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Unglaublich,was einige Frauen sich "herausnehmen"...

OEluf


@ Basil75

so kann ich mit 1. nicht vorstellen, dass er so wäre, wie er ist

Ich beneide Dich: ich kenne es im gewissen Sinne auch nicht anders. Den richtig guten Sex kenne ich wahrscheinlich überhaupt nicht. Früher war ich auch verklemmt, habe an mich gezweifelt und bei vielen Phantasien gedacht, dass das unanständig, verwerflich und abnormal ist. Wenn ich heute lese, was andere Leute als normal oder abartig empfinden, ist es alles völlig harmlos.

Und dann hätte ich keinen Sex mehr und da wäre ich binnen weniger Wochen sehr frustriert und auch unausstehlich.

Das kommt bei mir auch ein paar Mal im Jahr vor.

bekommt sie dabei nicht auch Lust und schwingt es um in einen gemeinsamen Spaß?

Das passiert auch manchmal. Ich weiß aber vorher nicht, ob sie doch noch Lust bekommt und auch nicht in welchem Maße. Ich sagte ja schon: es gibt viele Grautöne. Oft bekommt sie doch wenigstens ein wenig Lust, die dann nach dem Höhepunkt auch sofort wieder weg ist.

Den Rest hatte ich eigentlich schon geschrieben. Wenn sie gar nicht wöllte, oder wenn es immer absolut schlecht wäre, wäre die Sache auch eindeutig, trotz Kinder, Haus und weiß ich was.

BUasiYlx75


Oluf

Früher war ich auch verklemmt, habe an mich gezweifelt und bei vielen Phantasien gedacht, dass das unanständig, verwerflich und abnormal ist.

Vielleicht ist ihr sexuelles Desinteresse eine Reaktion auf das von mir Zitierte. Wenn man nicht sagt, was man träumt, dann tut man immer das Selbe und es wird sehr schnell auch langweilig. Der Sex dreht sich doch nicht nur um den Akt mit dem Ergebnis Orgasmus und der dann entstehenden Befriedigung. Sex ist doch auch Spaß, Spannung, eben, das was einem gefällt, wo man sich immer ein Stück weiter treibt.

Habt ihr es ehrlich besprochen.

Ich denke nicht, dass der Sex einfach so verschwindet sondern das Verschwinden der Intimität ein Resultat von etwas ist.

Ich denke auch, es ist ein Wespennest in das man (oder Leute wie die TE) treten kann. Thematisiere mal bei einem befreundeten Paar, das keinen Sex mehr hat, das Thema Sex in der Partnerschaft. Selbst wenn es nur ein Witz ist. Das ist ganz seltsam. Mir ist das neulich passiert, da war ich bei einem befreundeten Paar und sprachen darüber, wie es ist länger beruflich von zu Hause weg zu sein. Und ich thematisierte die Sexualität, die dann evtl. über eine längere Zeit nicht gelebt wird. Ich sagte irgendwas wie "Und dann hat man ja noch ein paar mal in der Woche Lust auf den Partner" - da war sofort eine ganz seltsame Stimmung am Tisch, sie lachte mechanisch und mied es ihn anzusehen und er sagte später als wir allein waren zu mir, dass es bei ihnen seit einem Jahr keinen Sex mehr gab und das auch so totgeschwiegen wird.

Ich denke, deswegen auch die vielen doch sehr offensiven Antworten auf den Eingangspost. Da sind einige sicher peinlich angesprochen.

EthelmaliAger Nut;ze/r (#x39571)


Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich mit der eingangs gestellten Frage auseinanderzusetzen. Eine Möglichkeit besteht darin, daß man sich dem stellt und mit der Tatsache auseinandersetzt, wieviele im näheren Bekanntenkreis in den letzten Jahren an Krebs elend gestorben sind: die Männer meist an Prostata-Ca., die Frauen an Magenkrebs oder Mamma-Ca. Dann sieht all das, was mit Sex zusammenhängt, ganz anders aus.

BDasilx75


wieviele im näheren Bekanntenkreis in den letzten Jahren an Krebs elend gestorben sind: die Männer meist an Prostata-Ca., die Frauen an Magenkrebs oder Mamma-Ca. Dann sieht all das, was mit Sex zusammenhängt, ganz anders aus.

