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Warum drängen Frauen die Männer in die Beschützer-/Ernährerolle?

szerdxa-2x8


Ich denke, allerdings auch, dass Frauen einen ganz normalen, verlässlichen Partner an ihrer Seite wollten. Er muss jetzt keine Millionen verdienen, solte aber doch eine gesicherte Karriere und Zukunft haben.

Insbesondere habe ich den Eindruck, dass unsere Gesellschaft derart zerstört ist, dass viele ihre eigenen Verletzungen aus Kindheit und Jugend davon tragen und deshalb, das Zusammenleben zwischen Mann und Frau zunehmend schwieriger wird.

G=oldm%äd<chen


Dank der Emanzipation sind wir heute in der glücklichen Lage uns die Beziehungspartner selbst aussuchen zu können, auch auf sexuelle Kompatibilität hin. Diese Freiheit ist eine der größten Errungenschaften in der modernen Gesellschaft.

Aber es besteht nun mal kein Anspruch auf einen Partner, der genau die Bedürfnisbefriedigung bietet, die man erwartet. Übrigens auch früher nicht

Diese Errungenschaft ist noch nicht überallhin gedrungen, dieses Glück haben nur sehr wenige Frauen global betrachtet. Und früher war es in Deutschland auch einfacher, Frauen zu bekommen, da diese eben mangels Eigenständigkeit und Freiheit der Entscheidung keine Wahl hatten. Heute ist es anders und wir haben ganz viele unglückliche Singles. Sehr zornige Singles, mitunter. Die einen wie auch immer gearteten Anspruch ihrer Person auf eine Frau sehen. Was mich betrifft, so überrascht es mich nicht, wenn derartige Männer Singles sind.

Gjol{dmä<dchxen


Und natürlich gab es einen Anspruch auf Bedürfnisbefriedigung, siehe Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe. (Kaum existentes) Recht der Frau, sich scheiden zu lassen.

ELhemaaligesr Nut:zer (y#5686x97)


Insbesondere habe ich den Eindruck, dass unsere Gesellschaft derart zerstört ist, dass viele ihre eigenen Verletzungen aus Kindheit und Jugend davon tragen und deshalb, das Zusammenleben zwischen Mann und Frau zunehmend schwieriger wird.

Das ist die direkte Folge aus der Neoliberalisierung von sozialem Zusammenleben, dass durch die Wahrnehmung der Hausfrau als "Kostenfaktor" im vorigen Jahrhundert entstand und bis heute weiter vorangetrieben wird. Um die Anpassung der sozialen Grundversorgung in ein neoliberalistisches marktwirtschaftliches System zu shiften schreitet die monetarisierung der sozialen Grundleistungen voran. Dadurch werden früher nicht monetäre Leistungen (Kinder / Kranken / Altenpflege) durch logistisch aufwändigere, qualitativ niederere Bezahldienste ersetzt, die sich im Bruttosozialprodukt heute allerdings im Gegensatz zu früher widerspiegeln und dadurch plötzlich zu messbaren Leistungen werden.

Dazu kommt eine enorme Ausweitung der psychologisch orientierten Dienstleistungen, die heute einen hohen Anteil der materiellen Dienstleistungen ausmachen und bis zu den 1980ger Jahren überhaupt nicht bekannt, geschweige denn als Berufsgruppen etabliert waren. Ende nicht abzusehen.

Gesamtgesellschaftlich sind das alles sozial logische Folgen, die sich solange wir Neoliberalismus haben, eben bislang nur auf diese Weise systemkonform lösen lassen. Deshalb ist es ja so wichtig dass jeder auf der persönlichen Ebene die Möglichkeit hat das anders zu handhaben. Und dazu haben wir zum Glück die freiheitliche Grundstruktur in der westlichen Welt. Sonst wäre sicher alles noch viel dramatischer.

s~ensi'belgmxan


Rhetorische Frage: Dir würde also ernsthaft rein gar nichts fehlen, wenn du dich "Kraft deiner Ratio"

Ratio bedeutet noch lange nicht, emotionale Gefühle zu verbannen- emotionale Gefühle sind sogar sehr gewollt- aber eben nicht alleine- die Ratio ist vielmehr ein Mittel auch um sein Leben zu reflektieren, um Entscheidungen auf Grund von Erkenntnissen und Zusammenhängen und Erfahrungen zu treffen, um die emotionale Ebene nicht zerstören zu lassen. Eine Ratio ohne Emotionalität ist in der Tat kastriert.

