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Warum drängen Frauen die Männer in die Beschützer-/Ernährerolle?

CdinnaKmonS4


Warum erwarten Frauen heutzutage von Männern noch immer, dass sie den starken Beschützer & Versorger spielen? Der Fels in der Brandung, ein Mann, keine Pussy! Haben Männer nicht auch ein Recht darauf sich aus veralteten Rollenbildern auszuklinken?

Nein, haben sie nicht. Das wäre ja noch schöner! Männer mit Rechten? Wo denkst du hin... Dann wäre die seit Jahrzehnten mühsam aufgebaute feministische Propaganda und deren Früchte ja völlig umsonst gewesen... Nee, wir Frauen wollen jetzt ernten! Wir die Früchte, und ihr den Sturm, habt ihr doch Wind gesät, ihr Unglückseligen!

Angefangen hat das ja Alles schon im Mittelalter, als Frauen begannen, Männer zu verwünschen, ihre sexuelle Potenz zu stehlen... Leider wurde das enttarnt und diese Frauen als Hexen verbrannt. Gott sei Dank konnte dieses lästige Prozedere mit Intrigen auf Seiten der Frauenschaft ((erst!) ernsthaft) im 19. Jahrhundert endgültig abgeschafft werden. Zumindest wird hierzulande niemand mehr verbrannt. Da war dann der Weg frei für die Machtergreifung des weiblichen Geschlechts, des einzig wahren Geschlechts, muhahahahaha! Ha! Ha...

Ernsthaft?

Wie seht ihr das?

Ich kriege schon langsam Krämpfe in der Hand von den ganzen Wiederholungen:

Es gibt nicht DIE Frauen und auch nicht DIE Männer.

Ich - zufälligerweise anatomisch weiblich - freue mich zwar, wenn mein Partner hin und wieder Relikte alter Zeiten aufkommen lässt und mir mal die Tür aufhält, mir aus dem Auto hilft, den Stuhl zurechtrückt oder mich wärmt, wenn mir kalt ist. Ich finde das süß. Das hat bei mir aber eher einen emotionalen/sexuellen Touch, wo ich diese Art von "Gentleman-Tum" schätze. Ich mag es auch, wenn Männer Frauen den Vortritt lassen, geht es gedrängt zu beim Einstieg in die S-Bahn. Das sind aber alles Kleinigkeiten und darüber hinaus meine persönlichen Präferenzen. Bei den großen Dingen bin ich da schon offen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass mein Mann später Zuhause bleibt und die Kinder hütet, während ich arbeiten bin. Am Liebsten wäre es mir wohl, wir gehen beide einfach reduziert arbeiten und teilen uns den Rest. Mein Freund darf weinen und Gefühle haben, er darf auch frech oder hart sein - je nachdem, wonach ihm in dem Moment ist. Genauso wie ich. Ich finde das völlig normal. Ich halte - abgesehen von dem schon genannten Reiz des "alten Gentleman" - nicht viel von Rollenklischees. Von mir aus könnten Männer auch Kleider und High Heels tragen und sich die Nägel lackieren. Und Frauen gingen ungeschminkt und strubbelig aus dem Haus. Das wäre mir echt egal.

LHo}laXx5


Nein, haben sie nicht. Das wäre ja noch schöner! Männer mit Rechten? Wo denkst du hin... Dann wäre die seit Jahrzehnten mühsam aufgebaute feministische Propaganda und deren Früchte ja völlig umsonst gewesen... Nee, wir Frauen wollen jetzt ernten! Wir die Früchte, und ihr den Sturm, habt ihr doch Wind gesät, ihr Unglückseligen!

Angefangen hat das ja Alles schon im Mittelalter, als Frauen begannen, Männer zu verwünschen, ihre sexuelle Potenz zu stehlen... Leider wurde das enttarnt und diese Frauen als Hexen verbrannt. Gott sei Dank konnte dieses lästige Prozedere mit Intrigen auf Seiten der Frauenschaft ((erst!) ernsthaft) im 19. Jahrhundert endgültig abgeschafft werden. Zumindest wird hierzulande niemand mehr verbrannt. Da war dann der Weg frei für die Machtergreifung des weiblichen Geschlechts, des einzig wahren Geschlechts, muhahahahaha! Ha!

