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Will getrennte Kassen

Kjleixo


Anonym180516

Aber ich fühle mich schlecht so zu denken. Sollte ich es ihr aus Liebe nicht gönnen können? Schließlich liebe ich sie und will ja, dass es ihr gut geht. Wieso kommen da so blöde Gedanken auf? Wieso will ich Geld für mich haben/sparen und kann nicht von Herzen sagen: Nimm es Schatz, gib es aus wofür du willst!

Nachdem meine Eltern nach 20 Jahren Ehe auf getrennte Konten gegangen sind, war das für mich nie ein Thema ein gemeinsames Konto zu haben. Ich habe ja gesehen, was herauskommt, wenn einer sein Geld mit vollen Händen hinausschmeißt. Dann ist vom anderen Gehalt am Ende des Monats oder noch schlimmer, schon Mitte des Monats nichts mehr übrig. Insofern sehe ich absolut keinen Grund, warum Du ein schlechtes Gewissen haben solltest, aber das ist natürlich Deine Entscheidung. Ich selbst finde, dass jeder mit seinem Geld haushalten sollte. Das heißt ja nicht, dass man nicht entscheidet großzügiger zu sein, aber dann, wenn man es selbst will und sich der andere nicht wie in einem Selbstbedienungsladen bedient. Bei Fixkosten – also an denen, an denen beide gleichmäßig beteiligt sind, bin ich auch nicht wirklich genau. Von mir aus auch noch für Unternehmungen, die man gemeinsam macht. Allerdings zahle ich meine Zigaretten und wie es z. B. bei mir ist, so trinke ich Leitungswasser und würde nicht einsehen, warum ich z. B. wenn jemand Getränke kaufen würde, mitzahlen soll. Dasselbe gilt für Kosmetika. Schampoos, kein Ding, kann man halbieren, aber Make-up benutze nur ich. Warum sollte sich daran jemand beteiligen? Dasselbe gilt für meine Katzen. Gehören mir, zahle ich. Wenn sich jemand beteiligen möchte, werde ich nicht nein sagen, aber es ist keine Erwartungshaltung da, dass das geteilt wird.

Eigentlich will ich nämlich so denken und fühlen, aber im Alltag merke ich, dass ich anfange mit zu rechnen

Kann ich auch nachvollziehen. Würde jemand meine Großzügigkeit ausnutzen, würde sie bei mir sofort versiegen. Es ist auch nicht zu verachten, dass Geld-Streitigkeiten eines der Gründe ist, warum sich viele Paare trennen. Soweit lasse ich es gar nicht kommen.

Sei es, dass ihr Handyvertrag das Doppelte von meinem kostet oder sie mittags in der Kantine isst (zwar nur für 4,50 am Tag, aber ich schmier mir eben Zuhause ne Stulle) oder sie abends gerne teuren Wein trinkt, während ich nur Wasser trinke.

Welcher Name steht denn auf der Handyrechnung? Wenn sie es alleine nutzt, dann würde ich auch nichts zahlen und wenn ich in die Mensa gehe (was ich selten tue, da es mir zu teuer ist und langfristig zu fad schmeckt), zahle ich es auch selbst. Festnetz, wenn es vorhanden ist, sich geteilt, aber Handys – nö. Internet – geteilt, wenn es gemeinsam ist, sonst individuell. Alles, was übrig bleibt, gehört natürlich mir, und dem Partner, was er sich erspart, völlig unabhängig davon, wer wie viel verdient.

Ansonsten gebe ich "für mich" alleine nichts aus im Alltag und bei ihr kommt da eben einiges zusammen in Sachen Kosmetik, Friseur, Schmuck, Mode, Zigaretten usw.

Das sind für mich keine Fixkosten und die teile ich nicht. Gehören mir, genauso wie Essen gehen mit einer Freundin.

Geld dafür. Sollte ich es ihr aus Liebe gönnen, statt das Geld auf dem Konto zu sparen. (Wobei es mir auch gar nicht darum geht, Reichtümer anzuhäufen, aber so richtig passt es mir halt auch nicht, wenn sie es mit beiden Händen ausgibt, nur weil es da ist und sich so gar kein bisschen "zusammennimmt").

Du kannst es ihr ja gönnen und tust es aus meiner Sicht auch. Ich sehe nur keinen Grund, warum Du es ihr auch bezahlen sollst.

