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Realfakes - Das Spiel mit den Gefühlen anderer

LPuis0x8


Mir kamen da einige SAchen komisch und unglaubwürdig vor während sich einige andere Damen mordmäßig echauffierten und sich gegenseitig zu ihrer Empathie und Lebensweisheir gratulierten, die Polizei rufen wollten und anderes mehr.

Da war es nämlich so, dass mir die ellenlangen hochempathischen Beiträge von anderen meinen Eindruck schon fast zu verwässern begannen. Und im nachhinein stellte sich halt heraus, dass eben genau die anderen Userinnen von so einem sexuelle Gewalt Ding viel mehr getriggert wurden als ich und daher zu in diesem Fall ins Leere laufender Hochform aufliefen. Ih habe das mehrmals erlebt und ich wüsste jetzt nicht, warum ich Leuten aus dem Internet dann als Fazit mehr vertauen sollte als mir und meiner sich doch immer wieder bestätigenden Intuition.

L$uisx0x8


Klemmt das "c" auf Deiner Tastatur?.

Ja |-o Wenn ich es merke, dann korrigiere ich es ja schon immer |-o

CTha0nce00y7


Chance**

Jetzt bin ich doch etwas verwirrt - ich hatte gar nicht den Eindruck, dass wir aneinander vorbeischreiben, bin doch völlig bei Dir? ;-).

Isabell

Wenn ich an Realfakes denke, dann denke ich gar nicht so sehr an die Mann-belügt-Frau Fälle (aus welchen Gründen auch immer). Die sind für mich wirklich eine komplett andere Kategorie.

Die Fälle, von denen ich weiß und an die ich denke, zu welchen ich mich aber NICHT detaillierter äußern möchte, der Eingangspost beschreibt das schon ganz gut und treffend laufen viel bösartiger, noch wesentlich manipulativer und extrem (seelisch) schädigend für die Opfer ab. Ich dachte, dies geht nur schriftlich im Netz, aber durch einige Beiträge hier habe ich begriffen, das bringen tatsächlich auch Menschen im RL fertig.

In den Fällen, auf die ich mich beziehe, lasse ich mich zu dem Wort 'Opfer' hinreißen. Das vermeide ich sonst, denn ich finde, niemand sollte als Opfer bezeichnet werden, der dies selbst nicht so sieht und sich so benennt. Ich möchte niemanden durch Nutzung dieses Wortes dazu 'degradieren'. Hier meine ich es aber so. Ob jemand Opfer bleibt, ist wieder eine andere Sache und zum Glück beeinflussbar durch die Person.

Mir geht es um Fakes mit sehr gezielter Manipulation, um exaktes Ausloten der Gefühlslage vom Gegenüber (OHNE dass dies auch nur im Ansatz ahnt, in was für einem Film es sich befindet), um den sehr langsamen Aufbau von Vertrauen, um erst nach dem Erreichen dieses Zieles mit dem eigentlichen 'Akt' loszulegen. Diese Sorte Faker nimmt sich viel Zeit. Schleichend, wie Gift.

Mir geht es um die, welche ganz bewusst extremen seelischen Schaden bei denen in Kauf nehmen, die sie irgendwann als nicht mehr "brauchbar" zurücklassen. Oft noch in der Angst, dem anderen könnte etwas Schlimmes passiert sein. Sogar solche Szenarien werden akribisch vom Fake vorbereitet und anscheinend skrupellos durchgezogen. Motivation (für mich) nicht nachvollziehbar. Sprich: Der andere soll glauben, dass sich der Faker gerade etwas Schlimmes antut/angetan hat. Nicht ahnen. Er soll es förmlich spüren und leiden.

Und nicht zu vergessen. Der Faker ist zu diesem Zeitpunkt bereits eine sehr vertraute Person, die (scheinbar) mit dem anderen auf einer Wellenlänge liegt - er(sie) hat ja bis dahin ALLES dafür getan, so gesehen zu werden. Über lange Zeit - genau so, wie sich eine Beziehung auch sonst aufbaut zu den Menschen, denen wir vertrauen. Nicht plump, sondern äußerst geschickt.

Solche Abläufe gehen so extrem an die Substanz von Menschen, wie es die, welche nicht so ausgefeilt daher kommen und schneller auffliegen, niemals könnten.

Stellt euch vor, eure vertrauteste Person im Leben, irgendjemand, den ihr wirklich jahrelang gut zu kennen glaubt, entpuppt sich plötzlich als so Jemand bzw. macht so etwas mit euch. Nicht vorstellbar? War es vorher für die Opfer genau dieser Kategorie Faker auch nicht. Und doch ist es ihnen passiert. Nicht, weil sie besonders naiv waren. Nein. Sie waren zur falschen Zeit am falschen Platz und brachten irgendetwas mit, das der Faker als 'geeignet' empfunden hat. Und das muss sicher nicht zwingend Naivität sein.

