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Mit mir will niemand etwas zu tun haben

plaraz/ellynusxs


Man muss halt jemanden finden, der das genauso sieht.

Genau. Oder exakt. Oder Mann bleibt gänzlich alleine und erspart sich das ewige lamentieren. Wenn man eine Beziehung anstrebt, dann ist das meist auch kein großes Problem. Doch wenn man einen Tropfen Suppe in seinem Teller voller Haare findet, dann ist das Gejammer groß. Dann ist es besser, den Tropfen Suppe von dem Teller Haare ab_zu_tupfen, die tiefen Schürfwunden in der verletzten Seele ob diesem Missgeschick abkleben....und alleine bleiben. Voila!

Ethekmalig*er NLutzebr (#568x697)


Da Menschen nicht gänzlich rational denken, kann man nicht überall dort Zugeständnisse machen, wo man es problemlos könnte, weil sowieso kein eigenes Bedürfnis dahinter steht. Andere werten sich künstlich auf, indem sie etwas einfordern, also wertet man sich im Umkehrschluss ab, wenn man nirgendwo Grenzen zieht. Und aus dieser geschwächten Position heraus kann man seine sehr wohl noch vorhandenen Bedürfnisse und Interessen gleich mit in die Tonne treten.

Ja - das sehn wir einfach verschieden. Aus meiner Sicht konstruierst Du Dir hier eine unnötige Opferhaltung. Die Frage wäre für mich warum Du das tust.

Wenn ich nicht gegen meine Bedürnfisse handeln muss bin ich in keiner geschwächten Position. Du anscheinend schon. Ich muss auch meine Bedürfnisse, die ich vielleicht habe nicht in die Tonne treten. Die kann ich ja trotzdem vertreten?! Sicher wenn mein Partner dann überall an den Stellen wo ich etwas für mich brauche ständig auf die Bremse tritt, weil das was ich möchte gegen seine Bedürfnisse geht, wird eine klassische Beziehung häufig wieder auseinander gehn. In dem moment entsteht ein Ungleichgewicht was mittelfristig zur Krise oder Trennung führt.

Solange ich aber nicht gegen meine eigenen Bedürfnisse etwas für ihn erfüllen soll, meine Bedürfnisse in der Beziehung auch nicht zu kurz kommen und wir gemeinsame Bedürfnisse super gemeinsam ausleben können seh ich die geschwächte Position nicht?! Wenn ich nun mal per se weniger Bedürfnisse haben sollte, als mein Partner ist das eben so. Mir fehlt ja dann nichts?!

W+alk6ingGhxost


@ parazellnuss

Genau. Oder exakt. Oder Mann bleibt gänzlich alleine und erspart sich das ewige lamentieren. Wenn man eine Beziehung anstrebt, dann ist das meist auch kein großes Problem. Doch wenn man einen Tropfen Suppe in seinem Teller voller Haare findet, dann ist das Gejammer groß. Dann ist es besser, den Tropfen Suppe von dem Teller Haare ab_zu_tupfen, die tiefen Schürfwunden in der verletzten Seele ob diesem Missgeschick abkleben....und alleine bleiben. Voila!

Es geht ja nicht ums Lamentieren, sondern einzig und allein um die Feststellung, welches Verhalten eher kontraproduktiv ist. Bisher hatte ich a) einen nahezu endlosen Geduldsfaden und b) eine Genügsamkeit jenseits von Gut und Böse. Und weil ich alles dem "höheren Ziel" untergeordnet habe (wohlgemerkt nicht aus einer Anbiederung heraus, sondern aus Überzeugung), habe ich das auch nie als Entbehrung oder Einschränkung empfunden. Das liegt auch daran, dass ich ursprünglich mit einer Person zu tun hatte, die das exakt so einzuordnen wusste. Bei allen anderen hab ich mich damit nur zum effizienten Problemlöser und letztlich unsichtbar gemacht. Von Bedeutung ist also nicht, wie etwas ursprünglich gemeint war, sondern wie es auf andere wirkt. Und eine Beziehung mit wechselnden Sexualpartnern gehört jedenfalls nicht zu den Zugeständnissen, zu denen ich bereit bin - so meine Erkenntnis. Als Suchen nach Haaren in der Suppe kann man das denke ich kaum bezeichnen. Davon abgesehen bin ich nicht der Meinung, dass es kein großes Problem ist, Beziehung anzustreben, wenn man kaum Erstkontakte zustande bekommt (weil man von vornherein nicht Ernst genommen wird).

W al kingbGhosxt


@ NotMichaelCaine

Ja - das sehn wir einfach verschieden. Aus meiner Sicht konstruierst Du Dir hier eine unnötige Opferhaltung. Die Frage wäre für mich warum Du das tust.

