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Nicht alleine sein können...

Eyhem:aliger Nvut%zer (#3536x55)


Ein halbes Jahr ohne Sex sollte auszuhalten sein. Wenn nicht, würde ich ernsthafte Probleme vermuten..

P:owe>rPufxfi


Menschen, die Therapeuten aufsuchen, haben in der Regel ernsthafte Probleme! ;-)

Ja, das ist ziemlich genau der Weg den ich gegangen bin und natürlich immer weiter gehe, weil ich ja nicht alles schon erlebt habe was man so erleben kann.

Und dein Therapeut/In hat dir explizit dazu geraten, auf Sex und Männer konsequent zu verzichten?

Das ist total interessant. Bei mir findet genau das Gegenteil statt. Ich werde ermutigt, Kontakte aufzunehmen und auch sexuell aktiv zu sein. Deshalb war ich so irritiert über deinen Vorschlag.

Mein Therapeut meinte, dass ein Mensch die Projektion vieler Facetten sei und sich je nach Gesellschaft eine bestimmte Form aussucht. Das "Selbst" sei modifizierbar und bei den meisten seiner Patienten überlagert von Depression, Egoismus, Angst etc.

Ich fahre gut, indem ich mir ein positives Vorbild ausgesucht habe. Die Frau, die ich am meisten bewundere, nehme ich immer als Referenz für mein Handeln. Habe ich ein Problem, frage ich mich: Was würde XY tun? Und tue dann genau das. Irgendwann geht dieses souveräne Verhalten ins eigene Verhalten über und wird dann als das "Selbst" wahrgenommen.

Hätte ich keine Referenz, wäre ich persönlich verloren. Das Problem ist ja, dass man absolut nicht weiß, was man will. Gerade als Borderliner (?) hat man einen völlig falschen Bezug zu seinen Bedürfnissen. Ich befriedige zum Beispiel nur die Kurzfristigen Dinge - ich will nur das Eis, aber nicht die Arbeit dafür. Damit bin ich hoffnungslos untergegangen. Mein braucht ein positives Leitbild. Regenmädchen muss dieses erst etablieren, um zu erkennen, welche Bedürfnissen sie nachgehen kann und in welcher Regelmäßigkeit. Ansonsten will sieht sie nur die Eiscreme und holt sich die Eiscreme. Das ist in ihren Augen das Bedürfnis und ihr Ich. Dabei ist das nur die niederste Facette ihres Bewusstseins.

Vermutlich kann sie auch deswegen so wenig mit den Ratschlägen anfangen, einfach sie selbst zu sein, nur das zu tun, was sie will etc.

dGanTae8{7


Und dein Therapeut/In hat dir explizit dazu geraten, auf Sex und Männer konsequent zu verzichten?

Ja, so ähnlich. Ich hab vorher nämlich Leute gevögelt mit denen man echt nicht ins Bett gehen sollte weil sie einem, so als Menschen, null gut tun. Das hatte am Schluß bei mir schon eine selbstverletzende Komponente. Also kam der Rat es mal zu lassen und rauszufinden ob diese Menschen mich auch noch mögen wenn ich nicht zu 100% bediene was sie glücklich macht. Das bezog sich natürlich auf alles, aber der Sex war das Greifbarste. Das war ziemlich interessant, so als Erlebnisprozess und ein ständiges mich fragen wie es mir geht und auch ein Beobachten wie sich die Beziehungen verändern.

Ich fahre gut, indem ich mir ein positives Vorbild ausgesucht habe. Die Frau, die ich am meisten bewundere, nehme ich immer als Referenz für mein Handeln. Habe ich ein Problem, frage ich mich: Was würde XY tun? Und tue dann genau das. Irgendwann geht dieses souveräne Verhalten ins eigene Verhalten über und wird dann als das "Selbst" wahrgenommen.

Alles was ich tat richtete sich im Grunde nachdem was ich glaubte was mein Gegenüber gerade von mir wollte um mich zu mögen. Solange das klappte ging es mir wunderbar, ich war getragen von der Zuneigung der anderen. Nur irgendwann war das nicht mehr lebbar, ich geriet ständig in Konflikt mit allem und jedem und war völlig wirr.

