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Bauch gegen Kopf

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Ich mochte deine Art zu schreiben :)^

Ja, richtig. Dem schließe ich mich an. Drachkin123 hat einen wirklich schönen Schreibstil und macht auch keine Rechtschreibfehler!

DOr]achk~in1d2a3


Vielen Dank fürs Kompliment, ich war als Kind schon gut darin, Geschichten zu schreiben, dass der Fortsetzungsroman meines eigenen Lebens die Leute mal begeistert hätte ich aber nicht gedacht :=o

D?rachkTin12x3


Nun ist wieder einige Zeit vergangen und das Leben sowie diese Geschichte laufen weiter und da einige sich ein Update gewünscht hatten und es tatsächlich auch etwas gibt, wo ein Rat von außen sicherlich nicht falsch ist, dachte ich, ich melde mich mal wieder.

Wir sind nach wie vor ein Paar und es läuft zwischen uns soweit sehr gut. Es ist schwer zu beschreiben, wie das zwischen uns läuft, aber in den ganzen Monaten, in denen wir uns bisher treffen, haben wir uns bisher nicht ein einziges Mal gestritten. Bis auf einen Tag, an dem echt der Wurm drin war, war die Zeit mit ihm immer sehr schön. Ich kann mit ihm offen und konstruktiv über alles reden und ich habe gelernt, wenn mich etwas stört, es Unsicherheiten gibt oder ich mir etwas wünsche mit ihm darüber zu sprechen. In der Regel ist er sehr zugänglich und wir versuchen dann einen Weg zu finden, es uns beiden recht zu machen. Wir wachsen langsam zusammen. Es wird immer ein bisschen mehr. Und jedes Mal, wenn ich merke, dass er sich mir gegenüber immer mehr öffnet und wir eine Art Grundvertrauen aufbauen, merke ich, dass diese Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Es ist anders, als ich das in früheren Beziehungen kannte, aber es gefällt mir so. Ich hoffe, dass es nicht aufhört, weil die Zeit mit ihm so schön ist und ich trotzdem noch irgendwie ein eigenes Leben habe. Einerseits ist es noch so frisch zwischen uns, andererseits ist da eine Basis, für die ich mit meinem Exfreund einige Jahre gebraucht habe.

Derzeit sind wir beide sehr stark in die Arbeit involviert. Ich habe mein erstes eigenes Projekt begonnen und bin zur Zeit mehr als ausgelastet damit, ich mache häufig Überstunden und bin am Wochenende einfach nur fertig. Ihm geht es da nicht besser. Er hängt immer noch in dem wichtigen Projekt drin, welches er seit August betreut. Da es Anfang März abgeschlossen sein muss ist er derzeit schwer beschäftigt, häufig sehr lange arbeiten und wir sehen uns, abseits der Arbeit und selbst da, nicht sehr häufig. Ich habe keinerlei Zweifel daran, dass es wieder anders wird, sobald das Projekt abgeschlossen ist und komme damit soweit ganz gut zurecht, denn er lässt mich, per Nachricht oder Anruf oft genug wissen, dass er an mich denkt, mich gern öfters sehen würde und dass er sich auf die Zeit freut, wenn das Projekt abgeschlossen ist.

Im Rahmen dieses Projektes bzw. einer Kooperation, die dadurch zwischen uns und einer Firma in den USA zu Stande gekommen ist, steht allerdings für ihn derzeit im Raum, Ende dieses Jahres (vermutlich im Oktober), zu dieser Partnerfirma zu wechseln. Die Stelle wäre für ihn ein großer Karrieresprung und er hat wohl schon lange darauf hingearbeitet. Wir hatten das, irgendwann, bevor wir anfingen uns zu treffen, mal thematisiert und ich hatte es immer im Hinterkopf, aber es wird seit einiger Zeit immer konkreter. Anfangs hat mich das echt sehr traurig gemacht und ich habe viel geweint. Es wäre ein Zeitraum von ca. 2,5 Jahren. Als wir darüber sprachen sagte er, dass er nicht für immer dort bleiben wolle, sondern nach dieser Zeit auf jeden Fall wieder zurück käme. Es steht auch, laut seiner Aussage, noch absolut nicht fest, ob er wirklich gehen wird oder nicht, denn durch die viele Arbeit im Moment hat er noch keine Zeit gehabt, sich darüber konkret Gedanken zu machen.

