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Realfakes - Das Spiel mit den Gefühlen anderer

CDhancQex007


Das Zulassen der Zweifel ist - zumindest für mich - nicht das Problem. Das, was dem folgt, sehr wohl.

dnanaDe8x7


Eben, es bedeutet das man "spionieren" gehen muss, nachforschen, das man bereits gewährtes Vertrauen wieder entzieht. Man will dem Anderen aber ja kein Unrecht tun.

E:hemaligerj Nu#tzer (x#15)


Luis

Ich verstehe gerade nicht so ganz, was ein Faken mit "guten/schlechten Eigenschaften" zu tun hat?

Also ich werde doch nicht deswegen mißtrauisch, bzw. beginne zu uweifeln, weil ein Mensch eine Eigenschaft (oder mehrere) hat die ich nicht mag - sondern ich werde dann mißtrauisch, zweifle, wenn die Gesamtheit des Auftretens, Verhaltens, letztendlich dem was er (sie) erzählt, einfach unstimmig ist oder wird.

Zum Beispiel diese Geschichte mit der Freundin die lange eine Krebserkrankung vorgespielt hat (sorry, ich weiß gerade nicht mehr von wem sie war):

Damit hat diese Freundin zwar schlechte Eigenschaften (Unzuverlässigkeit) entschuldigt, dennoch aber ist es ja nicht die Eigenschaft an sich die letztendlich so schlimm war, sondern das Vorspielen der Krankheit.

EChemalJiger# Nutz4er (#1x5)


Chance

Das Zulassen der Zweifel ist - zumindest für mich - nicht das Problem. Das, was dem folgt, sehr wohl.

Hmm...kommt drauf an. Wenn ich mal wieder mein Beispiel heranziehe - es war schon irgendwie ein Problem. Denn durch das Zweifeln an ihm, begann ich ja - gerade weil ich ihm nicht Unrecht tun wollte - auch an mir zu zweifeln. Ob ich vielleicht ZU mißtrauisch bin? Es könnte ja doch sein, dass es stimmt was er erzählt...

Das spielte auch eine Rolle warum ich nicht nach dem 1. Vorfall gleich Reißaus genommen habe, sondern erst dann, als ich auch aus anderen Gründen sagen konnte "Ok, so wie es läuft ist es jetzt sowieso egal was gelogen ist und was stimmt - für mich ist diese ganze Sache so oder so nichts mehr".

Kyteffan


Wow, der Thread ist gerade mal drei Tage alt und bereits jetzt 25 Seiten dick. Nicht schlecht...

Da ich (wie wohl die meisten) keine/kaum Zeit habe, alle 25 durchzulesen, geht mein Post nur auf den Eingangsbeitrag ein:

Früher, in den Zeiten vor dem INet, nannte man solche Leute wohl Heiratsschwindler. Es sind Hochstapler mit einer Persönlichkeitsstörung, die wiederum unterschiedliche Formen annehmen kann.

Dass es kranke Menschen gibt, auch solche, die am Leid anderer ihre Freude haben, ist ein alter Hut. Viel interessanter finde ich die Frage, warum man auf solche Leute hereinfällt? Ich meine, auf Heiratsschwindler sind schon viele hereingefallen. Wobei man sich auch da fragen muss, warum so ein Schwindel erst so spät auffliegt. Und bei Internetbekanntschaften...was bringt einen Menschen dazu, einen nicht real vorhandenen Kontakt monatelang aufrechtzuerhalten? Ich hätte da gar kein Interesse. Was bewegt Menschen dazu (keine Situationen, sondern die Geisteshaltung). Und noch viel schlimmer: wer investiert starke Emotionen, vielleicht sogar Liebe, in eine Person, die er nicht kennt?

Ich meine, die Frage muss nicht lauten: warum tun die das?

Sondern: warum fällt man auf die rein?

Diese Antwort würde mich wirklich interessieren.

C#ha$nc8e007


Diese Antwort würde mich wirklich interessieren.

Dazu müsstest Du vielleicht doch den Faden lesen. Gab ne Menge Antworten dazu.

