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Ich Fischkopp soll nach Nrw?

L7ian[-Jilxl


definitiv, in den letzten jahren gab es öfters in den mittelgebirgen mehr schnee als im allgäu. dabei ist es weniger der fehlende niederschlag als die temperatur, die bei euch nicht mehr passt.

Die Chiemgauer Alpen sind noch völlig schneebedeckt, wie mir ein Blick aus dem Küchenfenster verrät ;-D .

Lbian-xJill


(aber das ist ja auch nicht Allgäu)

Mwöö_p M1ööxp


Ich bin jetzt 2x umgezogen im Sinne von "richtig" weggezogen. Das erste Mal nur 200km, da bin ich dann noch wochenweise gependelt, bis mein erstes Kind kam. Dann ein Jahr später nochmal ein ganzes Stück weg - vom Rheinland nach Bayern. Hätte mir jemand gesagt, daß ich mal in Bayern (naja, bayrisch Schwaben) heimisch werde, den hätte ich für verrückt erklärt. Aber inzwischen gefällt es mir hier sehr gut. Daß meine Familie weit weg ist, hat natürlich Nachteile, aber ehrlich gesagt hat die Bedeutung meiner Eltern - so gemein das auch klingt - mit der Zeit abgenommen. Ich habe meine eigene Familie, meine Kinder haben hier Freunde und ich auch und DAS macht meine Heimat aus. Auch die Stadt, in der wir zwischendurch gelebt haben, ist mir sehr ans Herz gewachsen. Jemand hat mir mal gesagt: Ein Ort, wo man ein Kind bekommen hat, wird immer etwas besonderes bleiben. Ich kenn da zwar auch eine Ausnahme, aber es ist schon etwas dran: Mit einem Kind fängt man ein neues Leben an, egal wo man ist, und man lernt dabei sowieso viele neue Leute kennen. Also davor brauchst du meiner Meinung nach nicht so viel Angst zu haben.

Was mir hier noch auffällt: Eine der wenigen Sachen, die mich hier an manchen Leuten nervt ist: Die sind hier nie rausgekommen und betrachten alles, was mehr als 100km von hier weg ist, als komisch. Dann wird sich mockiert, wenn ich Möhre statt Karotte sage usw. Ich bin auch kein Auswanderertyp und froh, wenn ich jetzt hier bleiben kann, aber es tut mir dann auch manchmal leid, wie wenig manche über ihren Tellerrand blicken können, weil eigene Erfahrungen auch ein Schlüssel zum Verständnis für andere sind. In diesem Sinne kann ich dir nur raten, es zu versuchen. Und wenn es nicht klappt, dann ist deine Heimat doch noch da - sie verschwindet nicht, wenn du wegziehst. Und wenn es in deinem Job kein Problem ist, unterzukommen, kannst du doch halbwegs problemlos zurück!

2 Jahre finde ich übrigens einen guten "Grenzwert" - weniger würde ich mir nicht vornehmen, da es einfach meist ein Jahr braucht, bis man richtig angekommen ist.

Alles Gute! @:) @:)

Ejin KIurpfäClzxer


Ich bin vor fast genau einem halben Jahr aus meiner Geburtsstadt, in der ich mein ganzes bisheriges Leben gelebt hatte, weggezogen (Jetzt bin ich eigentlich gar kein richtiger Kurpfälzer mehr... ":/ ), allerdings nicht wegen der Arbeit sondern aus anderen Gründen x:) Und es war auch nicht mit deiner Situation zu vergleichen, Choupette, weil ich die Gegend schon sehr lange gut kannte und dort auch schon länger Freunde habe, weil ich beim gleichen Arbeitgeber bleiben konnte (und mir der Wechsel an eine andere Niederlassung sehr gelegen kam, weil die bisherige ganz stark den Bach runtergeht...), und weil es auch keine komplett andere Ecke in Deutschland ist (von südlicher Mitte West nach südlicher Mitte Mitte; so in etwa jedenfalls ;-) Aber halt doch aus einem ausgeprägten Ballungsgebiet in eine eher ländliche Gegend, aus der platten Rheinebene ins Hügelland)

