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In Beziehung zu Sex "gezwungen"

C#inenamxon4


Alias, es tut mir sehr leid, dass du das erleben musstest!

Ich glaube, du tust dich mit dem Wort "Vergewaltigung" schwer, weil du nicht begreifen kannst, wie dein (Ex)-Freund das tun konnte?

Vielleicht hilft es dir, erstmal für dich herauszufinden, was es war? Ganz unabhängig davon, was dein Ex oder andere Menschen denken?

Du musst erstmal herausfinden, was es für dich war. Der nächste Schritt erst ist, zu sehen, was es für deinen Ex oder Unbeteiligte war. Und auch das kann dann nichts an deinen ureigensten Gefühlen ändern.

Ich wünsche dir viel Kraft dabei , dich zu sortieren :)* .

Was ich dir aber in jedem Fall raten möchte:

Triff deinen Freund (vorerst) nicht allein!

Wenn du irgendwann wieder das Bedürfnis haben solltest, mit ihm in Kontakt zu treten, solltest du das aus Selbstschutz nur an öffentlichen Orten oder im Beisein einer Person deines Vertrauens tun.

Wenn du dich dazu entscheiden solltest, ihm noch eine Chance zu geben, solltet ihr zunächst ein klärendes Gespräch führen, indem du ihm erklärst, was er mit dir gemacht hat, wie es dir nun geht. Eben das, was du hier geschrieben hast. Sein Fehler sollte ihm ernsthaft bewusst sein und er sollte es wirklich bereuen! Und er sollte dir auch plausibel erklären können, wie er annehmen konnte, dass der Sex auch von deiner Seite her einvernehmlich wäre.

Solltest du in Erwägung ziehen, diese Beziehung nach einem erfolgreichen Gespräch wiederzuleben, solltet ihr dann dringend (!) ein Safeword vereinbaren, an das sich beide immer halten!

Natürlich ist das keine Entschuldigung, aber da ihr wohl hin und wieder sehr triebgesteuerten Streit-Sex habt, wäre das die einzige (!) denkbare Erklärung (keine Entschuldigung!) für sein Verhalten. Dass ihm eben in diesem Moment nicht klar war, dass "Nein." "Nein." heißt.

Solltest du nach diesem schlimmen Erlebnis allerdings den Eindruck haben, dass ihn eh nichts hätte stoppen können - was ich sehr gut verstehen könnte - wäre es wohl besser für dich, du trennst dich endgültig, damit du so etwas mit ihm nie wieder erleben musst.

Die andere Variante mit dem klärenden Gespräch und dem Safeword ist die einzig denkbare für ein Bestehenbleiben der Beziehung, wenn überhaupt.

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich diesen Beitrag veröffentlichen sollte. Das Letzte, was ich will, ist es, eine Vergewaltigung zu verharmlosen. Allerdings hören wir hier nicht den Freund und seine Sicht des Geschehens. Es gibt eben die kleine Restchance, dass er diesen schrecklichen Fehler nicht willentlich begangen hat.

Fcifabfo!fumxm


Noch mal eine Meinung:

Ich finde nicht, dass diese Aktion eine Vergewaltigung war.

Es war nicht besonders "feinfühlig" und auch sicher nicht "die feine englische Art", aber in meinen Augen nicht mit einem Gewaltverbrechen gleichzusetzen.

Bin mir nicht sicher, ob der TE damit geholfen ist, die Sache jetzt so zu dramatisieren. ":/

Liebe Alias,

sag' Deinem Freund, wenn ihr Euch das nächste Mal seht, was Du empfunden hast.

Alles Gute für Euch beide! @:)

F|ifafohfumxm


Nachtrag:

Oh, Gott eine Vergewaltigung war es nicht! Es ist mir zu peinlich, es zu schreiben, aber ich weiß aus einem bestimmten Grund ganz sicher, dass es keine Vergewaltigung war... |-o

Redet der TE nichts ein, bitte.

"Vergewaltigung" ist hier nicht das Thema.