Ich hingegen spiele, so wie es meine Art ist, schon wieder alle Möglichen Szenarien durch und frage mich, ob ich das so möchte, ob wir das schaffen können, habe schon angefangen, Geld für mögliche Flüge zur Seite zu legen und meinen Urlaub in diesem Jahr so geplant, dass ich einige Urlaubstage mitnehme und im nächsten Jahr dafür übrig habe, zu ihm zu fliegen. Vielleicht ist das alles völlig übertrieben, denn es steht ja noch nichts fest. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass er darauf hingearbeitet hat und es, bevor es mich gab, absolut außer Frage gestanden hätte, zu gehen, bin ich der Meinung, dass er es tun wird und sicherlich auch tun sollte, denn so lange sind wir noch nicht zusammen, als dass ich in seinem Leben schon solch einen Stellenwert haben sollte, für mich ein solches Angebot auszuschlagen. Wenn ich mir vorstelle an seiner Stelle zu sein... Ich würde solch eine Entscheidung nicht treffen wollen müssen, aber wenn ich es tun müsste... Ich würde vermutlich gehen und hoffen, dass meine Beziehung es übersteht. Die nackten Fakten sind nüchtern und sprechen eine ganz deutliche Sprache: Wir haben beide wenig Freizeit, wir würden zehntausend Kilometer auseinander sein mit deutlicher Zeitverschiebung, sodass es trotz zahlreicher Mittel moderner Kommunikation schwierig ist, regelmäßigen Kontakt zu organisieren, die Flüge sind teuer und selbst wenn er dort gut verdienen würde, heißt das nicht, dass ich das tu. Wir würden uns höchstens 3-4 x im Jahr sehen. Er wird viele neue Leute treffen, möglicherweise jemanden ganz faszinierendes, und diese Person wird ihm näher sein als ich. Ich habe mir nie vorgestellt, solch eine Beziehung zu führen. Aber, trotz aller nüchternen Betrachtung des ganzen: Wäre es nicht schrecklich, etwas, das augenscheinlich so gut funktioniert, wie wir zur Zeit, nur wegen einer temporären Fernbeziehung aufzugeben? Könnte es nicht vielleicht funktionieren? Er geht ja nicht für immer, es wäre zeitlich begrenzt. Und, kann man es, wenn man es wirklich will und es auf beiden Seiten die Bereitschaft gibt, daran zu arbeiten, dass es funktioniert, nicht auch schaffen, egal wie unmöglich es von Außen zu sein scheint? Gibt es nicht so oder so keine Garantien, dass es funktioniert, selbst wenn er nebenan wohnen und wir uns jeden Tag sehen würden? Als ich ihn gefragt habe, wie er das sieht, sagte er mir, dass es für ihn kein Grund sei, es aufzugeben oder irgendwas zu überdenken und dass er sich, wenn er geht, nicht von mir trennen wolle. Er fragte mich, ob ich damit klarkommen würde. Da habe ich gesagt, dass ich das erst sagen kann, wenn es so weit ist, dass ich es gern versuchen möchte, ich ihm aber keine Garantien geben kann. Ich bin mittlerweile da, wo ich es auf mich zukommen lasse und ich versuche, so lange er noch da ist und bevor die Entscheidung konkret gefallen ist, mich nicht mit "was wäre wenn" Gedanken verrückt zu machen, aber ich muss gestehen, dass sie da sind, und das sehr häufig. Das Leben ist schon irgendwie gemein, da findet man jemanden, der ziemlich gut zu passen scheint und dann sowas. Streng genommen hätte ich wissen müssen, worauf ich mich einlasse. Aber das Herz will, was das Herz will und gegen seine Gefühle kommt man manchmal einfach nicht an. Eure Meinung hierzu wird erwünscht. Ich wünsche euch in diesem Sinne ein schönes Wochenende!