Rationalität und Emotionalität sind überhaupt nicht ausschließend, sondern vielmehr sehr ergänzend. Die Ratio kann die "Biologie" in angenehme Pfade lenken helfen und vermeidet Irrläufer.

L3oldaX5


Ich würde sogar behaupten, dass derartige Rosinenpickerei die Antithese zum Feminismus ist.

Warum? Die Freiheit, sich zu entscheiden, was man will (=Rosinen zu picken) ist der Grundgedanke der Emanzipation, die mit Feminismus eng verknüpft ist. Muss eine Feministin nach deiner Lesart sich wie ein Mann gebärden oder was meinst du mit "Feminismus muss konsequent sein"?

Ich meine damit, dass ich es weder logisch noch legitim finde, sich ausschließlich gegen weibliche Rollenerwartungen zu wenden. Für sich selbst alle Freiheiten zu wollen, während vom Mann weiterhin das Erfüllen traditioneller Rollenbilder (Ernähren, beschützen etc. ) erwartet wird, finde ich unfair, inkonsequent und wenig reflektiert.

E]hemaliIger NuPtzer ( #56e8697)


Die Freiheit, sich zu entscheiden, was man will (=Rosinen zu picken) ist der Grundgedanke der Emanzipation, die mit Feminismus eng verknüpft ist.

Nicht wirklich. [[https://de.wikipedia.org/wiki/Emanzipation Emanzipation]] ist - wie hier schon öfter verlinkt - eigentlich etwas ganz anderes:

Aus dem Akt des Gewährens von Selbstständigkeit wurde eine Aktion gesellschaftlicher und insbesondere politischer Selbstbefreiung (siehe auch Mündigkeit (Philosophie)). Neben die äußere tritt die innere Emanzipation: als Befreiung aus eigener Unmündigkeit und den Fesseln von Tradition, gesellschaftlichen Normen und vorgegebener Weltanschauung. Ziel emanzipatorischen Bestrebens ist ein Zugewinn an Freiheit oder Gleichheit, meist durch Kritik an Diskriminierung oder hegemonialen z. B. paternalistischen Strukturen, oder auch die Verringerung von z. B. seelischer, ökonomischer Abhängigkeit, etwa von den Eltern.

Aus der Emanzipation folgt, dann dass man eigenständige Entscheidungen treffen kann deren Konsequenzen man dann eben auch trägt. Die können schwachsinnig oder vernünftig und alles dazwischen sein. Die freie Entscheidung kann direkt zur Anwendung des wirtschaftlichen Neoliberalismus führen, so man so veranlagt ist und diesem Mindset folgt. Das ist das was Sensibelmann bereits geschrieben hat: Wünschen kann man sich alles - ob es realistisch und durchsetzbar ist zeigt sich dann individuell in der Realität. Natürlich kannst jeder ultrahohe Ansprüche an den Partner stellen (selbst wenn er selbst keine erfüllen kann): solange er oder sie dann eben auch bereitwillig mit der Lösung lebt keinen Partner zu finden, wenn kein williger Kandidat denen entspricht. Manche Menschen sind lieber allein als mit dem für sie falschen Partner zusammen. Das hat aber nichts mit der Emanzipation oder dem gesamtgesellschaftlichen Anspruch an das eine oder andere Geschlecht zu tun, sondern ist eine individuelle neoliberale Entscheidung, die durch die in der Emanzipation erlangte materielle und seelische Unabhängigkeit von den Eltern ermöglicht zu einem Menschen mit freien Entscheidungsmöglichkeiten führt. Männern stehen diese Möglichkeiten ja genauso offen und standen sie eben auch schon vor der weiblichen Emanzipation.

Ich meine damit, dass ich es weder logisch noch legitim finde, sich ausschließlich gegen weibliche Rollenerwartungen zu wenden. Für sich selbst alle Freiheiten zu wollen, während vom Mann weiterhin das Erfüllen traditioneller Rollenbilder (Ernähren, beschützen etc. ) erwartet wird, finde ich unfair, inkonsequent und wenig reflektiert.