Viele schießen hier weit über das Ziel hinaus. :-|

L0ilkja4Gever


fifafofum was ist denn dann für dich eine Vergewaltigung wenn DAS für dich keine war?

CBinnaxmon4


Redet der TE nichts ein, bitte.

Da muss ich auch zustimmen.

Es ist total wurscht, wer von uns als Unbeteiligte (!) das Geschehene jetzt für eine Vergewaltigung hält oder für harmlos.

Ich finde, als Außenstehender kann man das nicht abschließend beurteilen, geschweige denn wissen.

Entscheidend ist, was die TE fühlt und ihr dabei zu helfen, herauszufinden, was sie fühlt.

Allerdings

Oh, Gott eine Vergewaltigung war es nicht! Es ist mir zu peinlich, es zu schreiben, aber ich weiß aus einem bestimmten Grund ganz sicher, dass es keine Vergewaltigung war... |-o

ist dieser Satz als Anstoß für diesen Appell wohl schlecht ausgesucht.

Orgasmen bei Vergewaltigungen haben nichts mit dem Kopfkino oder dem eigenen Empfinden zu tun, sondern sind Vorgänge, die rein auf der mechanischen Reizung der Intimgegend beruhen.

b/ladWe1x9


Für mich wäre die Beurteilung von Außen eine heikle Kiste, weil man nicht genau abschätzen kann, wie sich beide Parteien verhalten haben. Grundsätzliches Problem ist, dass bisher Sex als Lösung für Streitereien genutzt wurde, man also ein Muster hat. Dieses Muster ist quasi ein Automatismus zur Konfliktlösung und deswegen kann es durchaus sein, dass der Freund im Rahmen dieses Automatismus gehandelt hat, ohne sich dabei bewusst zu sein, dass er eine Grenze überschreitet, einfach weil beide es immer so gehandhabt haben. Die TE hat zwar gesagt, dass sie das nicht möchte, aber es bleibt unklar wie deutlich dieser Appell formuliert wurde und inwieweit dieser überhaupt beim Freund angekommen bzw. von ihm wahrgenommen wurde. Mitunter gehörte es für ihn zur Situation dazu, weil es in ähnlichen Situationen einen ähnlichen Protest gab, der aber substanzlos war.

Andererseits hat man die Wahrnehmung der TE und die deutet dann schon eher auf ein traumatisches Erlebnis hin; und wir wären wieder bei einer Vergewaltigung.

Shhojo


Eine Vergewaltigung ist für viele Menschen innerlich gleichgesetzt mit einem vollkommen zerstörerischen Trauma, bei dem kein Raum mehr für Ambivalenz ist - etwas rundum vollkommen Entsetzliches, aber nicht etwas Verwirrendes mit Interpretationsspielraum und offenen Fragen, und außerdem ist man danach kaum mehr lebensfähig, weil so tief am Boden. Und alles, was diesem "Klischee" nicht entspricht, ist dann in der Wahrehmung kene Vergewaltigung.
Letztendlich ist "Vergewaltigung" nur ein Begriff, der eine sehr weite Spannbreite außerordentlich unterschiedlicher Erlebnisse zusammenfasst, und auch die Reaktionen der Betroffenen sind sehr unterschiedlich. Deshalb finde ich es hier unpassend, darüber zu streiten, ob es "eine Vergewaltigung" war, wenn der Begriff Alias nur noch mehr durcheinanderbringt. Jedenfalls, Alias, hat er Deinen Willen missachtet und sich Dir gegenüber sehr grob verhalten. Es war jedenfalls alles andere als in Ordnung, und es hat Dich ziemlich hart getroffen. Eine sehr viel wichtigere Frage als die, ob es sich um eine Vergewaltigung gehandelt hat oder nicht, ist die, wie Du Dich fühlst, wie Du jetzt damit umgehst und wie Du es einigermaßen gut für Dich sortiert bekommst.