Ich finde Polemik und Ironie bei dem Thema nicht wirklich hilfreich. Führt m.E. nur dazu, dass sich einige in ihren Aussagen nicht ausreichend ernst genommen fühlen und sich darin bestätigt sehen, dass die Debatte gemieden werden soll.

Reiz des "alten Gentlemans"

Ich finde daran überhaupt nichts reizvoll. Mich nervt sowas viel eher. So eine pseudobevorzugte Behandlung aus Zeiten, in denen Frauen nichts selbst entscheiden durften, finde ich sogar ziemlich blöd. Und: Auch dieses Gentlemangetue ist Alltagssexismus. Und je weniger es davon gibt, desto besser. :-) Und nein, dass heißt nicht, dass man Menschen die Tür nicht mehr aufhält. Nur der die geschlechtsspezifische Unterscheidung ist unnötig wie ein Kropf. :=o

(Mir ist aber durchaus bewusst, dass einige Menschen Alltagssexismus durchaus mögen und nicht missen wollen würden. Nur gut finden muss ich das nicht.)

CFilnnamxon4


Ich finde Polemik und Ironie bei dem Thema nicht wirklich hilfreich. Führt m.E. nur dazu, dass sich einige in ihren Aussagen nicht ausreichend ernst genommen fühlen und sich darin bestätigt sehen, dass die Debatte gemieden werden soll.

Tja... wer mit Ironie nicht umgehen kann... Zeigt sie doch am Besten, was man wirklich denkt. Und das Thema: "ALLE Frauen sind so, ALLE Männer so." wurde hier im Forum wirklich schon bis zum Erbrechen diskutiert und ich habe bestimmt 100 Mal, gefühlt eher 1.000 Mal, etwas vollkommen Unironisches dazu gesagt. Wenn es dann immernoch nicht angekommen ist, ist es auch nicht meine Schuld.

Und wo du in meinem Text Polemik findest, kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Ich wollte zumindest niemanden angreifen.

Eine Debatte auf med1 ist darüber hinaus ja keine Polit-Talkshow mit Übertragung im Fernsehen.

Es ist steht dir natürlich frei, meinen Beitrag trotzdem unangemessen zu finden. Ich denke auch nicht, dass ich mich da nochmal verteidigen oder rechtfertigen muss, habe ich doch jetzt zu Genüge dargestellt, weswegen ich da keine Unangemessenheit sehe.

Ich finde daran überhaupt nichts reizvoll. Mich nervt sowas viel eher. So eine pseudobevorzugte Behandlung aus Zeiten, in denen Frauen nichts selbst entscheiden durften, finde ich sogar ziemlich blöd. Und: Auch dieses Gentlemangetue ist Alltagssexismus. Und je weniger es davon gibt, desto besser. :-)

Findest du. Ich empfinde das genannte Gentleman-Handeln nicht als "Alltagssexismus" im negativen Sinne. Ich empfinde es als eine Höflichkeit, die ich mag. Ich habe aber auch klar herausgestellt, dass das eine persönliche Vorliebe von mir ist, der niemand nachkommen muss.

Und nein, dass heißt nicht, dass man Menschen die Tür nicht mehr aufhält. Nur der die geschlechtsspezifische Unterscheidung ist unnötig wie ein Kropf. :=o

Stell dir vor - ich halte auch Männern die Tür auf ;-) .

(Mir ist aber durchaus bewusst, dass einige Menschen Alltagssexismus durchaus mögen und nicht missen wollen würden. Nur gut finden muss ich das nicht.)

Nee, man muss ja auch nicht bei jedem Thema auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

CWinnYamo-n4


Ach ja - ich fände es übrigens traurig, wenn solche Gesten der Höflichkeit vollkommen aus dem Alltag verschwinden würden. Ich werde halt gerne manchmal hofiert und wie deutlich wurde, ist Sexismus nichts, womit ich mich identifiziere. Das ist ein bisschen so, wie die Leute, die "Neger" sagen, aber alle Menschen gleich behandeln, zu korrigieren, statt sich auf die zu konzentrieren, die Menschen ausländischer Abstammung bei der Jobsuche diskriminieren oder ihnen keine Wohnung vermieten.

