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Wie soll es weiter gehen?

sQensi^belmfan


Sie hat keine Lust, dann darf ich auch keine Lust haben...

So eine Haltung wäre für mich die sofortige Beendigung einer Beziehung. Das hat nichts mit Freiheit, sondern mit Vereinnahmung zu tun- wie ich schon schrieb: Ketten. Ich würde mich nie an Ketten legen lassen.

SVtuhlbxein


Aber gerade bei dem Punkt offene Beziehung würde meine Frau nicht mitspielen wollen.

Wenn die Alternative eine Scheidung ist, denkt sie da vielleicht nochmal drüber nach.

Jedenfalls solltest du ihr klar machen, dass sie nicht alles haben kann.

sXensEibexlman


Vermutlich würde ich das Treffen mit einer anderen Frau offen ankündigen- unabhängig davon, was die Ehefrau dazu sagt, würde ich es einfach tun: "Du kannst mich mal ..."

Noch eher würde ich mich aber vorher trennen.

Mrastze?Behrlixn


wie kann man sich 22 Jahre lang nur so ausnutzen lassen...

Und wenn ich gehen sollte bin ich sowieso der Blödmann. Ich verlasse dann die Familie und das wird gesehen. Die Gründe dahinter sieht niemand, da wir überall als Vorzeigefamilie gelten, die alles haben.

Aha, dir ist also wichtiger, was irgendwelche oberflächlichen Idioten über dich denken, als dein persönliches Wohlergehen? Wenn es Freunde/Familie ist, wird auch der Huntergrund verstanden.

Was mir auch schwer zu schaffen macht, ist die Tatsache, dass unsere Tochter im Teenageralter schwer erkrankt war und 2 Suizidversuche hinter sich hat. Heute scheint sie einigermaßen stabil, aber sie hängt sehr an ihren Eltern und ich weiß nicht, welche Reaktion eine Trennung/Bruch der Familie bei ihr auslösen würde.

Wann war das denn und was war der Grund? Hört sich für mich nach wilden Spekulationen an.

DsieT SeheNrin


eine frage am rande: inwieweit ist deine frau denn schon im "hormonumschwung"?

L o1laX5


Ich halte eine offene Beziehung hier überhaupt nicht für sinnvoll:

1. Braucht man für eine offene Beziehung überhaupt einmal eine halbwegs intakte Beziehung, die man öffnen könnte. Eine Beziehung, die die nicht sofort durch die geringste emotionale Annäherung an eine andere Person komplett in den Schatten gestellt würde. Das ist hier nicht der Fall.

2. Haben sich die beiden zusammen getan, weil sie beide Treue wollten. Das passt m.E. nicht zu einer offenen Beziehung.

3. Wird es wohl kaum im Interesse der Frau sein, weiterhin den Haushalt zu führen etc. während er sich anderweitig vergnügt.

4. Auch gegenüber einer potentiellen neuen Liebe ist es m.E. unschön, wenn nur die Position der Affaire angeboten werden kann. Insbesondere hat er mit so einem Anliegen nur bei einer bestimmten Gruppe von Frauen überhaupt Chancen. Viele anderen würden sich nicht für so ein begrenztes "Ergänzungsprogramm" nicht hergeben...

5. Und nicht zuletzt: Die Wurzel allen Übels war es hier doch, sich mit etwas äußerst lauwarmen zufrieden zu geben und darauf etwas aufbauen zu wollen. Wenn sie jetzt schon wieder in die Richtung "fauler Kompromiss" gehen, dann macht das m.E. nichts besser, sondern prolongiert eine äußerst unschöne Beziehungssituation. Ein klarer Schnitt wäre daher aus meiner Sicht weitaus naheliegender als das krampfhafte Festhalten an einer Fassade, hinter der alles in Trümmern liegt.

Lzol-aX5


wie kann man sich 22 Jahre lang nur so ausnutzen lassen...

Ich sehe keinen Grund hier ein einseitiges Ausnutzen zu diagnostizieren. Wie man sich bettet, so liegt man. Und sie haben zusammen entschieden, dass sie es sich ein paar Jahrzehnte auf dem emotionalen Äquivalent einer dünnen Matte auf einem harten Boden bequem machen wollen.

