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Selbstliebe vs Opferrolle: (Nicht-) Entwicklung in Beziehungen

_JPaQrvati_


Da muss man von aussen schon sehr vorsichtig sein und genau dies Fingerspitzengefühl, diese Einsicht das die Welt für andere Menschen ganz anders gut ist als für einen selbst, die fehlt mir bei Freeredbird komplett.

Dito.

Selbstliebe bezieht sich in meinen Augen eben doch nur auf sich selber. Das andere hat ja mit Selbstliebe nichts zu tun. ":/ ":/

Na ja, wenn ich mich liebe, kann ich auch andere lieben. Wenn ich andere lieben kann, dann behandel ich sie liebe- und rücksichtsvoll - bin also um ihr Wohlergehen besorgt. Ein Egoist hingehen sieht nur sich und setzt seine Bedürfnisse durch, ohne Rücksicht auf Verluste und ohne die Bedürfnisse anderer in seinem Umfeld im Blick zu haben.

_kPar{vxati_


Noch etwas zu ein paar Aussagen, die ich, im gegensatz zur TE, schon sehr wichtig bei dem Thema finde...

Freeredbird:

Einen anderen Grund kann es dafür nicht geben.

BIgBlueWolf:

Oh doch, da kann es mannigfaltige Gründe für geben. Finanzielle Abhängigkeit, Angst, gemeinsame Kinder, keinen alternativen Wohnsitz, Androhung von noch schlimmerer körperlicher Gewalt bis hin zur Tötung etc. pp. - muss alles nicht zwangsweise durch mangelnde Selbstliebe ausgelöst werden.

Ganz so linear läuft nicht jede Beziehung ab, dass bestimmte Muster dort greifen könnten.

Freeredbird:

In Deutschland ist keiner der oben genannten Gründe ein faktischer oder praktischer Hinderungsgrund zur Trennung.

Der mangelnde Mut zu Schritten die unter oben genannten Umständen zu einer Trennung führen bzw. diese ermöglichen ist m.E. wiederum fehlender Selbstwert.

Bei allen oben genannten Beispielen spielt ANGST eine sehr große Rolle. Weißt du überhaupt, was Angst für eine Funktion hat? Anscheinend nicht. Daher erkläre ich es dir gern. Dafür muss ich allerdings etwas ausholen:

Grundsätzlich ist Angst überlebensnotwenig. Angst bereitet dich in einer Gefahrensituation darauf vor, zu flüchten, zu kämpfen oder dich tot zu stellen um unser Leib und Leben zu schützen. Es sind Urinstinkte. Was davon in einer Notsituation zur Anwendung kommt ist zum einem genetisch festgelegt und zum anderen auch Situationsabhängig. So viel erst mal dazu.

Weiter wird unterschieden zwischen rationaler und irrationaler Angst. Rationale Ängste sind Ängste auf eine unmittelbare Gefahrensituation von Außen. Beispiel: Du bist in einer Bank, welche überfallen wird und du hast Angst erschossen zu werden.

Die irrationale Angst ist hingegen eine Angst auf eine nicht real existierende Gefahrensituation und kommt von Innen. Manchmal spielen auch negative Erfahrungen aus der Vergangenheit eine Rolle. Beispiel: Du bist in einer Bank und hast Angst überfallen zu werden.

Was haben aber rationale und irrationale Ängste gemeinsam? In beiden Fällen wird der Körper auf Notfallmodus geschaltet und die Urinstinkte werden eingeschaltet. Also vorbereitung auf Flucht, Kampf oder Starre.

Ja, was hat das nun mit den obigen Beispielen zu tun? Ganz einfach: Schlägt der Mann immer wieder die Frau, schlägt Frau entweder zurück (Kampf), oder sie flüchtet aus der Wohnung zu einem sicheren Ort (Flucht) oder sie erstarrt und bleibt und erträgt eventuell weitere Schläge.

Im Falle der finanziellen Abhängigkeit besteht z.B. die Angst vor der Zukunft, Obdachlosigkeit, nur noch wenig oder kein Geld für Grundbedürfnisse zu haben usw. Oft irrationale Ängste. Hier besteht noch nicht mal zwingend die Gefahr von Leib und Leben. Dennoch ist die Angst in all ihren Facetten vorhanden.