Ich finde Denkart auch unlogisch und sehe auch nicht wirklich, das eine hohe Diskrepanz zwischen dem was man selbst anbietet und dem was man vom Partner fordert zu stabilen Beziehungen führt. Das funktioniert doch eigentlich nur für die schnellen Seriendater, die spätenstens alle paar Monate wieder mit jemandem neuem auf der Matte stehen - egal welches Geschlecht. Diese Art von Lebensweise ist heute eben auch möglich.

Gesamtgesellschaftlich sind die beschriebenen Forderungen ja nicht einforderbar. Es gibt ja keine gesamtgesellschaftlich negativen Konsequenzen wenn jemand ein Klichee nicht erfüllt. Höchstens individuelle Konsequenzen, weil der angestrebte individuelle Partner eben nicht so will oder nicht so ist, wie man oder frau das gerne hätte und bei näherem Hinsehen eben ein incompatibles Mindset hat.

Wer im einzelnen welche Ansprüche durchsetzen kann, egal wie blödsinnig sie sind, hängt ja immer am jeweiligen Gegenüber! Völlig unabhängig vom Geschlecht. Dieses "Problem" zieht sich ja auch durch die gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Durch den herrschenden Neoliberalismus findet sich bei beiden Geschlechtern eben auch eine optimale Einkaufsmentalität, die sich nicht zwangsläufig sehr gut ergänzt was dann zu anderen Beziehungsmodellen führt. Einfacher scheint es für die Paare die ohne neoliberales Denken auskommen in längeren Beziehungen zu gehen und zu bleiben.

Oqlaf?sen


@ Miraposa

Emanzipation bedeutet, dass ich mir in jedem Lebensbereich aussuchen darf wie ich es haben möchte, d.h. ich kann in einem Lebensbereich Emanzipation wollen, in einem anderen wiederum nicht. Das ist nämlich Emanzipation: Sich aussuchen dürfen wie weit Emanzipation in einzelne Bereiche des Lebens vordringt. Freie Wahl für freie Geister.

So kann es also durchaus sein, dass ich von einem Mann erwarte, dass er mich umsorgt, gut verdient & den Beschützer mimt, ich es andererseits aber deplatziert und reaktionär finde, wenn er von mir erwartet, dass ich gut und oft kochen können muss... das ist nämlich meine emanzipatorische Wahl, mein Lebensmodell!

:|N {:(

Schon lange nicht mehr solchen reaktionären selbstgerechten Müll gelesen.

Ich bin gespannt wie solche Weiber wie deinesgleichen reagierten, wenn Männer sich auf einen ähnlichen Standpunkt stellen würden wie ihr es tut! Dann würde wahrscheinlich der nächste #Aufschrei durch die Medien gehen und eine neue "pseudo-emanzipatorische" Bewegung ins Leben gerufen...

"Ich möchte eine Frau, die mich bekocht, die mir die Schlappen ans Sofa bringt und die Zigarre anzündet, das Haus sauber hält und sich alleine um die Kinder kümmert, aber sie hat natürlich emanzipiert zu sein und ihre 38 Std/Woche zu arbeiten und sich an allen anfallenden Kosten zu beteiligen! Im Restaurant bezahlt sie ihren Anteil natürlich selbst!"

=> Der Aufschrei würde wahrscheinlich 10 mal die Welt umrunden und wäre zeitverzögert noch auf der anderen Seite der Galaxie mittels Gravitationswellendetektor feststellbar.

@ LolaX5

Diese Defintion würde ich keinesfalls unterschreiben. Emanzipation ist aus meiner Sicht schon etwas anderes als ein Einkaufsparadies. ":/

Viele Frauen sehen Emanzipation leider als Pralinenschachtel, wo man sich die besten Pralinen raussucht und den ekligen Rest darf dann der Mann behalten. Man braucht sich nur mal in den einschlägigen Fäden hier und anderswo (Brigitte, kleiderkreisel) umzuschauen: Da bekommt man(n) echt das Kotzen bei soviel selbstgerechter Arroganz und Selbstbezogenheit. Ich mag gelebte Emanzipation und bewundere emanzipierte Frauen, aber bei solchen pseudo-emanzipierten Rosinenpickerinnen bekomme ich das Grausen.