Da sind wir wieder an dem Punkt - es wirkt anders, als es ursprünglich gemeint war. Mich in einer Opferrolle zu suhlen, wäre allenfalls kontraproduktiv.

Wenn ich nicht gegen meine Bedürnfisse handeln muss bin ich in keiner geschwächten Position. Du anscheinend schon. Ich muss auch meine Bedürfnisse, die ich vielleicht habe nicht in die Tonne treten. Die kann ich ja trotzdem vertreten?! Sicher wenn mein Partner dann überall an den Stellen wo ich etwas für mich brauche ständig auf die Bremse tritt, weil das was ich möchte gegen seine Bedürfnisse geht, wird eine klassische Beziehung häufig wieder auseinander gehn. In dem moment entsteht ein Ungleichgewicht was mittelfristig zur Krise oder Trennung führt.

Du setzt an der Stelle zu sehr dein (wohl überdurchschnittliches) Reflexionsvermögen voraus, aber die meisten gewöhnen sich an Zugeständnisse und verlangen immer mehr. Und wenn andere ihren Beziehungspartner bzw. potenziellen Beziehungspartner hauptsächlich über dessen Ecken und Kanten bzw. das, was er "einfordert", wahrnehmen, dann verliert man mit so einer genügsamen Haltung (so authentisch sie auch sein mag) jegliche Präsenz beim anderen.

Solange ich aber nicht gegen meine eigenen Bedürfnisse etwas für ihn erfüllen soll, meine Bedürfnisse in der Beziehung auch nicht zu kurz kommen und wir gemeinsame Bedürfnisse super gemeinsam ausleben können seh ich die geschwächte Position nicht?! Wenn ich nun mal per se weniger Bedürfnisse haben sollte, als mein Partner ist das eben so. Mir fehlt ja dann nichts?!

Deswegen sind wir uns einig: Bedürfnisse sind klar zu definieren. Für mich zählt dazu, dass Beziehung nur aus 2 Personen besteht (ohne weitere Sexualpartner). Von deinem gut gemeinten Vorschlag hab ich mich damals nicht entschieden genug abgegrenzt, aber das war genau die Selbstverbiegung, die ich tunlichst vermeiden wollte.

Diese Erkenntnisse bedeutet aber nicht, dass man zusätzliche, vermeidbare Einschränkungen für seinen Partner erfinden sollte, nur um seine eigene Position "zu stärken". Man sollte trotzdem nur dort Profil zeigen, wo es auch angebracht ist, wenn man sowieso schon überall sonst problemlos zurückstecken kann.

EnheymaRligerr N9utzer+ (#568697F)


Du setzt an der Stelle zu sehr dein (wohl überdurchschnittliches) Reflexionsvermögen voraus, aber die meisten gewöhnen sich an Zugeständnisse und verlangen immer mehr. Und wenn andere ihren Beziehungspartner bzw. potenziellen Beziehungspartner hauptsächlich über dessen Ecken und Kanten bzw. das, was er "einfordert", wahrnehmen, dann verliert man mit so einer genügsamen Haltung (so authentisch sie auch sein mag) jegliche Präsenz beim anderen.

Nein. Dazu braucht man nicht zwangsläufig Reflektionsvermögen. Das hilft mir nur dabei es so auszudrücken dass Du etwas damit anfangen kannst.

Der normale Durchschnitt ist ja der gefühlsbetonte Mensch, der Du ja nach eigener Aussage nicht bist:

Ein gefühlsbetonter Mensch der etwas will, der Bedürfnisse hat, drückt die normalerweise sehr direkt aus. Häufig auch mit Körpersprache. Du erlebst das ja offensichtlich wie Du mit diesem Teilsatz ausdrückst:

dann wie aus allen Wolken fällt

das bedeutet ja nichts anderes als dass jemand auf Deine Bedürfnisse mit offensichtlicher emotionaler Ablehnung reagiert oder? Jemand der weniger Kopf einsetzt folgt eben dann seinem Gefühl und sucht sich jemanden bei dem er nicht aus allen Wolken fällt. Verstehst Du?

Wenn Dein Bedürfnis darin besteht die Bedürfnisse Deiner (potentiellen) Partnerin nicht zu erfüllen, weil Dir das zu viel ist, willst Du ja auch was und es steht Dir frei das auch zu kommunizieren. In normalen Beziehungen ist das der Punkt wo eben die Kompromisfindung anfängt. Die kann aber nur anfangen, wenn beide ausdrücken was in ihnen lebt. Sonst gehts nicht. Das ist das was die " Pseudo Bedürfnislosen" manchmal einfach nicht tun. Sie tun so wären sie bedürfnislos, während sie eigentlich etwas nicht wollen oder vielleicht sogar etwas ganz anderes wollen. Je nachdem wie sehr du verkopft und wie wenig Kontakt Du zu den eigenen Gefühlen hast kannst Du Dich da völlig verrennen.

