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Warum drängen Frauen die Männer in die Beschützer-/Ernährerolle?

m&ond+`stxerne


@ DieFüchsin80

;-D ;-D ;-D

B;ambniEenxe


Ich weiss nicht warum es so ist, aber ich mag meinen Partner in dieser Ernährer- und Beschützerrolle und fühle mich selbst in der gegenteiligen Rolle auch sehr wohl. Bisher hatte ich auch nur Partner, der da die gleichen Vorstellungen hatte wie ich.

DieZauberfee

Interessant. Wie alt bist du? Hast du Kinder? Hast du eine Beruf und könntest du dich zur Not auch allein ernähren, oder brauchst du zwingend einen Ernährer und Beschützer?

Hbammeid


Geschwurbel, Geschwurbel, Geschwurbel hier im Faden...

Seit wann ist unsere Gesellschaft männerdominiert?

Ganz im Gegenteil: Frauen haben und hatten in unserer Gesellschaft immer einen erhöhten Schutzanspruch und Männer waren die staatliche Verfügungsmasse.

Das zieht sich bis heute durch: Es gibt überhaupt nur für Frauen Sonderregelungen, die auf ihre geringere Belastbarkeit Rücksicht nehmen. Auch Frauenförderprogramme und Frauenquoten sind nichts anderes, weil sie Frauen eben aus dem Wettbewerb mit Männern herausnehmen.

Sonderreglelungen für Männer hingegen begründen zusätzliche Verpflichtungen. In welcher Hinsicht ist also unsere Gesellschaft männerdominiert? Weil Männer die Dreckarbeiten verrichten?

HIammexd


Männer: Fels in der Brandung:

[[http://www.welt.de/gesundheit/article156311947/Wenn-Frauen-viel-arbeiten-werden-sie-krank-Maenner-nicht.html]]

syensaibelmxan


Ich weiss nicht warum es so ist, aber ich mag meinen Partner in dieser Ernährer- und Beschützerrolle und fühle mich selbst in der gegenteiligen Rolle auch sehr wohl.

Da geht es dir nicht wesentlich anders als dem Bandwurm ...

]:D

Eshem5aligerh Nu@tzer (6#568x697)


Da geht es dir nicht wesentlich anders als dem Bandwurm ...

Welchen Teil der Arbeit übernimmt der? ;-)

Wenn ein Paar gemeinsam(!) entschieden hat diese Rollenverteilung leben zu wollen - warum ist es so schwer das einfach so zu aktzeptieren? Ich habe den Eindruck, dass dieses "Wenn ich das nicht mache, sollen andere das auch nicht dürfen auch wenn alle Beteilligten und Betroffenen das wollen" bezüglich Paarbeziehungsgestaltung irgendwie sehr stark verbreitet ist und frage mich was da psychologisch dahinter steckt. Sicher, wenn einer oder beide Schaden nehmen hört der Spass auf. Aber dafür haben wir ja eine Gesetzgebung?! Welche individuellen Risiken wir im Rahmen dieser eingehen bleibt doch aber eine individuelle Entscheidung?

mGond+sWternxe


Theoretisch ja, aber praktisch gibt es nunmal dieses Bedürfnis, was auch immer dahinter steckt.

B8amb8iexne


Wenn ein Paar gemeinsam(!) entschieden hat diese Rollenverteilung leben zu wollen - warum ist es so schwer das einfach so zu aktzeptieren?

Was mir fremde Menschen, freiwillig tun, könnte mir egal sein. Trotzdem interessiert es mich, ob Zauberfee den Ernährer und Beschützer zwingend braucht, oder ob sie in dieser Abhängigkeit lebt, weil es sich für das Paar "so ergeben" hat, sie jedoch problemlos auch selber finanziell für sich bzw für sich und den Partner sorgen könnte.

Ich sehe das ganz pragmatisch. Durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit kann es schnell passieren, dass der Mann als Versorger und Beschützer wegfällt. Ist die Frau dann entsprechend in der Lage die Familie selber zu versorgen?

Für mich persönlich wäre die konservative Rollenverteilung nur dann unerträglich, wenn es sich um meine eigene Tochter handeln würde. Denn dann hätte ich das Gefühl meinem Erziehungauftrag nicht grecht geworden zu sein. Ich finde sowohl Mädchen, als auch Jungen sollten einen Beruf erlernen, der sie später befähigt die Familie zu ernähren.