Lou6kas4V20


Du könntest auch mit ihm mitgehen. ;-) Mal so als Idee zum Gedanken machen.

s[ensimbelumann99


er derzeit schwer beschäftigt, häufig sehr lange arbeiten und wir sehen uns, abseits der Arbeit und selbst da, nicht sehr häufig.

Klar, dass man sich da nicht streitet, wenn man sich ohnehin wenig sieht.

Die Stelle wäre für ihn ein großer Karrieresprung und er hat wohl schon lange darauf hingearbeitet.

Karrierejunkies machen häufig Beziehungen kaputt- und nicht nur Beziehungen ...

C;oteSaNuvagxe


Wenn ich an seiner Stelle wäre würde ich gehen. Ich finde es nicht negativ wenn jemandem sein Job wichtig ist. Und wenn er schon vor dir lange darauf hingearbeitet hat und eure Beziehung noch relativ frisch ist spricht auch mehr dafür als dagegen.

An deiner Stelle würde ich es versuchen die Beziehung aufrechtzuerhalten. Ich weiss aus Erfahrung dass ich mit Fernbeziehungen klarkomme.

Aber ich hab noch keinen einzigen Mann kennengelernt, der das auf längere Sicht will.

s_enTsibelm=annx99


Du könntest auch mit ihm mitgehen. ;-) Mal so als Idee zum Gedanken machen.

Das hielte ich als die einzig sinnvolle Lösung.

DQrachk>in123


@ Lukas

Das ist so einfach nicht. Es ist dasselbe wie bei ihm, nur in grün. Ich habe hier grade erst angefangen, beruflich Fuß zu fassen, Freunde, Familie, ich habe alles hier. Außerdem hab ich nicht das Bestreben und auch nie gehabt, selbst wenn es "nur" zwei Jahre wären, ins Ausland zu gehen. Wenn er nicht wäre, dann würde ich im Traum nicht daran denken. Und ich kann da auch dieselben Argumente bringen, die ich für ihn anführe: Es ist noch zu frisch, um dafür einen so weitreichenden Schritt zu gehen. Ich weiß, es passieren im Leben Dinge, die man nicht planen kann und Pläne werden über den Haufen geworfen, aber es wäre allenfalls eine Option, wenn wir beide mit der Beziehung weitermachen wollen, aber merken, dass wir mit der Entfernung nicht klarkommen.

@ sensibelmann

Er ist kein "Karrierejunkie" im klassischen Sinne. Ich würde gern näher erläutern, was das für ein Projekt ist und was für ein "Karriereaufstieg" bzw. Sprungbrett, aber ich möchte meine Anonymität hier nicht gefährden. Fakt ist: Er hat einen Traum. Den könnte er durchaus hier auch umsetzen, aber es geht schneller und er kommt weiter, wenn ein Auslandsaufenthalt in den USA im Lebenslauf steht. Das hat nichts mit "Karrieregeilheit" zu tun, sondern mit dem, wie er sich seine berufliche Zukunft vorstellt. Und das Angebot ist nunmal da. Und zwar dieses Jahr. Es gibt keine zweite Chance.

@ CoteSauvage

Genau das denke ich auch. Ich würde mich grauenhaft fühlen, wenn er wegen mir nicht gehen würde und wie ich schon schrieb, ich würde das Angebot an seiner Stelle vermutlich auch annehmen.