In den meisten Beziehungen passiert dieser Konflikt ganz automatisch ohne das darüber reflektiert werden müsste, weil die Beteilligten aufgrund ihrer Gefühle reagieren ( in dem Fall bei demjenigen von dem etwas verlangt wird was demjenigen nicht passt mit Frust). Dann zofft man kurz und gut is.

Deine Verkopfte Art verlangsamt den Prozess und braucht ein Gegenüber was genauso verkopft an die Sache ran geht. Letzeres ist wie wir festgestellt haben seltener zu finden was für Dich die Patnersuche eben schwieriger macht.

Nochmal:

Wenn Du empfindest, dass der andere etwas einfordert was Du nicht geben willst hast Du halt schon keine neutrale Haltung mehr. Dann ist Dein Bedürfnis ja dem was der andere will nicht nachzukommen. Dann wäre es Selbstverleugnung der Forderung zu entsprechen. Wenn mein Mann unbedingt Tennis spielen will und ich keine Lust habe kann sage ich : Ich hab keine Lust - ruf doch Timo an. Verstehst Du? Und wenn er dann antwortet "ach komm - ich geh mit dir auch anschliessend zum Japaner", überleg ich mir das vielleicht nochmal anders, wenn ich japanisch mag und weiss dass er das normalerweise eher meidet. Das ist ganz normaler Kompromisfindung wie sie routinemässig in Beziehungen abläuft. Dazu braucht keiner zu reflektieren.

Kannst Du damit was anfangen? Falls ja schreib ich gelegentlich noch was zum rest - eben auch dazu wie das bei noch nicht entstandenen Beziehungen ist.

W0alkinIgGhoxst


das bedeutet ja nichts anderes als dass jemand auf Deine Bedürfnisse mit offensichtlicher emotionaler Ablehnung reagiert oder? Jemand der weniger Kopf einsetzt folgt eben dann seinem Gefühl und sucht sich jemanden bei dem er nicht aus allen Wolken fällt. Verstehst Du?

Nein, das "aus allen Wolken fallen" war offensichtlich unglücklich von mir gewählt. Ich meinte damit nur Ignoranz bzw. fehlendes Bewusstsein. Ein ganz banales, länger zurückliegendes Beispiel: Ich hatte da mit einer alleinerziehenden HartzIV-Empfängerin eine 14-stündige Verabredung, bei der ich mich zu vielem hinreißen lassen und selbstverständlich auch alles bezahlt hab. Da erwarte ich, dass im Gegenzug eine simple Bitte wie "ich werde nicht bei facebook irgendwo markiert" respektiert wird. Und wenn während einer ersten Verabredung Dinge thematisiert werden wie, dass man 15.000 EUR Schulden hat und es doch nett (wenn auch keine Bedingung) wäre, wenn der zukünftige Partner die Bürgschaft für eine (an sich unnötige, unvorteilhafte) Umschuldung übernehmen würde, dann sehe ich da eine gewisse Grenze überschritten. Wichtig: Diese Person war/ist nicht auf fremdes Geld aus, kennt aber kein Maß und auch kein Taktgefühl. Was will ich mich so jemandem? Und der Partnermarkt ist voll mit solchen Ausfällen.

Wenn Dein Bedürfnis darin besteht die Bedürfnisse Deiner (potentiellen) Partnerin nicht zu erfüllen, weil Dir das zu viel ist, willst Du ja auch was und es steht Dir frei das auch zu kommunizieren. In normalen Beziehungen ist das der Punkt wo eben die Kompromisfindung anfängt. Die kann aber nur anfangen, wenn beide ausdrücken was in ihnen lebt. Sonst gehts nicht. Das ist das was die " Pseudo Bedürfnislosen" manchmal einfach nicht tun. Sie tun so wären sie bedürfnislos, während sie eigentlich etwas nicht wollen oder vielleicht sogar etwas ganz anderes wollen. Je nachdem wie sehr du verkopft und wie wenig Kontakt Du zu den eigenen Gefühlen hast kannst Du Dich da völlig verrennen.

Hmm, nein, mein Gegenüber ist für mich der Dreh- und Angelpunkt. Und wenn dessen bzw. deren Bedürfnisse so aussehen, dass andere Sexualpartner mit involviert sein müssen, dann ist das offensichtlich nicht meine Beziehung. Ich lege Wert auf klare Verhältnisse und keine zurechtgebastelten Lösungen. Außerdem will ich nicht als devot missverstanden werden. Es gibt Kompromisse und dann gibt es Dinge, an denen eine Grenze klar überschritten wird, also keine Kompatibilität mehr herrscht. Warum sollte ich so was hinnehmen? Umgekehrt würde das auch niemand für mich tun.

