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Warum drängen Frauen die Männer in die Beschützer-/Ernährerolle?

D2ie STeherixn


Was ist deiner Definition nach ein Mann?

Und ist eine Frau nicht per se ein am Herd wartendes Weibchen? Nach klassischer Definition!?

kann und muss man nicht definieren! ein mensch, der mit sich und seinem geschlecht - auch im sozialen kontext - ruht, hat genau die ausstrahlung als mann, oder eben als frau... ohne irgendwelche grabenkämpfe um grundsätzliches ausfechten zu wollen, oder gar zu müssen.

L]olaxX5


Ich finde das Thema überhaupt nicht ausgelutscht oder langweilig. Aus meiner Sicht ist die Erweiterung des Männerbildes in der gelebten Praxis (insbesondere in der Form der 50:50 Teilung von Erwerbsarbeit, Haushalt und Kindererziehung) eines der absoluten Schlüsselthemen des gesellschaftlichen Fortschritts hierzulande. Davon profitieren m.E. Frauen, Männer und Kinder. Nur die Männer und Frauen, die am liebsten Flächendeckend die 50er zurück wollen, sind nicht so begeistert. ]:D

L|olyaXx5


ein mensch, der mit sich und seinem geschlecht - auch im sozialen kontext - ruht, hat genau die ausstrahlung als mann, oder eben als frau... ohne irgendwelche grabenkämpfe um grundsätzliches ausfechten zu wollen, oder gar zu müssen.

Also da nehme ich lieber die Grundsatzdiskussion. ;-D Eine spezielle Austrahlung als Frau brauche ich m.E. nicht. Es reicht dass ich ein Mensch bin.

c@laixret


Sachen, die mich vom Prototyp-Mann des 19. Jahrhunderts unterscheiden:

# mir geht Karriere am Arsch vorbei. Ich bin froh, wenn ich meine Arbeit ableiste und nach Hause darf.

# Zukünftig möchte ich nur noch 30 Std/Woche arbeiten um mehr Freizeit zu haben.

# Ich würde sehr gerne in Elternzeit, wenn Kinder vorhanden wären.

# Ich habe durchaus einen Modetick und bin "femininerer" Kleidung nicht abgeneigt. Ich finde es blöd als Mann nur auf Jeans + Hemd oder Anzug beschränkt zu sein.

# bin durchaus emotional und sensibel veranlagt.

# bin eher schüchtern und zurückhaltend, kein Hengst

Klar kann man(n) das leben, aber welche "emanzipierte" Frau findet das attraktiv? ;-) :-D

Finde ich (bis auf die Klamotten vielleicht) alles nicht so wahnsinnig abgefahren. Warum sollte das nicht gehen?

Deine Denkfehler ist glaube ich, zu meinen, dass du der gesamten Frauenwelt gefallen musst. Was irgendwelche Leute bei Brigitte schreiben kann dir doch völlig egal sein, das Standardmodell ist halt nicht dein Fall. Also suche dir eine Partnerin, die ebenfalls kein Standardmodell ist.

a;.gfisPh


Davon profitieren m.E. Frauen, Männer und Kinder.

Das ist nicht nur Dein subjektiver Eindruck, mehrere Studien aus verschiedenen Ländern haben belegt, dass ein gleichberechtigtes Geschlechterverhältnis ganze Länder sozial und wirtschaftlich besser stellt. Einer davon ist z.B. der [[https://siteresources.worldbank.org/INTWDR2012/Resources/7778105-1299699968583/7786210-1315936222006/Complete-Report.pdf World Development Report]] der Weltbank (ziemlicher Klopper zum Lesen) oder verschiedene [[http://sciencenordic.com/gender-equality-gives-men-better-lives andere Studien]].

@ Detlev22

Ich persönlich lerne in letzter Zeit immer mehr Männer kennen, die in einer Sinnkrise sind, weil sie einfach nicht wissen wo ihr Platz in der Gesellschaft jetzt eigentlich sein soll. Trifft auf mich übrigens auch zu.

