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Fernbeziehung :-(

LyislF12x3 hat die Diskussion gestartet


Ich bins wieder mal :=o ..

Und eigentlich weiß ich auch gar nicht was ich mir von meinem Beitrag hier erhoffe. Aber ich bin zur Zeit so unglücklich, wie ich noch nie gewesen bin.

Mein Freund und ich führen eine Fernbeziehung. Wie oft wir uns sehen kann ich gar nicht so genau sagen.. aber nicht öfter als 1 mal im Monat. Ich studiere noch, und habe den ganzen Februar (meine ganzen Ferien) bei ihm verbracht und nun bin ich wieder hier und frage mich, wie lange ich diese Fernbeziehung noch durchhalte.

Ich bin grundsätzlich gar nicht der Typ für die Distanz. Ich bin sehr anhänglich.

Mein Semester hat total stressig begonnen, ich bin schon jetzt deprimiert.. und da bräuchte ich einfach eine starke Schulter Zuhause. :°(

Er hat es zur Zeit total stressig in der Arbeit. Er arbeitet, danach geht er immer mit einem Kollegen /Kumpel etwas essen, danach noch auf ein Bier (oder mehr) und dann gleich schlafen. Da bleibt irgendwie keine Zeit für mich. Keine Zeit zu skypen und auch keine Zeit viel zu schreiben.

Es klingt gemein, aber ich gönne es ihm nicht, dass er jeden Abend nach der Arbeit ein Programm hat und somit gar keine Zeit hat, mich zu vermissen. Skypen können wir auch selten, weil er eben nie zuhause ist. Ich finde es gemein, wenn er dann sagt, dass er hald zur Zeit einfach beschäftigt ist weil mit seinem Kollegen kann er ja auch jeden Tag etwas unternehmen. Sogar für mehrere Stunden, und dafür ist er auch nicht "zu beschäftigt"

Ich liebe ihn wirklich, aber ich habe das Gefühl, dass es mich kaputt macht. Ich will aber nicht aufgeben und weiß, dass wenn ich jetzt Schluss machen würde, es mir auch ziemlich schlecht ginge.

Jetzt kommt sicher gleich die Frage, wieso ich nicht mehr mit Freunden unternehme..

kann ich nicht genau sagen, ich habe irgendwie auf nichts Lust. Wirklich auf nichts. Ich will nur bei ihm sein. Und das Studium stresst mich schon wieder so sehr, dass ich mir jeden Tag schwer tue, überhaupt aufzustehen .

Naja ich erwarte mir keine Reaktion. Irgendwie wollte ich das einfach teilen..

Gruß @:)

Antworten
akmazuone6x7


Hallo Du,

ich kann Dich gut verstehen. Er hat ein feines Leben, Spass, Freunde und Du möchtest, dass er sich mehr um Dich kümmert...

Wie wäre es, wenn Du Dich um Dich selber kümmerst. Gib Dir einen Tritt und versuch es. Es würde eure Beziehung belasten, wenn Du ihn damit zu sehr nervst. Kann ja sein, dass er da eine völlig andere Grundvoraussetzung hat. Viel mehr loslassen kann als Du. Das hat nichts damit zu tun, dass Du ihm nicht wichtig bist. Das hat was damit zu tun, dass er vielleicht ein anderes Elternhaus hatte, selbstständiger ist, in keiner Weise emotionale abhängig oder sonstwas.

Ich habe aus diesem Grunde eine Fernbeziehung mit DEM Mann abgelehnt. Ich wusste, ich überlebe genau das nicht, was Du beschreibst. Ich wollte daran nicht wachsen und habe Angst gehabt, dass ich genau das fühle, was Du jetzt fühlst.

Und dass ich nicht daran wachsen kann. Weil ich heute, gut 17 Jahre später, mehr über mich weiss, wie ich ticke, warum das für mich sich so falsch anfühlte, dies aushalten zu müssen. Ich hätte es auch damals nicht gepackt. Daher versteh ich Dich vielleicht so gut.

Heute wäre das vielleicht anders. Gib Dir Zeit. Versuche Vertrauen zu haben. Arbeite an Deinem Selbstbewusstsein und an Deiner Freizeit, damit Du nicht so leiden musst.

