» »

In Beziehung zu Sex "gezwungen"

DzorfHni?xe


Als bisher stille Mitleserin melde ich mich jetzt mal aktiv zu Wort: Alias, du hast mein volles Mitgefühl. Für alles, von deiner (anfänglichen) Verunsicherung bis zu der Angst, die du heute spürst. Ich finde ebenfalls, dass du wirklich gut mit dir und der Situation umgehst. Ich wünsche dir das allerbeste für alles, was noch auf dich zukommt.

Zu dem Klinik aufenthalt: gut, dass dein Exfreund jetzt erstmal untergebracht ist. Jedoch kann so eine Unterbringung, insbesondere gegen den Willen des Patienten, immer nur von begrenzter Dauer sein. Gegen den Willen behandelt werden (z.B. durch intravenöse Medikation unter Fixierung) geht in aller Regel ueberhaupt nicht, es sei denn, jemand versucht auf Station, sich oder jemand anderen umzubringen. In der Regel versuchen die Kliniken, die Patienten zu über zeugen, freiwillig dort zu bleiben. Wenn die dann plötzlich auf die Idee kommen, entlassen werden zu wollen, kann natürlich nochmals überprüft werden, ob weiterhin oder wieder Gefahr von demjenigen ausgeht, aber auch die besten und einfuehlsamsten Psychiater und Psychologen können immer nur vor den Kopf der Patienten gucken, niemals hinein. Das heißt, wenn ein Patient irgendwann herausgefunden hat, wie er sich verhalten muss, was er sagen und was er lieber für sich behalten sollte, wird irgendwann der Zeitpunkt kommen, an dem es keine andere Möglichkeit mehr gibt außer ihn zu entlassen. So, wie du ihn hier beschrieben hast bzw. wie er sich in letzter Zeit verhalten hat, sehe ich ein gewisses Risiko, dass er dann noch wütender ist als jetzt. Natürlich hoffe ich auf das Gegenteil, aber möglich ist eben (leider!) alles.

Eine Möglichkeit fiele mir noch ein, was du tun könntest, und die stelle ich hier in den Raum, weil ich dich bisher als wirklich außergewöhnlich reflektiert, gewissenhaft und vorausschauend erlebt habe: du könntest versuchen, in der Klinik seine Station zu erreichen und dem dortigen Behandlerteam die Ereignisse schildern. Die haben zwar Schweigepflicht (und werden dir also ohne sein Einverständnis keinen Entlasstermin nennen), aber kein Hörverbot. Evtl. könnte das dazu beitragen, dass er von den Behandlern besonders gründlich beobachtet wird und die ihm nicht einfach glauben, wenn er sich irgendwann reumütig zeigt und sagt, er habe jetzt kapiert, was schief gelaufen ist. Ich würde, falls du diesen Kontakt aufnehmen möchtest, dazu raten, um Diskretion zu bitten, also dass sie deinem Exfreund nichts von dem Gespräch erzählen. Ob sowas dann gemacht wird bzw. ob das bindend ist, weiß ich aber leider nicht. Ich habe aber schon von Fällen gehört, in denen dieser Wunsch respektiert wurde. Vielleicht hängt das mit dem persönlichen Empfinden des Oberarztes zusammen oder damit, wie zuverlässig und absprachefähig sich der Patient bis dahin gezeigt hat, oder oder oder. Wie gesagt, ist es erstmal eine Idee ins Blaue von mir, und ich bin mir sehr sicher, dass du damit gut umgehen wirst und keine leichtfertigen Schnellschuesse abfeuerst.

Was auch immer du tust, ich denke an dich und wünsche dir ganz viel Kraft, Durchhaltevermögen und beizeiten auch wieder Zuversicht. :)*

L1ichtAmcHor+izoxnt


"Wenn ich dich nicht haben kann, wird dich keiner haben"

Heilige Scheiße. :-o Ja, solche Ansagen unbedingt aufheben!!

Wurde früher schon angeraten... Schreib hier nicht wo Du unterkommst, Du weißt nie ob er diesen Faden nicht irgendwann findet. Stalker sind sehr einfallsreich, was Spurensuche betrifft.

CYinnaxmon4


Kann die Polizei da nix machen? Ihn nach dem Klinik-Aufenthalt in U-Haft nehmen oder dich personenschützen lassen?