Aber es war für mich trotzdem ein großer Schritt, weil ich ja bisher "ortsfest" war (bis auf ein paar Monate wochenweiser Abwesenheit während einer Ausbildung), und weil ich auch nicht mehr so ganz jung bin. Aber was soll ich sagen: es war (und ist) eine ganz wichtige Erfahrung für mich; ich habe das Gefühl, das ich mich in dem neuen Umfeld auch selbst wieder besser und anders kennen lerne. Ich habe mittlerweile schon öfter gedacht, dass ich das wohl schon in jüngeren Jahren mal hätte machen sollen: woanders hinziehen, vielleicht auch mal richtig weit weg. Na ja, im nächsten Leben dann... ;-D

Also ich denke du solltest es wagen. Im schlimmsten Fall ist es eine Erfahrung, aus der du gelernt hast, dass du außerhalb deiner Heimat nicht glücklich wirst, und wie schon andere geschrieben haben: Es gibt immer einen Weg zurück oder woanders hin. Ich bin auch mit der Einstellung umgezogen: Schauen wir mal, was das gibt; ich finde das nimmt viel Druck raus.

Zu der Gegend um Detmold kann ich nicht viel sagen; ich war zwar schon einmal dort, als ich einen Freund besucht habe, der in Paderborn wohnt. Aber was soll ich sagen: Mir ist das da oben alles einfach zu, nun ja Norddeutsch ;-) Alles was zu weit nördlich vom Main liegt, ist für mich ein wenig seltsam und fremd (fischköpfisch eben ;-D ); daher kommt mir aus dem Süden betrachtet der Schritt von der Küste dahin gar nicht so groß vor. Aber für mich interessant, dass ihr im Norden das so ganz anders empfindet.

dqummsc1hmarrer74


Die Chiemgauer Alpen sind noch völlig schneebedeckt, wie mir ein Blick aus dem Küchenfenster verrät ;-D .

aber wer braucht schon *jetzt* schnee? an weihnachten war alles grün :|N ;-)

cMali-t9onxi


Hi

NRW ist Gross , kommt drauf an wo du NRW meinst , beispielweise ahaus fast an der Niederländischen grenze ist zwar vom Bezirk her noch NRW erinnert mich von der Mentalität und Landschaft eher an meine zweite Heimat das Budjardinger Land und ich könnte mir dort schon einen längeren Auffenthalt vorstellen , dort leben und arbeiten würde Mental kein Problem darstellen

Ich hatte mal selbiges Problem in und um 2005/2006 ich wollte Beruflich umschulen und das in einem Bezirk wo mich niemand kennt

und von einigen Leuten wurde mir empfohlen . Bewirb dich um Köln herum , die suchen in allen Bereichen gute Fachleute

gleichzeitig wurde ich von Bekannten aus diversen Foren , wo ich das so beiläufig erzählte gewarnt : meist mit folgenden Satz : Ja in Köln , Die Stadt mit den meisten offenen Stellen und den meisten Arbeitslosen , die können weil Welt und Bildungsfremd ihre eigenen Stellen nicht besetzen die Mentalität geht gar nicht , als Fremder kommst du da nicht rein und du wirst deren Mentalität nicht verstehen , ich wette das du spätestens nach 1 Jahr dort wieder weg gehst

Ich habe alle Warnungen in den Wind geschlagen , habe 10 Bewerbungen weg geschickt und bekam 9 Zusagen und unterschrieb dann dort , allerdings vorgewarnt zunächst nur einen 1 Jahres Vertrag .

Ich habe mir dort eine Wohnung gesucht , aber meine alte Wohnung im Rhein Lahn Kreis , meiner Wahlheimat noch nicht aufgegeben ... was nachher mein Glück war , nach 18 Monaten bin ich dort Fluchtartig wieder weg .

