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Trennung - mein Herz zerbricht

Alias 723394 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich muss mir einfach mal alles von der Seele schreiben... ich bin seit 8 Jahren mit meinem Mann (beide Mitte 30) verheiratet, wir haben eine 5 jährige Tochter und er hat noch eine aus einer früheren Beziehung, die aber mit ihrer Mutter knapp 800km weit weg lebt.

Unsere Beziehung war von vorn herein immer von Problemen geprägt. Er hatte eine schlimme Kindheit, war sehr aggressiv, doch das hat er durch Tabletten und Therapie in den Griff bekommen.

Vor einem Monat wurde er auf einmal ganz komisch, richtig abweisend. Keine Umarmungen mehr, keine Küsse, von Sex ganz zu schweigen.

Kurz vorher sprachen wir noch über unsere Urlaubspläne dieses Jahr.

Er sagte immer es "sei nichts" doch vor 2 Wochen hat er mir dann gesagt, dass er keinen Sinn mehr bei uns sieht (hatten uns vorher aber nicht mal gestritten...) und er eine extreme Abneigung gegen mich hat. :-o

Seit dem schläft er den größten Teil der Woche bei einem Freund (sagt er zumindest). Am Freitag fährt er für ne Woche weg und danach trifft er seine Entscheidung ob Trennung ja oder nein - wobei er die Entscheidung schon innerlich getroffen hat...

Warum und wieso er eine Abneigung gegen mich hat, weiß ich nicht so ganz genau... er sagte, gegen meine ganze Art und Weise und dass ich oft meckere.

Das mit dem Meckern geb ich zu, wobei es da eigentlich immer um die selben Themen geht.

Er macht NICHTS im Haushalt. Überhaupt nichts, nicht mal seine dreckigen Socken kann er in die Wäsche werfen. Zweiter Meckergrund: Er führt sich auf wie ein 16jähriger und glaubt, dass er jeden Freitag + Samstag bis in die frühen Morgenstunden unterwegs sein kann und dann bis Mittags schlafen kann, was zum dritten Meckergrund führt: ich bin mit unserer Tochter ständig alleine, freiwillig macht er gar nichts mit ihr.

Vom Kopf her ist eine Trennung das Beste. Aber meinem Herzen tut es weh... noch mehr schmerzt es, wenn die Vermutungen meines Bekanntenkreises richtig sind und er jmd anderen hat... er geht dann Husch in eine neue Beziehung und ich steh da, vor den Scherben unserer Ehe mit einem extrem hohen Kredit für die Eigentumswohnung (die ich nicht verkaufen will, da es ein großer finanzieller Verlust wäre und ich meiner Tochter nicht ihr Zuhause nehmen will).

Mein Traum einer richtigen Familie - alles zerstört... "In guten wie in schlechten Zeiten".. ja genau... er hat es ja einfach, er haut einfach ab...

Ich weiß zur Zeit nicht wohin mit meiner Traurigkeit, ich muss stark sein für unsere Tochter, aber ich hab extrem schlimme Existenzängste. Ich kann die Wohnung alleine halten, jedoch bleibt dann nicht wahnsinnig viel zum Leben über.

Es wäre aber schaffbar, meine Eltern würden mich unterstützen, wenn zB die Waschmaschine kaputt wird.

Ich weiß auch nicht, wie ich die Trennung unserem Kind beibringen soll, ohne dass es ihr das Herz bricht. Wut und pure Verzweiflung wechseln sich gerade ab.

Und er kann dann nicht mal so schnell ausziehen, da zur Zeit keine leistbare Wohnung ersichtlich ist... Er muss ja Unterhalt für beide Kinder zahlen.. getrennt sein und er geht hier weiter ein und aus? Unvorstellbar schrecklich für mich... Er zieht sofort aus und zur seiner etwaigen Neuen? Noch viel schlimmer...

Wir kämpfen noch Jahre so weiter? Auch schlimm...

Ich wende mich heut ans Forum, da meine Mama (die immer für mich da ist) urlaubsbedingt gerade weit weg ist und ich dem ganzen hier komplett allein ausgeliefert bin...

Es tut so weh...

Antworten
D1ieDosiQsmacht-dasGixft


Hm, ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob ich Dir wünschen sollte weiter mit so einem Mann zusammenleben zu müssen.

Sicher, eine Ehe hat nicht nur durchgehend schöne Phasen. Es gibt in den meisten Beziehungen ein unterschiedliches Gefüge von schlechten bis miesen Phasen, dann wird es wieder gelassen bis schön.

Aber so wie Du eure Ehe schilderst hast Du eigentlich eher einen Wohngast, der sich damit begnügt neben Dir her zu leben, obwohl er Vater und Ehemann ist. Reicht es Dir wirklich nur gemeinsame Eigentümer einer Wohnung zu sein, aber darüber einen Partner zu haben, der Dir die meisten Verantwortung für die Beziehung überträgt?

Das es große Existenzängste gibt verstehe ich gut. Ein Wohnungskredit belastet auf viele Jahre, und bindet finanzielle Mittel für einen Großteil Deines weiteren Lebens.

So, wie Du Deinen Partner geschildert hast, lebt dieser Mann eher neben Dir und Deiner Tochter her. Lebt all seine Freiheiten auf Kosten seiner Familie aus.

