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Will getrennte Kassen

RVa_lph_wHH


Ich schliesse mich mal Clairets Frage an: Was hast Du gesagt als sie ankam mit dem Spruch vonwegen es wäre blöd um 100€ für den Friseur zu betteln?

Das wäre ja ansich mal der Punkt gewesen, wo Du ihr Deinen Standpunkt mal hättest klarmachen können

-Jeder verdient gleich viel, jeder trägt die Gemeinschaftskosten wie Miete zu gleichen Teilen.

-Dein Geld ist Deins und sie hat da schlicht keinen Anspruch drauf.

-Wenn ihr Geld alle ist, muss sie mit dem Ausgeben aufhören und kann sich nicht bei Dir bedienen.

Ansich Selbstverständlichkeiten...

LOeoxtie


Ich sag mal: klare Rechnung, gute Freunde.

Wie soll sie es je lernen mit ihrem Geld hinzukommen, wenn ihr Topf immer gefüllt ist.

Mein Mann und ich haben auch getrennte Konten und das ist gut so. Dann kann jeder sein Geld ausgeben wie er möchte ohne sich rechtfertigen zu müssen.

Und wer nicht genug Geld hat, kann sich auch nichts kaufen :)z

Außerdem weiß man ja nie, wie lange eine Liebe bestehen bleibt.

Nqa)la<8x5


Meine Eltern hatten schon immer getrennte Konten auch wenn mein Papa deutlich mehr zahlte (und besser verdiente). Deswegen war das für mich auch immer selbstverständlich. Sicher wirds mal anders laufen wenn ich in Karenz bin - aber bis dahin find ich nix verkehrtes daran dass jeder sein eigenes Geld haushaltet.

Mit meinem Ex hab ich strenges 50:50 gemacht, und mit meinem jetzigen Partner auch 6 Jahre lang, bis ich vorschlug dass wir das hin und herüberweisen sparen in dem wir die Fixkosten einfach im Verhältnis zum Verdienst aufteilen. Alles geht von meinem Konto weg, er überweist mir seinen Anteil.

Im ersten Jahr waren 60:40 und ich hab mehr gezahlt, jetzt wo er voll verdient, sind es 40:60 und er zahlt mehr.

Gründe für mich:

Jeder hat unterschiedliche Hobbies. Er will vielleicht nicht für meine Tierliebe aufkommen oder meinen Yogakurs ... und ich seh keinen Sinn darin mir Modellstraßenbahnen für 300 Euro anzuschaffen :-p

Und wenn ich ihm ein Geschenk machen will - dann von meinem ersparten. Wenn ich mit einer Freundin in den Urlaub fahren will - von meinem Ersparten.

Mein Freund hatte früher eine Freundin die ihn da sehr ausgenutzt hat. Oft krankgeschrieben und arbeitsunfähig gemeldet war und bei den Einkäufen immer zufällig die Börse daheim vergessen hatte. :=o Und er ist da leider jemand der sich sehr lange ausnutzen lässt. Da war er eigentlich ganz froh dass ich in den Dingen so "egoistisch" bin.

Mit meinem Ex wars lange Zeit ein unangesprochenes Thema bis wir irgendwann feststellten dass jeder in sich manchmal einen Groll hegte ... dass der andere immer das teuerste Essen bestellt, der andere sich öfter einladen lässt ... wir haben dann gesagt ab nun 50:50 oder man lädt den anderen explizit zum Essen ein.

Es galt für mich: Strenge Rechnung erhält die Freundschaft ;-)

SFchm/idti7x0


Meine Mutter hatte früher gar kein Konto, hat immer Bescheid gesagt, wenn die Schublade leer war... ;-D Wobei sie davon auch für sich Geld ausgegeben hat (und sollte), sie ist eh die Sparsamere von Beiden. Streit um Geld kenne ich von zu Hause nicht.

Wir sind nun nicht Generation 60+, haben trotzdem nur einen gemeinsamen Topf. Aber auch erst seitdem wir verheiratet sind. Unser Ausgabeverhalten ist ähnlich, größere Ausgaben stimmen wir ab. Ich profitiere vom Mehrverdienst meines Mannes, er davon, dass ich durch meinen Teilzeitjob ihm mit Kind und Haushalt den Rücken komplett freihalte.

Ich würde aber bei so ungleichen Verhältnissen und entsprechendem Unwohlsein damit auch "nur" ein Haushaltskonto einrichten. Haben wir damals auch so gemacht.

WNM 2x014


Hier scheinen ja alle "pro getrennte Konten" zu sein. Das bin ich nicht.

Aus meiner Sicht wirtschaftet man, wenn man zusammenlebt (zusammen wohnt) auch zusammen. Man spart gemeinsam auf größere Anschaffungen. Man unternimmt viele Dinge gemeinsam (abends weggehen, Kino, Konzerte, Restaurantbesuche, etc.). Ich fände es viel zu aufwendig da ständig gegenzurechnen oder Rechnungen zu teilen.

