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Wie soll es weiter gehen?

Sgpr.ingerunhdLzäufexr


Danke @Süntje

für Deine offenen Worte. Ich habe bereits so etwas aufgrund Deiner Kommentare vermutet.

Dann kannst Du nachvollziehen wie schwer so ein Schritt ist. Es hängt so viel drann. Der Partner ist einem ja auch nicht egal. Das Finanzielle ist sekundär.

Es liegt auch nicht daran, ob ich das Essen besser oder schlechter würze, ob ich mehr oder weniger zu Hause bin.

Ich habe auch häufig meine Frau gefragt, was denn ihre Ziele nach den Kindern sind, es kommt ein Achselzucken.

Meine Frau hat nie gelernt auf eigenen Beinen zu stehen. Ist direkt von Mama zu mir gezogen und hat auch nie richtig Hobbies für sich entdeckt und ist dann in ihrer Mutterrolle aufgegangen, ähnlich wie ihre Mutter war und ist.

Wie bereits an mehreren Stellen geschrieben, ich schätze meine Frau sehr, aber unsere Herzen haben nie richtig zueinander gefunden und werden auch sich nie finden. Wir sind zu verschieden, wollten zwar ein gleiches Lebensmodell (Familie) leben, aber sind in der Ausfüllung dessen vollkommen unterschiedlich. Daher funktioniert auch die gemeinsame Zeit nicht besonders gut.

2 enge Vertraute (mein bester Freund und meine Schwester) raten mir auch zu gehen.

Meine größte, allergrößte Angst ist, dass meine Tochter es nicht verkraftet und vielleicht nichts mehr von mir wissen will. Mein Sohn würde ohnehin zur Mutter halten.

Ja und da ist der Punkt "Scheidung". Scheidung bedeutet auch scheitern. Da ist er wieder der Versager, mein Vater hatte Recht.

M*acFlee9tfwooxd


Ich sah und sehe es immer noch als Scheitern an. Ich bin, wir sind daran gescheitert und deshalb war es so schwer zu gehen

Ja, fast so als würde man mit einem Projekt scheitern. Das Projekt Ehe, um Liebe geht es da gar nicht. Schon allein das Wort. Ehe, ehern, in Eisen gegossen. Das steckt eben sehr in unseren Köpfen. Bis das der Tod euch scheidet.

Ich habe mal gelesen, die Ehe ist ein Gefühl. Mit den Männern, die ich am meisten geliebt und begehrt habe, war ich nicht verheiratet, fühlte mich aber immer als deren Frau. Und dann gabs den Mann, dem ich ein Papier unterschrieben habe, und mit dem ich eine WG hatte...

Ich bewundere jeden Menschen, der diese Vision vom "Projekt Ehe, das unter keinen Umständen scheitern darf" im Kopf hat, und es trotzdem schafft, zu gehen, wenn nichts mehr zu retten ist. Dazu gehört viel Kraft.

s)enbsibUelxman


Scheidung bedeutet auch scheitern.

Nein, die Scheidung ist nur die Besiegelung des Scheiterns. Gescheitert ist eure Beziehung im Prinzip jetzt schon, weil du dich nicht richtig glücklich fühlst (ich vermute, dass das deiner Frau ähnlich geht). Irgendwann wirst du oder sie ohnehin aus der Beziehung ausbrechen. Unzufriedenheit ist eine Sache des Maßes aber auch der Zeit.

Und Scheitern oder Verlieren ist nicht das Problem- es ist menschlich. Das Problem ist vielmehr der Umgang damit. Wenn man merkt, dass etwas so nicht funktioniert, sollte man das beenden- viel schlimmer halte ich es, den gescheiterten Zustand aufrecht zu halten.

Vermutlich hat deine Frau eine engere Bindung zu den Kindern. Aber ihr könnt euch diesbezüglich gütlich einigen, wie ihr den Umgang mit den Kindern halten wollt. Aber deine unausgewogene Beziehung halte ich gerade auch für die Kinder nicht gut. Die merken das gefühlsmäßig, dass da eine gewisse Kälte zwischen dir und deiner Frau schwebt- das ist unabhängig davon, wie der sonstige Lebensalltag sonst funktioniert.

hReut9e_hxier


Hier gab es schon den Tipp, vorübergehendes getrennt wohnen.

Nicht gleich Scheidung, sondern um zu schauen wie es geht.

S/pringAerundMLxäufer


Das steckt eben sehr in unseren Köpfen. Bis das der Tod euch scheidet.

Die Ehe gilt in unserer Gesellschaft im Allgemeinen als der Normalzustand. Die Ehe ist doch der Zustand, der bis an das Lebensende glücklich macht.

Das Ehe jedoch auch viel Arbeit bedeutet lernen wir nicht. Häufig sind unsere Eltern unsere Vorbilder. Die Ehe meiner Schwiegereltern ist gescheitert - kein gutes Vorbild. Die Ehe meiner Eltern nicht. Sie feiern in diesem Jahr diamantene Hochzeit (60J.), aber meiner Beobachtung nach, war die Ehe auch nie glücklich, sondern war schon immer von viel Streit und Eifersüchtigkeiten geprägt - auch kein gutes Vorbild.

SMtuhlbbeixn


Da ist er wieder der Versager, mein Vater hatte Recht.

Pap­per­la­papp. :|N

MSacKFleextwood


Die Ehe gilt in unserer Gesellschaft im Allgemeinen als der Normalzustand. Die Ehe ist doch der Zustand, der bis an das Lebensende glücklich macht.

Nein. Liebe macht glücklich. Bestenfalls ist die Ehe eine Besiegelung dieser Liebe. Manchmal ist sie nur eine Unterschrift auf einem Stück Papier.

Auch wenn dies der Normalzustand ist.

SIüntj(e


meine Eltern hatten eine gute Ehe, sie liebten sich und zofften sich, bis mein Vater starb. Ich habe quasi das Idealbild einer Ehe vorgelebt bekommen. Das wollte ich auch.

Aber wir haben auch nicht zueinander gepasst, so sehr ich Glucke bin (und meine Kinder sind mir heute noch das Wichitgste im Leben), so sehr wollte ich auch was anderes. Ich wollte was erleben, was sehen von der Welt, ich wollte tanzen und Sex im Freien haben ;-)

Mein Mann wollte all das nicht, wir hatten wohl auch nur das Grundgerüst: Haus und Kinder als gemeinsamen Plan. Aber das ist mir erst deutlich später bewusst geworden.

Und dann hat es ganz lange gedauert von meinem Entschluss zu gehen bis zur Umsetzung, bis ich endlich den Mut und die Kraft dafür hatte.

Und nochmals ganz lange, bis ich mir das Scheitern selbst verzeihen konnte.

Aber jetzt geht es mir gut.

S>prinogeru8ndLäxufer


@ Süntje

Ich bin halt noch nicht so weit, auch wenn ich weiß, dass es der derzeit scheinbar sinnvollste Schritt ist. Ich wollte immer, dass die Kinder in einem behüteten Elternhaus aufwachsen. Fast haben wir es geschafft. Ich hoffe seit Jahren, dass es mal besser wird vergeblich. Wir streiten uns eben nicht viel. Vielleicht ist das genau der Fehler.

Ja, und das macht mir Angst. Könnte ich mir dieses scheitern jemals verzeihen.....

Mjat0zeBeqrlin


Meine größte, allergrößte Angst ist, dass meine Tochter es nicht verkraftet und vielleicht nichts mehr von mir wissen will. Mein Sohn würde ohnehin zur Mutter halten.

Dann red mit ihnen vorher. Wenn die nicht auf den Kopf gefallen sind, dann sollten die damit kein Problem haben. Das sind erwachsene Menschen!

Ja und da ist der Punkt "Scheidung". Scheidung bedeutet auch scheitern. Da ist er wieder der Versager, mein Vater hatte Recht.

Bullshit, wieso solltest du ein Versager sein, nur weil dein Liebesleben nicht optimal verlief? Dein Berufsleben hört sich ziemlich erfolgreich an, das passt nicht in das Bild eines Versagers!

Deinen Fehler hast du vermutlich vor 21 Jahren begangen; nicht jetzt wenn du eine Scheidung durchmachen würdest. Willst du dich selbst anlügen und denken eine Ehe auf Papier macht dich zu einem Winner?

ShpriwngerundCLäufxer


Bullshit, wieso solltest du ein Versager sein, nur weil dein Liebesleben nicht optimal verlief? Dein Berufsleben hört sich ziemlich erfolgreich an, das passt nicht in das Bild eines Versagers!

Stimmt eigentlich. Wie sagt man so schön. Zu einem erfolgreichen Mann gehört eine starke Frau. Und meine Frau hat das zu Hause sehr gut meist auch ohne mich hinbekommen. Erfolg im Beruf hat man in der Regel leider nicht, wenn man nur seine normalen Stunden absitzt. Das ist das Dilemma. Kaum ein Vater bekommt es wohl optimal hin, ein beruflich erfolgreicher Mann und gleichzeitig der perfekte Ehemann und Vater zu sein. Es ist häufig eine Zerreisprobe.

Das ist auch das, was ich meiner Frau häufig gesagt habe. Haus/Schulden, Kinder und in Urlaub wollen wir auch noch fahren.

M'atze\Berlixn


Naja mein Vater war beruflich sehr erfolgreich und hat ne normale 40 Stunden-Woche gemacht. Wieviel hast du denn gearbeitet? Wenn du täglich mit denen Abendbrot hattest und am Wochenende mal die ein oder andere Stunde hattest, brauchst du dir absolut keine Sorgen machen. Vom zeitlichen zumindest.... Das wie ist eine andere Frage.

ErhemKaligePr Njutzer (.#51x5610)


Meine größte, allergrößte Angst ist, dass meine Tochter es nicht verkraftet und vielleicht nichts mehr von mir wissen will. Mein Sohn würde ohnehin zur Mutter halten.

Ich schreibe mal aus der Sicht der Tochter der geschiedenen Eltern. Ich war bei der Scheidung 21, meine Geschwister 18 und 15. Wir haben das alle gut verkraftet und auch wenn die Scheidung doch recht plötzlich auf dem Tisch war, unerwartet kam sie nicht. Auch wir Kinder wussten, dass in der Ehe der Eltern schon lange der Wurm drinnen war und beide als Paar quasi schon Jahre nicht mehr existent waren. Ob beide nicht mehr aufeinander zugehen konnten oder wollten, das weiß ich nicht. Die Distanz zwischen den beiden war nicht erst plötzlich da.

Wichtig für uns Kinder war nur, dass wir das Gefühl hatten im Scheidungsprozess für keinen der beiden Partei ergreifen zu müssen. Die Scheidung war und ist das einzig richtige für die beiden gewesen und von mir kann ich sagen, dass ich erleichtert war, als die Trennung offziell war. Weil beide die Möglichkeit hatten wieder glücklich zu werden.

Natürlich stellt eine Scheidung der Eltern auch mit erwachsenen Kindern emotional etwas an, aber erwachsene Kinder sollten bzw sind irgendwann reflektiert genug um zu erkennen, dass die Eltern nicht weniger Eltern sind, nur weil sie kein (Ehe-) Paar mehr sind.

Sxpring7erundL!äufexr


Naja mein Vater war beruflich sehr erfolgreich und hat ne normale 40 Stunden-Woche gemacht. Wieviel hast du denn gearbeitet? Wenn du täglich mit denen Abendbrot hattest und am Wochenende mal die ein oder andere Stunde hattest, brauchst du dir absolut keine Sorgen machen. Vom zeitlichen zumindest.... Das wie ist eine andere Frage.

Ich habe meist 50 Stunden/Woche und mehr gearbeitet. Am Wochenende zu Hause auch noch und alle paar Wochen an Samstagen Vorlesungen in der Uni gehalten. Ich habe im Außendienst gearbeitet und am Wochenende meine Berichte geschrieben. Das ist aber inzwischen über 10 Jahre her. In der Woche über (Mo-Do) war ich abends fast nie da oder zumindest zu wenig. Aber das ist wieder tiefste Vergangenheit, spielt heute eigentlich keine Rolle mehr, aber ich bekomme es immer wieder unter die Nase gerieben.

S|ün*tjxe


Aber das ist wieder tiefste Vergangenheit, spielt heute eigentlich keine Rolle mehr, aber ich bekomme es immer wieder unter die Nase gerieben.

Aus ihrer Sicht spielt es wahrscheinlich eine Rolle, da sie da einfach viel zu viel allein war mit den Kindern.

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