Aber sie versteht das halt nicht. Sie versteht nicht, wieso sie auf den Friseurbesuch oder eine Stange Zigaretten oder welchen Luxus auch immer am Ende des Monats verzichten soll, nur weil ihr Budget ausgereizt ist, während ich noch etwas zur Verfügung habe, was ich nicht "brauche".

Naja, aber dann versteht sie vielleicht auch nicht, dass irgendwann mal der Geldhahn von der Bank zugesperrt wird oder dass der Gerichtsvorsteher vor der Tür steht. Sie versteht es aber dann auch vielleicht nicht, dass sie Dich da hineinreißen könnte. Vielleicht versteht sie das auch nicht, dass das Rücksichtslos ist und zumindest aus meiner Sicht nicht beziehungswillig, bzw. es zu sehr auf meine Kosten geht. Das war mit ein Grund, warum ich mich von meinem Mann scheiden lassen habe. Er hat irgendwann so viele Schulden gemacht, dass es absehbar war, dass auch ich zur Kasse gebeten wurde. Das kann es nicht sein. Er hat es konsumiert - seine Kosten.

KHlexio


Und nein diese Ansicht ist nicht abnormal.

Nein, nur pauschal. Es gibt solche und solche und mit den einen kann man sich zusammentun, bei den andere ist es besser sich abzugrenzen.

KDleIixo


- entweder Einer verdient so dermaßen viel Geld, dass es egal ist, wie viel wer ausgiebt

Wäre für mich absolut kein Grund, egal ob es mein Geld wäre oder das des anderen. Warum soll ich das Geld eines anderen ausgeben - auch wenn er viel davon hat bzw. warum soll ich mein Geld zur Verfügung stellen, dass jemand etwas kauft, wofür ich es nicht ausgeben würde. Da spende ich es lieber. Wenn jemand durch Konsum glücklicher ist, dann muss er sich sein Bedürfnis auch selbst erfüllen. Ich bin doch nicht dafür da, meinen Partner glücklich zu machen. Aber das wäre auch kein Beziehungsmuster, das meinen Bedürfnissen entspräche.

yzess1esuneee


Für mich hat es noch einen anderen Grund warum ich mit meiner Freundin gerne getrennte Kassen beibehalten will. Wenn ich ihr etwas schenke, dann ist es von mir und nicht von uns.

S`t:alfyxr


Auch ein gutes Argument, yesses.

Geschenk von "unserem Geld" - komisch. ":/

kZathaYrina-dqie-gro|ßxe


Ich bin doch nicht dafür da, meinen Partner glücklich zu machen.

Ich habe bisher durchaus der romantischen Vorstellung was abgewinnen können, dass genau das eines der Ziele einer Beziehung ist ;-D Klar, kann jeder machen, wie er will. Aber wenn mein Partner sein Geld lieber an jemand Fremden verschenkt, anstatt mir einen Wunsch zu erfüllen, den ich mir vielleicht selbst nicht erfüllen kann, würde ich doch an meiner Beziehung zweifeln.

Solange sich beide einig sind und da kein Problem mit haben, finde ich nichts schlimmes daran, das Geld des anderen auszugeben (nicht bezogen auf den FE, dass er ein Problem damit hat, wissen wir ja)

B-enGet\txon


Ich bin doch nicht dafür da, meinen Partner glücklich zu machen.

Ich habe bisher durchaus der romantischen Vorstellung was abgewinnen können, dass genau das eines der Ziele einer Beziehung ist

So ist es nun mal, ob man es will, oder nicht. ;-)

Jeder will in einer Beziehung glücklich werden, und entscheidend dafür ist nun mal der Partner. Wer sich in einer Beziehung unglücklich fühlt, beendet diese (normalerweise).

Zum Thema: Ich würde verrückt werden mit so einer Partnerin. %:| Hat nix mit "nicht gönnen" zu tun, oder mit Geiz. Aber ich möchte gerne Herr über MEINE Finanzen bleiben. Ich möchte entscheiden, wofür MEIN Geld ausgegeben wird. ---> getrennte Kassen! :)z

kAatha=rina-dAie-gr?oße


Jeder will in einer Beziehung glücklich werden, und entscheidend dafür ist nun mal der Partner.

Naja, selbst glücklich sein und jemanden anderen glücklich machen, können ja schon zwei Paar Schuhe sein. Für mich gehört es zusammen, für andere scheinbar nicht...

