» »

über Anna

S\ilkP7exarl


Du bist zur Zeit liebes"toll" und ver-rückt: weg gerückt von der Realität. Sei sicher, diese Gefühle resultieren zu einem Gutteil aus Annas Unerreichbarkeit, und sie würden sich in einem gemeinsam gelebten Alltag verändern, vielleicht sogar verlieren.

Dass sie gebunden ist, wusstest Du, und bist volles Risiko gefahren. Nun ist der Schmerz und die Enttäuschung groß, aber auch darüber lässt sich wegkommen. Auch wenn Du nun denkst, es gibt nie wieder eine Anna - das stimmt, aber es kann eine Anett oder oder eine Anabell geben, irgendwann ... ;-) Und dann ist auch Anna Geschichte, auch wenn Du es Dir jetzt noch nicht vorstellen kannst.

Ich hatte mal einen Volker. :-X %:| :[] Und heute einen R. x:) Von daher weiß ich das. ;-)

EZhemal6iZger NuLtzer (\#35x9873)


Ich dachte, man nimmt das als Tatsache hin und glaubt es, wenn ich es sage.

Es passiert in Foren wie diesem halt relativ häufig, dass die zu Beginn proklamierten Tatsachen eben doch nicht so hieb und stichfest sind. Deshalb suchen viele Forenteilnehmer nach der Lücke im Geschriebenen, nach dem blinden Fleck im Gesichtsfeld des Fragenden. Dabei kann es rauh zu und her gehen, in der Regel haben die Teilnehmer aber keine bösen Absichten. Und manchmal kriegt man Denkanstösse, nach denen man nicht gefragt hat, die dann aber doch ganz gut tun können, weil man tatsächlich gewisse Dinge nicht hat sehen wollen. Dein Job ist wirklich ein Ausnahmefall, damit habe auch ich nicht gerechnet.

Ich habe es nicht getan. Es war falsch, ich weiß das. Leider kann ich es nicht rückgängig machen.

Nein, aber du kannst dir vornehmen, die Rolle und Wichtigkeit deiner Anna in deinem Leben zu hinterfragen. Was hat dir denn das Nachgeben dieser Sehnsuchtsattacke gegeben ausser Frust, schlechten Schlaf und einem schlechten Gewissen? Und das für diese winzigkleine Chance, ihr über den Weg zu stolpern.

IoceLa}dy_x50


Ich mache nun etwas, was ich ansonsten niemals machen würde: ich antworte, ohne die ausladenden Erklärungen je gelesen zu haben - bis auf diesen Passus:

Ich bin schon aus dem einfachen Grund kein Narzisst, weil ich dann so von meiner eigenen Grandiosität überzeugt wäre, dass ich nie im Leben auf die Idee käme, mir den Rat anderer Personen einzuholen geschweigen denn, Kritik hinzunehmen und darüber nachzudenken. Ich würde auch nicht an mir zweifeln.

Narzisst trifft lediglich das Erträumen der perfekten Liebe!

Meine Meinung: hier antwortet jemand, der geistig sehr unbeweglich ist und mit Worten um sich wirft, dessen Bedeutung ihr nicht bekannt sind.

Dieser Abschnitt hat inhaltlich mehrere Fehler. Einer davon ist, dass Narzissten nicht an sich zweifeln. Das ist so falsch, wie die Behauptung, dass Narzissten keine Depressionen haben. Bullshit.

Und der erste Abschnitt impliziert eine Reflexion Deinerseits - den Worten nach. Diese findet jedoch gar nicht statt. Du versuchst hier, mit Millionen Worten zu blenden.

Ein Narzisst, der zurückgewiesen wurde, der (in seinen Augen) abgewatscht wurde und sich hier mit leeren Worthülsen über sein Leid beklagt, den kann es sehr wohl geben und genau den lese ich hier. Im höchsten Maße manipulativ hinsichtlich der vermeintlichen Emotionalität. Diese findet jedoch gar nicht statt. In keinem der Worte lese ich Mit-Gefühl - bewusst mit Bindestrich. Das Hineinfühlen in andere Menschen, Wahrnehmung derer Befindlichkeiten und vor allen Dingen den eigenen Anteil daran - sehe ich nicht.

Du kannst so viel schreiben, wie Du willst. Echte Gefühle im Sinne von zwischenmenschlicher Empathie oder die Ahnung einer echten Beziehung kommt da nicht auf.

