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Müssen Männer ihre Frauen mit der Faust verteidigen?

Bklechtpixrat


das weder Nationalität, noch Herkunft oder Geschlecht zu einem bestimmten Verhalten verpflichtet.

Dem stimme ich zu. Aber manche Situationen verpflichten dazu. Nicht nur gesetzlich (unterlassene Hilfeleistung), sondern hoffentlich für Einige auch moralisch.

Sjoro/man


Was ist eigentlich "Antanzen"? Mal ganz genau beschrieben?

Hier ist das mal gezeigt:

[[http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/antanz-trick-darum-sind-polizei-und-opfer-oft-chancenlos-id11456371.html]]

Das sieht aus wie eine Art Anrempeln, die dann mit Trickbetrug und Taschendiebstahl verbunden wird. Aber keine sexuell motivierte Tat, die die zwei jungen Täter dort an einem anderen Mann (dem Opfer) machen. Wie fremde Passanten da das Opfer beschützend reagieren sollen, erschließt sich mir nicht. Der Diebstahl geht schnell und ist kaum sichtbar, wenn sich nicht ein Dritter ganz konkret darauf konzentriert. Aber jedes potenzielle Opfer kann vorher seine Wertsachen besser verstauen und sich selbst aktiver wehren.

Oder "Grabschen"? Was konkret ist da gemeint? Also welche Intensität? Dauer? Welche Art von Berührungen? Ich finde, man sollte da Menschen (Männer, wie Frauen) stärken, sich selbst zu wehren in Situationen, in denen sie begrapscht werden. Als Passant kann man aber sicherlich die Frage stellen: "Brauchen Sie Hilfe?" und so aktiver eine Willenserklärung von der/dem Begrapschten einholen.

Eine grundsätzliche Frage stellt sich aber Silvester: wenn Menschen sich bewusst betrinken (egal ob Frauen oder Männer), und damit ihre eigene Abwehr wissentlich und willenlicht schwächen und sich ihre Selbstverteidigungsmöglichkeiten reduzieren, inwiefern tragen sie selbst dazu bei, sich dann selbst schlechter wehren zu können? Und wo beginnt auch die Eigenverantwortung der betroffenen Personen für sich selbst? Wenn ich z.B. wissentlich und willentlich mein Geld verschenke, kann ich dann auch nicht sagen, so jetzt müssen mir aber andere helfen, denn ich habe keines mehr.

Ich bin für ein System, indem Stärkere für Schwächere da sind, aber wo auch Schwächere ein großes Maß an Eigenverantwortung haben und sich nicht von der Hilfe stärkerer abhängig machen.

Mit Frau/Mann hat das an sich wenig zu tun. Man kann auch z.B. erwarten, dass eine starke, erwachsene Frau sich in einen Konflikt von kleinen Jungen einmischt und diese auflöst. Oder eine Polizistin mit den Zusatzmöglichkeiten, die sie hat (Ausbildung, Ausrüstung), mit einem Konflikt unter Männern klarkommt. Wenn in Köln ein Mann einen anderen beharrlich begrapscht, ohne dass dieser einen Ausweg findet. Es ist diese erkennbare Ausweglosigkeit und ein bewusster Hilferuf, der von Opferseite dann auch ein Signal an die Umliegenden senden sollte, dass Hilfe gefragt ist. Woher soll ich denn sonst wissen, ob sich zweie nicht nur durch Grapschen necken, sich aber beide dabei an sich ganz wohl fühlen?

K|antenmKechaniiker


Das gilt ganz allgemein, es ist nichts Neues, dass es an einer "gesunden" Zivilcourage in unserer Gesellschaft mangelt. Dafür muss man nicht einmal mit einer moralisch-ethischen Keule kommen, ich behaupte, dass jeder Mensch so etwas wie ein Unrechtsbewusstsein hat. Ich bin in den 70ern sozialisiert worden, und habe gelernt, dass es wichtig ist, sich für Schwache oder Hilfebedürftige einzusetzen. Das fängt damit an, der kindhauenden Oma im Bus laut Unmut auszudrücken, und hört damit auf, einen Betrunkenen vor einem Mob feiger Neonazis zu schützen. Dass Frauen vor meinen Augen Unrecht geschah, habe ich noch nicht erlebt, da würde ich jederzeit ebenso eingreifen, wie es in meiner Macht steht. Alles andere ist feige.