C4inLnamxon4


Deshalb finde ich es hier unpassend, darüber zu streiten, ob es "eine Vergewaltigung" war, wenn der Begriff Alias nur noch mehr durcheinanderbringt. Jedenfalls, Alias, hat er Deinen Willen missachtet und sich Dir gegenüber sehr grob verhalten. Es war jedenfalls alles andere als in Ordnung, und es hat Dich ziemlich hart getroffen. Eine sehr viel wichtigere Frage als die, ob es sich um eine Vergewaltigung gehandelt hat oder nicht, ist die, wie Du Dich fühlst, wie Du jetzt damit umgehst und wie Du es einigermaßen gut für Dich sortiert bekommst.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

PWlan\eten4wiynd


Redet der TE nichts ein, bitte.

Da muss ich auch zustimmen.

Es ist total wurscht, wer von uns als Unbeteiligte (!) das Geschehene jetzt für eine Vergewaltigung hält oder für harmlos.

Ich finde, als Außenstehender kann man das nicht abschließend beurteilen, geschweige denn wissen.

Entscheidend ist, was die TE fühlt und ihr dabei zu helfen, herauszufinden, was sie fühlt.

Ich möchte hier auch zustimmen. Lasst sie selbst entscheiden was das für sie war und wie sie damit umgehen wird.

Alles Gute liebe TE. :)* Ich kann dein Durcheinander verstehen.

AMrcywa w2.0


[..]

Ich kann das sogar sehr gut nachvollziehen wie die TE sich verhalten hat. Bist du noch nie in einer Situation gewesen, wo du total überwältigt warst? Sowas von aus der Fassung und überrascht, dass du starr vor Angst warst?

Ich hab auch immer geglaubt, dass ich bei einem Überfall oder einem Übergriff zu einer Furie mutiere, demjenigen die Augen auskratze, rumschreie, auf mich aufmerksam mache ... alles, was einem bei klarem Verstand in den Sinn kommt. Und in der Situation selbst ist man dann stumm wie ein Fisch und nicht in der Lage sich zu wehren oder gar zu bewegen. Man ist so überrascht, dass, wie in dem Fall, eine Person, die einem so nahe steht, zu sowas in der Lage ist.

E!hema"lige%r NuMtzer i(#5094U07x)


Dieser Mann geht dann mit Gewalt vor, sobald er ein ausgesprochenes "Nein", welches hier ausgesprochen wurde (!), nicht akzeptiert. Gewalt heißt nicht immer nur Blut und schlagen und treten...

Ich würde dir raten, deine unsensiblen und vollkommen deplazierten Kommentare zu verkneifen. Du richtest hier nichts positives an, indem du über Schilderungen urteilst, denen du selbst nicht beigewohnt hast.

EZhemaltiger NutzGer (-#15)


Einen unangebrachten Beitrag (und Bezug darauf) gelöscht.

Nxordxi84


Ich finde, ihr dramatisiert das viel zu sehr.

Das ist, bei den gegebenen Umständen, echt abartig.

Die Aussage

Dann ließ ich ihn einfach machen und wartete, bis es vor bei war.

zeigt für mich ganz eindeutig das die TE nicht wollte was ihr "Freund" hier gemacht hat. Und ja, auch ich würde das mit einer Vergewaltigung gleich setzen. Und selbst wenn man es nicht so nennen mag, der Kerl hat etwas sehr intimes gegen den eindeutigen Willen der TE getan.

Und genau deswegen kann ich die Verwirrung der TE auch verstehen. Der Kerl hat jegliche Grenze und jegliche Empfindung seiner Partnerin missachtet, sei es aus Dummheit oder sei es mit Absicht, das kann man hier nicht beurteilen. Die Frage an die TE ist jetzt wie es weiter gehen soll. Kannst du mit ihm darüber reden ? Kannst du ihm klar und deutlich sagen wie das für dich war und wie du dich fühlst und nimmt er das ernst ? Oder versteht er dein Problem mit der Situation vielleicht garnicht bzw. es ist ihm egal ?

