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Realfakes - Das Spiel mit den Gefühlen anderer

L\uisz08


Ach so, die letzten Absätze betreffen dich gar nicht grundsätzlich, du warst ja bei besagtem Internetkontakt hellhörig geworden.

Eqhemalixger PNutz7er (#15x)


dummschmarrer (und Andere):

hier wurde vor paar seiten erwähnt, dass ein med1-faden mit Untergewicht und letztlich daran verstorbener TE ein fake gewesen sein soll. ich habe beim querlesen keine weitere aussage dazu gefunden...

Ich kann nur sagen, dass wir von der Moderation da keinerlei Hinweise zu haben, dass das ein Fake gewesen wäre. Bevor noch weiter spekuliert wird.

Vielleicht meinte der Beitragsschreiber (ich weiß nicht mehr wer das aufgebracht hat) ja auch einen anderen Faden der nicht so publik wurde? Ich weiß von Keinem, aber ich weiß ja auch nicht alles ;-).

Porzellanseele

ich finde diesen Faden so wertvoll und informativ- könnte man ihn nicht irgendwie oben anpinnen ? Wenn Muff damit einverstanden ist :-)

Ist weitergeleitet.

So jetzt weiter als User ;-).

E>hemali*ger MNutYzer (#x15)


desaparecida

Sie glauben nur nicht, dass sie so gemocht werden wie sie wirklich sind oder wie ihre Umstände wirklich sind akzeptiert werden.

Meinst du Menschen, die gerne anders wären als sie sind und die dann im Internet auf Facebook oder in einem Forum ein Leben mit Rahmenbedingungen erfinden wie sie es gerne hätten oder wie sie gerne sein würden? Und dass sie dann dieses "Leben" auf einer tragischen Geschichte aubauen, wie das im Eingangsbeitrag beschrieben ist?

Ich wollte darauf hinaus, dass manche Faker (wir haben ja mittlerweile festgestellt, dass es da viele Varianten gibt) nicht zwingend von Grund auf ein neues Leben erfinden, sondern auf der bestehenden Basis hinzuerfinden. Damit ihr Verhalten erklären/entschuldigen. Das müssen nicht zwingend die ganz "tragischen" Dinge sein.

Ein Beispiel:

Ein Partner begründete sein Verhalten welches vielleicht nicht so toll ist (oder er selber nicht so toll findet, er befürchtet das könnte abschrecken) gegenüber des neuen Partners damit, dass der/die Ex ihn ganz schlimm betrogen hätte, schwer drogensüchtig war oder, oder - oder er erfindet die Ex-Beziehung komplett neu. Bei jedem "Vorfall" wird diese Story herangezogen, vielleicht auch erweitert, um das Verhalten zu erklären und für den Partner akzeptabler zu machen.

Er faked also nicht das aktuelle Leben, sondern die Vergangenheit (bzw. eine andere Person), um seine eigenen Unzulänglichkeiten abzuschwächen, bzw. entschuldbar zu machen. Anstatt bei sich zu schauen, zu sich zu stehen, an einer eventuellen Problematik zu arbeiten. Und da steckt schon eine tiefe Unsicherheit und Angst dahinter.

Auch das ist für mich ein "Faker" und kein "nur Lügner", da er eine Basis (eben nur in der Vergangenheit) erfindet um das aktuelle Leben, die Beziehung zu halten. Auch eine Art der Instrumentalisierung des neuen Partners.

Wir erleben ja z.B auch oft genug hier, wie gut so etwas funktioniert: "Ich kann aber meinem Partner das und das nicht wirklich übelnehmen - hat er doch in der Vergangenheit dies und jenes erlebt.....".

clairet schreibt:

Aber aus der Perspektive der Geliebten ist man schon nahe am Realfake, wenn ihr von Anfang an erzählt wird, dass die Beziehung zur Ehefrau eh schon am Ende sei und er sie bald verlässt, nur ist halt XYZ dazwischen gekommen.

Genau, das passt zu meinem Beispiel. Da wird auch die Ehe(frau)/die angeblich so schlechte Beziehung benutzt um die Geliebte zu manipulieren.

Perspektive

Sorry, habe vielleicht etwas sehr einseitig reagiert auf Deinen ersten Beitrag @:).

Luis08

Ich meine einfach, dass man sich nicht blind in einen aussichtsreichen Internet oder privaten Kontakt stürzen sollte und sei er noch so verheißungsvoll.