Das er über das Wochenende allein los zieht, war das schon immer so in eurer Ehe? Oder ist das erst schleichend im Laufe der Zeit eingetreten? War eure Tochter ein Wunschkind?

Du forderst zurecht Verantwortung von Seiten Deines Partners ein. Das scheint ihm sehr gegen den Strich zu gehen, da es ihm offenbar reicht daheim einen funktionierenden "Mutterersatz" zu haben, der kocht, wäscht, aufräumt während er sich auf sein "Single-Wochenende" freut und fern der Familie seine Zeit lieber verbringt. Bemängeln an Deiner Art tut er "nur", dass Du das nicht einfach so laufen lässt.

Wie war die Zeit eurer Ehe bevor eure Tochter zur Welt kam? Gab es Phasen in eurer Ehe in denen Dein Mann Dir mehr zugewandt war, ihr gemeinsame Unternehmungen hattet? Mehr Harmonie herrschte'?

Ließen sich die Raten für die Wohnung bei der Bank eventuell kürzen? Es gibt auch Vorsorge-Versicherungen, die bei längerer Krankheit und Arbeitslosigkeit für Bankkredite einspringen. Das wäre zu prüfen, welche Möglichkeiten Dir offen stehen, um für so einen Fall vorzusorgen.

Steht Dein Partner im Kreditvertrag mit drin? So ohne weiteres käme er da auch nicht raus. So lange er die Raten mitbezahlt, hätte er allerdings auch einen Anspruch in der Wohnung zu leben. Mir scheint, ihr beide habt vom Eheleben völlig andere Vorstellungen und eure Bedürfnisse gehen in dieser Richtung völlig auseinander.

Unsere Beziehung war von vorn herein immer von Problemen geprägt. Er hatte eine schlimme Kindheit, war sehr aggressiv, doch das hat er durch Tabletten und Therapie in den Griff bekommen.

Wie lange hielt diese Phase zwischen euch an? Mir scheint, dass Dein Partner kein großer Familien- und Nähemensch ist und Du eher aus Kompromiss für den Traum eines "Familienkonstruktes" viel ausgehalten hast was Dich unzufrieden macht.

Ich lese in Deinem ganzen Beitrag nicht ein einziges Mal das Wort Liebe oder Gefühl. Du schilderst einen Ehealltag, der offenbar immer wieder von Frust und Unzufriedenheit geprägt war/ist. Ehrlich, warum möchtest Du mit einem Mann eine Beziehung fortführen, der in vielen Bereichen Deinen Vorstellungen und Wünschen gar nicht entspricht?

Ein Mann dem das Familienleben offenbar nicht soviel bedeutet wie Dir. Was weißt Du von den Wochenenden, die er komplett ohne euch verbringt? Spricht er darüber wo er diese Zeit verbringt?

Setzt euch beide zusammen und redet darüber, was genau Dein Mann sich für die nächste Zeit vorstellt. Wie er sich die Trennung vorstellt und den Umgang mit seiner jungen Tochter. Wobei ich vermute, dass er sich darüber bisher kaum Gedanken gemacht haben wird. Er will offenbar derzeit einfach nur weg und alles hinter sich lassen.

Wie waren die Absprachen für euer Leben bevor ihr eure Tochter bekommen habt. Gab es von seiner Seite aus mehr Unterstützung und Zuwendung ? Die Eigentumswohnung wessen Idee war sie? Ein gemeinsamer Wunsch?

CIomrxan


Eine Trennung ist immer schmerzhaft - meist schmerzhaft für den Verlassenen. Nach dem, was du schilderst, scheint es mir aber auch sinnlos, diesen Kampf weiterzuführen. Jede Alternative bezeichnest du zu Recht als "schlimm". Aber es ist ein Unterschied zwischen einem dauerhaft schlimmen Zustand und einer schlimmen Veränderung, die den Weg für Neues frei macht. Du solltest wirklich letzteres wählen und jetzt nicht passiv hadernd seine Entscheidung abwarten, sondern für dich eine Entscheidung treffen. Was, wenn er jetzt sagen würde, er möchte die Beziehung fortsetzen? Dann wirst du ewig neben einem Mann leben, der sagt, dass er dein Verhalten abstoßend findet, und im Haushalt (nach deiner Schilderung) mehr Gast als Partner ist. Wie willst du so dauerhaft weiterleben, ständig in Angst, dass er sich sowieso wieder von dir abwendet?

Komm ihm zuvor und entscheide du dich für die Trennung. Wenn du das in deinem Kopf hinkriegst, dann kannst du dich auf die praktischen Dinge konzentrieren, die dir bevorstehen. Mach mittelfristige Pläne, rechne, bereite dich vor. Kannst du die Wohnung allein wirklich halten? Wenn er Miteigentümer ist, wirst du ihn bei einer Trennung auch zu 50% (abzüglich der verbleibenden Belastungen) auszahlen müssen. Plane dein Leben, wie es weitergehen soll. Du bist Mitte 30. Das ist ein wunderbares Alter, dir steht alles im Leben noch offen. @:)

Alias 723394


Vielen lieben Dank für deine Antwort! @:)

Ich werde versuchen bestmöglich auf alles einzugehen - unsere Beziehung war so komplex, ich könnte ein ganzes Buch füllen.

