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Warum drängen Frauen die Männer in die Beschützer-/Ernährerolle?

L+olaeX5


und jeder hat ein Recht darauf, mit seinem Lebensentwurf durch entsprechende Gesetze unterstützt zu werden.

Nein, eigentlich nicht. ;-D Man kann sich massenweise Lebensentwürfe vorstellen, die NICHT durch Gesetze unterstützt werden sollten. (Alles, was gesetzlich verboten ist, könnte sich jemand als Teil seines Lebensentwurfes definieren. ;-) )

s,ensib2elmaxn


Andere Lebensentwürfe werden von der Politik links liegen gelassen,

Wo?

D#ieZaIube|rfee


Weil ich es als einen Angriff auf unsere freie bürgerliche Republik werte.

Es gibt, wenn ich da recht informiert bin, immer noch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Ende des vergangenen Jahrhunderts, dass der Staat nicht einseitig einen bestimmten Lebensentwurf unterstützen darf.

D.h. gemäß der Vorstellungen des Bundesverfassungsgerichts aus dem vergangenen Jahrhundert muss der Staat gute Rahmenbedingungen schaffen für ledige, die sich ausschließlich ihrer Karriere widmen, für Frauen, die Beruf und Familie vereinbaren wollen, für Ehepaare, die ein traditionelles Familienleben leben wollen usw. ...

Die nachfolgenden Bundesregierungen haben sich über dieses Urteil hinweggesetzt und machen eine Politik, die einseitig und massiv den Lebensentwurf unterstützt, Beruf und Familie zu vereinbaren.

Daraus spricht für mein Empfinden der Geist der Diktatur. Viele Frauen finden das offensichtlich gut. Dir scheint es egal zu sein. Mir nicht.

Ich empfinde das genauso wie du. Die Debatte um das "Betreuungsgeld" hat mich richtig erschreckt. Ich kann mich kaum an eine politische Debatte in Deutschland erinnern, die so hasserfüllt geführt und wo durchgehend mit Beschimpfungen und Herabwürdigungen gegen Menschen und ihre Lebensentwürfe gehetzt wurde.

s@enslibeWlxman


Ich kann mich kaum an eine politische Debatte in Deutschland erinnern, die so hasserfüllt geführt und wo durchgehend mit Beschimpfungen und Herabwürdigungen gegen Menschen und ihre Lebensentwürfe gehetzt wurde.

Selektive Wahrnehmung?

s~enasibxelman


Die Debatte um das "Betreuungsgeld"

Wieviele Kinder betreust du?

m:o9nd+Ssterxne


Andere Lebensentwürfe werden von der Politik links liegen gelassen,

Wo?

links! ]:D

Nein, im ernst: Der Staat gibt viel Geld aus für Betreuungsmöglichkeiten für erwerbstätige Eltern. Das ist auch richtig. Nur, so wie ich das Urteil des BVerfG verstanden habe, muss der Staat dann auch etwas für kinderlose tun, die sich für eine berufliche Karriere entscheiden haben und für Mütter, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen.

Für die Mütter könnte es beispielsweise Müttertreffs geben, damit sie nicht mit ihren Kindern zu Hause rumsitzen müssen und sich langweilen. Es wäre eine Frage der Gerechtigkeit, dass der Staat für jene Mütter genausoviel Geld ausgibt, um ihnen und ihren Kindern ein gutes Leben zu ermöglichen. Den Müttern das eingesparte Geld teilweise in Form von "Betreuungsgeld" zurückzuerstatten, finde ich bescheuert.

Ledige Erwerbstätige werden bei betriebsbedingten Kündigungen als erstes rausgeschmissen. Aus "sozialen" Gründen! Auch da müsste der Staat Angebote machen, damit die Betroffenen gute Chancen haben, ihre berufliche Laufbahn fortzusetzen. Außerdem haben Singles allerlei zusätzliche Risiken, weil ihnen das familiäre Umfeld fehlt. Auch da könnte der Staat etwas zur Absicherung tun.

Das wäre gerecht und verfassungsgemäß.

EphemaliAger NPutzer (#G56869x7)


Und ich finde Auswirkungen, die die alte Arbeitswelt, in der nur mit 60h-Wochen Karrieren möglich sind, prolongieren ziemlich negativ. Ich hätte in den Führungsetagen lieber viel mehr Menschen, die auch in ihrer Familie präsent waren und sind.

