststehend zu betrachten.

Ich gehe davon aus, dass Du ihre innere Rebellion in diesem Moment nicht verstanden und wahrgenommen hast. Sie wiederum indest der Versuch diesen mehr reales Leben zu geben an Grenzen stoßen.

Ich glaube es wäre ihr wichtig gewesen an diesem Nachmittag zu erleben, ob das Gefühl was in ihr lebt aufgefangen und beantwortet worden wäre. Es war der Moment, der vielleicht eine Entscheidung hervor gebracht hätte.

…raubt mir den Schlaf, seit dem ich es gelesen habe und ich werfe mir vor, etwas nicht gesehen zu haben, ihren, vielleicht unbewusst getanen Vorstoß nicht erkannt zu haben. Diese Info von dir, dieses Veto zu meinem Entschluss es nicht zu tun, hätte ich gern früher gehabt.

Nichtsdestotrotz ein großes und ehrliches Danke für deinen Beitrag. Du glaubst nicht, wie er mich getrieben hat.

BPasPil7s5


Julia

Wie ist deine Vorstellung von einem richtigen Leben mit Anna? Möchtest du mit ihr zusammen wohnen?

Ja, das wäre schön. Natürlich müssten wir uns über den Ort im Klaren sein. Ich leben in der Stadt, sie auf dem Land. Ich habe eine Wohnung, die groß genug wäre, sie, denke ich, mag dauerhaft keine Stadt. Außerdem ist da, wo sie lebt ihre Arbeit und die Kinder sind dort zu Hause. Ich bin der Flexiblere von uns beiden, auch beruflich. Ich hätte kein Problem, in ihre Nähe oder dort, wo sie lebt, mit ihr zusammen zu wohnen. Ja, zusammen wohnen wäre schön.

Kommen die Kinder mit?

Das ist etwas, dass Anna mit ihrem Mann klären muss. Ich wäre da sehr offen und wäre nicht gegen die Kinder. Mein Sohn könnte uns in den Ferien besuchen – wir wären eine unglaublich moderne Patchworkfamilie. ;-) Das ist doch jett so Hipp!

Wie genau soll sich eure Beziehung ändern?

Ändern soll sich nicht die Leidenschaft, der Sex, das Begehren. Ich werde kämpfen es zu wahren. Dafür bin ich zu sehr davon fasziniert einer/dieser Frau die Leidenschaft aus dem Tiefsten zu locken. Aber es sollte sich dahin gehend ändern, dass wir normalen Alltag leben – Kinder, Schule, Hausaufgaben, Einkaufen, Rechnungen, wohin fahren wir in den Urlaub, wer putzt das Bad. Bitte – im her damit. Aber sobald es dunkel wird, bestehe ich darauf zu den Wurzeln unserer Beziehung zu kehren. ;-)

Soll sie "einfach nur" offiziell werden? Möchtest du sie heiraten? Stellst du dir vielleicht sogar vor, eine Familie zu gründen?

Käme sie zu mir, würde ich sofort für einen Antrag auf die Knie gehen. Natürlich würde ich sie heiraten wollen. Kinder? Nun, ich, ehrlich, wäre da nicht abgeneigt. Ich könnte es mir vorstellen. Aber ich weiß, dass sie es nicht mehr möchte und weitere Kinder für sich ausschließt. Ich kann es verstehen, wir sind nicht mehr Ende 20 und eine Frau erlebt ein Kind anders, als ein Mann. Ich akzeptiere diese Entscheidung. Sage ich jetzt, wer weiß, wie die Sehnsucht wird, wäre sie bei mir.

Oder soll es die Dynamik behalten, die es jetzt hat - nur ohne Heimlichkeiten und Beschränkungen?

Ja, genau. Diese Dynamik darf nicht verloren gehen. Weil dann, dann kann sie gleich bei ihrem Mann bleiben.

Ich würde sie wahnsinnig gern mit in meine Heimat nehmen. Ich würde sie gern meinen Eltern, meiner Schwester und besonders meiner Oma vorstellen. Auch würde ich gern ihre Eltern und ihre Freunde kennenlernen und von ihnen akzeptiert sein.