L1olaXx5


@ Cinnamon4

Ich wollte dich nicht angreifen, falls es so rüber gekommen ist. Ich wollte einfach nur Festhalten, dass ich diese Art Beitrag nicht für sehr vorteilhaft für die inhaltliche Qualität einer Diskussion halte.

Tja... wer mit Ironie nicht umgehen kann...

Damit umgehen zu können heißt noch nicht zwangsläufig, dass Ironie immer produktiv ist. ;-)

Zeigt sie doch am Besten, was man wirklich denkt.

Nein, tut sie eigentlich nicht. Man kann sich zwar in etwa zusammenreimen, was gemeint ist. Aber verstanden wird man primär von denen, die eh schon ähnlich denken.

Und das Thema: "ALLE Frauen sind so, ALLE Männer so." wurde hier im Forum wirklich schon bis zum Erbrechen diskutiert und ich habe bestimmt 100 Mal, gefühlt eher 1.000 Mal, etwas vollkommen Unironisches dazu gesagt. Wenn es dann immernoch nicht angekommen ist, ist es auch nicht meine Schuld.

Wenn einen ein Thema genug interessiert, um einen Faden zu lesen, dann sollte es einem m.E. auch eine ernsthafte Diskussion wert sein. Und damit meine ich nicht, dass man das schreibt, was schon zig mal irgendwo geschrieben wurde. Ich würde mir vielmehr wünschen, dass die Diskussion jeweils mit den Details und Feinheiten fortgesetzt wird, bei denen man selbst noch am Nachdenken ist. Gerade an diesen Punkten kann die Diskussion und der Austausch interessent werden.

Statt mit den Augen zu rollen, über die (vermeintlich oder tatsächlich) immer gleichen/ähnlichen Aussagen und dann ironisch zu kommentieren, könnte man auch ganz ernsthaft mit den Aspekten fortsetzen, die einen aktuell bei dem Thema beschäftigen. Die Punkte, mit denen man "noch nicht durch ist".

Findest du. Ich empfinde das genannte Gentleman-Handeln nicht als "Alltagssexismus" im negativen Sinne.

Fast nichts hat nur negative Seiten bzw. wird von allen Menschen als negativ empfunden. Mit deiner Ergänzung "im negativen Sinne" räumst du ja schon quasi selbst ein, dass es durchaus Alltagssexismus ist. Selbstverständlich nicht die schlimmste Form, aber eben doch: Alltagssexismus: Eine unterschiedliche Behandlung von Menschen, basierend auf ihrem Geschlecht. Das ist Sexismus.

Ich empfinde es als eine Höflichkeit, die ich mag.

Höflichkeit braucht keine Geschlechtsunterscheidung.

Ich habe aber auch klar herausgestellt, dass das eine persönliche Vorliebe von mir ist, der niemand nachkommen muss.

Schon klar. Aber genau diese persönlichen Vorlieben sind ja das Spannende. :)z Genau sie sind der Ort, wo Geschlechterrollen wirksam werden / eingefordert werden. Und wenn nicht eingefordert, so doch positiv aufgenommen. So wie du eben beispielsweise positiv auf Gentleman-Gesten reagierst.

Ach ja - ich fände es übrigens traurig, wenn solche Gesten der Höflichkeit vollkommen aus dem Alltag verschwinden würden. Ich werde halt gerne manchmal hofiert und wie deutlich wurde, ist Sexismus nichts, womit ich mich identifiziere.

Naja, in der Form des "Hofierens" kannst du dich offensichtlich doch damit identifizieren.

Wie gesagt: Wenn Sexismus nicht auch ein freundlicheres/harmloseres Gesicht hätte, wäre er schon längst ausgestorben.