Sprich mit ihm, wenn ihr euch seht. Ohne Forderungen.... Einfach Deine Gefühle.

Ich wünsche Dir, dass es gut läuft. Alles Gute !!

PBacfa


Hallo ihr beiden,

eure beiden Beiträge haben mir gerade sehr geholfen.

Lisl, mir geht es ein wenig wie dir, auch wenn ich keine Fernbeziehung führe, sondern es nur um den einen oder anderen Abend ohne einander geht. Da fällt es mir wahnsinnig schwer, zu akzeptieren, dass er "etwas tolles" ohne mich macht. Es fällt mir schon schwer, anzunehmen wenn er einen Abend für sich braucht weil er ausgebrannt ist, weil es mir lieber wäre, ich würde ihm da eine Balance geben, a la geteiltes Leid ist halbes Leid. Aber umso blöder noch, wenn er dann die Freud' auch nicht teilen will.

Und Amazone, eigentlich weiß ich auch, dass das was du schreibst absolut richtig ist. Eigentlich weiß ich, und finde es auch befreiend, dass man es selbst in der Hand hat, sich um sich selbst zu kümmern. Dass man nicht abhängig ist von anderen, dass sich niemand um einen kümmern muss außer man selbst.

Aber ich kriege es noch nicht umgesetzt. Anstelle meine Freizeit zu genießen, und ihm damit schuldfreien Raum für sich zu geben, leide ich. Ich weiß einfach wenig, was mich glücklich macht, was nicht ihn einschließt. Wenn ich andere Dinge mache, mich mit einer Freundin treffe, Sport mache, lese, dann habe ich das Gefühl ich tu das nur ihm zuliebe, damit er weiß dass ich "verräumt" bin und er kein schlechtes Gewissen hat, nichts mit mir zu machen.

Das ist auch der Grund, warum für mich keine Fernbeziehung in Frage kommt - ich kann nichts genießen ohne ihn. Und noch viel schlimmer - wenn ich dann doch etwas genieße, dann habe ich das Gefühl, nicht mehr zu ihm zu gehören. Dann erkalten meine Gefühle und er kommt mir wie ein Fremder vor, mit dem ich nichts zu schaffen habe.

Was ist das? Welche psychologischen Muster liegen darunter? Wovor habe ich solche Angst? Und wie kann ich das angehen?

Liebste Grüße

Paca

PZla'c#e3bo090x6


Mir ist es am Anfang meiner Beziehung auch so gegangen..

Ich hab meinem Freund zwar 1000% Vertraut, aber ich wollte und konnte nicht verstehen warum er lieber was mit seinen Freunden macht als mit mir.. warum er auswärts feiern fährt und nichtmal fragt ob ich mitkommen will.. usw..

ich hab richtigen Frust geschoben.. in der Zeit in der unterwegs war hab ich mich mehr oder weniger selbstbemitleidet, weil ich ja ach so arm war und er so gemein und ohne mich was getan hat.. und mich nicht vermisst usw..

und in der Zeit wo er Zeit hatte, hab ich die natürlich mit ihm verbracht und dann nicht für mich selbst genutzt..

so ist natürlich eine gewisse Abhängigkeit entstanden..

Hat bei mir letztendlich doch fast 3 Jahre gedauert (ein wunder das er die so lange mit mir durchgehalten hat ;-D ) bis ich selbst genug gefestigt war in der Beziehung um ihm das einfach zu gönnen.. um zu sehen jeder braucht seine Freiräume, und um auch zu lernen das ich selbst mit mir was anfangen muss und nicht weil ich ihm damit einen gefallen tue sondern mir..

