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Realfakes - Das Spiel mit den Gefühlen anderer

E'hemaligerQ Nutze?r ([#56869x7)


Bei einigen Stories/Menschen habe ich nämlich auch den Eindruck solche Geschichten zu erfinden um nicht zu sich selbst, nicht zu seinen Schwächen etc. stehen zu müssen (oder zu Umständen unter denen sie sich befinden).

Ich schrieb es schon mal in einem anderen Beitrag: Es gibt ja auch die Faker, die über eine weitere Person (erfundene) Geschichten erzählen, deren Leben völlig anders darstellen (faken) um selbst Aufmerksamkeit zu bekommen, aber viel eher sehe ich dahinter um sich selbst, das eigene Verhalten zu rechtfertigen, keine Verantwortung übernehmen zu müssen usw....Vater/Mutter schlägt, trinkt, nimmt Drogen, der Exfreund/die Exfreundin hat einen mies behandelt.... alles sowas.

Ja. Ich sehe dahinter den Versuch etwas reales zu bekommen (tatsächlich mitfühlende Aufmerksamkeit) ohne etwas reales dafür zu geben (erfundene Geschichte berührt den Erfinder ja nicht persönlich). Man könnte das unter Umständen sogar mit dem üblichen Suchtmechanismus begründen bei dem ja auch da Suchtmittel dazu dient irgendein Bedürfnis zu befriedigen, was wenn man es eigentlich befriedigen würde etwas von einem selbst fordern würde. Es scheint bei solchen Dynamiken immer darum zu gehen selbst nichts zu geben, aber von anderen etwas positives zu bekommen.

Einfaches Beispiel Internetpornokonsum: Jemand der hauptsächlich virtuellen Sex betreibt vermeidet ja alles was mit realem Sex an "Gefahren" auf ihn zukommt: Ablehnung durch den anderen, der Sex könnte katastrophal sein, der partner ausgezogen doch nicht so attraktiv wie vermutet, er könnte keinen hoch kriegen und so weiter. All das entfällt beim Pornokonsum. Ein Pornokonsument kann seine gesamte Unsicherheit und Verletzlichkeit schützen indem er einfach nicht live interagiert.

Natürlich ist die Befriedigung aber eben dann auch flacher. Wer Verletzlichkeit nicht einsetzt erhält eben auch nicht den Bonus, wenn das Gegenüber tatsächlich liebevoll mit der umgeht und sich seinerseits öffnet. Die Erfahrung der zwischenmenschlichen Nähe entfällt völlig. Wer nicht realisiert das er die auch braucht, wird wohl gern zu dieser kurzfristigen Befriedigung greifen und wenns extrem wird dann eben davon abhängig möglicherweise bis zur zeitweisen Impotenz, weil kein Kick mehr genügt, um die tatsächliche Befriedigung zu finden, die in der emotionalen Verbindung steckt. Die gibts nur bei Autentizität mit realen Menschen.

Beim Faken von Geschichten geht es um "erhalten von Gefühlen der anderen" ohne selbst wirklich eigene Unsicherheit und Verletzlichkeiten preis zu geben. Dabei lügt sich der Faker eben selbst in die Tasche, weil die Aufmerksamkeit für seine Person ja gar nicht existiert! Es existiert ja mitfühlende Aufmerksamkeit für eine fiktive Gestalt und nicht für den Faker. Manche Faker versuchen sich dann über ihre Machtposition ( ich weiss das alles erlogen ist und habe die Macht darüber was der andere fühlt) Befriedigung zu erlügen, aber auch die ist ja nicht echt. Nicht der Faker löst die Gefühle aus, sondern die Geschichte und dass der andere mitfühlend reagiert ist nicht der Verdienst des Fakers als Person, sondern der Verdienst der erlogenen "Fakten" derer er sich bedient. Es ist alles illusionär- eben auch die Macht die der Faker zu spüren glaubt und früher oder später stürzt das ein.

Die Befriedigung die ein Faker aus der Manipulation zieht ist auch für ihn zwangsläufig nicht real, was dann zu Wiederholungen und zu immer extremeren Ausschmückungen führen kann. Bis hin zur Sucht. Trolle behelfen sich damit Communities zu gründen in denen sie ihre zählbaren Erfolge ranken. So versuchen sie ihre der Situation der Aufmerksamkeitssehnsucht ( die sie ja schwach und verletzlich macht) in eine Machtposition umzudeuten, indem sie stolz auf eine gute Platzierung sind. Das funktioniert so lange man zu den Besten gehört. Nur: Wer schlecht platziert wird kann aber auch da das Gefühl entwickeln langfristig immer mehr machen zu müssen, um entweder aufzusteigen oder zu merken: sch... das eigentliche Gefühl der Leere geht nicht weg ich brauch einen neuen "Schuss".

