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Kontakt mit dem Vater

t4inkerbMellJ8'4 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

Meine Eltern sind seit gut 18 Jahren geschieden. Damals war ich 14 Jahre alt. Da mein Vater eine andere Frau kennengelernt hat, die meine Familie auch noch kannte, war somit sowieso keine ruhige Trennung abzusehen.

Mein Vater nahm sich eine Wohnung, zog aber relativ schnell aber seiner neuen Frau ein.

Zunächst trafen meine Zwillingsschwester und ich uns noch mit ihm. Vor dem Familiengericht wurde dann entschieden, dass wir bei unserer Mutter bleiben und sie auch alleiniges Sorgerecht bekommt. Es ist aber nichts dergleichen vorgefallen. Trotzdem widersprach er aber auch nicht.

Nachdem er bei seiner neuen Frau eingezogen war, wurde der Kontakt immer weniger. Er wollte, dass wir auch sie besser kennenlernten. Wir waren auch einige Male da. Aber es war eben ein komisches Gefühl, nach so wenigen Monaten. Dennoch wollte er halt meist, dass wir uns alle zusammen treffen.

Irgendwann, ich weiss nicht mal mehr warum, wurde der Kontakt immer weniger.

Dann wurden Unterhaltszahlungen nicht beglichen. Man musste immer öfter zum Anwalt.

Obwohl es scheinbar bei ihm nicht an Geld mangelte.

Irgendwann musste es vor dem Gericht geklärt und gepfändet werden.

Der Kontakt war somit nur noch über Rechtsanwälte.

Da ich in eine Angsterkrankung abrutschte unter der ich viele Jahre litt und ich garnicht mehr nach draußen ging, bekam ich bis vor wenigen Monaten Unterhalt von ihm ( 185 EUR ). Laut Anwalt hätte mir mehr zugestanden, da es nicht seinem Verdienst entsprach. Aber es war mir eh sehr unangenehm. Das Amt sagte mir, dass ich aufgrund meiner Schwerbehinderung (Rücken OP) erstmal von ihm den Unterhalt beziehen sollte, da ich aufgrund der Angsterkrankung nicht so einfach vermittelbar war.

Ich wollte Niemals von ihm abhängig sein. Und war es doch.

Also habe ich nun freiwillig verzichtet. Sicher kann mir nun das Amt Probleme machen, aber trotzdem habe ich verzichtet.

Nun will ich mein Leben wieder in den Griff bekommen.

Vor wenigen Monaten ( er wohnt nur 500 Meter entfernt ), traf ich ihn zufällig auf der Straße. Normalerweise hält er nicht an. Doch er parkte kurz und sprach mich an. Natürlich ging es um den Unterhalt. Das war auch mein Grund - um endlich ein Ende in das Ganze zu bringen - auf das Geld zu verzichten.

Er sagte, dass wir uns einmal treffen sollten usw.

Zum Geburtstag gratulierte er dann per Email und letzte Woche trafen meine Zwillingsschwester und ich mich mit ihm.

Es war ziemlich angespannt, aber nett.

Nun wollten wir, da wir aufgrund der Scheidung etc. den Kontakt zu dem Rest der Familie verloren hatten (zu meiner Oma hatten wir bis kurz vor ihrem Tod vor 2 Jahren telefonischen Kontakt) , mit ihm gemeinsam zu meinem Opa ins Altenheim.

Wir verabredeten uns für gestern. Er wollte anrufen, wann er uns abholen würde.

Wir haben bis abends um 19 Uhr gewartet und es kam Nichts.

Da er heute in den Urlaub fliegt haben wir sein Geschenk ( ja, so dumm es klingt einen Gutschein ) per Post gesendet.

Irgendwie ist man nun doch enttäuscht. Meine Schwester schrieb in Ihrer Enttäuschung prompt eine Email, die auch direkt beantwortet wurde. Es täte ihm leid. Er musste aber dringend mit unserer Tante die prikäre Lage im Heim bei meinem Opa klären und sei direkt dorthin gefahren.

Aber warum kein Anruf ? Warum keine Nachricht ?

Er hätte uns lieb und es täte ihm leid.

Ich weiß nicht, wie ich das Ganze sehen soll. Sollten wir es lassen ? Immerhin mussten wir über 15 Jahre auch ohne ihn auskommen.

Schon letzte Woche kam er 15 min zu spät zum Treffen mit der Aussage ' Ich wollte noch eben zuhause etwas essen '.

Auch diese Aussage fand ich blöd. Es gibt doch SMS.

Was würdet ihr tun ?

Liebe Grüße

tinkerbell1984

Antworten
D(ie2 Sehexrin


was ich tun würde? ich würde mich nicht an kleinigkeiten aufhängen, mich nicht über diese nachlässigkeiten aufregen, sondern versuchen, ein grundsätzliches gespräch zu suchen. klar, das ist schwer, nach all der zeit - aber ihr scheint eineganz unterschiedliche erwartungshaltung zu haben. und keiner von euch scheint sich zu trauen, den oberflächlichen raum zu verlassen?

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