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arbeitsloser Freund macht mich wütend

L6ouivsiaxna


Zocken wird er eher aus Langeweile.... Menschen die länger ungewollt arbeitslos sind verfallen häufig in Lethargie. Daher würde ich nicht gleich als erstes behaupten dass er faul ist. Die meisten Leute wollen arbeiten, Geld verdienen und sich was leisten können. Liebe TE, ich kann deinen Ärger gut verstehen. Allerdings studierst du noch und bist damit selbst noch nicht im Arbeitsmarkt integriert. Es kann schwerer sein als man denkt einen ordentlichen Job zu finden, also einen von dem man leben kann.

S.taxlfyr


Wenn Achtung und Respekt wegfallen, weil der Partner da einfach nichts macht, um respektiert und geachtet zu werden, dann hat das keine Chance

Und das macht man an Erwerbsarbeit fest? Achtung und Respekt vor seinem Partner zeigt man, in dem man (für irgendein Unternehmen) arbeiten geht? ":/

Zwischenmenschlich scheint alles i. O., im Haushalt hilft er auch, und sein eigenes Geld (Arbeitslosengeld) bekommt er doch auch, liegt dir also nicht auf der Tasche.

Das ist hier aber wieder ein interessantes Geschlechterrollending, an dem sich sehr schön zeigt, wie wenig sich die Menschen davon emanzipieren können. Insbesondere der zuhause hockende Mann ist für Frauen offenbar eines der "No Gos" schlechthin. Der Mann als Arbeit(end)er, sei es nun als Versorger (hier nicht zutreffend) oder zum Vorzeigen (wohl schon eher) ist das gesellschaftliche Ideal.

Zwischendurch sagt er, er will gerne was machen aber er wirkt sehr zufrieden als Arbeitsloser. Wir passen ansonsten sehr gut zusammen , haben viel Spaß und seine Sachen zahlt er selber. Ich zieh ihn nicht durch oder mit, brauch ihn aber genauso wenig als Versorger.

Mal ehrlich: wo ist dann das Problem? Ich könnte mir seinen Lebenswandel selbst auch nicht vorstellen, aber wie kommt man eigentlich zu diesem Bild, dass nur abhängige Erwerbsarbeit jemandem zu einem vollwertigen Mitglied der Gesellschaft macht? Wie glatt kann einen der Kapitalismus denn bitte schon gebügelt haben, dass man anhand der Frage, ob irgendwer sich gewinnbringend verwerten lässt oder eben nicht, die persönliche Beziehung zu diesem Menschen entscheidet. ":/

Grotesk, wie sich manche über Arbeit definieren. Als wäre es eine besondere Auszeichnung, sich für den Gewinn eines anderen einspannen zu lassen. :|N

Verhungern wird er nicht, ein Dach über dem Kopf vermutlich auch behalten.

Und das soll ein Nachteil sein? ":/

E\hemali^ger N-utzer R(#2x8287x7)


Ich glaube für die TE wäre es auch ok wenn er sich selbstständig macht, ehrenamtlich tätig wäre oder ähnliches.

nd sein eigenes Geld (Arbeitslosengeld) bekommt er doch auch, liegt dir also nicht auf der Tasche.

Er liegt der Allgemeinheit auf der Tasche. Und ich finde es durchaus berechtigt das man von seinem Partner erwartet seinen Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften. Bloß weil man hier nicht verhungert wenn man das nicht tut heißt das noch lange nicht das es gut so ist.

exstax1


Mich wundert das es funktioniert in dem Alter so lange arbeitslos zu sein. Als ich das letzte mal mit Anfang 40 arbeitslos war, haben die mich fertig gemacht auf dem Arbeitsamt und das trotz Diagnose: Depression.

Wie macht Dein Freund das?

WoM 2%01x4


Ich denke, dass die TE auch Träume hat, die sie sich in ihrem Leben erfüllen möchte.

Urlaube, Ausgehen, vielleicht ein Haus.

Und da kommt der Partner ins Spiel: Man möchte das ja nicht alleine, sondern möchte diese Dinge auch mit jemandem zusammen erleben und diese Erlebnisse teilen.

Da solche Sachen aber auch Geld kosten, sind wir wieder bei der "sie-muss-ihn-durchfüttern-Diskussion".

Einen schönen Urlaub, teure Konzertkarten, vielleicht mal ein Essen in einem ausgefallenen Restaurant - all das zahlt man nicht vom Arbeitslosengeld. Entsprechend müsste sie mal für ihn mitzahlen, oder erlebt diese Sachen alleine (oder Freunden).

Wenn er arbeiten ginge, aber wenig verdient, wäre das etwas anderes. Als Paar wirtschaftet man ja auch zusammen. Aber wenn nur von einer Seite aus Einkommen "reinkommt" ist das nunmal ein Problem.

Hier taucht oft die Frage auf, was er mit seiner freien Zeit machen soll? Hallo?! Wie wäre es mal mit arbeiten. Und wenn er 1, 2 oder 3 verschiedene 400€-Jobs annimmt, Hauptsache er gammelt nicht einfach nur zu Hause rum.

