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Irritierendes Verhalten eines Dozenten mir gegenüber

suunfKlowexr4


Ende Juli habe ich in meinem einen Studiengang die letzte Prüfung bei ihm. Dann habe ich noch ein anderes Studium, im Rahmen dessen ich theoretisch gesehen noch Prüfungen bei ihm belegen kann, aber nicht muss. Also theoretisch gesehen im Herbst.

smunflqowerK4


@ Dumal

Mich irritieren genau genommen der Umfang der Genesungswünsche, also dass er sich ja auch Gedanken darum gemacht hat und mich so gezielt zu unterstützen sucht. Ich bin "gute Besserung" gewohnt.

Es geht mir insgesamt auch mehr um das "wie", also wie der Dozent sich verhält, wie er sich als solcher benimmt.

Er ist sehr engagiert - die Anteilnahme habe ich in der Form allerdings noch nicht erlebt. Und wie gesagt, es ist ja auch schon aufgefallen...

Bei mir selbst finde ich es total komisch, dass ich da nicht mehr so diese Sorge habe zu der Zeit, als ich hier angefangen habe zu schreiben. Also die Sorge, dass er mich da ana* könnte. Passiert ist es ja leider ähnlich wieder, aber gerade nicht von demjenigen, wo ich es befürchtet hatte... Ich sehe den Dozenten mittlerweile auch viel mehr so: Er weiß viel und hat viel erlebt; er könnte jedem zeigen, was er nicht kann, er besitzt Macht - und ist allerhöchstens patzig. Er kann mit seiner Macht verantwortungsvoll umgehen und tut es. Und ist sogar noch nett zu allen. Vielleicht ist es ja dieser Perspektivwechsel, weswegen ich gerne mal einen Kaffee mit ihm trinken gehen würde ;-)

C4oteSaIuvagxe


Ich finde überbordendes Blabla auf eine Krankschreibung einerseits und patziges Verhalten andererseits schlechten Stil, mehr aber auch nicht.

Wie geht man mit so etwas um? Also wie kann ich sachlich und freundlich bleiben und ihn jetzt nicht derbe wegdrücken, zumindest nicht nach außen?

Die Antwort steht doch schon in der Frage: Du kannst damit umgehen, indem du sachlich und freundlich bleibst.

Hatte er nicht ein Kaffeedate schon mal nachträglich abgesagt? Dann würde ich in der Hinsicht keinen weiteren Vorstoß machen. Jetzt machst du schon so lange mit dem Dozenten rum, da kommt nichts Vernünftiges mehr dabei raus.

Und wie war das nochmal: Ist er nun gebunden oder nicht? Ich glaub das hatte ich dich schon mal gefragt, konnte eine Antwort von dir darauf jetzt aber nicht finden.

sgu-nflbowger4


Soweit ich weiss, ist er ungebunden.

Diese Ambivalenz im Verhalten mir gegenueber kann ja auch andere Ursachen haben; er hat mit seiner Herkunftsfamilie Stress, wie er mir erzaehlte und gab an, dass das trotz aller Absehbarkeit schwierig fuer ihn ist - das finde ich zB sehr stark. Ausserdem weiss ich, dass es am Institut hinter den Kulissen maechtig Aerger gab, da war er auch involviert. Dass sich mir Dozierende mit ihren Problemen anvertrauen, kommt immer wieder vor. Vlt meint er das ja auch eher freundschaftlich. Wobei sich bei Freunden, die sich so verhielten, irgendwann herausstellte, dass sie sich in mich verliebt hatten... Naja. Ist halt so.

Ich merke langsam, dass ich einfach grosse Sorge habe, mich nochmal in einem Mann zu taeuschen; Wobei ein Restrisiko ja immer bleibt. Und manche Blender taeuschen halt verdammt gut, allerdings nur fuer eine gewisse Zeit.

Cjo%teSaucvage


Ich verstehe nicht, wieso er wegen Stress mit seiner Familie oder Ärger im Institut zu dir oder sonst jemandem, der damit nichts zu tun hat, patzig sein darf. ":/

Ich merke langsam, dass ich einfach grosse Sorge habe, mich nochmal in einem Mann zu taeuschen; Wobei ein Restrisiko ja immer bleibt.