Gerade was die Abhängigkeitsdynamik von zwischenmenschlicher Aufmerksamkeit betrifft leben wir in einem Zeitalter wo Strukturen plötzlich bewusster werden und dadurch auch hinterfragt werden. Spannend, aber auch unheimlich finde ich.

Aufmerksamkeit spielt für mich deshalb die zentrale Rolle und ist der Punkt an dem alle Beteilligten in so einer Dynamik ansetzen können.

E*hem>aliger Nuctzer (#56x8697)


Davon geh ich auch aus. Und ich nehme an sie belügen sich selbst in dem sie sich selbst erklären sie würden dem anderen ja auch nur geben was der oder die will. Um wieder auf den Blog zurückzukommen: Die Fakerin erklärte ja sie sei wirklich verliebt in die Bloggerin.

Das ist eine Variante die dann auch noch passieren kann: Eine Art (nicht geouteter) Lehrer verliebt sich in sein Studienobjekt.

E!hemalig)er Nut$zer x(#15)


Zu den letzten Beiträgen (clairet, chance, danea, notmichealcaine):

:)z :)^

Ich glaube auch insgesamt ("trollen" ist nochmal was Anderes), dass die meisten Faker die von ihrem Fake betroffenen Personen wirklich mögen, an ihnen aufrichtig interessiert sind.

Sie glauben nur nicht, dass sie so gemocht werden wie sie wirklich sind oder wie ihre Umstände wirklich sind akzeptiert werden.

S<hooxjo


Es sei mal dahingestellt, wie sie in die Geschichte reingerutscht sind (entweder in voller Absicht - oder vielleicht, wie Nurarihyon, über eine Notlüge, die sich irgendwann verselbständigte) - aber irgendwann scheint der Punkt zu kommen, an dem sie alleine aus der Nummer nicht mehr rauskommen - nur noch über eine Enttarnung durch andere.

Könnte man dann eventuell sagen, dass in manchen Fällen die Enttarnung im Sinne des Fakers ist? Dass man ihm damit unter Umständen langfristig einen Gefallen tut?

Da ging es für mein Empfinden auch um die reine Lust am Manipulieren. Und wenn ich versuche, mich in die Sache reinzudenken...dieser "Kai" dort, der hat die Viktoria doch auch oft mal zappeln lassen und hat sich länger nicht gemeldet, wenn sie nicht getan hat, was er wollte. Das macht doch kein netter Mensch, das ist doch absichtliches, ja ich weiß nicht, Bestrafen oder so. Sadismus, eben.

Vielleicht macht es manche Faker ja auch furchtbar wütend, dass sie eine "Beziehung" zu einer realen Person aufbauen, aber eben nicht als reale Person - dass sie wissen, dass der andere (der ja möglicherweise vieles ist, was sie selbst gern wären und dem sie sich von Angesicht zu Angesicht nicht zu nähern wagen würden) sie in den Wind schießen würde, wenn er wüsste, wer sie sind und was sie alles erlogen haben? Falls ein Faker wirklich an dem von ihm Belogenen hängt, könnte ich mir vorstellen, dass das auf lange Sicht eine schmerzhafte Situation ist und neben möglicher Traurigkeit auch irrationale Wut befördert.
Die richtig sadistische Komponente kann ich mir auch gut vorstellen, das wäre dann wieder ein anderer Typ. Es gibt ja durchaus Menschen, die Vergnügen daran finden, andere leiden zu sehen und gründlich zu demontieren. Da geht es wieder in Richtung Psychopath - die Sorte Mensch, die keiner, der noch bei Verstand ist, in der Nähe von sich oder seinen Kindern wissen will.

d/aNnaex87


clairet

Auch nach nachdenken (ich bin krank, hab Zeit ;-D ;-D ) ist für michs o ein riesen Aufriss eines Menschen der fremd geht einfach nur Betrug und kein fake im eigentlichen Sinne. Denn da geht es ja um den Schutz eines realen Lebens. Das alles ist ja im realen Leben dessen der da so einen Aufwand betreibt verankert, die Ursache für die Lügerei liegt in seinem realen Handeln und den Konsequenzen die diese Person nicht tragen will. Das alles gibt es bei einem realFaker ja nicht. Da gibt es keine negatien Konsequenzen für den Faker, ausser dem Verlust des Kontaktes der aber nur durch die Vorspiegelung falscher Tatsachen überhaupt zustande kam. Beim Fremdgeher ist der Anfang das brechen einer Abmachung und dann wird gelogen um zuvertäuschen, aber beim Faker ist die Lüge der Ursprung von allem was danach kommt. Deswegen sind das in meinen Augen zwei paar Schuhe.

Falls ein Faker wirklich an dem von ihm Belogenen hängt, könnte ich mir vorstellen, dass das auf lange Sicht eine schmerzhafte Situation ist und neben möglicher Traurigkeit auch irrationale Wut befördert.

Ich könnte mir vorallem vorstellen das es eine riesen Panik befördert. Wenn da wirklich jemand ist der dem Faker etwas gibt, auch wenn die Grundlage auf der es geliefert wird total erlogen ist, dann ist der Faker abhängig. In ganz großem Maße sogar, denn woanders bekommt er oder sie das was da so dringend gebraucht wird nicht. Das ist der perfekte Nährboden für große Verlustängste und wenn die aufkommen werden Menschen richtig hässlich und irrational.

M?uff9 P2otxter


Die richtig sadistische Komponente kann ich mir auch gut vorstellen, das wäre dann wieder ein anderer Typ. Es gibt ja durchaus Menschen, die Vergnügen daran finden, andere leiden zu sehen und gründlich zu demontieren. Da geht es wieder in Richtung Psychopath - die Sorte Mensch, die keiner, der noch bei Verstand ist, in der Nähe von sich oder seinen Kindern wissen will.

Und an diesen Typ habe ich glaube ich gedacht, als ich schrieb, dass ich von so einem unbekannten Ding lieber mehr Abstand schaffen würde. Kein Kontakt aufnehmen, lieber ganz schnell allen Kontakt beenden.

Es mag sein, dass da irgendwo ein Mensch in dem Faker drinsteckt, ein Mensch mit mit Phantasie und Humor usw. Aber dieses andere, manipulierende Wesen, dass würde ich meiden wollen so gut es geht.

:-|

LAog L/ady


Könnte man dann eventuell sagen, dass in manchen Fällen die Enttarnung im Sinne des Fakers ist? Dass man ihm damit unter Umständen langfristig einen Gefallen tut?

Vielleicht möchte der Faker ja auch unterbewusst irgendwann die Enttarnung und wird deshalb schlampiger in der Aufführung seines Theaters - indem er völlig Absurdes einbaut oder Dinge, die der Überprüfbarkeit nicht mehr standhalten? Vielleicht auch deswegen, um irgendwann zu überprüfen, ob der Betrogene nicht vielleicht auch den Menschen hinter dem Fake mögen kann? Ich kann mir nämlich auch nicht vorstellen, dass es langfristig befriedigend sein kann, wenn man immer nur für das gemocht und anerkannt wird, was man nur spielt. Abgesehen davon, dass ich es für psychisch sehr anstrengend für den Faker halte, dieses Spiel wirklich über eine lange Zeit durchzuziehen. Dass er von seinem wahren Ich da nichts gibt, unterschreibe ich so nicht. Natürlich sind da Aspekte seiner eigenen Persönlichkeit drin. Nur, wie an anderer Stelle schon gesagt wurde, entweder Aspekte, die im RL permanent unterdrückt werden (müssen) oder für die einfach kein Raum ist.

Auch nach nachdenken (ich bin krank, hab Zeit ;-D ;-D ) ist für michs o ein riesen Aufriss eines Menschen der fremd geht einfach nur Betrug und kein fake im eigentlichen Sinne. Denn da geht es ja um den Schutz eines realen Lebens.

Hmmm, beim Faker ja vielleicht auch? Vielleicht ist sein wahres Inneres ja so verletzlich, dass er es auf keinen Fall anderen Menschen preisgeben möchte, so dass er sich einen Panzer aus Lügen darum errichtet.

M(uff 2Potxter


Log Lady, hört sich stimmig an. Für einen Teil der Faker könnte ich mir das auch vorstellen.

S*hojto


Hmmm, beim Faker ja vielleicht auch? Vielleicht ist sein wahres Inneres ja so verletzlich, dass er es auf keinen Fall anderen Menschen preisgeben möchte, so dass er sich einen Panzer aus Lügen darum errichtet.

Du meinst, vielleicht sind manche Faker Leute, die wirklich nur mithilfe und im Schutz solcher Geschichten überhaupt in Kontakt zu anderen Menschen treten?

EWhem6aliger Nuutzer (#49Z832x7)


Was ich in meiner zuerst geschilderten Geschichte so perfide fand war, dass ich nicht nur selbst das Opfer war, sondern auch zum Instrument wurde, um jemand anderen zum Opfer zu machen. :-/

Ich reagiere heutzutage ganz extrem auf den Versuch mich zu manipulieren, und das kommt im Alltag ganz oft vor. Nur als Beispiel meine Freundin, wenn sie eine beleidigte Schnute zieht, weil irgendwas nicht nach ihrem Willen läuft. Okay, bei den meisten ginge das wohl nicht als Manipulation durch, weil es eigentlich wirklich harmlos ist, trotzdem... sowas bringt mich in Lichtgeschwindigkeit auf 180.

Wenn ich so recht darüber nachdenke, habe ich da ein defizitäres Verhalten durch ein Anderes ersetzt. Letzteres empfinde ich allerdings eher als Schutz meiner Psychohygiene, auch wenn es sicherlich erstrebenswert ist, da ein wenig vom Gas gehen zu können. Ich kann ja nicht für jeden Mist gleich zum Obst werden. :-/

Aber solange ich das noch reflektiert bekomme, hält es sich im gesunden Rahmen.

d)aHnae8_7


LogLady

Mag sein,wahrscheinlich sogar, aber das ist nicht was ich meinte. Wenn ich eine Beziehung mit einem Menschen eingehe und der mich dann irgendwann im Laufe der Zeit betrügt um sich danach in fantastische Höhen zuschwingen damit ich nur nicht dahinter komme, dann ist da doch eine echte Basis, ganz viel Wahres und Greifbares. Also selbst wenn ich ihn für den letzten Arsch hielte, da wüsste ich doch das er der Vater meiner Kinder ist, das er toll mit denen spielt, das er gerne Fussball spielt und Fan von Verein xy ist. Sein Beruf, seine sonstigen Niederlagen und Siege, sie sind echt.

Bei einem Faker ist das nicht so. Die Lüge kommt nicht in der Mitte dazu sondern die Lüge ist das Fundament.

Man könnte auch sagen, wer für seinen Körper eine Schwangerschaft zu 100% ausschliessen will, der sollte keinen Sex haben, oder?

Aber das muss einem bewusst sein. Nehmen wir quaks Mutter oder die Fakerin aus dem Blog, so war aber genau das nicht der Fall. Die Fakerin betrachtete die erfundenen Personen als Aspekte ihrer selbst und so wurde eben doch sie und nicht nur eine Geschichte gemocht. quaksalbereis Mutter war so überzeugt das ihre Wahrnehmung richtig sei das sie wegdissoziierte als diese Wahrnehmung sich als nicht tragbar erwies. Im Allgemeinen geht man davon aus das dieser Zustand von einem für die Seele gerade nicht lös- oder tragbaren Konflikt ausgelöst wird. Es ist also davon auszugehend as die Frau diesen Zusammenbruch ihrer Welt als ganz schweren Schock erlebt hat. Ähnlich dem Schock den ich erleben würde wenn ich nun feststellen müsste das ich in der Matrix lebe. Für sie war das alles also wahr und kein Lüge.

dcanaex87


Grr falsches Zitat, ich meinte das hier:

Hmmm, beim Faker ja vielleicht auch? Vielleicht ist sein wahres Inneres ja so verletzlich, dass er es auf keinen Fall anderen Menschen preisgeben möchte, so dass er sich einen Panzer aus Lügen darum errichtet.

d!esap+arecxida


Sie glauben nur nicht, dass sie so gemocht werden wie sie wirklich sind oder wie ihre Umstände wirklich sind akzeptiert werden.

Meinst du Menschen, die gerne anders wären als sie sind und die dann im Internet auf Facebook oder in einem Forum ein Leben mit Rahmenbedingungen erfinden wie sie es gerne hätten oder wie sie gerne sein würden? Und dass sie dann dieses "Leben" auf einer tragischen Geschichte aubauen, wie das im Eingangsbeitrag beschrieben ist? Weil diese Schicksalsschläge sie für andere User interessant machen, so dass sie ihr virtuelles Leben vor Publikum ausleben können und die Schicksalsschläge halten die anderen bei der Stange? Zum Beispiel ein im echten Leben Arbeitsloser der keine Freunde hat, der im Internet behauptet, Börsenmakler zu sein und einen großen Freundeskreis hat und Krebs bekommt und über den Krebs den Einstieg in ein Forum findet, oder eine in Wirklichkeit eher stämmige und reizlose Frau, die im Internet behauptet, eine dünne Primaballerina zu sein und an einer schlimmen Eßstörung leidet? Ich glaube ich verstehe was du meinst. Das kann ich mir vorstellen.

PGersp)eFkVtivxe


Isabell

meine Ideen haben keinerlei Anspruch auf Richtigkeit / Vollständigkeit und sie dienen nicht als ideale Ratschläge zur sofortigen, effektiven Reduzierung von Fakes, sondern es sind einfach meine Ideen ... was kann "ich selbst tun" ... was kannst "Du" ... was kann "man" ... was können "wir" ... oder "wer auch immer" versuchen zu ändern?!

Lösungsorientiert sein, Idealist, Optimist ... und auch Realist ... ich liebe das "sowohl / als auch - Prinzip" - statt blind der in unserer Gesellschaft gelehrten Dualität zu folgen:

+ Du bist groß oder klein

+ arm oder reich

+ gesund oder krank

+ beliebt oder unbeliebt

+ Du sagst die Wahrheit oder bist ein Lügner

+ Mann oder Frau

+ Kinder oder Erwachsene

+ Optimist oder Pessimist

Oft liegt die Wahrheit in der Mitte und es geht gar nicht um die Frage "Wer hat Recht?" ... es geht oft einfach um Aufmerksamkeit und dazu werden (leider) auch Gesichten erfunden, geschönt, dramatisch gemacht, u.s.w. ...

Ich denke auch -> diese "Lügen-Geschichten" entwickeln eine Art "Eigenleben" denn die damit erlangte "Aufmerksamkeit" wirkt wie Benzin, welches ins Feuer geschüttet wird und so breitet sich ein Flächenbrand aus oder es kommt gar zu einer Explosion. Vielleicht auch zu einer Art "sich selbst erfüllende Prophezeiung!

Ich glaube auch an ein steigendes Problem innerhalb unserer "modernen Gesellschaft", welches Fakes, sowie Identitätsdiebstahl betrifft. Superlativen, manipulierte Medienberichte, sowie die gezielte Meinungsbildung über Fake Accounts in den sozialen Netze haben da ihre klare Wirkung.

Vielen Dank auch an NotMichaelCain -> klasse Video!

cclaidrext


@ danae87

Auch nach nachdenken (ich bin krank, hab Zeit ;-D ;-D ) ist für michs o ein riesen Aufriss eines Menschen der fremd geht einfach nur Betrug und kein fake im eigentlichen Sinne. Denn da geht es ja um den Schutz eines realen Lebens. Das alles ist ja im realen Leben dessen der da so einen Aufwand betreibt verankert, die Ursache für die Lügerei liegt in seinem realen Handeln und den Konsequenzen die diese Person nicht tragen will. Das alles gibt es bei einem realFaker ja nicht. Da gibt es keine negatien Konsequenzen für den Faker, ausser dem Verlust des Kontaktes der aber nur durch die Vorspiegelung falscher Tatsachen überhaupt zustande kam. Beim Fremdgeher ist der Anfang das brechen einer Abmachung und dann wird gelogen um zuvertäuschen, aber beim Faker ist die Lüge der Ursprung von allem was danach kommt. Deswegen sind das in meinen Augen zwei paar Schuhe.

Bei einem Faker ist das nicht so. Die Lüge kommt nicht in der Mitte dazu sondern die Lüge ist das Fundament.

Auf den Gedanken, dass die Phänomene ähnlich sind bin ich durch einen Faden hier im Forum gekommen (na klar, wo denn sonst ;-D ), wo es um Fremdgehen ging und eventuelle Lügengeschichten. Und da ist es dann eine Frage der Perspektive: Für die Ehefrau ist die Lüge in der Mitte hinzugekommen, sie wird belogen um eine reale Beziehung aufrechtzuerhalten. Aber aus der Perspektive der Geliebten ist man schon nahe am Realfake, wenn ihr von Anfang an erzählt wird, dass die Beziehung zur Ehefrau eh schon am Ende sei und er sie bald verlässt, nur ist halt XYZ dazwischen gekommen.

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