B:asi!l75


sensibelman

Jemanden, den man liebt, betrügt man nicht, sonst verkommen die Liebesbekundungen zu leeren Worthülsen.

Ja nicht, es ist sooo einfach!

Was wäre, wenn ihre Affäre zufällig offenbar würde?

Ist das eine Frage oder lese ich da einen subtil unterbreiteten Vorschlag?

__________________

Mir macht noch eine andere Frage zunehmend zu denekn. Besonders nach dem Beitrag von DieDosismachtdasGift ist dieser Gedanke wieder sehr präsent.

Was wird aus Anna, wenn es mich in ihrem Leben nicht mehr gibt? Ich sorge mich ernsthaft darum.

skens+ibelmSaxn


Ist das eine Frage oder lese ich da einen subtil unterbreiteten Vorschlag?

Es war eine Frage. Ich halte das Offenbarwerden für nicht so unwahrscheinlich. Rechnet Anna eventuell sogar damit, um sich nicht selbst den Schritt von Trennung (in welche Richtung auch immer) zuschreiben zu müssen, sondern dem Würfelspiel.

Cfa7rarma%lax 2


Ich glaube es wäre ihr wichtig gewesen an diesem Nachmittag zu erleben, ob das Gefühl was in ihr lebt aufgefangen und beantwortet worden wäre. Es war der Moment, der vielleicht eine Entscheidung hervor gebracht hätte.

Sie hätte dieses Gefühl selbst erkunden können und wenn sie weiß was es ist, es mit dir offen besprechen können. Schlaflose Nächte hat man meist, wenn Unklarheiten im Raum stehen.

L9aRRuc0olaa


Was wird aus Anna, wenn es mich in ihrem Leben nicht mehr gibt? Ich sorge mich ernsthaft darum.

Narzisstischer gehts kaum, wa?

Fii&onxa85


und ich werfe mir vor, etwas nicht gesehen zu haben, ihren, vielleicht unbewusst getanen Vorstoß nicht erkannt zu haben.

Du weißt nicht, ob es tatsächlich ein innerer Vorstoß ihrerseits war, geschweige denn, ob dieser Tag mit ihren Kindern eine Entscheidung in ihr hervorgerufen hätte. Niemand weiß das, das ist reine Spekulation.

Was wird aus Anna, wenn es mich in ihrem Leben nicht mehr gibt? Ich sorge mich ernsthaft darum.

Sie würde ihr Leben weiterleben, so wie bisher auch.

Das Affärenleben ist unsere Basis, das Fundament. Ich möchte dies auch nicht aufgeben. Ich weiß, dass das Fundament stark genug ist um darauf aufzubauen.

Anscheinend haben der eine oder andere Beitrag wieder tiefe Hoffnungen in dir aufleben lassen. Ich wünsche dir für die kommenden Jahre mit Anna viel Kraft. Du wirst sie brauchen.

D|ieD>osimsmachtxdasGift


Fiona85

Du weißt nicht, ob es tatsächlich ein innerer Vorstoß ihrerseits war, geschweige denn, ob dieser Tag mit ihren Kindern eine Entscheidung in ihr hervorgerufen hätte. Niemand weiß das, das ist reine Spekulation.

Im Grunde ist alles was wir hier tun Projektion und Spekulation. Aber wir ziehen überwiegend gelebte Erfahrungen, eigene Empathiefähigkeit und beziehen ebenso den Abgleich mit dem eigenen Verhalten mit in die Beiträge hinein, und weniger die fantasievolle Fiktion. Das wäre ungemein einfacher. ;-)

Was mich diesen Gedanken aufwerfen ließ. Eine Frau, die 3 Jahre lang nicht den leisesten Versuch unternommen hat die Kinder im Leben von Basil realer werden zu lassen, wirft aus purer Langeweile oder fehlender Betreuungsmöglichkeit plötzlich alles über Bord? Jegliches Sicherheitsdenken was bisher Grund genug war in ihrem Familienleben weiter zu verbleiben? So wie Basil seine Anna beschrieben hat, in all ihrer Konsequenz des Handelns und Denkens, fällt es mir schwer in der Geste "nichts" zu sehen.

Sie würde ihr Leben weiterleben, so wie bisher auch.