Uzom\ox 3


Das so zu urteilen, nur aus dem, was ich hier schildere, ist schon ganz schön waghalsig. Sehr unprofessionell!! Ich glaube, das weiß ich besser! (Der Ausdruck "völlig zurecht" gefällt mir nicht. Ist etwas anmaßend aus Mangel an Wissen über meine Person.)

Mitleser haben hier nur die Möglichkeit, uns an das zu halten, was du mitteilst - das war immerhin nicht wenig - und Schlüsse daraus zu ziehen, wie du es tust. Dabei ist es nun wirklich nicht so, dass ich feststehende Befunde ausgegeben hätte. Mit noch mehr Vorbehalten, als ich es tat, ...

Wenn ich deine Texte lese, gewinne ich sehr stark den Eindruck ...

Sicher wirst du dir darüber Gedanken gemacht haben. Aber du schreibst ellenlange Texte und sie geben das Bild von einem Mann …

Deine Beschreibung … erweckt sehr stark den Eindruck, dass …

Und so wie du dich darstellst, wird sie völlig zu Recht bezweifeln, ob …

... kann man einen Text ja kaum versehen. Was ich schrieb war abgeleitet aus dem, was du mitgeteilt hast und wie es dargestellt bzw. formuliert war.

Du hast sehr empfindlich darauf reagiert, dass dir vorgehalten wurde, nicht bei deinem Kind gewesen zu sein. Wenn du genau hinschaust, habe ich mir über die möglicherweise durchaus zwingenden Gründe kein Urteil erlauben können (und deshalb auch die Frage verkniffen, warum du sie dann nicht zu dir geholt hast), sondern Schlüsse vor allem daraus gezogen, wie du darüber berichtest.

Damit meine ich weniger den Umstand, dass du nicht da warst, als vielmehr das, wie du darüber zu empfinden scheinst.

Dazu passte auch das Fernbleiben von der Einschulung wegen der nur vagen Möglichkeit, von Anna zu hören.

Dieses Verhalten und alles was du schreibst, erweckt den Eindruck, dass du zum ersten Mal in deinem Leben von einer menschlichen Liebe völlig überwältigt wurdest und dass du diese Liebe für so großartig und einmalig hältst, dass sie dir (und Anna) die Freizeichnung liefert, weniger Rücksicht auf andere nahestehende Menschen zu nehmen. Deshalb kam ich zu der Einschätzung, dass du ein distanziertes Verhältnis zu deiner Familie habest. So ein überschwängliches Liebesgefühl ist aber völlig normal, auch wenn man meint, im siebten Himmel zu schweben und dass dagegen alles andere unbedeutend erscheinen müsse. Aber ein gereifter und einfühlsamer Mensch vergisst auch dann normalerweise nicht, welche minimalen Rücksichten er auf Menschen nimmt, die ihm wirklich lieb und wichtig sind.

Es tut mir leid. Aber auch nach deinem weiteren Beitrag gelange ich zu keinem anderen Eindruck, dass es dir an Empathie fehlt. Wohlgemerkt Eindruck. Wenn der richtig ist, wirst du nie empfinden können, warum Anna ihren Mann und ihre Familie nicht verlassen will. Und zwar nicht nur aus Vernunftsgründen.

Dazu hätte es dieses Satzes ...

Es gibt Situationen, in die kann ich mich hinein versetzen und es gibt Situationen, in die kann und möchte ich mich nicht hinein versetzen weil es mich nicht interessiert oder nichts ist, das ich anstrebe.

... gar nicht bedurft.

g/auloxise


Ich lese hier immer noch interessiert mit - und möchte mich uneingeschränkt Ice_Lady und Uomo3 anschließen. Viele Worte machen nicht viele Gefühle.

Ab einem gewissen Alter weiß man, wo die eigenen Verantwortungen im Leben sind. Und man weiß auch, wann man verloren hat. Das macht man dann meistens nicht zum ersten Mal, also wischt man sich dann den Rotz von der Nase und führt das Leben fort.

Werd erwachsen, lass deine Herzensdame ihr Leben führen, sie hat sich entschieden. Und deine Dramen kannst du ja dann auf der Bühne ausleben.

D(orfnxixe


Pepromeno schrieb: es war eine gute show, der vorhang ist nun zu und du verlässt das theater. und vom trubel und lärm, kommst du in eine einsame stille.

Du schriebst: Du hast keine Ahnung, wie recht du damit hast. Und man geht zurück in die Garderobe und weiß, dass die Menschen, denen man gerade noch Freude bereitet hat, nun in Gesellschaft ihren weiteren Abend genießen.