Ich habe mit meiner Frau damals schon (Jahre bevor wir verheiratet haben) die Gelder zusammengelegt und nur noch 1 Konto gehabt. Für mich war es danach viel entspannter, und Gedanken, ob ihr Friseur nun 100€ kostet und meiner 15€, sind mir nie gekommen.

Ich kann den TE verstehen, was er denkt. Genau die Einstellung, die er haben will (nämlich ihr einfach zu gönnen, dass sie halt mehr ausgibt), habe ich.

Mein Vorschlag an dich wäre, dass du als "Bedingung" sagen kannst, dass du möchtest, einen Betrag von XXX € mtl. direkt auf ein Sparbuch/ Tagesgeldkonto/ oder sonstwo zu überweisen, um dies zu sparen. Dann entsteht auch nicht das Problem, dass wenn ein Urlaub/ Anschaffung neuer Möbel/ neues Auto ansteht, sie das Geld dafür nicht hat.

Für mich heißt gemeinsam zu leben auch gemeinsam zu wirtschaften. Was meins ist, ist deins und umgekehrt. Und wenn es dann so wäre, dass wenn du dir was anschaffen möchtest, dann kein Geld dafür da ist, muss darüber geredet werden.

Wie lange seid ihr zusammen, wenn ich fragen darf? Steht eure Hochzeit vielleicht bald an?

LMiljBa4evexr


Ich finde auch in ner normalen nicht verheirateten Beziehung sollte jeder sein eigenes Geld haben und mit dem Haushalten.

Jedoch bin ich der Meinung wenn ein partner in ner ehe zum beispiel von mir profitiert dass er in ner besseren Steuerklasse ist dann hätte ich daran schon irgendwie gerne meinen Anteil daran. ;-) wobei ich sowieso denke, dass es mit Kindern und getrennten Konten nicht sinnvoll ist.

Aber was ist denn das Argument deiner Freundin dass du sie praktisch finanzieren sollst ?

k;oko.-lores9x2


Vertrete auch die getrennten Kassen bzw. getrennten Konten, egal ob Beziehung oder verheiratet. Bei Geld hört der Spaß auf, jedenfalls wenn es für sinnlosen Kram verfeuert wird.

Ich würde es das einfach so machen, dass du dir ein neues Konto anschaffst und dem Arbeitgeber entsprechend Bescheid gibst, ggf. noch Erspartes abheben und auf dein Konto einzahlen. Auch wenn sie dagegen ist. Es ist dein Geld, da bist du niemandem Rechenschaft schuldig. "Was meins ist, ist deins" kann in meinen Augen nur funktionieren, wenn beide verantwortungsbewusst mit dem Geld (des anderen) umgehen und keiner von beiden es zum Fenster hinauswirft. 400 Euro für "sich was gönnen", Schminke, Frisör, Kippen... da wäre ich auch böse. Es klingt ein wenig, als würde gar nicht an Rücklagen für Notfälle gedacht, und im Notfall hat dann einer der Partner, der gespart hat, die Popokarte.

Ein gemeinsames Konto, wo jeder monatlich was einzahlt, könntet ihr für so Sachen wie Wocheneinkauf, eventuelle Reparaturen von gemeinsamen Haushaltsgeräten oder Klempnerservice beibehalten.

W~M 20,14


400 Euro für "sich was gönnen", Schminke, Frisör, Kippen... da wäre ich auch böse.

Das kommt ja immer auf das Gesamteinkommen an. Wenn die beiden zusammen 2500€ Netto haben ist das ja schon was anderes, als wenn sie evtl. 6000€ zusammen verdienen.

DrieKr;uedmxi


Denn zum Modell "Haushaltskasse + jeder behält für sich was nach Abzug der gemeinsamen Fixkosten übrig bleibt" sagte sie: "Da komme ich dann ja nie hin. Da hast du dann jeden Monat etliche hundert Euro übrig und ich gar nix mehr bzw. müsste dann immer sagen, Schatz gib mir bitte mal 100 Euro für den Friseur, das ist doch blöd in einer Beziehung".

Was gibt sie denn in die Beziehung? Wäre es z.B. so, dass du nach der Arbeit die Füße hochlegst oder deinem Hobby fröhnst, während sie eure Wäsche wäscht, die Einkäufe macht, das Essen kocht und die Wohung putzt, könnte man darüber nachdenken, dass du sie bis zu einer Summe x subventionierst. Teilt ihr jedoch alle anlallenden Arbeiten, gibt es keinen Grund, weshalb du sie subventionieren solltest.