In den meisten Beziehungen passiert dieser Konflikt ganz automatisch ohne das darüber reflektiert werden müsste, weil die Beteilligten aufgrund ihrer Gefühle reagieren ( in dem Fall bei demjenigen von dem etwas verlangt wird was demjenigen nicht passt mit Frust). Dann zofft man kurz und gut is.

Deine Verkopfte Art verlangsamt den Prozess und braucht ein Gegenüber was genauso verkopft an die Sache ran geht. Letzeres ist wie wir festgestellt haben seltener zu finden was für Dich die Patnersuche eben schwieriger macht.

Naja, ich bin erwiesenermaßen beziehungs- und kompromissfähig. Und meine verkopfte Art trägt dazu bei, dass Konflikte gemeinsam bereinigt werden, bevor es überhaupt handfeste Konflikte werden. Noch mal: Ich bin kein Neuling, sondern hab in der Gesellschaft ein Ignoranz-Problem, weil ich in mancherlei Hinsicht meilenweit zurückhänge und anderer meilenweit voraus bin (weder das eine noch das andere ist für sozialen Umgang irgendwie gesund).

Nochmal:

Wenn Du empfindest, dass der andere etwas einfordert was Du nicht geben willst hast Du halt schon keine neutrale Haltung mehr. Dann ist Dein Bedürfnis ja dem was der andere will nicht nachzukommen. Dann wäre es Selbstverleugnung der Forderung zu entsprechen. Wenn mein Mann unbedingt Tennis spielen will und ich keine Lust habe kann sage ich : Ich hab keine Lust - ruf doch Timo an. Verstehst Du? Und wenn er dann antwortet "ach komm - ich geh mit dir auch anschliessend zum Japaner", überleg ich mir das vielleicht nochmal anders, wenn ich japanisch mag und weiss dass er das normalerweise eher meidet. Das ist ganz normaler Kompromisfindung wie sie routinemässig in Beziehungen abläuft. Dazu braucht keiner zu reflektieren.

Kannst Du damit was anfangen? Falls ja schreib ich gelegentlich noch was zum rest - eben auch dazu wie das bei noch nicht entstandenen Beziehungen ist.

Das ist das, was ich die ganze Zeit sagte/meinte. Offenbar denkst du, ich wäre ein Freak mit irgendwelchen verzerrten Ansichten. Nein, die Leute, die ich mittlerweile regelmäßig kennenlerne, sind die Freaks - aber ich weiß, dass es eigentlich auch normale Leute gibt. Nur finde ich keinen Zugang mehr zu jemand Gleichwertigem.

WjalBkingKGhost


*in anderer

E:hema liger @NutzeTr (#5+6869x7)


Ich meinte damit nur Ignoranz bzw. fehlendes Bewusstsein. Ein ganz banales, länger zurückliegendes Beispiel: Ich hatte da mit einer alleinerziehenden HartzIV-Empfängerin eine 14-stündige Verabredung, bei der ich mich zu vielem hinreißen lassen und selbstverständlich auch alles bezahlt hab. Da erwarte ich, dass im Gegenzug eine simple Bitte wie "ich werde nicht bei facebook irgendwo markiert" respektiert wird. Und wenn während einer ersten Verabredung Dinge thematisiert werden wie, dass man 15.000 EUR Schulden hat und es doch nett (wenn auch keine Bedingung) wäre, wenn der zukünftige Partner die Bürgschaft für eine (an sich unnötige, unvorteilhafte) Umschuldung übernehmen würde, dann sehe ich da eine gewisse Grenze überschritten. Wichtig: Diese Person war/ist nicht auf fremdes Geld aus, kennt aber kein Maß und auch kein Taktgefühl. Was will ich mich so jemandem? Und der Partnermarkt ist voll mit solchen Ausfällen.

Sorry, aber wenn meine Empathie schon anschlägt, was sie bei Dir ja offensichtlich getan hat, dann weiss ich doch was da passiert? Dann bremse ich sofort meinen Informationsfluss über mich selber und verabschiede mich höflich?!

Natürlich gibts sehr unterschiedliche Menschen und am besten hält man halt Augen in einem Umfeld offen in dem sich Menschen aufhalten die einigermassen ähnlich ticken. Wenn das nicht geht ist das im Internet sicher nicht einfach, aber wohl die nächste Möglichkeit für effizientere Suche.

Offenbar denkst du, ich wäre ein Freak mit irgendwelchen verzerrten Ansichten.

Ich gehe nur von Deiner Informationsbasis aus, dass Du eben nicht so auf emotionale Beziehungsanbahnung abfährst. Ist das jetzt richtig oder ist das auch falsch?