Prer$spekti0ve


Hausgemachte Probleme durch Casting-Sendungen, Talkshows, YouTube, Dschungelcamp, ... es muss schon atemberaubend sein, denn nur die "krasse" Story verkauft sich. ]:D

Die sogenannte "Fallhöhe" wird dem Zuschauer sehr oft und natürlich völlig fälschlich als eine Art Qualitätsmerkmal verkauft. So bekommst Du garantiert die volle Aufmerksamkeit ... :)=

Ein "normaler Mensch" fühlt sich heutzutage quasi fast schon "viel zu uninteressant für die Gesellschaft" ... wer nicht mindestens einen heftigen Schicksalsschlag zu vermelden hat kann doch gar nicht mehr mitreden :-X ... geschweige denn mithalten! ":/

So springen immer mehr "normale und gesunde Menschen" auf diesen vollgefüllten Zug der "Seelenopfer" um wieder dazu zu gehören und als Fahrkarte dient eine beeindruckende Geschichte :°( , die es in sich haben "muss", damit auch wirklich jeder andere Fahrgast ins Stauen :-o gerät, oder Mitleid bekommt :°_ .

Die Perspektive: Wir bewegen uns in einer Spirale des Schicksals-Wettkampfes ... nach dem Motto "Wem geht es heute am schlechtesten ...?!" :[]

Insbesondere als Vorbild für zukünftige Generationen sollte die Menschheit besser umdenken, damit nicht z.B. der Casting-Erfolg, ein inszenierter Freitod oder Amoklauf als größte Schlagzeile eines Lebens angestrebt wird!

Sicherlich können wir es auch gemeinsam positiv verändern :)^

+ indem wir diversen Medien-Abfall nicht weiter konsumieren

+ indem wir aufhören diese Geschichten bei Facebook & Co. zu teilen

+ indem wir echte Zeit für einander haben und wieder real zuhören

+ indem wir versuchen die wahren Hintergründe zu verstehen

+ indem wir selbst auf alle Übertreibungen verzichten

+ indem wir uns zugestehen einfach "Normal" zu sein

+ ...

dfaLnaex87


Die Fakerin im Blog hatte ja gar keine beeindruckende Leidensgeschichte oder so. Sie erfand nur einen Mann den es nicht gab und bandelte als dieser mit einer Frau an. Und das nicht nur einmal sondern in verschiedenen Varianten mit verschiedenen Personen.

Und es wurde ja hier nun auch schon mehrfach von realen Beispielen berichtet. Ich finde diese Art und Weise ein komplexes Verhalten auf ein so plattes Niveau herunter zubrechen irgendwie seltsam.

E%hemal}iger eNutzexr (#15)


Perspektive

Wer ist "wir"?

Sicherlich können wir es auch gemeinsam positiv verändern

Wie stellst Du Dir das vor, eine kollektive Veränderung die zu weniger Fakes führt? Bei allem Respekt für Deinen Idealismus - für ein solches Verhalten gibt es so viele mögliche Auslöser, die kann man nicht alle bekämpfen. Und schon gar nicht in dem man ein paar (sicher sehr gute Punkte, dennoch) anwendet.

Und man sollte auch aufpassen diesem Thema hier nicht insgesamt zu viel Raum zu geben. Es wird hier über die Fälle von Fakes diskutiert die es gibt - das heißt aber nicht, dass es sie massenweise gibt.

Die meisten Menschen die ich (näher) kenne, sind keine Faker, erliegen auch z.B. diesem Einfluß der Medien nicht auf die Weise wie Du es beschreibst.

Erlebt habe ich -wissentlich- Fakes in meinem ganzen Leben nur zwei (drei) Mal. In der Relation zu den Menschen die ich im Laufe meines Lebens (näher) kennengelernt habe ist das ein verschwindend geringer Prozentsatz.

L>ieabe8


Und bei Internetbekanntschaften...was bringt einen Menschen dazu, einen nicht real vorhandenen Kontakt monatelang aufrechtzuerhalten?

Heute würde mir das auch nicht mehr passieren. Ich lasse mich auch nur noch auf Bekanntschaften ein, wenn sie schnell "real" werden. Was aber eigentlich schade ist, denn durch das Internet wäre es eigentlich möglich, Menschen am anderen Ende der Welt kennen zu lernen. An sich eine tolle Sache und das hat mich zu Beginn auch sehr fasziniert. Deshalb bin ich vor gut 15 Jahren auf jemanden reingefallen. Ich habe einfach unterschätzt, wie viel Energie manche Menschen darauf verwenden, andere zu täuschen.