Es war also weniger so das ich ein Vorbild hatte, obwohl meine Ma dem wohl am nächsten kam, sondern mehr so, dass ich gefallen wollte und bei meiner Ma ging das am Besten in dem ich das Leben lebte das sie hätte haben wollen. Ich musste also ganz dringend lernen den Blick nicht mehr nach aussen zu richten sondern nach innen zu fühlen. Das was du da tust wäre mein persönlicher Pfad direkt in die Hölle gewesen. ;-D ;-D

PaowerPxuffi


Aber ich kann trotzdem nicht nachvollziehen, woher du das nimmst, was du "willst"?

Woher weißt du, was richtig und was falsch ist? Woher weißt du, dass du nicht von deiner psychischen Erkrankung getrieben wirst?

Ich mochte zum Beispiel morgens lieber schlafen, als aufstehen. Dieses Beispiel ist natürlich eindimensional. Man weiß, dass man aufstehen muss. Aber wo fängt das Muss an und wo hört es auf? Weißt du, was ich meine?

Etwas zu wollen, ist ungleich damit, es wirklich zu brauchen.

Wie entscheidest du also, das das, was du gerade willst, auch das ist, was du wirklich brauchst?

Ich hab keine Ahnung, was ich für mich tue und was ich für andere tue. Denn selbst die Dinge, die ich für andere tue, tue ich ja letztendlich für mich.

Woher weiß man, dass der Verzicht auf Sex das ist, was man wirklich will und braucht, wenn das, was man gerade will, Sex ist?

Auf so einen Gedanken würde ich von alleine nie kommen.

P^owZerPufafi


Mir ist auch gerade ein neuer Gedanke gekommen: vergleugnet man sich nicht selbst und seine Bedürfnisse, wenn man nicht mit einem Menschen schläft, mit dem man eigentlich schlafen will, nur um zu gucken, was passiert? Ist das nicht auch eine Instrumentalisierung von Sex, wenn man ihn verweigert?

Mir geht dieses System nicht in den Kopf. Also ich mag sehr dumm oder sehr krank sein, aber ich kapiere das einfach nicht, danae! :-|

ddan`aex87


Woher weißt du, was richtig und was falsch ist?

Das hab ich mal als erstes gestrichen, dies "richtig und falsch". Zu absolut und kann sowieso von niemandem bestimmt werden weil niemand weiß was aus der anderen Option erwachsen wäre.

Woher weißt du, dass du nicht von deiner psychischen Erkrankung getrieben wirst?

Woher weißt du das du dir dein Vorbild nicht aufgrund deiner Erkrankung ausgesucht hast?

Etwas zu wollen, ist ungleich damit, es wirklich zu brauchen.

Absolut, es gibt aber verschiedene Ebenen von brauchen und müssen. Zum Existieren brauche ich in erster Linie: 1. Nahrung und 2. Schlaf, alles andere ist optional.

Aber dann gibt es da ja noch die Gründe aus denen ich mir therapeutische Hilfe gesucht habe. Da gab es Punkte die so schräg liefen, mich so sichtbar unglücklich gemacht haben, dass ich mir Hilfe gesucht habe, gegen alle inneren Widerstände. Die sind mein Anzeiger für das was ich brauche im Sinne von: brauche ich um ein Leben zu leben in dem ich mich mit mir und meinen Mitmenschen wohl fühle.

Wenn ich also eine Entscheidung darüber treffe wann ich aufstehen will, dann gibt es ja Spielraum zwischen "in letzter Sekunde" und "Stunden bevor ich los muss". Innerhalb dieses Ramens probiere ich rum bis ich einen status quo erlangt habe in dem ich die Teile von mir die mich bis zum Hals in die Scheiße geritten haben unter Kontrolle habe. Ich beginne quasi von einem fixen Punkt "So nicht!" den ich bereits erfahren habe.