Mir fällts heute teilweise noch schwer wenn ich sage: ich geh mit den Mädels essen und dann Feiern, obwohl ich weiß er wäre zuhause und wir könnten gemeinsam einen gemütlichen Abend verbringen.. aber ich machs dann trotzdem.. bissl den Arsch hochbekommen und sich immer wieder dran erinnern das man ja selbst auch noch ein leben hat ist wichtig..

geht natürlich anfangs nur in kleinen Schritten, aber Übung macht den Meister ;-)

Mittlerweile sind wir 7 Jahre zusammen, wohnen seit 3 Jahren zusammen und es funktioniert für uns beide echt gut.. hat aber wie schon geschrieben gedauert.. ;-)

und in den ersten 3 Jahren hab ich nicht selten zu hören bekommen "du engst mich ein".. und das ist ja eigentlich etwas, was eine Beziehung nie sein sollte.. einengend.. für keinen von beiden..

Prinzipiell würd ich sagen diese Verhalten war zumindest bei mir eine gewisse Verlustangst.. aber die kann man überwinden ;-)

PEacga


Liebe Placebo, haha das klingt in der Tat wie bei mir.

Aber WIE... WIE hast du das hinbekommen? Es ist ja falsch, anzunehmen der andere müsste irgendwas tun, müsste mir irgendwie diese Angst nehmen, mir Vertrauen geben usw... Das muss ich ja schlichtweg selbst aufbauen.

Aber.. wiiiiiieeeeee? :(

iqndivigduell8eMeinpunxg


Mein Freund und ich führen eine Fernbeziehung. Wie oft wir uns sehen kann ich gar nicht so genau sagen.. aber nicht öfter als 1 mal im Monat. Ich studiere noch, und habe den ganzen Februar (meine ganzen Ferien) bei ihm verbracht und nun bin ich wieder hier und frage mich, wie lange ich diese Fernbeziehung noch durchhalte.

Es ist nicht Dein erster Beitrag zu euch zweien als Paar. Anfänglich hätte ich mich dem Rat der Vorschreiberinnen angeschlossen, dass Du für Dich mehr tun, nicht einzig und nicht einzig auf den Kontakt eurer Beziehung schauen solltest. Da jedoch aktuell kein Ende eurer Fernbeziehung abzusehen ist, weiß ich nicht, ob Du Dir selbst einen so großen Gefallen damit tust so sehr an dieser Beziehung mit offenem Ausgang festzuhalten.

Ich bin grundsätzlich gar nicht der Typ für die Distanz. Ich bin sehr anhänglich.

Die Begründung für meinen Standpunkt ergibt sich aus dieser Eigeneinschätzung zu Dir. Ja sich, Du wirst reifer werden, aber das wird nicht automatisch aus Dir, einem Mensch der viel Nähe mag und genießt einen unabhängigen und Zeiträume mit genießender Distanz werden lassen.

Ich sehe aufgrund der großen Entfernung und des nicht so großen Kontaktbedürfnisses Deines Freundes die große Gefahr, dass ihr zwei euch einen völlig anderen und bedürfnisbezogenen Parallelalltag aufbaut. Die Erlebnisse Deines Freundes überwiegen bereits zu aktuellen Zeitpunkt in seinem Vor-Ort-Lebensrhythmus. Er wird (vermutlich) eure Treffen genießen, wenn Du bei ihm bist.

Darüber hinaus gibt es jedoch wenig das Bedürfnis nach Zweisamkeit und regelmäßigem Kontakt zu Dir. (nach der Darstellung in Deinen Threads im Forum)

Mein Semester hat total stressig begonnen, ich bin schon jetzt deprimiert.. und da bräuchte ich einfach eine starke Schulter Zuhause. :°(

Diese Schulter könnte er Dir durchaus sein, wenn er sich mehr bemüht sich mit Dir und Deinem Lebensalltag auseinandsetzen und beschäftigen würde. Dem ist offenbar nicht so. Wie lange wird Dein Studium noch andauern? Wie sehen die Pläne danach für euch aus?

Sich ca. nur einmal im Monat zu sehen, kann bedeuten, dass ihr euch beide ein Bild voneinander aufbaut, dass bei einem näheren Zusammenziehen nicht mehr dem entspricht was ihr glaubt aneinander zu haben. Ihr habt mehr Zeit der Trennungen miteinander "verlebt" als gemeinsame Paarzeit. Darin sehe ich für spätere Zukunftsträume eine nicht zu vernachlässigende Gefahr.

Er hat es zur Zeit total stressig in der Arbeit. Er arbeitet, danach geht er immer mit einem Kollegen /Kumpel etwas essen, danach noch auf ein Bier (oder mehr) und dann gleich schlafen. Da bleibt irgendwie keine Zeit für mich. Keine Zeit zu skypen und auch keine Zeit viel zu schreiben.

Ich würde mir an dieser Stelle schon die Frage stellen, warum er nicht beide Bedürfnisse unter einen Hut bekommt, wenn Du ihm wichtig bist. Ja, er braucht in seinem Leben fern von Dir soziale Kontakte, Abspann vom Berufsalltag und aktive Erholungszeit. Aber warum schließt sich das mit einem regelmäßigen Kontakt und Paar-Ritualen aus seiner Sicht völlig aus?

Welche Vereinbarung/Rahmenbedingungen gibt es zwischen euch was euren Kontakt als Paar zwischen euch betrifft?

Es klingt gemein, aber ich gönne es ihm nicht, dass er jeden Abend nach der Arbeit ein Programm hat und somit gar keine Zeit hat, mich zu vermissen. Skypen können wir auch selten, weil er eben nie zuhause ist. Ich finde es gemein, wenn er dann sagt, dass er hald zur Zeit einfach beschäftigt ist weil mit seinem Kollegen kann er ja auch jeden Tag etwas unternehmen. Sogar für mehrere Stunden, und dafür ist er auch nicht "zu beschäftigt"

Ich finde es ehrlich gesagt nicht gemein, dass Du Dich zurück gesetzt fühlst. Dein Nähebedürfnis zunehmend ignoriert wird. Dein Freund kennt Dich, hat sich mit Dir auf diese schwierige Zeit einer Fernbeziehung eingelassen und müsste, um eure Liebe frisch und emotional aufrecht zu erhalten schon einen eigenen Beitrag dazu leisten. Seine Bedürfnisse werden offenbar gut erfüllt, während Du zum abwarten "verdonnert" wirst.

Ich liebe ihn wirklich, aber ich habe das Gefühl, dass es mich kaputt macht. Ich will aber nicht aufgeben und weiß, dass wenn ich jetzt Schluss machen würde, es mir auch ziemlich schlecht ginge.

Hier sehe ich die große Gefahr, dass Du einem nicht erfüllbaren Traum nachjagst. Die Frage ist, ob sich dieser Kampf von Deiner Seite aus lohnend gestaltet, wenn Dein Freund an seinen Gewohnheiten weiter festhält. Du mehr und mehr aus seinem Alltag "verschwindest".

Jetzt kommt sicher gleich die Frage, wieso ich nicht mehr mit Freunden unternehme..

kann ich nicht genau sagen, ich habe irgendwie auf nichts Lust. Wirklich auf nichts. Ich will nur bei ihm sein. Und das Studium stresst mich schon wieder so sehr, dass ich mir jeden Tag schwer tue, überhaupt aufzustehen.

Der Grund liegt in Deinem Nähebedürfnis, dass Dein Freund nicht stillen kann und offensichtlich nicht will. Du schreibst nicht zum ersten Mal über eure Probleme, was bedeutet, dass diese bisher zu wenig Beachtung haben und sich keine Lösung gefunden hat.

Naja ich erwarte mir keine Reaktion. Irgendwie wollte ich das einfach teilen.

Bist Du realistisch gesehen der Meinung, dass in euer beider Leben die Beziehung eine gleich hohe Priorität hat?

Dein Freund vermisst offensichtlich wenig was euch angeht, während Du leidest und für Deinen Alltag wenig Motivation findest, weil die Bedürfnisse nach Nähe und Zuwendung ausbleiben von seiner Seite.

Ich hoffe sehr für Dich, dass Du nicht einer Illusion nachläufst, die sich eines Tages in Luft auflösen wird und Du erkennst, dass eure Leben bereits zu verschieden geworden sind, um daraus einen gemeinsamen Alltag zu machen.

Wie verhält sich Dein Freund in der Zeit, wenn Du bei ihm bist. Setzt er Dich dann in den Mittelpunkt seines Alltags? Unternehmt ihr viel gemeinsam? Wie gestaltet sich eure Zweisamkeit?

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