Das ist aber ein Vergleich, der nur so lange Stand hält, wie man die eigenen Partnerschaft mit der der anderen, von Krankheit gezeichneten, vergleicht und irgendwie auch eine sehr einfache Ausrede....nach dem Motto "Reg dich nicht auf Mann, der Heinz hat Hodenkrebs und du heulst rum, weil deine überlaufen!" ....

Nur weil es in Zentralafrika sehr warm ist ziehe ich mir im Dezember in Sibirien trotzdem eine Winterjacke an.....

Ne Urs, das ist Augenwischerei und lenkt nur vom eigentlichen Problem, dass in der Partnerschaft und somit im eigenen Leben etwas gegen die Wand läuft, ab.

EHhemal?iger NuRt8zer T(#3/9571x)


Basil75

Dem widerspreche ich massiv: Sex ist recht und schön, aber gibt Wichtigeres, damit eine Partnerschaft gut funktioniert und die beiden einander annehmen wie sie sind und gut miteinander auskommen - dies selbst unter extremen Belastungen. Sofern sich dieses ereignet, ist dies eben nicht Augenauswischerei und lenkt nicht vom eigentlichen Problem, "dass in der Partnerschaft und somit im eigenen Leben etwas gegen die Wand läuft, ab."

M;oniksa6x5


Letzteres sehe und erlebe ich auch so. Ist in meiner Ehe auch nicht anders, allerdings hatten wir eine Zeitlang auch Partner außerhalb.

Bhasi+l75


Urs

Dem widerspreche ich massiv: Sex ist recht und schön, aber gibt Wichtigeres, damit eine Partnerschaft gut funktioniert und die beiden einander annehmen wie sie sind und gut miteinander auskommen - dies selbst unter extremen Belastungen.

Ich habe ja auch nicht behauptet, dass eine Partnerschaft nur allein durch Sex funktioniert.

Sicher geht es auch ohne, nur meine ich, dass es dann auch offen kommuniziert werden muss und es eine Einigung geben muss. Das sich still ins Bett legen, peinlich berührt sein, wenn in einem Film oder bei einem Gespräch Sex thematisiert wird ist sicher sehr schlecht für die Beziehung. Da kann ich mir vorstellen, dass man anfängt nach anderen Ausschau zu halten.

Außerdem sprachst du davon, dass sich die Bedeutung der eigenen Sexualität relativiert, wenn im Bekanntenkreis schwere Erkrankungen auftreten. Das finde ich seltsam.

Ich verstehe durchaus, dass es mir sehr auf mein Gemüht drückt, wenn es einem Menschen in meinem Umfeld gesundheitlich sehr schlecht geht und ich eine gewisse Zeit brauche, um es zu verdauen. Aber dann kehrt man zu seinem eigenen Leben zurück und hat wieder Freude an den Dingen, an denen man vorher auch Freude hatte. Egal ob Hobby, Job oder eben Sex. Plötzlich darauf gar keine und nie wieder Lust zu haben fände ich seltsam.

Und eine Partnerschaft, die nur auf Sexualität gebaut ist, wird nicht tiefer wenn eine Bekannte schwer erkrankt und eine Partnerschaft, der Sexualität nie wichtig war wird dadurch nicht besser. Lediglich bereits Problem behaftete Partnerschaften können durch einen Schicksalsschlag im Bekanntenkreis profitieren.

Ein Tipp von mir: Wenn ich einer Frau das Gefühl gebe, dass ich Sex will weil ich ihn mal wieder brauche, dann kann ich Glück haben wenn auch sie gerade Lust hat. Aber das wird dann ein sehr egoistischer Akt.

Gebe ich der Frau aber das Gefühl, dass ich sie so betörend finde und nicht meine Finger von ihr lassen kann und nicht genug bekommen kann, dann stehen die Chancen schon besser. Dann muss sich auch keine herab lassen und ihren Mann befriedigen der dass dann als demütigend empfindet....

Toaps


Eine Möglichkeit besteht darin, daß man sich dem stellt und mit der Tatsache auseinandersetzt, wie viele im näheren Bekanntenkreis in den letzten Jahren an Krebs elend gestorben sind: .. Dann sieht all das, was mit Sex zusammenhängt, ganz anders aus.

Nicht unbedingt. Bei uns wirken da eher andere "Mechanismen". Wir haben schon einige Schicksalsschläge durchgestanden und gerade in solchen Zeiten, wo uns vor Augen geführt wird, dass das Leben endlich ist, müssen wir uns einander versichern. Außerdem bewirkt Sex Stressabbau.