Wenn jemand sich dir gegenüber ambivalent verhält, ist das Risiko, dass es nicht passen wird, aber deutlich größer als das normale Restrisiko.

s*un6flo[wexr4


Zum Risiko: das stimmt.

Zu ersterem: es geht mir nicht um das Duerfen. Er macht es halt. Ich werde bestimmt nicht hingehen und ihm sagen, er soll es lassen. Das lohnt sich auch alles nicht mehr.

sWunBfl]owerx4


Hallo,

hat jemand vielleicht allgemein einen Hinweis, wie man sich am besten Menschen gegebueber verhaelt, die sich einem gegebueber ambivalent verhalten? Also zB als Dozent im Kurs zwar zugewandt sind, aber ploetzlich den Nachnamen konsequent falsch sagen, in Mails aber wiederholt ihre Sorge ueber den Gesundheitszustand des Studenten und gute Wuensche fuer ihn ausdruecken. Oder wenn ein Kommilitone einen in der Fakuktaet nur von weitem gruesst und trifft man sich zu zweit, sich dann zugewandt und besorgt verhaelt?

C*oteSahuvag>e


hat jemand vielleicht allgemein einen Hinweis, wie man sich am besten Menschen gegebueber verhaelt, die sich einem gegebueber ambivalent verhalten?

Ja, Abstand halten bzw vorsichtig und zurückhaltend sein, wie hier schon mehrfach gesagt.

sMunfl4owxer4


Wenn man aber mit solchen Menschen zusammen arbeiten muss und sich deren ambivalentes Verhalten dann auch darin zeigt, also widerspruechliche und unzuverlaessige Aussagen?

Woher kommt denn so was?

c-rie\chtarlxie


Ich bin nach wie vor der Meinung, dass er gar nicht so ambivalent ist, sondern dass Du in völlig normales Verhalten Zuneigung etc.. hinein interpretierst.

Ich habe Dir schon vor Wochen gesagt, dass Du für mich (als Dozent an der Uni seit über 10 Jahren) bedürftig wirkst, auf irgendeine Art, fachlich, psychisch....

Und nun lerne ich, dass Du dass Du am Arbeitsplatz gemobbt wirst.

Das verstärkt meine Vermutung, dass er wahrscheinlich einfach nur menschlich nett sein und Dir klar machen, dass Du am Institut einen Freund hast. Ich sehe nichts, aber wirklich nichts an Höflichkeit, die man nicht jedem Mitmenschen (der einem leid tut?) entgegen bringen würde. Vielleicht hast Du auch das leicht verschrobene Bild der meisten Studierenden von uns, welches anscheinend irgendwo zwischen lebensuntauglich und Fachidiot mit egozentrischen Strukturen angesiedelt zu sein scheint und in ein solches Bild passen nette mails, mal als Mann aufstehen, wenn eine Frau den Raum betritt etc.. anscheinend nicht rein.

Insofern:

ich glaube nicht, dass er sich ambivalent verhält. Nur, dass Du die Nettigkeiten zu wichtig nimmst. Wahrscheinlich würde er aus allen Woken fallen wenn er wüßte, was Du für so Gedanken machst und evtl. weiß er ja nicht einmal Deinen Namen oder immer nur kurzzeitig.

c`riecDharli6e


Ausserdem weiss ich, dass es am Institut hinter den Kulissen maechtig Aerger gab, da war er auch involviert. Dass sich mir Dozierende mit ihren Problemen anvertrauen, kommt immer wieder vor.

Auch bei uns am Lehrstuhl reden wir schon mal vertraulicher mit den Hiwis bzw. vor allem mit der langjährigen Sekretärin. Aber Du scheinst mit so etwas nicht so umgehen zu können, wie man es als Dozent erwarten würde, nämlich einfach als Vertrauensbeweis an einen Mitarbeiter - was nicht einer Liebeserklärung entspricht. Ich würde meine zahlreichen Hiwis über die Jahre hinweg wohl nicht mehr alle erkennen.

