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Wie soll es weiter gehen?

DFormfnxixe


Ich selber helfe meiner Frau daheim z. B.

Kinder in die Kita bringen, bei Schulproblemen helfen, Wäsche waschen, Bügeln, Fenster putzen, kochen, Müll wegräumen, Streit schlichten zwischen den Kids, Kinder hüten damit die Frau mal weg geht

Das ist ja auch total nett von dir. Aber vielleicht wünscht sich deine Frau ja was ganz anderes von dir? Emotionale Nähe z.B. oder auch mehr Häuslichkeit. Wann habt ihr zum letzten Mal offen darüber gesprochen, was ihr euch wünscht?

Ich sehe auch oft über die Böcke die meine Frau loslässt hinweg, damit sie nicht das Gefühl hat dass ich besser bin als sie

Was meinst du damit? Was für Böcke lässt sie denn so los? Und wieso sollte sie auf die Idee kommen, dass du "besser" bist, wenn du über ihre Böcke nicht hinwegsaehest?

Falls du damit einfach nur meinst, nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen: das sollte in einer Beziehung selbstverständlich sein. Und dann wage ich mal zu behaupten, dass deine Frau das mit deinen "Böcken" ganz genauso macht.

Tqhis Tw)ilight3 Garad0exn


Ich selber helfe meiner Frau daheim z. B.

Kinder in die Kita bringen, bei Schulproblemen helfen, Wäsche waschen, Bügeln, Fenster putzen, kochen, Müll wegräumen, Streit schlichten zwischen den Kids, Kinder hüten damit die Frau mal weg geht

Ich finde das enorm viel an Unterstützung und Hilfe... da kann sich so manch einer eine Scheibe von abschneiden :)z . Im Ernst, man muss halt immer gucken, das Beide zufrieden mit der Aufteilung sind und die Belastung gerecht und dem gesundheitszustand angemessen sind...

Ich weiß ja nicht, was deine Frau den ganzen Tag macht (arbeitet?), wie ihre Gesundheit ist, wie klein die Kinder, ob es Betreuung gibt etc.

D_orfnxixe


Ach noch was: viele deiner Beispiele sind ja gar nicht mehr aktuell, denn die Kinder gehen weder in die Kita, noch brauchen sie Hausaufgabenhilfe, und ebenso wenig einen Streitschlichter oder Babysitter.

Meinst du, es hätte sich für dich anders angefühlt, wenn deine Frau für deine Hilfen öfter mal "danke" gesagt hätte?

Ejhema*lige,r Nutze?r (#56x8697)


Die soziale Ächtung die einem wiederfährt ist schlimmer.

In welchen Kreisen bewegst Du Dich, dass Dir nach Scheidung oder Beendigung einer Beziehung die soziale Ächtung widerfährt? Irgendwie religiös?

Oder gehts Dir um die Erfahrung, dass jemand, der keine engen Bindung mit anderen aufbaut sondern von denen profitiert, die der Partner aufbaut und am Leben erhält hinter eben allein da steht, weil er keine Bindungen unterhalten kann?

Zweiteres ist normal. Das ist aber keine soziale Ächtung sondern einfach nur ankommen in der Realität, dass man sich selbst eben nie um gute Beziehungen gekümmert hat in seinem Leben. Dieser Sozialverlust ist einzig und allein selbstinsziniert, weil man meinte man hätte ihn outsourcen können. Das klappt bei Beziehungen nicht. Nicht mal bei freundschaftlichen.

D/orfnJiUxe


Ich finde das enorm viel an Unterstützung und Hilfe

Echt? Unter der Voraussetzung, dass beide arbeiten gehen, finde ich das okay, aber nicht herausragend viel. Abgesehen davon, dass die Kindersachen wahrscheinlich schon seit mehreren Jahren hinfällig sein dürften.

Und jetzt frag ich mich gerade, ob diese Tätigkeiten auch als nützliche Hilfe bewertet werden würden, wenn der TE eine Frau wäre...

SechrokoHlad@ensüc8htige


Dorfnixe, der TE und Everlast sind zwei verschiedene Personen.

DPorfnxixe


Ooops! |-o

'Tschuldigung!

T6hisu Twilright ZGaxrden


;-D

SfpriYngeRrundL6äufexr


Dorfnixe, der TE und Everlast sind zwei verschiedene Personen.

Schokoladensüchtige

Danke @Schokoladensüchtige für die Klarstellung.