Ja, das ist eine Klage, die man höufig hört. Entsprechend wird in diese Richtung ja auch viel nachgedacht und auch geforscht. Die Zeit hatte mal ein ganz interessantes Sonderheft:

[[http://www.zeit.de/2014/14/mann-humor-selbstironie zeitMann : 33 gute Nachrichten für den Mann von heute – und 3 schlechte für den Mann von gestern]]

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Meuser Michael Meuser]] ist ein bekannter "Männerforscher", der sich viel mit der sozialen Rolle des Mannes auseinandersetzt. Genauso [[https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Kimmel Michael Kimmel]]

Da lassen sich viele interessante Ansätze und Ideen zur Neugestaltung der eigenen gesellschaftlichen Rolle finden.

D&ie SGehe>rin


Also da nehme ich lieber die Grundsatzdiskussion.

die habe ich ja auch nicht ausgeschlossen ;-)

Eine spezielle Austrahlung als Frau brauche ich m.E. nicht. Es reicht dass ich ein Mensch bin.

und ich bin gerne frau und mag auch gerne meine weibliche ausstrahlung (ich brauche sie nicht, aber ich habe sie und mag sie) - ich will nur nicht darauf reduziert werden (außer in ganz speziellen situationen o:) )

Kwtefxan


Alter Drecksack schrieb:

Männer brauchen aus genau demselben Grund keine Emanzipation, aus dem Frauen auch keine brauchen: Es ist schon alles geregelt, der verbleibende Rest an Ungleichheit ist einzig dem freien Willen geschuldet.

Wenn du den freien Willen nicht abschaffen möchtest (ging es nicht genau um den bei dieser Emanzipationskiste?), dann finde dich damit ab, daß Frauen und Männer so wählen, wie sie möchten und dabei die Kompromisse eingehen, die sie möchten oder auch müssen.

Oder auch kurz: Leben kein Wunschkonzert.

Das, so finde ich, bringt es kurz und knackig auf den Punkt. Der Rest ist aufgezwungene Genderideologie. Von wem auch immer erdacht, den Grund kann sich ein jeder denken. Je mehr ich die Menschen dazu bringe, aufeinander einzuprügeln (Geschlechter eignen sich da ja ganz besonders gut), desto weniger achten sie darauf, wo die wirklichen Herausforderungen liegen.

Ob man nun ein klassisches oder ein modernes Rollenbild bevorzugt, es gibt in beiden Varianten Männlein und Weiblein, dies sich damit wohl oder unwohl fühlen. Erleichterung verschafft Verunsicherten vielleicht, dass es zu jeder nur erdenklichen Lebensweise ein andersgeschlechtliches (oder manchmal auch gleichgeschlechtliches) Pendant findet (anders formuliert für jeder Topf hat einen Deckel...).

Nun könnte man den ganzen Sermon auch sozialwissenschaftlich zerreden, sich (wieder mal) Gedanken über gut, schlecht und neutral machen...oder man lässt es bleiben und lässt die eigene Meinung einfach mal stehen.

@ TE:

Du wirst immer , in jeder Runde, jemanden finden, der so arg anders geartet ist, dass Du mit ihm/ihr trefflich darüber streiten kannst, was richtig oder gut ist, wie die Welt sein sollte. Du kannst aber auch einfach dafür sorgen, dass sich in deiner direkten Umgebung nur solche aufhalten, mit denen Du übereinstimmst. Mach doch einfach.