Auch das ist Spekulation. Wir kennen ihre Gedanken- und Gefühlswelt nicht annähernd. Ich vermute es können eher wenig Menschen, die nach einer langjährigen Affäre mit intensiven Gefühlsverlauf unbeeindruckt ihr "altes" Leben weiter führen. Es gibt meist eine Art von Abgleich wie hätte es sein können. Der zeigt sich auch im Denken von Basil.

Anscheinend haben der eine oder andere Beitrag wieder tiefe Hoffnungen in dir aufleben lassen. Ich wünsche dir für die kommenden Jahre mit Anna viel Kraft. Du wirst sie brauchen.

Was wäre ein Mensch ohne Hoffnung, dass in seinem Leben etwas auch gut ausgehen kann? Ich meine damit nicht jene Verklärung krampfhaft und verbissen an Gefühlen und Menschen hängen zu bleiben, die kein Potential für das eigene Leben entfalten.

Kraft erfordern klare Entscheidungen so gut wie immer, weil das Ergebnis ohne Arbeit daran selten direkt dahinter steht. Aber es kann dabei raus kommen, dass es völlig unnötige Opfer gab. Aber weiß man das bereits vor dem ernsthaften Versuch?

S|chokolaqdenosüchRtige


Ich habe ja den Eindruck, daß Basil wieder von seiner "Hopp oder Top"-Einstellung zurücktritt. Er sucht und findet schon wieder Argumente, wieso er vielleicht doch weitermachen sollte, auch wenn sie sich nach der aktuellen "Kontaktsperre" nicht eindeutig zu ihm bekennen sollte.

Darüber kann man denken, was man will, es ist ja so oder so sein Leben.

Bedenken haben ich wegen der Vorstellung von der heilen Patchworkfamilie. Ja, sowas ist möglich, und ich würde es Basil und Anna sehr wünschen. ABER ich glaube, es ist in solchen Konstellationen sehr unwahrscheinlich, daß es so laufen wird. Und ich glaube, daß ist Anna auch bewußt.

Man stelle sich mal vor, man wird als Partner vor die Tatsache gestellt, daß sich der andere trennen will, sogar schon jemand neuen hat (von dem Vorlauf von 3 Jahre mal ganz zu schwiegen - das wäre noch mit das Schlimmste an der ganzen Sache). Bisher ist man davon ausgegangen, daß in der Ehe soweit alles o.k. ist. Das Alter der Kinder habe ich nicht mehr im Kopf, aber ich meine, sie waren älter als meine eigenen (6/9) aber noch nicht in der Pubertät. Die Kinder sind in einem Alter, wo sie auch Partei ergreifen werden. Für sie wird die Mutter die sein, die alles kaputt macht. Zumindest halte ich das für wahrscheinlich. Sie sind noch nicht in dem Alter, wo man einen Sinn für Defizite in einer Beziehung/Ehe hat, für sie war bisher alles gut und ihre Eltern ein glückliches Paar. Der Vater wird sich angesichts der ganzen Situation kaum hinstellen und sagen, daß auch er einen Anteil hat oder auch, daß man sich einfach auseinander gelebt hat. Wenn es gut läuft, dann vermute ich, sagt er gar nicht viel dazu - trotzdem werden die Kinder wissen/erfahren, wer der "Auslöser" war.

Damit besteht die Gefahr, daß sie sich von der Mutter abwenden. Welche Mutter möchte das auf sich nehmen? Dann kommt da noch ein neuer Partner dazu, der für sie immer ein Feind sein wird. Der, der in die heile Familie eingedrungen ist. Den sollen sie dann in einer Patchworkfamilie als neuen Partner akzeptieren? Sie werden einen Teufel tun. Vielleicht irgendwann, aber bis dahin wird sehr viel Zeit vergehen. Und das muß man als Paar uns als "Zusatzvater" erst mal aushalten, Geschichten dazu hört und liest man ja immer wieder.

