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Realfakes - Das Spiel mit den Gefühlen anderer

diana]e87


Luis

Ich meinte es so das mich einfach interessiert wie verschiedene Menschen denken, fühlen, agieren und reagieren. Es interessiert mich einfach so losgelöst von jedem Kontext und deshalb betrachte ich jedes Plus an Wissen als Gewinn an sich. Wissen muss für mich keinen praktischen Nutzen haben, weder zur Beweltigung noch zur Präfention, ich weiß es einfach um seiner selbst willen zu schätzen. Genau wie das Wissen darum was Spinnentiere von anderen Mehrgliedirgen Insekten unterscheidet. Ich weiß es, auch wenn es keinen Unterschied macht ob ich es weiß oder nicht, das Viehzeug wird rausgeworfen. ;-D

Und ich bin nicht pessimistisch. Ich halte es für möglich das mich ein Faker ganz fies aufs Kreuz legt, aber ich fürchte mich nicht besonders davor. Wenn es passiert tut das sicher höllisch weh und ich werde eine Weile Wunden lecken, aber dann steh ich bestimmt auch wieder auf und bin eben um eine Erfahrung auf die ich hätte verzichten können reicher. Denn mich total abzukapseln, den Ebenzar zu geben um mich zu schützen, dass würde ich als weit größeren Schmerz empfinden, als langes Leiden, im Vergleich zu einem Schlag direkt ins Gesicht. Das was ich gewinnen kann ist das Risiko schlicht wert und dann trag ich es auch mit Fassung.

EWhema,liger" YNuFtzer (2#580x740)


@ desaparecida

Man kann im Internet ja erstmal alles erzählen. Ich wäre auch immer vorsichtig. Ich kann verstehen dass deine Freundin misstrauisch ist.

Darum geht's aber in erster Linie gar nicht, sondern darum, dass sie erst durch ihr Erlebtes mit dem Faker auch anderen gegenüber misstrauisch wurde.

Was genau hat sie denn eurer dritten Freundin über dich gesagt?

Du glaubst ja wohl nicht, dass ich hier öffentlich ins Detail gehe ;-). Ginge auch gar nicht, da ich dazu einen Großteil meiner Lebensgeschichte erzählen müsste und das werde ich garantiert nicht machen. Ist auch völlig unerheblich. Fakt ist, dass sie aufgrund ihrer Vorgeschichte mit dem Faker in Kombination mit dem "riesigen Pech" in meinem Leben angefangen hat mir zu misstrauen. Mehr muss man hier dazu nicht wissen.

Ich möchte auch nicht, dass ich hier das Hauptthema werde, ist auch sicherlich nicht vom TE erwünscht. Wollte nur kurz aus meiner Sicht eines indirekten Opfers berichten. Das hab ich getan und mehr ist dazu jetzt auch nicht mehr zu sagen, denke ich mal. ;-)

@ LichtAmHorizont

Warum nehmt Ihr Treeclimber so auseinander…?

Danke! Ich war gestern auch ein wenig angefressen deswegen. Komme mir hier vor wie auf einer Anklagebank.

Ich würde an Deiner Stelle auch darauf warten, dass sie den ersten Schritt macht, und anderenfalls wäre die Sache für mich erledigt, auch wenn es traurig ist. Mit Erklärungen und Rechtfertigungen hinterher laufen würde ich ihr jedenfalls nicht.

So sehe ich das auch. Ich habe mir heute nochmal Gedanken dazu gemacht und bin definitiv nicht bereit, den ersten Schritt zu machen. Ebenso wenig werde ich mich bis zum "geht nicht mehr" verteidigen, sollte sie mich doch noch selbst darauf ansprechen. Entweder wir finden dann gemeinsam eine Lösung, um mögliche Unklarheiten auszuräumen, am besten durch ein persönliches Treffen oder eben nicht. Ich hab schon zu viel Mist in meinem Leben durch als dass ich bereit wäre, jemandem ewig hinterherzulaufen und mich für alles mögliche zu rechtfertigen. Ich habe sie wirklich gern, ich mag ihre Art und vieles mehr, aber irgendwo ziehe ich dann auch eine Grenze.

dOana0ex87


Treeclimber

Musst es doch gar nicht ansprechen. Schlag einfach mal so, aus Freundschaft, ein Treffen vor. Dann kann sie dich beschnuppern und es für sich klären und vielleicht sagt sie dann ja was dazu.

MXuff PoWtter


Warum nehmt Ihr Treeclimber so auseinander…?

Danke! Ich war gestern auch ein wenig angefressen deswegen. Komme mir hier vor wie auf einer Anklagebank.

Das betrifft jetzt nicht speziell dich, sondern ist eine allgemeine Beobachtung: Mir ist an mir selbst aufgefallen, dass ich mich durch das Thema des Fadens in einigen Fällen etwas zu Reaktionen habe hinreißen lassen, die ich mir sachlicher gewünscht hätte. Ich weiß nicht genau woran das liegt, aber vielleicht ging es ja auch anderen so.