Aber so wie Du eure Ehe schilderst hast Du eigentlich eher einen Wohngast, der sich damit begnügt neben Dir her zu leben, obwohl er Vater und Ehemann ist. Reicht es Dir wirklich nur gemeinsame Eigentümer einer Wohnung zu sein, aber darüber einen Partner zu haben, der Dir die meisten Verantwortung für die Beziehung überträgt?

Nein es reicht mir natürlich nicht, deshalb auch mein Gemecker. Ich hoffe eben immer, dass er sich "besinnt".

Das er über das Wochenende allein los zieht, war das schon immer so in eurer Ehe? Oder ist das erst schleichend im Laufe der Zeit eingetreten? War eure Tochter ein Wunschkind?

Nein, war nicht immer so. Das fing kurz vor unserer Krise an. Er hatte aber im Laufe der Jahre immer wieder solche Phasen. Unsere Tochter war ein Wunschkind. Er wollte sogar noch eines, aber das wollte ich nicht. Sagte damals schon öfter, dass ich eh schon 24h am Tag ausgelastet bin und ich nicht verstehen kann, warum er noch eines möchte, wenn er sich schon schwer tut sich um eines zu kümmern.

Nach ner Weile hatte er das eingesehen und sich einer Vasektomie unterzogen.

Wie war die Zeit eurer Ehe bevor eure Tochter zur Welt kam? Gab es Phasen in eurer Ehe in denen Dein Mann Dir mehr zugewandt war, ihr gemeinsame Unternehmungen hattet? Mehr Harmonie herrschte'?

Vor unserer Tochter hatten wir eine sehr schöne Ehe mit gemeinsamen Unternehmungen. Einfach mehr Freiheit ohne Kind (eh logisch). Schwierige Zeiten gab es auch da, aber zu 99% war es toll.

Eine Psychologin hatte mir das mal so erklärt: Früher war ich beste Freundin/Geliebte und als das Kind zur Welt kam, schlüpfte ich in die Mutterrolle. Da er ein gestörtes Verhältnis zu seiner Mutter hat (er wurde misshandelt), projizierte er das dann alles auf mich.

Er wurde auch zunehmend aggressiver und wegen jeder Kleinigkeit flogen die Fetzen, bis ich ihn vor die Wahl stellte: Therapie oder er muss gehen (damals hatten wir noch eine kleine Eigentumswohnung, die mir allein gehörte)

er bekamt Sertralin und ging ca ein halbes Jahr zur Psychologin. Seit dem funktioniert es, was seine Aggressionen betrifft, recht gut.

Ließen sich die Raten für die Wohnung bei der Bank eventuell kürzen?

Nein, wir haben schon die maximale Laufzeit. Ehegattenunterhalt bekomm ich auch nicht, da ich genauso viel wie er verdiene.

Nur den Kindesunterhalt... und wenn man den für 2 Kinder abzieht, dann bleibt ihm auch nicht viel zum Leben über, die Wohnungen hier sind immens teuer (leben in Ö)

Steht Dein Partner im Kreditvertrag mit drin? So ohne weiteres käme er da auch nicht raus. So lange er die Raten mitbezahlt, hätte er allerdings auch einen Anspruch in der Wohnung zu leben. Mir scheint, ihr beide habt vom Eheleben völlig andere Vorstellungen und eure Bedürfnisse gehen in dieser Richtung völlig auseinander.

Ja, der Kredit läuft auf beide. Solange er hier lebt, zahlt er natürlich weiter. Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits möchte ich nicht, dass er so schnell auszieht (vielleicht Hoffnung auf Besinnung seinerseits?) und andererseits möchte ich ihn dann einfach nicht mehr sehen, da ich es nicht ertragen könnte.

Zur Zeit kommt er zum Wäsche bringen. Ich hab mich innerlich so dermaßen aufgeregt. Kam gestern gegen 21 Uhr nach Hause, der Wäschekorb war voll. Ich fragte dann ob er jetzt nur noch kommt zum Wäsche bringen. Er meinte, er hätte sie ja gern selbst gewaschen, aber die Waschmaschine war nicht ausgeräumt (da war genau eine weiße Bluse von mir drin!). Danach ist er wieder gefahren, eventuell (!) schläft er Donnerstag zu Hause, da er Freitag weg fährt. Weiß er aber noch nicht genau.

Mir scheint, dass Dein Partner kein großer Familien- und Nähemensch ist und Du eher aus Kompromiss für den Traum eines "Familienkonstruktes" viel ausgehalten hast was Dich unzufrieden macht.

Damit hast du Recht. Ich bin in einer heilen Familie aufgewachsen (natürlich gabs da auch mal schlechte Phasen) und ich wollte sowas auch für uns. Dass nicht immer alles rosig ist, war mir klar, aber ich bin es gewohnt zu kämpfen, er haut lieber ab.

Ich lese in Deinem ganzen Beitrag nicht ein einziges Mal das Wort Liebe oder Gefühl.

Ich liebe ihn schon noch irgendwie. Nur diese Liebe ist zur Zeit von Enttäuschung überschüttet.

Ehrlich, warum möchtest Du mit einem Mann eine Beziehung fortführen, der in vielen Bereichen Deinen Vorstellungen und Wünschen gar nicht entspricht?