KCt=efIan


Ergänzung (weil's mir wichtig ist): So viele Threads, wie es hier (und in anderen Foren und in jeder Mittagspause und...) mittlerweile zu diesem Thema gibt - meist gestartet von Männern, oft von recht jungen - beschleicht mich der Verdacht, dass moderne Rollenbildern jungen Männern Angst machen. Nicht etwa wegen ihrer Inhalte, sondern wegen der Urteile, die im Umfeld darüber gefällt werden (welches ja direkten Einfluss auf unser Gefühlsleben hat) und wegen eines unbewussten inneren Widerstands dagegen. Da gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit: Sich von dem von der Müttergeneration (und ihren feministischen Vertreterinnen) anerzogenen schlechten Gewissen gegenüber "den Frauen" frei machen und Mann sein, mit Haut und Haar und mit allen Konsequenzen. Auch mit der, dass man von einem gewissen weiblichen Klientel schepp angesehen wird.

Btw: Ich habe gerade versucht, meinen Text zu gendern (also mit großem I zwischen männlicher und weiblicher Variante), geht nicht. Die Autokorrektur der Forensoftware verbessert das immer wieder, das ist doch mal ein Zeichen. Es soll nicht sein ;-D

b5dxak


Das ist nicht nur Dein subjektiver Eindruck, mehrere Studien aus verschiedenen Ländern haben belegt, dass ein gleichberechtigtes Geschlechterverhältnis ganze Länder sozial und wirtschaftlich besser stellt.

Ist diese Weltbank (aus Washington) = IWF ? Hier was dazu:

"Internationaler Währungsfonds (IWF) und Weltbank - zwei Instrumente zur Zerstörung von Nationen"

[[http://emperors-clothes.com/german/articles/internat.htm]]

Lbian-cJilxl


Meine Idealvorstellung wäre: beide arbeiten 50% und beide machen auch 50% Kinderbetreuung.

Bei uns klappt das mit der fifty/fifty Kinderbetreuung seit 25 Jahren wunderbar. Flexible Arbeitszeiten machen das bei uns möglich, wir haben den gleichen Job und verdienen auch gleich.

L'ian-Jxill


(Und wenn sich jetzt jemand wundert: Unsere Kinder haben einen größern Altersabstand ;-D )

A-no8nyxmus


Du kannst doch dein Leben so gestalten wie du willst ! Brauchst du da die Meinung von Frauen dazu ? Glücklicherweise ist die Gleichberechtigung mittlerweile auf dem Level, wo kein wechselseitiges Abhängigkeitsverhältnis mehr besteht.

a=mazo!nex67


Also ich lasse mich gerne beschützen und ernähren - schliesslich sorge ich ja dann auch für den reibungslosen Ablauf zu Hause, halte ihm den Rücken frei und koche ganz gut.

Vorsicht: Nachfolgende Sätze sind überspitzt dargestellt:

Und wenn wir Frauen gewusst hätten, dass mit der Emanzipation eine Dreifachrolle auf uns wartet: Kinder, Haus, Haushalt + Arbeit hätten wir uns das vielleicht nochmal überlegt... Achja, im Bett dürfen wir ja auch noch die heissblütige Geliebte sein...

Dass Männer gerne die Vorteile davon mitnehmen, aber die Nachteile (Frauen wissen was sie wollen und möchten das auch mal durchsetzen, die Männer müssen Hausarbeit genauso gut machen wie die Frau, die Frau ist manchmal gestresster von der Arbeit) nicht so gerne nehmen, war ja klar... Und dass sie dann zu müde ist, um noch die Geliebte zu sein, wird gerne übersehen.

Wenn das alles in allgemeiner Zufriedenheit abläuft, finde ich das prima, viele schreiben ja auch, dass sie sich so gut eingerichtet haben. :)^ Wenn es ein Geben und Nehmen ist, finde ich das auch gut...

Ich lerne wahrscheinlich die falschen Männer kennen...

;-D

Hsype'rion


2 Beiträge wurden gelöscht

grau+loixse


Bei uns klappt das mit der fifty/fifty Kinderbetreuung seit 25 Jahren wunderbar. Flexible Arbeitszeiten machen das bei uns möglich, wir haben den gleichen Job und verdienen auch gleich.