Emotionale Beziehungsanbahnung funktioniert ja meistens gerade deshalb weil die ganze Reflektiererei zugunsten der Emotionen /Hormone verschoben wird und erst später greift, wenn man schon in der Beziehung steckt.

WLalki;ngGFhosxt


@ NotMichaelCaine

Sorry, aber wenn meine Empathie schon anschlägt, was sie bei Dir ja offensichtlich getan hat, dann weiss ich doch was da passiert? Dann bremse ich sofort meinen Informationsfluss über mich selber und verabschiede mich höflich?!

Natürlich gibts sehr unterschiedliche Menschen und am besten hält man halt Augen in einem Umfeld offen in dem sich Menschen aufhalten die einigermassen ähnlich ticken. Wenn das nicht geht ist das im Internet sicher nicht einfach, aber wohl die nächste Möglichkeit für effizientere Suche.

Das hab ich im weiteren Verlauf ja auch gemacht und die Sache von meiner Seite aus beendet. Warum das überhaupt so lange ging? Weil ich so oft auf Granit gebissen hab (und ich rede nicht von Abfuhren, sondern absurden Entwicklungen), dass ich mittlerweile sehr genau abwäge, ob ich mir möglicherweise nicht mehr leisten kann. Aber das war definitiv unterhalb meiner Ansprüche. Und gerade hier in den neun Bundesländern gibt es nicht gerade viele Frauen, die ähnlich ticken und noch nicht vergeben sind.

Ich gehe nur von Deiner Informationsbasis aus, dass Du eben nicht so auf emotionale Beziehungsanbahnung abfährst. Ist das jetzt richtig oder ist das auch falsch?

Emotionale Beziehungsanbahnung funktioniert ja meistens gerade deshalb weil die ganze Reflektiererei zugunsten der Emotionen /Hormone verschoben wird und erst später greift, wenn man schon in der Beziehung steckt.

Das war auch nicht als Vorwurf gemeint - ich wollte es nur noch mal betonen. Sagen wir, ich bin durchaus zu einer gewissen Weiterentwicklung in der Lage, aber Null mit irgendwas multipliziert bleibt Null. Mir fehlt das minimale Entgegenkommen, auf dem ich aufbauen könnte. Deswegen drücke ich mich ja auch so steril-kryptisch aus, weil ich mir meine Normalität nur in der abstrakten Theorie aufrechterhalten habe. Ich bin nur noch im Arbeitsumfeld sozialisiert und mit den ehemaligen Kontakten aus diesem Forum, die mich über Wasser gehalten haben.

W|alking2Ghosht


Ach so - als ich das eine Kennenlernen beendet hab, war das natürlich völlig illegitim. Ich wurde so hingestellt, als hätte ich sie auf Grundlage falscher Versprechungen flachgelegt und mich dann verdrückt ??? ":/

EGhemaalig9er Nu{tzeWr (#56869x7)


Ach so - als ich das eine Kennenlernen beendet hab, war das natürlich völlig illegitim.

Sie hat Deine Erwartungen enttäuscht - Du hast ihre Erwartungen enttäuscht. Sie hat ihre Enttäuschung Dir gegenüber wohl sehr deutlich ausgedrückt (sonst kann ich mir das Wort illegitim nicht erklären). Du auch indem Du das beendet hast.

Ich wurde so hingestellt, als hätte ich sie auf Grundlage falscher Versprechungen flachgelegt und mich dann verdrückt ??? ":/

Wenn Du sie tatsächlich flachgelegt und Dich dann verdrückt hast sind das doch Fakten? Ich erinnere Dich nochmal an Deine Beschreibung:

Ich meinte damit nur Ignoranz bzw. fehlendes Bewusstsein. Ein ganz banales, länger zurückliegendes Beispiel: Ich hatte da mit einer alleinerziehenden HartzIV-Empfängerin eine 14-stündige Verabredung, bei der ich mich zu vielem hinreißen lassen und selbstverständlich auch alles bezahlt hab. Da erwarte ich, dass im Gegenzug eine simple Bitte wie "ich werde nicht bei facebook irgendwo markiert" respektiert wird. Und wenn während einer ersten Verabredung Dinge thematisiert werden wie, dass man 15.000 EUR Schulden hat und es doch nett (wenn auch keine Bedingung) wäre, wenn der zukünftige Partner die Bürgschaft für eine (an sich unnötige, unvorteilhafte) Umschuldung übernehmen würde, dann sehe ich da eine gewisse Grenze überschritten. Wichtig: Diese Person war/ist nicht auf fremdes Geld aus, kennt aber kein Maß und auch kein Taktgefühl. Was will ich mich so jemandem?

