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Aromantisch? Kann ich nicht Lieben?

PJlPüsTchbwieSsxt


Bin ich der Einzige der immer nur aromatisch liest? ":/

EChe.ma)lige>r Nutz~er (^#5808506)


Immer diese Kannibalen. Tss.

Wualking Ghost


@ hannah_31

;-D

Kennst du die Big Bang Theory und Sheldon Cooper eigentlich? Falls nicht, das ist eine Sitcom, in der ein asexueller Mensch eine zentrale Rolle spielt. Er hat dann trotzdem eine Beziehung, ist aber vollkommen unromantisch und küsst die Freundin noch nicht mal für mehrere Jahre. Ist sehr interessant. Es ist zwar Comedy, aber es steckt ja in jeder Komödie auch Wahrheit. Jedenfalls verändert sich das bei dem über die Jahre. Aber graduell und extrem langsam.

Ich glaube deshalb man kann ganz anders sein und ticken als andere Menschen - man muss nur einen Partner finden, der das versteht und wünsche dir auch so einen. @:) :)*

Ich bin nicht der Meinung, dass diese Sitcom für Betroffene irgendwie förderlich ist, da sie das Phänomen maßlos überzeichnet und die Gesellschaft in ihrem Schubladendenken bestärkt.

Asexuelle/Aromantische sind nicht automatisch Freaks oder Nerds. Sexualität ist auch nicht das alleinbestimmende Merkmal, dass Beziehungen gegenüber Freundschaften auszeichnet, sondern eben nur eine Facette. Anderenfalls wäre "Liebe" nur Freundschaft + Trieb und das kann's ja nun auch nicht sein. Wenn ich mir überlege, was bei mir anders ist als bei einem "normalen" Heterosexuellen, dann ist das völlig unspektakulär: Ich bin einfach nur losgelöst vom Sexualtrieb und schätze die anderen Aspekte in einer Beziehung umso mehr. Mehr Kopfebene und weniger Leidenschaftlichkeit, das ist alles. Nicht wir sind engstirnig, sondern die, die sich nicht mehr vom Bild eines Dr. Dr. Sheldon Cooper lösen können, sobald der Begriff "asexuell" einmal gefallen ist.

Eghemalig_er^ Nutzer (x#588506x)


Sheldon Cooper finde ich auch ungeeignet, auch wenn die Serie mal lustig war. Der ist außerdem Asperger-Autist und hochbegabt - das vermittelt wie WalkingGhost schon sagt wieder so ein abgehobenes Freak-Bild.

W{alk>in?gGxhost


Was mir noch einfällt:

Man wird einerseits an den Erfolgsmaßstäben eines Heterosexuellen gemessen, gegen die man sich aufgrund der eigenen Veranlagung eigentlich ganz bewusst entschieden hat, und andererseits wird man als "Alien" von vornherein disqualifiziert bzw. es wird einem die Beziehungsfähigkeit abgesprochen.

Inwiefern man dazu in der Lage ist, sich in einem (durchaus eingeschränkten Bereich) weiterzuentwickeln oder auch den Beziehungsvorstellungen des anderen anzunähern, interessiert da niemanden.

Wiederum andere zweifeln die Existenz von Asexualität/Aromantismus gänzlich an und bezeichnen es als psychische Störung. Hab ich in diesem Forum schon von Homosexuellen erlebt, die sich offenbar in ihrer Minderheitenrolle bedroht sehen. Das ist schon eine ziemliche Doppelmoral, aber so was kennt man ja bereits von Vegetarismus-Debatten oder Thin Bashing.

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