Das ist doch ein ganz anderes Problem, was man anderweitig politisch angehen müsste: Die Gesellschaft muss eigentlich im Sinne einer gesunden Bevölkerung daran interessiert sein, dass Erwerbsarbeit einer zeitlichen Beschränkung unterliegt. Die Hirnforschung zeigt doch deutlich auf, dass Menschen Erholungsphasen brauchen um effizient zu sein und flexibel reagieren zu können. Spätestens ab einem bestimmten Alter sind doch 60 Stunden Wöchler meist weniger effizient als gleichaltrige 40 Stunden Wöchler. Dazu gibts erste Studien.

Eine ungesunde Bevölkerung überlastet ja wieder die öffentlichen Kassen / Versicherungen, die mit höheren Beiträgen and die Unternehmen/Einzelpersonen reagieren und so weiter. So schaukelt sich der Prozess des finanziellen Verantwortung hin und her schieben immer weiter auf und die Beträge werden immer höher, die Bevölkerung immer kränker und weniger effizient.

Eigentlich haben wir ein Arbeitsrecht und wenn das tatsächlich durchgesetzt würde, würden auch die Krankheitskosten mit Sicherheit wieder sinken, was die Versicherungskosten zurückgehen liesse was dann eben auch zu einer geringeren Arbeitgeberbelastung führen würde. Es hängt eben immer alles zusammen. Natürlich hätte das auch noch andere Effekte auf den Output und die Produktionsleistungen. Da wäre jetzt eben die Frage wie der wäre. Firmen wie SAP, Apple und Google könnten dazu jetzt sicher etwas sagen etwas überraschendes sagen ;-).

Das Problem ist dass sich heute viele mit langen Arbeitszeiten "schmücken" weil ihnen das das Gefühl gibt leistungsfähig zu sein. Es ist hip gebraucht zu werden. Lange Arbeitszeiten sind aber selten = hohe Leistungsfähigkeit. Besonders Prokastinierer haben z.B. gerne lange Arbeitszeiten - gerade in der höheren Führungsebene!

MRoni^ka6x5


Für die Mütter könnte es beispielsweise Müttertreffs geben, damit sie nicht mit ihren Kindern zu Hause rumsitzen müssen und sich langweilen. Es wäre eine Frage der Gerechtigkeit, dass der Staat für jene Mütter genausoviel Geld ausgibt, um ihnen und ihren Kindern ein gutes Leben zu ermöglichen. Den Müttern das eingesparte Geld teilweise in Form von "Betreuungsgeld" zurückzuerstatten, finde ich bescheuert.

Es gibt Müttertreffs wie Sand am Meer ohne dass der Staat da irgendwie aktiv werden müsste.

E?hemaligedr Nut#zer6 (#56x8697)


Es gibt Müttertreffs wie Sand am Meer ohne dass der Staat da irgendwie aktiv werden müsste.

Zudem macht es Sinn, dass Mütter, die zu Hause sind Kinder von arbeitenden Müttern in Kleingruppen bei sich mit aufnehmen und dafür dann auch bezahlt werden. Aufmerksamkeitsdefizitstörungen kommen genau daher: von mangelnder Aufmerksamkeit für ein Kind, weil Eltern anderweitig beschäftigt sind. Sich einzubilden, dass man die in den Griff bekommen könnte indem man immer mehr Kinder effizienterweise von nur wenigen Betreuungspersonen versorgen könnte ist keine Lösung, die für uns eine leistungsfähige Generation nachwachsen lässt. Wer das noch nicht begriffen hat muss blind sein.

Solange sich Leistungen von Müttern im Bruttosozialprodukt nicht niederschlagen werden Kinder im Neoliberalismus immer ein Armutsriskio bleiben. Und das wo Kinder die Zukunft einer Gesellschaft sind. Es ist schon faszinierend wie unglaublich destruktiv da gedacht wird. Entweder wir verabschieden uns vom Neoliberalismus oder wir müssen eben mit den Konsequenzen, dass auch diese Leistung zukünftig mehr und mehr kostet, wie eben auch die Pflege von alten und kranken Menschen. All das ist eine direkte Konsequenz aus der Abwertung dessen was mal als weibliche Kompetenz galt: Pflege und Fürsorge. Man kann zwar ignorieren, dass jeder Mensch das in unterschiedlichem Maß braucht, aber früher oder später schlägt das eben zurück. Da sind wir schon mitten drin. Dagegen steuern kann bislang jeder einzelne indem er auf gute Selbstversorgung achtet und indem er diesen Mist der Entwertung nicht weiter mitmacht sondern sich mal bewusst macht was menschliches Leben tatsächlich ausmacht.