Dir war klar Du willst nichts weiter - sie wollte was weiter. Sie wollte eine Beziehung Du wusstest dass Du keine mit ihr wolltest, hast trotzdem mit ihr geschlafen und Dich verdrückt. Mit etwas Empathie kannst Du doch erkennen, dass sich daraus für sie, da sie mehr wollte, das Gefühl der betrogenen Hoffnung ergibt oder? Und da Du bereits beurteilt hast, dass sie nicht sehr bewusst ist, brauchts doch da keinerlei ??? ":/ mehr? Ihre Reaktion passt vollkommen ins Bild und ist in keinster weise unerwartet oder?

EdheFmalig\er ?Nutzer] (#56G8697)


Mir fehlt das minimale Entgegenkommen, auf dem ich aufbauen könnte.

Aus meiner Sicht fehlt Dir nicht das Entgegenkommen sondern jemanden zu treffen wo beide sich nicht von der ersten Sekunde anstrengend entgegenkommen müssen. Eine Begegnung wo beide Gemeinsamkeiten zuerst feststellen, diese als Basis für weitere Entwicklungen nehmen können und dann irgendwann sich in Details wo beide unterschiedliche Vorstellungen haben gegenseitig entgegenkommen, wenn die Basis klar ist.

W'al-kin#gGhxost


@ NotMichaelCaine

Sie hat Deine Erwartungen enttäuscht - Du hast ihre Erwartungen enttäuscht. Sie hat ihre Enttäuschung Dir gegenüber wohl sehr deutlich ausgedrückt (sonst kann ich mir das Wort illegitim nicht erklären). Du auch indem Du das beendet hast.

Ich empfinde das nicht als Enttäuschung. Sie war einfach anders bzw. hat nicht zu meinen Vorstellungen/meiner Lebensweise gepasst. Das ist ihr gutes Recht. Umgekehrt war es mein gutes Recht, ihr eine höfliche Absage zu erteilen, ohne dass sie von mir moralisch enttäuscht hätte sein müssen.

Wenn Du sie tatsächlich flachgelegt und Dich dann verdrückt hast sind das doch Fakten? Ich erinnere Dich nochmal an Deine Beschreibung:

Scheiße, ich hab nach dem Absenden schon geahnt, dass das missverständlich rüberkommt. Nein, ich bin noch Jungfrau und es geht mir gut damit. Mein Fehler war, dass wir die Verabredung derart in Länge gezogen haben, weil ich bis zuletzt schauen wollte, ob es zwischenmenschlich vielleicht doch passen könnte. Aber ich bin nicht wahllos, auch wenn ich (wie jeder andere Mann) logischerweise nicht so wählerisch wie Frauen sein kann (was auch deren gutes Recht ist). Ihre mir gegenüber ausgedrückte Enttäuschung war halt in dem Umfang, als hätte ich sie mit falschen Versprechungen flachgelegt.

Dir war klar Du willst nichts weiter - sie wollte was weiter. Sie wollte eine Beziehung Du wusstest dass Du keine mit ihr wolltest, hast trotzdem mit ihr geschlafen und Dich verdrückt. Mit etwas Empathie kannst Du doch erkennen, dass sich daraus für sie, da sie mehr wollte, das Gefühl der betrogenen Hoffnung ergibt oder? Und da Du bereits beurteilt hast, dass sie nicht sehr bewusst ist, brauchts doch da keinerlei ??? ":/ mehr? Ihre Reaktion passt vollkommen ins Bild und ist in keinster weise unerwartet oder?

Siehe oben. Sie hat am Anfang klar kommuniziert, dass sie für so was Zeit bräuchte. Und ich hab echt Besseres zu tun, als eine Alleinerziehende mit ernsthaftem Beziehungsinteresse zu verarschen. Nach eigener Aussage ist sie nicht der Typ für einen ONS, auch wenn sie einige Zeit nach unserem Treffen einen hatte (auch ihr gutes Recht). Vor zweieinhalb Wochen haben wir uns noch mal unverbindlich getroffen (diesmal ein Ausflug mit Kind), weil ich mir nicht mehr sicher war, welche Ansprüche ich mir überhaupt leisten kann, aber mein Fazit war wieder das gleiche. Ich empfinde nichts. Im Übrigen hatte ich den Eindruck, dass man in dieser Konstellation Gefahr läuft, nur die Rolle eines Ersatzvaters und nicht die eines Beziehungspartners einzunehmen. Meine Mutter hatte vor vielen Jahren mal einen Freund, der uns meines Wissens nach auch nur bespaßt hat. Definitiv erwarte ich für nichts Gegenleistungen, aber eine Beziehung ohne intrinsisches Geben und Nehmen ist für mich keine Beziehung.