Ich würde das Rosinenpicken nennen, nicht Emanzipation. Für mich ist Emanzipation eindeutig etwas, das Konequenz erfordert, nicht irgendwelche Halbheiten.

Das ist nicht mal mehr Rosinenpicken, das ist Zeckentum.

Das hier überhaupt so schamlos rauszuposaunen lässt tief blicken.

Und dann wundern sich viele Frauen, dass Männer die Schnauze voll von "Emanzipation" haben.

Ist ja auch logisch, wenn viele Frauen selektive Emanzipation betreiben bzw. die "Emanzipation" für ihre eigenen Egoismen missbrauchen...

Emanzipation als Mann kann ich nur ernst nehmen, wenn sie konsequent gelebt wird, aber wenn Emanzipation heißt, dass "bei angenehmen Sachen gerne Emanzipation, bei unangenehmen aber bitte keine Emanzipation", dann kann mir diese Art der "Emanzipation" gerne gestohlen bleiben. Und dann wundert sich die Gesellschaft über "Men on Strike", nämlich dass Männer heutzutage nicht mehr Heiraten & Kinder zeugen wollen.

Abartigst!

@ Lian-Jill

Netter Versuch.

Jetzt unabhängig davon ob "sie" ein Troll ist oder nicht: Von solchen Frauen gibt es leider genug, auch hier im Forum %-|

@ LolaX5

Es ist Rosinenpickerei, aber feministisch ist es nicht. Überhaupt habe ich zunehmend den Eindruck, dass der Feminismus für Dinge kritisiert wird, die wenig bis nichts mit Feminismus zu tun haben. Nur weil eine Frau irgendwelche Erwartungshaltungen hat, macht sie das noch lange nicht zu einer Feministin. :|N Ich würde sogar behaupten, dass derartige Rosinenpickerei die Antithese zum Feminismus ist.

Die moderne westliche Frauen(emanzipations)bewegung seit den 50er/60er Jahren (Französischer Feminismus um Beauvoir oder Woman's Lib in den USA) hatte eigentlich immer zwei Flügel. Der eine (in D: Schwarzer) schrieb sich als Ziel Machos mit Brüsten auf die Fahnen. Frauen sollten alles genauso machen und können wie Männer, am Tun selbst, den gesellschaftlichen Strukturen sollte sich im Kern aber nichts ändern (das ist übrigens der Grund, warum Frau Schwarzer heute so gut mit den Neokons und den Rechts-"Liberalen" kann). Der linke Flügel der Emanzipationsbewegung wollte ein anderes, besseres Leben für alle (also in der Konsequenz auch für die Männer), auch wenn natürlich auch bei denen die spezifischen weiblichen Bedürfnisse im Fokus standen.

Nun, die heutige Frauengeneration zwischen 20 und 30 in der westlichen Welt hat weder mit dem einen noch dem anderen Flügel viel am Hut. Für die klassischen Feministinnen um Schwarzer ist diese Generation junger Frauen eigentlich eine ganz bittere Enttäuschung. Der Feminismus als politsche Interessenbewegung hat mit der Lebens(un)tüchtigkeit dieser jungen Frauengeneration nicht mehr viel zu tun.

Es kommt noch etwas hinzu. Der Aspekt Frauenförderung. Frauen werden heute mehr und intensiver gefördert als in der Frühzeit der Emanzipationsbewegung, also einer Zeit als diese Förderung mehr als gerechtfertigt gewesen wäre. Damals gab es sie in einer institutionalisierten Form noch gar nicht. Heute gibt es eine wahre Frauenförderungsindustrie, eine Industrie, die Tausende von BAT- und TvÖD-Stellen in der ganzen Republik finanziert. Alles auf Staatsknete. Es gibt heute in der BR Dtld. keine "unterdrückte" Opfer- und Randgruppe, die so perfekt gepampert ist wie die der Frauen. Da etwas Vergleichbares auf seiten des männlichen Teils der Bevölkerung nicht existiert, kann man sich nur schwer gewisser Neidgefühle erwehren. Dafür wird von Männern der "Feminismus" verantwortlich gemacht.

