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Die Beziehung zwischen meinen Eltern und mir

L>aRgucxola


was sehr wohl auf sowas hindeutet, ist die bloße Tatsache, dass die TE den Beitrag verfasst hat (insofern da ja irgendein Leidensdruck ist). Und in Frageform, so wie ich das formuliert hab, ist daran auch absolut nichts gewagt.

Letztlich aber alles irrelevant. Ohne weitere Infos kann man auch nix konstruktives dazu sagen.

Und was das "Prestigeobjekt" angeht.. die Kinder als Prestigeobjekt zu betüdeln, oder dieses nicht zu tun, sind ja zwei Gegensätze auf einer Skala wo das, was mir hier eher vorzuliegen scheint (nämlich emotionale Vernachlässigung) gar nicht auftaucht. Was hat das miteinander zu tun?

LfaRucxola


Und ich finde auch nicht, dass die Tatsache, dass man die Vergangenheit nicht ändern kann, also man sich auf Zukunft und Gegenwart konzentrieren sollte, hier voll und ganz hilfreich ist (obwohl natürlich insgesamt wichtig und zutreffend). Ein Verständnis dessen, was in der Vergangenheit passiert ist, kann durchaus sehr wichtig sein, um sich in der Gegenwart und Zukunft sinnvoll ggü der besagten Person zu positionieren (und zB mit neu erlangtem Selbstbewussten Grenzen zu ziehen).

m@ondY+jstDernxe


Danke an alle, die das bis hierher gelesen haben ;-D

Ein klein wenig besser geht es mir jetzt schon mal, wobei ich noch endlos weiter schreiben könnte, aber ich möchte euch auch nicht mit meinem Seelen-Müll zuballern.

Ich lese hier freiwillig, und ich würde gerne mehr von Deinem "Seelen-Müll" lesen.

Wenn Du uns zuballerst, wird natürlich auch zurückgeballert. Willst Du Dir das antun?

Habt noch einen sonnigen Tag...

Bei mir ist die Sonne schon untergegangen. ;-D Aber danke trotzdem. :-)


@ gauloise

es wird nur versucht, ein bisschen zu relativieren.

Warum relativierst Du nicht, wenn die TE von Seelen-Müll schreibt.

Warum relativierst Du nicht, wenn die TE meint, sie könnte sich zu sehr in die Opfer-Rolle hineinsteigern.

Warum relativierst Du nicht...

:)D

g}aeuloiJse


Wie meinen? ???

LVichStAmHHorizo_nxt


@ LaRucola

was sehr wohl auf sowas hindeutet, ist die bloße Tatsache, dass die TE den Beitrag verfasst hat (insofern da ja irgendein Leidensdruck ist).

Findest Du? Ich nicht.

Und in Frageform, so wie ich das formuliert hab, ist daran auch absolut nichts gewagt.

Ich finde allein die Begriffsnennung gewagt.

das, was mir hier eher vorzuliegen scheint (nämlich emotionale Vernachlässigung)

Ich finde Deine Schlüsse sehr voreilig.

Ein Verständnis dessen, was in der Vergangenheit passiert ist, kann durchaus sehr wichtig sein, um sich in der Gegenwart und Zukunft sinnvoll ggü der besagten Person zu positionieren (und zB mit neu erlangtem Selbstbewussten Grenzen zu ziehen).

Das klingt für mich nach einer Erwartung an das Umfeld, dieses Verständnis gefälligst zu liefern. Dieser Anspruch besteht aber nicht.

LXaRuc8ola


Ja, finde ich.

Und das Spektrum an Möglichkeiten zu formulieren, ohne dabei irgendeine Variante als präferiert darzustellen, ist nicht gewagt sondern einfach sachlich. Genau wie jemand der Hautveränderungen beklagt, der kann auch ganz sachlich erfahren, dass das alles von "gar nix" über Muttermal bis zu Hautkrebs sein kann. Nicht mehr und nicht weniger. Auch dem würde ich nicht ohne ausreichende Diagnose sagen "naja, wird schon nix sein, wir wollen das mal etwas relativieren".

Und vor allem finde ich, WENN ein größeres Problem vorliegen sollte, die Tendenz der Beiträge geradezu kontraproduktiv, weil die TE schon von sich selber die Neigung zu einem Verhalten, welches dann nicht gut wäre, zeigt (nämlich die Schuld bei sich zu suchen und das Schildern ihrer Probleme als Gejammer und "Opferrolle" zu bezeichnen). Und da diese Möglichkeit nunmal besteht, sollte man, ohne fundiertere Kenntnisse, auf keinen Fall ausgerechnet so ein Verhalten auch noch unterstützen.

Und das Verständnis erlangt man doch selber - durch Analyse, was da passiert ist (z.B. mit einem Psychologen, oder generell Leuten die sich auskenne/Erfahrung haben). Zu sagen "Verständnis ist unnötig, hake es ab und schaue in die Zukunft" kann es sehr schwierig machen, sich selbstbewusst gegenüber pathogenen Angehörigen zu positionieren.

L_ovHuxs


Relativieren - Dramatisieren

Relativierung passiert, indem zu einer schlimmen Erfahrung viele gute Erfahrungen dazu kommen. Z.B.: Von "Ich kann Mama nicht sehen. Katastrophe, Brüll!" zur Gewissheit, dass sie wiederkommen wird.

Dramatisierung ist das Gegenteil: Unter Ausblendung der meisten Erfahrungen wird eine besondere Erfahrung in den Vordergrund gestellt und färbt alles Weitere.