K?a4nTten=mech9an1ikexr


Hallo Soroman, die sexuellen Übergriffe gingen so weit, dass Frauen gegen ihren Willen Finger eingeführt wurden.

bqleadEeJ19


weil sie sich nicht selber helfen kann?? Guckst du auch weg wenn Kinder geschlagen werden?

Sorry aber wenn du das kannst, dann hast du echt kein Gewissen! [...] Ist ja nicht auszuhalten deine Einstellung

Und was sagt dir, dass der Mann helfen kann? Du bist hochgradig sexistisch, weil du von einem Mann verlangst, dass er in die Situation körperrlich eingreift, aber gleichen Maßstab nicht an Frauen anlegen möchtest. Wo ist dein Gewissen, wenn du daneben stehst und nur die Polizei rufst? Für dich ist das völlig ok, aber ich soll mein Arsch bewegen und mich auf eine körperliche Auseinandersetzung einlassen, die für mich potentiell sehr ungünstig ausgehen kann. Zumal du gleich unterstellst, dass man garnicht hilft, weil wenn ein Mann nicht mit seinem Körper hilft, dann hilft er scheinbar garnicht und schaut nur zu.

b^ella"gixa


Wenn ich das lese wird mir schlecht. Ich erwarte von niemandem was, das vorab. [...]

m3istymhountainxs


Ich würde von niemandem erwarten, dass er sein Leben riskiert um jmd anderem zu helfen. Aber ich würde trotzdem von allen erwarten, dass sie Hilfe leisten in welcher Form auch immer es Ihnen möglich ist.

Man muss dem anderen ja nicht immer gleich eine aufs Maul hauen, aber irgendwie aktiv werden sollte man definitiv! Irgendwas von dazwischen gehen, schlichten, anschreien, andere Leute zum helfen animieren, Beweise sichern, Verfolgung, 1. Hilfe etc muss meiner Meinung nach drin sein. Ganz egal, ob Mann oder Frau!

Bis die Polizei vor Ort ist, kann sonst was passiert sein.

Die Polizei zu rufen ist das mindeste und das kann ich schon von einer alten Omi erwarten.

Ist echt schockierend, wie hier manche Leute denken.

t'1x985


da irrst du dich. es macht aber auch keinen sinn, sich zu opfern, wenn das opfer hinter her nicht einmal an deinen namen interessiert ist, oder sich sogar vorher über dich lustig gemacht hat. moralische verpflichtungen können meinetwegen die elfenbeinturm-akademiker ausleben. aber die greifen ja lustigerweise eher selten ein. die begründen das ganze dann lieber mit geschwafel...

der einzige weg ist prävention und zwar nicht mit kuschelpädagogik, sondern wie früher mit strafen die man höchstens einmal erleben will.

bwladxe19


Naja gut, aber wo kommen wir da hin, wenn das jeder so macht? Frei nach dem Motto "Ich kenn ihn/sie ja gar nicht, soll er/sie doch zusehen, wie er/sie aus der Sache rauskommt"? Also klar, dass man natürlich eher eine Motivation hat, Bekannten zu helfen als wildfremden Menschen - aber aus der anderen Perspektive: Ja prima, da laufe ich dann abends von der Arbeit alleine heim, in einer belebten Fußgängerzone, einer kommt mir dumm und ich darfs dann ausbaden, weil ich niemanden neben mir habe, der mich kennt und verteidigen könnte?