Mir wurde hier ja auch schon unterstellt, dass ich die Leistung meiner Frau gering schätze und im Falle einer Trennung nix dafür zahlen will und hatte davon keine Zeile geschrieben.

S+pring:erundLäuxfer


Ich habe hier wieder sehr schöne und gute Kommentare gelesen und erkenne, dass sich wohl viele in meinem Faden irgend wie "zu Hause" fühlen. Es ist schön auch zu lesen, dass mittlerweile nicht mehr so sehr die "Schuldfrage" im Mittelpunkt steht. Es gibt auch keinen Schuldigen. Eher Gründe/Ursachen und Entwicklungen.

Mein Thema beschäftigt mich ja nicht erst seit knapp 2 Wochen, sondern bereits seit Jahren. Auch in meinem persönlichen Umfeld habe ich schon viel gesprochen, diskutiert etc. und kenne sehr viele langjährig Verheirate denen es ähnlich geht. Viele Paare bleiben einfach zusammen, weil es halt so besser ist.

Ich habe an anderer Stelle schon mal geschrieben, wenn Beziehung/Ehe so einfach wäre, gäbe es nicht so viele Scheidungen, so viele Liebesforen, so viele Eheberatungen.

Seien doch alle mal ehrlich, besonders die, die in langen Beziehungen leben, seid Ihr immer glücklich und zufrieden mit Eurer Ehe ???

Für mich bestehen die Grundursachen generell in 3 Dingen.

1. Eine zu hohe Erwartung an die Ehe. Uns wird schon in der Kindheit auf den Weg gegeben, dass man bestimmt irgend wann die/den Richtigen findet und mit dem dann bestimmt glücklich und zufrieden -bis dass der Tod Euch scheidet- durchs Leben geht. Dabei ist eine mehr oder weniger glückliche Beziehung mit ganz viel Arbeit verbunden und häufig leidet einer von beiden Partner immer etwas mehr als der Andere.

2. Wir haben in der Schule z.B. Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt oder im Beruf, wie wir unseren Job auszuüben haben, aber nie gelernt eine langjährige gute Ehe zu führen. Unsere Vorbilder sind häufig unsere Eltern. Lebten uns unsere Eltern eine gute Ehe vor, haben wir tendenziell gute Chancen, auch eine gute Ehe zu führen. Statisch ist bewiesen, dass "Scheidungskinder" ein höheres Scheidungsrisiko für ihre eigene Ehe haben.

3. Ich habe mich mal vor einigen Jahren mit einer Psychologin unterhalten und auch mal das Thema Beziehungsprobleme besprochen. Ihre These: "Das Grundproblem ist, dass Männer und Frauen nicht zusammen passen, weil Männer anders denken und handeln wie Frauen und Frauen anders denken und handeln wie Männer. Ich glaube da ist etwas Wahres drann.

Jetzt wurde hier eine Ursache bei mir darin gesehen, dass wir uns zu wenig geliebt haben oder lieben. Aber mal ehrlich, wer trägt nach 24 Jahren noch seine Frau auf Händen bzw. auch umgekehrt? Ja, wir waren vielleicht nie richtig "verliebt" miteinander und hatten keine wilden Sexzeiten, aber darin eine Ursache zu sehen? Mein bester Freund hat sich vor 2 Jahren nach 30 Jahren Ehe von seiner Frau nach zuletzt 4 !!! sexlosen Jahren getrennt. Ich kenne Beide seit über 30 Jahren. Ich war Hochzeitsgast, weiß dass sie lange ein üppiges Sexleben hatten und dennoch....

Bei ihm und auch bei mir haben die Kinder ganz viel verändert. Damit will ich keine "Schuld" dort abladen. Aber unsere Kinder hatten massivste Auswirkungen auch auf unser Paarleben. Ich habe den Eindruck, dass nach Hochzeit, Hausbau und Kinder das "Sicherheitspaket" perfekt war.

Ich sehe es auch wie Everlast. Nach dieser Sicherheitspaket hatte ich gefühlt "verloren" zu haben. Da kann man noch so früh nach Hause kommen, in der Hausarbeit sich einsetzen, viel mit der Kindern unternehmen. Ich und wohl auch Everlast können es ihren Frauen nie recht machen. Ich habe über die Jahre so viel versucht und verändert. Meine Wünsche blieben in der Regel unerfüllt. So gehe ich weiter meinen beruflichen Weg und lebe meine Hobbies aus und habe darin viel, viel Erfüllung gefunden.

Letztlich würde ich es verneinen, dass es heutzutage erstrebenswert ist, eine Beziehung -bis dass der Tod Euch scheidet- zu führen. Früher waren die Paare vielleicht auch dadurch glücklicher, dass es eine klarerer Rollenverteilung gab. Mann arbeitet, Frau ist zu Hause und betreut Kinder und macht den Haushalt. Daneben haben sich die Paare früher -da es die heutige Technik noch nicht gab- einfach mehr unterhalten und diese Gespräche haben einen auch mehr verbunden.

Diie _Sehxerin


manchmal habe ich auch den eindruck, dass kinder die kommen die erste wichtige weiche in der ehe stellen - und kinder die gehen, dann die nächste weiche sind ;-)

schon seltsam, dass ganz viele der "späten zweiten ehen" so richtig glücklich werden, weil dann die beteiligten erst wissen, wie sie beziehung gestalten, hegen und pflegen wollen.

die frage ist aber für dich momentan: was bringt das reden, denken, diskutieren, wenn keine entscheidungen getroffen werden

- zusammen bleiben, aber dann helfen zefixnochmal auch die beteiligten mit voller kraft gemeinsam dran

- trennen, aber dann so richtig konsequent, selbst wenn die beteiligten gegeneinander arbeiten

(außer du nimmst das denken und grübeln als zeitvertreib, bis beide kinder aus dem haus sind ;-) )

S:chokoNladen;süc$htixge


Seherin, das mit der späten zweiten Ehe sehe ich auch so. :)z

D'orfntixxe


Früher waren die Paare vielleicht auch dadurch glücklicher, dass es eine klarerer Rollenverteilung gab. Mann arbeitet, Frau ist zu Hause und betreut Kinder und macht den Haushalt. Daneben haben sich die Paare früher -da es die heutige Technik noch nicht gab- einfach mehr unterhalten und diese Gespräche haben einen auch mehr verbunden.

Dass die Ehen früher glücklicher waren, glaube ich gar nicht mal. Ich denke eher, dass es sich nicht gehörte, sich scheiden zu lassen.

Und deine Ehe ist doch das beste Beispiel, dass eine klare Rollenverteilung eben nicht automatisch glücklich macht.

In meinem kompletten Umfeld kenne ich keine einzige Beziehung oder Ehe, in der die Rollen so konsequent verteilt sind wie bei dir und deiner Frau.

Dass viele Paare (zu) wenig miteinander sprechen, glaube ich auch. Wann habt ihr aufgehört, miteinander zu reden?

D7ie Sehe[rin


Dass die Ehen früher glücklicher waren, glaube ich gar nicht mal.

vielleicht hat man sich auch nicht so viele gedanken ums (un)glücklich seine gemacht?

S[pring~erundeLXäufer


Und deine Ehe ist doch das beste Beispiel, dass eine klare Rollenverteilung eben nicht automatisch glücklich macht.

In meinem kompletten Umfeld kenne ich keine einzige Beziehung oder Ehe, in der die Rollen so konsequent verteilt sind wie bei dir und deiner Frau.

So eine klare Rollenverteilung habe ich auch nie und nimmer angestrebt und ich bin bestimmt auch kein Mann, der einer Frau etwas verbietet, da mir persönlich eine gewisse Freiheit wichtig ist und die gebe ich dann auch gerne meiner Partnerin.

Eher glaube ich, dass meine Frau -weil sie es auch von zu Hause so kannte- ihre Rolle so angenommen hat. Ich wäre froh, wenn meine Frau mal sagen würde, heute abend gehe ich dahin oder dorthin. Für sich selbst etwas tun, was einen befriedigt, ist ein ganz wesentlicher Punkt, dass man auch mit sich zufrieden ist. Das hat damals auch die Therapeutin erklärt. Das Erkennen ist das Erste und das Umsetzen dann das Zweite. Früher konnte meine Frau bei kleinen Kinder sicherlich nicht so, m.E. wollte sie auch damals schon nicht und hat sich hinter ihrer Rolle "versteckt". Heute könnte sie und will nicht. Meine "Umtriebigkeit" wird nur benutzt, um von der eigentlichen Ursache abzulenken.

Ach, gesprochen haben wir schon häufig. Aber wenn der Partner etwas sagt, geht es doch häufig rein und links raus. Wer sich nicht helfen lassen will, dem kann man nicht helfen.

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