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Traue mir nicht meinen Vater zu treffen

A9ntonyio Vixvaldi


Es ist ja ehrenwert, dass Du "um Dein Kind kaempfen" wuerdest, und ich glaube Dir gerne, dass sich nach Deinem gegenwaertigen Wissensstand Dein Vater herzlich wenig fuer Dich interessiert hat, aber Deine Aussagen (u.a. Vaeter ironisch als "Unschuldslaemmer" zu bezeichnen) sprechen doch von einer gewissen Voreingenommenheit. So einfach ist es leider nicht mit dem "Kaempfen", auch wenn man ein engagierter Vater ist.

Und man muss sich - wie ich schon schrieb - ab einem gewissen Punkt fragen, ob diese Kaempfen sinnvoll ist, wenn man im guenstigsten Falle doch nur gerade soviel Umgang zugestanden bekommt, dass eine Entfremdung doch nicht zu vermeiden ist, falls nicht die Mutter aktiv diesem Prozess entgegenwirkt. Und genau daran mangelt es doch so oft.

Wie Dir schon gesagt wurde, stellen sich Dinge oft anders dar, wenn man sie erst einmal aus anderer Sicht kennengelernt hat und auch einen gewissen zeitlichen Abstand gewonnen hat.

Ich nehme noch einmal ein ganz anderes Beispiel, naemlich dasjenige eines alten Nachbarn, der bald nach unserem Einzug verstarb. Er hatte uns anfangs sehr leid getan; als wir dann jedoch aus Sicht seine Freundin, die eigentlich seine Enkelin haette sein koennen, nach und nach viele Einzelheiten aus seinem Leben erfuhren, relativierte sich die anfaengliche Wertschaetzung zunehmend und wich einer durchaus kritischen Sicht auf ihn, auf sein Leben und sein Handeln. Daher habe ich Dir in meinem Beitrag auch zu erklaeren versucht, wie leicht ein schleichender Prozess der Entfremdung eintreten kann.

Ich wuerde uebrigens an Deiner Stelle die Beziehung zu Deinem Vater auch noch aus einem weiteren Grunde aufarbeiten, naemlich um fuer die naechste Generation und fuer Dich in Deiner moeglichen spaeteren Elternrolle eine klarere Ausgangsbasis zu haben. Das Eltern- und ganz besonders das Vaterbild, das sich bei Dir in Deinem bisherigen Leben herausgebildet hat, ist sicher nicht besonders erstrebenswert und mit Sicherheit eher eine Belastung fuer Dich in der Rolle als Partnerin und Mutter. Wer seine Eltern als ein Paar mit allen Hoehen und Tiefen erlebt hat, aber eben als Paar, dessen grundsaetzlicher Zusammenhalt nie ernsthaft in Frage gestellt wurde, hat bestimmt bessere Voraussetzungen auch fuer seine eigene Eltern- und Partnerschaft. Natuerlich kann Dir die Kontaktaufnahme zu Deinem Vater dieses fehlende Vorbild auch nicht ersetzen, aber zumindest kannst Du vielleicht mehr Verstaendnis fuer die vaeterliche Seite entwickeln, als Dir das bisher von Deinem muetterlichen Umfeld eingepraegt wurde.

A(nto:niJo >ViBvalxdi


Noch eine Kleinigkeit: DU hattest das Recht, Deinen Vater zu sehen, so ist das naemlich im BGB formuliert. DU hast auch das Recht, Unterhalt zu fordern, frueher vertreten durch Deine Mutter, heute durch Dich selbst.

Solange es das zweite Recht war bzw. ist, also der Unterhalt, wusste Deine Mutter sofort, dass man den Rechtsweg beschreiten kann - daher der von Dir zitierte Anwalt mit seinen Schreiben.

Wenn Deiner Mutter wirklich so viel an einem Treffen mit Deinem Vater gelegen haette, haette sie das Umgangsrecht doch auch fuer Dich einklagen koennen! - Aber das scheint ihr nicht in den Sinn gekommen zu sein, obwohl gerade die Gerichtsgebuehren fuer Umgangsfragen absolut minimal sind, besonders im Vergleich zu fast allen anderen Gebuehren. Und einen Anwaltszwang gibt es da auch nicht. Ich will Dir Deine Mutter absolut nicht vermiesen, aber selbst bei diesen scheinbar so klaren Aussagen Deines letzten Beitrages gibt es schon wieder eine ganz andere moegliche Sichtweise. ;-)

EtlafR5em^ich08x15


Woher dann das Interesse an meinem Vater und mir?