S6hojxo


Aufmerksamkeitsdefizitstörungen kommen genau daher: von mangelnder Aufmerksamkeit für ein Kind, weil Eltern anderweitig beschäftigt sind.

Mit der Aussage wäre ich in derart verkürzter Form sehr vorsichtig.

s&ensibOelmaxn


Der Staat gibt viel Geld aus für Betreuungsmöglichkeiten für erwerbstätige Eltern. Das ist auch richtig. Nur, so wie ich das Urteil des BVerfG verstanden habe, muss der Staat dann auch etwas für kinderlose tun, die sich für eine berufliche Karriere entscheiden haben und für Mütter, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen.

Dann lies [[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bverfg-kippt-betreuungsgeld-was-wird-aus-dem-elterngeld-13720127.html das hier]] nochmal richtig.

sCens/ibeelmaxn


Aufmerksamkeitsdefizitstörungen kommen genau daher: von mangelnder Aufmerksamkeit für ein Kind, weil Eltern anderweitig beschäftigt sind.

Die Diagnose von ADS/ADHS ist nicht ganz einfach. Neben tatsächlichen neurologischen/organischen Problemen im Gehirn spielen da mitunter auch schwere Erziehungsfehler mit rein, die schwer von organischen Ursachen zu trennen sein dürften, weil sie ähnliche Auswirkungen haben.

m3ondy+xsterne


Zudem macht es Sinn, dass Mütter, die zu Hause sind Kinder von arbeitenden Müttern in Kleingruppen bei sich mit aufnehmen und dafür dann auch bezahlt werden.

Das finde ich eine interessante Idee, weil sie auf der einen Seite einen vernünftigen Eindruck macht, und auf der anderen Seite dem Bedürfnis von Frauen nach einem einheitlichen Lebensentwurf nachkommt. Denn auf diesem Wege werden alle Mütter in die Erwerbstätigkeit bewegt.

Damit könnte Dir Deine Idee auch bei der Beantwortung der Frage helfen, was eigentlich dahinter steckt, wenn Frauen einen einheitlichen Lebensentwurf für alle Frauen wollen.

Du könntest jetzt in Dich gehen, und Dir diese Frage selbst beantworten. Wenn Du sehr mutig bist, könntest Du hier auch posten, zu welchem Ergebnis Du gekommen bist.

SIh7ojo


Damit könnte Dir Deine Idee auch bei der Beantwortung der Frage helfen, was eigentlich dahinter steckt, wenn Frauen einen einheitlichen Lebensentwurf für alle Frauen wollen.

Gack. Gagagagagagack. GACK! Diese Wechseldusche immer ... hier was Vernünftiges, da was Abstruses, hier was irgendwie, hm, immerhin Unterhaltsames, dort wieder haarsträubendstes Getröte, dort etwas mit Händen, aber nicht mit Füßen, als Nächstes zwei Füße ohne benachbarte Greifwerkzeuge. Das hält echt der stärkste Kreislauf nicht aus! ;-D ;-D ;-D

mko|ndY+styerne


Der Staat gibt viel Geld aus für Betreuungsmöglichkeiten für erwerbstätige Eltern. Das ist auch richtig. Nur, so wie ich das Urteil des BVerfG verstanden habe, muss der Staat dann auch etwas für kinderlose tun, die sich für eine berufliche Karriere entscheiden haben und für Mütter, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen.

(Mond+Sterne)

Dann lies [[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bverfg-kippt-betreuungsgeld-was-wird-aus-dem-elterngeld-13720127.html das hier]] nochmal richtig.

(sensibelman)

Mein Beitrag bezog sich auf ein Urteil vom Ende des vergangenen Jahrhunderts (ich meine, es war 1998). In dem von Dir verlinkten Artikel geht es um das Urteil zum Betreuungsgeld, das vor noch nicht allzu langer Zeit gefällt wurde. Wenn Du meinen Eindruck ausräumen möchtest, eine argumentative Nebelkerze geworfen zu haben, musst Du schon etwas dazu schreiben, was der von Dir verlinkte Artikel den ich nur kurz überflogen hab mit dem von mir erwähnten Urteil zu tun hat.

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