LOian-1Jilql


Und dann wundert sich die Gesellschaft über "Men on Strike", nämlich dass Männer heutzutage nicht mehr Heiraten & Kinder zeugen wollen.

Komischerweise kenne ich mehrere Männer, die gerne Familie hätten, aber keine Frau zum Familiengründen finden. Von Streik auf Männerseite habe ich noch nicht viel mitbekommen.

Oul4a<fsen


Das ist dann deine subjektive Wahrnehmung:

[[http://www.freiewelt.net/reportage/feminismusdebatte-men-on-strike-10055666/]]

L!ianO-Jaill


Ach je. Das ist also nicht von subjektiver Wahrnehmung geprägt?

Möchtest du denn mal Kinder zeugen?

Oxladfsexn


@ Lian-Jill

Würde ich gerne, ich würde auch gerne heiraten und mit der potentiellen Frau bis ans Lebensende mein Leben teilen.

Nur nehme ich das mit dem "Bis der Tod uns scheidet" sehr wörtlich, so dass es den meisten Frauen bei 60% Scheidungsquote wohl zu riskant erscheint.

E*hemalige5r N=utzer ((#56869x7)


Natürlich gibt es Männer, die keine Kinder wollen. Die Anzahl derer die das jedoch tatsächlich wirklich ernsthaft für sich abgeschlossen haben dürfte gering sein. Die letzten Statistiken zur Anzahl der jährlichen Vasektomien in Deutschland die ich gelesen habe liegen bei 60.000 pro Jahr. Gemessen an der männlichen Bevölkerung ist das entsetzlich gering. Davon werden erstaunlicherweise wohl sogar ein viertel auf Wunsch der Partnerin durchgeführt und werden vorgenommen nachdem bereits Kinder da sind. Ein weiterer hoher % Satz erfolgt aufgrund von medizinischen Diagnosen.

Das legt nahe, das mit der Zeugungs"verweigerung" zwar gerne argumentiert wird aber die Möglichkeiten die Meinung jederzeit zu ändern scheinen sich die meisten Männer doch offen zu halten. Wie die meisten Frauen eben auch möchten sie gern die Bedingungen unter denen sie Kinder zeugen gerne selbst wählen.

Zur Sterilisation gibts dann noch auch diese Aussage:

In Deutschland sind zurzeit ca. 1,45 Millionen Frauen (8 % aller Frauen im reproduktionsfähigen Alter) und ca. 0,45 Millionen Männer (ca. 2 % aller Männer) sterilisiert.

Pearl Index der Sterilisation:

beim Mann 0,1

bei der Frau 0,1-0,3

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Sterilisation_(Empf%C3%A4ngnisverh%C3%BCtung) Quelle]]

Inwieweit das Aussagen über gesellschafliche Gesamttrends ermöglicht bleibt jedem in seiner Einschätzung selbst überlassen.

sGensibbe+lmxan


Nur nehme ich das mit dem "Bis der Tod uns scheidet" sehr wörtlich, so dass es den meisten Frauen bei 60% Scheidungsquote wohl zu riskant erscheint.

Die hohe Scheidungsrate ist aber nicht allein rosinenpickenden Frauen zu verdanken (das dürfte eher in deutlicher Unterzahl sein). Überwiegend ist das das Resultat falscher Partnerwahl oder auch mitunter durch das Verhalten von Männern bedingt, die ihre Frau mehr oder weniger im Stich lassen.

Und wenn Männer die rosinenpickenden Frauen einfach links liegen lassen würden und sich nicht allein von deren "Schönheit" betören lassen würden, würde sich das auch relativ schnell regeln. Es gibt genügend Frauen, die keine Rosinen picken, die durchaus eine reale emanzipierte Welt für Frau und Mann leben wollen.

OilafWsen


@ mond+sterne

Wenn man unter Feminismus ein gleichgestelltes Rollenverständnis versteht, hat es in der Tat nichts mit Feminismus zu tun.

Ich verstehe unter Feminismus das Ziel, möglichst viele Rechte für Frauen durchzusetzen. Deshalb betrachte ich diese Rosinenpickerei als einen Bestandteil des Feminismus.