Tja, wenn gut gemeinte Ratschläge nicht erwünscht sind, hättest du besser nicht danach fragen sollen!

Irgendwie werde ich auch das Gefühl nicht los das du mehr auf Meinungen von Geschlechtsgenossen hoffst...

Und, auch wenn ich kein Vater bin und schon mal gar keiner mit einer entfremdeten Tochter, hier eine weitere "Weisheit": Kämpfen lohnt sich nur wenn man auch gewinnen kann.

E hemaligerX Nutzer= (#56t8@697)


@ timba-stern

Es ist wichtig, dass Du langsam und in Deinem Tempo vorgehst und Dich dabei versuchst nicht zu sehr von den Reaktionen Deines Vaters abhängig zu machen. Wenn Du noch nicht soweit bist und die Verletzung jetzt ohne Kontakt schon wieder so aufbricht, dann erlaub Dir da hinzuschauen und Dich zuerst um Dich zu kümmern. Du bist jetzt in einem Alter wo - egal was war - Du für Dich selbst sorgen lernst. Etwas was Dein Vater möglicherweise emotional bis heute nicht besonders gut kann. Das zu lernen gehört zum Erwachsen werden dazu auch wenn Du natürlich eine denkbar schwierige Ausgangssituation für Dein Leben hast. Aber es ist Deins.

Ich bin nicht in derselben Situation wie Du, habe aber aus anderen Gründen auch eine Weile gebraucht um in einem von mir (und meinem Bruder) gesteckten Rahmen wieder Kontakt mit meinem Vater zu haben. Meine Mutter ist mit uns Kindern an einem bestimmten Punkt ohne viel Vorankündigung ausgezogen als er geschäftlich unterwegs war. Wir waren quasi von heute auf morgen weg und das hatte entsprechende Konsequenzen, weil mein Vater das als "man hat ihm seinen Besitz" gestohlen interpretierte. Wir waren allerdings alt genug um erklären zu können, dass wir Kinder den Kontakt an diesem Punkt nicht wollten und warum. Es lief bei ihm aber eben auch darauf heraus, dass wir ihm "etwas" schulden und das tut es bis heute (ich bin heute 30).

Je nachdem wie Dein Vater drauf ist kann es Dir eben passieren, dass Du wenn Du tatsächlich Kontakt haben möchtest, der emotionale Erwachsener Teil dieser noch nicht existierenden Vater-Tochter Beziehung sein musst, weil er das nicht zwangsläufig kann und das kann Dich sehr viel Kraft kosten. Es kommt einem unendlich unfair vor, aber die Realität kann da unbarmherzig sein und am Ende lebt es sich mit der Realität dann besser als mit dem Versuch das "wie es sein sollte" herbeizureden. Es dauert eine Zeit das zu erkennen und noch etwas länger etwas damit für sich anzufangen. Das ist so. Das darf man betrauern. Und je früher Du damit anfängst desto schneller kann es Dir besser gehen.

Stell Dich darauf ein, dass es Gründe hatte warum Dein Vater die Möglichkeiten die er hatte nicht genutzt hat und versuch einen guten Weg zu finden damit umzugehen. Wenn ein Vater solche Möglichkeiten außer acht lässt hat das mit seinem eigenen Verletzungen zu tun. Das zeigt, dass er zuerst von Dir etwas erwartet ( möglicherweise eben auch nach dem Motto: ich hab ja dafür bezahlt) bevor er in Betracht zieht Dir etwas zu geben. Dahinter steckt Verantwortungsvermeidung dafür ein Leben (Kind) in die Welt gesetzt zu haben. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass er von Dir erwartet, dass Du seine Verletzungen an erster Stelle siehst und zuerst für ihn da bist bevor er möglicherweise emotional für Dich da sein kann. Es kann auch sein er kann es nie.

Daher ist es wichtig Dir eine gute Basis zu schaffen. Für Dich. Nicht für ihn. Damit Du dann ein Treffen - sollte es statt finden - gestalten kannst und Dich nicht nur verletzt und getrieben fühlst. Sonst seid ihr womöglich 2 von der Sorte.