Da hatte ich mich beim Lesen sehr gewundert, dass du dich in dieser Show als Darsteller einsortiert hast - ich nehme an, die meisten Menschen hätten sich da eher in der Zuschauerrolle gesehen (vielleicht kann Pepromeno aufklären, wie es gemeint war?).

Ich selbst hatte - offenbar nicht als einzige - bei deinen Texten den Eindruck, dass du dich selbst und deine Rolle in der ganzen Geschichte für etwas zu wichtig nimmst, was wiederum sehr dazu gepasst hat, wie du die Theatermetapher interpretiert hast. Also hab ich das Bild mit dem Theater übernommen und dich dabei aber auf die andere Seite des Vorhangs gerückt.

Da ich jetzt inzwischen weiß, dass du hauptberuflich Tänzer bist, wundert es mich jetzt natürlich weniger, dass du dich in der Metapher auf statt vor der Bühne gesehen hast.

Aber "so herum" ergibt es trotzdem einen Sinn, vielleicht sogar eher noch deutlicher: durch deinen Beruf und die häufige Abwesenheit von deiner Familie bist du ja quasi immer nur auf der "besonderen" Seite, verkörperst ein "Event" - sowohl deine Zuschauer als auch deine Familie ersehnen den Moment, dich endlich zu sehen, haben wochen- oder monatelang darauf gewartet, und es bleibt eine gewisse Enttäuschung zurück, wenn du dann wieder weg bist. Gleichzeitig bist du derjenige, der von Anfang an weiß, wie die Vorstellung abläuft, für den sie nichts besonderes mehr ist, weil du sie jeden Abend spielst. Du kennst den Beginn und das Ende und weißt schon beim drittletzten Stück, dass bald der Vorhang fällt. Die Zuschauer wissen das unter Umständen nicht, oder sind so gefesselt von der Aufführung, dass sie überhaupt nicht darüber nachdenken. Ähnlich wird es deinem Sohn gehen, wenn du zwischendurch mal nach Hause kommst. Selbst wenn er ungefähr weiß, wie lang (z.B.) 2 Tage sind, wird sein Gefühl trotzdem eher dem eines in den Alltag zurückgeschleuderten Theaterzuschauers nach einem spannenden und fesselnden Stück entsprechen, wenn du wieder weg bist.

Entsprechend hast du vielleicht wenig Einblicke in die Gefühlswelt der Menschen "auf der anderen Seite". Und jetzt, in deiner Situation mit deiner Anna, bist du aber in eben genau dieser Rolle: sie zieht die Strippen, sie bestimmt die Choreographie und sie weiß und entscheidet, wann der Vorhang fällt. Du kannst dir zwar wünschen und hoffen, sie eines Tages oder gelegentlich mal bei einer kleinen Autogrammstunde wiederzutreffen und ihr deine Bewunderung auszusprechen, mehr aber leider nicht. Und dass du eben diese "Empfänger"-Rolle nicht gewohnt bist und sozusagen über keine passende "Verhaltensschablone" verfügst, damit umzugehen, könnte doch ein Aspekt sein, der es dir jetzt so schwer macht, von Anna Abschied zu nehmen.

Noch kurz was zum Thema Einschulung deines Sohnes: ich finde, gerade wenn es so selten möglich ist, bei ihm zu sein, und wenn das eben auch für besondere Tage wie Geburtstage oder Weihnachten gilt, finde ich es besonders traurig, wenn du zur Einschulung nicht hingehst, obwohl an diesem Tag ja offenbar die (seltene) Gelegenheit dazu gewesen wäre, weil du eben nicht auf irgendeiner Bühne am anderen Ende der Welt standest.

Ich gebe dir im Grunde Recht damit, dass es für einen "guten Vater" mehr braucht als ständig zuhause zu sein. Aber erstens fehlst du für deinen Sohn als Alltagsperson, und zweitens finde ich, dass ein "guter Vater", wenn er schon in einer Situation wie deiner ist, dann doch zumindest jede Gelegenheit nutzen sollte, sein Kind zu sehen. Und vielleicht erst recht, wenn eine dieser seltenen Gelegenheiten noch auf einen besonderen Tag wie die Einschulung fällt. Du hast jeden Abend eine Show mit begeisterten Zuschauern. Dein Sohn hat aber in seinem ganzen Leben nur einen einzigen ersten Schultag.

CChanxce00x7


@ TE

... dann versetz dich doch mal in denen ihre Lage und frag dich, warum die an Weinachten nicht bei ihren Familien sind oder ob da oben evtl. eine Mutter oder ein Vater steht, dessen Kind heute Geburtstag hat.

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Ausreden.