Mir ist die angeblich zigtausend Jahre währende "Perfektionierung patriarchaler Unterdrückungsmechanismen" scheißegal, ebenso wie mir die ja achso furchtbaren Verfehlungen der Inquisition vor vierhundert Jahren egal sind. Das mag alles ganz schrecklich und bedauerlich gewesen sein, es ist nur keine akzeptable Ausrede für Missstände in der Gegenwart. Missstände, die sich beseitigen ließen, wenn man es nur wollte. Wollen aber derzeit einfach zu wenige Männer und Frauen.

Der Geschlechterdiskurs wird jedenfalls definitiv wieder unversöhnlicher, die Geschlechter entfernen sich in ihren Haltungen und Überzeugungen immer weiter voneinander. Es gibt immer weniger Menschen - wiederum Männer wie Frauen -, die ich überhaupt noch als beziehungsfähig einstufen würde.

Misogynie gilt heutzutage fast schon als Staatsverbrechen, brennender Hass auf Männer, wie er in den Kreisen der Radikalfeministinnen zum Dauerbrenner avanciert ist, wird verharmlost und als ausgleichende Gerechtigkeit schöngeredet. Nein, Danke!

@ NotMichaelCaine

Hast Du heute einen Neoliberalen verschluckt oder bist Du in der MLPD aktiv? ^^

Das hört sich ja alles an wie aus de Sprechchor von Erich Honecker bzw. dem Hamburger ASTA :=D

;)

@ Lian-Jill

Von Frauen wurde doch auch lange genug erwartet, dass sie sich bis zur Unkenntlichkeit verbiegen, um den Männeransprüchen gerecht zu werden, durchaus auch im Sinne von

Inwieweit verbiegen sich Frauen um Männeransprüchen zu genügen? Hast Du ein paar praktische Beispiele, die dich und deine dir nahestehenden Geschlechtsgenossinnen betreffen? (Also keine "Ich habe mal gehört, dass die Schwester vom Cousin meiner Schulfreundin..."-Beispiele). Wirst Du unter Androhung von Gewalt gezwungen dich zu verbiegen um Männeransprüchen zu verbiegen? Du hast doch einen eigenen Willen und brauchst dich niemanden anzupassen... Verstand und Selbstbewusstsein wird von emanzipierten selbstbestimmten Frauen doch immer hochgehalten!

@ Lian-Jill

während von Männern lediglich erwartet wird, dass sie ihr Neanderthalergebaren ablegen und Frauen als gleichwertige Menschen betrachten.

tun sie das denn nicht? ???

@ sensibelman

Diesbezüglich erlebe ich aber auch immer wieder Frauen, die der festen Auffassung sind, dass Mann nicht kochen kann, nicht Wäsche waschen kann (was ohnehin überwiegend die Waschmaschine erledigt) und nicht Kinder betreuen kann- was letztenendes ein Zementieren der alten Rollenbilder entspricht- genauso wie der Glaube, der Mann müsse die Frau beschützen. Heute mit den gesellschaftlichen Bedingungen sollte das Beschützen von Menschen nicht Männern überlassen sein und auch nicht ihrer Kraft und Gewalt, sondern vielmehr den Menschen, deren Aufgabe das ist- der Polizei und Sicherheitskräften oder den verantwortungsbewussten Bürgern, die konfliktreduzierende Maßnahmen ergreifen und den Aggressor festhalten, beschwichtigen ... In besonderen Fällen sollte die Frau sich genauso verteidigen können.

Ich halte das "Beschützen müssen" in gesellschaftlich fortschrittlicheren Ländern für eine vollkommen unwichtige und unbedeutende Forderung, die aus Zeiten und aus Gesellschaften stammt, zu denen die unbeschützte Frau permanent angegriffen wurde, weil sie in der Hierarchieebene weiter unten lag und damit weniger Achtung genoß (in zahlreichen Teilen dieser Erde wird dieses Gesellschaftsmodell immer noch betrieben).

D'accord!