C@in0namnon4


Ich würde die Bandaufnahmen auch mal der Polizei geben und die fragen, was man da machen kann! Vielleicht sehen die ja dann weitere Maßnahmen gerechtfertigt... Oder jemand von der Polizei kann man mal mit den Zuständigen in der Psychiatrie sprechen. Ich kenne mich da leider auch nicht so gut aus, aber ich würde echt mal Alles abklopfen, was dich schützen könnte! Und wenn dich da niemand unterstützen kann, solltest du wirklich darüber nachdenken, in ein Frauenhaus zu gehen. Das ist ja quasi Personenschutz, da kann dir dann nichts passieren. Weißt du, wie es mit der Anzeige jetzt weitergeht?

mFs92


Was ist es denn, was dich vom Frauenhaus abhält?

Oaldi1e4x9


@ Alias

Gut, dass du dich wieder gemeldet hast. Ich war nicht der einzige, der sich Sorgen gemacht hat.

Thema: Psychiatrie

Ich hatte gehofft, dass er auf irgendeinem Weg dorthin kommen würde. Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, dass es beim Aufenthalt in der geschlossenen Abteilung eine wesentliche Rolle spielt, ob der Betroffene lebensbedrohende Äußerungen (gegen sich oder andere) getan hat. Darum sollten die auch unbedingt dokumentiert werden. Da ich so etwas mal selber erlebt und dokumentiert habe, weiß ich, dass das dann auch ernst genommen wird und der Patient auch gegen seinen Willen festgehalten wird. Ich würde an deiner Stelle die Drohungen auf dem AB als Tondokument festhalten und ggf. der Polizeidienststelle übergeben.

Ich habe auch gute Erfahrung damit gemacht, selber Kontakt zur Psychiatrie aufzunehmen. Ich habe in dem genannten Fall eine Mail an den behandelnden Professor geschickt, denn ich bekam noch aus der Psychiatrie Anrufe mit bedrohlichem Inhalt. Meine Mail wurde sehr ernst genommen. Ich bekam informative Antworten, obwohl ich in keinem Verwandtschaftsverhältnis stand. Natürlich wurde dabei die Schweigepflicht eingehalten. Nach erfolgreicher Behandlung hat sich der Betreffende persönlich bei mir entschuldigt.

Thema Eltern:

Die sind in einem gewaltigen Loyalitätskonflikt. Und sie haben natürlich auch Aussagen ihres Sohnes bekommen, die sich sicher nicht mit deiner Sicht decken. Als Eltern glauben sie ihrem Sohn. Das dürfen sie auch und es ist nicht sinnvoll, sie einzubinden.

Thema Sicherheit:

Solange der Mann geschlossen behandelt wird, könntest du dich sicher fühlen. Aber deine Ängste sind stärker als die scheinbaren Fakten. Und ein Krankenhaus ist kein Gefängnis, obwohl geschlossene Abteilungen weitgehend sicher sind. Darum rate ich wieder einmal zu den besten Verbündeten, die du bekommen kannst. Das ist in meinem Augen vor allem die Polizei, die ja vermutlich auch Auskunft über Unterbringung und Aufenthalt des Mannes bekommen kann. Die braucht aber von dir so viele Fakten wie möglich. Ist denn mittlerweile das Gericht tätig geworden? Eventuell kann dir auch ein Jurist einiges weiter helfen und dich üerb deine Möglichkeiten informieren

Thema psychische Verarbeitung:

Die ist natürlich zur Zeit wegen der immensen Ängste noch nicht möglich. Aber es gibt auch da sicher Helfer, die du über die Ansprechpartner rund ums Frauenhaus kontaktieren kannst. Suche vor allem die Hilfe von kompetenten Fachleuten, die Erfahrung mit vergleichbaren Fällen haben. Parallel dazu ist es sinnvoll, dich an Orten aufzuhalten, die er nicht herausfinden kann. Und darüber würde ich auch hier im Forum nichts schreiben.

Abschließend wiederhole ich gern, dass du in meinen Augen sehr gut mit all dem umgehst. Wir Mitschreiber denken sicher viel an dich – wenngleich ich da natürlich nur für mich sprechen kann. Und es wäre gut, wenn du uns von Zeit zu Zeit mit wenigen Worten auf dem Laufenden halten könntest.