Fvremdherx222


Dieser hier beschriebene Fall ist extrem kompliziert.

Nach dem Gesetz war es eine Vergewaltigung. Nach dem Gefühl, das wir hier alle (oder fast alle) haben, war es eine Vergewaltigung.

Aber wenn wir die Antworten der TE wirklich aufmerksam lesen und versuchen, sie zu verstehen, dann ist es ganz unwichtig für die TE, ob es nun eine Vergewaltigung war oder nicht. Denn bei ihr kommen hier ganz andere Gefühle zum Tragen. Nämlilch die Tatsache, dass es ihr langjähriger Freund war, dass sie ihn möglicherweise trotz allem immer noch liebt. Dass sie nun nicht weiss, wie es weitergehen soll. Ob sie sich auch mitscchuldig durch ihr Verhalten fühlt. Und sicher noch eine ganze Menge von Gefühlen, die wir gar nicht kennen können.

Wenn wir ihr helfen wollen, dann ist es doch sinnlos, ihr nun zu sagen, dass sie vergewaltigt wurde. Denn ob sie es so oder anders empfindet (jetzt immer noch empfindet!), das wissen wir nicht, können wir nicht wissen und ist allein ihre Sache. Die ganze Debatte, ob es eine Vergewaltigung war oder nicht, das bringt ihr gar nichts. Denn sie will nun wissen, wie es weitergehen soll. Und sicher denkt sie auch darüber nach, was sie selbst in der ganzen bisherigen Beziehung falsch gemacht und was alles falsch gelaufen ist und was möglicherweise das alles heraufbeschworen hat. Sie will also wissen, wie es nun weitergehen könnte.

Hier will ich mal einhaken und dir, liebe Alias 711589 folgenden Rat geben: Nachdem ihr bisher oft Streit hattet und diesen mit Sex bereinigt oder beendet habt, liegt hier sicherlich einer der Gründe vor, warum dein bisheriger Freund das mit dir getan hat. Ich würde versuchen, ein Gespräch (besser vielleicht sogar schriftlich) dies ihm mitzuteilen. Nicht als Entschuldigung für sein Verhalten (dafür gibt es keine Entschuldigung!), sondern lediglich als Erklärung, warum es zu dieser häßlichen Szene kam. Ich würde dir jedoch dringend raten, dich nicht auf eine Fortführung einer Beziehung einzlassen. Jedoch könnte es gut für dich sein, nochmals mit ihm zu kommunizieren, um den Fall auf diese Weise abzuschliessen. Alles nun für immer offen zu lassen, wird für dich keine gute Lösung sein, denn du wirst immerzu daran denken. Um den Fall für dich abzuschliessen, wird es notwendig sein, dich noch einmal mit ihm zu unterhalten. Sag ihm, dass er dich vergewaltigt hat und dass dies nicht in Ordnung war und du deshalb auch nicht wieder in eine Beziehung zu ihm treten wirst.Dann mach einen Schlußstrich unter all das und versuche, weiterhin zu leben und nicht mehr zu leiden oder ständige Fragen zu stellen. Was geschehen ist, das ist nun leider mal geschehen und es kann niemand mehr zurücknehmen. Sollte er sich entschuldigen (was ich hoffe und was zeigen würde, dass er versteht und einsieht, dass er diesmal etwas wirklich Schimmes getan hat), dann wird das für dich eine Erleichterung sein. Sollte er es nicht einsehen, dann kannst du mit Recht stinksauer auf ihn sein, was vielleicht für dich besser ist als der jetzige schwebende Zustand.

Und noch einen Rat für deine Zukunft: Wenn du wieder eine Beziehung eingehst, in der heftig gestritten wird und man den Konflikt mit Sex zu bereinigen sucht, dann lass die Finger davon. Sex ist zwar gut NACH DER VERSÖHNUNG, ABER NICHT ALS HILFE ZUR VERSÖHNUNG! So ein Verhalten ist gefärhlich, wie du nun selbst erfahren hast. Zwar gibt es Menschen, die das zu brauchen scheinen, aber es ist trotzdem gefährlich. Denn es kann zu Missverständnissen kommen.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du all das zu einem Abschluss bringen kannst und wieder ein normales Leben führen kannst. Ich halte dir die Daumen!