Ich finde es immer wieder befremdlich bis peinlich, dass es immer noch Frauen gibt, die ihren Lebensstandard über eine Beziehung aufwerten wollen, die meißten Männer eine monitäre Abwertung in Kauf nehmen müssen.

dxe-sapaYrxecida


Ich finde getrennte Konten und meinetwegen ein gemeinsames Haushaltskonto auch viel besser. Ich kann dich sehr gut verstehen. Bei uns ist es so dass einer mehr verdient als der andere, und der der mehr verdient zahlt mehr. Auch bei den Fixkosten. Ich finde das total normal und mein Mann auch. Wenn wir unterwegs sind zahlt halt der der gerade noch mehr Geld dabei hat. Wir fühlen uns so wohl und Geld ist kein Thema, also obwohl einer von uns regelmäßig mehr zahlt. ABER jeder hat sein eigenes Geld und kann frei entscheiden ob er es für sich oder für die "Ehe" ausgeben möchte. Und das finde ich total wichtig. Wir wollen beide die grundsätzliche Kontrolle über unser eigenes Geld behalten.

Na ja, ich glaube, ihr ist das eigentlich schon bewusst. Denn zum Modell "Haushaltskasse + jeder behält für sich was nach Abzug der gemeinsamen Fixkosten übrig bleibt" sagte sie: "Da komme ich dann ja nie hin. Da hast du dann jeden Monat etliche hundert Euro übrig und ich gar nix mehr bzw. müsste dann immer sagen, Schatz gib mir bitte mal 100 Euro für den Friseur, das ist doch blöd in einer Beziehung".

Das finde ich total frech. Sie will ja wohl von deiner Sparsamkeit profitieren.

kaokaoL.1lorges92


400 Euro für "sich was gönnen", Schminke, Frisör, Kippen... da wäre ich auch böse.

Das kommt ja immer auf das Gesamteinkommen an. Wenn die beiden zusammen 2500€ Netto haben ist das ja schon was anderes, als wenn sie evtl. 6000€ zusammen verdienen.

Ist vielleicht Anssichtssache, aber selbst dann fände ich es verschwendet und wäre böse, gerade bei Kippen. ;-D

CXleo _Edwards v_. -Damvonpoxort


Ui, unverschämt. Wenn ihr beide gleich viel verdient in etwa, keine Kinder habt, dann ist es ja dreist wenn sie davon redet, dass das nicht hin kommt. Das ist ja wohl ihr Problem.

Bei einem Ungleichgewicht an Einkommen und 50/50 Teilung könnte ich sie gut verstehen, aber wenn ihr gleich viel verdient... ihre Verschwendung, ihr Problem.

Vergiss es, dein Gefühl ist total verständlich, wenn du nicht der abgemachte Sugar Daddy bist, der sie finanziell gerne verwöhnt, dann ist sie schlicht dreist, unverschämt und frech.

Dnie SeDherixn


ich weiß, dass ich zu den priviligierten gehöre, die gut verdienen und finde jetzt 400€ im monat für luxus vollkommen okay... ich habe zeiten hinter mir, wo ich jeden cent umdrehen musste, für zwei kinder finanziell fast alleine verantwortlich war und mein konto ständig am anschlag war.

jetzt habe ich endlich mal genug und finde es ganz wunderbar, dass ich auch mal "verschwenden" darf.

und genau deswegen haben mein mann und ich immer schon getrennte konten. die fixkosten für wohnen werden bei ihm abgebucht und ich habe einen dauerauftrag für meine hälfte auf sein konto (momentan zahle ich die miete und so komplett, weil es bei ihm finanziell sehr eng ist).

einkaufen geht immer der, der gerade zeit hat und derjenige zahlt dann auch - meist gleicht sich das ungefähr aus. den urlaub zahlt derjenige, der gerade die kohle dafür übrig hat und der andere tut das dazu, was er kann.

auf diese weise fühlt sich das ganze sehr "gemeinsam" an, trotzdem ist das gute gefühl der eigenständigkeit immer da. und für mich ist es unheimlich schön, dass ich mich für nichts (nichtmal für das siebenundzwölfzigszte rote shirt) rechtfertigen muss ;-)

MRaktzeZBerlDin


kann mich den anderen nur anschließen. Hör auf ein schlechtes Gefühl zu haben, wenn du keine Lust hast ihren teuren Lebensstil mitzufinanzieren hast.

R aloph_HH


Der Ansatz gemeinsames Konto und niemand ist dem anderen Rechenschaft schuldig ist ja im Prinzip ehrbar.

Wenn sie keine Rechenschaft schuldig ist, darüber, was sie im Monat mit 1000€ für sich ausgibt, ist er im Gegenzug aber auch keine Rechenschaft schuldig darüber was er mit seinen 1000€ macht und dass er die auf seinem Konto liegen lässt und anspart. Wenn das so ausgeht, dass die 1000€ für sie ungesehen verschwinden, seinen 1000€ aber sichtbar für beide da auf dem Konto liegen und sie die auch noch ausgibt, dann stimmt da was nicht. Vorbedingung für ein gemeinsames Konto ist Vertrauen, dass beide Parteien mit dem gemeinsamen Geld sorgsam und gerecht umgehen. Daran scheitert es hier offenbar.

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