Es wäre ein Leichtes, einmal im Jahr die Familie an den Ort Deiner Aufführung nachreisen zu lassen. Du wirst nicht 24/7 auf der Bühne stehen. Da wäre sicher dazwischen genug Zeit, Deinem Kind mal zum Geburtstag zu gratulieren und einen Teil der Zeit mit Deiner Familie zu verbringen.

Für andere geht es ja auch:

Ich bin ein sehr spontaner, manchmal ambivalenter Mensch und kann Gefühle leben, auch mal mit dem Kopf durch die Wand. Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, dann mache ich das. Wen ich mir z.B. in den Kopf gesetzt habe sie zu sehen, dann bin ich abends die 100 km zu ihr gefahren und habe sie, vor ihrem Haus stehend eine Nachricht geschrieben, dass sie bitte mal den Müll raus bringen soll. Nur ein Beispiel.

Da ist das schon ehrlicher:

Ich war irgendwie auch nicht in der Stimmung auf einen Flug und die Familie und deren Fragen wann ich denn wieder nach Hause komme.

Ich verstehe Annas Entscheidung, habe aber Einwände.

Dann solltest Du diese (einmalig) Anna mitteilen und es danach gut sein lassen. Ich denke jedoch nicht, dass sie zurückrudert.

Wenn sie bei ihrer Entscheidung bleibt, ist diese zu akzeptieren. Augenhöhe beginnt da, wo man dem anderen nicht erklären möchte, dass er das nicht richtig sieht, weil ... Sie ist eine erwachsene Frau. Sie wird es für sich von jeder Seite beleuchtet haben. Ihre Begründung finde ich nachvollziehbar. Du musst sie nicht bis ins kleinste Detail verstehen und zustimmen. Akzeptieren musst Du sie dennoch (irgendwann).

Für DICH scheint es eine plötzliche Entscheidung zu sein. Das ist sie sicher nicht. So etwas hat meistens eine längere Vorlaufzeit, die Du wahrscheinlich einfach nicht wahrgenommen hast.

BUas[il7x5


flo_eck

Es passiert in Foren wie diesem halt relativ häufig, dass die zu Beginn proklamierten Tatsachen eben doch nicht so hieb und stichfest sind. Deshalb suchen viele Forenteilnehmer nach der Lücke im Geschriebenen, nach dem blinden Fleck im Gesichtsfeld des Fragenden.

Okay, das klingt einleuchtend.

Ich habe halt (bis auf ein Fachforum Tanz) keine Erfahrung mit Foren und finde es erstaunlich, wie viel Zeit Menschen in die "Analyse" anderer stecken ohne sich zu dem eigentlichen Problem zu äußern. Aber, man lernt nie aus…

Natürlich weiß ich, dass die Lösung des Problems oft bei einem selbst liegt. Und nachfragen ist ja auch okay. Aber nicht nachfragen und Schlüsse ziehen oder nachfragen und dann Vermutungen oder gar Unterstellungen bzgl. des Charakters und der Persönlichkeit abzuliefern das befremdet mich nach wie vor.

Dabei kann es rauh zu und her gehen, in der Regel haben die Teilnehmer aber keine bösen Absichten.

Das glaube ich auch nicht. Ich empfinde nur, nach wie vor, einige Beiträge anmaßend, überzogen und vollkommen am Thema vorbei.

Diese Sachen helfen, da bin ich auch bereit mich darauf einzulassen:

Nein, aber du kannst dir vornehmen, die Rolle und Wichtigkeit deiner Anna in deinem Leben zu hinterfragen

Ihre Wichtigkeit zu hinterfragen, ja, das tue ich. Und ich komme dabei zu dem Schluss: Sie ist mir wichtig, ich liebe sie über alles.

Und ich weiß, dass sie mich auch liebt. Deswegen handle ich in den Augen Außenstehender vollkommen neben der Spur. Anna ist mir wichtig, mir ist wichtig, dass es ihr gut geht, mir ist wichtig, dass sie gesund ist, mir ist jede Minute wichtig und kostbar, die sie mit mir verbringt und mir widmet und die ich ihr widmen kann.

Sicher habt ihr mit dem Worten "Vergiss sie" evtl. nicht ganz Unrecht. Aber es geht einfach noch nicht. Ich habe leider an mir noch keinen Schalter gefunden, der Anna von der Festplatte löscht.

Was hat dir denn das Nachgeben dieser Sehnsuchtsattacke gegeben ausser Frust, schlechten Schlaf und einem schlechten Gewissen? Und das für diese winzigkleine Chance, ihr über den Weg zu stolpern.