Wann man darauf beharrt, dass sie ihn ausgenützt hat, muss man genauso sehen, dass auch er sie ausgenützt hat: Sie hätte sonst vielleicht mit einem anderen Mann Kinder haben können, der sich mehr um seine Kinder gekümmert hätte und nicht dauernd Hobbies über die Familie gestellt hätte. Vielleicht hätte sie ein anderer Mann viel mehr lieben können, als er es getan hat. Es ist doch nicht nur er der "Geschädigte" sie hat genauso gut 22 Jahre in einer äußerst suboptimalen Beziehung gelebt.

S\üntxje


ich bin einer Meinung mit dir Lola :-o

Springerund Läufer

Sicherlich gab es auch Situationen, wo sie mich gebraucht hätte und ich war nicht da. Muss man jetzt nicht weiter diskutieren und spielt für die jetzige Situation m.E. keine Rolle mehr. Das ist lange her.

du willst das nicht diskutieren, das ist ok. Ich möchte dazu nur kurz anmerken, bei mir wäre seitdem der Ofen aus. Auch wenn es ewig her ist und für dich nichts mehr bedeutet, für sie möglicherweise noch viel.

Und dann mal eine Frage an die Herren, die sich hier relativ einig sind. Wenn ich weiß, dass mein Mann mich so wie ich bin nicht mehr attraktiv findet, wieso sollte ich dann glauben, dass ihm Unternehmungen mit mir Spaß machen? Wieso sollte ich ein WE außerhalb mit ihm planen und mich drauf freuen, wo ich weiß, er will nach einem Musical-Besuch nett Sex im Hotel haben? Da vergeht mir rein beim Lesen schon alles

Sdpri~nge$run5dLxäufer


der sich mehr um seine Kinder gekümmert hätte und nicht dauernd Hobbies über die Familie gestellt hätte.

??? ?

Jetzt müssen wir mal bei der Wahrheit bleiben.

Ich bin zu dieser Zeit durchschnittlich einen Abend in der Woche zum Squashen gegangen und war 1 x in der Woche nach der Arbeit joggen. Ab und zu wurde es arbeitsmäßig abends später. Dann bitte auch berücksichtigen, dass ich mir fast für jedes Sportfest oder Schulausflüge frei nahm und unzählige Male die Kinder auf Klassenfahrten begleitet habe. Welcher Vater macht das? Meine Frau war zu dieser Zeit nicht berufstätig. Ich fand damals auch heute noch meine Aktivitäten nicht überdimensional viel. Was machen denn Mütter deren Männer auf Montage sind oder zur See fahren? Als meine Frau wieder anfing zu arbeiten ist sie morgen um 07.00 los. Ich habe dann mit den Kindern gefrühstückt und sie zum Kindergarten oder Schule gebracht.

S=pri<ngerunydLäxufer


Da wird jetzt inzwischen viel Mist rein interpretiert.

wie kann man sich 22 Jahre lang nur so ausnutzen lassen...

Nein, nein, ich fühle mich nicht ausgenutzt. Wie hier richtiger Weise schon geschrieben wurde, habe ich mir dafür mehr Freiheiten gegönnt als sie meine Frau sich gegönnt hat. Das gleicht sich aus. Da sind wir m.E. quitt.

Vielleicht hätte sie ein anderer Mann viel mehr lieben können, als er es getan hat. Es ist doch nicht nur er der "Geschädigte" sie hat genauso gut 22 Jahre in einer äußerst suboptimalen Beziehung gelebt.

Wollte sie nicht und sie will wohl weiter in dieser suboptimalen Beziehung leben.... Ihr ist scheinbar ihre Wohlfühlzone, die heile Welt nach außen, Mercedes zu fahren und nicht jeden EURO umdrehen zu müssen, wichtiger als Herzangelegenheiten. Das mag für manche befremdlich wirken, ist aber so. Die größte Sorge meiner Frau ist im Trennungsfall, dass sie finanziell nicht mehr so leben kann wie bisher und wir den Kindern nicht mehr das bieten wie bisher.

M,ayf\lowuer


Die größte Sorge meiner Frau ist im Trennungsfall, dass sie finanziell nicht mehr so leben kann wie bisher und wir den Kindern nicht mehr das bieten wie bisher.

Diese Sorgen sind m.E. berechtigt. Eine Trennung bringt einschneidende Veränderungen mit sich und sie hat wahrscheinlich Angst ob sie alles (inkl. dem Wohl der Kinder) alleine stemmen kann. Die Tochter mag wohl erwachsen sein, aber ihre Krankheit ist wahrscheinlich latent immer noch vorhanden. Der Sohn dürfte sich irgendwo in der beruflichen Ausbildung/schulischen Weiterbildung befinden. Ebenfalls eine Lebensphase, wo man die Kinder nicht unnötig mit familiären Konflikten und Auflösungs-/Veränderungsprozessen belasten möchte.

Meine Kinder sind etwa gleich alt wie Deine und ich würde auch nichts riskieren, was ihr bevorstehender Einstieg ins Erwachsenenleben gefährden könnte. Da stehen meine Bedürfnisse ganz klar hinter denen meiner Kinder. Und soviel Verantwortungsgefühl erwarte ich auch von meinem Mann.

In ein paar Jahren ist die Kinderaufzucht überstanden. Und dann kann man theoretisch seine Zelte von einem Tag auf den anderen abbrechen und sein Leben nach dem eigenen Gusto einrichten. Für Deine Frau wird sich dann die Frage stellen, ob es der eheliche Wohlstand wirklich Wert ist, die nästen 10, 20 oder 30 Jahre (bzw. den Rest des Lebens) an der Seite eines Menschen zu verbringen, zu dem man keine tiefergehenden Gefühle mehr hegt. Da gibt es m.E. auch keinen Grund mehr, eine offene Beziehung zu führen.

xAEcelipls*e


Ich habe mir jetzt nicht alle Seiten durchgelesen, aber sind einige hier nicht ein bisschen streng? ???

Davon...

der sich mehr um seine Kinder gekümmert hätte und nicht dauernd Hobbies über die Familie gestellt hätte.

...kann ich hier

Ich bin zu dieser Zeit durchschnittlich einen Abend in der Woche zum Squashen gegangen und war 1 x in der Woche nach der Arbeit joggen. Ab und zu wurde es arbeitsmäßig abends später. Dann bitte auch berücksichtigen, dass ich mir fast für jedes Sportfest oder Schulausflüge frei nahm und unzählige Male die Kinder auf Klassenfahrten begleitet habe. Welcher Vater macht das? Meine Frau war zu dieser Zeit nicht berufstätig. Ich fand damals auch heute noch meine Aktivitäten nicht überdimensional viel. Was machen denn Mütter deren Männer auf Montage sind oder zur See fahren? Als meine Frau wieder anfing zu arbeiten ist sie morgen um 07.00 los. Ich habe dann mit den Kindern gefrühstückt und sie zum Kindergarten oder Schule gebracht.

z.B. echt nichts erkennen.

So wie ich es verstanden habe war die Frau zuhause bei den Kindern und der Mann vollzeit arbeiten.

Es gibt viele Menschen, die brauchen diesen Ausgleich Arbeit - Freizeit. Finde ich ganz legitim. Sicher, wenn kleine Kinder da sind, dann tritt man bei Freizeitaktivitäten / Hobby kürzer. Sollte man zumindest.

Dass er das nicht getan hätte sehe ich hier aber wirklich nicht? ":/

D$ocrfni~x7e


Ihr ist scheinbar ihre Wohlfühlzone, die heile Welt nach außen, Mercedes zu fahren und nicht jeden EURO umdrehen zu müssen, wichtiger als Herzangelegenheiten.

Na, kein Wunder, dass die Tochter magersuechtig wurde.

War/ist sie in Therapie?

S]üZntje


Hö?

Was hat denn die Magersucht der Tochter damit zu tun, was du zitierst?

D*orf*ni8xxe


Diese Haltung in einer Familie, der schöne Schein steht über allem usw. bildet einen idealen Nährboden für Essstörungen und findet sich oft bei Betroffenen.

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