Ich hab Angst. Angst vor den finanziellen Problemen und hauptsächlich Angst davor, dass meine Tochter mit nem Teilzeit-Papa aufwächst (wobei sich da für meine Tochter nichts ändern würde, außer dass er nicht mehr zu Hause schlafen würde. Sie fragt jetzt schon sehr oft nach ihm. Wo ist mein Papa? Auch wenn er sich nicht sooo gekümmert hat wie ich mir das gewünscht hätte, er war anwesend und das hat ihr ein Gefühl von Sicherheit gegeben)

Ein Mann dem das Familienleben offenbar nicht soviel bedeutet wie Dir. Was weißt Du von den Wochenenden, die er komplett ohne euch verbringt? Spricht er darüber wo er diese Zeit verbringt?

Naja, also zB Freitag kommt er Mittags nach Hause und muss um 16:30 wieder los zur Arbeit (er ist 2x die Woche abends am Aushelfen bei seinem Kollegen). In der Zwischenzeit geht er manchmal ins Fitnessstudio oder er sitzt am PC. Holt sich Zeit für sich (was ich auch verstehe).

Samstag ist er zu Hause, schläft bis ca. halb 10 (ich steh um 6 auf mit meiner Tochter) und dann wird gefrühstückt und er setzt sich zum PC oder Fernseher. Nachmittags machen wir was mit der Tochter, aber von ihm eher widerwillig. Ich wünsche mir, dass er sich drauf freut, was zu unternehmen und kein "muss ich da mit??".

Sonntag das selbe.

Als das mit dem Ausgehen angefangen hat, wollte er öfters bei seinem Kollegen schlafen, da er nicht mehr mit dem Auto heimfahren wollte. Ich hasse es wenn er auswärts schläft, konnte es aber nachvollziehen. Nur eben nicht jeden Samstag, vor allem nicht, da er dann immer erst gegen Mittags nach Hause kommt.

Er sagte er ist mit einem Kollegen unterwegs, den ich vom Sehen her kenne. Aber mehr nicht.

Wie gesagt, ich bin mir zur Zeit gar nicht mehr so sicher, ob dieser Kollege nicht eine Frau ist, die er kennengelernt hat.

Setzt euch beide zusammen und redet darüber, was genau Dein Mann sich für die nächste Zeit vorstellt.

Er spricht mit mir nicht darüber. Er sagt, er wisse es nicht.

Wobei ich vermute, dass er sich darüber bisher kaum Gedanken gemacht haben wird. Er will offenbar derzeit einfach nur weg und alles hinter sich lassen.

Genau, er denkt drüber nicht nach... Haut ab und ist auf dem Ego-Trip, ganz egal wie es uns dabei geht.

Ich weiß, dass er seine Tochter wirklich liebt, auch wenn man zur Zeit nicht viel davon merkt.

Wie waren die Absprachen für euer Leben bevor ihr eure Tochter bekommen habt. Gab es von seiner Seite aus mehr Unterstützung und Zuwendung ? Die Eigentumswohnung wessen Idee war sie? Ein gemeinsamer Wunsch?

Wir hatten die selben Vorstellungen vom Familienleben. Malten uns vor unserer Tochter schon aus, wie toll alles sein wird.

Die Wohnung war ein gemeinsamer Wunsch, da war unsere Tochter ein paar Monate alt. Meine vorherige Wohnung war viel zu klein und wir wollten beide was gemeinsames schaffen. Ein "Nest bauen" sozusagen.

Was in ihm vorgeht, keine Ahnung, er spricht ja nicht mit mir... Ich hab mittlerweile aber sehr guten Kontakt zu seiner Ex und sie meinte, dass bei ihnen auch alle paar Jahre das selbe Theater war.

Deshalb weiß ich auch gar nicht, ob sich das je ändern wird, falls wir doch zusammenbleiben sollten. Obwohl ich es mir so sehr wünschen würde.

Ich hab panische Angst vor der Zukunft. Sollte er sich entscheiden hier zu bleiben, dann verlang ich eine Familientherapie. Das weiß er. Denn so geht es nicht weiter und ich schaffe dieses Theater auch nicht alle paar Jahre. Vor 2 Jahren war es auch schon mal so, aber nicht so extrem wie jetzt.

Alias 723394


Danke auch dir Comran! @:)

Was, wenn er jetzt sagen würde, er möchte die Beziehung fortsetzen? Dann wirst du ewig neben einem Mann leben, der sagt, dass er dein Verhalten abstoßend findet, und im Haushalt (nach deiner Schilderung) mehr Gast als Partner ist. Wie willst du so dauerhaft weiterleben, ständig in Angst, dass er sich sowieso wieder von dir abwendet?

Wenn er die Beziehung fortsetzen möchte, dann nur mit Hilfe einer Therapie, da ich eben nicht mehr so weiterleben möchte.

Die Angst, dass er sich von mir wieder abwendet, ist auf jeden Fall da und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass diese "Phase" wieder kommt, falls die Therapie nichts bringt.

Komm ihm zuvor und entscheide du dich für die Trennung. Wenn du das in deinem Kopf hinkriegst, dann kannst du dich auf die praktischen Dinge konzentrieren, die dir bevorstehen. Mach mittelfristige Pläne, rechne, bereite dich vor. Kannst du die Wohnung allein wirklich halten? Wenn er Miteigentümer ist, wirst du ihn bei einer Trennung auch zu 50% (abzüglich der verbleibenden Belastungen) auszahlen müssen. Plane dein Leben, wie es weitergehen soll.