Genau diese Feinheiten sind es, die mich am Thema interessieren. Es sind die subtilen Erwartungen, die Geschlechterrollen heute ausmachen. Und da macht es auch meiner Sicht viel Sinn, noch genauer hinzusehen und noch genauer darüber nachzudenken.

Je differenzierter die Diskussion desto besser.

Das ist ein bisschen so, wie die Leute, die "Neger" sagen, aber alle Menschen gleich behandeln, zu korrigieren, statt sich auf die zu konzentrieren, die Menschen ausländischer Abstammung bei der Jobsuche diskriminieren oder ihnen keine Wohnung vermieten.

Naja, wenn hinter der Begriffsverwendung nichts dahinter steckt, sollte es doch ein leichtes sein, auf Begriffe zu verzichten, die sonst meist abwertend verwendet werden und auch so verstanden werden.

ax.-fisxh


Den letzten Beiträgen von Lola möchte ich mich vollumfänglich anschließen.

mbond+ostexrne


Ich finde Polemik und Ironie bei dem Thema nicht wirklich hilfreich. Führt m.E. nur dazu, dass sich einige in ihren Aussagen nicht ausreichend ernst genommen fühlen und sich darin bestätigt sehen, dass die Debatte gemieden werden soll.

Selbstverständlich soll die Debatte vermieden werden. Deshalb werden User wie Detlev22 rigoros gesperrt.

s=ensiblelm?an


So wie du eben beispielsweise positiv auf Gentleman-Gesten reagierst.

Wenn ich so darüber nachdenke, wofür diese Gentleman-Gesten gut sein sollen, dann keimt in mir die Vermutung, dass da eine gewisse Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Anerkennung sichtbar wird. Fehlt eventuell gegen- oder einseitige Aufmerksamkeit im normalen Alltag, so dass solche Symbolik (Gentleman-Taten) an Wert gewinnt?

E{hemalAiger NutHzer (#56x8697)


Aufmerksamkeit wurde in der Vergangenheit stark formalisiert und in unterschiedlichen Ausprägungen zur "offiziellen" Charaktereinschätzung bestimmter Bevölkerungsschichten verwendet. Solange man sich an die Anstandsregeln hielt ( wie auch immer die aussahen), die formale Abläufe der Aufmerksamkeits zur Schau Stellung z.B. auch zur Beziehungsfindung verlangten, galt man offiziell als charakterlich einwandfrei, egal was für ein Arschloch man tatsächlich hinter geschlossenen Türen war. Kam es zu Missachtung dieser Regeln galt der Regelbrecher als eingeschränkt gesellschaftsfähig was mit Vermögens und Einflussverlust einherging.

Davon sind wir heute meilenweit weg. Zum Glück. Warum? Weil Menschen durch Erfahrungen gelernt haben, dass positive Aufmerksamkeit nicht erzwungen werden kann. Wer widerwillig seine Aufmerksamkeit zur Verfügung stellt zeigt keinen positiven Charakter sondern nur dass er eigentlich gerne was anderes täte. Wer Aufmerksamkeit zweckgebunden zur Verfügung stellt, zeigt einen zweckgebundenen Charakter ( muss nicht zwangsläufig negativ sein, kann aber). Wer Aufmerksamkeit freiwillig und aus echtem Interesse zur Verfügung stellt zeigt einen offenen weiterentwicklungsfähigen Charakter. Und so weiter.

Die Formalisierung die zur Vereinfachung von sozialen Zusammenhängen führen sollte, schränkte die Menschen so stark ein, dass sie Phase für Phase immer weiter zurück gedrängt wurde, weil ihre Verlässlichkeit für die tatsächliche Charaktereinschätzung eines Einzelnen am Ende doch nicht taugt: Jeder kann die Tür aufhalten. Langfristig entscheidend ist die Absicht mit der er oder sie das tut.

Abgelöst wird das ganze heute durch unbewusst oder bewusste Hinterfragung von Intentionen und entsprechendem Umgang mit nicht nur der tatsächlichen Aktion (Sachebene) sondern auch Motivationen (z.B. in der Kommunikationspsychologie) und daraus folgend dann eben authentisches situationsbezogenes handeln.