Alias 711589


Ihr habt so viel geschrieben... Danke! Ich lese gleich alles nach, wollte vorher noch kurz den aktuellen Stand der Dinge aufschreiben:

Leider bin ich doch ziemlich durch den Wind und noch immer sehr schockiert, heute eigentlich viel mehr als gestern. Irgendwie kommt das, was da passiert ist, erst nach und nach bei mir an... Und es treibt mir immer wieder Tränen in die Augen.

Gestern Abend bin ich zu meiner besten Freundin gefahren, um bei ihr zu übernachten, weil ich nicht alleine sein wollte. Sie war auch geschockt und konnte es gar nicht glauben. Im Laufe des Abends/der Nacht habe ich dann auch realisiert, dass es mir körperlich nicht so gut geht und da ein paar Dinge sind, die sich bis Montag hoffentlich von alleine wieder geben. Nichts dramatisches, nur leichte Unterleibsschmerzen und eine ganz, ganz minimale Blutung. Deswegen will ich wirklich nicht zum Arzt.

Ich kann auch gar nicht richtig sagen, was an der Situation für mich so schlimm bzw. am schlimmsten war.

Mein "Lass das" war übrigens nicht geflüstert oder halbherzig daher gesagt, ich bin da eigentlich nicht zimperlich. Ich hatte mich schon bevor er mich zum ersten Mal berührt hat und streicheln wollte, abgewandt, weil ich wirklich sehr, sehr wütend auf ihn war. Unser Streit war sehr hässlich und ich hatte ihm gerade gesagt, dass unser Gespräch so zu nichts führt, es ist besser wir reden weiter, wenn wir beide etwas abgekühlt sind. Als er dann herkam und mich im Gesicht anfasste, war ich richtig angepisst und wischte seine Hand weg (auch nicht gerade liebevoll, das gebe ich zu. Das hat ihn wahrscheinlich wütend gemacht und provoziert?). Beim zweiten Mal sagte ich ihm dann, dass er das lassen soll und ich das nicht will. (Wir hatten da ja schon ewig nicht mehr miteinander geschlafen, ich dachte nur, da braucht er mir jetzt in der Situation sicher nicht damit kommen)

Schlimm war, dass er das überhaupt nicht wahrgenommen/ernstgenommen hat oder ernstnehmen wollte. Eigentlich muss man sagen, es war ihm in dem Moment egal. Oder er war so in einem Tunnelblick, dass es ihn einfach nicht erreicht hat?? Ich kann es einfach nicht sagen. Eigentlich kann ich nicht glauben, dass er mich so übergeht. Andererseits? Ich weiß es einfach nicht.

Schlimm war auch, seine Kraft und körperliche Überlegenheit zu spüren. Er ist recht breit gebaut, ich bin klein und zart, aber seine Stärke habe ich bis gestern immer nur als etwas Positives, Schönes erlebt...mein Beschützer eben. Aber gestern hat er mich erst festgehalten und dann regelrecht zwischen sich und Wand "eingekesselt". Ich konnte ihm da gar nicht auskommen und das war sehr schlimm. Ob er gemerkt hat, dass ich versucht habe, mich von der Wand wegzudrücken, kann ich nicht sagen. Er war so ungestüm und grob. Warum nur??

Wir hatten sicher auch schon mal härteren, wilderen Sex, das war aber im "Gleichklang", das wollten wir beide und machten wir gemeinsam, aber nicht "so". So ohne Rücksichtnahme, ihm war völlig egal, dass er mich fast zerquetschte. Meine rechte Gesichtsseite und mein Schlüsselbein sind heute ganz blau, weil er mich so an die Wand gepresst hat und ich mich ein paar Mal gestoßen habe.