Mein Arbeitgeber wollte mich unbedingt behalten , wollte sogar den Stundenlohn richtig nach oben schrauben wenn ich blieb und schrieb sogar das Arbeitsamt an , das er mir Vertragsverlängerung angeboten hatte

ich kündigte selber , was soviel hies wie AL Sperre , aber ich wollte dort weg und suchte mir in meiner alten Heimat erst mal irgendeinen Job , Zeitarbeit in der Heimat war besser als dort ein Job für 23 Euro /Std

es ging einfach nicht , ich kam mit dem Kölner geklüngel nicht klar

Wenn deine geplantes Ziel auch im Umkreis Köln liegt , betrachte es als Warnung und gebe deine Heimat nicht auf , was damals mein grosses Glück war

sWmilpe-40-me


Hallo Choupette,

ich bin Ostfriesin, hab 27 Jahre meines Lebens auch dort verbracht. Nach dem Studium wollte ich unbedingt weg und hab in Düsseldorf, im schönen NRW, eine Stelle gefunden. Dort hab ich 7 Jahre gelebt, bis es mich der Liebe wegen jetzt ins nördliche RLP verschlagen hat.

Mir fehlt meine Heimat und aus persönlichen Gründen meines Partners können wir momentan nicht in den Norden ziehen. Ich merke immer mehr, was und wo meine Wurzeln sind und vermisse vor allem meine Familie. Ich kann selten mal nach Hause fahren, weil 400 km mal eben so doch nicht gefahren sind für ein Wochenende.

Würde ich es wieder tun? Ja, würde ich! Es ist eine Erfahrung, durch die ich viel gelernt habe und durch die ich mich weiterentwickelt habe. Im schlimmsten Fall gefällt es dir in NRW nicht und du willst wieder nach Hause, dann ist das so und du bist um eine Erfahrung reicher. Im besten Fall findest du es toll und fühlst dich pudelwohl. Ich würde es machen an deiner Stelle.

Ich weiß nicht, wohin du ziehst. Ich kann nur sagen, ich bin trotz Umzug in die Eifel regelmäßig in Düsseldorf und kann mir nach wie vor vorstellen, dort zu leben. Eine tolle Stadt mit vielen Möglichkeiten und tollem Flair. Mir hat es gut getan aus der friesischen Kleinstadt rauszukommen und meinen Horizont zu erweitern.

h inte_rmmxond


Ich habe jetzt nicht so genau alle Antworten nachgelesen, um zu sehen, ob es schon jemand geschrieben hat (in dem Fall bitte einfach überlesen) - meines Wissens darfst du dein Autokennzeichen behalten und musst deshalb die neue Standortwahl nicht von LIP oder nicht-LIP abhängig machen ;-): [[http://www.autozeitung.de/auto-news/neues-gesetz-autokennzeichen-beim-umzug-bundesweit-mitnehmen]].

y8esse sne9ee


Bin auch Friese. Wohne jetzt seit knapp 15 Jahren in Stuttgart. Und nein ich vermisse den arschkalten Wind nicht und die Platte ödnis.

C!horupe-tte_F*innxian


Tja, hier berichten ja doch einige von ihren Umzugserfahrungen und selbst die, die dann doch lieber wieder zurück wollten, haben sich vorher getraut. :-)

In mir arbeitete es seit Tagen... Mittlerweile bin ich, denke ich, deutlich offener für einen Umzug. Natürlich inklusive Unsicherheiten im Bezug auf einige Dinge wie "Wo finde ich einen guten Arbeitgeber" oder auch "Wie werde ich mich am letzten Tag hier oben in der leeren Wohnung und mit dem vollgepackten LKW vor der Tür fühlen", aber so ist das eben. Wird sich schon alles finden und fügen, das war bisher immer so. :)z

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Gestern Abend war mein Freund dafür sehr nachdenklich, er sagte er denkt über seinen jetzigen Job nach und den anderen Job, aber konkrete Einzelheiten zu seinen Gedanken konnte er noch nicht äußern. Bin natürlich neugierig, aber ich kenne das von mir, ich zerdenke auch erst alles und sortiere es in meinem Kopf und kann dann erst formulieren was ich will. Bin mal gespannt was bei ihm rauskommt. ;-D

Akuf&DerArQbeixt


Ich würde es mir gut überlegen.

Ich bin wegen der Liebe vor etwas mehr als 2 Jahren vom Ruhrgebiet nach Hamburg gezogen. Die Beziehung hat nicht funktioniert, nach einem Monat kam die Trennung. Und dann sass ich da... 400 KM von Zuhause in einer fremden Stadt und Kultur.