Es geht nicht darum, dass man nicht hilft, sondern Hilfe kann auf verschiedene Art und Weise geleistet werden. Ich finde es nur zutiefst belustigend, dass man von Männer eine bestimmte Art von Hilfe erwartet. "Du bist groß und stark, also geh mal schön dazwischen, aber ich kleine Frau muss da nix machen!". Es trifft noch nicht mal auf mich zu, weil ich bisher tatsächlich in ähnlichen Situationen dazwischen gegangen bin; aber die schiere Arroganz Männer als Waschlappen zu bezeichnen, weil sie sich nicht Prügeln wollen, weil sie vielleicht auch Angst haben und überhaupt kein Potential für Gewalt in sich tragen und in so einer Situation genauso hilflos sind wie ein Frau, obwohl groß und stark, finde ich einfach total daneben und lässt mich tatsächlich hinterfragen, ob meine Hilfe bei so einer Denkart überhaupt verdient ist...

t:1i9x85


Man muss dem anderen ja nicht immer gleich eine aufs Maul hauen, aber irgendwie aktiv werden sollte man definitiv! Irgendwas von dazwischen gehen, schlichten, anschreien, andere Leute zum helfen animieren, Beweise sichern, Verfolgung, 1. Hilfe etc muss meiner Meinung nach drin sein. Ganz egal, ob Mann oder Frau!

bist du schon einmal dazwischen gegangen? weißt du überhauüt wie das ist? der klassiker ist ja, und das habe ich auch schon einmal erlebt, mann geht auf frau los, du gehst dazwischen, und auf einmal geht die frau auch auf dich los, weil es ihr freund ist! nach so einer aktion überlegst du dir wirklich, wann die person es wert ist, dass das risiko eingehst dauerhaften schaden zu nehmen.

theoretisch klingt das immer alles so logisch und einfach, aber in der situation, wenn das adrenalin noch dazu kommt, sieht welt auf einmal ganz anders auf.

d{ooDmhide


@ mistymountains

Man muss dem anderen ja nicht immer gleich eine aufs Maul hauen, aber irgendwie aktiv werden sollte man definitiv! Irgendwas von dazwischen gehen, schlichten, anschreien, andere Leute zum helfen animieren, Beweise sichern, Verfolgung, 1. Hilfe etc muss meiner Meinung nach drin sein. Ganz egal, ob Mann oder Frau!

This! Ganz genau so sehe ich es auch.

SEoromxan


Hallo Soroman, die sexuellen Übergriffe gingen so weit, dass Frauen gegen ihren Willen Finger eingeführt wurden.

-- Kantenmechaniker

Was schon heute klar und deutlich von §177 StGB "Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung" abgedeckt ist.

Hier wäre also der Begriff "Grapschen" auch einfach falsch.

mPipstymYountaxins


bist du schon einmal dazwischen gegangen? weißt du überhauüt wie das ist?

;-D

Ja, weiß ich durchaus.

bCdxak


Sofort müsste eine Geschlechterquote in Bildungseinrichtungen her. Frauenanteil fast 100%

doomhide

Tja, das ist wohl ein interessanter Ansatz - und zwar in einem Alter, wo diese Frauen in der überlegenen Position sind. Ob das Auswirkungen auf die Gesellschaft hat, welche - und warum man das nicht ändern will – das weiss ich nicht..

Ansonsten, wenn man zufällig und unerwartet in einer Gewalt Situation geraten sollte...

Also erstens, die Täter haben nur das Opfer im Blick. Das heisst, die erwarten nicht, dass irgendjemand von aussen schnell eingreifen würde, um dem Opfer zu helfen.

Zweitens, die Täter sind auch nur Menschen. Da diese nicht erwarten, angegruffen zu werden - und auch nicht darauf vorbereitet sind - können leichter überwältigt werden. Oder werden weglaufen, weil die Angst kriegen.

Drittens, wer nicht in dem Fall dem Opfer hilft - dann könnte er als Nächster an der Reihe kommen.

Und auch viertens, wenn man hilft, dann werden auch andere zufällig Beteiligte mithelfen :-)

So was habe ich persönlich erlebt.

HFySperixon


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