EHhemaltiger% NutzeWr (#58:074l0x)


@ danae87

Wenn's so einfach wäre, hätte ich das schon längst gemacht. Ein Treffen ist aber leider aufgrund verschiedener Umstände auf beiden Seiten schwierig umzusetzen!

L~ich]tAmjHorizoxnt


@ Treeclimber

Ich glaube, Leuten, die offen etwas erzählen und genauer ausführen, wird tatsächlich oft genau dies zum Verhängnis. Man bietet dann schön Fläche zum Sezieren. In den Augen mancher sind Leute, die alles ganz genau erklären, verdächtig, da es nach Vorab-Rechtfertigung "riecht".

Hättest Du nur geschrieben "eine Freundin von mir verdächtigt mich gerade, ein Faker zu sein, da sie zuvor schlechte Erfahrungen mit einem Faker hatte, ich bin jedoch gar keiner, und deshalb hasse ich Faker", wäre vielleicht gar nichts großartiges passiert hier… (Das ist jetzt kein Appell, nicht mehr viel zu schreiben und sich immer nur kurz zu halten, nur meine persönliche Erfahrung, die sich hier gerade spiegelt.)

dIanaxe87


treeclimber

Das ist natürlich schade, aber man kann ja kommunizieren wie sehr man sich das wünscht und das man sich bemüht alles auszuräumen damit es endlich geht und hofft das sie es auch so handhabt. Aber du machst das sicher so wie du es gut findest. Mein Weg wäre ein anderer, aber ich bin auch ein extrem ungeduldiger Mensch. ;-)

EdhemaligSer Nzutzer (,#58x0740)


@ LichtAmHorizont

Ich glaube, Leuten, die offen etwas erzählen und genauer ausführen, wird tatsächlich oft genau dies zum Verhängnis. Man bietet dann schön Fläche zum Sezieren. In den Augen mancher sind Leute, die alles ganz genau erklären, verdächtig, da es nach Vorab-Rechtfertigung "riecht".

Ja, damit kannst du recht haben und nicht nur, was das hier im Faden betrifft, sondern auch in Bezug auf meine Freundin.

Ich bin ohnehin so ein seitenlanger Briefeschreiber (früher schon mit anderen Brieffreunden/Mailfreunden) und habe mir diesbezüglich aber nie Gedanken darüber gemacht, dass dies ein Fehler sein könnte. Ist es aber. Leider bekomme ich das aber nicht mehr aus mir raus ;-), ist einfach meine Art.

LYian~-Jxill


Ich finde, Shojo hat es [[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/715531/?p=33#p22041715 hier]] schon ganz gut auf den Punkt gebracht, damit ist eigentlich alles gesagt.

In diesem Faden geht es vor allem um echte Faker und wie man sich davor schützen kann. Dass jemand gerade in rein virtuellem Kontakt wachsam bleibt und auch diskret versucht, das Risiko auszuloten, sobald ihm offenbar der Kontakt zeitweise ungute Gefühle bereitet, halte ich für völlig legitim und sogar für wichtig.

E8hemal$iger3 Nutzerz (#5730x12)


Wenn es passiert tut das sicher höllisch weh und ich werde eine Weile Wunden lecken, aber dann steh ich bestimmt auch wieder auf und bin eben um eine Erfahrung auf die ich hätte verzichten können reicher. Denn mich total abzukapseln, den Ebenzar zu geben um mich zu schützen, dass würde ich als weit größeren Schmerz empfinden, als langes Leiden, im Vergleich zu einem Schlag direkt ins Gesicht. Das was ich gewinnen kann ist das Risiko schlicht wert und dann trag ich es auch mit Fassung.

danae87

Toller Beitrag , danke dafür.

EthemaligeOr Nuztzer !(#15)


Ich kann mich Porzellanseele nur anschließen :)^

Lässt man sein weiteres Leben davon beeinflußen, sozusagen auch sich selbst - erst dann ist man (eventuell) ein Opfer.

Vor allem auch der Satz davor:

Und ich bin nicht pessimistisch. Ich halte es für möglich das mich ein Faker ganz fies aufs Kreuz legt, aber ich fürchte mich nicht besonders davor.

Genauso geht es mir auch.

Treeclilmber

Ich wollte Dir nicht zu nahe treten. @:)

Und klar hast Du recht: Das sieht Jeder anders. Und das heißt nicht, dass der Eine es "besser" sieht und der Andere "schlechter".

Für mich ist es eben keine Entschuldigung zu sagen: "Ich verhalte mich Dir/einem Anderen gegenüber so und so weil ein Dritter mir mal das und das angetan hat".