Mir ist das neulich passiert, da war ich bei einem befreundeten Paar und sprachen darüber, wie es ist länger beruflich von zu Hause weg zu sein. Und ich thematisierte die Sexualität…

Ja manchmal ist der Fettnapf nicht mal so groß und man tritt trotzdem rein. Ich habe vor einiger Zeit mal in einer Runde erwähnt, dass ich es absolut nicht verstehen würde, wie man im Urlaub die (schon größeren) Kinder mit im selben Zimmer schlafen lassen kann – wenn man doch gerade mehr Zeit füreinander hat. Das war wohl auch voll daneben. Das mit den Dienstreisen ist auch so eine Sache. Die lassen sich ja nicht immer vermeiden, aber freiwillig, um mal Ruhe voreinander zu haben? Eh nö.

EThemali>ger Nutz_er (#395x71)


Wir haben schon einige Schicksalsschläge durchgestanden und gerade in solchen Zeiten, wo uns vor Augen geführt wird, dass das Leben endlich ist, müssen wir uns einander versichern.

Dies ist gut gesagt und gilt besonders dann, wenn man einem Paar begegnet, das sich mit dem oben dargestellten Problem zu befassen hat.

Oclyuf


wieviele im näheren Bekanntenkreis in den letzten Jahren an Krebs elend gestorben sind

Das ist ein sehr philosophisches Problem. Das ist im Grunde genommen, die Frage, wie es nach Auschwitz noch Philosophie, Kunst oder Wissenschaft geben kann. Oder etwas weniger dramatisch: es gibt immer schlimmeres.

Praktisch gesehen, gibt es die Fraktion die sagt: völlig unverständlich, dass Du das mitmachst und die andere die sagt: nicht jammern, so tragisch ist es nicht. Und dazwischen?

Sex ist recht und schön, aber gibt Wichtigeres, damit eine Partnerschaft gut funktioniert und die beiden einander annehmen wie sie sind und gut miteinander auskommen

Nein, dass stimmt nicht: Sex ist doch ein wesentlicher Bestandteil, worin sich Partnerschaft und Freundschaft unterscheiden.

Zweitens, ist es fast allen Männern und Frauen, jedenfalls wenn man hier die ganze Fäden dazu durchliest, die selber wenig Wert auf Sex legen, trotzdem extrem wichtig, dass ihre Partner absolut treu sind. Also auch diese sexuell wenig interessierte Personen, finden Sex in gewisse Aspekte doch extrem wichtig.

Oeluxf


Vielleicht ist ihr sexuelles Desinteresse eine Reaktion auf das von mir Zitierte.

Es ist jedenfalls ein interessanter Denkansatz. Momentan sehe ich es vielleicht als Erklärung, nicht aber als Lösung.

Wenn man nicht sagt, was man träumt, dann tut man immer das Selbe und es wird sehr schnell auch langweilig.

Das habe ich früher wohl verpasst. Jetzt sage ich es manchmal schon, stoße aber nur auf Ablehnung. Und wenn man nicht immer auf Ablehnung stoßen möchte, sagt man auch weniger. Genau so, sage ich natürlich auch nicht "na heute warst Du aber wieder schlecht in Bett". Das bringt nichts. Andererseits, ist ihr dadurch natürlich auch wenig bewusst, das es mir nicht reicht.

MLoDnik@a65


Manchmal sind Frauen auch sexuell desinteressiert, weil Männer schlecht im Bett sind, will sagen, sie haben nichts weiter davon.

Okluf


@ Monika65

Danke für die Blumen @:)

E~h`ema?lige`r Nutze9r (#J3957x1)


Endlich wird auch einmal diesbezüglich von Frauenseite auf Leistung bestanden: Die Zeiten sind vorbei, daß Männer meinen könnten, sie hätten die Freiheit und es stände ihnen zu, sich einer Frau zu bedienen, und diese hätte damit zufrieden zu sein. - Ihr Männer, gebt acht, indem auf Euch unausweichlich härtere Zeiten zukommen: Entweder könnt ihr diesen neuen Anforderungen entsprechen oder Ihr habt Pech gehabt.

TMaps


Genau so, sage ich natürlich auch nicht "na heute warst Du aber wieder schlecht in Bett".

Warum nicht? Nicht mit diesen Worten natürlich, aber wenn man hinterher gemeinsam versucht zu klären, was man ändern kann, sollte das doch wohl möglich sein. Mit wem sollte man diese sehr intimen Probleme denn sonst kommunizieren?

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