Ich denke mir manchmal, dass eine bestimmte Sorte Faker sich gerade recht clevere Opfer suchen. Vielleicht ist es der größere Anreiz, genau diese in ihrem Sinne beeinflusst zu bekommen. Wie eine Art Sport, der eine Herausforderung braucht, weil alles andere langweilt.

Hoffe, ich konnte den Unterschied verständlich machen. Und von solchen Szenarien ausgehend, bewerte ich das schon sehr unterschiedlich zu dem, was Dir passiert ist.

LIianW-JiTll


Luis08, ich rühme mich auch einer solchen Intuition, und glücklicherweise bin ich auch noch nie auf einen solchen Fake hereingefallen. Weder im realen Leben noch im virtuellen. Allerdings würde ich nie von mir behaupten, dass mir das nie passieren könnte, wenn es jemand darauf anlegt. Dafür kenne ich zu gut einige Fälle, bei denen das doch passiert ist und von denen ich auch gedacht hätte, dass sie davor gefeit sind.

EHhemaliger ANutzer (#x573012)


Chance007

das ist der Unterschied - danke, gut auf den Punkt gebracht .

EIhemayliger eN|utzer (q#x15)


Chance

Das hatte ich schon so verstanden. Und auch differenziert. Und ich habe mich natürlich in vielen Punkten auf mein Beispiel bezogen - meinte es dennoch aber auch allgemein(er) in diesen vielen Punkten...

Ich habe festgestellt und stelle immer wieder fest (nicht nur hier, sondern eben auch in der Arbeit als Moderator), dass es nicht "den" Faker gibt.

Es gibt durchaus "den" (primitiven) Troll (eben Jemand der aus reinem Spaß und ja...auch Bösartigkeit, provoziert, dessen Ziel es schlicht ist seinen Spaß daraus zu ziehen wie sehr er andere verarscht) - aber es gibt eben nicht "den gemeinen Faker".

Ich glaube ich schrieb es schon, wie vielseitig das ist, wie viele (Grau)Zonen es da gibt zwischen schwarz und weiß.

Ich habe mich allerdings sicher teilweise zu sehr auf meinen Faker, meine damalige, diese konkrete, Situation bezogen, hatte diese zu sehr im Blick, bei/in meinen Beiträgen, das räume ich ein ;-)

Tfuede7lue


Ich möchte gern ergänzen um:

Sie bauen ihr Konstrukt im Laufe langer Zeit auf. Da kommt eine Winzigkeit zur anderen. Jede dieser Winzigkeiten für sich klingen logisch und nachvollziehbar und im Bereich des Möglichen. Vor allem durch die Länge der Zeit, in der jemand damit "gefüttert" wird, wird der Blick auf die Summe dieser Dinge sehr verwässert.

Erzählt man dann vielleicht die Story mal jemand anderem (oder ist doch leises Misstrauen entstanden und man sieht sich das im Zeitraffer genauer an), ergibt sich oft eine ganz andere Sicht auf die Dinge. Ähnlich einem Aha-Effekt.

Chance007

Daraus erschließt sich mir aber noch nicht, dass der Verdacht stimmt. Es ist bis dahin nur eine Vermutung!? (Man schaut sich Dinge genauer an + jemand anderes, dem man die Story erzählt, verunsichert einen...)

Weiß ja nicht, ob du aus eigener Erfahrung sprichst, aber das oben Beschriebene wäre für mich erstmal nur das "komische Gefühl" und danach würde ich versuchen, die Wahrheit herauszufinden.

Nicht jeder Faker ist vom anderen Geschlecht und hat es auf eine Beziehung abgesehen bzw. tut so. Diejenigen, die an ganz anderen Rezeptoren andocken und wo der Austausch vorwiegend schriftlich stattfindet, z.B. weil sie räumlich weit weg sind (oder dies vorgeben), dass ein realer Kontakt schwierig bis unmöglich scheint, sind für mich anders zu bewerten.

Chance007

Das ist wieder der Punkt, den ich nicht verstehen kann: Räumliche Distanz und deshalb nur schriftlicher Kontakt.

Im Zweifelsfall würde ich mich irgendwann einfach ins Auto setzen und hinfahren! Im Übrigen hab ich das wirklich schon getan, weil meine langjährige Internetbekannte nicht so mobil war, also bin ich 5 Stunden hin und am nächsten Tag 5 Stunden zurück. Würde dieses Angebot auch immer wieder abgelehnt, dann würde ich dort wohl einfach mal so hinfahren, um zu schauen, ob die Anschrift überhaupt existiert und ob XY dort tatsächlich wohnt. Wenn derjenige mir wirklich wichtig wäre, würde ich das machen.

LnuisU08


Lian-Jill

Dafür kenne ich zu gut einige Fälle, bei denen das doch passiert ist und von denen ich auch gedacht hätte, dass sie davor gefeit sind.

Was waren denn das für Fälle? Magst du mal kurz beschreiben, was da wie abgelaufen ist?

T5uedzeluxe


Hier wird sehr viel Theoretisches geschrieben, ein paar Beispiele dazu wären gar nicht verkehrt.

C-hanIce00x7


@ Tuedelue

Ich beziehe mich auf Fälle, von denen ich sicher weiß, dass am Ende des langen Weges ein derartiger Fake stand. Es sind also keine Vermutungen, sondern das Wissen darum.

TRuedexlue


Chance007

Ok, dann ist das natürlich was anderes.

Wie haben die Faker in den Fällen denn darauf reagiert, wurden sie mit ihrer Lügerei überhaupt konfrontiert?

CThaMnce0x07


Wie haben die Faker in den Fällen denn darauf reagiert, wurden sie mit ihrer Lügerei überhaupt konfrontiert?

Manchmal ist es hilfreicher, dieses Wissen dem Faker/der Fakerin gegenüber vorerst für sich zu behalten, um überhaupt erst mal schauen zu können, mit wem man es da genau zu tun hat. Konfrontiert man direkt, läuft man Gefahr, diese Gelegenheit nicht zu bekommen, weil sich der andere dem natürlich entzieht und sowieso in den meisten Fällen leugnen wird.

Es kann aber wichtig sein, diesen Wissensvorsprung zu nutzen, um das für sich selbst besser verstehen und verarbeiten zu können. Um zu spüren, dass man jetzt nicht mehr fremdbestimmt/manipuliert wird, sondern selbst wieder die Fäden in der Hand hat. Sich den Menschen dahinter mal ohne Beeinflussung anzuschauen.

Was man dann genau tut und was für einen selbst das Beste ist, will in Ruhe überlegt sein und das ist sicher bei jedem anders.

Rechtliche Möglichkeiten gibt es ja in diesem Fall eher nicht, solange niemand nachweislich zu Schaden kam. Der seelische Schaden lässt sich nicht beziffern.

J\ulhi-So/nxne_


Ich kann mich an einen Fake aus einem anderen Forum erinnern. Sie behauptete, ein Frühchen mit gesundheitlichen Problemen geboren zu haben. Es ging über 3-4 Monate. Sie kam mit Fachbegriffen daher und klang sehr glaubhaft. Wir haben für sie gebetet und ständig an das arme Kind gedacht, dass zwischen Leben und Tod liegt. Am Ende hatte sie den Fehler gemacht, den Namen des Krankenhauses zu erwähnen, in dem das Kind (später angeblich verstorben) lag. Und zufällig gab es eine Kinderkrankenschwester, die genau auf dieser Station arbeitete und bestätigte, dass es in dieser Zeit kein einziges Kind mit dieser Problematik auf der Station gab. Daraufhin hat sich die Fakerin von jetzt auf gleich aus dem Staub gemacht. Sie muss also im Internet nach allen Punkten nachgesehen haben. Und viele waren mehr als entsetzt darüber.

T`uemdeluxe


Manchmal ist es hilfreicher, dieses Wissen dem Faker/der Fakerin gegenüber vorerst für sich zu behalten, um überhaupt erst mal schauen zu können, mit wem man es da genau zu tun hat.

Chance007

Wozu? Na gut, jeder regelt das anders. Wäre ich mir bei jemandem sicher, würde ich ihn zur Rede stellen (im persönlichen Gespräch) und dann höchstwahrscheinlich den Kontakt beenden. Ich würde aber definitiv immer den Weg der Konfrontation gehen, um mir a) wirklich sicher sein zu können und b) möglicherweise Gründe zu erfahren.

L}isan-%Jixll


Ich würde aber definitiv immer den Weg der Konfrontation gehen, um mir a) wirklich sicher sein zu können und b) möglicherweise Gründe zu erfahren.

Manchesmal gibt es aber andere Wege, um sich wirklich sicher zu sein. Da ist es befriedigender, den Spieß umzudrehen und den Faker lange im Ungewissen zu lassen, dass er aufgeflogen und seine reale Identität bekannt ist, bis man eine Entsscheidung trifft, wie man die Bombe platzen lassen möchte.

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