Ich will nicht sagen, daß es so kommen muß. Aber das wären Gedanken, die ich als Mutter definitiv hätte. Und die sicher nicht ganz von der Hand zu weisen sind. Es ist eine schwierige Situation, und eine heile Patchworkfamilie ist sicher erstrebenswert. Aber das Leben und die Liebe spielt nicht immer vernünftig. Auch von dem Ehemann kann man nicht erwarten, daß er sich nach so einem Knaller durch und durch vernünftig verhält. Wenn es gut läuft, dann vielleicht auf lange Sicht. Aber bis dahin kann es eine lange Durststrecke werden.

R7al,ph_HH


Der Faden hier ist nun bald ein Jahr alt. Ich habe hier seit Seite 1 nichts mehr geschrieben, aber es juckt mich in den Fingern, hier trotzdem noch mal einen unqualifizierten Kommentar abzugeben.

Man muss ja den Kopf schütteln, wieviel Leid, Schmerzen und Mühen da zwei Menschen auf sich nehmen, um eine Affäre zu gestalten. Man sollte doch irgendwie meinen, dass im Laufe der Zeit beiden deutlich wird, warum man diese Affäre eigentlich lebt, nämlich, dass die eigene Ehe nicht mehr so läuft, wie sie sollte.

Es wäre irgendwie ja naheliegend, dass man dann eine Entscheidung trifft: Die Ehe beenden, sich trennen und dann offen sein für neues. Basil hat das schon lange vorher getan, Anna fehlt dazu offenbar der Mut. Die Ehe ist offenbar noch nicht so ganz kaputt, dass sie sich trennen würde, Kinder sind auch da. Die andere noch viel nahe liegendere Möglichkeit wäre daher wohl, die Affäre zu beenden und die selbe Energie in die Belebung der Ehe zu stecken. Die Affäre hat immer den positiven Effekt, dass man merkt, was da in der Beziehung eigentlich fehlt, und das kann man durchaus auch mal sehr aktiv anpacken.

Ich staune über die Dummheit des Ehemanns, der nicht mitbekommt, was da läuft, über die Naivität von Anna, die glaubt, dass da ewig so weiter gehen kann und über die Naivität von Basis der ernsthaft an eine Patchwork Lösung glaubt. Aber wer weiss. Anna belügt seit Ewigkeiten ihren Mann. Offenbar ist sie gut darin. Oder sie belügt inzwischen längst Basil, der Ehemann weiß in Wirklichkeit Bescheid, toleriert das und Basil wird hingehalten, solange es geht. So oder so, eine tolle vertrauenswürdige Partnerin ^^

FHionUa85


Was wäre ein Mensch ohne Hoffnung, dass in seinem Leben etwas auch gut ausgehen kann?

Hoffnung kann aber auch zu einer Qual werden. Man erlebt es ja oft selbst im eigenen Umfeld oder man liest und hört von Ehepartnern, die sich in eine Affaire flüchten und sich trotz gravierender Eheprobleme und einer neuen intensiven Liebe zum Affairenpartner nicht trennen - weil die Opfer einfach zu groß sind. Und wenn ich jetzt mal so an die Geschichten aus dem eigenen Umfeld zurück denke, so fällt mir kein einziges Beispiel ein, wo ein Ehepaar sich tatsächlich getrennt hat.

Deswegen stimmte ich dir in dem Punkt zu, dass alles hier Geschriebene Projektion und Spekulation mit Bezug auf unsere eigenen Erfahrungen ist.

Natürlich KANN die Sache für Basil gut ausgehen. Ich persönlich (!) halte es nur eher für unwahrscheinlich. Und mir täte es leid, wenn Basil hier in 5 Jahren immer noch schreiben würde und überlegen würde mit welchen Mitteln, Strategien und Wegen er Anna davon überzeugen könnte, sich für ein Leben mit ihm zu entscheiden.

Vielleicht sehe ich in dem Vorschlag, den Nachmittag gemeinsam mit ihren Kindern zu verbringen, nicht "soviel", weil Anna (zumindest für mich nicht offensichtlich) kein einziges mal verbalisiert hat, die gleichen Wünsche und Zukunftsvorstellungen zu haben, wie Basil. Sie hat immer ihren Standpunkt vertreten, dass eine Trennung von ihrem Mann nicht in Frage käme. Ich glaube manchmal, Basil träumt von einem gemeinsamen Leben mit Anna, von einer Welt, die es für Anna noch gar nicht gibt.

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