Wenn ich lese was Du hier so schreibst bist Du verständlicherweise noch völlig in Deiner Verletzung. Ich würde mir an Deiner Stelle eine Therapie angehen, um die zentral wichtige Basis zu schaffen mit der Du Dich der Situation eines Treffens besser gewappnet fühlst. Es ist schwer mit diesem "sich ungeliebt fühlen" umzugehen, aber man kanns wirklich lernen und für Dein Leben ist es wichtig. Auch für Deine Beziehungen!

Alles Gute.

t"imjbak-sxterxn


@ Antonio:

Ich habe den Kampf bereits gewonnen und bekomme mein Geld bis ich mit meiner Ausbildung fertig bin, da ein Titel festgestezt wurde.

Den Rest kannst du dir sparen. Habe mir deine Beiträge nicht im einzelnen durchgelesen, weil es schon beim überfliegen auf das gleiche Ergebnis wie bei den anderen verletzten Vätern hinaus lief.

@ notmichaelcaine:

Ich danke dir für deinen aufrichtigen, so wahren und sinnvollen Beitrag und bin ferner auch darüber dankbar, dass er zur Abwechslung nicht von irgendwelchen verletzten Männern kam, die ihre Eitelkeit und eigene Verletzung jetzt damit glatt bügeln möchten, indem sie virtuell auf wildfremde Menschen in einem Onlineforum los gehen und hinterher meinen, sie fühlen sich besser.

An die lieben Nicknames in blau: Ich bin nicht euer Kind (bei einigen Gott sei Dank). Also sucht euch doch einen anderen Prellbock oder rennt in den Wald und umarmt Bäume. Das soll helfen.

Eehemalpiger NuAtzer (#536>8697)


:)_

mach den Therapieschritt. An der Uni gibts auch psychologische Beratung. Die können Dir da sicher weiterhelfen.

p9araze|l3lnuss


An die lieben Nicknames in blau: Ich bin nicht euer Kind (bei einigen Gott sei Dank). Also sucht euch doch einen anderen Prellbock oder rennt in den Wald und umarmt Bäume. Das soll helfen.

Lieben Dank, timba-stern. Das mit dem Wald, deine brilliante Idee mit den Bäumen, ich meine das umarmen jener, das hat geholfen. Ich hab aber gar nicht bis zum Wald laufen müssen, denn Bäume gibt es ja direkt vor der Türe. Manchmal ist Leben einfach nur einfach. Ich hoffe du schaffst alles zu deinen Gunsten.

E#hemaNlig/er #Nutzer (#;5286x11)


Ich kann die TE verstehen.

Ihr blauen Nicknames: Ihr seit doch auch nicht unparteiisch. Klar macht der Ton die Musik. Aber pauschal wird hier der Vater in Schutz genommen, weil euch die direkte Art der TE nicht passt? Das finde ich nicht gut.

Ihr habt eure Erfahrungen mit solchen Geschichten, und ich glaube euch allen, dass es scheiße ist, sein Kind auf diese Weise zu verlieren ich verachte Menschen die Kinder missbrauchen um dem Ex eines auszuwischen. Widerlich sowas

Aber so wie hier argumentiert wird?

Ja sicher kann die TE in der Tolle der erwachsenen sein/müssen/sollen...Ihr Vater schafft es offensichtlich nicht, mal die emotionale Seite außer Acht zu lassen. Ich finde es unmöglich, die Tochter nach 14 Jahren nicht gesehen als dumm zu beschimpfen.

Wenn ihm wirklich was daran liegt, seine Tochter kennen zu lernen, sollte er auch Schritte auf sie zu gehen.

Wenn jeder einen Schritt tut, sind schon zwei Schritte gemacht.

Die Verantwortung auf die TE zu übertragen halte ich für unnötig. Sie ist immernoch das Kind in der Beziehung. Eltern ist man immer, egal wie alt die Kinder sind.

Ekhe!maligeir Nutzter (#?528611x)


Die Verantwortung ALLEIN auf die TE zu übertragen halte ich für unnötig.

twimbDa-"s-txern


Ich habe mich übrigens entschlossen mit dem Kontakt noch zu warten, bis ich komplett selbstständig bin.

tlimOba- sterxn


Ich denke, das wird insgesamt nicht die schlechteste Entscheidung sein und entweder er will dann noch oder er will nicht.

Wenn er nicht will, kann ich es sicher auch nicht abändern.

Es ist eben wie es ist.

H:yvpAerioxn


Fadenverlauf

Ich hatte den Faden vorübergehend geschlossen um mir ein Bild von dem Fadenverlauf zu machen. Nach Durchsicht der Beiträge war es erforderlich einige Beiträge und die Reaktionen darauf aus der Diskussion zu löschen. Einige Beiträge und Folgebeiträge wurden gelöscht.