Eine Trennung wäre sinnvoll, auch wenn es schlimm wird, dann wäre es wirklich vorbei und es kann nur noch bergauf gehen.

Ich kann die Wohnung halten, aber sehr sehr knapp. Zumindest das erste Jahr, danach kann ich im Büro um einige Stunden aufstocken (ich verdiene wirklich sehr gut, aber arbeite zur Zeit nur 23,5h/Woche) bzw. auch noch einen zweiten Kurs übernehmen (mach nebenher einen Kurs, der ca 300 EUR im Monat bringt, abzüglich der Benzinkosten, also ca. 180-200 EUR)

Das was mich auch ärgert, ist, dass ich 2 Kurse hatte. Bis ca 2 Wochen vor das mit seinem Ausgehen angefangen hat!!! Ich hab einen Kurs abgegeben, da wir BEIDE fanden, dass uns sonst zu wenig Zeit bleibt.

Er ist Mittwoch und Freitag abends weg, ich war es Dienstag und Donnerstag. War recht mühsam, da wir kaum Zeit dazu hatten ins Fitnessstudio zu gehen und uns kaum sahen. Deshalb entschieden wir uns beide, dass ich einen Kurs abgebe.

Klar, war es einiges an Geld weniger, aber wir sahen den Gewinn an Freizeit, weniger Stress etc.

Ich würde schon wieder einen neuen Kurs bekommen, aber nicht sofort. Würd ich psychisch im Moment auch gar nicht schaffen. Aber spätestens Mitte 2017 dann. Also richtig knapp wird es nur 1 Jahr, danach geht es.

Auszahlen muss ich ihm nichts, das sagte er schon. Würd auch nicht gehen, denn auch wenn ich die Wohnung verkaufen würde (was ich nicht möchte) haben wir einiges an Verlust, da wir sie komplett renovieren mussten und der Kredit noch höher ist, als der Verkauf bringen würde.

Du bist Mitte 30. Das ist ein wunderbares Alter, dir steht alles im Leben noch offen.

Danke! @:)

Es steht mir alles offen, aber zB mach ich mir jetzt schon irrsinnige Gedanken, ob ich jemals wieder einen Partner finden werde. In nächster Zeit hab ich sowieso keine Lust drauf. Und ich lese hier ja auch im Forum oft genug, dass Frauen mit Kind einen neuen Partner gefunden haben aber im Moment seh ich alles so negativ und denk mir "Wer will schon eine Freundin, die nicht so viel unternehmen kann, da sie ein Kind hat".

Ich weiß ja dass das nicht stimmt, aber ich kann diese negativen Gedanken im Moment nicht loswerden. Hängt vor allem damit zusammen, dass ich nicht weiß, ob mein Mann eine Andere hat und er "frei" in eine neue Beziehung gehen kann und ich nicht.

(Gott das klingt jetzt so negativ - ich LIEBE meine Tocher und würd sie niemals hergeben!)

C}o@mran


Eine Trennung wäre sinnvoll, auch wenn es schlimm wird, dann wäre es wirklich vorbei und es kann nur noch bergauf gehen.

So sehe ich das auch, gerade mit der rückwirkenden Erfahrung seiner Ex und dir. Ein Therapieversuch wäre ein Spiel auf Zeit - dazu müsste er ja erst den Willen mitbringen, es mit dir zu versuchen.

Hast du ihm die Frage eigentlich mal gestellt, ob er eine andere hat?

Er ist Mittwoch und Freitag abends weg, ich war es Dienstag und Donnerstag. War recht mühsam, da wir kaum Zeit dazu hatten ins Fitnessstudio zu gehen und uns kaum sahen. Deshalb entschieden wir uns beide, dass ich einen Kurs abgebe.

Den Kurs kannst du ja wieder machen, aber du musst auch sehen, dass du genügend Zeit für die Kleine hast.

Auszahlen muss ich ihm nichts, das sagte er schon.

Wenn er schon so weit denkt, scheint es ihm ja Ernst zu sein.

Ich würde mich aber nicht darauf verlassen. Ihr habt einen Gegenwert, der mit einem Betrag belastet ist. Es würde mich wundern, wenn die aktuelle Belastung höher als der Wert der Wohnung wäre.

DAumaxl


Alias 723394

Nein es reicht mir natürlich nicht, deshalb auch mein Gemecker. Ich hoffe eben immer, dass er sich "besinnt".

Deshalb weiß ich auch gar nicht, ob sich das je ändern wird, falls wir doch zusammenbleiben sollten.

Nun, wie groß war denn dein Erfolg in den letzten 8 Jahren?

Er meinte, er hätte sie ja gern selbst gewaschen, (...)

Wie gut das Wäsche außerordentlich geduldig ist. :-)

Alias 723394


Hast du ihm die Frage eigentlich mal gestellt, ob er eine andere hat?

Er sagte "Nein, derzeit nicht" aber er wisse nicht was in 3 Monaten wäre.

Den Kurs kannst du ja wieder machen, aber du musst auch sehen, dass du genügend Zeit für die Kleine hast.