In meinem Fall war es der "Klassiker": Mann gab sich als Frau aus. Getroffen hätte ich mich mit "ihr" schon gerne irgendwann einmal, aber da "sie" im Ausland lebte, war das eben nicht so leicht möglich und erschien mir für das Aufbauen einer Freundschaft auch nicht unbedingt nötig, da man ja telefonieren konnte. Es wurden Bilder getauscht, damals noch ganz altmodisch auf dem Postweg, mangels Digitalkamera. Und da ich "ihre" Adresse hatte, Bilder von "ihr" und regelmäßig mit "ihr" telefonierte, zweifelte ich auch nicht. Videochat war damals mit 56k-Modem noch kein Thema. Da würde ich heute ansetzen, wenn ich nochmal jemanden online kennen lernen würde. Aber eigentlich lasse ich mich durch diese Erfahrung gar nicht mehr wirklich auf sowas ein.

M]ufCf Ptottexr


Dazu müsstest Du vielleicht doch den Faden lesen. Gab ne Menge Antworten dazu.

Es lohnt sich. Viele viele großartige, engangierte, sachliche und fundierte Beiträge. :)z


desaparecida und danae87 könntet ihr mir einmal auf die Sprünge helfen wo ich hier im Faden den jeweiligen Eingangsbeitrag zur "Blogger-Psychologin" und zu "Viktoria" finde?

dRana=e87


Über realfakes.net, Ganz am Anfang ein Beitrag notmichaelcane.

cOlXair'ext


Ich denke, dass es dieses Phänomen des Fakers schon immer gab. Nur existiert mit dem Internet heute ein ganz neuer Tummelplatz mit unendlichen Möglichkeiten um sich auszutoben. Die Distanz macht das Faken auch leichter, man muss den Leuten nicht mehr ins Gesicht schauen beim Lügen, sondern sitzt daheim in der sicheren Wohnung.

Der Klassiker des Fakes im RL ist wahrscheinlich der Fremdgeher. Da werden Geschichten erfunden, um einerseits der Ehefrau die häufige Abwesenheit zu erklären. Andererseits kriegt die Geliebte Geschichten aufgetischt, warum er sich (noch) nicht trennen kann.

Ein klein wenig kann ich mich einfühlen in die Rolle des Fakers. In der Frühzeit des Internets als Teenie habe ich mit jeder Menge Leute gechattet und dabei nicht immer die Wahrheit erzählt. Teils deswegen, weil einem ja immer eingebleut wurde, im Netz nicht zu viel von sich preiszugeben und ich mich mit Falschangaben schützen wollte. Aber es war auch unendlich spannend, dass man im Internet sein konnte wer man wollte. Sich komplett neuerfinden konnte. So saß ich oder wir (manchmal war eine Freundin dabei) dann kichernd vor dem Rechner. Allerdings waren das nur Chats, keine längerfristigen Kontakte.

dyana%e87


Der Klassiker des Fakes im RL ist wahrscheinlich der Fremdgeher. Da werden Geschichten erfunden, um einerseits der Ehefrau die häufige Abwesenheit zu erklären. Andererseits kriegt die Geliebte Geschichten aufgetischt, warum er sich (noch) nicht trennen kann.

Das ist für mich kein Faker, das ist schlicht ein Lügner. Der Unterschied liegt für mich darin das der eine lügt um etwas zu vertuschen um sein Leben zu behalten, während der Andere sich ein ganzes Leben ausdenkt und als Person so gar nicht existiert. Jemand der fremd geht ist ja ansonsten er oder sie selbst.

Ich denke auch das durch das Internet der Faktot "davon wissen" dazu kommt. Wer weiß schon wie oft es das früher gab, es ist ja keine Straftat und daher nirgendwo erfasst worden. Übers Internet erfährt man eben davon und so gewinnt man einen Eindruck davon das es vielleicht nicht ganz so selten ist wie früher gedacht, aber man muss eben auch aufpassen es nicht überzubewerten.

E/hKemaligger Nuptzerx (#15)


aber man muss eben auch aufpassen es nicht überzubewerten.

:)z :)^

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