Es hat mir das Wissen gegeben, dass die Chance sie zu sehen, obwohl sie gering war, doch größer war, als wenn ich in St. Petersburg gewesen wäre.

Dieser Aufenthalt wäre der Horror gewesen, weil ich die Situation dort ständig mit der hier in Deutschland abgeglichen hätte und die Situation dort einfach nur unerträglich gewesen wäre. Davor hatte ich auch Angst und ich hatte keine Lust darauf.

Der Vorteil wäre, da gebe ich dir Recht, ich hätte, für ein gewisses Maß, ein reines Gewissen bezüglich meines Sohnes.

Uomo 3

Dieses Verhalten und alles was du schreibst, erweckt den Eindruck, dass du zum ersten Mal in deinem Leben von einer menschlichen Liebe völlig überwältigt wurdest und dass du diese Liebe für so großartig und einmalig hältst, dass sie dir (und Anna) die Freizeichnung liefert, weniger Rücksicht auf andere nahestehende Menschen zu nehmen.

Dem stimme ich zu. Ich liebe sie, wie ich noch nie jemanden geliebt habe. Und die Zeit mit ihr war die schönste in meinem Leben. Und das, was ich seit 7 Monaten durchlebe, seitdem sie die Liebesbeziehung beendet hat, hat mich tatsächlich in eine tiefe Krise gestürzt, die ich so noch nicht erlebt habe.

Und was deine Anmerkung betrifft, dass ich weniger Rücksicht auf andere Menschen betrifft – hm. Ich denke, dass eine solche Situation das mit sich bringt. Nichtsdestotrotz denke ich, dass die Menschen, die mir nahe stehen schon allein deswegen vor meiner "Ignoranz" ihnen gegenüber geschützt waren, weil sie so weit weg leben.

Aber wir sprechen hier noch immer von nur EINEM Vorkommnis, die Einschulung. Wie kommst du denn darauf, dass ich grundsätzlich ein Mensch bin, der weniger Rücksicht auf andere nahestehende Menschen nimmt?

Es tut mir leid. Aber auch nach deinem weiteren Beitrag gelange ich zu keinem anderen Eindruck, dass es dir an Empathie fehlt. Wohlgemerkt Eindruck.

Auch dieser Eindruck ist falsch. Glaubt mir aber ohnehin niemand.

Ich stehe den ganzen psychoanalytischen Beiträgen hier sehr kritisch und, wie du sicher gemerkt hast, hier, in dieser Form und mit diesen Voraussetzungen, auch abwehrend gegenüber. Es geht für mich am Thema vorbei, ich möchte das auch nicht und, ich gebe es zu, es nervt mich und macht mich wütend weil ich dem ganzen hier nicht traue. Wenn ich eine Psychoanalyse brauche, dann buche ich mir ein paar Sitzungen bei jemandem, von dem ich mir sicher bin, dass er sein Fach versteht und der mich vor sich sieht.

Eure "Analysen" und/oder Vermutungen helfen mir kein bisschen weiter. Man muss so etwas wollen um daraus Nutzen zu ziehen. Und wie schon gesagt, wenn ich das will, dann zahle ich einen Psychiater. Und ich möchte das hier aus dem Grund auch nicht, weil ich dir zum Teil und der IceLady im Besonderen nach wie vor abspreche, dass ihr es aus dem, was ich hier sage, dies Schlüsse ziehen könnt. Mögen sie noch so diplomatisch und vermutend formuliert sein. Und außerdem, wenn ich Eure "Analyse"/Vermutungen eines rücksichtslosen, empathielosen, impulsiven Narzissten abstreite, dann nehmt ihr es doch ohnehin nicht hin und holt wieder einen Satz aus, der eure These für euch bestätigt. Ich habe doch keine Chance bei euch. Ich bin von Anfang an stigmatisiert!

Also, Ende mit dem Thema!

Wie gesagt, ich bin mir sicher, hier gibt es genügend Forumsteilnehmer, die nur darauf wartet, dass ihr euch ihnen widmet. Ich möchte das nicht!!!

Ich danke dir für deine ebenfalls sehr ausführlichen Antworten und Versuche. Aber es ist nicht das, was ich möchte, brauche und worin ich mich erkenne! Und außerdem muss ich dann auch nicht mehr so ellenlange Texte schreiben. ;-)

Danke!