So einfach kann ich den Kurs nicht mehr übernehmen, da den nun jmd anderer hat. Aber bis nächstes Jahr tun sich diesbezüglich neue Möglichkeiten auf, meine Kurs-Chefin sagte schon, dass sie zusehen wird, dass ich nächstes Jahr noch einen anderen Kurs bekomme und ich solle mir keine Sorgen machen.

Derzeit möcht ich sowieso mehr für meine Tochter da sein. Die Trennung wird ihr zu schaffen machen.

Ich würde mich aber nicht darauf verlassen. Ihr habt einen Gegenwert, der mit einem Betrag belastet ist. Es würde mich wundern, wenn die aktuelle Belastung höher als der Wert der Wohnung wäre.

Doch leider. Ich rechne mit ca. 10.000,-- Minus. Ist jetzt nicht die Welt, aber wie schon gesagt, ich möchte die Wohnung sowieso nicht aufgeben.

Fireeredebxird


Alias, es tut mir sehr leid, was Du gerade durchleben musst. :°_ :°_

Haben auch keinen andern Rat für Dich, als das schon Geschriebene.

Eins muss ich aber los werden:

Zur Zeit kommt er zum Wäsche bringen.

Bitte sag mir, dass ich es falsch verstanden habe... ":/

Wäscht Du derzeit allen Ernstes noch seine Wäsche? %:| %:|

Mach Dich nicht so klein! Du bist mehr wert als das!

Leouisixana


Eine Trennung tut weh. Sie tut sogar dann weh, wenn der andere schlichtweg ein Arschloch war - das erkennt man meistens erst, wenn man genug Abstand dazu hat; ich greife mir heute noch an den Kopf, was ich früher alles so für Fehlgriffe hatte. Hinterher ist man schlauer.....

Egal, ob er eine andere hat oder nicht, in eurer Beziehung ist der Wurm drin. Ein Mann, der aus schwierigen Verhältnissen kommt, mit Aggressionen zu kämpfen hat, sich wie ein großes Kind verhält und kommen und gehen will, wie es ihm passt - willst Du das wirklich?

Aus Deinem Posting lese ich keine Liebe, nur Verlustangst und die große Sehnsucht nach einer heilen Familie. Dazu kommt, dass er offensichtlich zumindest hilfreich dabei war, die Wohnung abzubezahlen. Auf dieser Basis kann man aber keine Beziehung führen.

Ich würde nicht warten, dass so jemand eine Entscheidung trifft - Du solltest sie selbst treffen. Deine ganze Meckerei hilft übrigens überhaupt nichts, denn Du kannst andere Menschen nicht ändern.

Vom Kopf her ist eine Trennung das Beste. Aber meinem Herzen tut es weh... noch mehr schmerzt es, wenn die Vermutungen meines Bekanntenkreises richtig sind und er jmd anderen hat... er geht dann Husch in eine neue Beziehung und ich steh da, vor den Scherben unserer Ehe mit einem extrem hohen Kredit für die Eigentumswohnung (die ich nicht verkaufen will, da es ein großer finanzieller Verlust wäre und ich meiner Tochter nicht ihr Zuhause nehmen will).

Wie gesagt, Du musst Dich um Dich und Deine Tochter kümmern. Das mit der Eigentumswohnung ist natürlich nicht ganz ohne, aber Du sagst, Du kannst es stemmen, auch wenn Du dafür etwas jonglieren mußt, und im Falle eines Falles, wenn mal die WaMa kaputtgeht, würden Deine Eltern auch helfen.

Ich weiß zur Zeit nicht wohin mit meiner Traurigkeit, ich muss stark sein für unsere Tochter, aber ich hab extrem schlimme Existenzängste.

Ich weiß auch nicht, wie ich die Trennung unserem Kind beibringen soll, ohne dass es ihr das Herz bricht. Wut und pure Verzweiflung wechseln sich gerade ab.

Kinder solidarisieren sich häufig mit dem Elternteil, bei dem sie leben. Deine Tochter wird so mit der Trennung umgehen, wie Du es ihr vermittelst. Wenn Du wütend bist, wird sie wütend sein, wenn Du verzweifelst oder Existenzangst hast, wird es ihr ebenso ergehen. Wenn Du es schaffst, den Tatsachen ins Auge zu sehen und zu erkennen, dass es ab einem bestimmten Punkt einfach nicht mehr funktioniert, dann wird sie es auch so sehen. So, wie Du es beschreibst, war er sowieso nicht der liebende Vater, also wird sie damit vielleicht besser umgehen können als Du glaubst.

Alias 723394


Nun, wie groß war denn dein Erfolg in den letzten 8 Jahren?

Puh schwierig. Erfolg war aber da. Die Aggressionen sind im Griff, phasenweise läuft es auch richtig gut und ich bin glücklich, aber bei weitem nicht so, wie es sein sollte. Die schlechten Phasen überwiegen eher.

Wenn Du es schaffst, den Tatsachen ins Auge zu sehen und zu erkennen, dass es ab einem bestimmten Punkt einfach nicht mehr funktioniert, dann wird sie es auch so sehen. So, wie Du es beschreibst, war er sowieso nicht der liebende Vater, also wird sie damit vielleicht besser umgehen können als Du glaubst.

Ich muss da auf jeden Fall auch zum Psychologen um nachzufragen, wie ich ihr die Trennung schonend beibringen kann.