Und 30 Bewerbungen in der Zeit sind ein Witz! Das ist noch nicht einmal großer Aufwand; die kann man theoretisch 1 Mal monatlich raushauen (und bekommt für jede nachgewiesene Bewerbung von der Agentur für Arbeit oder dem JobCenter noch 5€ erstattet).

Ich würde es nicht gutheißen, dass er sich so gehen lässt. Wo soll das denn enden? Eine solch große Lücke im Lebenslauf schon in dem Alter zu haben macht die Jobsuche definitiv nicht einfacher.

Und was wäre er für (evtl. irgendwann mal anstehende Kinder) für ein Vorbild? Nene, das ich mit Mitte 30 schon sagen muss "was ist aus der Jugend geworden" macht mich echt traurig. %-|

SHtalGfyr


Er liegt der Allgemeinheit auf der Tasche.

Aber das ist doch nicht das Problem der TE?

Mal abgesehen davon, dass ganz andere Leute die Allgemeinheit schröpfen und die öffentlichen Kassen plündern (und nein, damit meine ich nicht Flüchtlinge), nur irgendwie wird sich immer nur bei Hartzern drüber aufgeregt. ":/

Bloß weil man hier nicht verhungert wenn man das nicht tut heißt das noch lange nicht das es gut so ist.

Sehe ich persönlich genauso. Ich verstehe aber nicht, wie man die Beziehung zu einem Menschen so sehr festmachen kann.

E`hemaliDge*r NutzVer (#28x2877)


Ich verstehe aber nicht, wie man die Beziehung zu einem Menschen so sehr festmachen kann.

Naja, es sagt halt einiges über den Charakter aus finde ich. Die Einstellung zum Leben und das ist halt ein gravierender Punkt. Wenn man da so unterschiedlich vom Schlag her ist, dann kann das eine Beziehung durchaus belasten.

L$ouisi(anxa


Ich denke sie möchte einfach dass er mitzieht. Was mit ihr aufbaut. Sie will nicht das Gefühl haben dass sie ein großes Kind an ihrer Seite hat sondern einen Partner auf Augenhöhe. Das kann ich gut verstehen. Nur finde ich es nicht richtig ihn gleich als faul abzustempeln. Wenn er gerade irgendwie feststeckt und auf seine Newerbungen wahrscheinlich nicht mal ne Antwort bekommt, das kann einen schon sehr runterziehen. Was soll er dann machen? Sich aufhängen?

EkhemaVlig3er mNutzer ("#28\287x7)


Er könnte sich dranmachen herauszufinden WAS bei seinen Bewerbungen das Ausschlußkriterium ist. Noten? Sonstige Qualifikationen? Formfehler? Und dann das entsprechend aufarbeiten.

Eyhem^aligier NutMzer (r#5286G11)


Es gibt einfach stinkendfaule Menschen, da muss man doch wirklich nicht immer auf Teufel komm raus eine Krankheit draus machen. Und der Freund der TE scheint einfach eine faule Socke zu sein, der es daheim toll und gemütlich findet. Kann er ja, wird ja super alimentiert...

Na mit der Info, dass er 10 Std am Tag zockt, wäre ich da auch alleine drauf gekommen! %-|

fBeslexs


Genau, er lebt auf Kosten von anderen und findet es ok, ich aber nicht. Ich bin sicherlich nicht neidisch auf ihn, finds halt trotzdem unfair , dass ich nach stundenlangen Lernen , noch zusammen mit ihm putzen muss etc. Das mit der anderen Aufteilung hab ich ihm schon vorgeschlagen aber er sagt dann nur, dass er nicht mein Sklave ist xD

Irgendwann, wenn ich mal arbeite, mag ich auch ein Auto haben und auf Urlaub fahren . Und das dürft ichdann alles alleine zahlen. In der Hinsicht will ich mich in Zukunft nicht ausnutzen lassen.

Also auf Dauer ist das nix für mich und mir wird beim Gedanken ,dass das jetzt immer so weiter gehen wird, eher schlecht als sonst was :-X

Ctomrxan


Ich denke sie möchte einfach dass er mitzieht.

Ich sehe das auch so, aber begründet darin, dass die TE selbst im Leben Fortschritte gemacht hat, die andere Dinge greifbar werden lässt, die einem vor 2 Jahren vielleicht nicht so wichtig waren.

Dieses Alter und die beginnende Ausbildung sind schon irgendwie Zäsuren wo man gezwungen ist, über seinen kommenden Lebensverlauf nachdenkt und Weichen stellt. Es ist auch nicht wenig verwunderlich, dass gerade in den frühen 20ern auch die ersten festen Partnerschaften nochmal einer Prüfung unterzogen werden, ob man noch einen gemeinsamen Weg geht. Insofern bin ich bei diesen Zeichen und Äußerungen schon pessimistisch, ob die beiden nochmal übereinkommen. Es ist ja auch kein Vergehen, wenn man sich oder seine Ansprüche ändert. Nur muss man darüber reden. Und dann feststellen, ob es für die nächsten 10 Jahre voraussichtlich noch passt oder doch eher nicht.

Er wird sich hingegen vermutlich wundern, was ihr Problem ist, denn er vertritt ja auf eine gewisse Weise eine Art Beständigkeit.

EBhemalUiger Nut%zer (#5x28611)


Und zocken geht bei mir auch in den krass depressiven Phasen ausgezeichnet. Auch gerne 12 Std am Tag. Auch wenn das seltenst vorkommt.

EWhemalijger NutszerT (#5156x10)


im Haushalt hilft er auch

Juhu, er HILFT ja auch im Haushalt. Das er sich im gemeinsamen Haushalt AUCH beteiligt, das ist ja wohl das mindeste. Wobei ich selbst finde, dass der- oder diejenige, der mehr für Arbeit- und/oder Studium zu tun hat, nicht auch noch die Hauptlast der Haushaltsführung tragen sollte.

Generell verstehe ich wie feles sich fühlt, mir ging es mit meinem Ex ähnlich. Wir haben uns kennengelernt, als wir beide irgendwie durchgehangen sind, nur dass ich irgendwann wieder angefangen habe ein paar Schritte nach vorne zu tun, sowohl was Arbeit, als auch Studium anging. Er hingegen hat es nicht geschafft irgendwas mit sich und seinem Leben anzufangen. Als Phase finde ich so etwas durchaus legitim, als Dauerzustand hingegen unerträglich. Wenn man da nicht alleine wieder rauskommt, dann verlange ich zumindest dass man sich Unterstützung sucht, um einem geregelten Alltag nachgehen zu können.

Wobei geregelter Alltag für mich noch nicht mal Erwerbsarbeit bedeuten muss, sondern dass man mit sich und seinem Leben etwas (produktives) anfangen kann. Ich gehe fest davon aus, dass es so gut wie jedem Menschen gut tut eine Aufgabe zu haben und sich nützlich zu fühlen.

Wie einem das gelingt wenn man den ganzen lieben langen Tag über Jahre nur vor sich hin daddelt, das ist mir ehrlichgesagt ein Rätsel. Und wenn einem selbst da die Fähigkeit fehlt so etwas nachvollziehen zu können, dann ist es logisch, dass irgendwann der Respekt vor dem Partner und die Augenhöhe in einer Beziehung verloren gehen. Wie man da wieder rauskommt wenn es so verfahren ist, keine Ahnung.. mir ist es nicht gelungen.

SHchwa.rz56x66


Daddeln und dem Staat auf der Tasche liegen gehören mit Sicherheit nicht dazu.

Ach ja, die bösen Hartzies... Wenn sich Politiker und Banken die Taschen füllen, Milliarden in irgendwelchen Flughäfen oder ungenutzten Brücken versenkt werden, das interessiert niemanden. Aber die Hartzis sind Schuld, liegen allen nur auf der Tasche, sind quasi der Untergang des Systems... ":/

Ich kann es verstehen, wenn jemand nicht ein Leben lang den ganzen Tag für Firma XY schuften gehen will, Überstunden machen, um Urlaub betteln und mit einem Hungerlohn nach Hause gehen, von dem der größte Teil an den Staat fließt. Sich hochzuarbeiten, ist auch nicht jedem vergönnt. Es wird immer einige geben, die so drauf sind. Hartz4 zu beziehen, ist nunmal geltendes Recht und die meisten von Euch sind doch stolz, auf unseren Rechtsstaat.

Zum Thema: Kann es sein, das Dich, feles, eher die Zockerei Deines Freundes stört und Du Dich deswegen vernachlässigt fühlst? Ich meine, ich habe in Jugendjahren auch exzessiv gezockt, vor der Arbeit, nach der Arbeit, ganze Wochenenden durch, jede freie Minute und habe meine damalige Freundin extrem vernachlässigt. Fernbeziehung, sie war im Schnitt jedes zweite Wochenende da, saß hinter mir auf der Couch und ich habe gezockt. Mir ist erst heute so richtig bewusst, wie es damals für sie gewesen sein muss.

Vielleicht solltest Du ihn eher motivieren, vom Zocken wegzukommen oder es wird halt nicht gezockt, wenn Du da bist, sondern ihr unternehmt dann gemeinsam etwas. Vielleicht klingelts dann doch nochmal bei ihm und er rappelt sich auf.

Ich stehe jetzt selbst mit fast 40 auch vor der Arbeitslosigkeit, habe mein ganzes Leben gearbeitet, davon die letzten 10 Jahre selbstständig. Ich weiß auch absolut nicht, was ich dann machen soll, meinen erlernten Job aber auf jeden Fall nicht mehr, dazu kommt noch eine Krankheit. Ich habe zwar keine Freundin, aber habe auch oft darüber nachgedacht, was wäre, wenn ich eine hätte, sie arbeitet, ich bin arbeitslos, ob das auf Dauer gut gehen würde. Auf jeden Fall fühlt man sich vorab schon abgestempelt, eben auch wegen der vielen, negativen Aussagen hier über Hartzis.

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