Was ganz Anderes ist es wenn mir Jemand sagt "Ich habe diese Gefühle, dieses Mißtrauen etc.. weil ich mal dies und jenes erlebt habe".

Und im Grunde machst Du ja auch genau das, Du hast zwar Verständnis für sie, ziehst aber Deine eigene(n) Grenze(n):

Ich hab schon zu viel Mist in meinem Leben durch als dass ich bereit wäre, jemandem ewig hinterherzulaufen und mich für alles mögliche zu rechtfertigen. Ich habe sie wirklich gern, ich mag ihre Art und vieles mehr, aber irgendwo ziehe ich dann auch eine Grenze.

:)^

J'anygelxo


Ich habe sehr viele Menschen in meinem Leben manipuliert, denn ich erkenne ihre stärken und schwächen auf anhib, ich fühle ganz genau wie ich sie erreichen kann, und dazu bringe das zu tun was sie tun sollen. Ich bin ein Täter, in meinem Fall ist es aber nun leider so das ein Trauma mein Leben regiert, aus diesem trauma, resultiert die wahnsinnige angst alleine zu sein, das ist der Grund warum ich Menschen manipuliere und kontrolliere, doch oft hat es den gegenteiligen Effekt, man schafft Situationen, von denen man weiß das sie nicht wirklich existieren, somit schließt man den jenigen der glaubt das sie existiert, automatisch aus. Im Endeffekt weiß ich darum das ich mich damit selbst kaputt mache und noch viel schlimmer ich tue anderen sehr weh, aufhören kann ich dennoch nicht ganz, das geht erst wenn ich mein Trauma in einer Therapie verarbeitet habe, das wird leider noch eine ganze weile dauern, doch ich arbeite hart daran.

EIhemaligcer Ntutz'er \(#5~73x012)


Jangelo

Ich bin ein Täter, in meinem Fall ist es aber nun leider so das ein Trauma mein Leben regiert, aus diesem trauma, resultiert die wahnsinnige angst alleine zu sein, das ist der Grund warum ich Menschen manipuliere und kontrolliere, doch oft hat es den gegenteiligen Effekt, man schafft Situationen, von denen man weiß das sie nicht wirklich existieren, somit schließt man den jenigen der glaubt das sie existiert, automatisch aus

Danke, dass du als "Täter" hier schreibst .

Verstehe ich das richtig, dass es ein Schutz für dich ist? So bist du derjenige , der bestimmt und vermeintlich nicht verletzbar bist da du die Fäden in der Hand hast ?

Sjhxojo


Ich halte es für möglich das mich ein Faker ganz fies aufs Kreuz legt, aber ich fürchte mich nicht besonders davor. Wenn es passiert tut das sicher höllisch weh und ich werde eine Weile Wunden lecken, aber dann steh ich bestimmt auch wieder auf und bin eben um eine Erfahrung auf die ich hätte verzichten können reicher. Denn mich total abzukapseln, den Ebenzar zu geben um mich zu schützen, dass würde ich als weit größeren Schmerz empfinden, als langes Leiden, im Vergleich zu einem Schlag direkt ins Gesicht. Das was ich gewinnen kann ist das Risiko schlicht wert und dann trag ich es auch mit Fassung.

Das trifft es auf den Punkt. Ich möchte mich nicht so verschließen, dass ich nicht zu treffen bin, ich möchte nicht auf die schönen Bekanntschaften und auch Freundschaften verzichten, die nur deshalb überhaupt entstehen können, weil der jeweils andere und ich bei Sympathie Nähe zulassen. Ich würde aus einer Begegnung mit einem Faker nicht "lernen" wollen, das wesentlich anders zu handhaben - ich würde es mit einbinden in meinen Erfahrungsschatz, als sehr schmerzliche und hässliche, aber eben meine Erfahrung. Ich gehe ja auch ohne Begleitung raus, auch wenn das unter ganz besonders blöden Umständen eine der Ursachen dafür sein kann, überfallen zu werden. Falls es einen erwischt, schaut man dann halt, wie man es übersteht, aber ich werde nicht mein Leben an bestmöglicher Risikovermeidung ausrichten - den fürchterlichen Preis, dann gar nicht richtig zu leben, dieses bisschen Leben dann aber eventuell ein bisschen besser, aber auch nicht zu hundert Prozent zu schützen, ist es mir echt nicht wert.

L\og PLady


Ich weiß nicht, ob die aus einer solchen Erfahrungen resultierende Vorsicht eine bewusste Entscheidung ist oder ob es vielleicht einfach eine Verbesserung der Instinkte mit sich bringt, wenn man diese Erfahrung einmal machen musste.

Man geht einfach wacheren Auges durchs Leben. Das heißt ja nicht notwendigerweise, dass man von nun an völlig verschließt. Es bedeutet vielleicht nur, dass die Alarmglocken eher angehen.

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