Zwischen den Treffen hatte ich noch einen Schreibkontakt. Sehr umfangreiche Kommunikation und sie hat auch immer betont, dass es nicht am fehlenden Interesse ihrerseits liegt. Natürlich war es aber genau das, da ich mir nicht vorstellen kann, dass 120 km Entfernung ein Grund sind, um mir (und nur mir) derart zu misstrauen. Jedenfalls hat sie sich erst von einem anderen verarschen lassen, der nur Sätze wie "Bock auf Ficken?" und "Wie wär's mit 'nem Quickie?" stammeln konnte. Er hat sie mit Beziehungsversprechen in seinem Auto flachgelegt, weil er noch bei seiner (angeblichen) Ex wohnte, und danach den Kontakt zu ihr abgebrochen. Ein anderer hat sie noch vor dem ersten Treffen vollgeschnauzt, nur weil sie (auf einer Dating-Seite!) noch weitere Kontakte hatte. Anschließend hat sie den Kontakt zu allen (einschließlich mir) abgebrochen. Schon davor hat sie mir erst ihre Handynummer gegeben und einen Tag später - kurz, bevor wir telefonieren wollten, gemeint, dass ich sie ohne ihre Handynummer ja gar nicht anrufen könne.

Ich so: "Die hast du mir aber gestern gegeben."

Sie: "Stimmt. Ist nicht gut, wenn du die hast."

Ich: "Soll ich die jetzt wieder löschen?"

Sie: "Ja."

Ich: "Ok."

Verstehst du, wo mein Problem liegt? Ich versuche mich an grundlegende Regeln des zwischenmenschlichen Umgangs zu halten und komme nur rüber wie ein treudoofer Schoßhund, weil jeder Konkurrent Grenzen überschreitet, um an sein Ziel zu kommen.

Aus meiner Sicht fehlt Dir nicht das Entgegenkommen sondern jemanden zu treffen wo beide sich nicht von der ersten Sekunde anstrengend entgegenkommen müssen. Eine Begegnung wo beide Gemeinsamkeiten zuerst feststellen, diese als Basis für weitere Entwicklungen nehmen können und dann irgendwann sich in Details wo beide unterschiedliche Vorstellungen haben gegenseitig entgegenkommen, wenn die Basis klar ist.

Ja, das sehe ich genauso. Allerdings wiederholt sich mein 6er im Lotto, den ich zu Beginn hatte, nicht. Ich erwarte ja nicht noch mal die Eine, aber es muss doch noch einen Mittelweg zwischen Leuten, die mich als Kind einstufen und deswegen nicht mal mit dem Arsch ansehen, und HartzIV-Klientel geben.

I*ndoLvinxa


kurz, bevor wir telefonieren wollten, gemeint, dass ich sie ohne ihre Handynummer ja gar nicht anrufen könne.

Ich so: "Die hast du mir aber gestern gegeben."

Sie: "Stimmt. Ist nicht gut, wenn du die hast."

Ich: "Soll ich die jetzt wieder löschen?"

****

Sie: "Ja."

Ich: "Ok."

Da könnte auch ein wenig der Hund begraben sein (abgesehen davon, dass ich nicht einschätzen wöllte, ob sie ansonsten auch so kompliziert ist, wie es hier rüberkommt). Warum stellst du denn diese Frage überhaupt, anstatt eher zu fragen (beispielsweise) "Warum soll das denn nicht gut sein, sonst könnten wir ja nicht gleich telefonieren?" Hat so ein bißchen was von der allseits bekannten selbsterfüllenden Prophezeihung. Du befürchtest etwas, und "re"agierst schonmal vorab.

Das nur mal als ganz kleinen Gedankenanstoß in Deine Richtung.

E.hemali#ger NuZtze9r (#5x68697)


Ich empfinde das nicht als Enttäuschung.

Das hier:

Ich hatte da mit einer alleinerziehenden HartzIV-Empfängerin eine 14-stündige Verabredung, bei der ich mich zu vielem hinreißen lassen und selbstverständlich auch alles bezahlt hab. Da erwarte ich, dass im Gegenzug eine simple Bitte wie "ich werde nicht bei facebook irgendwo markiert" respektiert wird. Und wenn während einer ersten Verabredung Dinge thematisiert werden wie, dass man 15.000 EUR Schulden hat und es doch nett (wenn auch keine Bedingung) wäre, wenn der zukünftige Partner die Bürgschaft für eine (an sich unnötige, unvorteilhafte) Umschuldung übernehmen würde, dann sehe ich da eine gewisse Grenze überschritten. Wichtig: Diese Person war/ist nicht auf fremdes Geld aus, kennt aber kein Maß und auch kein Taktgefühl.

drückt für Dich keine Enttäuschung aus? Enttäuschung darüber, dass Du mit >so jemandem< überhaupt Zeit verbringen >musst<?