Die Frauen sind nicht bloß Opfer, wie es oft in den Medien dargestellt wird. Ganz sicher nicht! Diese romantische Verklärung und Entschuldigung müssten wir uns auch mal abschminken. Sie ist ein Konstrukt der westlichen Frauen- und Emanzipationsbewegung, das die Schwarzers dieser Welt fest in den Köpfen verankert haben: Die Frau immer und jederzeit als Opfer des Mannes und der von ihm geschaffenen "Herrschafts- und Unterdrückungsstrukturen". Mit solchem Mist kann man heutzutage noch Studentinnen geil machen, die sich brennend für "gender mainstreaming" interessieren.

Ich vermute, dass die Frauen intern sogar eine ganz wichtige Rolle als Hüterinnen der Traditionen spielen. Natürlich, sie ballen nicht die Fäuste und schlagen zu - oder tun dies zumindest viel seltener -, ihre "Tatwaffen" sind ganz anderer Natur.

@ Goldmädchen

Warum? Die Freiheit, sich zu entscheiden, was man will (=Rosinen zu picken) ist der Grundgedanke der Emanzipation, die mit Feminismus eng verknüpft ist. Muss eine Feministin nach deiner Lesart sich wie ein Mann gebärden oder was meinst du mit "Feminismus muss konsequent sein"?

Damit meint sie, dass Du zu Vor- und Nachteilen der Emanzipation beidermaßen verpflichtet bist. Wo Rechte und Privilegien sind, da sind auch Pflichten und Bürden. Es kann nicht angehen, dass bei den angenehmen Aspekten der Emanzipation Frauen sich gerne auf diese berufen, bei den unangenehmen aber dann loch lieber "einfach mal klassisch Frau sein" wollen und "das war schon immer so" :=o

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Konsequenz]]

Bevor das jemand missversteht: Emanzipation ist in meinen Augen eine sinnvolle Sache. Das Problem dabei ist nur, dass es mit mangelnder Konsequenz angegangen wird. Das führt vor allem auf männlicher Seite zu Unsicherheit bezüglich der Erwartungen an das Rollenverhalten. Auf der einen Seite wird von einem Mann verlangt, dass er den aktiven Part in einem Flirt übernimmt, aber warum denn eigentlich? Als müsste der Mann die Frau für etwas gewinnen und nicht andersherum genauso. Man soll Frauen beim ersten Date einladen, um zu beweisen, dass man nicht knausrig ist (bin ich nicht), aber warum nicht umgekehrt? Man soll eine "starke Schulter" bieten, aber wenn ich mir so etwas (vielleicht mit einer etwas anderen Metapher versehen) von einer Frau wünsche, bin ich ein Weichei. Ich denke ein großes Problem der Emanzipation ist das, dass es viele Frauen dazu bringt, auf der rationalen Ebene etwas zu erwarten, was sie sich auf der emotionalen Ebene überhaupt nicht wünschen, da sie seit ihrer Kindheit eben doch auf das traditionelle Rollenbild geeicht sind, sich aber unterbewusst nicht davon lösen können. (Siehe auch diese lustigen Fäden über "bestimmte Hausarbeiten nur für Frauen". Von den Frauen, die sich dort gegen bügelnde Männer aussprechen, behauptet bestimmt keine von sich unemanzipiert zu sein.) Deswegen meine Gegenfrage: Wie wäre es euch Frauen lieber, dass wir Männer uns verhalten?

Außerdem verbirgt sich hinter dem Begriff der Emanzipation im Alltag auch eine ganze Menge Verlogenheit. Da gibt es zum Beispiel in Schulen mit 60-70% weiblichem Personal das Amt der "Gleichstellungsbeauftragten" (wohlgemerkt nicht mehr Frauenbeauftragte, = Neusprech), das aber nur mit einer Frau besetzt werden kann. Welche Aufgabe soll diese Frau bitteschön wahrnehmen? Oder ist es vielleicht nur eine billige Methode, um ohne viel zusätzliche Arbeit an eine Beförderung zu kommen?

Achja, mal ganz nebenbei, weil mir das hier im Faden einige Male negativ aufgestoßen ist: Was berechtigte und sogar ziemlich vorsichtig formulierte Kritik an den Auswüchsen (frauen-)emanzipatorischen Überschwangs jetzt mit sexueller Frustration zu tun hat, wie es hier von einigen Frauen durch die Blume angedeutet worden ist, das erschließt sich mir nicht so recht. ":/

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