IceLady

Ich mache nun etwas, was ich ansonsten niemals machen würde: ich antworte, ohne die ausladenden Erklärungen je gelesen zu haben

Sehr gut! Dann bist Du ja auf dem richtigen Weg! Dann folgt jetzt Schritt zwei – nach "nicht lesen" folgt "nicht antworten". ;-) Wirst du an dich halten können?

%-|

Hallo KatzeimSack

Ich glaube, dein Beitrag ist hier der erste, der mir wirklich hilft, mir wirklich das Gefühl gibt, verstanden zu werden, mir nicht das Gefühl gibt, dass ich mir das hier auch sparen kann und der mir ans Herz geht. Dafür allein schon mal danke! Eigentlich hatte ich auf Menschen gehofft, die reelle Erfahrung haben. Interessanter Weise haben sich diese nur via PN mir gemeldet. Wahrscheinlich wussten sie, was oder wer ihnen sonst blüht. ;-)

Ich habe selbst Affärenliebesbeziehungserfahrung und habe über ein sehr hilfreiches und wahnsinnig tolles Forum sehr viele Menschen kennengelernt, denen es ebenso geht.

Vielleicht kannst du mir den link zu diesem Forum via PN zukommen lassen?

Einige konnten sich daraus befreien und sind anderweitig glücklich geworden, andere stecken noch mittendrin, wenige haben den Affärenpartner gewinnen können.

Aber es gibt sie. Und diese Hoffnung, die ja nicht aus purem Wunschdenken heraus geboren ist, habe ich.

Genau deswegen:

Sie hat sich also getrennt von dir - aber losgelassen hat sie dich nicht. Sie braucht dich, deine Liebe und wie du sie durch deine Augen siehst.

Ja!!!! Man sieht, da spricht die Fachfrau! Auch wenn es für dich sicher auch nicht leicht war diese Erfahrung so intensiv zu machen, dass du in der Lage bist, es so zu reflektieren.

Sie genießt meine Gesellschaft und die Art der Aufmerksamkeit, die ich ihr zukommen lasse. Ein Freund (ein echter Frauenkenner ;-)) sagte mal, wenn eine Frau nach einer Beziehung Freunde bleiben will, dann hat sie dich entweder nicht geliebt oder sie liebt dich noch immer.

Da ich weiß, dass sie mich geliebt hat, ist das natürlich Öl in mein Feuer!

Fakt ist, du bist auf der Warmhalteplatte gelandet und indem du weiterhin für sie erreichbar bist, entlastest du deine "Freundin" in ihrem inneren Konflikt.

Ja, diese Befürchtung habe ich auch, auch wenn ich es mir so krass nicht eingestehen wollte. Eigentlich ist das ja nicht sehr nett von ihr. Aber sie hat so, wie es jetzt zwischen uns ist, den maximalen Gewinn bei minimalen Risiko. Ich tarne das vor mir mit Verständnis für ihre Situation, nutze es für mich weil ich sie so weiterhin bei mir habe, aber es tut auch weh. Und deshalb werde ich über das:

Wenn du sie wirklich willst, gibt es nur den einen Weg: den Kontakt komplett abbrechen und sie auf sich selbst und ihre Beziehung zurückwerfen. Sehen, ob sie es ohne dich aushält, ihre Sehnsucht nach dir anheizen. Und hoffen, dass ihre Gefühle für dich so stark sind und sie so leidet, dass sie die Vernunftentscheidung nicht leben kann.

Wirklich nachdenken und es in Erwägung ziehen.

Ich selbst hatte diese Idee schon. Aber ich hatte und habe noch immer Angst davor. Aber irgendwie klingt es von jemandem anderen, der Erfahrung hat, doch einleuchtend. Wie gesagt, ich werde da ganz gründlich drüber nachdenken.

Ich wünsch dir jedenfalls alles Gute und viel Kraft - ich weiß, wovon ich spreche.

Ich danke dir, das merkt man!

Und wenn du jetzt noch ein Taschentuch für mich hast bist du meine neue beste Freundin! @:)

SilkePearl

Auch wenn Du nun denkst, es gibt nie wieder eine Anna - das stimmt, aber es kann eine Anett oder oder eine Anabell geben, irgendwann ... Und dann ist auch Anna Geschichte, auch wenn Du es Dir jetzt noch nicht vorstellen kannst.

Das wird dann Plan B.

Bsasi|l7a5


Chance

Es wäre ein Leichtes, einmal im Jahr die Familie an den Ort Deiner Aufführung nachreisen zu lassen.

Das habe ich sogar mehrmals im Jahr getan. :-) All die Jahre!

Da wäre sicher dazwischen genug Zeit, Deinem Kind mal zum Geburtstag zu gratulieren und einen Teil der Zeit mit Deiner Familie zu verbringen.