Ich hoffe, dass sie damit umgehen kann, doch zur Zeit fragt sie sehr oft wo er ist und ich sag immer nur "Papa muss arbeiten".

Das akzeptiert sie dann, die Frage ist nur wie lange ich noch lügen kann.

Wäscht Du derzeit allen Ernstes noch seine Wäsche?

Nein, ich hab sie liegen gelassen, da ich mir total verarscht vorkomme.

Hab gerade mit seiner Ex telefoniert, die mich wirklich sehr unterstützt. Auch sie teilt meine Meinung, dass er eine gestörte Wahrnehmung hat.

Er meint ständig, dass alle anderen die Bösen sind und er das "aushalten muss".

In ihrer Beziehung hat er sie geschädigt, sie war lange in einer Therapie und auch Anfang diesen Jahres für 6 Wochen in der Reha. Nicht nur wegen ihm, aber es ging auch darum.

Sie meinte heute, dass sie in der Reha gelernt hat, dass man sich von Dingen trennen soll, die einen krank machen. Und meine Probleme mit ihm machen mich teilweise auch krank.

Ich bin zwar stärker als sie damals war, aber ich leide natürlich auch drunter. Auch wenn er sich (so sagt sie) sehr ins Positive geändert hat, seit er mit mir zusammen ist.

Er erzählte mir anfangs ständig, was für ein guter Vater er war und wie "böse" seine Ex. Doch nun kenn ich sie auch schon fast 10 Jahre - sie hat auch Fehler, aber mein Bild hat sich da gewandelt, er war bei Weitem nicht so unschuldig, wie er sich darstellte.

Auch ich hab natürlich meine Fehler.

Ich glaube schon, dass wir mittels Therapie eine "richtige" Familie sein können, doch dazu muss der Wille seinerseits überhaupt da sein, diesen Weg zu gehen.

Aber es ist ein Unterschied zwischen einem dauerhaft schlimmen Zustand und einer schlimmen Veränderung, die den Weg für Neues frei macht.

Über diesen Satz denk ich gerade nach. Er stimmt.

Nach der Trennung geht es wieder bergauf. Ich muss jetzt nur in den nächsten 10 Tagen meinen Kopf so weit klar bekommen, dass ich den Gedanken "Was wenn er sich doch ändert?" nicht mehr habe. Den letzten Funken Hoffnung loswerden, denn ich klammer mich ja an jeden Strohhalm.

t]emaxre


@ Alias

Es tut mir wirklich sehr leid, was du da durchmachst. Ich denke jedoch, dass eine Trennung, so schmerzhaft sie auch ist, für dich das Beste ist.

Dein Partner ist nicht verlässlich und offensichtlich auch nicht erwachsen, denn ein Erwachsener würde selbt in einer Trennungssituation verantwortungsvoller handeln.

Mein eigentlicher Ratschlag bezieht sich jedoch auf deine Wohnung. Ich weiß, dass du meinem Rat nicht folgen wirst aber ich muss ihn dennoch los werden.

Ich würde dir raten die Wohnung aufzugeben. Warum?

1. Sie ist eine riesengroße finanzielle Belastung.

2. Deine tochter ist so klein, sie wird sich auch in ein neues Zuhause einleben.

3. Du opferst Zeit, die du für deine Tochter brauchst um eine Immobilie zu halten.

4. Sie ist mit Erinnerungen an deine gescheiterte Ehe verbunden, was es für eine neue Partnerschaft nicht einfacher macht.

5. Du schreibt zwar dein Partner will kein Geld von dir. Es ist die Frage, wie eine neue PArtnerin von deinem Mann darüber denkt. Solange die Wohnung nicht auf deinen Namen im Grundbuch lautet hat dein Mann immer die Möglichkeit seinen Anteil zu verlangen. Bei einem so unerwachsenen, unberechenbaren Partner wäre mir das Risiko zu hoch.

Wie gesagt, ich weiß, dass du die Wohnung aus emotionalen Gründen behalten wirst, aber es ist meines Erachtens falsch!

Alias 723394


Zum Thema Liebe... meinerseits ist schon Liebe vorhanden, doch wie gesagt verschüttet. Würde ich ihn überhaupt nicht lieben, dann hätte ich ihn vor die Tür gesetzt.

Seinerseits war zumindest bis vor kurzem auch noch Liebe da (was er jetzt fühlt weiß ich nicht), auch wenn er nicht der "typisch liebende Mann" nach meinen rosaroten Vorstellungen ist. Er liebt auch seine Kinder.

Aber durch seine Kindheit ist er einfach so dermaßen geschädigt, dass alles nicht normal ist.

Fortschritte hat er gemacht (mir und meinem Kind zuliebe), aber es geht sehr langsam und ohne Therapie wird das auch niemals was werden.

Die Zeit würde ich ihm geben, auch wenn ich weiß, dass es sehr lange dauern würde, vorausgesetzt er würde die Problematik überhaupt erkennen. Das tut er ja nicht, sondern fühlt sich "normal" und wenn ich ihn mit der Nase drauf stoßen will, tut er es als Gemeckere ab, denn er ist ja unschuldig.

Vorteil einer Trennung: Es ist vorbei. Keine Kämpfe mehr, die mich irrsinnige Kraft erfordern.