Durch den gesamten Verlauf zog sich ein mangelnder Respekt voreinander und ein Umgangston der alles andere als akzeptabel ist.

Sollten hier noch einmal Streitereien und Provokationen ausgetragen werden, an denen sich alle Diskussionsparteien beteiligen, werde ich den Faden schließen müssen. Provokationen und persönliche Angriffe ( inzwischen gelöscht) gehören nicht in eine Diskussion.

Wenn wie hier geschehen, ungehemmt in die Streiterei eingestiegen wird, kann sich niemand darauf berufen, diese Auseinandersetzung bzw Entgleisung der Diskussion nicht gewollt zu haben.

Ich erinnere an dieser Stelle auch an unsere [[http://www.med1.de/Hilfe/Regeln/#Umgangsformen Forumsregeln]] und ich möchte darum bitten das Fadenthema ab jetzt in einem sachlichen, nicht aggressiven, vernünftigen Umgangston zu diskutieren.

Wir möchten einen vernünftigen und respektvollen Umgangston hier im Forum wahren.

Auch wenn es ein komplexes Thema ist, aber versucht in der Diskussion sachlich zu bleiben.

A;ntoniGo V-i7valdxi


Hallo Hyperion,

danke fuer Deine Ausmistung! Ich wuerde allerdings noch weiter gehen und noch mehr Beitraege loeschen. Allein auf der aktuellen Variante dieser Seite 4 sind noch immer derartige globale und zusaetzlich persoenliche Abfaelligkeiten gegenueber den anderen Forumsteilnehmern enthalten, dass einem jede Freude vergeht, sich ueber die Sorgen der anderen Teilnehmer noch Gedanken zu machen, Erfahrungen weiterzugeben und sich die Muehe zu machen, umfangreichere Beitraege zu verfassen.

Das betrifft Aussagen zu den "blauen Nicks" ebenso wie die explizite Abwertung meiner Beitraege durch die TE. Ich sehe nicht, was an diesen Aeusserungen erhaltenswert sein soll. Ich bleibe auch bei meiner zuvor etwas pointiert geaeusserten Meinung, dass dieser notorisch angewandte Umgangston der TE keine gute Voraussetzung fuer eine positive Kontaktaufnahme mit dem eigenen Vater ist.

EylafRem=ich0A815


Sie hat ja nun mehrere gut gemeinte Ratschläge erhalten. Sie ist erwachsen und kann/muss/darf selber entscheiden. Wir kennen weder sie noch ihren Vater persönlich. Ich würde ihn sehen wollen. Ich würde die Lage erst danach bewerten. Meiner Meinung nach kann es kein Fehler sein. Selbst wenn sich ihr Vater als das Arschloch herausstellen sollte das sie ihn ihm jetzt schon sieht.

Ja, sie darf sich richtig entscheiden. Und sie darf sich auch falsch entscheiden. Diese Entscheidung muss sie selber treffen.

Ich meine nur das sich ihre momentane Meinung auf unvollständigen Tatsachen stützt.

Aber wie gesagt, ihr Leben, ihre Zukunft, ihre Familie, ihre Entscheidung. Niemand hier kann sie zwingen. Und niemand sollte das versuchen.

Auch habe ich das Gefühl das sie generell eine gewisse Abneigung gegen Männer im allgemeinen entwickelt hat. Aber auch das ist nur mein subjektiver Eindruck der täuschen kann.

Ich kann nur hoffen das sie den Schritt wagt und möglichst ergebnisoffen ihrem Vater von angesicht zu Angesicht gegenüber tritt. Sie soll ihm ja keinesfalls freudestrahlend in den Arm fallen. Auch Kritik an seinem Verhalten darf sie äußern. Und richtig ist vermutlich auch das hier alle Seiten, einschließlich des Vaters, Fehler gemacht haben und machen. Aber aus Fehlern sollte man lernen. Und viele Probleme haben sich schon in Luft aufgelöst wenn man nur miteinander geredet hat.

Das mag nach rosaroter Brille klingen. Und die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte. Aber voller Hass jeden Kontakt zu verweigern zieht die Gräben nur noch tiefer.

a_n_xre


Den Vater will sie in nächster Zeit nicht sehen aber das Geld ist stehst willkommen.

Im allgemeinen scheint die TE nicht gut auf Väter zu sprechen sein.

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