Das ist alles passiert! Ich werde aber nicht anfangen hier Beispiele aufzuzählen. Außerdem ist, wie schon angemerkt, mein Leben als Ehemann bzw. Vater hier nicht das Thema.

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Ausreden.

Ich würde mir nie anmaßen so über etwas zu urteilen worüber ich anscheinend keinen blassen Schimmer habe.

Mehr sage ich zu dem Thema nicht mehr. Das wurde nämlich alles schon geklärt.

Für DICH scheint es eine plötzliche Entscheidung zu sein. Das ist sie sicher nicht. So etwas hat meistens eine längere Vorlaufzeit, die Du wahrscheinlich einfach nicht wahrgenommen hast.

Das kann sehr gut möglich sein. Ich habe tatsächlich NICHTS gemerkt. Hätte ich es getan, hätte ich nur eine Vermutung gehabt dann hätte ich doch versucht heraus zu finden was in ihr vorgeht und ob und wenn ja wie wir das lösen.

Dann käme ich auch besser damit zurecht und könnte es akzeptieren. Weil dann hätte ich das Gefühl, etwas getan zu haben, die Chance zum kämpfen bekommen zu haben. Aber das hatte ich ja nicht. Ich wurde vor die Tatsache gestellt und fertig.

Dorfnixe

Sehr schöner Beitrag. Dem möchte ich mich später widmen. Ich würde gern noch etwas darüber nachdenken. @:)

g+aulHoisxe


Sehr gut! Dann bist Du ja auf dem richtigen Weg! Dann folgt jetzt Schritt zwei – nach "nicht lesen" folgt "nicht antworten". ;-) Wirst du an dich halten können?

Jetzt wird es putzig. ;-D

d>ie Se>rafinxa


Es geht für mich am Thema vorbei, ich möchte das auch nicht und, ich gebe es zu, es nervt mich und macht mich wütend weil ich dem ganzen hier nicht traue. [...] Eure "Analysen" und/oder Vermutungen helfen mir kein bisschen weiter. [...] Also, Ende mit dem Thema!

Vielleicht gibst du beim nächsten Mal eine genaue Schablone vor, welche Art von Meinungen und Beiträgen erlaubt sind und was genau du hören möchtest. Damit ersparst du dir und uns eine Menge Ärger.

Kwatze*imSaxck


Hmm, ich frage mich halt, was eure Diskussionen um seine Vaterrolle ihm konkret bringen sollen für seine eigentliche Fragestellung? ???

Wird einem hier nur weitergeholfen, wenn man vorher einen Seelenstriptease hingelegt hat und von euch als absolut moralisch einwandfrei in jedem Lebensbereich befunden wurde?

IkceLadyL_50


Weil die Rolle (im Übrigen: nettes Wort in genau dieser Situation), die er als Vater spielt, symptomatisch bzw. repräsentativ für die ganze Beziehungssituation ist.

Witzigerweise habe ich in meinem sehr inneren Umfeld eine ehemalige Primaballerina, die höchstwahrscheinlich an mindestens den selben Einsatzorten zugegen war, die hier genannt werden.

Einen Einsatz abzusagen oder sich nicht für die Hauptvorstellung einsetzen zu lassen, hat zur Konsequenz, dass die Zweitbesetzung dran kommt. Hier muss man dann entscheiden, wo die wahren Prioritäten liegen.

Ein bisschen wie im wahren Leben, gelle?

Aber worum geht es denn hier? Darum, dass jemand seinen Spiegel verloren hat - Anna. Anna ist der perfekte Spiegel für den selbstgefälligen Hauptdarsteller in dieser Performance. Sie nimmt sich genau das, was ihr gut tut und wenn es ihr ggf. zu nahe kommt oder sie es nicht mehr gebrauchen kann, hebt sie das Ganze auf ein Nebengleis - nicht, ohne nicht dabei in Sichtweite zu bleiben, auf dass sie ihr Spiegelbild nicht ganz verliert und weiter beobachten kann.

Bei ihr kann er Nähe zulassen, Dinge empfinden, die er bis dato nicht kannte. Lehrbuchartig quasi.

Diese Situation kann auch sehr lehrreich sein, wenn man das für sich selber zulassen will. Kommt mir hier nicht so vor, daher werden auch nur die Beiträge als positiv reflektiert, die das geschundene Haupt streicheln und ein Taschentusch anreichen.

Im Übrigen: was einen so ärgert, sollte man sich mal näher ansehen. Könnte sich lohnen.