Ja, Lian, bei sehr, sehr vielen Menschen klappt das einfach so, schon lange, ohne großen Bohei darum zu machen...aber das sind viel zu normale Geschichten, sowas wollen der TE und seine Kumpane nicht hören, die wollen einfach unterdrückt und unglücklich sein! ;-D

Langweilig. Langweilig deswegen, weil diese Fäden vom immer gleichen Männertyp aufgemacht werden. Mein Gott, dieses Geflenne, ich kann es nicht mehr hören. Ich bin nur froh, dass ich im Alltagsleben genügend mit jungen Männern dieses Alters zu tun habe, ich kann also sagen, dass das hier nicht repräsentativ ist. Diese Heulfäden über die bösen Frauen nehmen hier ja momentan buschfeuerartig zu. Wenn ich sowas hier nur lese:

Aber die Konsequenz für die Männer ist, dass sie mit ihrem alten Rollenbild ziemlich schlecht dran sind, weil Frauen jetzt AUCH alles auch können/dürfen, was Männer können/dürfen, Männer aber immer noch komisch angeguckt werden, wenn sie

* als Erzieher arbeiten wollen.

* als Hausmann zuhause bleiben wollen.

* keine Karriere machen wollen.

* Röcke und Make up tragen wollen.

* nicht ständig Lust auf Sex haben

denke ich, ohmann, Häschen, heul doch. Ernsthaft? Das kann heutzutage doch jeder Mann tun? Ohne schief angesehen zu werden? Wenn man sich natürlich als Traumfrau die Kunstblondine aus dem Lieblingsporno mit den gemachten Möpsen aussucht, könnte das problematisch werden, das ist wohl wahr. Die haben ein anderes Beuteschema. ;-D

Und wenn man all diese Dinge so dringend tun möchte, dass man dafür Fäden aufmacht, dann macht man das einfach, dann fragt man nicht lange nach Erlaubnis des anderen Geschlechts.

Glaubt ihr eigentlich, unsere Väter und Großväter hätten die Anfänge der Emanzipationsbewegung toll gefunden? Habt ihr mal darüber nachgedacht, was damals für unglaubliche Kämpfe in den Ehen und Familien stattgefunden haben? Habt ihr mal nachgefragt, was damals los war, als die Frauen anfingen, berufstätig zu werden, sich die Haare abschnitten, ihre BHs verbannten und sich sehr entschieden für das Recht auf Gleichberechtigung einsetzten?

Denkt ihr, diese Frauen hätten sich damals permanent ängstlich gefragt, ob sie immer noch beim anderen Geschlecht ankommen, gar darüber rumgejammert? - Nein, haben sie nicht, dazu war ihnen ihr Anliegen zu wichtig.

Und genau das unterscheidet diese Frauen offensichtlich von der hier vertretenen Männerliga. Wenn mir bestimmte Dinge für mein Leben so wichtig sind, dann setze ich die durch, scheißwas auf Konventionen. Dann trage ich halt MakeUp und werde Erzieher, dann gehe ich in Elternzeit. All diese Dinge sind nicht unmännlich. Unmännlich ist es, rumzujammern.

Ihr habt es selbst in der Hand, die Akzeptanz der Gesellschaft zu ändern. Fangt einfach damit an. Oder setzt endlich fort, was eure Väter in den 80ern bereits ziemlich erfolgreich gelebt haben, vielleicht fragt ihr die mal, das waren ziemlich entspannte Zeiten, was den Umgang der Geschlechter miteinander betraf.

Mich beschleicht bei diesen heul-böse-Frauen-Fäden immer wieder das Gefühl, man wolle sich die Erfolglosigkeit beim anderen Geschlecht irgendwie schönquatschen. Das wird nichts.

Um es ganz kurz zu machen: wenn ihr nicht zum Stich kommt, könnt ihr nicht dauernd alle anderen, die Gesellschaft und die Frauen dafür verantwortlich machen. Wird schon andere Gründe haben, ziemlich sicher sogar.

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