Die meisten Menschen sind sich dessen nicht verbal bewusst, aber das berühmte "Bauchgefühl" ist nichts anderes als eine innerliche unbewusste Intentionseinschätzung des Gegenübers und läuft in der Kommunikation standartgemäss unbewusst ab. Getroffen wird diese Einschätzung aufgrund von Erfahrungen und deshalb kann sie je nach Erfahrungsraum realitätsnah oder fern sein. Wenn jemand sehr schlecht darin ist Intentionen einzuschätzen würde demjenigen natürlich helfen es gäbe formal korrekte Handlungsabläufe, die von allen Beteilligten charakterunabhängig eingehalten werden müssten.

Dadurch entsteht eine Leistungsgap zwischen den guten und schlechten Intentionseinschätzern. Für die schlechten Intentionseinschätzer würden die Formalien zumindest eine bestimmte Sicherheit von "Sachleistungen" bieten. Meist sind deren Vertreter solche, die einen Sachleistungsaustausch anstreben. Das funktioniert in der Sachwelt prima - in der Gefühlswelt gar nicht.

Die guten Intentionseinschätzer dagegen können ohne Formalienzwang frei agieren und schneller leistungsstärkere Bindungen bilden, haben also in Folge dessen kein Interesse daran zu formalisieren.

Aber - könnte jemand einwenden- das erklärt doch nicht, dass Frauen wie Benutzerin gentlemen Gesten immer noch positiv finden?

Tja - doch schon. Gentleman Gesten waren in der Vergangenheit Formalien, die es Männern ermöglichten sich auf ein Standartrepartoire von Aktionen zurückzuziehen, die gesellschaftlich definiert aussagten: ich achte Frauen.

Heute kann jeder Mann das ausdrücken wie er will oder auch nicht.

Wenn mir mein Partner die Tür aufhält bin ich davon garantiert nie genervt, weil ich seine Intention dazu kenne. Er tut das nicht um einer Formalie zu entsprechen, auch nicht weil er mich zu irgendetwas kriegen will, auch nicht weil sonst etwas negatives dahinter steckt, sondern weil er mich kennt und weiss wann mir das passt und wann eher nicht. Er hat einfühlungsvermögen und das demonstriert er gerne mal wenn er sich danach fühlt. Nicht immer. Sondern wenn er gerade möchte. Und dann freu ich mich meistens auch dran. Genau wie Benutzerin. Erwarten würde ich das aber nie von ihm. Und was ein fremder Dritter macht - ist für mich völlig situationsabhängig entweder Gentleman Geste ( wenn ich den Eindruck habe er ist einfach nur höflich) oder Schmierenkomödie ( wenn ich den Eindruck habe seine Haltung dabei ist sarkastisch / negativ und so weiter).

Es geht um die Intention. Egal wie bewusst uns das ist. Wir handeln danach.

[[https://www.youtube.com/watch?v=u4ZoJKF_VuA people don't care what you do they care why you do it]]

M(ira$poxsa


Emanzipation bedeutet, dass ich mir in jedem Lebensbereich aussuchen darf wie ich es haben möchte, d.h. ich kann in einem Lebensbereich Emanzipation wollen, in einem anderen wiederum nicht. Das ist nämlich Emanzipation: Sich aussuchen dürfen wie weit Emanzipation in einzelne Bereiche des Lebens vordringt. Freie Wahl für freie Geister.

So kann es also durchaus sein, dass ich von einem Mann erwarte, dass er mich umsorgt, gut verdient & den Beschützer mimt, ich es andererseits aber deplatziert und reaktionär finde, wenn er von mir erwartet, dass ich gut und oft kochen können muss... das ist nämlich meine emanzipatorische Wahl, mein Lebensmodell!

Emanzipation ist nicht Entweder Oder, sondern alles dazwischen.