Denn selbst die Dinge, die ich für andere tue, tue ich ja letztendlich für mich.

Nur wenn das was die anderen dir dafür geben gleichwertig ist und kein Ungleichgewicht entsteht. Nur wenn du deines mit gutem Gefühl geben kannst weil du auf ihres auch verzichten könntest.

Woher weiß man, dass der Verzicht auf Sex das ist, was man wirklich will und braucht, wenn das, was man gerade will, Sex ist?

Woher weiß man denn das man Sex will wenn man es bisher nicht ohne versucht hat? Woher weiß man, dass das Gefühl als Mensch interessant gefunden zu werden obwohl man eben keinen Sex mit dem Gegenüber hat nicht noch viel mehr gibt? Wenn man merkt es funktioniert auch nach einer Weile nicht, wenn man merkt das es einem nichts gibt auch nach einiger Zeit nicht, ein wenig Zeit sollte man Ungewohntem ja immer geben, dann kann man ja wieder aufhören. Das ist ja keine fixe Entschidung fürs leben sondern einfach ein halbes Jahr testlauf.

Ich habe dabei festgestellt das einige Menschen verschwanden, andere aber blieben und das die anderen mir ohne die vögelei ganz andere Dinge geben konnten oder vielmehr, ich sie ganz anders wahrnehmen konnte. Das war super, also habe ich umgelernt. Wenn es kacke gewesen wäre hätte ich es wieder verworfen und etwas anderes versucht.

dHanae8x7


vergleugnet man sich nicht selbst und seine Bedürfnisse, wenn man nicht mit einem Menschen schläft, mit dem man eigentlich schlafen will, nur um zu gucken, was passiert? Ist das nicht auch eine Instrumentalisierung von Sex, wenn man ihn verweigert?

Nö, man verleugnet sich nicht selbst wenn man sich eingesteht das man es eigentlich will. Man gibt sich nur die Möglichkeit es näher WAS man eigentlich will. Ist ja gar nicht gesagt das Regenmädchen den Sex um des Sexes willen haben will. Eigentlich schreibt sie sogar sie hat den Sex um des Egokicks willens, ein wenig auch um der Macht willen jemanden so zu betören das er springt und hüpft wie sie das braucht. Wenn man dem immer nachgibt es das wie mit dem Aufstehen, man schießt sich unter Umständen selbst ins Bein weil man das dahinter liegende Bedürfnis immer übersieht, weil befriedigt und man damit auch das dahinter stehende eigene Defizit nicht sehen kann.

Es ist ja keine einmal-und-nie-wieder Chance. Wenn man am Ende zu dem Schluß kommt: "Nö, ich brauch einfach den Sex, da liegt nichts anderes dahinter, dann kann man ja wieder damit anfangen.

P#owerhPuxffi


Ich finde es schade, dass du mehr darauf ausbist, Konter zu geben, als die Fragen wirklich zu beantworten, weil es mich wirklich interessiert.

Ich verstehe dein System nachwievor nicht und ohne "Anleitung" ist es extrem schwer, es anzuwenden, wenn es keine "Spielregeln" gibt.

Wenn ich also eine Entscheidung darüber treffe wann ich aufstehen will, dann gibt es ja Spielraum zwischen "in letzter Sekunde" und "Stunden bevor ich los muss". Innerhalb dieses Ramens probiere ich rum bis ich einen status quo erlangt habe in dem ich die Teile von mir die mich bis zum Hals in die Scheiße geritten haben unter Kontrolle habe. Ich beginne quasi von einem fixen Punkt "So nicht!" den ich bereits erfahren habe.

Was heißt das konkret auf andere Beispiele bezogen?

Wenn ich wütend bin, habe ich das Bedürfnis, jemandem eine aufs Maul zu hauen. Nur verzeiht einem das keiner. Muss ich jemandem erst die Fresse polieren, um zu wissen, dass ich das nicht tun sollte oder ist es nicht besser zu denken: Sahra Wagenknecht würde dem nicht eine mitgeben, also tu ichs auch nicht?