Und da könnte man halt ein wenig vorsichtiger sein, genau hinschauen usw. um nicht so leichte Beute zu sein.

Und warum sollte man starken Zweifeln denn nicht nachgehen sollen (wenn es einem dann überhaupt noch wert ist mit dieser Person)? Ich meine jetzt zu Beginn eines Kontaktes. Wenn mir etwas zu starken Zweifeln Anlass gibt, dann kann ich doh nachhaken, nachforschen oder es gut sein lassen mit dieser Person.

Dagegen sagt ja auch keiner etwas.

Ich z.B. habe mich da ja auch nicht reingestürzt, war also sicher keine "leichte Beute" (was vielleicht gerade gereizt hat? Wer weiß? ;-D). Und dann eben meine Konsequenzen gezogen.

Es spricht ja auch hier Keiner davon, dass man leicht auf einen Faker reinfällt. In meinem Falle will ich mal dreist behaupten, dass hier aus diesem Faden sicher kein User auf ihn reingefallen wäre. Dazu war er letztendlich nicht perfide und abgebrüht genug (nicht clever genug?), nicht proffessionell genug. Aber ich behaupte ebenso, dass es eben auch die ganz anderen Kaliber gibt. Wir haben ja schon genug Beispiele (Varianten) gehört.

Ezhemalig&er Nutzer^ x(#15)


Luis08

Ach so, die letzten Absätze betreffen dich gar nicht grundsätzlich, du warst ja bei besagtem Internetkontakt hellhörig geworden.

Ich habe mich davon jetzt auch nicht ge/betroffen gefühlt. @:)

LEichtkAmHorizaont


Vielleicht sollte man grundsätzlich skeptisch sein, wenn man von einer neuen Bekanntschaft außergewöhnlich begeistert ist und sich selbst beobachten dahingehend, ob man für diese/wegen dieser Person plötzlich Dinge tut, die man an sich vorher nicht kannte. Und die man normalerweise nicht einmal für langjährige Freunde einfach so tun würde. Aber auch, wenn von dem anderen extreme Aktionen erfolgen (teure Geschenke, Heiratsversprechen...). Dann stimmt meistens etwas nicht. Es muss sich zwar nicht unbedingt um einen Faker handeln; es kann sich auch um eine anderweitig psychisch angeschlagene Person handeln, die einen an sich binden will für eigene Zwecke. Da finde ich es fast schon unerheblich, ob die Person echt oder gefaket ist. Wenn sie einem das Leben durcheinander wirft, sollte man laufen...

MBufRf Pobttexr


Aber LichAmHorizont, verlaufen nicht manche wirkliche Liebesgeschichten genau so? Plötzlich tut man für eine andere Person Dinge, die man normalerweise nicht tun würde? Und werfen die einem das Leben nicht genau so durcheinander?

Naja, wahrscheinlich ist das nur eine Rosamunde-Pilcher-Vorstellung vom Verlauf der Liebesgeschichte.

Vielleicht sollte man grundsätzlich skeptisch sein

Ich würde es vielleicht mit einer Metapher vergleichen wollen. Auch wenn die Fußgängerampel grün zeigt, sollte man noch mal nach links und rechts schauen. Nicht, weil alle Autofahrer besoffen fahren, sondern weil einzelne Autofahrer besoffen sein können.

Vielleicht also nicht grundsätzlich skeptisch sein sondern einfach nur nicht vollkommen unvorsicht sein. (Aber auch das ist ein Gemeinplatz).

LJicht9AmHo7rizoxnt


@ Muff Potter

Aber LichAmHorizont, verlaufen nicht manche wirkliche Liebesgeschichten genau so? Plötzlich tut man für eine andere Person Dinge, die man normalerweise nicht tun würde? Und werfen die einem das Leben nicht genau so durcheinander?

Ja, tun sie, und meiner Erfahrung nach sind das selten die Geschichten, die auf Dauer gesund verlaufen. Je größer die Euphorie, desto verdächtiger. Daher finde ich es ja auch egal, ob man auf einen Energievampir hereinfällt oder auf einen Energievampir, der zusätzlich noch ein Faker ist.

LnicihtAm-HorizBont


Oder anders: Wenn die gefakte Person real wäre, wäre der von ihr angerichtete Schaden evtl. nicht kleiner. Denn man hat in jedem Fall seltsame Dinge getan, die man sonst nicht tut.

Enhemnaliger N=uStzer m(#15x)


Muff

Auch wenn die Fußgängerampel grün zeigt, sollte man noch mal nach links und rechts schauen. Nicht, weil alle Autofahrer besoffen fahren, sondern weil einzelne Autofahrer besoffen sein können.

Man könnte diese Metapher aber auch noch in dem Sinne erweitern wie LichtAmHorizont es meint:

Es könnte aber auch ein einzelner Autofahrer zwar nicht besoffen, sondern einfach nur unvorsichtig sein (also nicht bewußt gefährdent am Straßenverkehr teilnehmen) .... ;-).

EThGemal4iger dNut!zer (#;56x8697)


Es könnte aber auch ein einzelner Autofahrer zwar nicht besoffen, sondern einfach nur unvorsichtig sein (also nicht bewußt gefährdent am Straßenverkehr teilnehmen) .... ;-).

Finde ich einen sehr wichtigen Punkt besonders für Plattformen die sich im weitesten Sinn mit psychologischen Themen befassen. Ob es Sinn macht den Teilnehmern ihre für andere erkennbare Gefährdung zu erklären, obwohl sie ihnen unbewusst ist kann manchmal schwer zu klären sein.

M^uffX Polttxer


Es könnte aber auch ein einzelner Autofahrer zwar nicht besoffen, sondern einfach nur unvorsichtig sein (also nicht bewußt gefährdent am Straßenverkehr teilnehmen) ....

Verstehe ich nicht ganz. Es ging mir ja nicht um den Autofahrer sondern um den Fussgänger. Warum der Autofahrer in Einzelfällen sein Stopplicht nicht beachtet, war eigentlich nicht relevant.

Eyhemayliger eNutzEer *(#15x)


Muff

Ja, hatte ich schon auch so verstanden.

Ich habe Deine Metapher einfach dreist übernommen ;-).

Ich wollte es noch auf den Autofahrer erweitern, weil sein Verhalten immer eine Rolle spielt, ob ich schaue oder nicht.

Selbst wenn ich sicherheitshalber nach rechts oder links schaue, kann es trotzdem passieren, dass ich erfasst werde, weil ich das Verhalten des Autofahrers falsch eingeschätzt habe (ich dachte er hält an der roten Ampel an, er fährt aber trotzdem weiter).

Mmuff gPoztter


Ok, wir wollen die Metapher mal nicht überstrapazieren.

LichtAmHorizont meinte, man sollte vielleicht grundsätzlich skeptisch sein. Dass wäre mir persönlich ein wenig zu starkt und geht ein wenig in Richtung dessen, was weiter vorne auch schon gesagt wurde: In den allermeisten Fällen, so nehme ich an, ist bei einem Forenbeitrag mit einer tragischen Schicksalsbeschreibung davon auszugehen, dass das auch einigermaßen wahr ist. Aber eben nicht immer. Es gibt eben auch mal Spinner dazwischen.

EDhemal&iger JNutzexr (#15)


Ok, wir wollen die Metapher mal nicht überstrapazieren.

;-)

LichtAmHorizont meinte, man sollte vielleicht grundsätzlich skeptisch sein. Dass wäre mir persönlich ein wenig zu starkt und geht ein wenig in Richtung dessen, was weiter vorne auch schon gesagt wurde: In den allermeisten Fällen, so nehme ich an, ist bei einem Forenbeitrag mit einer tragischen Schicksalsbeschreibung davon auszugehen, dass das auch einigermaßen wahr ist. Aber eben nicht immer. Es gibt eben auch mal Spinner dazwischen.

Ist auch die Frage, was man unter "grundsätzlich skeptisch" versteht. Grundsätzlich mißtrauisch oder grundsätzlich einfach nur vorsichtig?

Sorry, aber jetzt muß ich nochmal ;-):

Gucke ich nach links und rechts weil ich damit rechne dass mich einer umfährt oder gucke ich nach links und rechts weil es ja sein könnte...?

M8uffj Potxter


Gucke ich nach links und rechts weil ich damit rechne dass mich einer umfährt oder gucke ich nach links und rechts weil es ja sein könnte...?

Warum guckst du, obwohl du grün hast? Du guckst deshalb, weil es neben den ganzen "normalen", d.h. aufmerksamen Autofahrern auch welche geben könnte, die (aus welchen Gründen auch immer) nicht so aufmerksam sind. Das ist für mich dann aber nicht generelle Skepsis gegenüber allen Autofahrern.

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