B~enetJto{n


Naja, selbst glücklich sein und jemanden anderen glücklich machen, können ja schon zwei Paar Schuhe sein. Für mich gehört es zusammen, für andere scheinbar nicht...

Habe ich nicht geschrieben: "In einer Beziehung..."? ;-)

Bedeutet: Du willst in einer Beziehung glücklich werden.

Willst Du in einer Beziehung unglücklich sein? Nein.

Also ist der Partner durchaus mitverantwortlich, ob man in einer Beziehung glücklich ist, oder, anders ausgedrückt, ob es eine glückliche Beziehung ist.

kBathariuna-dgie-groxße


Habe ich nicht geschrieben: "In einer Beziehung..."? ;-)

Doch. ich habe natürlich ebenfalls eine Beziehung gemeint. Trotzdem muss glücklich sein und glücklich machen nicht zusammenkommen. Wenn man selbst nur die Vorteile aus einer Beziehung zieht, ohne Rücksicht auf den Partner zu nehmen, dann kann man selbst durchaus glücklich sein, den anderen aber nicht glücklich machen. Und wie viele Partner in ihrer Beziehung unglücklich sind, ohne diese zu beenden, kann man hier im Forum ja täglich nachlesen. Du hast also durchaus Recht, dass im Idealfall beide glücklich sind und glücklich machen, in der Realität sieht das aber eben trotzdem oft anders aus. Aber das ist langsam auch etwas weit am Thema vorbei ;-D

c0lai^ret


Bei Paaren, die sich einig sind und beide gut mit Geld umgehen können funktionieren wohl beide Lösungen, getrennte oder gemeinsame Konten. Was man wählt ist einfach persönliche Präferenz.

Wenn einer nicht mit Geld umgehen kann sehe ich getrennte Konten als einzige Möglichkeit und selbst das kann langfristig zu Ärger führen, wenn einer keine Sparreserven für wichtige Anschaffungen hat und nicht an die Zukunft denkt.

Bei aller Befürwortung der getrennten Konten würde ich aber mal die uns unbekannte Freundin etwas in Schutz nehmen. Da wird eine unbekannte als Luxusweibchen, verschwenderisch und unverschämt gebrandmarkt. Warum? Ich denke, ihr Weltbild basiert vermutlich auf einem Elternhaus, wo sie das so vorgelebt bekommen hat. Papa verdient, Mama nicht, also ist Papas Geld Familieneigentum. Vermutlich war's auch immer genug und Töchterchen konnte sich alles leisten, ohne je gelernt zu haben, sich einzuschränken.

Das finde ich als Erklärung etwas krude. Ich bin in so einem Elternhaus aufgewachsen, nur der Vater verdiente und beide verfügten gemeinsam über das Konto. Trotzdem war klar, dass das Geld nicht aus dem Fenster geworfen, sondern vernünftig gewirtschaftet wird. Jeder darf sich etwas Luxus können, aber eben im möglichen Rahmen und so wurde das auch uns Kindern vermittelt.

av.fi:sh


Geschenk von "unserem Geld" - komisch. ":/

Beim Schenken geht es mir nicht ums Geld, sondern darum, dass man aneinander denkt und versucht, dem anderen eine Freude zu machen.

Was ich oder mein Mann uns wünschen, könnten wir uns eh selber kaufen, bzw. was wir uns an Wünschen nicht leisten können, kann sich auch einer allein nicht leisten, könnte es also auch nicht verschenken.

Ein schönes Geschenk ist für mich eines, wo ich merke, dass er darüber nachgedacht hat und versucht hat, etwas zu treffen, was ich mögen oder brauchen könnte. Da ist der finanzielle Wert doch wurscht, also mir/uns zumindest.

m|elliebpell{ie


Beim Schenken geht es mir nicht ums Geld, sondern darum, dass man aneinander denkt und versucht, dem anderen eine Freude zu machen.

Was ich oder mein Mann uns wünschen, könnten wir uns eh selber kaufen, bzw. was wir uns an Wünschen nicht leisten können, kann sich auch einer allein nicht leisten, könnte es also auch nicht verschenken.

Ein schönes Geschenk ist für mich eines, wo ich merke, dass er darüber nachgedacht hat und versucht hat, etwas zu treffen, was ich mögen oder brauchen könnte. Da ist der finanzielle Wert doch wurscht, also mir/uns zumindest.