Hamburg war als Stadt wundervoll. Ich hab in den zwei Jahren viel gesehen und erlebt. Aber Menschlich? Tut mir leid, ich komme mit denen nicht klar. Freundschaften aufzubauen war sehr schwierig - meine Freunde waren eher andere Menschen, die auch aus NRW kamen und dort gestrandet waren.

Ich bin nun nach Köln gezogen - nicht wirklich meine Heimat - aber NRW. Und mit den Menschen hier komme ich wesentlich besser zurecht. Warum auch immer. Und das wichtige ist: meine alten Freunde und Familie sind wieder da.

Im Nachhinein waren die 2 Jahre Hamburg touristisch sehr schön - aber ansonsten Isolationshaft. Seit ich wieder in NRW lebe, lebe ich wieder richtig auf.

Heimat ist Heimat.

Überlege es dir gut, gerade wenn ihr Kinder plant.

B+ri*gixe


Das funktioniert aber so auch nicht. Ich habe der Liebe wegen sogar zweimal den Wohnort komplett gewechselt. Beim ersten Mal ging es nach 6 Jahre zuende, lange genug, um dort Wurzeln zu schlagen, okay. Der zweite Wechsel rüber zu den Fischköppen hält nun schon 9 (!) Jahre. Ich habe das Risiko zweimal auf mich genommen, und auch das erste Mal bereue ich nicht!

Das Scheitern der Beziehung ist immer drin - egal, wie sicher man sich fühlt. Deshalb schon von vorher kein Wagnis mehr auf sich zu nehmen, ist falsch, davon bin ich trotz meines Lebenslauf überzeugt. Wer wagt, kann immerhin gewinnen - wer nicht wagt, kann es nicht. Und egal, wie das Leben verläuft, wer sich selbst vertraut, findet immer seinen Weg. Ein Scheitern einer Beziehung muss noch lange kein Scheitern auf ganzer Ebene werden. Es liegt viel mehr an der Einstellung. Wenn ich alles als Stufen meiner individuellen Entwicklung ansehe, gibt es eigentlich gar keinen Fehler. Alles ist ein Schritt auf dem Weg.

CwhoupettPe_Finxnian


AufderArbeit, es gibt aber keine Alternative. Eine Fernbeziehung halte ich für unmöglich, spätestens wenn ein Kind dabei ist. Ich müsste mich an fünf Tagen und Nächten der Woche allein um Haushalt, Kind, zwei Hunde und das alltägliche Gerödel, das da noch zukommt, kümmern und so belastbar bin ich nicht. Mein Beileid an die, die keine Wahl haben, aber ich habe eine und freiwillig würde ich mich für so ein Leben nicht entscheiden. Da bleibt unsere Partnerschaft als auch irgendwann ich persönlich gewaltig auf der Strecke - nicht gut!

Eine Trennung steht wie gesagt außer Frage. Wenn man sich auseinanderlebt muss man das akzeptieren, aber als bewusste Entscheidung, weil ich auf gut Deutsch zu feige bin mitzuziehen? Nee! :-)

Und ich könnte ja in so einem Fall auch zurückziehen. Solang man keine gemeinsamen Kinder hat ginge das sogar im Falle einer Trennung problemlos, um mal über die Möglichkeit nachgedacht zu haben.

-

Brigie

Wer wagt, kann immerhin gewinnen - wer nicht wagt, kann es nicht.

Richtig, so sehe ich das inzwischen auch immer mehr. @:)

BSrig[ixe


Choupette Finnian,

das klingt doch jetzt mal richtig gut!

Ich wünsche Dir VIEL GLÜCK! @:)

LRewiaxn


Ich bin im Alter von 23 von Hamburg nach NRW gezogen, und auch wenn das nur voruebergehend war, habe ich mich doch dort sehr wohl gefuehlt, vor allem durch die Menschen dort, die ich als freundlich, offen, humorvoll, schnoerkellos und direkt erlebt habe. Das war fuer mich als Nordlicht genau das Richtige. Ich habe bis heute, >20 Jahre spaeter, viele Freunde aus dieser Zeit und komme immer gerne nach NRW zurueck.

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