Eine gute Art, mit "Seelenmüll" umzugehen ist, ihn erst zu dramatisieren und dann zu relativieren. Mini hat durch das Schreiben dramatisiert. Jetzt wäre dran, alle Lektionen daraus zu ziehen, was und warum sie anders machen möchte (als die Eltern, als sie selbst bisher...). So ähnlich, wie es gauloise in kurz für sich geschrieben hat. Danach ließe sich relativierend mit der Vergangenheit abschließen.

mEini)_x789


Hallo ihr Lieben,

ich danke euch erstmal für eure ganzen Beiträge.

Leider bin ich in den nächsten 2 Tagen zeitlich komplett verplant, deswegen wird es wohl mindestens Sonntag bis ich mich nochmal melden kann. Nicht, dass ihr euch wundert, wieso ich mich nicht melde :-)

Habt bis dahin eine schöne Zeit :p>

MIar~ie2x7


Relativieren, dramatisieren, interpretieren.... schon 2 Seiten Diskussion die nur nebenher das Thema streift.

Warten wir doch erstmal ab, was Mini am Sonntag sagt.

Kann jedenfalls gut verstehen dass man sich gewisse Dinge einfach mal von der Seele schreiben möchte.

msondB+stcerxne


Genau.

:)D

mPini+_78x9


So ich komme nun doch etwas früher als geplant zum Durchlesen und beantworten eurer Beiträge

@ gauloise

Ich bin ja nicht sauer auf meine Eltern, wahrscheinlich konnten sie wirklich nicht anders. Als Nachkriegskinder haben sie selbst ja wenig Liebe von ihren Eltern erfahren. Auch sie wurden geschlagen, aber versucht man es dann nicht bei den eigenen Kindern besser zu machen? Ich war ja nie grün und blau, so soll das jetzt nicht verstanden werden, aber immer wenn ich mal nicht "funktioniert" habe, gab es eins auf den Po, wahlweise mit der Hand oder mit dem Kochlöffel.

Natürlich kann ich meine Vergangenheit nicht ändern, aber es gibt sicher Menschen die machen einen Haken dran, grade das kann ich aber nicht. Es schlummert irgendwie in mir und ich muss mich ständig damit innerlich auseinander setzen.

@ LichtAmHorizont

Jaaaa meine Mutter ist sehr sehr vereinnahmend. Ich gebe euch mal ein Beispiel:

Sie erwartet von mir, dass ich mich regelmäßig (telefonisch)bei ihr melde, zwar nicht jeden Tag, aber schon so 2-3 mal die Woche. Neulich abends ist es bei mir etwas später geworden, so habe ich sie angerufen und gesagt, dass ich mich später noch melde, da ich erstmal was zu Abend essen wollte. Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe sie dann erst eine Stunde später angerufen, da ich zwischendurch noch mit meinem Freund telefoniert hatte, den ich arbeitsbedingt die ganze Woche nicht gesehen habe x:) Als sie dann ans Telefon ging war das erste was sie sagte "Na du hast wohl noch mit jemand anderem telefoniert. Ich habe schon versucht dich anzurufen, weil dein Abendessen ja wohl keine ganze Stunde dauert"... Ich war so genervt, dass ich am liebsten aufgelegt hätte %-| %-| %-|

Bei meinen Eltern habe ich einfach das Gefühl, dass sie Gefühle nicht gut zeigen können, das kann ich aber wohl keinem zum Vorwurf machen. Nichtsdestotrotz hätte ich mir als Kind eine Umarmung oder einen Kuss mehr gewünscht. Die Gefühle meines Papas mir gegenüber kann ich so gar nicht einschätzen. Insgeheim hätte er sich wohl lieber einen Sohn gewünscht, der mal sen Geschäft übernimmt, aber der Wunsch blieb unerfüllt.

L`ichtAmyHoriIzont


Dein Beispiel könnte auch von meinen Eltern sein… Dass man vielleicht ein eigenes Leben hat und nicht auf Abruf dasitzt, um die lieben Eltern zu bespaßen, können sie sich gar nicht vorstellen. Und am besten soll man sich noch dafür entschuldigen, dass man nicht alles für sie hat stehen und liegen lassen…

Es schlummert irgendwie in mir und ich muss mich ständig damit innerlich auseinander setzen.

Was genau schlummert denn da? Geht es mehr um Aufarbeitung der Vergangenheit oder mehr um den Umgang hier und heute? (Oder beides?)

m_ini&_78x9


um beides

LgovHUus


"Na du hast wohl noch mit jemand anderem telefoniert. Ich habe schon versucht dich anzurufen, weil dein Abendessen ja wohl keine ganze Stunde dauert"

Wie jede Vereinnahmung ist das ein dickes Angebot, dich aus der Vereinnahmung zu lösen. Oder geht das nicht? Bist du noch abhängig?

Wieso rufst du überhaupt an, nur um zu sagen, dass du später nochmal anrufst? Ich würde ja daraus schließen, dass es was Wichtiges gibt und wäre entsprechend neugierig.

m#ond;+ster=ne


Natürlich kann ich meine Vergangenheit nicht ändern, aber es gibt sicher Menschen die machen einen Haken dran, grade das kann ich aber nicht. Es schlummert irgendwie in mir und ich muss mich ständig damit innerlich auseinander setzen.

Ja, Du musst Dich heute noch damit auseinandersetzen. Aber warum? Was macht es so schlimm? Was nagt heute noch an Dir?

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