Nachteil: Es tut mir verdammt weh, da noch Gefühle da sind. Mein Kind wird ohne anwesenden Papa aufwachsen. Ohne Trennung hätten wir wenigstens die Chance, irgendwann "normal" zu werden.

Das Geld spielt natürlich auch eine Rolle, aber die ist relativ gering. Ich fragte mich schon auch, ob ich mich sofort trennen würde, wenn ich reich wäre. ;-D

Und nein, auch da würd ich genauso mit mir hadern wie jetzt, wobei natürlich die Existenzängste nicht mehr vorhanden wären.

Wobei ja die Entscheidung eigentlich an ihm liegt. Wenn er es beenden möchte, dann muss ich es sowieso so hinnehmen.

Wenn er bleiben möchte, dann hätten wir noch ne Chance, wenn beide dran arbeiten.

Bleiben und weitermachen wie bisher ist für mich keine Option.

Wie schon gesagt, mein Kopf sagt "Warte nicht auf seine Entscheidung - trenn dich!!". Mein Herz klammert sich an einen klitzekleinen Strohhalm.

Gefühlsmäßig liegt die Chance bei 2%, dass er bleiben möchte. Deshalb muss ich mich auf jeden Fall auf die Trennung vorbereiten.

Setze ich ihn sofort vor die Tür? Lasse ich ihn hier wohnen, bis er was anderes gefunden hat?

Soll ich einen Plan mit Aufgaben erstellen, die er zu erledigen hat, so lange er noch hier wohnt?

Falls wir uns trennen, dann seh ich absolut nicht ein, dass ich für den Haushalt allein verantwortlich bin und jedes Wochenende zu Hause sitze, damit er fortgehen kann. Gut, das seh ich auch nicht ein, wenn wir uns nicht trennen. Aber zB hätte ich bei der Fortführung kein Problem damit seine Wäsche auch zu waschen zb

Wenn wir uns trennen, dann möchte ich klare Regeln, wie zB er macht seine Wäsche komplett selber, er räumt alles selber weg, er ist jedes zweite Wochenende fix zu Hause und steht morgens mit seiner Tochter auf, damit ich mal ausschlafen könnte oder Sport betreiben, oder auch mal weggehen könnte (ich mag weggehen eigentlich eh gar nicht sonderlich, aber ich möcht zumindest die Möglichkeit mal dazu haben und wenn es nur ist, dass ich Abends im Sommer noch eine kleine Bergtour unternehme).

LsouiHsi/anxa


1. Sie ist eine riesengroße finanzielle Belastung.

2. Deine tochter ist so klein, sie wird sich auch in ein neues Zuhause einleben.

3. Du opferst Zeit, die du für deine Tochter brauchst um eine Immobilie zu halten.

Das stimmt auch. Wenn Du nicht in der Lage bist, das Ding innerhalb weniger Jahre abzuzahlen, würde ich es auch eher als Belastung als als Sicherheit betrachten.

Und noch ein Gedanke hierzu:

Ich glaube schon, dass wir mittels Therapie eine "richtige" Familie sein können, doch dazu muss der Wille seinerseits überhaupt da sein, diesen Weg zu gehen.

Man sieht immer wieder, wie Menschen verzweifelt versuchen, etwas, was nicht passt, irgendwie passend zu mache. Sie leiden, sie dulden, sie vergewaltigen sich selbst, verbiegen sich, werfen Prinzipien und Werte über Bord.... nur, um etwas hinzubekommen, wo man sich fragt, ob es das wirklich wert ist? Das hat mit Kompromissen rein gar nichts mehr zu tun, wenn jemand einfach nicht das Leben leben kann, das er möchte. Das gilt für ihn, das gilt für Dich. Es gibt ganz sicher andere Partner für jeden von euch, die besser passen, und mit einem Schlag sind dann Probleme verschwunden, die Du in diesem Fall mit viel Mühe versuchen würdest therapieren zu lassen - ohne wirklich Aussicht auf Erfolg zu haben.

Ab einem bestimmten Punkt ist es Zeit sich klarzuwerden, wie realistisch die Chancen sind, dass sich jemand ändert, der schon so lange ist wie er ist. Der Charakter eines Menschen ist nun mal auch zum großen Teil ein Resultat seiner Lebensgeschichte. Und die kann man nicht ungeschrieben machen. Versuche nicht, ihn zu ändern. Das kannst Du nicht, und das solltest Du auch nicht, er hat ein Recht darauf so zu sein, wie er ist, nur nicht eben mit Dir. Wahrscheinlich hat er das schon längst verstanden, nur Du kämpfst noch - auf verlorenem Posten, wie ich meine.

Investiere Deine Kraft lieber in die Zukunft und versuche nicht, etwas, was eckig ist, rund zu machen.

Alias 723394


Mein eigentlicher Ratschlag bezieht sich jedoch auf deine Wohnung. Ich weiß, dass du meinem Rat nicht folgen wirst aber ich muss ihn dennoch los werden.

Ich würde dir raten die Wohnung aufzugeben. Warum?

Vielen Dank für deinen Rat @:)

Im Moment möchte ich sie wirklich nicht aufgeben. Jedoch kann ich natürlich nicht sagen, ob ich in 3-6 Monaten, wenn alles vorbei ist und ich emotional wieder gefestigter bin, immer noch so denke.

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