Oder anderes Beispiel: Der ein oder andere Schüler von dir hat wahrscheinlich Prüfungsangst. Warum eigentlich? Welcher Gefahr ist er denn ausgesetzt? Im Grunde keiner. Dennoch wird der Körper bei einem Schüler mit Prüfungsangst auf Notfallmodus geschaltet. Bei meiner Abschlussprüfung habe ich sogar erlebt, wie einer aus Angst a) auf den Boden kotzte und b) dann fluchtartig den Raum verließ, weil er so eine Panik vor der Prüfung hatte. Aber nein, er litt wahrscheinlich nur unter mangelnder Selbstliebe ;-)

B|igB{lu<eWoxlf


@ _Parvati_

Schön erklärt! :)^

Und dabei dachte ich schon, niemand versteht meinen Standpunkt.

Bei einem so sensiblen und komplexen Thema wie der Liebe ist es schwierig (wenn nicht sogar unmöglich) eine Formel anzuwenden; dafür ist die emotionale Ebene des Menschen viel zu facettenreich.

Pauschalisieren kann man dabei einfach nicht, die individuellen Lebensgeschichten sind zu unterschiedlich.

mpon d+stxexrne


@ Mann042

Bei Freeredbirds Eingangsbeitrag ging's ja speziell um die Opferrolle in einer Beziehung. Und hier gebe ihr Recht. Ich denke auch, dass es mangelnde Selbstliebe ist, die ein sogenanntes "Opfer" in einer Beziehung verharren läßt anstatt die Beziehung sofort zu beenden. Es könnte zum Beispiel sein, dass die Angst vor dem Alleinsein stärker ist als die Angst vor dem Geschlagenwerden. Wenn das geschlagene "Opfer" dieses Gefühl des Alleinseins nicht hätte, weil es sich selber schon allein genügen würde, weil es selber genug Selbstliebe hätte, dann könnte er/sie die Beziehung doch sofort nach dem ersten Vorfall von Gewalt trennen und so dem Peiniger die Basis entziehen. (Bitte jetzt nicht diskutieren, dass eine solche Trennung in der Praxis eben gerade am Peiniger scheitern könnte. Es geht darum, ob das "Opfer" den Willen hat sich zu trennen oder, ob dieser Wille schon gar nicht vorhanden ist, weil es doch noch andere Gefühle aus der Beziehung ziehen will.)

(Ich sehe da ganz andere Details über die man diskutieren könnte.)

Grundsätzlich gebe ich Freeredbird (und damit auch Dir) jedoch soweit Recht.

Man kann sich jetzt über Freeredbirds Beitrag streiten in wie fern er sinnvoll ist, jetzt wieder bildlich in mein Fluß-Beispiel übersetzt. Sie selber treibt ja nach eigener Aussage in ruhigeren Gewässer und ruft nun einem Menschen, der keine Kontrolle über seine Nußschale hat, zu es gäbe eine Möglichkeit seine Lage zu ändern. Nur scheint es so zu sein, dass ausgerechnet diese Menschen, die dem wohlmeinenden Rat bedürfen, gar nicht in der Lage sind diesen aufzunehmen, weil sie eben so mit ihrer tanzenden Nußschale beschäftigt sind.

Genau: diejenigen, die dieses Rats bedürften, sind nicht in der Lage dazu, ihn aufzunehmen, weil sie gerade mit etwas anderem beschäftigt sind. In dem Punkt sind wir uns ebenfalls einig.

Jetzt stellt sich nur die Frage, ob man sich darüber streiten kann, inwiefern dieser Rat sinnvoll ist.

Ich persönlich finde es nicht sinnvoll, jemanden einen Rat zu erteilen, der ihn nicht aufnimmt, weil er gerade mit etwas anderem beschäftigt ist.

Wie siehst Du das? Findest Du solche Ratschläge in der Situation sinnvoll?

MWannC0x42


@ mond+sterne,

ich habe mir nochmals den Eingangsbeitrag durchgelesen. Und gebe dir in dem Punkt:

(Ich sehe da ganz andere Details über die man diskutieren könnte.)

Recht. Es gibt das wesentlich mehr, über was man reden könnte.

Irgendwie habe ich den Faden im wahrsten Sinne des Wortes verloren. Als ich ein paar Seiten weiter schrieb, war mir scheinbar der Beitrag nicht mehr richtig präsent.

Aber um so unverständlicher sind mir manche Reaktionen. Der Faden ist ja gar nicht bzw. nur bedingt an die Zielgruppe der "Beziehungsopfer" gerichtet. Freeredbird schreibt:

Ich hoffe einfach, dass jemand sich etwas mitnehmen kann, oder zum Nachdenken angeregt wird.

Das Schönste wäre, wenn die vielen "Mein Partner behandelt mich schlecht" Fäden vielleicht davon profitieren würden.

Also zu deiner Frage:

Wie siehst Du das? Findest Du solche Ratschläge in der Situation sinnvoll?

Nein, ich finde sie nicht sinnvoll und Freeredbird drückt ja nur die Hoffnung aus, dass eventuell, vielleicht jemand in dieser Situation auch profitieren könnte. Ansonsten teilt sie ja nur der Allgemeinheit mit, was sie "entdeckt" hat und stellt es zur Diskussion. Und ich bin eben einer, der da mitgehen kann.

dbanxae8x7


Na ja, wenn ich mich liebe, kann ich auch andere lieben. Wenn ich andere lieben kann, dann behandel ich sie liebe- und rücksichtsvoll - bin also um ihr Wohlergehen besorgt. Ein Egoist hingehen sieht nur sich und setzt seine Bedürfnisse durch, ohne Rücksicht auf Verluste und ohne die Bedürfnisse anderer in seinem Umfeld im Blick zu haben.

Kann aber nicht muss oder seh ich das falsch? Nur weil ich mich selbst liebe muss ich niemand anderes lieben (und ob man wirklich nicht lieben kann wenn man sich selbst nicht liebt oder ob nur die Ausdrucksmöglichkeiten eingeschränkt ist eine Frage auf die ich bisher noch keine befriedigende Antwort gefunden habe). Selbstliebe ist erstmal einfach da, ohne gut oder schlecht zu sein. Ob der Mensch dann ein Egoist ist der nur sich selbst liebt oder ob da andere Gefühle zu einem anderen Ergebnis führen hat ja erstmal nichts mit der Liebe zu sich selbst zu tun.

_,Pia5r.va^tix_


@ danae

Selbstliebe ist erstmal einfach da, ohne gut oder schlecht zu sein. Ob der Mensch dann ein Egoist ist der nur sich selbst liebt oder ob da andere Gefühle zu einem anderen Ergebnis führen hat ja erstmal nichts mit der Liebe zu sich selbst zu tun.

Jetzt wird es für mich zu kompliziert, wenn ich ehrlich bin %:|

Ich sag mal so: Warum unterscheidet man denn zwischen Selbstliebe und Egoismus? Das eine ist eine positive und das andere eine negative Eigenschaft. Aber bei beiden Eigenschaften liebt man sich selbst. Es ist grundsätzlich auch nichts schlechtes daran sich selbst zu lieben und es ist sogar wichtig. Aber beide Eigenschaften beinhalten auch unsere Wirkung und unser Handeln nach außen - auf unser Umfeld. Wir sind Teil einer Gesellschaft. Und die Gesellschaft und unser Umfeld beeinflusst uns ebenso und das von Geburt an. Selbstliebe ist uns daher nicht von Geburt an in die Wiege gelegt worden. Selbstliebe ist, genauso wie Egoismus oder Selbsthass, anerzogen und durch Einflüsse von außen geprägt worden.

Kann aber nicht muss oder seh ich das falsch? Nur weil ich mich selbst liebe muss ich niemand anderes lieben

Müssen musst du nichts. Du besitzt eben nur die Fähigkeit andere zu lieben.

dba&naIe87


Ich betrachte Selbstliebe und Egoismus auch nicht als zwei verschiedene Dinge. ;-) Egoismus bezeichnet nur ein anderes Ergebnis der Selbstliebe als das als angenehm empfundene.

Also Mensch A und B lieben sich beide selbst. Mensch A aber liebt auch noch andere Menschen, hat Ziele (mit anderen geteilte Ziele) die wichtig sind oder verfügt über einen hohes Maß an Empathie. Also Folge davon treten die Wünsche und Bedürfnisse auch mal zugunsten anderer in den Hintergrund. Mensch B liebt sich selbst und hat Ziele die vorwiegend Mensch B wichtig sind, persönlicher Wohlstand zum Beispiel, auch empfindet Mensch B nicht soviel Empathie, liebt vielleicht auch (gerade) niemanden sonst und in der Folge zeigt Mensch B die Verhaltensweisen die man als egoistisch bezeichnet.

Grundsätzlich geht es also bei der Bewertung mehr darum was das Verhalten des Menschen mit dem Umfeld macht oder weniger um das was die Person in Bezug auf sich selbst empfindet.

Müssen musst du nichts. Du besitzt eben nur die Fähigkeit andere zu lieben.

Eben. Wenn ich das aber nicht tue, dann verhalte ich mich halt auch nicht so als ob ich es täte. Es macht also für das Umfeld gar keinen Unterschied ob ich könnte, aber nicht tue, oder ob ich es gar nicht kann. Das Ergebnis bleibt das selbe.

m>onXd+)sterne


Ich sag mal so: Warum unterscheidet man denn zwischen Selbstliebe und Egoismus?

Ein Egoist will immer alles haben, weil er sich selbst nicht liebt und sich seiner eigenen Gefühle und Bedürfnisse nicht bewusst ist.

Egoismus und Selbstliebe kann ich dementsprechend klar unterscheiden. Ich würde fast schon sagen, Egoismus ist ein Gegenspieler der Selbstliebe.

Bei dem sogenannten gesunden Egoismus und der Selbstliebe fällt mir die Abgrenzung schon schwerer.

_wParvxati_


Ich betrachte Selbstliebe und Egoismus auch nicht als zwei verschiedene Dinge. ;-)

Aus psychologischer Sicht sind es aber zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Aber ich stell mich da jetzt nicht quer, wenn es jemand anders sehen sollte :-)

Egoismus bezeichnet nur ein anderes Ergebnis der Selbstliebe als das als angenehm empfundene.

Aber dann sind es ja wieder zwei verschiedene Dinge ":/ Denn das Ergebnis scheint ja der Unterschied zu sein, was die beiden Eigenschaften voneinander unterscheidet.

Eben. Wenn ich das aber nicht tue, dann verhalte ich mich halt auch nicht so als ob ich es täte. Es macht also für das Umfeld gar keinen Unterschied ob ich könnte, aber nicht tue, oder ob ich es gar nicht kann. Das Ergebnis bleibt das selbe.

Da stimme ich nicht ganz überein... Letztendlich machst du dir dadurch selbst und deinem Umfeld etwas vor. Das Umfeld erlangt von dir einen falschen Eindruck, wenn du etwas nicht tust, obwohl du es könntest. Soll heißen, wenn du in der Lage bist, andere zu lieben, aber z.B. aus einer Laune heraus deine Mitmenschen ignorierst, bekommst du eventuell einen Stempel aufgedrückt, der deinem Wesen im Grunde nicht entspricht.

Fpizz1lypuzzxly


Selbstliebe, nur auf sich selbst bezogen ist genauso destruktiv wie der pure Egoismus. Soll heissen, das niemand wichtiger ist als man selbst. Deshalb kann ich auch nichts mit Selbstliebe anfangen. Für mich hat, wie bereits geschrieben, Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, eine ganz andere Bedeutung. Wenn ich mich selbst nicht liebe..ablehne..wie kann ich dann Andere lieben? Oder ist die Selbstliebe nur eine Sache der Interpretation?

Purer Egoismus ist demnach was? Auch eine Sache der Interpretation oder wie wird purer Egoismus gedeutet?

Meistens steckt dahinter die Assoziation "Über Leichen gehen". Sorry, aber ich will es so klar wie möglich benennen. Deshalb habe ich hier bereits von der "gesunden Portion Egoismus" geschrieben. Beispiel: Ständig nimmt mir jemand mein Essen und Trinken weg, bis ich langsam aber sicher verhunger und verdurste.

Wäre dann die auf sich bezogene Selbstliebe oder der pure Egoismus noch destruktiv?

Was wäre dann die Nächstenliebe und die gesunde Portion Egoismus?

Wenn man doch den Nächsten liebt wie sich selbst, kann es doch niemals dazu kommen. Spätestens dann muss doch die gesunde Portion Egoismus ins Spiel kommen, weil der Eine schon viel zu fett ist und der Andere dringend Nahrung braucht. Nahrung bedeutet u a auch, wenn man arbeitet, braucht man auch den Lohn. Und wenn dieser verweigert wird?

Wäre hier die auf sich selbst bezogene Selbstliebe und der pure Egoismus immer noch destruktiv oder positiv? Ich denke, dass alles im Kontext betrachtet werden muss/sollte.

_HPzarv4at,i_


Also gesunder Egoismus ist für mich mit Selbstliebe gleichzusetzen. Nur der pure Egoismus ist für mich was anderes und was negatives. Aber ist wahrscheinlich wieder eine Definitionssache ;-D

D%i:e S6eherixn


ich empfinde dieses wort selbstliebe immer als unheimlich groß und mächtig... :-/

für mich selber war es immer viel wichtiger selbstkritisch zu sein, sich selber, seine gefühle, sein handeln, die beziehungen zu reflektieren...

dEanaHe87


Aber dann sind es ja wieder zwei verschiedene Dinge ":/ Denn das Ergebnis scheint ja der Unterschied zu sein, was die beiden Eigenschaften voneinander unterscheidet.

Ich glaub das eine ist die Grundlage für das andere. Man kann kein Egoist sein ohne sich selbst zu lieben/toll zufinden, aber man kann sich selbst lieben ohne ein Egoist zu sein. Ist das verständlicher?

Letztendlich machst du dir dadurch selbst und deinem Umfeld etwas vor. Das Umfeld erlangt von dir einen falschen Eindruck, wenn du etwas nicht tust, obwohl du es könntest. Soll heißen, wenn du in der Lage bist, andere zu lieben, aber z.B. aus einer Laune heraus deine Mitmenschen ignorierst, bekommst du eventuell einen Stempel aufgedrückt, der deinem Wesen im Grunde nicht entspricht.

Das finde ich aber sehr schräg. Wenn sich in meinem Umfeld einfach gerade niemand befindet den ich liebenswert finde obwohl ich fähig bin zu lieben, dann mache ich doch niemandem etwas vor. ":/ ":/ Und für mein jetziges Gegenüber ist es am Ende egal ob ich irgendwen lieben kann und nur ihn oder sie ablehne oder ob ich gar nicht lieben kann. Diese Person liebe ich jedenfalls nicht.

m=on{d+stbernxe


Ansonsten teilt sie ja nur der Allgemeinheit mit, was sie "entdeckt" hat und stellt es zur Diskussion. Und ich bin eben einer, der da mitgehen kann.

(Mann042)

Erinnert mich ein bisschen an die Entdeckung Amerikas. Kolumbus steht am Strand und jubelt, weil er Amerika entdeckt hat. Historisch natürlich nicht ganz richtig Die Einheimischen wundern sich, weil sie schon lange wissen, dass es Amerika gibt.

In der Theorie mitgehen kann ich weitgehend auch. Eine praktische Bedeutung für die Beziehungsdiskussionen bei Med1 hat diese Theorie für mich nicht.

Wie ich es sehe, was die TE entdeckt hat:

 • Es bringt auf die Dauer nichts, den Partner als Arschloch zu beschimpfen.

 • Sinnvoller ist es, bei sich selbst anzufangen.

 • Wenn man es nicht schafft, sich aus einer Beziehung zu verabschieden, obwohl der Partner einem immer wieder Leid zufügt, liegt es an einem Mangel an Selbstliebe.

 • Wenn man genug Selbstliebe/Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein hat, kann man sich aus einer Beziehung lösen.


Ich habe die Theorie insoweit wiedergegeben, wie ich sie teile. Es gibt auch einige Punkte, die ich anders sehe.

Ich bin der Meinung, ...

 • ... es gibt grundsätzlich kein Recht, den Partner als Arschloch zu beschimpfen.

 • ... man kann nicht von vornherein davon ausgehen, dass eine Trennung richtig ist.

 • ... es ist die Entscheidung der Betroffenen, ob sie sich trennen möchte, und nicht die der anderen Diskussionsteilnehmer.

 • ... es gibt noch viele andere Möglichkeiten, wie man solche Beziehungen sehen kann, und wie man damit umgeht.

 • ... die Theorie beschreibt einen langfristigen Prozess der Persönlichkeitsentwicklung. In einer Beziehungsdiskussion bei Med1 lässt sich das sicherlich nicht umsetzen.

Also, auf die "Mein Partner behandelt mich schlecht"-Fäden halte ich die Theorie für praktisch nicht anwendbar. Da muss man viel kleinere Brötchen backen.

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