Für mich schon. Für mich klingt das sehr enttäuscht. Da trifft sich endlich jemand und es entpuppt sich als unpassend. Ist ja verständlich - kein Grund die Enttäuschung zu leugnen. Sie tut das auch nicht.

Scheiße, ich hab nach dem Absenden schon geahnt, dass das missverständlich rüberkommt.

Nein. Du wusstest, dass das wenn jemand liest was da steht zu einer unwahren Schlussfolgerung führen kann, die Du dann wiederum nutzen kannst ,). Das war mir klar, deshalb schrieb ich ja

Wenn Du sie tatsächlich flachgelegt und Dich dann verdrückt hast

weil mir war klar, dass Du hier versuchst über Rethorik überzudramatisieren und die Möglichkeit zu geben falsch zu interpretieren. Warum also kommunizierst Du so? Das hat Gründe, denen ich an Deiner Stelle dringenst auf den Grund gehen würde.

Desweiteren dringt hier in Form Deine unterschwelliger Entrüstung durch: Du machst alles richtig und die Welt ist weiter so ungerecht zu Dir und gibt Dir nicht was Du verdienst! Oder in Deinen Worten:

Und der Partnermarkt ist voll mit solchen Ausfällen.

Da sind eben auch Menschen mit unterschiedlichen Schicksalen unterwegs, die nicht zu jemandem passen der eine relativ enge unemotionale Vorstellung von Beziehung hat. Klar. Für die bist Du der Freak. Aber sie sind wie sie sind und Du bist wie Du bist. Du bist in erster Linie für Dich zuständig und dafür jemanden zu finden, der gut zu Dir passt ohne das Du oder sie sich nennenswert verbiegen müssten. Das wär einfacher, wenn Du nicht so verkopft wärst und ein Umfeld aufrecht erhalten hättest das Dich akzeptiert und versteht, was normalerweise für jemanden, der Empathie besitzt nicht wirklich ein Hexenwerk ist. So ist es eine Suche im luftleeren Raum und schwieriger. Es ist aber wie es ist und Du gehst so gut wie Du kannst damit um. Dazu gehört auch Frust. Den darfst Du auch ruhig so nennen. Nur nenn den Frust nicht Problemlösung, sondern lass ihn Frust sein.

Allerdings: Den Zahn, dass Du Dich klar ausdrückst würde ich Dir aufgrund der Art wie Du Dich hier im Forum gibst ziehen wollen. Unter anderem auch wegen der "Missverständnisse" die Du hier vielleicht unbewusst vielleicht bewusst produziert hast. Du machst Deinem Namen alle Ehre indem Du nicht greifbar zu sein scheinst wie ein Geist.

Du willst dich nicht einmal im anonymen Internet so darstellen (mit Deinen Bedürfnissen, die einschränkend wirken) wie Du bist, nicht mal da offen schreiben: Ich möchte auf keinen Fall eine offene Beziehung, friends with benefits und so weiter. Ich möchte ausschliesslich eine auf Vernunft basierende klassische Beziehung in der wir A/B/C teilen.

Nicht einmal in der Anonymität scheint das zu gehen, weil "die anderen das ja auch nicht machen". Warum?

Wenn Du derartiges im realen Leben auch bringst ist klar das daraus nur herumgeeier wird, weil Du eben noch nicht weisst wer Du bist und was Du willst oder nicht willst und in folge dessen dazu auch nicht stehen kannst.

Was Dein Date angeht: Du hast erkannt, dass sie genausowenig authentisch ist wie Du ( wiedersprüchlich z.b. bei der Handynummer). Du hast entschieden auf Zeit zu spielen, weil Du noch nicht wusstest wo Du hinwolltest und Dir die Möglichkeit eine Zeit lang offen halten wolltest. Das hat sie Dir übel genommen. Damit musst Du leben, genau wie sie damit leben muss, dass Du eben kein Ersatzvater wurdest und emotional nicht involviert warst. Sie hat ihre Absichten ja deutlich kommuniziert.

Es gibt hier in dieser Situation keine Gewinner. Ihr habt beide eine Möglichkeit getestet, Du hast festgestellt: will ich nicht und sie war enttäuscht weil sie wollte oder zumindest die Möglichkeit behalten wollte. Das ist unvermeidlich wenn 2 nicht zusammenkommen weil einer nicht will und umso wahrscheinlicher wenn man so dated wie Du es tust - ohne Vorkenntnis des anderen.

Wenn sie hier schreiben würde und ihre Sicht der Dinge aufzeigen könnte jemand ihr aufzeigen, wo sie sich verrannt hat und ihr vielleicht ein zwei Dinge bewusster machen. Das tut sie aber nicht. Du schreibst hier.

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