Woher weißt du das du dir dein Vorbild nicht aufgrund deiner Erkrankung ausgesucht hast?

Ich hab mir Sahra Wagenknecht ausgesucht, deshalb glaube ich eher nicht ]:D

Ist ja gar nicht gesagt das Regenmädchen den Sex um des Sexes willen haben will. Eigentlich schreibt sie sogar sie hat den Sex um des Egokicks willens, ein wenig auch um der Macht willen jemanden so zu betören das er springt und hüpft wie sie das braucht.

Ich hab das genau anders verstanden. Dass sie den Sex mitnimmt, viel mehr aber die Aufmerksamkeit instrumentalisiert, die sie bekommt.

Wenn man dem immer nachgibt es das wie mit dem Aufstehen, man schießt sich unter Umständen selbst ins Bein weil man das dahinter liegende Bedürfnis immer übersieht, weil befriedigt und man damit auch das dahinter stehende eigene Defizit nicht sehen kann.

Diesen Satz verstehe ich nicht. Ob man etwas braucht oder nicht, entscheidet die Gewohnheit über positive Konditionierung. Das, was funktioniert, wird beibehalten, auch wenn es nur zufällig etabliert wird. Wenn ich jeden morgen einen Kaffee trinke, habe ich das Gefühl, einen Kaffee zu brauchen. Natürlich brauche ich ihn nicht. Trinke ich drei Wochen lang Tee, verbinden sich neue Synapsen in meinem Gehirn. Ich gewöhne mich an den Tee und meine nun, Tee zu brauchen.

Ähnlich ist es mit Eigenschaften und Verhaltensweisen. Man kann sie sich an- oder abeignen - das ist der Kern einer jeden Therapie. Dein Verhalten wird modifiziert und rekonditioniert. Deshalb fällt es mir schwer, an ein ursprüngliches Selbst zu glauben.

d,anaex87


Ich finde es schade, dass du mehr darauf ausbist, Konter zu geben, als die Fragen wirklich zu beantworten, weil es mich wirklich interessiert.

Das war keine Absicht. Tut mir leid wenn es so angekommen ist. @:) Ich kann dir aber einfach keine klaren Spielregeln schreiben weil es die so nicht gibt. Also kein tue a, dann b, dann c oder d.

Wenn ich wütend bin, habe ich das Bedürfnis, jemandem eine aufs Maul zu hauen. Nur verzeiht einem das keiner. Muss ich jemandem erst die Fresse polieren, um zu wissen, dass ich das nicht tun sollte oder ist es nicht besser zu denken: Sahra Wagenknecht würde dem nicht eine mitgeben, also tu ichs auch nicht?

Nö, muss man nicht, man hat ja auch noch ein Hirn und kann sich überlegen ob man die Konsequenzen tragen will. Wenn man das nicht weiß, also ob es einem das am Ende wert ist, ja dann muss man das halt mal testen, aber dann muss einen jemand schon mehr als ein wenig geärgert haben oder man muss sehr irrational sein und nicht bis zwei zählen können.

Aber nehmen wir es als konkretes Beispiel: Ich bin stinksauer weil das Zeug von meinem Freund schon wieder irgendwo rumliegt und die Wohnung verpestet. Da kann ich dann a) meinem Impuls folgen und ihn zusammenbrüllen und ihm mitteilen für was für einen hirnlosen Vollarsch ich ihn halte

b) den scheiß selbst wegräumen und sehen was das mit mir macht.

c) ihm ruhig und sachlich sagen was phase ist und ihm unser "du hast dein zeug rumliegen lassen"-Sparschwien hinhalten für seine Strafzahlung.

zu a) hatten wir schon. Es gibt Streit, beide fühlen sich doof und im Recht und keiner bewegt sich einen cm

zu b) hab ich gemacht denn es gibt andere Menschen die gut damit fahren. Es stört sie nicht es wegzuräumen weil es eh nur ein Handgriff ist und es ihnen nicht so wichtig ist -> merke: ich bin nicht so. Mich regt es bei jedem Mal mehr auf, so das ich am Ende einer Versuchswoche seine Scheiße anzünden will und nach einem Monat ihn. Klappt also nicht für mich.

zu c) Getestet und für funktional befunden. Hätte auch sein können das ich es mega albern finde und immernoch zu nervig um es auszuhalten oder so, aber das klappt also bleibts dabei.