CsotzeSaWuvoagxe


@ TE

Lies dir deinen Thread einfach nochmal durch, da steht schon alles.

sMun>flow?er4


Danke für die Rückmeldungen.

Ich bin es halt nicht gewohnt, dass sich ein Dozent - sofern ich nicht an seinem Lehrstuhl arbeite - so sehr um seine Studis sorgt. Mir ist so ein Verhalten von einem Dozenten fremd. Und es ist schon auffällig, dass er mir so zu vertrauen scheint, zumal er das, jedenfalls was ich von den Hiwis am Institut so mitbekomme, ansonsten wohl nicht tut. Ich finde es ja auch nicht schlimm, im Gegenteil, es ist irgendwie menschlich und macht ihn auch ziemlich angenehm im Umgang. Mich irritiert das Verhalten jedoch. Und da bin ich nicht die einzige, eine Kommilitonin von mir hat sich kürzlich ähnlich kritisch über sein Verhalten uns Studentinnen gegenüber geäußert, also dass er sich halt wirklich ambivalent verhält.

Ich würde ja am liebsten konsequent auf Abstand gehen - weil das für mich besser wäre. Das kann ich vorerst aber nicht. Und es fällt mir schon schwer, innerlich auf Abstand zu gehen bzw selbst eine Konstante zu fahren, wenn er sich so ambivalent verhält.

Danke für die Tipps @:)

PAythonEisxt


Hallo,

hat jemand vielleicht allgemein einen Hinweis, wie man sich am besten Menschen gegebueber verhaelt, die sich einem gegebueber ambivalent verhalten?

Deine eigenen Grenzen sehr deutlich setzen und auch zeigen. Wenn du klar bist in deinem Verhalten, kann er fast beliebig ambivalent sein.

Also zB als Dozent im Kurs zwar zugewandt sind, aber ploetzlich den Nachnamen konsequent falsch sagen,

Erstmal freundlich drauf hinweisen und korrigieren. Bei Wiederholung mit Nachdruck einfordern. Deinen Ärger zum Ausdruck bringen.

in Mails aber wiederholt ihre Sorge ueber den Gesundheitszustand des Studenten und gute Wuensche fuer ihn ausdruecken.

Ab nach /dev/null. Mails sind doch sehr easy zu handhaben.

Oder wenn ein Kommilitone einen in der Fakuktaet nur von weitem gruesst und trifft man sich zu zweit, sich dann zugewandt und besorgt verhaelt?

Wenn er sich Sorgen macht, ist es sein Bier. Es sind ja seine Sorgen, nicht deine. Für seine Sorgen ist auch er zuständig.

Und wenn es dir an Zuwendung/Zugewandtheit zu viel wird, naja, auch das lässt sich ausdrücken. Weniger Treffen, kürzere Treffen, Treffen mit Agenda vorher, und dann auf inhaltliche Punkte reduzieren, Beziehungsaspekte ausblenden und nicht drauf eingehen, sondern das Thema wechseln. "Matter of fact" eben vom Verhalten. Professionell, abgeklärt. Was beim anderen unterkühlt ankommen mag, aber ganz sich nicht bedürftig. Auch ratsam in diesem Fall: kein Körperkontakt. Auch nicht Hände reichen. Seine gereichte Hand also ohne Worte ausschlagen. Professionelle Distanz eben. Das Sachthema wird dabei diskutiert, eine tiefere persönliche Einlassung gibt es nicht.

CVote\SWauvagxe


Ich würde ja am liebsten konsequent auf Abstand gehen - weil das für mich besser wäre. Das kann ich vorerst aber nicht.

Und warum nicht? Man kann jeden Kontakt auf ein höfliches Minimum beschränken, sofern man das tatsächlich will. An deiner Stelle würde ich mich um einen erfolgreichen Studienabschluss bemühen anstatt zu versuchen in die Gehirnwindungen eines Dozenten hineinzukriechen.

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