Ob wir das schaffen oder nicht? Keine Ahnung, ob ich das kann. Ich merke immer wieder, dass ich, im Gegensatz zu früher, auch über das Telefon viel Nähe aufbauen kann. Aber sich 3-4 Monate gar nicht zu sehen, nicht zu berühren, nicht in der Nähe des anderen sein zu können, das ist eine andere Hausnummer als eine stressige Phase, in der man sich ein- bis zweimal die Woche sieht. Er wäre allerdings, und dafür halte ich meine Hand ins Feuer, sicherlich einer der wenigen Männer, dem ich genug vertrauen entgegen bringe, dass er mit dem Abstand und vor allem der fehlenden sexuellen Komponente klarkommen würde.

skensitbelm'an:n99


wie er sich seine berufliche Zukunft vorstellt. Und das Angebot ist nunmal da. Und zwar dieses Jahr. Es gibt keine zweite Chance.

Es gibt immer eine zweite Chance (selbst "die Chance" kann sich als "Ente" erweisen). Wenn ich mich zwischen Liebe und Beruf entscheiden müsste, stünde immer die Liebe an erster Stelle- 2,5 Jahre würde ich niemals warten wollen (auch nicht mit gelegentlichen Besuchen)- erst recht nicht, weil ich nicht einmal weiß, was am nächsten Tag passieren wird. Aber Menschen sind in ihren Lebenszielen und Träumen eben unterschiedlich manche rennen ständig Träumen hinterher ...

Das Abhängigsein von irgendwelchen fremdeinwirkenden Chancen wäre mir zu sklavenhaft und unfrei.

s/eRnsib0elmxann99


dass er mit dem Abstand und vor allem der fehlenden sexuellen Komponente klarkommen würde.

Klar, gibt ja noch Prostituierte ... ]:D ]:D

CroteSauIvage


@ "sensibel"man

Warum hast du es nötig, fremde Lebensweisen und Einstellungen ständig abzuwerten? Die meisten Poster hier möchten auch mit dir nicht tauschen, also lass das doch einfach mal %-|

s)ensigbelmamnn9x9


Warum hast du es nötig, fremde Lebensweisen und Einstellungen ständig abzuwerten?

Warum ist das eine Abwertung?

S\oldaonellxe


Zitat

dass er mit dem Abstand und vor allem der fehlenden sexuellen Komponente klarkommen würde.

Klar, gibt ja noch Prostituierte ... ]:D ]:D

Glaubst du ernsthaft, dass diese Aussage für die TE hilfreich ist? Und ja, es gibt Männer, die auch längere Zeit ohne Sex auskommen.

s"ensibMelmDannx99


Und ja, es gibt Männer, die auch längere Zeit ohne Sex auskommen.

Klar, es gibt Männer ohne oder mit sehr schwacher Libido ... die kommen auch mit sehr seltenem Sex aus. Ob die TE mit einem solchen Mann längere zeit zufrieden sein wird, halte ich eher für unwahrscheinlich- es sei denn, sie hat selbst eine geringe Libido.

Und zu glauben, ein Mann mit durchschnittlicher Libido kommt 2,5 Jahre lang nur alle 3-4 Monate mit Sex aus und bleibt da zufrieden, halte ich eher für unwahrscheinlich.

Nimmt man die sexuelle Treue aus der Betrachtung raus, halte ich eine derartige Fernbeziehung eher für realistisch.

Klar, gibt ja noch Prostituierte ...

Glaubst du ernsthaft, dass diese Aussage für die TE hilfreich ist?

Ich mache nur auf mögliche wahrscheinliche Situationen aufmerksam- ohne naiven Glauben. Und nein- ich verurteile das nicht.

Immerhin verringert eine Prostituierte die Wahrscheinlichkeit, sich neu zu verlieben und dennoch eine gewisse sexuelle Zufriedenheit zu erreichen.

Mir wäre das ehrlich gesagt nichts.

Ob man damit leben will oder kann, liegt nicht in meiner Entscheidung.

DPr(achOkin1x23


Wow, sensibelmann macht seinem Namen hier alle Ehre, danke für den Hinweis, ich weiß, dass das Klischee sagt, dass Männer viel Sex brauchen, ohne nicht leben können und dass es Protituierte gibt. Hilfreich war diese Aussage tatsächlich nicht. Aber darum geht es hier in erster Linie auch überhaupt nicht, zumindest nicht für mich oder nicht jetzt gerade.

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