A%lWouetxte


Hallo Basil, so richtig klar ist mir auch nicht, was für Hilfe Du Dir eigentlich hier erwartest. (Dir selbst war Deine Erwartung ja auch nicht klar, wie Du im Eingangsbeitrag schriebst.)

Du schreibst sehr viel, vieles hört sich sehr dramatisch an, und ich nehme Dir auch ab, dass es sich für Dich gerade genau so dramatisch anfühlt, wie Du es beschreibst. Wenn Du diese dramatischen Gedanken nun aber mit unzähligen anonymen Menschen teilst, was für Reaktionen erwartest Du dann? Die meisten von uns haben schon einmal "dramatische" (im Sinne von tiefgehend, intensiv) Liebesgefühle erlebt, aber eben auch, dass diese 1. oft eher einem hinterher nicht mehr richtig erklärbaren Hormonrausch entsprangen (vor allem wenn sie so dermassen lebensbestimmend sind wie es bei Dir der Fall zu sein scheint), und 2. dass auch die dramatischten Gefühle irgendwann abnehmen, verblassen, verschwinden. Wenn man das Abnehmen und Verschwinden denn zulässt bzw. auch ein bisschen forciert.

Du hast nun eine Handlungsanweisung bekommen, die Dich in Deinem Rausch bestärkt und Dich zufrieden zu machen scheint (Kontakt abbrechen, damit Anna sich ihrer Sehnsucht nach Dir bewusst wird). Ob das in Deinem Fall funktioniert, vermag keiner hier vorauszusagen. Probiere es aus.

Die Beiträge, die eher in eine andere Richtung gehen (und deren Verfasser das Wissen über das Gefühleverblassen im Kopf haben) gefallen Dir nicht. Viel mehr Möglichkeiten gibt es aber nunmal nicht. Also?

Ich würde Dir raten (Achtung, Psychoschiene!) zu versuchen, ein bisschen Abstand zu der ganzen Sache zu gewinnen, sozusagen aus Vogelperspektive mal zu schauen, was da eigentlich gerade in Deinem Leben passiert. (Was würdest Du als Unbeteiligter einem guten Freund raten?) Ich nehme Dich einerseits als relativ egoistisch wahr (und dass Du Deine Bedürfnisse als sehr wichtig erachtest, hast Du ja selbst geschrieben), gleichzeitig scheinst Du Dich aber auch als totales "Opfer" der Situation zu sehen. Du bist "Opfer" dieser übergrossen Liebe zu Anna, "Opfer" der Tatsache, dass sie Dich so überraschend verlassen hat, "Opfer" Deiner Unfähigkeit, den "Schalter" zum Kontaktabbruch zu drücken, ... Damit bin ich nicht einverstanden. Natürlich ist es nicht leicht, behauptet ja auch keiner, aber selbst der verliebteste Mensch kann Entscheidungen treffen, um nichts anderes geht es hier. So weh es auch tut, Du musst schon wollen, dass es Dir besser geht (auch ohne Anna), dass Du nicht mehr leiden musst, wenn Du in St. Petersburg bist und an die Möglichkeit denkst, ihr rein zufällig über den Weg zu laufen. Ohne diesen Willen bleibt nur ein Verharren in der für Dich unbefriedigenden Situation. Und dann nützen auch 1000 weitere Beiträge hier im Forum nichts.

AVloaueOtte


Hmm, ich frage mich halt, was eure Diskussionen um seine Vaterrolle ihm konkret bringen sollen für seine eigentliche Fragestellung? ???

Wird einem hier nur weitergeholfen, wenn man vorher einen Seelenstriptease hingelegt hat und von euch als absolut moralisch einwandfrei in jedem Lebensbereich befunden wurde?

Nein, und es ist auch daneben, jemanden hier anzugreifen und moralisch zu verurteilen. Aber ich glaube, dass es in Basils Situation, in der er gerade so ausschliesslich um SICH und SEIN Empfinden kreiselt, hilfreich sein kann, ihm aufzuzeigen, dass er eben nicht allein (mit Anna) auf dieser Welt ist, und dass er nebenbei auch noch Verantwortung für das Wohlergehen weiterer Menschen übernommen hat. Das mag sich gerade weniger interessant und intensiv anfühlen als seine Liebesgefühle, im Moment offenbar zweitrangig erscheinen gegenüber der Möglichkeit, Anna zufällig zu begegnen, aber es könnte ihm eventuell helfen, seinen Gefühlsrausch nach und nach auf ein "normales" Level zu beruhigen.

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH