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Will getrennte Kassen

A1non ym1805\16 hat die Diskussion gestartet


Ich habe mich anonym registriert, weil es mir peinlich ist, dass ich so denke. Früher war Geld für mich kein Thema. Ich habe meiner Freundin gerne große Geschenke gemacht und es störte mich nicht, dass wir hauptsächlich von "meinem Geld" lebten. Wir hatten allerdings getrennte Konten und wohnten auch getrennt, so dass es irgendwie noch "meins" und "ihres" gab, auch wenn ich den größten Teil im Alltag übernommen habe.

Spräche jetzt eigentlich nichts dagegen, alles in einen Topf zu werfen, wenn wir zusammen ziehen und so denkt sie auch. Da wir inzwischen etwa gleich viel verdienen, findet sie, dass wir am besten alles über ein Konto laufen lassen. "Es ist ja dann egal, was genau von wem ab geht, weil wir ja eh gleich viel haben und ausgeben". Und das sehe und empfinde ich inzwischen aber anders. Es ist schwer zu erklären, denn ich will kein Pfennigfuchser sein, aber es ist de facto so, dass sie viel mehr Geld ausgibt (für sich "braucht") als ich. Das beginnt beim Kauf unzähliger teurer Kosmetikprodukte und Kleidung, geht über kostspielige monatliche Friseurbesuche, bis hin zu ihrem größten Laster, dem Rauchen. Summa summarum gibt sie alleine dadurch im Monat rund 400 Euro mehr für sich aus, als ich für mich und ich merke, dass mich das irgendwie stört, wenn es nun automatisch von "meinem" erwirtschafteten Einkommen abgeht. Denn während ich monatlich etliche hundert Euro übrig hätte und sparen könnte, käme sie mit ihrem Lohn und ihrem Lebensstil nicht hin. Sie "profitiert" schon von meinem Auto, das ich alleine finanziert habe und sie jetzt genau so nutzen kann. Und irgendwie habe ich ein Problem mit der Vorstellung, dass sie in Zukunft gar nicht mehr übers Geld nachdenken muss und sich z.B. ihre Kippen einfach so kaufen kann, weil es eh vom großen Ganzen abgeht.

Aber ich fühle mich schlecht so zu denken. Sollte ich es ihr aus Liebe nicht gönnen können? Schließlich liebe ich sie und will ja, dass es ihr gut geht. Wieso kommen da so blöde Gedanken auf? Wieso will ich Geld für mich haben/sparen und kann nicht von Herzen sagen: Nimm es Schatz, gib es aus wofür du willst!

Eigentlich will ich nämlich so denken und fühlen, aber im Alltag merke ich, dass ich anfange mit zu rechnen :-(

Antworten
WheisLs_niZc/ht


Ihr könntet euch ein zusätzliches gemeinsames Konto für die Fixkosten machen, wo jeder monatlich gleich viel drauf einzahlt (oder seinen Anteil einzahlt) und der Rest ist dein bzw. ihr eigenes Geld mit dem ihr machen könnt was ihr wollt.

Ich hatte mit meinem (Noch-)Mann ein gemeinsames Konto und rückblickend würde ich das nie wieder machen.

E~hemalig>er NutzFer (#4i5x8871)


Ihr könntet euch ein zusätzliches gemeinsames Konto für die Fixkosten machen, wo jeder monatlich gleich viel drauf einzahlt (oder seinen Anteil einzahlt) und der Rest ist dein bzw. ihr eigenes Geld mit dem ihr machen könnt was ihr wollt.

Halte ich ohnehin grundsätzlich für die beste Lösung - denn dann muss man auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn man sich mal etwas "gönnt".

Afno`n`ymg180x516


Ihr könntet euch ein zusätzliches gemeinsames Konto für die Fixkosten machen, wo jeder monatlich gleich viel drauf einzahlt (oder seinen Anteil einzahlt) und der Rest ist dein bzw. ihr eigenes Geld mit dem ihr machen könnt was ihr wollt.

Genau das schwebt mir vor, aber ihr halt nicht. Sie findet, dass es "egal" ist, was wovon bezahlt wird, weil wir etwa gleich verdienen. Aber sie kommt dabei halt besser weg als ich, finde ich. Und gleichzeitig finde ich es so blöd von mir, das so zu empfinden, denn sollte es nicht wirklich egal sein... ich brauche halt weniger für mich, soll sie es eben für sich ausgeben. So würde ich gerne denken/fühlen, kann es aber irgendwie nicht :-(

K-rabbIelkOäfearle


Wir haben auch ein Haushaltskonto. Da gabs gar keine Diskussion und das werden wir mit sicherheit immer so beibehalten. Auch wenn ich verheiratet oder zusammenlebend bin, bin ich doch noch eine Person mit einem eigenen Leben und meinem eigenen Geld.

E1hemalriger BNutzer "(#87546)


Ich würde es auch auf jeden Fall mit getrennten Konten machen. Du kannst ja sagen, dass Du auf Anschaffungen hin sparen willst und deswegen möchtest Du nicht gerne die Konten vermischen, weil Du nicht ihr Geld in Deinen Finanzplänen drin haben willst - das gehört ihr, das willst Du nicht ausgeben oder einplanen.

Ich würde da mich auf keinen Fall irgendwie emotional beeinflussen lassen. Wenn es jetzt schon so ist, dass Du sagst, sie gebe viel mehr Geld aus als Du und sie meint, ihr gebt beide gleichviel aus, dann bringt das nur Ärger.

Du könntest natürlich auch alternativ oder wenn die erste Maßnahme nicht fruchtet, mal einen Plan auslegen, auf dem genau steht, was wer verdient und ausgibt. Dann sieht sie, dass da ein Ungleichgewicht herrscht. Das wird Stress geben, aber wenn Sie dauernd die Konten zusammen legen will und Du dagegen bist, dann bringt das doch Ärger und Beziehungsprobleme, insbesondere, wenn sie das nicht absichtlich anstrebt, sich von Deinem Geld zu finanzieren und ihr gar nicht bewusst ist, was sie für Ausgaben hat.

W`eisrs_Pnichxt


Du kannst ihr ja einfach die Vorzüge von getrennten Konten klar machen.

Sie hätte keine Freude, wenn du vom gemeinsamen Geld höhere Ausgaben tätigst und du auch nicht.

Dass man dann nicht ständig Rechenschaft ablegen muss, find ich einen großen Vorteil.

KKradbbelk~äferlxe


ich brauche halt weniger für mich, soll sie es eben für sich ausgeben. So würde ich gerne denken/fühlen, kann es aber irgendwie nicht :-(

Wer sagt, dass man so denken und fühlen soll?!

Bei uns hat jeder getrennte Konten im Bekannten und Freundeskreis, egal ob verheiratet oder nicht. Ein Konto für alles was man teilt und mit dem eigenen Geld kann jeder tun was er wil. Sag ihr doch einfach, wie es ist. Das hat nix mit kleinkariert zu tun oder pfennigfuchserei oder "nicht-liebe".

EDhem8alSigeer Nu=tzer (s#4588x71)


Und gleichzeitig finde ich es so blöd von mir, das so zu empfinden, denn sollte es nicht wirklich egal sein... ich brauche halt weniger für mich, soll sie es eben für sich ausgeben.

Nö, ich finde das nicht blöd. Vielleicht hast Du auf einmal Lust auf ein teures Spielzeug/Sportgerät/Gadget/whatever, das Du Dir gern kaufen möchtest - da willst Du sie doch auch nicht erst um Erlaubnis fragen, ob Du mal eben 600 Euro von Eurem Konto nehmen kannst? Und was, wenn sie nein sagt? Du bist doch noch ein eigenständiger Mensch mit eigenen Bedürfnissen. Und Schminke und Kippen sind - sorry - nicht lebensnotwendig. Das ist ihre Entscheidung, dafür eine Menge Geld auszugeben, warum solltest Du das mitbezahlen? Würdest Du ihr - absichtlich überspitzt ausgedrückt - auch den Marihuanakonsum mitfinanzieren? Wohl nicht. Oder sagst Du ihr, dass Du sie ungeschminkt nicht liebst..

K5rabb0elkHäf%erlxe


Normalerweise müsste sie doch auch sagen "Alles klar, kein Ding. Ich hab meine Kohle und du deine." Wenn sie sich da anstellt wie noch was, dann würde mir da auch das Verständnis fehlen.

Da würde mir schon böse Gedanken kommen, dass sie es vielleicht ganz nett findet, wenn es plötzlich ein Konto mit viel mehr Geld gibt :=o Das verleitet nunmal dazu noch mehr auszugeben.

K@rablbelkHäferxle


Achso und für uns war auch immer ein Hauptgrund: Im Falle einer Trennung hat mans einfacher.

Keiner von uns hatte Bock, im Falle des Falles, dann mit größerem Verlust dazustehen oder alles aussortieren zu müssen.

Man muss halt realistisch sein. Wir waren zu dem Zeitpunkt schon viele Jahre zusammen und haben das trotzdem bedacht. Man weiß halt nie, auch wenn die Liebe groß ist ;-)

Arnon+ym1805x16


Dann sieht sie, dass da ein Ungleichgewicht herrscht. Das wird Stress geben, aber wenn Sie dauernd die Konten zusammen legen will und Du dagegen bist, dann bringt das doch Ärger und Beziehungsprobleme, insbesondere, wenn sie das nicht absichtlich anstrebt, sich von Deinem Geld zu finanzieren und ihr gar nicht bewusst ist, was sie für Ausgaben hat.

Na ja, ich glaube, ihr ist das eigentlich schon bewusst. Denn zum Modell "Haushaltskasse + jeder behält für sich was nach Abzug der gemeinsamen Fixkosten übrig bleibt" sagte sie: "Da komme ich dann ja nie hin. Da hast du dann jeden Monat etliche hundert Euro übrig und ich gar nix mehr bzw. müsste dann immer sagen, Schatz gib mir bitte mal 100 Euro für den Friseur, das ist doch blöd in einer Beziehung".

Sie sagt auf der einen Seite zwar, dass es egal wäre, was wovon abgeht, weil wir "gleich viel haben und ausgeben", aber eigentlich meint sie: "Gleich viel verdienen -> deshalb alles in einen Topf geben" und ausgeben tun wir schon unterschiedlich. Sie meint dann, ich hätte es gut, weil ich nicht so viel Geld für den Friseur ausgeben MUSS. Ich finde halt, sie müsste es auch nicht, wenn sie nicht auf eine bestimmte Haarfarbe etc. bestehen würde. Und wenn es mich nicht gäbe, müsste sie ja auch irgendwie mit ihrem Einkommen auskommen. Dann müsste sie eben irgendwo anders sparen, an den Kippen zum Beispiel. Aber dann fühl ich mich auch schäbig und denke mir, was ist eigentlich los, wieso gönne ich es ihr nicht, von unserer Beziehung in der Form zu profitieren. Wieso hab ich ein Problem damit, wenn sie für sich mehr ausgibt, als ich für mich.

Pwfefferm~inz8bonbxon


Hey Anonym,

ich kann dich gut verstehen, dass es Dir unangenehm ist, ihren "teuren" Lebensstil mit zu finanzieren.

Gerade wenn das Konsumverhalten derart unterschiedlich ist, könnte das zu einem Ungleichgewicht führen, welches Dich auf Dauer unzufrieden macht.

Nun liest es sich aber so, als hätte nur sie enorme Kosten, die sie Dir aufbürdet, während Du total genügsam bist und gegen Null tendierenden Kosten hast. So ganz kann ich mir das nicht vorstellen ;-) hast du Hobbies, kaufst Du Dir was zum Anziehen, gehst du mal was essen? Die Kosten für Dein Auto, Eure Miete, Strom, Telefon, Versicherungen... das bezahlt sie dann ja mit ihrem Geld wenn ihr ein gemeinsames Konto habt, auch mit. Es ist ja nicht so, dass alles was an Kosten anfällt, ausschließlich mit Deinem Geld bezahlt werden wird.

Vielleicht wäre es aber sinnvoller, wenn ihr ein Haushaltskonto einrichten würdet, darauf geht dann ein fester monatlicher Betrag, den ihr beide zu gleichen Teilen zahlt, von dem die Fixkosten und Lebensmittel und ähnliches bezahlt werden.

Eigene Hobbies und Spielereien wie Friseur, Kleidung, Rauchen, eigene Versicherungen, Sparraten zahlt dann halt jeder von seinem Konto.

Ja und Dein Auto ist dann halt auch Dein Auto. Sie kann Dir was geben für den Unterhalt, Benzin oder mal ne Reparatur übernehmen; aber Du kannst nicht erwarten, dass sie sich an Deinen Raten beteiligt. Denn im Falle einer Trennung ist es immer noch Dein Auto, aber sie hat einen Teil davon mitfinanziert und das Geld ist dann weg. Das ist ja auch unfair.

MMan>n04u2


Wenn ich nochmals heiraten täte, dann getrennte Konten (habe ich schon) und Ehevertrag.

Deine Freundin mag zwar Recht haben mit dem gleichviel verdienen, aber du sagst ja selber sie gibt mehr aus.

Es ist schon lange her, als mein verheirateter Kollege einen neuen Computer kaufen wollte und vorher mit seiner Frau darüber reden mußte. Da war mir klar, dass ich mal in meiner Ehe nicht mit meiner Frau über den Kauf eines neuen Computers reden müßte.

Entweder zwei getrennte Konten oder sogar die vielleicht noch bessere Lösung mit mit dem dritten Konto für die wirklich gleich großen gemeinsamen Ausgaben wie Miete etc.. Es mag zwar jetzt für Unruhe sorgen, wenn du dich durchsetzt, aber auf Dauer gesehen sind getrennte Kassen nervenschonender. Sag' ihr, dass das ganz einfach Bedingung ist.

Sohojxo


Besteh ganz sachlich auf getrennte Konten, Du ärgerst Dir sonst irgendwann die Pest an den Hals. Wie sie damit verfährt, ist nicht in Ordnung. Im allergrößten Zweifel macht ihr eine Dauerüberweisung von einem Hunderter oder so monatlich von Dir an sie, wenn Dir das keine Bauchschmerzen macht, aber bei jemandem, der so mit Geld umgeht, auf jeden Fall getrennte Konten. Da gibt es überhaupt keine Alternative, das geht sonst langfristig voll in die Hose.

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