Auch unser "Streitsex" war immer ganz anders, der hatte etwas Versöhnliches, Entspannendes, wir haben meist wild rumgeknutscht, gelacht, miteinander geredet, die ganze negative Spannung hat sich ins Positive entladen. Er hat mich nie so gepackt, wortlos rumgeschubst und einfach mein Höschen runtergerissen.

Das schlimmste an der Sache ist aber sicher, dass das alles mein Freund getan hat. Auch wenn unsere Beziehung schon vor diesem blöden Erlebnis ziemlich am Ende war, ist er doch der Mann den ich eigentlich liebe und dem ich vertraue, wie keinem zweiten. Wenn man jemanden so liebt, hofft man doch immer, dass es doch noch einen gemeinsamen Weg gibt. Auch wenn wir viele Probleme hatten und gerade die letzte Zeit schwierig war, er war immer liebevoll, fürsorglich und zärtlich zu mir. Ich bin so überfordert.

Gestern hatte ich dann mein Handy ausgemacht und erst vorhin wieder eingeschaltet. Von ihm waren noch zwei verpasste Anrufe drauf und sonst nichts, was für ihn auch irgendwie untypisch ist. Ansonsten simst er mir oder schickt mir auch mal eine WhatsApp. Ob er ein schlechtes Gewissen hat? Keine Ahnung.

Ich habe lange überlegt und mit meiner Freundin gesprochen, was ich nun tun soll. Im Moment will ich nicht mit ihm reden, ich muss mich erstmal selbst sortieren. Mir geht so wahnsinnig viel durch den Kopf.

Schlussendlich habe ich mich entschieden, ihm in einer kurzen Nachricht zu schreiben, dass er mich mit dem Sex gestern sehr überrumpelt und meinem Gefühl nach auch übergangen hat, da ich das nicht wollte und das auch deutlich gesagt hatte. Dann habe ich noch geschrieben, dass ich ein paar Tage brauche, um das sacken zu lassen und ihn bitte, zu akzeptieren, dass ich ein bisschen Zeit brauche, bevor wir darüber reden.

Ich weiß nicht, ob das so richtig ist ihm gegenüber oder vielleicht unfair, weil ich ihm erstmal nicht die Chance gebe, sich zu erklären. Gestern stand ich noch so unter Schock, dass ich dachte, es wäre ein Missverständnis zwischen uns, aber eigentlich kann ich mir nicht erklären, dass er nicht mitgekriegt haben soll, dass ich das nicht wollte. Er hat mich ja auch so untypisch bestimmt und hart angelangt... Ich will wirklich wissen, was mit ihm los war, aber nicht jetzt. Noch nicht.

Ich konnte heut Nacht kein bisschen schlafen. Ich habe das Gefühl, dass das Vertrauen zu meinem Freund kaputt gegangen ist. Zugleich denke ich aber dass es Blödsinn und übertrieben ist, ihm nicht mehr vertrauen zu können, weil ihm vielleicht gar nicht bewusst war, dass er mir weh tut? Ich weiß nicht wie ernst ich mich selbst nehmen kann, weil sich alles so unreal und komisch anfühlt. Mir ist richtig schlecht. Es sind tausend Gedanken gleichzeitig. Am Ende auch der, wie sich mein Gefühl eigentlich ändern wird, wenn ich weiß, ob er mich gehört und ignoriert hat oder nicht, denn untypisch (!) grob und brutal war er so oder so und das will ich überhaupt nicht haben, so behandelt zu werden. Ich weiß auch nicht. Ich bin unendlich traurig, das steht fest. Es macht einfach alles keinen Sinn. Ich kenne meinen Fteund schon so lange, aber nicht so. Und dass ich dabei einen O. hatte...obwohl ich es nicht wollte, macht es für mich noch um einiges schlimmer, weil es auch das Vertrauen zu mir selbst zerstört und ich mich frage, warum ich mich jetzt so schlecht fühle. Mir istcdas zu viel

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