:)^

Ich finde ja, dass hier inzwischen viel zu sehr auf die Freundin des TE eingeschlagen wird. Nur weil sie in einer Beziehung gerne ein gemeinsames Konto möchte, heißt das doch noch lange nicht, dass sie ein geldgeiles Luder ist und nur auf seine Kohle aus ist und manche Ratschläge hier gehen schon wieder stark in Richtung "trenn dich, die will nur dein Geld und ist ein egoistisches Biest"

Wir kennen sie doch gar nicht und wissen auch gar nicht, ob sie wirklich immer mehr von ihm nehmen würde, weil sie immer mehr Luxus kaufen will. das sind doch hier überwiegend nur Vermutungen, denn noch haben sie ja gar kein gemeinsames Konto und keiner weiß, ob sie wirklich gar nichts spart. Solche Dinge kann man doch auch erstmal besprechen, bevor man zusammenzieht und der TE könnte auch einen Teil seines Gehaltes gleich am Anfang des Monats auf ein Sparkonto tun und eben nur den Rest auf ein gemeinsames Konto tun, wenn er Angst hat, sonst ausgenommen zu werden.

Ich selbst hätte es auch nicht gewollt, dass wir getrennte Konten behalten, wir haben die Konten gleich nach der Hochzeit zusammen gelegt und das bisher nie bereut. Es gab bei uns auch noch nie Streit wegen Geld, obwohl ich , wenn ich ehrlich bin, schon auch mehr für Luxus ausgebe, als mein Mann, einfach weil er sich seltener Klamotten kauft als ich, dann noch Kosmetik, Friseur, da gebe ich schon viel aus. Manchmal hat er dann aber wieder einen teureren Wunsch und gibt dann mehr aus als ich. Aber keiner hält das dem anderen vor, weil wir beide wissen, wie viel Geld da ist und jeder achtet schon drauf, dass das Konto nicht ganz geplündert wird, also keiner von uns ist jemand, der Geld zum Fenster raus wirft und mehr ausgibt, als da ist.

Ich würde es aber schrecklich finden, wenn alles halbe halbe geteilt wird und jeder Angst hat, beschissen zu werden vom Partner. Würde mein Mann so denken, dann würde er einfach nicht zu mir passen, denn bei solchen Dingen sollte man schon die gleichen Ansichten haben.

iRst doch*Mis|tsowaxs


Ich selbst hätte es auch nicht gewollt, dass wir getrennte Konten behalten, wir haben die Konten gleich nach der Hochzeit zusammen gelegt und das bisher nie bereut. Es gab bei uns auch noch nie Streit wegen Geld, obwohl ich , wenn ich ehrlich bin, schon auch mehr für Luxus ausgebe, als mein Mann, einfach weil er sich seltener Klamotten kauft als ich, dann noch Kosmetik, Friseur, da gebe ich schon viel aus.

Klar, welcher Bauer beschwert sich schon darüber dass er die Kuh melken kann. Und ich sag dir was, Männer halten bei solchen Themen oft nur um des Friedenswillen die Schnauze. Wenn man dann mal unter sich redet, so Mann zu Mann, sieht die Sache oft schon ganz anders aus. Und da ist es den meisten nicht mehr egal und wird nicht mit guten Gewissen durchgewunken. Da werden sogar finazielle Jammerstrategien diskutiert um "Sie" vom Geld verplempern abzuhalten.

AononyVmxus


Ich kenne genügend Paare, die ein gemeinsames Konto haben, inklusive in meiner Beziehung. Das setzt aber ein ähnliches Verhältnis der Partner zum Geld voraus und ein Teamdenken (das halte ich ohnehin für eine sehr wichtige Bedingungein für eine langfristig funktionierende Beziehung.

Ich wüsste nicht, an welcher Stelle ein gemeinsames Konto finanzieller Selbstmord sein soll? Für mich bedeutet, wenn ein gemeinsames Konto unmöglich ist, dass die Beziehung zumindestens was die finanzielle Seite betrifft, nicht zusammenpasst- dann funktioniert auch finanzielle Zusammenarbeit nicht richtig- da halte ich dann in der Tat getrennte Konten für notwendig um wenigstens an dieser Stelle vorhersehbare Konflikte nicht weiter aufzubauschen.

Ansichtssache. Ich sichere mich lieber hinreichend ab.

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