Gelernt habe ich also durch Selbstbeobachtung meines Gefühlshaushaltes. Ich habe für sowas keine Geduld und Verständnis, auch dann nicht wenn ich mich wirklich ernstlich bemühe und Gedankenhyiene betreibe. Keine chance.

Ich hab mir Sahra Wagenknecht ausgesucht, deshalb glaube ich eher nicht ]:D

Hihi, ich finde gerade die Frau echt gefährlich als Vorbild. Die riecht für mich, bei aller politischen Sympathie, zehn Meilen gegen den Wind nach ganz fiesen Problemen mit sich selbst.

Ich hab das genau anders verstanden. Dass sie den Sex mitnimmt, viel mehr aber die Aufmerksamkeit instrumentalisiert, die sie bekommt.

Ich hab es so verstanden das sie es gar nicht weiß wie rum es ist.

Ähnlich ist es mit Eigenschaften und Verhaltensweisen. Man kann sie sich an- oder abeignen - das ist der Kern einer jeden Therapie.

Also meiner nicht und es widerspricht auch meiner Erfahrung mit meinen Kindern. Die sind mit sehr unterschiedlichen Temperamenten gesegnet, vom ersten Tag an. Mir scheint es da doch eine Grundkonstitution zu geben auf grund derer man bestimmte Wege gut gehen kann und andere nicht. Talente, fehlende Talente. Deswegen funktioniert die eine Form von Erziehung bei einem Kind so und bei einem anderen anders und beim dritten Kind ist sie ein SuperGAU.

Man ist eben ein Mensch und kein von grund auf programmierbarer Rechner. Deswegen gibt es ja auch unterschiedliche Sexualitäten, egal was der oder diejenige will oder für angemessen hält oder probiert hat... man ist homo- hetero- oder bisexuell. Da gibt es nichts umzuprogrammieren. Der Kern der Therapien die ich gemacht habe war das grundsätzliche Wesen das man hat zu erkennen, zu sehen wo die Eigenschaften liegen die einem Probleme bereiten, zu sehen in welchem Maße aus diesen negativen Eigenschaften positve werden können (also die rasende Wut kann auch Engagement oder Temperament sien, wenn sie eben ein wenig runtergeregelt wird) und dann Stategien zu entwicklen so zu sein wie man sich mag.

Wenn ich jeden morgen einen Kaffee trinke, habe ich das Gefühl, einen Kaffee zu brauchen. Natürlich brauche ich ihn nicht. Trinke ich drei Wochen lang Tee, verbinden sich neue Synapsen in meinem Gehirn. Ich gewöhne mich an den Tee und meine nun, Tee zu brauchen.

Selbst bei so einem einfachen Beispiel ist das doch aber zu kurz gegriffen. Wenn ich den Kaffee trinke weil mein kreislauf sonst nicht hochkommt kann ich soviel Früchtetee trinken wie ich will, mein Kreislauf, also Puls, bleibt unten. Wenn ich den nur aus Gewohnheit "brauche", dann kann ich ihn auch weglassen, bin ein paar Tage mies drauf und danach ein Stück freier. Wenn ich den tatsächlich aus körperlichen Gründen brauche um schnell hochzufahren, dann lasse ich ihn weg und falle um wenn ich mein gewohntes Pensum angehe. Geht meiner Ma so, jedesmal wenn sie fastet fällt sie die ersten Tage um bis sie gelernt hat dann langsamer zu starten. Die Frage ist also: Kaffee oder langsamerer angang an den Tag, diese Optionen sind durch die körperlichkeit dieser einen Person fest gegeben.