Ich finde es immer lustig, wie Männer sich darüber aufregen ;-D

[[https://abload.de/img/sexist-copyd8y6l.png]]

L<o"laXx5


@ NotMichaelCaine

guten und schlechten Intentionseinschätzern

Interessante Unterscheidung! Auch der Link ist interessant. Danke dafür! :)^

@ Miraposa

Emanzipation bedeutet, dass ich mir in jedem Lebensbereich aussuchen darf wie ich es haben möchte,

Diese Defintion würde ich keinesfalls unterschreiben. Emanzipation ist aus meiner Sicht schon etwas anderes als ein Einkaufsparadies. ":/

d.h. ich kann in einem Lebensbereich Emanzipation wollen, in einem anderen wiederum nicht. Das ist nämlich Emanzipation:

Ich würde das Rosinenpicken nennen, nicht Emanzipation. Für mich ist Emanzipation eindeutig etwas, das Konequenz erfordert, nicht irgendwelche Halbheiten.

Sich aussuchen dürfen wie weit Emanzipation in einzelne Bereiche des Lebens vordringt.

Vordringt? Diese Wortwahl suggeriert ja geradezu, dass Emanzipation etwas schlechtes ist, dass man bekämpfen müsste, wenn sie "zu weit" geht.

Freie Wahl für freie Geister.

So kann es also durchaus sein, dass ich von einem Mann erwarte, dass er mich umsorgt, gut verdient & den Beschützer mimt, ich es andererseits aber deplatziert und reaktionär finde, wenn er von mir erwartet, dass ich gut und oft kochen können muss... das ist nämlich meine emanzipatorische Wahl, mein Lebensmodell!

Urgs. :-o Also das finde ich schon etwas schräg, so eine divenhafte Doppelmoral als Emanzipation labeln zu wollen. ":/ Für mich passt das nicht zusammen und so eine Frau würde ich persönlich niemals als emanzipierte Frau kategorisieren.

Emanzipation ist nicht Entweder Oder, sondern alles dazwischen.

Sehe ich anders.

Ich finde es immer lustig, wie Männer sich darüber aufregen

Aha. Tja, als die ersten Frauen für das Wahlrecht gekämpft haben, wurden sie mit Sicherheit auch von manchem Mann belächelt. Ich finde es gut und sinnvoll, wenn Männer, die Erwartungen, die von manchen Frauen an sie gestellt werden hinterfragen. :)=

LMian-JSixll


Miraposa

Netter Versuch.

sueunsib elmxan


So kann es also durchaus sein, dass ich von einem Mann erwarte, dass er mich umsorgt, gut verdient & den Beschützer mimt, ich es andererseits aber deplatziert und reaktionär finde, wenn er von mir erwartet, dass ich gut und oft kochen können muss... das ist nämlich meine emanzipatorische Wahl, mein Lebensmodell!

Ich vermute mal, dass du noch nicht besonders erfolgreich mit deinem Lebensmodell warst... Klar, Mensch kann sich die eierlegende Wollmilchsau wünschen ... wünschen kann man sich alles ... Traumwelten sind unbegrenzt ...

mPond+s|texrne


Emanzipation bedeutet, dass ich mir in jedem Lebensbereich aussuchen darf wie ich es haben möchte, d.h. ich kann in einem Lebensbereich Emanzipation wollen, in einem anderen wiederum nicht.

Du nennst es Emanzipation. Andere nennen es feministische Rosinenpickerei.

Ich finde es immer lustig, wie Männer sich darüber aufregen ;-D

[[https://abload.de/img/sexist-copyd8y6l.png]]

Findest Du es auch lustig, wie Frauen sich über den vermeintlichen Sexismus der Männer aufregen können, obwohl sie selbst sexistisch denken?

(so interpretiere ich den Comic)

L%olzaXx5


Du nennst es Emanzipation. Andere nennen es feministische Rosinenpickerei.

Es ist Rosinenpickerei, aber feministisch ist es nicht. Überhaupt habe ich zunehmend den Eindruck, dass der Feminismus für Dinge kritisiert wird, die wenig bis nichts mit Feminismus zu tun haben. Nur weil eine Frau irgendwelche Erwartungshaltungen hat, macht sie das noch lange nicht zu einer Feministin. :|N

Ich würde sogar behaupten, dass derartige Rosinenpickerei die Antithese zum Feminismus ist.

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