EBhemali@ger Nxutzer |(#5686x97)


Ich finde sowohl Mädchen, als auch Jungen sollten einen Beruf erlernen, der sie später befähigt die Familie zu ernähren.

Selbstverständlich! Das steht ausser Frage.

Ehvohluzxzer


Hast du eine Beruf und könntest du dich zur Not auch allein ernähren, oder brauchst du zwingend einen Ernährer und Beschützer?

Vielleicht braucht frau ja nicht zwingend einen Ernährer oder Beschützer, jedoch aber das Gefühl einer existenziellen Sicherheit. Wer oder was diese gewährleistet ist lediglich zweitrangig. Übrigens benötigen Männer diese existenzielle Sicherheit ebenso, sie hat nur andere "Stilblüten" hervorgebracht.

Im Prinzip ist es eine evolutionsbiologische Angelegenheit. Wie wir dies heutzutage "erledigen" ist ökonomischen und kulturellen Veränderungen unterworfen. Man(n)/frau muss nur mit der Zeit gehen. Problematisch wird immer nur unzeitgemäßes oder weniger angepasstes Verhalten. Evolution ist alles.

GDol2dmädchxen


Das Humboldtsche Bildungsideal kommt zunehmend aus der Mode, und die Schüler werden zu hochgezüchteten Rennpferden gemacht, die Höchstleistungen im Beruf und an der Uni erbringen.

mond+sterne

Das sehe ich genauso und finde das ausgesprochne schade. Ich beneide die junge Generation überhaupt nicht. :-|

Ernährer/Beschützer: wenn frau das mag, und einen passenden Mann findet, ist es toll. Ich denke aber auch, dass eine eigene Ausbildung essentiell ist. In Zeiten, wo jede zweite Ehe geschieden wird und die soziale Sicherung sich auch dem Nullpunkt annähert, finde ich es sehr wichtig, dass ein Mensch sich auch allein finanzieren kann. Wenn er es kann und wählt, es nicht zu tun ist es auch gut. Aber es nicht zu können und sich komplett auf den Anderen zu verlassen finde ich leichtsinnig.

EwvoluHzzer


Ich finde sowohl Mädchen, als auch Jungen sollten einen Beruf erlernen, der sie später befähigt die Familie zu ernähren.

Selbstverständlich! Das steht ausser Frage.

Einspruch! Wieso sollte jemand, ob Mann oder Frau, gleich eine ganze FAMILIE ernähren können? Und welcher Beruf kann dies heute bzw. in Zukunft überhaupt noch leisten? Nachdem die Großfamilie bald Geschichte sein wird, darf man sich schon mal über neue gesellschaftliche Existenzsicherungssysteme Gedanken machen. Absehbar ist bereits heute, dass Renten- und Sozialkassen bald schlapp machen. Vielleicht bekommen Kinder ja bald einen gesellschaftlichen Projektcharakter mit allen Förderungsmaßnahmen drum herum. Wie schön einfach war das doch früher. :=o

s*ensi2belm3axn


Welchen Teil der Arbeit übernimmt der?

Den gleichen Teil, den eine Hausfrau für 23 h am Tag übernimmt.

Wenn ein Paar gemeinsam(!) entschieden hat diese Rollenverteilung leben zu wollen

Eine Rollenverteilung sollte näherungsweise gleichen Arbeitsaufwand bedeuten. Aber OK, Selbstausbeutung oder Eigenwirt ist nicht mein Problem, ich mache nur darauf aufmerksam.

Welche individuellen Risiken

Es gibt nicht wenige Menschen, die die Risiken ihrer Handlungen nicht oder schlecht einschätzen- irgendwann sitzen sie da und heulen oder flehen um Hilfe.

Bisher hatte ich auch nur Partner, der da die gleichen Vorstellungen hatte wie ich.

Offenbar zeitlich begrenzt. ]:D

B~a.mbi4ene


Wieso sollte jemand, ob Mann oder Frau, gleich eine ganze FAMILIE ernähren können?

Weil es die realen Umstände manchmal erforden. Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidungen ... was weiß ich.

Hab ich selber in meiner Familie erlebt. Der Mann war (er ist jetzt in Rente) Tischlermeister. Hat jahrelang mit seinem Gehalt Frau und zwei Kinder ernährt. Sie hatte immer was dazuverdient, aber nur durch Minjobs.Als die Kinder größer und selbständiger waren wollte sie wieder "normal" arbeiten. Als sie einen Vollzeitjob in einer Behörde in der nächstgrößeren Stadt fand, hat er ein Theater gemacht! %-|

Für Mann und Kinder bedeutete es nun, dass sie alle daheim mithelfen mussten. Das gab erstmal Proteste. ;-D

Doch sie (damals Ende 30) ließ sich nicht beirren und hat sich durch Kurse, Fleiß und Disziplin weiterqualifiziert und sich in ihrem Job ein paar Gehaltsgruppen nach oben erarbeitet.

Ein paar Jahre später hatte er arge Rückenprobleme. Bandscheibenvorfall glaube ich. Es folgten Krankenhausaufenthalte, OP, monatelange Krankschreibungen, Reha, dadurch nur noch Krankengeld, beim Wiedereinstieg in die Arbeit wurde er arg gemobbt und rücksichtslos behandelt. Eines Tages ist er weinend zusammengebrochen. Er mochte nicht mehr in die Arbeit gehen, wollte sehr gerne kündigen, aber das ging gegen seine Ehre als Familienvater und Haupternährer. Da war es gut, das seine Frau ihn mit den (sinngemäß) Worten trösten konnte "Jahrelang hast du für uns alle gesorgt, jetz ist es an mir die Familie zu ernähren. Wenn du magst, geh hin und kündige. Wir schaffen das". Er hat in Absprache mit der Arbeitsagentur am nächsten Tag gekündigt und hat sich frühverrenten lassen. Sein Rücken ist immer noch seine Achilesferse, aber er übernimmt viele Aufgaben im Haushalt und Garten.

Die Familienfinazierung klappte und klappt ganz gut, obwohl das eine Kind damals im Studium und das andere noch in der Schule waren. Man kann seine Ansprüche zur Not auch runterschrauben. Heute stehen beide Kinder auf eigenen Beinen.

So. Das ist ein Fall aus dem realen Leben.

Wenn die Frau nur Hausfrau gewesen wäre, hätte die Familie ihr Häuschen verloren und wäre womöglich noch auf Transferleistungen angewiesen gewesen.

Und welcher Beruf kann dies heute bzw. in Zukunft überhaupt noch leisten?

So einige. Auch bei Frauen. Es kommt halt immer auf die Höhe ihres Gehaltes und die Ansprüche an.

Einspruch!

Abgelehnt. Siehe meine Begründungen. :-D @:)

Lzola%X5


Wenn ein Paar gemeinsam(!) entschieden hat diese Rollenverteilung leben zu wollen - warum ist es so schwer das einfach so zu aktzeptieren? Ich habe den Eindruck, dass dieses "Wenn ich das nicht mache, sollen andere das auch nicht dürfen auch wenn alle Beteilligten und Betroffenen das wollen" bezüglich Paarbeziehungsgestaltung irgendwie sehr stark verbreitet ist und frage mich was da psychologisch dahinter steckt. Sicher, wenn einer oder beide Schaden nehmen hört der Spass auf.

Für mich hört "der Spass" auch an der Stelle auf, wo Paare mit traditioneller Rollenaufteilung verhindern oder es zumindest erschweren, dass andere Paare eine gleichberechtigte Rollenteilung leben können. Und das ist defacto gar nicht so selten der Fall, denke ich. Z.B. ist es oft der Fall, dass Männer 60h-Wochen arbeiten, während sich die Frau um Haushalt und Kinder kümmert. Diese Männer sind es dann oft, die Karriere machen. Ich finde es unfair, dass Frauen und Männer, die sich Haushalt und Kindererziehung teilen, deswegen beruflich ins Hintertreffen geraten. Insofern betrachte ich die klassische Rollenteilung in gewissem Sinn auch als "unlauteren Wettbewerb". :-/ Natürlich ist das egoistisch von mir gedacht, weil ich eben lieber eine Welt will, in der sich Männer und Freuen gleichermaßen um ihren Nachwuchs kümmern und auch eine Arbeitswelt, die nicht auf Männer mit Rücken-freihaltender-Frau ausgerichtet ist. Aber wenn es mir schadet, dass andere sich auf klassische Rollenteilung einigen, dann muss ich das nicht auch noch freiwillig gut finden. ;-D

Insofern ist das beileibe nicht nur etwas "psychologisches" sonder etwas handfest politisches und interessensgleitetes. Ich kann akzeptieren, was mir nicht schadet. Aber ich sehe es eben so, dass es mir durchaus schadet, wenn auch im Jahr 2016 noch (aus meiner Sicht überholte) Rollenmodelle propagiert und gelebt werden.

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