E)hemaPligXer NutzCer (#35x3655)


Ich hab mir Sahra Wagenknecht ausgesucht, deshalb glaube ich eher nicht ]:D

a) ist mit einem alten Sack liiert. Ihre große Liebe? Ich bezweifle das

b) scheint ziemlich gut betucht für eine Linke

P1o;weArPuxffi


Nö, muss man nicht, man hat ja auch noch ein Hirn und kann sich überlegen ob man die Konsequenzen tragen will. Wenn man das nicht weiß, also ob es einem das am Ende wert ist, ja dann muss man das halt mal testen, aber dann muss einen jemand schon mehr als ein wenig geärgert haben oder man muss sehr irrational sein und nicht bis zwei zählen können.

Also ist ein Mensch mit Agressionsproblemen zu dumm? Ich finde nicht, dass das etwas mit Rationalität zu tun hat? Man kann auch sein Hirn benutzen und statt depressiv einfach glücklich sein, aber so funktioniert das nicht.

Du bist kein Borderliner und neigst selber nicht zu impulsiven Handlungen oder? In Rage reagierst du nicht rational. Du suchst nur den schnellsten Weg, dich wieder in einen angenehmen Zustand zu befördern. Entweder lädst du das bei anderen ab oder bei dir selber.

Ich habe schon sehr oft geschlagen und weiß faktisch, dass das schlecht ist und mich nicht weiterbringt. Trotzdem habe ich immer wieder geschlagen.

Was macht man in so einer Situation?

Ich kann dir aber einfach keine klaren Spielregeln schreiben weil es die so nicht gibt. Also kein tue a, dann b, dann c oder d.

Dann ist es nicht praktikabel?

Du musst doch von deinem Therapeuten eine Anleitung bekommen haben? Ist so ein System nicht natürlich konditioniert worden, muss es erworben werden. Um etwas zu erwerben, muss es klare Regeln haben.

Ich bekomme dafür systematische Anweisungen - anders ist es doch nur vages Blabla mit viel Spielraum und damit auch ohne nennenswerte Effekte.

Wenn man nicht genau weiß, was man tun soll, wie soll es dann helfen?

man ist homo- hetero- oder bisexuell. Da gibt es nichts umzuprogrammieren

Das war damit nicht gemeint, eher Eigenschaften und Verhaltensweisen meinten den Umgang mit Angst, Frustration, Vertrauen etc. Das ist nicht angeboren und wird erlernt.

Ich glaube auch nicht, dass deine Mutter Kaffee zum Überleben braucht. Viel eher glaubt sie daran, ihn zu brauchen.

Das ist das Kernprinzip von Placebo und Hypnose. Man sollte die Psyche nicht unterschätzen.

Der Glaube kann so stark sein, dass körperliche Beschwerden sogar komplett unterdrückt werden können. Es gab Fälle, wo einige Menschen eine starke Nussallergie aufwiesen. Bei einigen war der Effekt so stark, dass die allergische Reaktion für mehrere Jahre unterdruckt worden ist, obwohl es vorher ihren sicheren Tod bedeutet hätte.

Wie du schon sagst, das einzige, was man wirklich braucht, ist Nahrung und Schlaf. Alles andere ist optional.

PboweFrPuff]i


Genau deshalb wollte ich mein Vorbild eigentlich nicht nennen. Ich wette ihr hättet zu jeder Person etwas Negatives gefunden.

Was ich in 6 Monaten Therapie gelernt habe: man wird es nie jedem recht machen können, deshalb sollte man es sich selber recht machen. Wenn ich damit zufrieden bin, ist das völlig ausreichend und ich stehe dazu! :)z

d[an3ae87


Du bist kein Borderliner und neigst selber nicht zu impulsiven Handlungen oder?

Oh doch, das tue ich und genau so lautet meine Diagnose. ;-D ;-D

Ich habe schon sehr oft geschlagen und weiß faktisch, dass das schlecht ist und mich nicht weiterbringt. Trotzdem habe ich immer wieder geschlagen.

Was macht man in so einer Situation?

Man könnte sich mal fragen was einen eigentlich so aufregt und wie man dem Auslöser vorbeugen kann. Erfahrungsgemäß schlägt man nämlich wieder zu wenn man nur versucht etwas anderes zu lernen, statt das Problem an der Wurzel anzupacken. Also dann klappt es zwer die 100 male bei denen man damit rechnet, aber das 101 Mal wenn der trigger unerwartet kommt schlägt man umso heftiger zu. Kennt man den Kern des Problems kann man ganz woanders ansetzen.

Wenn man nicht genau weiß, was man tun soll, wie soll es dann helfen?

In dem man das grundlegende Problem sucht. Bei mir ist einer der zahlreichen Trigger das Gefühl von Hilflosigkeit. Seit ich das weiß kann ich mich schon weit weit im Angang ganz anders aufstellen und Strategien entwickeln damit es gar nicht soweit kommt oder die akuten Situationen verlassen. Wenn es mich dann überrascht weiß ich das ich eigentlich nicht in erster Linie wütend bin, sondern mich hilflos und ausgeliefert fühle. Die Problemlösung setzt also viel früher an als wenn es schon längst knallt. Das meinte ich auch mit der Überlegung ob man dem eine knallt oder nicht, man denkt besser vorher darüber nach wieso man in der Situation schlägt und sucht die Ursache statt nur Kosmetik zu betreiben.

Ist so ein System nicht natürlich konditioniert worden, muss es erworben werden. Um etwas zu erwerben, muss es klare Regeln haben.

Du betrachtest die Borderline-Sache mehr als schlechtes Benehmen oder? Man hat halt einfach doofe Verhaltensmuster gelernt, schlechte Angewohnheiten erworben und das lernt man nun um oder?

Aber das ist doch eine Persönlichkeitsstörung, also viel viel mehr als eine schlechte Angewohnheit wie Müll in die Gegend zu werfen. Das ganze Gerüst auf dem das eigene Verhalten steht ist in Schieflage und so eben auch das Verhalten. Da hilft also einfach Konditionierung nicht, das ist keine schlechte Angewohnheit im eigentlichen Sinne sondern hat eben auch eine biologische Komponente. Ich war schon mit 2,5 Jahren eine unfassbare Dramaqueen, hab mich krass in Emotionen gesteigert und kam kaum mehr raus. Das floß und floß bis ich alle und kaputt am Boden lag und nichts mehr ging.

Das es ein Grundtemperament gibt, eine genetische Disposition bestreitet eigentlich niemand mehr, wieso du?

Du musst doch von deinem Therapeuten eine Anleitung bekommen haben?

Mein Therapuet hat mir keine Gebrauchsanweisung gegeben sondern mich bei meiner Suche begleitet. Er hat mir Ideen gegeben, Vorschläge gemacht, zusammen die Ursachen gesucht, das was tiefer liegt und weniger offensichtlich ist als das erste Gefühl das alle anspringt. Wie ein Reiseleiter der zwar etwas über das Land weiß in dem wir uns befinden, aber noch nicht genau in dieser Gegend war.

Ich hab Fragen zu deinem Vorbild-System.

1. Ist das nicht Selbstbetrug? Also ich meine, du weißt ja nicht wie die reagiert wenn ihr jemand ins Gesicht schlägt, sondern stellst dir nur vor wie sie reagiert oder? Also am Ende überträgst du doch ein in die liegendes Bild wie man sein sollte auf eine Person und eiferst dem dann nach oder? Besteht da nicht die Gefahr das man die Erwartungen und Anforderungen und soweiter die einen erst krank machen unbewusst mit in das Vorbild mit überträgt?

E_he5malig&er Nutzerr (#3R53655x)


Menschen, die Therapeuten aufsuchen, haben in der Regel ernsthafte Probleme! ;-)

Deswegen ergibt es Sinn auf Sex zu verzichten, bis geklärt ist, ob er als Instrument genutzt wird oder nicht.

PFow_erPuf$fi


Und das weißt du besser als der behandelne Therapeut?

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