BWehmind The( Scenexs


Thema Sicherheit:

Solange der Mann geschlossen behandelt wird, könntest du dich sicher fühlen. Aber deine Ängste sind stärker als die scheinbaren Fakten. Und ein Krankenhaus ist kein Gefängnis, obwohl geschlossene Abteilungen weitgehend sicher sind. Darum rate ich wieder einmal zu den besten Verbündeten, die du bekommen kannst. Das ist in meinem Augen vor allem die Polizei, die ja vermutlich auch Auskunft über Unterbringung und Aufenthalt des Mannes bekommen kann. Die braucht aber von dir so viele Fakten wie möglich. Ist denn mittlerweile das Gericht tätig geworden? Eventuell kann dir auch ein Jurist einiges weiter helfen und dich üerb deine Möglichkeiten informieren

Das Thema Sicherheit ist hier sehr relevant, aber es wird voraussichtlich keinesfalls zu einem Personenschutz im klassischen Sinne kommen, weil die Gefährdungslage dazu einfach nicht ausreichend ist. Personenschutz kommt überwiegend Kronzeugen gegen die organisierte Kriminalität zugute, aber leider keinen Vergewaltigungsopfern. Die Messlatte liegt hier einfach unglaublich hoch.

Ein Anwalt kann hier m.E. am Besten helfen, zum Beispiel eine einstweilige Verfügung beantragen, dass sich der Ex-Freund der TE ihr nicht nähern darf. Die Polizei selbst wird wahrscheinlich eher beratend tätig werden, z.B. mit Hinweisen, wie sich die TE am Besten selbst schützen kann.

sItarr.y_ni1ghxt


Oldie49 trifft mal wieder den Nagel auf den Kopf. Und eigentlich will ich auch gar nicht groß was hinzufügen, aber noch etwas unterstreichen, was zwar so gemeint war aber nicht ganz klar dasteht.

Die Drohung, die der Kerl auf Deiner Mailbox hinterlassen hat, solltest Du unbedingt der Polizei und auch der Psychiatrie übergeben. Es ist wichtig für Deine Sicherheit, dass beide Stellen wissen, dass Du in akuter Gefahr bist sobald er frei herumläuft.

C~inn@amonx4


@ starry_night :)z

M!oni]ka65


Einen Anwalt wollte ich auch vorschlagen. Möglicherweise - könnte ich mir zumindest vorstellen - käme er auch an die Info, wenn er aus der Psychatrie rauskommt. Zumindest würde ich mich erkundigen, überhaupt hätte ich schon längst einen Anwalt kontaktiert.

Axnn=a1!001


Ein Anwalt kann hier m.E. am Besten helfen, zum Beispiel eine einstweilige Verfügung beantragen, dass sich der Ex-Freund der TE ihr nicht nähern darf. Die Polizei selbst wird wahrscheinlich eher beratend tätig werden, z.B. mit Hinweisen, wie sich die TE am Besten selbst schützen kann.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass meine Verfügung nicht mal das Papier wert war, auf dem es stand. Darauf verlassen würde ich mich nicht. Ich hatte wer-weiss-wie-oft die Polizei gerufen, weil er mich immer wieder bedrohte, sogar in meine Wohnung eindrang, ihn angezeigt, es ist nichts passiert, garnichts. Sie haben ihn beruhigt, heimgeschickt und sind wieder gefahren. Der Unterschied zur TE war, ich war mit diesem Mann verheiratet, schon Monate getrennt lebend, aber das machte wohl den kleinen, feinen Unterschied. Er war auf dem Papier mein Ehemann, und da sehe ich Deine Chance @TE.

Vor dem Gesetz ist er ein Fremder, der Dich bedroht. Auf alle Fälle wird es Zeit für einen Selbstverteidigungskurs. Du glaubst nicht wie feige diese Kerle in Wahrheit sind und so schwach. Ich habe letztlich zurückgeschlagen und dann war Ruh'!

Du bist eine starke Frau, Du schaffst das! :)* :)* :)* :)*

Crinnahmonx4


Hey Alias,

wie geht es Dir? Gibt es etwas Neues?

E8hem|al;igerW Nutzer H(#57301x2)


Mach mir auch immer wieder Gedanken über dich, hoffe sehr, dass es dir besser geht und lasse Grüße da .

jFodlexr


Aber ich sehe auch nicht ein, zu glauben, dass dieser rasende, fast schon fanatische Teil von ihm jetzt auf einmal alles sein soll, was ihn als gesamte Person ausmacht.

Liebe Alias,

an dem obigen Satz bin ich hängen geblieben. Auf Deinen Faden bin ich nur zufällig gestoßen, aber ich bin, nachdem er mich nicht mehr losgelassen hat, ehrlich betroffen.

Vieles ist schon geschrieben worden und die meisten hier haben Dir Mut gemacht. Ich möchte mich anschließen, weil der zitierte Satz richtig ist und viel über Dich aussagt. Kein Mensch ist nur "böse" und wer würde schon freiwillig über Jahre hinweg mit einem Monster zusammen leben wollen? Niemand; also gab und gibt es an Deinem früheren Freund gute Seiten. Auch wenn es richtig war, sich von ihm zu trennen (weil es wohl auch richtig ist, dass die Maske früher oder später ohnehin gefallen wäre), und auch wenn es wichtig ist, dass Du jetzt Schutz suchst und erhältst, ist es auch legitim (und wer sollte Dir hier etwas vorschreiben dürfen!), den früheren Partner nicht in Bausch und Bogen zu verdammen. Was wäre denn die Konsequenz? Du würdest Dein früheres Leben mit ihm entwerten, obwohl Du ihn geliebt hast und mit ihm glücklich warst. Ich habe großen Respekt davor, dass Du in dieser sehr schwierigen Phase einerseits richtig entschieden hast und Dir trotz aller eigenen Getroffenheit die Fähigkeit zur Reflexion erhalten hast. Ich meine, dass manch einer von Dir lernen kann.

Was ich sagen will: Deine Einstellung wird Dich nicht vor menschlichen Enttäuschungen bewahren (die bleiben, wenn überhaupt, nur Leuten erspart, die nichts an sich ran lassen oder in sonstiger Weise über andere Menschen hinweg gehen). Aber sie wird Dir helfen, auch künftig richtig zu urteilen und Entscheidungen zu treffen, zu denen Du stehen kannst; die werden Dir (ähnlich wie die Trennung vom Freund) vielleicht nicht gefallen, aber Du wirst letztlich mit Dir selbst im Reinen sein. Ich bin alt genug, um hier aus Erfahrung zu sprechen (positiver wie negativer). Ich würde noch nicht einmal ausschließen, dass Du mit der MENSCHLICHEN GRÖSSE, die Du hier zeigst, vielleicht sogar Euch beiden helfen kannst - nicht jetzt, aber möglicherweise später, oder auch nur mittelbar.

Dein früherer Freund braucht nämlich nicht weniger Hilfe als Du; er braucht sie auf andere Weise (von professioneller Seite). Der von Oldie (und auch schon davor) angesprochene Dialog mit seinen Behandlern kann Dir und auch ihm (und damit letztlich wieder Dir selbst) helfen: zielgerichtete Behandlung setzt korrekte und vollständige Information beim Behandler voraus; je besser seine Behandlung gelingt, umso geringer muss Deine Furcht vor seiner Entlassung sein (denn wir reden hier über einen mehr oder minder begrenzten Zeitraum).

Juristisch ist eher wenig zu machen, da das deutsche Recht in Bezug auf den Schutz von Stalking-Opfern in den Kinderschuhen steckt und das ganz praktische Problem besteht, dass eine gerichtliche Entscheidung nicht zu jeder Zeit durchgesetzt werden kann - der Gerichtsvollzieher begleitet Dich weder nach Hause noch wird er mit dem Zollstock nachmessen, auf welche Distanz Dein früherer Freund sich Dir noch nähern darf oder die vom Richter gezogene Grenze vielleicht schon überschritten wurde. Nein, eine Lösung sieht anders aus.

Du wirst sie darin finden, dass Deinem früheren Freund geholfen werden kann; mittelfristig wohl in einer neuen Wohnung; und natürlich in Deinem privaten Umfeld. Ich wünsche Dir von Herzen gute Freunde (die kann keiner, der hier schreibt, ersetzen) und deren Beistand. Und glaub mir: sie dürfen stolz darauf sein, Deine Freunde zu sein :)=

Alias 711589


Leider ist alles endgültig eskaliert. Er meint das ernst, wenn er mich nicht haben kann, soll mich keiner haben und fast hätte er ernst gemacht. Ich bin am Ende. Bin bis auf weiteres "abgetaucht" und es wurde alles gegen ihn ins Rollen gebracht, aber trotzdem nervlich am Ende. Ich bin gefangen in einem Alptraum.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH